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Ist die Hölle zugefroren?

Sharepic, Collage.
Links sitzt Katja Diehl in einem Parkhaus, ernst blickend, in kariertem Anzug mit oranger Bluse. Darunter der Schriftzug: „KRAFTFAHRZEUG – Eine deutsche Liebe“. Rechts ein Screenshot aus einem ZEIT-Artikel mit der Überschrift: „Teslas sind öde Autos“ – ein Zitat von Ulf Poschardt, der auf dem Bild neben einem schwarzen Ferrari sitzt. Darunter ein weiterer Abschnitt des Artikels mit einem Porträt von Katja Diehl neben einem Fahrrad und dem Zitat: „Menschen, die ein Auto wirklich brauchen, sollten sich nicht beschämen“. (Si apre in una nuova finestra)

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, es geht euch gut!

Wenn einige dieses Sharepic sehen, denken sie vielleicht, dass "die Hölle zugefroren ist". Ja, Ulf Poschardt und ich sind tatsächlich bald in einem gemeinsamen Filmprojekt zu sehen.

"Kraftfahrzeug - eine deutsche Liebe" wird parallel zur Internationalen Automobilausstellung IAA ausgestrahlt. Bei Klick aufs Bild erhaltet ihr alle Infos zu diesem Projekt. Und eine Frage: Was könnte Herrn Poschardt und mich vereinen? Haben wir neben allem Dissens auch in bestimmten Dingen Konsens?

Während ich das hier schreibe, höre ich einen Podcast vom Spiegel.

Cover des Podcasts mit einem Porträt von Andreas Scheuer, das digital gedoppelt wurde in blau und rot. (Si apre in una nuova finestra)

Andreas Scheuer steht für einen der größten Polit-Skandale der letzten Jahre: das Debakel um die PKW-Maut. Trotzdem stand er bei Wahlkampf-Spendern hoch im Kurs. Mindestens 132.000 Euro flossen 2021 in die Kampagne des damaligen Bundesverkehrsministers. Das geht aus einer geheimen Liste hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Viele der Geldgeber waren, ausgerechnet, im Verkehrssektor tätig. Die Unterlagen zeigen, wie deutsche Unternehmer und ihre Vertreter einen Bundesminister umgarnten. Hat sich Scheuer von den Zahlungen beeinflussen lassen? Er selbst sagt zu einzelnen Spenden nichts. Sein Anwalt wirft dem SPIEGEL eine „Skandalisierung von Sachverhalten“ vor, die »mit der Rechtsordnung und dem Parteiengesetz im völligen Einklang stehen und von der Rechtsordnung sogar gewünscht sind«. Der SPIEGEL-Podcast »Firewall« erzählt, wie Wahlkampf-Spender sich offensiv mit ihren Anliegen in Scheuers Ministerium meldeten. Und er rekonstruiert, wie Scheuer mit der PKW-Maut scheiterte, zum unbeliebtesten Minister des Landes wurde. Heute baut er sich eine zweite Karriere in der Wirtschaft auf. Und wieder unterstützen ihn einige seiner damaligen Gönner.

Katja schaut in die Kamera, Text: Jetzt vorbestellen für signierte Exemplare. (Si apre in una nuova finestra)

Wir sind bei Autorenwelt mit einer Aktion.

Screenshot der Aktionsseite auf Autorenwelt. (Si apre in una nuova finestra)

Zu Autorenwelt: (Si apre in una nuova finestra)

Entstehen soll eine Plattform von und für AutorInnen, die ihnen in naher Zukunft selbst gehört. Auf ihr soll sämtliches Wissen und sollen sämtliche Dienstleistungen vermittelt und bereitgestellt werden, die AutorInnen brauchen, um ihre Texte zu veröffentlichen. Die Plattform soll das Zuhause der deutschsprachigen AutorInnen im Internet sein und den Prozess ihrer Emanzipation gegenüber den Verlagen und dem Online-Händler Amazon maßgeblich vorantreiben. Gemeinsam mit freien Lektorinnen, fair arbeitenden Dienstleistern und TestleserInnen sollen AutorInnen an ihren Texten und deren Präsentation auf dieser Plattform so lange feilen können, bis ihre Texte »reif« sind. Über einen eigenen Shop, der zur Plattform gehört, werden diese Texte an die Leserinnen und Leser verkauft. Der Shop ist wirtschaftlich das Herz der Plattform.

