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Warum wir beim Gehen besonders gut nachdenken können

Jeden Mittwoch schicke ich dir einen Impuls für mehr Rhythmus im Leben. Heute: Beim Spazierengehen auf neue Gedanken kommen.

Comic-Zeichnung mit einem alten Mann mit weißem Bart, der mit den Händen auf dem Rücken über einen Sandweg geht.
Bild: ChatGPT
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Die Eltern schickten den kleinen Charles bereits vor dem Frühstück an die frische Luft: Er sollte am Ende des Grundstücks ein wenig auf und ab gehen. Auch als Erwachsener und bis zu seinem Tod im Jahr 1882 behielt Charles Darwin die Gewohnheit des absichtslosen Gehens (Si apre in una nuova finestra) bei: Mehrmals am Tag ging er spazieren, meist auf dem selbst angelegten „Sandwalk“ am Grundstück von Down House in Kent, wo der Naturforscher mit seiner Frau Emma und den Kindern lebte.

„Der Sandweg wurde von meinem Vater mit einer Vielzahl von Bäumen wie Hasel, Erle, Linde, Hainbuche, Birke, Liguster und Hartriegel bepflanzt und mit einer langen Reihe von Stechpalmen an der gesamten exponierten Seite. Hier drehte er jeden Tag eine bestimmte Anzahl von Runden und zählte sie mit Hilfe eines Haufens von Feuersteinen, von denen er jedes Mal einen beiseite schob, wenn er vorbeikam”, erinnert sich Francis Darwin (Si apre in una nuova finestra), das siebte der zehn Kinder von Emma und Charles Darwin.

Die Kinder spielten in der Nähe des Sandwegs und sahen ihren Vater, wenn er herumlief. „Was den Sandweg im Zusammenhang mit unserem Vater betrifft, so stimmen die frühesten Erinnerungen seiner Kinder mit ihren jüngsten überein - so unveränderlich waren seine Gewohnheiten“, berichtet Francis.

Darwin nutzte die Spaziergänge, um nachzudenken. Sein Sohn Francis, der schließlich Botaniker wurde und zusammen mit seinem Vater die Bewegungen von Pflanzen hin zum Licht (Phototropismus) untersuchte, verlieh dem gerade einmal 400 Meter langen Rundweg daher den Namen „thinking path“.

Ein Weg zwischen zwei Hecken unter Bäumen. (Si apre in una nuova finestra)
Der Sandweg, den Charles Darwin anlegte, und auf dem er unzählige Runden drehte. (Foto: Mike Faherty / Down House, sandwalk)

Zwischen dem Gehen, dem Denken und dem Schreiben gebe es eine tiefe Verbindung, schreibt der (Si apre in una nuova finestra) US-Wissenschaftsjournalist Ferris Jabor und zitiert seinen Landsmann, den Schriftsteller Henry David Thoreau: „Ich glaube, in dem Moment, in dem sich meine Beine bewegen, beginnen meine Gedanken zu fließen.“

Welche Ursachen mag es geben, dass uns das Nachdenken beim Gehen oftmals leichter fällt als am Schreibtisch?

Argomento Medizin + Rhythmus

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