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Lesezeit: 3 Minuten
Spiel den selben Song nochmal!
Wer kennt sie nicht, die ikonische Szene aus dem Star Wars Film “Eine neue Hoffnung”? In der staubigen Mos Eisley Cantina auf dem Planeten Tatooine spielt eine Band aus außerirdischen Musikern (die Figrin D’an and the Modal Nodes) einen unverschämt eingängigen, fast hypnotischen Jingle. Das Besondere: Die Band scheint in einer Endlosschleife gefangen. Als die Menge johlt: „Spiel den selben Song nochmal!“, setzen sie ohne Zögern erneut an.

Dieses „Im-Kreis-Spielen“ hat in der Popkultur Kultstatus – in unserem Übealltag ist es jedoch ein mächtiges Werkzeug, um technische Hürden mit Leichtigkeit zu nehmen.
Eine Kreisübung gestalten
Was sind Kreisübungen?
Kreisübungen widmen sich einer ganz konkreten, technischen Herausforderung – sei es ein Lagenwechsel bei Streichinstrumenten, eine schwierige Akkordfolge am Klavier oder bestimmten Tonverbindungen. Wir „kreisen“ dabei buchstäblich um das Problem herum. Damit dies gelingt, nutzen wir kurze Einheiten von vier, sechs oder (maximal) acht Takten, die ständige Wiederholungen erlauben. Man könnte auch sagen: Wir kreieren einen Loop.
Der Clou dabei: Diese Wiederholungen fokussieren uns nicht nur sehr genau auf ein bestimmtes Gebiet, sondern sperrt auch kurzzeitig den “Inneren Kritiker” aus. Zwei wichtige Vorraussetzungen, um beim Üben in den Flow (Si apre in una nuova finestra) zu kommen.
Den “Inneren Kritiker” in die Pause schicken
Wir kennen das Problem: Konzentrieren wir uns stark, werden wir oft körperlich fest. Werden wir locker, verlieren wir den Fokus. Kreisübungen bringen beide Haltungen zusammen und trainieren eine “Sorglosigkeit”, wie Andreas Burzik es treffend nennt.
In der aktuellen MusicLab Folge berichtet Marvin Frey ähnliches. Sobald er sich “beobachtet” fühlt beim Üben, setzt sein Flow-Erleben aus. Die ganze Folge hörst du wie immer beim Podcatcher deiner Wahl.