
Heute schreiben dir: Jana Rogmann, Linda Tonn und Sara Schurmann

Liebes Netzwerk,
wir setzen uns als Netzwerk Klimajournalismus fĂŒr eine bessere Klimaberichterstattung ein und feiern â etwa mit dem 3. Deutschen Preis fĂŒr Klimajournalismus im September â die exzellenten Arbeiten, die es gibt. Aber auch das Netzwerk und der Klimajournalismus an sich mĂŒssen sich immer wieder hinterfragen und besser werden. Und bewusst machen, welche Perspektiven in der Berichterstattung fehlen oder weniger Aufmerksamkeit bekommen. Wir haben zuletzt auch Hinweise aus unseren eigenen Reihen erhalten. Vielen Dank dafĂŒr!
FĂŒr diese Ausgabe unseres Newsletters haben wir die Kolleg*innen von den Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM), der inklusiven Redaktion andererseits und unserer netzwerk-internen AG Nachwuchs gefragt, wie sie die Darstellung der Perspektiven von Migrant*innen, Menschen mit Behinderung und jungen Menschen in der Berichterstattung erleben â und was Klimajournalist*innen besser machen können. Und sollten.

Natalie Sablowski ist Journalistin, Redakteurin bei der SĂŒddeutschen Zeitung und ehrenamtliche Co-Vorstandsvorsitzende der Neuen deutschen Medienmacher*innen.
Wie nimmst du die Darstellung der Perspektive von Migrant*innen in der Klimaberichterstattung wahr?
Die Perspektiven von Migrant*innen kommen in der Klimaberichterstattung kaum vor und wenn, dann meist als Betroffene, nicht als Expert*innen oder Handelnde. Gleichzeitig kommen viele Migrant*innen aus LĂ€ndern des Globalen SĂŒdens, die vom Klimawandel am stĂ€rksten betroffen sind und wertvolles Erfahrungswissen mitbringen.
Welche Folgen hat es, wenn diese Perspektiven fehlen?
Das Bild des Klimawandels bleibt eurozentrisch und unvollstĂ€ndig. Das fĂŒhrt dazu, dass wichtige lokale und globale ZusammenhĂ€nge nicht sichtbar werden.
Was wĂŒrdest du Klimajournalist*innen konkret empfehlen?
Aktiv auf migrantische Communitys zugehen nicht nur als Betroffene, sondern als Expert*innen befragen. Netzwerke diversifizieren, Kontakte zu migrantischen Organisationen aufbauen. IntersektionalitĂ€t mitdenken, Klimagerechtigkeit und Migration sind eng verknĂŒpft.
Gibt es Veröffentlichungen, in denen das gut gelungen ist?
Beispiele wie Berichte von Equal Times, Climate Home News oder BeitrĂ€ge des Globalen SĂŒdens auf Al Jazeera zeigen, wie Klimaberichterstattung mit globalen Perspektiven aussehen kann. Auch das Projekt âHostwriterâ vernetzt internationale Journalist*innen fĂŒr genau solche Kooperationen.
Die Neuen deutschen Medienmacher sind ein bundesweites Netzwerk von Medienschaffenden mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Sie setzen sich fĂŒr eine Medienlandschaft ein, die so vielfĂ€ltig ist wie die Gesellschaft selbst. Auf ihrer Website stellen sie kostenlos Wissen und Tools (Si apre in una nuova finestra) zur VerfĂŒgung, etwa mit einem Glossar, Formulierungshilfen, Checklisten und Datenbanken fĂŒr gute Bilder, LeitfĂ€den bis hin zu Fact-Sheets.

Johannes Scheucher und Ramona Arzberger sind Journalist*innen beim inklusiven österreichischen Medium andererseits. Johannes recherchiert, filmt und schneidet mit Leidenschaft. Er hat einen Bachelorabschluss in Geographie und studiert derzeit Journalismus und PR in Graz. Ramona hat Regie und Recherche fĂŒr den letzten andererseits-Dokumentarfilm âHauptsache, du kriegst kein Kind (Si apre in una nuova finestra)â gemacht. Sie war davor beim Investigativ-Magazin âDossierâ.
