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Wie übe ich schwere Stellen, Ulrich Menke?

Es ist Montag. Zeit für eine neue Folge deines Lieblings-Podcast "Wie übt eigentlich..?" . Im Newsletter erzähle ich dir von meinen Highlights, den Technik-Tipps meines Gastes und was sie oder ihn beim Üben motiviert.

#44 Ulrich Menke

Lesezeit: 4 Minuten

Methoden zu Routen kombinieren

Was ist effektiver als eine Übe-Methoden? Genau, du ahnst es wahrscheinlich schon: Mehrere unterschiedliche Methoden. Das hat sich mein aktueller Podcast-Gast Ulrich Menke ebenfalls gedacht und überlegt, wie man verschiedene Methoden beim Üben in Verbindung setzen kann. Das Methoden-Navi. (Si apre in una nuova finestra)

Mein Lieblingszitat

“Frage direkt: Wie kann ich…? Was muss ich tun, damit…? – dann entsteht Handlungssprache statt Fehlerbezeichnung.”

Ulrich Menke

🌳 Unsere Methoden-Route aus dem Podcast

Dvořák: Sonatine op. 100, Finale

Methode 1 - Slow Motion

Ziel: Intonation, Bewegung und Klanggefühl schärfen

So mache ich’s jetzt:

  1. Fokus setzen – „Mein Tonraum ist Cis-Moll.“ Ich spiele die Skala nur bis zur Terz/Quinte/Oktave/None etc.

  2. Zeitlupe an – Ich spiele die Passage extrem langsam. Jeder Ton bekommt „Luft“, der 3. Finger-Umgriff im Notenbeispiel hat Priorität.

  3. Parameter reduzieren – Erst Bogenbewegung ohne Ton (Air-Bowing), dann leere Saite, dann Tonraum anschließend alles zusammensetzen

  4. Atmen + Hören – Auf Reinheit (Schwebungen) und Übergänge der Töne achten. Wenn’s wackelt: noch langsamer.

  5. Mini-Loop – Zum Beispiel dreimal die gleiche Mikro-Bewegung in Zeitlupe wiederholen, dann erst weiter.

Methode 2 - Looping

Ziel: Wiederholung mit Variation, Bewegungsautomatismen sauber verankern.

So mache ich’s jetzt:

  1. Loop definieren – Ich markiere 2–4 Schläge inkl. kritischem Übergang.

  2. Rhythm First – Ich „spreche“ und spiele den Rhythmus - lässt sich auch bereits auf die Tonraum-Übung aus Slow Motion anwenden

  3. Zieltempo annähern – „Von 0 auf 180“ in feinen Stufen und Sprüngen (vgl. z.B. “Warum du nicht schneller spielen kanst” (Si apre in una nuova finestra))

Methode 3 - Auswärts- & Heimspiel

Ziel: Flexibilität erhöhen, dann zur Originalstelle zurück

So mache ich’s jetzt:

  1. Heimspiel – Stelle einmal sauber im aktuellen Setup spielen (Original-Saite/Lage/Oktave).

  2. Auswärtsspiel wählen

    • Streichinstrumente: gleiche Passage auf anderer Saite oder in anderer Lage.

    • Klavier: eine Oktave höher/tiefer, ggf. andere Fingersätze.

    • Blasinstrumente: sofern möglich Oktav-Transposition, oder z.B. Halbton höher/tiefer

  3. Langsam + sauber – erst wieder in Zeitlupe, dann Loop-Stufen.

  4. Zurück ins Heimspiel – Transfer spüren: „Fühlt sich leichter/übersichtlicher an?“

Methode 4 - Kofferpacken

Ziel: Fragmente wieder ins Stück integrieren

So mache ich’s jetzt:

  1. Mikro → Makro – Ton für Ton die gesamte Phrase zusammenbauen.

  2. Zielton definieren – „Wohin möchte die Phrase?“

  3. Dynamik & Bogenplanung – Cresc./Decresc., Bogenaufteilung, Atmung skizzieren.

🧭 In eigener Sache

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Also - wenn du magst – hier entlang.
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“Wie übt eigentlich..?” Playlist

Die Musik-Empfehlungen von Ulrich Menke findest du natürlich auf meiner “Wie übt eigentlich..?” Playlist. Plus: Das was mein Gast gerade hört und ihn musikalisch geprägt hat.

https://open.spotify.com/playlist/6dIfUEw8wfOezeshbsFrIC?si=b02c7144590b488f (Si apre in una nuova finestra)
Zur Folge

Das Interview

https://open.spotify.com/episode/1aNryTVX7FffbDl0yGq0rD?si=602e994759794015 (Si apre in una nuova finestra)

Zum Nachlesen

Alle Interviews kannst du auch in Ruhe jederzeit nachlesen. Schau dazu einfach auf meinem Blog what-is-practice.de (Si apre in una nuova finestra) vorbei!

Aus meinen Recherchen

In der Vorbereitung habe ich das Buch von Ulrich Menke gelesen. Eine Zusammenfassung meiner Eindrücke findet ihr auf dem what-is-practice Blog.

Argomento "Wie übt eigentlich..?"

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