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Die Magie eines vergessenen Raums

Blick in die Ausstellung im schummrigen Kesselsaal des Planetariums in Hamburg

Der Eintritt in den Kesselsaal des Planetariums hat etwas Mystisches. Normalerweise ist die sechste Etage des sowieso schon beeindruckenden ehemaligen Wasserturms im Hamburger Stadtpark nicht zugänglich. Doch anlässlich der Ausstellung „From the Cosmos to the Commons (Si apre in una nuova finestra)" darf man die außergewöhnliche Halle dank behördlicher Sondergenehmigung nun betreten, zuvor vom Personal mit einer kleinen Taschenlampe ausgestattet.

Diese ist auch notwendig, um in dem wundersamen Raum, in den nur wenig Tageslicht fällt, all die historischen Schätze zu erkunden, die hier aus der Sammlung des Kulturwissenschaftlers Aby Warburg präsentiert werden. Dieser hatte die Ausstellung über faktenbasierte Astronomie und spirituellen Sternenglauben für die Eröffnung des Planetariums 1930 konzipiert, kurz vor der Vernissage starb er.

Alte Bücher und Zeitschriften zu den Themen Astronomie und Weltall

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Werke abgebaut und galten danach lange als verschollen. 1987 erkannte ein Student die Bildtafeln und Artefakte auf einem für den Sperrmüll bestimmten Haufen, dadurch konnten sie gerettet werden. Zusammen mit zeitgenössischen Werken, die im Kesselsaal und darüber hinaus im Stadtpark zu sehen sind, wird diese sehr besondere Beschäftigung mit dem All nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Historische Bildtafel zum Sonnensystem

Die spezielle Atmosphäre des schummrigen Kesselsaals wird man kaum mehr vergessen. Und nach dem Besuch der Ausstellung im sechsten Stock zieht es einen noch höher in Richtung Dach des Planetariums. Hier gibt es einen sagenhaften Ausblick über den Stadtpark, über Hamburg und nach oben in den weiten Himmel – in die zauberhafte Welt des Aby Warburg.

Blick über den Hamburger Stadtpark

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