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Wie bringe ich journalistische Formate auf die Bühne?

Hallo,

das ist der Media-Rewilding-Newsletter mit meinen Learnings dazu, wie Journalismus durch Live-Events und Dritte Orte zukunftsfähig wird.

In der letzten Ausgabe ging es um die Bedeutung von Fotografie, wenn wir Journalismus wieder in der Gesellschaft verankern wollen. Zum Jahresende möchte ich dich auf ein ausführliches Interview hinweisen, das ich mit Christine Liehr und Jochen Markett geführt habe. Die beiden betreiben das gemeinnützige Unternehmen Headliner, das hinter den Reporter Slams und der Journalismusshow Jive steht. Sie sagen: „Letztendlich wollen wir die Nähe zwischen Journalist:innen und dem Publikum wieder herstellen.“

Ich wollte es genau wissen und habe mit ihnen darüber gesprochen, wie sie zu ihren Formaten gefunden haben, was sie dabei gelernt haben, wo es Herausforderungen gibt und warum sich Bühnenshows nicht beliebig skalieren lassen. Hier ein paar kurze Einblicke:

Wie wichtig ist der Ort, an dem Live-Journalismus stattfindet?

… wo Menschen sich begegnen und wo es einen Ort gibt, der eine bühnenähnliche Einrichtung hat, ist Live-Journalismus möglich. Mit dieser Vision kann man wichtige Geschichten auch an ungewöhnliche Orte bringen.

Welche Reaktionen kommen aus dem Publikum eurer Shows?

… In unseren Feedback-Bögen sehen wir, dass sich bei vielen das Bild von Journalismus dank der Shows wandelt. Die Geschichten wirken sehr lange nach und die Leute können sich auch Wochen später noch an die Inhalte aus den Shows erinnern.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung eurer Ideen?

… Das ist der wirtschaftliche Schritt aus der Startphase in die Wachstumsphase. Wir haben bewiesen, dass unsere verschiedenen Formate funktionieren. Jetzt geht es darum, mit einem größeren Team das alles zu verstetigen. Dafür bräuchten wir eben jetzt die Finanzierung, um die regelmäßigen Produktionen zu schaffen und dann auch wieder die Ticketeinnahmen erhöhen zu können. Das ist eine große Herausforderung, vor der viele Start-ups stehen.

Ich habe dabei viel gelernt und bin mir sicher, dass du in diesem ausführlichen Interview auch den einen oder anderen inspirierenden Gedanken finden wirst. Hier (Si apre in una nuova finestra) kannst du das ganze Interview lesen:

Christine Lier und Jochen Markett von Headliner (Si apre in una nuova finestra)

Über meine Learnings aus einem Besuch bei Jive hatte ich bereits in einem früheren Newsletter geschrieben (hier (Si apre in una nuova finestra) kannst du ihn noch einmal lesen).

Und wenn du den Reporter Slam mal persönlich sehen willst: Im Januar gibt es dafür eine großartige Gelegenheit in Berlin. Dort findet nämlich am 17.1. das Jahresfinale 2025 mit den Finalist:innen aus allen Reporter Slams des Jahres statt. Hier (Si apre in una nuova finestra) gibt es mehr Infos und Tickets.

https://www.reporterslam.de/ (Si apre in una nuova finestra)

Ich komme eventuell auch nach Berlin, um mir den Reporter Slam anzusehen. Vielleicht sehen wir uns ja dort.

Media-Rewilding-Rückblick

Im Oktober habe ich Media Rewilding auf den Medientagen München vorgestellt. Vor allem aber habe ich dort mit einigen Menschen aus deutschen Medienhäusern gesprochen, die das Thema bereits für sich erkennen.

Alexander von Streit vor Präsentationsprojektion von Media Rewilding
Foto: Masiar Emanuel Nashat

Media-Rewilding-Ausblick

Das Media Lab Innovation Festival kommt 2026 wieder. Im März, in der Hochschule für Fernsehen und Film München. Und es wird dort auch um meine Idee von Media Rewilding gehen, also um die Frage, wie wir Journalismus als Begegnung denken können und ihn so wieder in der Gesellschaft auswildern. Weitere Infos und Early-Bird-Tickets gibt es auf der Festival-Website (Si apre in una nuova finestra).

Screenshot Speaker:innen (Si apre in una nuova finestra)

In der kommenden Ausgabe des Newsletters beschäftige ich mich mit grundsätzlichen Gedanken zu Media Rewilding. Und ich erzähle dir, wie es mit dem Projekt weitergeht.

Den nächsten Media-Rewilding-Newsletter erhältst du im Januar. Und dann beschreibe ich, was du 2026 an dieser Stelle erwarten kannst. Kleiner Spoiler: Es wird mehr werden und regelmäßiger. Streiche dir schon einmal den Mittwoch als Media-Rewilding-Tag in deinem Kalender an. Gerne in Grün.

💚 Alexander

Media Rewilding

Mein Name ist Alexander von Streit. Ich bin Journalist und beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem Spannungsfeld, das die Digitalisierung in der Gesellschaft erzeugt. Mein Projekt MEDIA REWILDING dreht sich um die Frage, wie Journalismus durch Live-Events und Dritte Orte zukunftsfähig wird. Ich habe es im Rahmen des Future of News Fellowships (Si apre in una nuova finestra) des Media Lab Bayern 2025 gestartet.

Konkret versuche ich herauszufinden, wie wir journalistische Recherche aus dem überfüllten digitalen Raum in analoge oder hybride Formate überführen können. Also wie wir systematisch Orte oder Veranstaltungen schaffen oder nutzen, an denen Menschen Recherchen erleben, mitgestalten, diskutieren und dadurch direkten Zugang zu hochwertigem Journalismus erhalten können. Und wie sich das alles finanzieren lässt.

Dafür mache ich eine Bestandsaufnahme dessen, was bereits in diesem Bereich ausprobiert wird, recherchiere die Erfahrungen der Redaktionen damit, untersuche die Geschäftsmodelle dahinter und systematisiere die Erkenntnisse als Blaupause für die Medienbranche.

Hier ist die Website von Media Rewilding: media-rewilding.de (Si apre in una nuova finestra)
Hier ist meine Website: von-streit.de (Si apre in una nuova finestra)
Hier ist mein LinkedIn-Profil: linkedin.com/in/vonstreit (Si apre in una nuova finestra)