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Kino für die Burschen – die Mama bleibt lieber draußen.

Ein Kaffee, ein Buch, ein wenig Auszeit – so der Plan.

Fehler Nummer eins: die naive Annahme, irgendwo in dieser Stadt ein ruhiges Café oder stilles Plätzchen zu finden, das nicht vom permanenten urbanen Grundrauschen unterwandert wird. Eine Idee so utopisch wie der Versuch, Nebel in Marmeladengläser zu füllen.

Nach einigen Umwegen entdecke ich tatsächlich noch ein Café, das ganze dreißig Minuten vor Schließung bereit ist, mir einen großen Cappuccino zu servieren. Der Garten: schattig, von alten Bäumen gerahmt, fast idyllisch – wenn man den ununterbrochenen Straßenlärm als Teil der Klangkulisse akzeptiert. Ich beschließe, wiederzukommen. Allein. Denn Gespräche wären hier so aussichtsreich wie Flüstern in einem Sturm.

Dann der Gedanke: Warum nicht im Kino warten?

Die Antwort liefert mir der Lüfter, flankiert von Hintergrundmusik – eine akustische Allianz, laut wie ein mittelprächtiger Staubsauger. Mein inneres Wiesel begann sofort, die imaginären Wände hochzulaufen, in einer Mischung aus nervösem Zickzack und scharfem Blick auf alles, was sich bewegte. Es fletschte gedanklich die Zähne und schien fest entschlossen, wahlweise die Kinosessel oder die ahnungslosen Mitarbeiter anzuknabbern.

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