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„Affidamento” (Beziehungslösung) im Postpatriachalen Chaos

Antje Schrupps Feminismus im postpatriarchalen Chaos – Ein humoristischer Streifzug am Rande des Erdbeerfelds.

Die Lösungsidee hier ist das Affidamento a la Antje Schrupp. Affidamento – ein italienisches Konzept, das auf Vertrauen und gegenseitiges Anvertrauen setzt… Darum kann Antje gelassen der untergehenden christentümlichen Kirche (=eine Kirche in hierarchischer Männerlogik) die würdige Sterbehilfe leisten und parallel dazu eine neue (metamoderne?) (spirituelle) Gesellschaft erträumen. Sei gespannt auf einen anderen Blick auf die Lösungskräfte eines DIFFERENZ-FEMINISMUS.

Die Lösung der Metakrise beginnt mit der tiefen Beziehung. Wer hätte das gedacht? Resilienz = Zärtlichkeit…

Stell dir vor, du stehst auf einem weiten Erdbeerfeld. Doch statt reifer, roter Früchte pflückst du Gedanken, Thesen und provokante Ideen über Feminismus, Machtstrukturen und das große gesellschaftliche Durcheinander. Genau so fühlt sich Antje Schrupps Ansatz an – sie nimmt uns mit auf eine Erntefahrt durchs postpatriarchale Chaos, voller Humor, Scharfsinn und überraschender Perspektiven.

Das Patriarchat ist tot – es riecht nur noch streng

Viele Feministinnen und Feministen sehen das Patriarchat noch immer als Hauptgegner: Die alten Männerbünde, die Chefetagen, die unsichtbaren Netzwerke, die Frauen kleinhalten. Doch Antje Schrupp widerspricht: „Das Patriarchat ist längst Geschichte.“ Was sie meint? Die äußeren Strukturen – Vorstandsetagen, politische Machtzentren, große Institutionen – existieren zwar noch, aber sie sind hohl geworden. Die Autorität, die sie einst ausstrahlten, ist nur noch Fassade. Innen ist alles morsch.

Schrupp beschreibt, wie die „alten Chefs“ keine echten Patriarchen mehr sind. Sie sind keine Herrscher mit Visionen und Verantwortung, sondern Piraten, die plündern, was noch übrig ist. Sie verteidigen nicht mehr ein System, sondern sichern sich nur noch ihre eigenen Vorteile. Wer heute noch Karriere in diesen Strukturen machen will, kämpft vielleicht nur noch um die besten Plätze im Museum – zwischen ausgestopften Symbolen vergangener Macht.

Beispiel:
Man denke an Unternehmen, in denen die Führungskräfte zwar noch männlich dominiert sind, aber kaum noch echte Loyalität oder langfristige Verantwortung zeigen. Die Fluktuation ist hoch, die Bindung gering – das System trägt sich nicht mehr selbst, sondern lebt von der Substanz.

Gleichstellung? Lieber nicht in High Heels durchs Minenfeld

Der klassische Feminismus hat lange gefordert: Frauen sollen Zugang zu allen Positionen haben, die Männer innehaben. „Frauen können alles, was Männer können!“ – also auf in die Chefetagen, in die Politik, in die Wissenschaft! Doch Schrupp fragt provokant: Warum sollten wir uns freiwillig in High Heels auf glitschige Vorstandsböden wagen? Warum sollten wir uns anpassen an ein System, das auf Kontrolle, Konkurrenz und Burnout basiert?

Schrupp kritisiert Quoten und Gleichstellungsgesetze nicht grundsätzlich, aber sie sieht sie als oberflächliche Lösungen. Sie vergleicht sie mit Erdbeeren im Winter: Sie sehen hübsch aus, aber sie schmecken nach nichts. Sie schaffen vielleicht mehr Frauen in Führungspositionen, aber ändern wenig an den Grundstrukturen von Macht und Kontrolle.

Ihr Gegenvorschlag:
Statt auf Kontrolle und Gleichmacherei zu setzen, plädiert Schrupp für Affidamento – ein italienisches Konzept, das auf Vertrauen und gegenseitiges Anvertrauen setzt. Beziehungen, die auf Freiwilligkeit, Respekt und echter Anerkennung beruhen, statt auf Hierarchie und Kontrolle. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich gegenseitig stärken, statt sich zu überwachen.

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Hier findest du eine Original-Lesung von Antje Schrupp zu ihrem Buch

Die Lösung: Weniger Excel, mehr Erdbeerkaffee

Wie sieht eine bessere Zukunft aus? Schrupps Vision ist kein Großraumbüro, sondern ein Picknick im Grünen. Weg von den riesigen, schwerfälligen Institutionen, die niemand mehr ernst nimmt. Hin zu kleinen, robusten Netzwerken, die auf Vertrauen, Zartheit und ehrlichem Austausch basieren.

Sie nimmt das Bild des „Kaffeeklatschs“ und dreht es um: Was früher als weibliche Nebensache abgetan wurde, ist heute vielleicht das Modell der Zukunft. Während die großen Tanker (Unternehmen, Parteien, Institutionen) langsam sinken, bauen wir uns kleine Flöße – Rettungsboote aus Beziehungen, Netzwerken und Solidarität.

Beispiel:
Initiativen, Nachbarschaftsprojekte, selbstorganisierte Arbeitsgruppen, Freundeskreise, die sich gegenseitig unterstützen – all das sind Keimzellen einer neuen Gesellschaft, die nicht auf Kontrolle, sondern auf Vertrauen basiert.

Fazit vom Feldrand

Antje Schrupp lädt uns ein, die alten Machtspiele hinter uns zu lassen. Sie sagt: Zieht die High Heels aus, sucht euch ein paar gute Leute für euer Rettungsboot und lasst die ausgestopften Patriarchen im Museum zurück. Wer weiter auf den großen Bühnen Karriere machen will, kämpft vielleicht bald nur noch um die besten Plätze zwischen den Relikten einer vergangenen Epoche.

Wir anderen genießen schon mal die Aussicht, das Erdbeerfeld – und ein bisschen Humor, wenn das Chaos mal wieder Überhand nimmt. Schrupps Feminismus ist kein Kampf gegen Windmühlen, sondern ein kreativer, gemeinschaftlicher Weg ins Ungewisse – mit viel Vertrauen und einem Augenzwinkern.

  • Jetzt diskutieren! Teile deine Gedanken zu Schrupps Ansatz und erzähle, wie du Vertrauen und Netzwerke im Alltag lebst.

  • Starte dein eigenes Rettungsboot! Gründe eine kleine Gruppe oder ein Netzwerk, das auf gegenseitigem Anvertrauen basiert.

  • Mehr erfahren? Lies Schrupps neues Buch oder höre ihre Vorträge für weitere Inspiration zum postpatriarchalen Feminismus.

  • Humor nicht vergessen! Teile deinen Lieblingswitz oder eine Anekdote zum Thema Chaos und Erdbeeren. :-)

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Video? Hier!

P.S. und hier noch von Antje Schrupp ein Essay über das Patriarchat und wie es begann…

https://www.blaetter.de/ausgabe/2023/oktober/die-langen-linien-des-patriarchats (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Metakrise

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