Nachrichtenlegende Douglas Bellowes gerät durch einen Twitter-Post, der behauptet, er habe auf einer Hochzeit einen sexistischen Witz erzählt, unter öffentlichen Druck. Seine Kollegin Madeline, eine manipulative Schönheit, die den Leuten die Worte im Mund herumdreht, gießt zusätzlich Öl ins Feuer, während Sheila, Douglas Ehefrau, verzweifelt versucht, seine Karriere zu retten. Die ganze Welt scheint gegen ihn zu sein, selbst seine woke Tochter Claudia. Doch Douglas kann sich einfach nicht daran erinnern, was er gesagt haben soll. Alle versuchen nun herauszufinden, was das für ein Witz war. Madeline scheint sich dagegen rächen zu wollen, warum?
Die englische Miniserie von Steven Moffat zeigt eine Welt voller arroganter Medienmenschen und sexistischer Machtmänner, die auf Feministen machen. Es wird einem gehörig schwer gemacht, mit den überprivilegierten Medienleuten mitzufühlen. Ich schaffe es einfach nicht, eine narzisstische Medienelite zu bedauern, die mit ihren Bullshitjobs die Bevölkerung einerseits manipuliert, aber zeitgleich vor deren Reaktionen Angst hat, wenn sich wieder mal ein digitaler Heugabel- und Fackelmob formiert. Douglas is Cancelled gemahnt uns daran, dass selbst der gerade in der sexistischen Medienwelt dringend notwendige Feminismus zu einer Hassideologie und zur "Cancel Culture" werden kann. Die vier Folgen bieten ansonsten viel schnippiges Geblubber, ich habe noch nie einen realen Menschen so reden hören. Das muss man mögen. Die Serie ist gut gemacht und mit Hugh Bonneville, Karen Gillan und Alex Kingston schauspielerisch auf höchstem Niveau. Sie wird ihre Fans finden.
https://www.imdb.com/de/title/tt29940008/ (Si apre in una nuova finestra)