Passer au contenu principal

Jack London und die Krönung der Evolution

London im Alter von neun Jahren mit seinem Hund Rollo, 1885 Quelle: Jack London Photographs and Negatives, Huntington Digital Library. Call number: JLP 572

Vor 150 Jahren, am 12. Januar 1876, wurde Jack London als John Griffith Chaney, in San Francisco geboren. Mit seinen Abenteuerromanen der Seewolf und Ruf der Wildnis gelangte er zu Weltruhm. Sein literarisches und journalistisches Werk ist jedoch weit umfassender und ist nicht zuletzt wegen der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen wieder hochaktuell. Denn „Finanzkrisen, ethnische Diversifizierung der Gesellschaft, das Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich und der rücksichtslose Umgang mit Macht“, so formuliert es der Buchautor und London-Biograf Alfred Hornung, „haben seine Zeit ebenso bestimmt, wie unsere.“ Denn auch die alten sozialdarwinistischen, fremdenfeindlichen und rassistischen Ideologien des hochimperialistischen Kolonialismus fassen wieder in der Gesellschaft Fuß.

U.a. in seinen Romanen Jerry der Insulaner und Michael, der Bruder Jerrys erzählt London die Geschichten der Terriergeschwister, die sich als Arbeitshunde auf Plantagen auf den Salomonen durch das Leben schlagen müssen. Dabei vermittelt London den LeserInnen nicht nur die Schrecken der Sklaverei, sondern stellt auch Fragen nach Loyalität, Freiheit und den moralischen Hintergründen der Mensch-Tier-Beziehung. Zugleich verdeutlicht er in den Geschichten sein Verständnis über die Intelligenz, Lern- Denk- und Empfindungsfähigkeit von Hunden und allgemein von höheren Tieren. In jener Zeit ist dies ein überaus umstrittenes Thema und Londons Aufsatz von 1908 „Die anderen Tiere“ vermittelt einen Eindruck über unterschiedliche Postitionen, die hinsichtlich des tierlichen Verstandes unter den Naturforschern herrschten.…

Sujet Mensch-Tier-Umwelt

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Kulturstrom et lancez la conversation.
Adhérer