Wie nehmt ihr die Darstellung der Perspektive von Menschen mit Behinderung in der Klimaberichterstattung wahr?
Menschen mit Behinderungen sind stĂ€rker von den Folgen des Klima-Wandels betroffen, als Menschen ohne Behinderungen. Im Falle einer Natur-Katastrophe haben Menschen mit Behinderungen ein vier Mal höheres Risiko, ums Leben zu kommen. Und trotzdem kommen die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen so gut wie nie in der Klima-Bericht-Erstattung vor. Es fehlt vor allem auch deshalb an inklusiven Perspektiven, weil die Redaktionen nicht inklusiv sind. Wir wĂŒrden uns wĂŒnschen, dass mehr (Klima-)Journalist*innen inklusiv in Teams zusammen-arbeiten und dadurch auch die Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen selbstverstĂ€ndlich abgebildet werden.
Welche Folgen hat es, wenn diese Perspektiven fehlen?
Und wenn Informationen fehlen, dann können Menschen auch nicht mitbestimmen. Die Folgen sind: Menschen mit Behinderungen kennen sich weniger gut mit dem Klima-Wandel aus und können auch weniger gut informierte und selbst-bestimmte Entscheidungen dazu treffen. Der Klima-Wandel bedeutet fĂŒr Menschen mit Behinderungen noch mehr Barrieren. DarĂŒber mĂŒssen wir reden! DafĂŒr mĂŒssen Lösungen gefunden werden! Denn gerade werden Menschen mit Behinderungen oft vergessen, wenn es um Klima-Politik geht. In unserem Dokumentar-Film âRette sich, wer kannâ haben wir etwa gezeigt, wie der Katastrophen-Schutz bei Menschen mit Behinderungen versagt. Und auch bei anderen Folgen des Klima-Wandels, wie Hitze oder erhöhten gesundheitlichen Risiken, wird oft nicht darĂŒber gesprochen, dass es vor allem Menschen mit Behinderungen trifft. Menschen mit Behinderungen sind eben öfter und stĂ€rker von den Folgen des Klima-Wandels betroffen. Das liegt aber nicht nur an ihren Behinderungen, sondern oft auch daran, dass Informationen und UnterstĂŒtzung fehlen.Â
Wenn Klima-Journalismus Menschen mit Behinderungen nicht mitdenkt und sie entsprechend informiert, ist das ein demokratie-politisches Problem.
Was wĂŒrdet ihr Klimajournalist*innen konkret empfehlen?
Befragt Menschen mit Behinderungen zu ihren Perspektiven und Erfahrungen! Macht Euren Klima-Journalismus in verstĂ€ndlicher Sprache und barrierefrei zugĂ€nglich. Redet mit Menschen mit verschiedenen Behinderungen. Redet mit ihnen darĂŒber, was sie brauchen. Und vor allem: Macht euren Klima-Journalismus inklusiv. Arbeitet mit Journalist*innen mit Behinderungen zusammen!
Gibt es Veröffentlichungen, in denen das gut gelungen ist?
Es gibt schon vereinzelt Berichte, dass Menschen mit Behinderungen vermehrt vom Klima-Wandel betroffen sind aber wir kennen tatsĂ€chlich keine Veröffentlichungen (auĂer unsere), die inklusiv und klimajournalistisch sind. :(Â
In der Redaktion andererseits (Si apre in una nuova finestra) arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Sie decken mit ihren Recherchen MissstĂ€nde und Barrieren inklusiv und investigativ auf â auch zu den Themen Klima und Umwelt. Zum Beispiel mit einer Serie ĂŒber die Folgen von Hitze (Si apre in una nuova finestra) oder einer Video-Reihe zu Klima- und Arten-Schutz. (Si apre in una nuova finestra) Bis Ende Juni braucht die Redaktion 7.000 Abonnent*innen, um ihre Arbeit mit 12 Festangestellten fortsetzen zu können: andererseits.org/abo (Si apre in una nuova finestra)

Tine Heni ist Physikerin und ausgebildete Wissenschaftsjournalistin mit Schwerpunkt Physik und Klimaforschung. Beim Netzwerk Klimajournalismus hat sie u.a. die AG Nachwuchs mitgegrĂŒndet.
