Jede Jahreszeit hat ihre typischen Farben. Jetzt im Herbst dominieren Gelb und Orange.

Kürbisse, wohin das Auge blickt: Ein Bauernhof in der Nähe lockt gerade zahlreiche Besuchende mit seinem riesigen Kürbisangebot an. Und da ist kaum einer, der den Hof anschließend nicht mit einem leuchtend-orangen Exemplar in den Händen verlässt.
Ob Kürbis, Sonnenblume, Süßkartoffel oder Karotte: Ihre Orangefärbung verdanken diese Früchte und Pflanzen natürlichen Pigmenten, den so genannten Carotinoiden.
Bisher kennt man rund 800 verschiedene dieser Pflanzenfarbstoffe. Der bekannteste Vertreter ist das Beta-Carotin. Der Chemiker und Pharmazeut Heinrich Wackenroder entdeckte es vor knapp 200 Jahren in Karottensaft. Beta-Carotin wird im menschlichen Körper in Vitamin A umgewandelt.
Der chemische Aufbau der Carotinoide erklärt ihre zahlreichen positiven Wirkungen auf den Organismus: Es handelt sich dabei um lange Kettenmoleküle aus Kohlenstoffatomen, in die einige Verwinklungen, Anhängsel und vor allem so genannte „Doppelbindungen“ eingebaut sind.
