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Steady, set, go!

Farewell, Substack

16.08.2025

Substack bezeichnet sich selbst als “A new economic engine for culture”. Doch die Plattform ist bereits seit längerem in der Kritik Inhalte von Neonazis nicht zu moderieren und diese sogar noch zu monetarisieren. Zeit für einen überfälligen Wechsel, den ich endlich nachhole.

Ein verfremdetes Logo von Substack, das sich liest als unsubstack. unsub ist rot hervorgehoben.
Verfremdetes Logo von Substack. Bearbeitung: Gunnar Hamann.

Ich werde hier nicht noch einmal in der Tiefe erläutern was an Substack problematisch ist. Wer ein grobes Verständnis für die Probleme mit Substack haben möchte, dem sei dieser Kommentar von Ingrid Brodnig empfohlen.

https://steady.page/de/brodnig/posts/74605ecd-eebb-4285-a023-346c636b29d0 (Si apre in una nuova finestra)

Dabei sind die Probleme mit Substack schon seit längerer Zeit offenkundig (Si apre in una nuova finestra). Auch mir. Das meine Inhalte auf der Plattform zu finden waren, war mir so unangenehm, dass ich auf meiner Hauptplattform Bluesky keine Verlinkung auf meinen Substack-Blog in die Bio setzte.

https://bsky.app/profile/ostprog.bsky.social (Si apre in una nuova finestra)

Mein Problem war auch, dass ich mir unsicher war, ob ich überhaupt noch groß einen Blog betreiben möchte, weil ich derzeit für die tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax (Si apre in una nuova finestra) sehr aktiv bin. In meiner aktuellen Urlaubszeit hat sich das verändert.

In den vergangenen Tagen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Plattform ich in Zukunft nutzen möchte. Die Entscheidung im April 2023 zu Substack zu wechseln hatte mit dem Ende meiner Internetpräsenz auf Ostprog.de zu tun. Ich war mir zum damaligen Zeitpunkt unsicher, ob ich überhaupt noch groß journalistisch arbeiten möchte.

Substack war eine gute Alternative, schlicht weil es kostenfrei ist. Die Entwicklung auf Substack erinnert jedoch stark an die Entwicklung der Social Media Plattform (Si apre in una nuova finestra) von Elon Musk. Statt nun abzuwarten bis die Abwärtsspirale sich noch weiter gedreht hat, wurde es Zeit den Absprung zu finden.

Steady ist mir auch insofern schon sympathisch, weil es im Gegensatz zu Substack seinen Sitz in Deutschland hat und auch seine Server hier betreibt (Si apre in una nuova finestra). Es ist also eher nicht zu erwarten, dass hier Holocaustleugnung u.ä. ohne Konsequenzen bleibt.

Eine mögliche Alternative wäre beehiiv. Die Server des Unternehmens sind größtenteils in den Niederlanden und Großbritannien (Si apre in una nuova finestra). Im Hinblick auf den Sitz (Si apre in una nuova finestra) des Unternehmens in den Vereinigten Staaten und angesichts der dort stattfindenden politischen Entwicklungen, erschien mir Steady aber die sicherere Alternative.

Nachteil natürlich: Die Migration von Substack zu Steady war kein Automatismus. Zwar hat das Team von Steady mir freundlicherweise die Möglichkeit zum Import von früheren Abonnent:innen auf Substack freigeschaltet, doch die Beiträge musste ich händisch sichern.

Das war natürlich auch nervig, hat aber im Nachhinein auch den Vorteil, dass man sich noch einmal mit den eigenen Inhalten im Rückblick auseinandersetzen muss. Interessant zu sehen, wie sehr ich mich etwa in der Verwendung von ALT-Texten mit der Zeit weiterentwickelt habe, auch wenn da sicher noch Luft nach oben ist.

Ein Tool zur Vereinfachung der Migration könnte Steady eventuell einen Vorteil zur Konkurrenz bieten. Ich habe das Glück, dass mein Output im Vergleich zu anderen Nutzer:innen dieser Plattformen dann doch eher überschaubar ist. Eine händische Sicherung einiger hundert Beiträge kann dann doch noch einmal anders ins Gewicht fallen.

Ihr findet jetzt alle meinen früheren Substack-Beiträge auf meiner Steady-Seite (Si apre in una nuova finestra). Wenn ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik habt, findet ihr den Kontakt zu mir über mein Impressum (Si apre in una nuova finestra).

Argomento Kommentar