Wie nimmst du die Darstellung der Perspektive von jungen Menschen in der Klimaberichterstattung wahr?
HĂ€ufig wird eher ĂŒber junge Menschen gesprochen als mit ihnen, denn ihre Perspektive wird politisch oft nicht ernst genommen. DarĂŒber hinaus fehlen Geschichten ĂŒber junge Menschen auĂerhalb aktivistischer Milieus â etwa junge Menschen auf dem Land, aus einkommensĂ€rmeren Familien oder aus besonders betroffenen Regionen.
Welche Folgen hat es, wenn diese Perspektiven fehlen?
Viele junge Menschen finden sich dadurch natĂŒrlich weniger in der Berichterstattung wieder. Vor allem aber fehlt der gesamten Gesellschaft dadurch ein umfassendes VerstĂ€ndnis fĂŒr Themen wie Zukunftsangst, Gerechtigkeit und demokratische Beteiligung.
Was wĂŒrdest du Klimajournalist*innen konkret empfehlen?
Sich ernsthaft mit den Haltungen, Meinungen und EinschĂ€tzungen jĂŒngerer Menschen zu beschĂ€ftigen. Also nicht nur ĂŒber junge Menschen berichten, sondern direkt mit ihnen sprechen und fragen: âWelche Lösungen hĂ€ltst du in deinem Umfeld fĂŒr realistisch?â oder âWas wĂŒnschst du dir von Politik und Medien?â.
Gibt es Veröffentlichungen, in denen das gut gelungen ist?
Es gibt natĂŒrlich viele Gegenbeispiele, viele Kolleg*innen gehen die Themen auch ganz anders an. Zwei bereits etwas Ă€ltere BeitrĂ€ge sind mir da besonders im Kopf hĂ€ngen geblieben: das taz-Interview âVier junge Menschen ĂŒber 2025 (Si apre in una nuova finestra)â (der sich allerdings auch mit anderen Themen beschĂ€ftigt) und der Beitrag beim DLF âDie Zukunftsangst der jungen Generation (Si apre in una nuova finestra)â.
Die AG Nachwuchs (Si apre in una nuova finestra) ist ein Angebot fĂŒr alle VolontĂ€r*innen, Studierenden und jungen Freien, die sich fĂŒr Klimajournalismus interessieren. Sie möchte Nachwuchsjournalist*innen zusammenbringen, um sich gegenseitig beim Einstieg zu unterstĂŒtzen und um ĂŒber die praktischen Fragen des journalistischen Alltags zu sprechen.
NatĂŒrlich gibt es viele weitere Blickwinkel, die nicht prĂ€sent genug sind. Welche Perspektiven fehlen hĂ€ufig in der Klimaberichterstattung? Schick uns Kritik, Anregungen oder Empfehlungen an netzwerk@klimajournalismus.de (Si apre in una nuova finestra). đŹ
đ„ Netzwerk News
Deutscher Preis fĂŒr Klimajournalismus: Die Jury macht sich an die Arbeit đ
Vielen Dank fĂŒr euer groĂes Interesse! Wir haben 106 Bewerbungen erhalten. Unsere Jury hört, liest und schaut sich eure BeitrĂ€ge jetzt genau an. Am 24. September geben wir dann beim ExtremWetterKongress die PreistrĂ€ger*innen bekannt.
Sehen wir uns beim Klimatrack auf der NR-Konferenz? đđ€
Am 12. und 13. Juni findet die 25. Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche in Hamburg statt, zum vierten Mal gibt es einen Klimatrack (Si apre in una nuova finestra) in Kooperation mit dem Netzwerk Klimajournalismus. Die Geburtstags-Edition des Netzwerktreffens ist lĂ€ngst ausverkauft, viele von euch sind sicher auch vor Ort. Ihr könnt euch freuen auf spannende GesprĂ€che mit erfahrenen Kolleg*innen, etwa zur Frage: âDer RĂŒckschlag ist da â welche Klimarecherchen bleiben?â mit Annika Joeres, Larissa Schwedes und Stefan Schmitt. AuĂerdem: Panel an der Schnittstelle von Klima und KI, Daten, Podcasts, Lobby- und Leugnernetzwerken, Lokalberichterstattung, Newslettern und wie man gut ĂŒber die Verbindung von Krieg und Klimakrise berichtet.
