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Wenn Satire plötzlich beim Einwohnermeldeamt gelesen wird...

Ein Zwischenruf von Erna Schippel

Neulich wurde ich gefragt, ob ich eigentlich wisse, wie viel Arbeit in so einem Rathaus steckt.Und ob ich nicht lieber mal pünktlich zum Termin erscheinen wolle, statt die Stadt öffentlich durch den Kakao zu ziehen.

Da musste ich kurz schlucken. Und dann lachen. Denn wenn Satire anfängt zu pieken, ist man entweder sehr nah an der Wahrheit – oder jemand sitzt besonders unbequem auf seinem Bürostuhl.


Natürlich weiß ich, dass Verwaltung auch anstrengend ist. Dass Formulare sich nicht von allein sortieren und Bürgerfragen manchmal klebriger sind als die Büroklammern in der Schublade.

Aber genau deshalb ist Humor doch so wichtig: Damit wir alle mal durchatmen können, auch wenn der Wind aus dem Amtsflur kalt bläst.

Also, liebe Leserinnen und Leser:

Wenn Sie das nächste Mal einen Erna-Text lesen und dabei leicht nervös zum Telefonhörer greifen, weil Sie glauben, sich wiederzuerkennen –
Dann haben Sie’s geschafft:
Sie sind offiziell Teil des Programms.

Ich schreibe keine Dienstanweisung. Ich schreibe Satire. Und die darf genau da anfangen, wo andere aufhören zu lachen.

Mit Amtswitz und Aufpassblick
Ihre Erna Schippel
Norddeutsch, nüchtern – aber nie ganz ohne Hoffnung.

© Erna Schippel – Alle Texte sind urheberrechtlich geschützt.

Argomento Satire aus Altentreptow

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