Passa al contenuto principale

Pflanzenextrakte oft mit mehr Risiken als gedacht

Mehrere Löffel mit unterschiedlich gefärbten Tabletten und Kapseln auf hellem Hintergrund.
Nahrungsergänzungsmittel enthalten oft auch Pflanzenextrakte Bild: ©Mykola Sosiukin/iStock

Das Thema Nahrungsergänzungsmittel ist ein Dauerbrenner. Dank Influencer-Marketing in sozialen Netzwerken und vielfältigen Gesundheitsversprechen boomt der Markt. Drei Viertel der Menschen in Deutschland nehmen zusätzlich Pillen mit Vitaminen, Mineralien und anderen Extrakten ein, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Dabei fallen die Risiken oft unter den Tisch.

Sowohl die Zahl der Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln als auch der Umsatz, der mit den Mitteln gemacht wird, nimmt seit Jahren zu, wie eine Analyse des AOK-Bundesverbands (Si apre in una nuova finestra) zeigt.

Immer mehr Nahrungsergänzungsmittel enthalten auch exotische oder bisher kaum verwendete Pflanzenextrakte, die teilweise auch in neuartigen Verfahren hergestellt werden. In unserem aktuellen Heft (Si apre in una nuova finestra) widmen wir uns in mehreren Beiträgen unterschiedlichen Nahrungsergänzungsmitteln, die ja rechtlich zu den Lebensmitteln zählen. Schauen Sie mal rein!

Außerdem finden Sie heute in unserem Newsletter weitere Lesetipps zu Nahrungsergänzungsmitteln, etwa dazu, wie sich ihre Risiken eigentlich bewerten lassen.

Sie lesen den Newsletter von Gute Pillen – Schlechte Pillen (Si apre in una nuova finestra), dem unabhängigen Patientenmagazin, das werbefrei und ohne Einfluss der Pharmaindustrie über Gesundheit informiert. Wenn Ihnen dieser Newsletter gefällt, leiten Sie ihn an Ihre Freund:innen und Familie weiter!

Astaxanthin: Was kann der natürliche Farbstoff?

Astaxanthin färbt nicht nur Flamingos schön rosa. Der natürliche Farbstoff findet sich inzwischen auch in Nahrungsergänzungsmitteln, die mit vielen Gesundheitsversprechen angepriesen werden. Der Stoff wird als starkes Antioxidans und Alleskönner beworben: Es soll Herz, Immunsystem und Gelenke stärken oder vor Sonnenbrand und Alterungsprozessen bewahren. Kapseln mit Astaxanthin werden häufig auch als Mittel gegen Augenerkrankungen angepriesen. Doch Verbraucherschützer und Augenarztverbände warnen vor den Risiken.

Aus unserem aktuellen Heft: Nahrungsergänzungsmittel Astaxanthin: überflüsssig und schädlich (Si apre in una nuova finestra)(€)

Warnung vor Fruchtextrakten zum Abnehmen

Garcinia cambogia ist ein pflanzliches Produkt aus der Frucht des Malabar-Tamarinden-Baumes, der in Indien, Nepal und Sri Lanka heimisch ist. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsabnahme angeboten. Dabei kann der Stoff schwerste Leberschäden auslösen, sodass wir zu dem Schluss kommen: Nahrungsergänzungsmittel mit Garcinia cambogia müssten eigentlich verboten werden.

Aus unserem aktuellen Heft, frei lesbar: Fruchtextrakte aus Garcinia cambogia schaden der Leber (Si apre in una nuova finestra)

Cannabidiol (CBD) gehört nicht in Lebensmittel

Kapseln, Öle, Zusätze für E-Zigaretten: Im Internet und in Hanfshops werden zahlreiche Produkte mit Cannabidiol (CBD), einem Inhaltsstoff von Cannabis angeboten. Doch aus Sicht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) dürfen CBD-haltige Produkte nur nach einem Antrag auf Zulassung in Umlauf gebracht werden. Das stellt das Amt auch in einem 2025 aktualisierten Beitrag auf seiner Website (Si apre in una nuova finestra) klar. Unser Text aus 2020 ist weiterhin aktuell: CBD ist in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln nicht zulässig.

Aus Heft 02/2020, frei lesbar: Cannabidiol: Keine Nahrungsergänzung (Si apre in una nuova finestra)

Wie lassen sich die Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln bewerten?

Bei Nahrungsergänzungsmitteln gleicht kein Produkt dem anderen. Nicht nur der Nutzen, auch die Sicherheit ist oft fraglich. Warum ist die Bewertung gerade bei pflanzlichen Stoffen so schwierig? Und welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Produkt nach dem Lebensmittelrecht als sicher eingestuft wird? Antworten finden Sie in unserem Überblicksartikel.

Aus Heft 05/2023: Nahrungsergänzungsmittel: Sicher oder gefährlich? (Si apre in una nuova finestra) (€)

Werbeaussagen zu pflanzlichen Mitteln müssen stimmen

Das höchste europäische Gericht stellte wiederholt klar, dass für gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) immer dasselbe gilt – ganz gleich, ob sie sich auf Vitamine, Mineralstoffe oder pflanzliche Stoffe (Botanicals) (Si apre in una nuova finestra) beziehen: Health Claims müssen wissenschaftlich geprüft und zugelassen sein und dürfen Verbraucher:innen nicht täuschen. Doch Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln berufen sich auf gesetzliche Übergangsregeln und nutzen unzulässige Claims zu Pflanzen munter weiter. Warum können Gerichtsurteile so erfolgreich ignoriert werden?

Aus Heft 04/2025, frei lesbar: Europäischer Gerichtshof verbietet irreführende Werbung für pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel (Si apre in una nuova finestra)

Wir schauen auch im neuen Jahr genau hin: Was ist die Kehrseite von beliebten Mitteln und was steckt hinter gut klingenden Gesundheitsversprechen von Herstellern? Stöbern Sie doch mal in unserem Abo-Angebot (Si apre in una nuova finestra), um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Gute und verlässliche Gesundheitsinfos finden Sie auch in den Sozialen Netzwerken auf unseren Kanälen bei Facebook (Si apre in una nuova finestra), Bluesky (Si apre in una nuova finestra) und Mastodon (Si apre in una nuova finestra). Folgen Sie uns gerne und teilen Sie unsere Beiträge!

Viele Grüße, Silke Jäger

0 commenti

Vuoi essere la prima persona a commentare?
Abbonati a Gute Pillen – Schlechte Pillen - das Magazin e avvia una conversazione.
Sostieni