đ Neues vom brandmelder

brandmelder ist ein Projekt des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Er beobachtet die Klimaberichterstattung in deutschen Medien, ordnet sie ein und macht wiederkehrende Muster sichtbar.
âDas Ende des Worst Case ist keine Entwarnungâ: (Si apre in una nuova finestra) Das schlimmste Klimaszenario gilt nicht mehr als plausibel â weil erneuerbare Energien und Klimapolitik gewirkt haben. Kristina Schröder zieht daraus den Schluss, Deutschland solle seine Klimaziele aufweichen. Eine Analyse von Adrian Pohr.
âSexismus in der Klimadebatte hat Systemâ (Si apre in una nuova finestra): Luisa Neubauer wird geraten, auf ihre AttraktivitĂ€t zu setzen. Das ist kein Einzelfall, zeigt Maximilian Arnhold. Warum Berichterstattung ĂŒber Klimaaktivistinnen immer wieder patriarchalen Mustern folgt â und wie wir ausbrechen.
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đĄ Klimajournalismus: Unsere Empfehlungen
In unserem Netzwerk-Slack sammeln wir aktuelle Recherchen und Empfehlungen aller Mitglieder. Einmal im Monat stellen wir hier im Newsletter eine Auswahl vor, gemeinsam mit persönlichen FundstĂŒcken.
Newsletter: âMilliarden-Briefingâ von Annika Joeres und Susanne GötzeÂ
Wer bremst bei Klimaschutz und Energiewende â und warum? DarĂŒber berichten Annika Joeres und Susanne Götze jeden zweiten Sonntag in ihrem neuen Newsletter âMilliarden-Briefingâ (Si apre in una nuova finestra). Sie nehmen uns mit auf ihre aktuellen Recherchen, behalten Lobbyist*innen im Blick und fragen, wer von der Energiekrise profitiert. Ob mögliche Interessenkonflikte der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und ihrem Lebenspartner Karl-Theodor zu Guttenberg oder teure PlastiktĂŒten: Die Autor*innen des Longsellers âDie Klimaschutzlobbyâ schaffen es mal wieder, das groĂe Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren.
ZDF heute-show: Hitze und Wasserknappheit
âZĂ€hne putzen ist möglichâ in JĂŒlich, wo das Trinkwasser knapp wurde. Die ZDF heute-show (Si apre in una nuova finestra) schaut auf die GrundwasserstĂ€nde in Deutschland und wer eigentlich das Wasser verbraucht (Energieversorger zum Beispiel). Eine unterhaltsamer Ăberblick zu einem Problem, das in den nĂ€chsten Jahren leider drĂ€ngender werden könnte. Wer sich dazu weiterfĂŒhrend informieren will, dem können wir die Recherchen (Si apre in una nuova finestra) der Kolleg*innen von Correctiv sehr empfehlen.
Rechercheprojekt: Sprechende Lachse
Was Ă€ndert sich, wenn wir aus der Perspektive eines Fischs schreiben statt ĂŒber ihn? Dieser Frage geht der Journalismusprofessor und Journalist Torsten SchĂ€fer mit seinem Team der Hochschule Darmstadt im Projekt Talking Salmon (Si apre in una nuova finestra) nach. In einem Interview (Si apre in una nuova finestra) sagt SchĂ€fer, dass indigene (ErzĂ€hl-)Traditionen eine groĂe Rolle spielen, da sie die Grenze zwischen Menschen und Tieren auflösen und so neue Möglichkeiten eröffnen, Geschichten zu erzĂ€hlen. Die Ergebnisse sollen in einem offenen Online-Kurs zu ökologischem Storytelling im September 2026 zugĂ€nglich gemacht werden.
