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The 75Kind

Eine Anti-Druck-Aktion für mehr Weichheit und Freundlichkeit in einer viel zu harten Welt

Vor ein paar Jahren ist mir mal der Trend 75Hard begegnet. Eine sportliche Lifestyle-Herausforderung, um sich in sowohl ernährungstechnisch als auch körperlich in Bestform zu bringen. Gerade zu Beginn des Jahres sind wir ja ordentlich dabei, uns alle selbst zu optimieren. 75Hard geht da nochmal in ein anderes Level - es zwingt Dich, innerhalb von 75 Tagen die härteste Version Deiner Selbst zu werden, in dem Du für “schwache” Momente bestraft wirst und wieder von vorne anfangen musst. Puh. Da kriegt man schon vom Lesen einen verspannten Nacken.

In einer Welt, in der so viel Druck besteht, glaube ich, haben die “Du musst Dich einfach nur mehr anstrengen”-Glaubenssätze wirklich ausgedient. Wir sehen ja, wohin Härte führt. Weniger Kommunikation, weniger Vertrauen, weniger Frieden. Mehr Misstrauen, mehr Konflikte, mehr Gewalt.

Und dann sitzen wir dazwischen und denken uns “Ach, ich muss mich jetzt nur ein bisschen mehr am Riemen reißen, dann klappt xy schon.” Ich glaube nicht, dass das funktioniert. Wir funktionieren zwar zeitweise unter Druck, manchmal kann das auch hilfreich sein, aber auf lange Sicht isoliert uns diese Denkweise und macht uns immer härter. Innerlich und äußerlich.

Soft gegen Hart

Deshalb habe ich mir eine kleine Anti-Challenge überlegt. Einer der Kernpunkte bei 75Hard ist, dass, wenn man einen Tag oder auch nur ein Training ausfallen lässt (egal aus welchem Grund), wieder bei Tag 1 beginnen muss und in meiner Aktion gibt es diese Regel auch - aber etwas anders: 75 Tage lang legen wir den Fokus darauf, weicher zu werden und anderen und uns selbst gegenüber wohlwollend, freundlicher und liebevoller zu sein. Du musst nicht alle Ideen nacheinander “erledigen”, Du kannst es aber versuchen, dann hast Du jeden Tag eine neue kleine Herausforderung. Oder Du suchst Dir einfach aus, was für Dich passt - und wiederholst diese Punkte 75 Tage lang. Die Grundidee liegt in der “Random Acts of Kindness”-Bewegung, die soviel bedeutet wie “Zufällige, kleine, gute Taten”. Und so verbinden wir Routinenbildung und das Prinzip des Gebens miteinander.

Sujet Challenges

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