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Zeitlang im Januar: Specialty Coffee in Sendling & Offline-Urlaub im Bayerischen Wald

Willkommen zurück! Ich hoffe, ihr hattet fantastische Weihnachtsferien und startet gut erholt ins neue Jahr. Wie nötig meine Ferien waren, habe ich erst mittendrin gemerkt und war am Ende so entspannt, dass ich am liebsten gar nicht mehr arbeiten wollte. Keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal derart planlose, zeitlose und sorglose Wochen hatte. Ich habe mir absolut gar nichts vorgenommen – keine Treffen mit Freund:innen, kein Schrankausmisten, keine Neujahrsvorsätze.

Wie nötig meine Ferien waren, habe ich erst mittendrin gemerkt und war am Ende so entspannt, dass ich am liebsten gar nicht mehr arbeiten wollte. Keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal derart planlose, zeitlose und sorglose Wochen hatte.

Nun bin ich zurück und um ein paar Erkenntnisse reicher – zum Beispiel, wie wahnsinnig gut es mir tut, Instagram nicht auf dem Handy zu haben. In den Ferien hatte ich die App für zehn Tage deinstalliert, meine Bildschirmzeit war sofort halbiert. Wenn ihr euch auch nach einer Offline-Auszeit sehnt, ist vielleicht das unten besprochene Hotel eine willkommene Idee. Ansonsten hilft gerade nur abwarten, spazieren und Kaffee trinken (vielleicht im Calima in Sendling). Ganz bald ist schon Frühling, versprochen!

Calima

Calima: In Sendling gibt’s jetzt Specialty Coffee!

Ich war die letzten Wochen so faul, dass ich bis auf einen Wirtshaus-Besuch (es gab Schnitzel-Rolle in der Burg Pappenheim (Si apre in una nuova finestra)!) gar nicht auswärts essen war. Was aber die ganzen Ferien über gut und beinahe täglich ging, war spazieren. Ich spazierte durch Niederbayern, durch Oberschleißheim, entlang an der englischen Küste und natürlich durch Sendling. Eine Adresse, die mir meine Spaziergänge im eigenen Viertel momentan versüßt, ist das Calima (Si apre in una nuova finestra).

Das kleine Café hat erst letzten April in Sendling eröffnet. Und das in einer Ecke, in der man nicht unbedingt Specialty Coffee erwarten würde: Denn während auf der Innenstadt-Seite am Harras kulinarisch Einiges geht (Si apre in una nuova finestra), wirkt die andere Seite wie ausgestorben. Und genau hier befindet sich das Calima – zwischen Apotheke, Rewe und einem Wohngebiet. Aber das ist ganz egal, denn der wahnsinnig gute Kaffee lockt die Menschen so oder so hierher.

Für alle, die auf dem Weg in den Westpark sind, ist die Lage perfekt. Davor kann man sich hier einen Cappuccino, Flat White oder Matcha auf die Hand holen.

Für alle, die auf dem Weg in den Westpark sind, ist die Lage perfekt. Davor kann man sich hier einen Cappuccino, Flat White oder Matcha auf die Hand holen – oder danach in Ruhe einkehren, denn das kleine Café hat auch Sandwiches, Cookies und Kuchen. Als ich die Karte studiere, stolpere ich über den Raff Coffee“ und lese nach: Das ist wohl ein russischer Kaffeedrink aus den 90er-Jahren, der aus Espresso, Sahne und Vanillezucker gemacht wird. Bisher nicht probiert, aber klingt spannend!

Ich lese außerdem nach: Bevor der Betreiber Renat Mersiianov das Calima eröffnet hat, arbeitete er als Barista bei Pacandé (Si apre in una nuova finestra), einer kleinen Rösterei in Sendling. Außerdem gab es noch vor Eröffnung des Cafés ein gleichnamiges Pop-Up in der Innenstadt, das ziemlich gut lief. Abgesehen von fantastischem Kaffee und leckerem Kuchen kann man sich vor Ort übrigens auch hauseigene Röstungen sowie jede Menge Zubehör für zu Hause mitnehmen.

Was man sich schon für die wärmeren Tage vormerken kann: Draußen gibt es nicht nur eine Terrasse, sondern im Sommer auch kalten Cappuccino sowie Iced Matcha.

Im Café steht zudem ein Plattenspieler, der perfekt zu dem 70er-Jahre-Orange, den Retro-Möbeln und den verzierten Porzellantassen passt. Und das mag ich hier auch sehr: Das Calima ist zwar hip und minimalistisch, aber zugleich auch gemütlich. Und was man sich schon für die wärmeren Tage vormerken kann: Draußen gibt es nicht nur eine Terrasse, sondern im Sommer auch kalten Cappuccino sowie Iced Matcha.