Buch: âWas wir meinen, wenn wir Hoffnung sagenâ
Den Klimajournalisten Julien Gupta kennen die ein oder anderen vielleicht aus dem Newsletter âTreibhauspostâ und dem Sammelband âUnlearn CO2â. Dieses Jahr hat er wieder ein Buch herausgegeben: âWas wir meinen, wenn wir Hoffnung sagenâ (Si apre in una nuova finestra) (Oekom, 19 Euro). Darin schreiben unter anderem Marc-Uwe Kling, Cornelia Funke, RaĂșl Krauthausen und Maren Urner, was Hoffnung fĂŒr sie bedeutet. Ein GefĂŒhl, das wir gerade gut gebrauchen können. Und ein Buch, das selbst auch ein bisschen Hoffnung macht.Â
Doktor Whatson: Kollabiert die AMOC? Â
Sie funktioniert wie eine globale Klimaanlage: warmes Wasser nach Norden, kaltes Wasser zurĂŒck nach SĂŒden. Die Atlantische UmwĂ€lzzirkulation (AMOC) ist unglaublich wichtig fĂŒr unser Klimasystem. Ohne sie wĂ€re es in weiten Teilen West- und Nordeuropas deutlich kĂ€lter, was unter anderem massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft hĂ€tte. Auch in Deutschland. Doktor Whatson schaut sich (Si apre in una nuova finestra) neueste Studien dazu an, was passieren könnte, wenn sie kollabiert. Und wie groĂ das Risiko ist.Â
đïž Wichtige Termine diesen Monat
Was passiert im Juni rund um Klima, Umwelt und Energie? Wir empfehlen spannende Termine fĂŒr die Berichterstattung. Ihr habt Tipps? Schreibt uns unter netzwerk@klimajournalismus.de (Si apre in una nuova finestra).
5. Juni: Der Internationale Tag der Umwelt (Si apre in una nuova finestra) soll das Bewusstsein und die Handlungsbereitschaft zum Schutz der Umwelt fördern.
8. bis 18. Juni: Auf dem zentralen Treffen (Si apre in una nuova finestra) zwischen den Weltklimakonferenzen kommen in Bonn Delegierte und Expert*innen zusammen, um die COP-Verhandlungen im November in der TĂŒrkei vorzubereiten.
9. bis 11. Juni: Der Bundesverband GebĂ€udegrĂŒn e.V. (BuGG) veranstaltet seinen Weltkongress GebĂ€udegrĂŒn in Berlin. Es geht um SchwammstĂ€dte, FassadenbegrĂŒnung fĂŒr mehr Klimaresilienz und die sinnvolle Nutzung von DĂ€chern. Eine Anmeldung ist hier (Si apre in una nuova finestra) möglich.
10. bis 11. Juni: Unter dem Motto âZukunft sichernâ soll es auf dem Kongress des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (Si apre in una nuova finestra) (BDEW) um klimaneutrale und bezahlbare Energieversorgung gehen.
11. Juni: Im Bundestag finden erste Lesungen zur geplanten Ănderung des GebĂ€udeenergiegesetzes (Si apre in una nuova finestra) (GEG) und eines Gesetzentwurfs zum Bau neuer Gaskraftwerke (Si apre in una nuova finestra) statt.
11. Juni: Hitze stellt in Deutschland das gröĂte klimabedingte Gesundheitsrisiko dar. Um ĂŒber das fehlende Bewusstsein und MaĂnahmen aufzuklĂ€ren, finden im Rahmen des Hitzeaktionstages (Si apre in una nuova finestra) deutschlandweit Veranstaltungen statt.
15. bis 17. Juni: Auf dem G7-Gipfel in Ăvian (Si apre in una nuova finestra) kommen hochrangige Regierungsvertreter*innen zusammen, um ĂŒber die drĂ€ngenden Probleme zu sprechen. Das genaue Programm wird eine Woche vor der Tagung veröffentlicht.
23. bis 24. Juni: Auf dem Alpenklimagipfel (Si apre in una nuova finestra) auf der Zugspitze kommen Politiker*innen und Expert*innen aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Industrie und Tourismus zusammen, um an Strategien gegen zunehmende Klimafolgen zu arbeiten.
