(Si apre in una nuova finestra)Für alle Musikfreunde steht heuer ein ganz besonderes Ereignis ins Haus: Das Haus der Bayerischen Geschichte widmet seine große Bayerische Landesausstellung dem Thema Musik in Bayern. Von 24. April bis 8. November kann man in Freyung auf musikalische Entdeckungsreise durch Bayern gehen – von der Vergangenheit bis zur Gegenwart, quer durch alle Genres. Die Ausstellung ist nicht nur klassisch mit tollen Objekten und eindrucksvollen Inszenierungen aufgebaut, sondern stark multimedial und interaktiv gestaltet: vom Einstieg mit einem eigens produzierten Kinofilm über immersive Klangräume und Hörstationen hin zu unterhaltsamen Mitmach- Stationen für Besucher. Und so eine Landesausstellung ist für uns Grund genug der Musik im Museum – Klingende Geschichte eine ganze »zwiefach« zu widmen. Wir sprechen mit Ausstellungsmachern, besuchen Museen und sind gespannt, welche Schätze unsere Autoren für Sie entdecken.
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Hundert Jahre Verklingende Weisen
(Si apre in una nuova finestra)Die Volksliedsammlungen des Lothringer Pfarrers Louis Pinck
»Wer nicht das große Glück hatte, in der Feldarbeit diese Lieder gesungen gehört zu haben, kann sich niemals eine wirkliche Vorstellung vom Volkslied machen«, schwärmte der Musikhistoriker Hermann J. Dahmen, der den Lothringer Pfarrer Louis Pinck (1873–1940) auf wiederholte Forschungsreisen in die lothringische Prärie begleitete. Dort entdeckte und systematisierte Pinck über fünfhundert Volkslieder, die allesamt schon vor 1870 im Umlauf waren und in seiner reisgekrönten fünfbändigen Sammlung Verklingende Weisen erschienen. Der erste Band, der neben etlichen charmanten Landschaftsliedern auch ehrwürdige Balladen wie St. Udil, Ich stand auf hohem Berge und Graf Friederich enthält, feiert heuer sein hundertjähriges Jubiläum.
Text: Maximilian Bolch; Fotos: Archives Municipales de Sarreguemines, Buffalo Bill Center of the West
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Musik ausstellen? Na endlich!
(Si apre in una nuova finestra)Die Bayerische Landesausstellung 2026 »Musik in Bayern« in Freyung
Musik als Thema einer kulturhistorischen Ausstellung – keine leichte, aber eine sehr lohnende Aufgabe! Musik ist eine gegenwärtige Kunst, sie lebt vom unmittelbaren akustischen Erleben und nicht zuletzt von der Live-Aufführung, die Musiker und ihre Zuhörerschaft in ein direktes Verhältnis bringt. Wie wichtig Letzteres ist, hat gerade die Corona-Zeit mit ihren fatalen Lockdowns, virtuellen Ersatzgemeinschaften oder bestenfalls zu einem Viertel gefüllten Zuschauerräumen gezeigt. Musik hält die Gesellschaft zusammen, wirkt verbindend und schafft Identität – und zwar heute ebenso wie zu früheren Zeiten. Insofern lag es nicht nur nahe, sondern war geradezu überfällig, dass Musik zentrales Thema der Bayerischen Landesausstellung werden sollte. Diese groß dimensionierten Ausstellungen werden alljährlich an verschiedenen Standorten in Bayern vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipiert und durchgeführt. Wenn man freilich speziell Musik ins Medium einer Ausstellung überführen möchte, darf man den gegenwärtigen und sozialen Charakter von Musik nicht aus den Augen verlieren. Sonst präsentiert man allenfalls Spielanleitungen (etwa Noten), Hilfsmittel (Instrumente) und Musikerbiografien, verfehlt aber den eigentlichen Kern lebendigen Musizierens.
Text: Peter Wolf ; Fotos: Haus der Bayerischen Geschichte, Dietmar Manzenberger
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Spielweisen – Was Blasmusik sein kann
(Si apre in una nuova finestra)Über eine Sonderausstellung im Tirol Panorama
Kein anderes Musikgenre durchdringt so sehr die Gesellschaft wie die Blasmusik. Tirol hat mehr Musikkapellen als Gemeinden, sie sind tragende Säulen des sozialen Gefüges, stiften Identität und bestimmen die Außenwirkung des Landes mit. Das Musizieren in diesen Formationen ist für viele im Land die erste und prägendste Begegnung mit Musik. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Tiroler Blasmusikverband stellte sich das Tiroler Landesmuseum in der Ausstellung Spielweisen die Frage, wann und warum die Blasmusik diesen herausragenden Stellenwert erlangte. Kurator Dr. Franz Gratl gibt Einblicke.
Text: Franz Gratl; Fotos: Maria Kirchner
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