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Der erste Erfolg - und dann die Stille

holistischer Impuls #40

Ich möchte dir heute von etwas erzählen, das mich schon lange begleitet. Ich habe es immer wieder bei mir beobachtet und heute kam der Impuls, dem ganzen Phänomen mal nachzugehen. Also bin ich in den Wald gegangen und habe meine Gedanken dazu laufen lassen. Und bin mit erstaunlichen Antworten wieder rausgekommen.

Im Laufe meiner fast 12 Jahre Selbständigkeit habe ich vieles ausprobiert und Neues initiiert: eine Landingpage, Anzeigen und kürzliche mein YouTube-Kanal.


Und fast jedes Mal passiert das Gleiche:

Innerhalb kürzester Zeit zeigt sich der erste Erfolg: der erste Mensch trägt sich ein oder bucht. Und dann – Stille.

Kennst du das auch?

Jedenfalls bin ich mit diesem Impuls losgelaufen. Und habe reflektiert, was ich gewöhnlich dann tue. Schon allein das war spannend: Der erste schnelle Erfolg wirft meistens meine Offenheit und meine Forscherfreude sofort über den Haufen. Ja- ich freue mich und denke: Yes, es funktioniert! Aber dann startet auf einmal eine Ereigniskette, die alles eng macht: Meine Erwartungen schnellen in die Höhe. Ich werde ungeduldig. Schau ständig nach, ob noch jemand kommt. Und in einer bemerkenswerten Geschwindigkeit habe ich einen enormen Druck und eine krasse Erwartungshaltung aufgebaut. Voller Ungeduld bin ich am Warten. Völlig unbemerkt von mir. Und dann beginnt das Hustlen und ein (sehr häufig kopfloses) optimieren. Ruhe, Freude und Präsenz des Anfangs? Dahin…

Der Kopf denkt: „Jetzt müsste es doch weiterlaufen.“ Aber innerlich (als der Körper) passiert etwas anderes:

  • Die Offenheit kippt in Beobachtung

  • Die Präsenz kippt in Warten

  • Die Freude kippt in Erwartung

Und ich glaube: Das erzeugt eine feine Spannung im Feld. Und es kann sein, dass diese Spannung den Fluss unterbricht.

Und während ich weiterlief, kam mir die Frage in den Sinn:

„Was, wenn der erste Erfolg gar nicht der Anfang von mehr ist, sondern das Ende von etwas?“

Dieser Satz blieb im Raum hängen. Und plötzlich wurde etwas klar.

Der erste Erfolg ist vielleicht nicht der Start der Skalierung.
Sondern der Abschluss der Initiative.

Vielleicht ist es wie beim Pflanzen:
Der Same wird gesetzt. Und dann passiert erstmal eine Weile nichts. Zumindest nicht sichtbar an der Oberfläche. In der Erde aber, geht die Post ab. Dort findet richtig viel Wachstum statt, das wir erst sehen, wenn das erste Grün die Erde durchbricht.

Und auf einmal merke ich, wie sinnlos es ist, in dieser Phase aktiv zu werden. Ich erzwinge ja damit quasi Initiative, wo eigentlich etwas wachsen will oder genau gesagt schon wächst. Und aus dieser Perspektive betrachtet ist auf einmal sehr klar, dass ich damit den Fluss störe und das Feld, das ich eigentlich gerade aufbauen will, sehr wahrscheinlich schwäche.

Was ich gelernt habe:

Der erste Erfolg ist kein Versprechen auf Geschwindigkeit,
sondern eine Bestätigung der Wahrheit des Impulses.
Danach beginnt die eigentliche Arbeit: ihn zu halten.

Zusammenfassend würde ich ein kleines Schema daraus machen und dir mitgeben:

  • Initiative bewusst beenden
    → innerlich sagen: „Der Impuls ist gesetzt.“

  • In Wachstum wechseln
    → das Feld halten und nähren
    → Präsenz zeigen und das Wachstum beobachten

Denn es kann immer noch sein, dass der Samen nicht aufgeht oder Unterstützung benötigt. Und da kommt mir der Begriff der leichten Hand eines Gärtners von Richard Rudd in den Sinn. Denn ich glaube, genau die braucht es hier.

Und vielleicht kennst du dieses Phänomen auch. Schreibe mir gerne, was du dazu denkst.

Herzliche Grüße
Simone

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