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Was ist eigentlich ein kreativer Lebensstil?

Warum Haltung wirksamer ist als es Talent je sein könnte

Während um uns herum alles digitaler wird, boomen Nostalgie und Offline-Events, weil es sich wie ein sicherer Rückzugsort anfühlt, sich gedanklich in Zeiten zurückzuversetzen, in denen (vermeintlich) alles etwas weniger komplex war. Und wenn es eine verstehen kann, dann bin ich das. Aber Nostalgie ist eben auch, was es ist: Nostalgie. Diese hat ihre Daseinsberechtigung, aber führt nicht unbedingt zu persönlicher Weiterentwicklung. Das passiert auf einem anderen Weg.

Es gilt, in einer sich ständig verändernden Welt, die noch dazu immer weniger “stofflich” zu werden scheint (!!), selbst ebenfalls anpassungsfähig zu bleiben. Veränderung gehört zum Leben, aber mittlerweile kommt diese immer schneller und damit sehr viel häufiger als es uns lieb ist. Aber hier kommt die gute Nachricht: Unser Gehirn ist ein absolutes Wunderwerk und hat eine ganz besondere Fähigkeit: Neuroplastizität.

Einmal umbauen, bitte!

Neuroplastizität bedeutet, dass sich unser Gehirn selbst “umbaut” und an die aktuellen Gegebenheiten anpasst. Ein bisschen kann man sich das vorstellen, wie bei der eigenen Muskulatur. Beanspruchen wir sie etwas mehr als sie es gewöhnt ist, bekommen wir Muskelkater. Was wir als Muskelkater spüren, sind kleinste Verletzungen in den Fasern, die entstanden sind, während wir den Muskel “überfordert” haben. Der Körper reagiert darauf, indem er die (leicht) geschädigte Muskulatur repariert und zudem, etwas mehr Muskelmasse aufbaut, um für eine zukünftige Belastung in dieser Intensität gestärkt zu sein. Fordern wir unsere Muskeln regelmäßig heraus, dann kriegen wir einen ordentlichen Bizeps.

So ähnlich funktioniert das auch mit unserem zentralen Nervensystem. Es baut neuronale Bahnen, die es uns ermöglichen, auf neue Situationen zu reagieren. Aber genauso elementar, wie es beim Muskelttraining ist, braucht unser Gehirn auch Pausen, um überhaupt Zeit zu haben, sich zu regenieren und die Anpassungen vorzunehmen. (Hierzu kannst Du einmal in meinem Blogartikel über die Langeweile (Si apre in una nuova finestra) lesen, warum das so wichtig ist!)

Während wir nun aber alle vor unseren Handys und Tablets kleben, entwickelt sich weder der Bizeps, noch das Gehirn besonders stark weiter. Im Gegenteil. Das Gehirn wird mit Dopaminreizen geflutet und nach und nach werden wir immer träger, trauriger und hoffnungsloser, weil wir uns nicht mehr als kreative Wesen, sondern nur noch als passive Konsumenten erleben. Die (vermeintlichen) Herausforderungen erleben andere, nämlich, die, denen wir den ganzen Tag auf Instagram und Co. folgen. Und so hast Du zwar eine gut gefüllte “Pinnwand” auf Pinterest, mit vielen Inspirationsbildern, aber fühlst Dich schlecht, weil Du keins oder nur einen absoluten Bruchteil von dem umsetzt, was Du eigentlich gerne tun würdest. Und schon bist Du in der Falle gefangen. Wie kommst Du da jetzt wieder raus?

Argomento Persönliche Einblicke

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