Drei Personen sitzen gemeinsam auf einer bunt gemusterten Outdoor-Couch in einem begrünten Innenhof. Links vorne im Bild hält ein Mann mit Bart die Kamera und zeigt lachend auf die beiden anderen – ein Mann in weißem Hemd und eine Frau mit Brille, Blazer und karierten Hosen, die beide freundlich in die Kamera lächeln. Im Hintergrund stehen große Pflanzen in Töpfen.

Ich war am Mittwoch in Frankfurt und habe unter anderem die Jungs von Yatta getroffen. Was es mit diesem Unternehmen auf sich hat, erfahrt ihr hier. (Si apre in una nuova finestra)

Ich hatte diese Woche mal wieder einen massiven Shitstorm auf Twitter von rechts. Ursache war ein Snippet aus dem Interview mit dem Moment Magazin (Si apre in una nuova finestra), in dem ich über eine Studie berichtete, die nachwies, dass Abgehängtsein im Sinne von Mobilität eine von vielen Ursachen für den Rechtsruck ist.

Katja unter einem roten Regenschirm. Titel: Mobil abgehängt, Nährboden für rechts. (Si apre in una nuova finestra)

Ich habe euch hier einen Artikel geschrieben (Si apre in una nuova finestra), der dieses für mich völlig logische Phänomen von mehreren Seiten beleuchtet. Viele Studien weisen nach, dass die Vernachlässigung und immer schlechtere Ausstattung bestimmter Regionen mit Jugendtreffs, Nahversorgung, gutem ÖPNV usw. die Menschen in die Arme rechten Gedankenguts treibt. Ich denke, es macht Sinn, solche Quellen immer mal parat zu haben, wenn mal wieder Bullshitzeit ist :)

utonomes Fahren, Everllence, MHP
Oliver Blume beginnt den Ausverkauf bei Porsche und Volkswagen
Der Chef braucht Cash und stellt deshalb gleich eine Reihe von Töchtern zum Verkauf – selbst eine Beteiligung an den Robotaxis. Er hofft auf Milliardeneinnahmen, doch in den eigenen Reihen ist der Widerstand teils groß. (Si apre in una nuova finestra)

Gerade noch hatte ich einen Instagram-Post des Hamburger Verkehrswende-Senators kommentiert bei dem er Vorfreude über das autonome Fahren mit MOIA (einer Volkswagen-Tochter) äußerte. Ich sehe diese Lösung im suburbanen und ländlichen Raum, barrierefrei und vollelektrisch - da platzte diese Bombe. “Witzigerweise” nutzte seinerseits das Manager-Magazin die Neuigkeiten um den Blume-Sparkurs, der wohl auch MOIA betreffen wird, mit Anjes Tjarks.

Vier Männer stehen vor einem MOIA Fahrzeug und halten den Daumen hoch.

Moia-Aus in Hannover: Taxi-Branche warnt vor nächstem Uber-Effekt

Nach dem Rückzug von Moia fordert das Taxigewerbe klare politische Maßnahmen zum Schutz des lokalen Personenverkehrs. Die Konkurrenz durch internationale Fahrdienstleister wächst – jetzt steht auch die Stadt Hannover in der Verantwortung.

https://www.taxi-heute.de/de/news/moia-aus-hannover-taxi-branche-warnt-vor-naechstem-uber-effekt-30279.html (Si apre in una nuova finestra)

Meine Gedanken zu diesem von mir leider nicht unerwarteten Move habe ich hier in einem kurzen Video zusammengefasst:

https://tube.tchncs.de/w/ciXDiASWe7vfHBNCWa1Vih (Si apre in una nuova finestra)

Ich habe keine Idee, ob irgendetwas, was in der Automobilität in Deutschland “richtiger” läuft, ohne die EU jemals möglich wurde. Ausschließlich von dieser Ebene aus kommen z.B. Flottengrenzwerte und so auch jetzt die für mich richtige Idee Dienstwagen und Mietwagen ab 2030 nur noch elektrisch anzubieten. Ärgere ich mich doch seit Jahren darüber, dass auch die Ampelregierung keine fossilen Subventionen abgeschafft hat.

