Pick-me-Grüne und die Krise der Männlichkeit +++ und warum tatsächlich der Feminismus schuld ist (kind of)
Die Grünen haben eine neue Marketing-Strategie, um orientierungslose junge Männer für sich zu begeistern, schreibt der SPIEGEL diese Woche: Sie »boxen, pumpen und entdecken den Playboy (Si apre in una nuova finestra)«. Und strahlen dabei die gleiche Aura von Verzweiflung aus, wie Weißbrot Arztsohn Maximilian, der sich auf dem Schulhof an die Alpha Jungs ranschmeißt, indem er ständig Digga und Bruder sagt.
Pick-me-Grüne, sagt Tom. Sie heißen Theodor und Julian und posten Fitnessstudio-Reels. Weil sie genug haben vom »Softie Image« des »weichgespülten« Robert Habeck. Weil den Progressiven ein »positives Bild moderner Männlichkeit« fehle, und weibliche Vorbilder auch 2026 für einen echten Mann offensichtlich nicht infrage kommen, müssen sich Grüne jetzt als Pumper inszenieren und eine seltsame, cringe Macho-Performance abliefern, die garantiert niemanden aus der Zielgruppe dieser jungen orientierungslosen AfD-Wähler abholen wird, schon allein, weil die einfach schon seit Anfang der Achtziger nicht mehr Playboy lesen.
Die jungen Männer haben bekanntermaßen haben jetzt schon seit einigen Jahren eine Identitätskrise. Sie stehen unter dem Generalverdacht, toxisch zu sein. Sie leiden an einer Einsamkeitsepidemie. Sie begehen häufiger Suizid. Sie gehen nicht zum Arzt. Sie reden nicht über ihre Gefühle. Sie sterben früher. Sie haben weniger Freunde. Sie sind schlechter in der Schule. Sie werden nicht mehr gebraucht. Ihnen fehlen die Vorbilder und die Visionen. Männer, glauben nicht nur Manosphere-Aktivisten, sind die eigentlich benachteiligte Gruppe in der Gesellschaft. Und wer ist an all dem schuld? Natürlich die Frauen. Der verdammte Feminismus.