26. Juni bis 3. Juli: Unter dem Motto âWir machen Zukunft. Und zwar gemeinsamâ findet die Hamburg Sustainability Week (Si apre in una nuova finestra) statt, auf der zahlreiche Veranstaltungen zum Mitmachen, Lernen und Diskutieren einladen.
29. bis 30. Juni: Auf der zur Sustainability Week dazugehörigen Hamburg Sustainability Conference (Si apre in una nuova finestra) wird an einer Nachhaltigkeitsvision gearbeitet, die das Wohlergehen der BĂŒrger*innen erhalten soll.
đą Jobs, Stipendien und Ressourcen
Das Knight Center for Journalism in the Americas der US-UniversitĂ€t in Austin (Texas) bietet in Zusammenarbeit mit dem Global Investigative Journalism Network vom 1. bis zum 28. Juni einen kostenlosen vierwöchigen Online-Kurs zur Berichterstattung ĂŒber die Klimakrise an, mit zwei Live-Terminen. Der Kurs findet auf Englisch statt. Vermittelt werden sollen unter anderem Methoden der investigativen Recherche und praktische Tipps. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Hier (Si apre in una nuova finestra) geht's zur Anmeldung.
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr die Vereinten Nationen (DGVN) bietet gemeinsam mit dem Pressenetzwerk fĂŒr Jugendthemen (PNJ) fĂŒnf jungen Journalist*innen zwischen 18 und 27 Jahren die Teilnahme an einem Medienworkshop im Rahmen der UN-Klimakonferenz (COP31) im November 2026 in Antalya an. NĂ€here Informationen gibt es hier (Si apre in una nuova finestra). Bewerbungsschluss ist der 7. Juni.
Noch bis zum 7. Juni können sich junge Menschen mit Bezug zum Bundesland Brandenburg und Interesse an Journalismus fĂŒr das Mentoring Programm âVoices of Brandenburg (Si apre in una nuova finestra)â der Medienanstalt Berlin-Brandenburg bewerben. Mentorin fĂŒr Klimaberichterstattung ist Sara Schurmann. Keine Vorerfahrung nötig.
Das Netzwerk n-ost (Network for Border Crossing Journalism) lĂ€dt neun Journalist*innen aus Kiew, Prag und Berlin zur Teilnahme am Projekt âReporting Resilient Citiesâ ein. Das Projekt will Einblicke in die Strategien bieten, mit denen die drei HauptstĂ€dte die Energiewende bewĂ€ltigen wollen. Bewerbungen sind bis zum 8. Juni hier (Si apre in una nuova finestra) möglich.Â
Die Internationalen Journalisten Programme (IJP) vergeben im Juni unter anderem Stipendien fĂŒr Japan und GroĂbritannien. Teilnehmende des deutsch-japanischen Journalismusaustauschprogramms werden mit 4.200 Euro gefördert. Das Programm findet im Oktober und November 2026 statt. Bewerbungen sind bis zum 15. Juni möglich. Alle Voraussetzungen sind hier (Si apre in una nuova finestra) zu finden. Das deutsch-britische George-Weidenfeld-Stipendium umfasst einen Zeitraum von acht Wochen und beginnt im Oktober 2026. Bewerbungen sind ebenfalls bis zum 15. Juni möglich, weitere Infos gibt es hier (Si apre in una nuova finestra).
Das Netzwerk Klimajournalismus Ăsterreich hat gleich mehrere Angebote zur UnterstĂŒtzung fĂŒr Klimajournalist*innen: Gemeinsam mit dem Ăsterreichischen BiodiversitĂ€tsrat und Covering Climate Now vergibt es drei Stipendien in Höhe von 5.000 Euro. Bis zum 30. Juni können Ideen fĂŒr Artikel, Videos und AudiobeitrĂ€ge eingereicht werden, welche die Dringlichkeit der Klima- und BiodiversitĂ€tskrise verdeutlichen. Weitere Infos gibt es hier (Si apre in una nuova finestra).Â
Ebenfalls bis zum 30. Juni können sich Interessierte fĂŒr den berufsbegleitenden Lehrgang Nachhaltigkeitskommunikation und Klimajournalismus der FH Joanneum Graz bewerben. Die Kosten betragen 3.300 Euro pro Semester, es gibt mehrere Fördermöglichkeiten. Das Netzwerk ist als Partner beteiligt. Bewerbungen sind hier (Si apre in una nuova finestra) möglich.