Calima Specialty Coffee, Nestroystraße 2, 81373 München (Si apre in una nuova finestra)

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Hofgut

Hotel ohne Empfang: Das Hofgut Hafnerleiten im Bayerischen Wald

Es ist schon einige Jahre her, dass ich mit einer Freundin für ein Wochenende ins Hofgut Hafnerleiten (Si apre in una nuova finestra) fahren durfte. Und trotzdem denke ich immer noch und immer wieder an diesen besonderen Ort. Unsere entschleunigten Tage hier gehen mir einfach nicht aus dem Kopf. Denn das Hofgut ist nicht nur ein Offline-Hotel, man hat auf dem gesamten Gelände tatsächlich keinen Handyempfang. Und kommt damit noch einmal viel schneller zur Ruhe als in anderen Hotels.

Was für uns erst einmal ein kleiner Schock beim Ankommen war, stellte sich am Ende als das Beste heraus, was wir zum Jahresstart hätten machen können. Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt noch bei Mit Vergnügen, stand also ständig unter Strom, und meine Freundin hatte volle Wochen mit einigen Dienstreisen hinter sich. Über das Festnetztelefon des Hotels sagte ich schon schnell zu Hause Bescheid, damit sich niemand Sorgen machte – und dann ging es los!

Dieses Wochenende kommt mir in meiner Erinnerung ewig vor: Wir frühstückten vor dem knisternden Kamin, sahen den Schneeflocken beim Fallen zu, ich las ein ganzes Buch, lag ewig in dieser Badewanne und schaute nie auf die Uhr.

Den ersten Vormittag versuchten wir noch verzweifelt, Empfang zu bekommen, standen auf unserer Terrasse und hielten unsere Smartphones in die Höhe, aber nach dem Pasta-Kurs mit anschließendem Mittagessen fielen wir in einen tiefen Winterschlaf. Dieses Wochenende kommt mir in meiner Erinnerung ewig vor: Wir frühstückten vor dem knisternden Kamin, sahen den Schneeflocken beim Fallen zu, ich las ein ganzes Buch, lag ewig in dieser Badewanne und schaute nie auf die Uhr.

Wir gönnten uns eine Massage, dösten im Entspannungswürfel ein, schwitzten in der Sauna und lernten beim Abendessen die anderen Gäste kennen. Man konnte entweder gemeinsam im Haupthaus essen oder das Abendessen in seinem eigenen Häuschen serviert bekommen. Auf dem Gelände stehen insgesamt zehn Themenhäuser, wir waren im Wasserhaus (Si apre in una nuova finestra) untergebracht. Am Sonntag fuhren wir tiefenentspannt nach Hause – und auch jetzt, acht Jahre später, denke ich immer wieder gerne an dieses besondere Wochenende zurück.

Hofgut Hafnerleiten, St2324 16, 84364 Bad Birnbach (Si apre in una nuova finestra)

Über Zeitlang

Was ist Zeitlang?

Zeitlang ist ein unabhängiger und persönlicher Newsletter, in dem ich sowohl über Lieblingsorte in meiner Heimatstadt München als auch auf der ganzen Welt erzähle. Im Bayerischen bedeutet „Zeitlang“ Heimweh und Sehnsucht. Einmal im Monat schreibe ich hier also über besondere Restaurants, Cafés, Hotels und Orte, nach denen ich Zeitlang habe. Das kann der kleine Park nebenan sein, genauso wie das Designhotel am anderen Ende der Welt.

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Wer schreibt hier?

Ich bin Anja Schauberger, geboren in München und arbeite seit über zehn Jahren als Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt auf Regionales und Reise. Von 2016 bis 2019 habe ich als Redaktionsleiterin das Stadtmagazin Mit Vergnügen München aufgebaut. Seitdem schreibe ich frei unter anderem für die Kolumne „Hotel Europa“ im SZ-Magazin (Si apre in una nuova finestra) sowie über (Sterne)-Gastronomie bei München Tourismus (Si apre in una nuova finestra). Außerdem gebe ich Reise-Tipps im Merian (Si apre in una nuova finestra) und schreibe für das Werde Magazin (Si apre in una nuova finestra) sowie The Weekender (Si apre in una nuova finestra). Mehr zu meiner Arbeit gibt es auf Torial (Si apre in una nuova finestra) oder meiner Website (Si apre in una nuova finestra).

Du hast Tipps, Wünsche oder Feedback? Schreib mir gerne eine Mail an anja.schauberger@gmail.com

Foto: Frank Stolle (Si apre in una nuova finestra)
Design & Logo: Hennes Elbert (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Monats-Tipps

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