Sharepic. Durchschnittliche Emissionen gewerblich zugelassener Benzin- und Dieselautos. Deutschland für die Tabelle mit 157 g CO2 pro KM an. (Si apre in una nuova finestra)

Zum Hintergrund: Schon 2021 ermittelte Transport and Environment: Gewerblich zugelassene Fahrzeuge sind für 76 % der CO2-Emissionen von Neuwagen in Deutschland verantwortlich.

Hier ist also ein riesiger (!!!) Hebel für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors.

Gewerbliche Zulassungen haben einen bedeutenden Einfluss auf den deutschen Automobilmarkt und machen die Mehrheit der neu zugelassenen Autos aus (63 %). Im Vergleich zu Privatwagen werden mit gewerblichen Fahrzeugen doppelt so viele Kilometer gefahren, wodurch sich ihr Anteil am CO2-Ausstoß von Neuwagen sogar auf 76 % beläuft. Nach einer durchschnittlichen Haltedauer von vier Jahren gehen diese Fahrzeuge in den Gebrauchtmarkt für Privatfahrzeuge über.

Friedrich Merz hingegen: (Si apre in una nuova finestra)

»Die Vorschläge, die am Wochenende bekannt geworden sind, etwa im Hinblick auf die Mietwagenflotten und die Elektrifizierung, gehen an den Notwendigkeiten, die wir in Europa gemeinsam zurzeit haben, vollkommen vorbei. Das sind nicht die Vorschläge, die richtig sind. Sondern wir wollen technologieoffen bleiben. Die Automobilindustrie ist eine der Kernindustrien des europäischen Kontinents, und wir dürfen uns die nicht zerstören lassen durch eine Verengung auf Technologien, von denen wir gar nicht wissen, ob sie zu diesem bestimmten Datum alle schon so marktfähig sind«, sagte er mit Blick auf Elektromobilität. »Wir sind deswegen gegen solche Festlegungen.« Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollten selbst entscheiden, welche Autos sie fahren wollten. »Da wird es jetzt eine intensive Diskussion geben.«

Wenn er doch so gar nicht an die Elektromobilität glaubt, warum gab er Mitte Juni das hier an:

E-Autos erhalten unter Merz-Regierung neue Förderung – das sind die Details. (Si apre in una nuova finestra)

Für Elektroautos stellte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) dabei besondere Vorteile in Aussicht. Der Kauf von reinen Elektroautos soll für Unternehmen steuerlich attraktiver werden. Unternehmen, die ein Elektroauto kaufen, sollen im Jahr der Anschaffung 75 Prozent des Kaufpreises von der Steuer absetzen können. Im zweiten und dritten Folgejahr sollen es noch fünf Prozent sein, im vierten Jahr drei Prozent und dann im fünften Jahr noch zwei Prozent. Diese Regelung soll für alle Käufe zwischen Juli 2025 und Dezember 2027 gelten. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend.

Hmmmmm.

Zoomen wir näher rein, wird es nicht besser. (Si apre in una nuova finestra)

Neuwagen mit einem Listenpreis von maximal 100.000 Euro sollen eine Sonderförderung erhalten. Damit wird die derzeitige Preisgrenze von 70.000 Euro angehoben.

“Im Elektro-Segment laufe es derzeit jedoch „nur auf den ersten Blick“ gut, hatte Constantin Gall von der Beratungsfirma EY in der vergangenen Woche erklärt. Deutschland sei „immer noch weit entfernt“ vom Elektroboom. Gall begründete seine Einschätzung laut AFP-Bericht unter anderem damit, dass E-Autos in erster Linie von Gewerbetreibenden gekauft würde. Privatleute bevorzugten nach wie vor „eindeutig“ Verbrenner.”

Zum Abschluss noch der Hinweis, dass heute eine neue Episode von She Drives Mobility erschienen ist. Auf die Details gehe ich im nächsten Newsletter ein, weil die Informationsdichte schon recht hoch ist bei dieser Ausgabe.

https://katja-diehl.de/glass-walls-breaking-down-barriers-to-gender-equity-at-work-and-beyond-with-amy-diehl/ (Si apre in una nuova finestra)

Grüße aus dem ICE nach Berlin!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Eure

Katja

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