Der Helmut Schmidt Journalistenpreis (HSJP) wĂŒrdigt Leistungen auf dem Gebiet der Berichterstattung ĂŒber Wirtschafts- und Finanzthemen. Bis zum 30. Juni können hier (Si apre in una nuova finestra) Bewerbungen eingereicht werden
Der Helmholtz-Forschungsverbund Reklim (Regionale KlimaÀnderungen und Mensch) hat einen Atlas der Klimaextreme veröffentlicht, der ein besseres VerstÀndnis der Klimaentwicklung und der klimatischen VerÀnderungen in Deutschland vermitteln will. Grundlage sind langfristige Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der Atlas steht hier (Si apre in una nuova finestra) kapitelweise oder als interaktives PDF zum Download bereit.
Das Schweizer Onlinemagazin Republik sucht ab August eine*n Klimaredakteur*in fĂŒr eine Elternzeitvertretung. Die Stelle hat einen Umfang von 50 bis 70 Prozent und ist befristet bis MĂ€rz 2027 mit Option auf eine reduzierte VerlĂ€ngerung. Kern der Arbeit ist unter anderem die Verantwortung fĂŒr den Klima-Newsletter âChallenge Acceptedâ. Hier (Si apre in una nuova finestra) geht's zur Stellenausschreibung.
Die wissenschaftsbasierte Visualisierungsplattform fĂŒr Klimadaten, das Klimadashboard, bereitet in seiner neuesten Veröffentlichung âFossile Milliarden (Si apre in una nuova finestra)â anschaulich auf, wie viele klimaschĂ€dliche, fossile Subventionen Deutschland aktuell zahlt â und was die Regierung alternativ mit dem Geld finanzieren könnte.
Das Clean Energy Wire bietet anlĂ€sslich der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles am 23. Juni ein Webinar zum Thema Klimawandel und Sport an. Es geht um Lehren aus den verheerenden WaldbrĂ€nden im vergangenen Jahr und die Frage, ob die Spiele tatsĂ€chlich ein Beispiel fĂŒr nachhaltige globale Events werden können, wie es die Organisatoren behaupten. Eine Anmeldung fĂŒr die einstĂŒndige Veranstaltung ist hier (Si apre in una nuova finestra) möglich.
Laufend: Das Recherche-Collectiv Bellingcat fördert investigative Recherchen im Bereich Wildtiere und Umwelt (Si apre in una nuova finestra), die Open-Source Methoden beinhalten. Â
Laufend: Mit dem Work/Environment Reporting Grant unterstĂŒtzt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung ĂŒber die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bereich Arbeit und die Arbeitenden selbst. Besonderer Fokus liegt auf folgenden SchlĂŒsselregionen: SĂŒdostasien, Europa, Afrika und SĂŒdamerika. Hier gehtâs zur Bewerbung (Si apre in una nuova finestra). Â
Kommt â trotz allem â gut in den Sommer!
Jana, Josephine, Linda, Sara & Leoni
P.S.: Kennst du die Arbeit unserer Kolleg*innen in Ăsterreich? Der Newsletter des Netzwerk Klimajournalismus (Si apre in una nuova finestra) Ăsterreich informiert jeden Monat ĂŒber Termine, Stipendien, Ressourcen und Klimajournalismus, der aufgefallen ist. Wir sind Fan.
PPS: Kurze Hose, Iced Matcha Latte und Badeseen. So wurde oft ĂŒber die Hitzewelle im Mai berichtet. Gleichzeitig kollabierten Tennisprofis bei den French Open in Paris und in GroĂbritannien und Frankreich wurden neue Temperatur-Höchstwerte fĂŒr den Mai gemessen. Woran das wohl liegen mag ⊠Viele NachrichtenbeitrĂ€ge verraten es nicht.