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Verschwörungsmode

Erika Kirk eignet sich mit ihrer christlich-fundamentalistischen Mode-Marke Proclaim365 Codes von politischen Bewegungen an, die sie als Ultrarechte bekämpft.

Seit vergangenem Herbst befindet sich die christliche Rechte in den USA im Shopping-Rausch. Neue Objekte der Begierde sind nicht die taillierten Kleider der Tradwives, sondern oversized Hoodies und Crewnecks – bestickt mit Bibelversen und Löwen. Dahinter steckt Proclaim365, die christlich-fundamentalistische Streetwear-Marke von Erika Kirk. Sie übernahm nach dem Attentat auf ihren Mann Charlie Kirk am 10. September dessen Rolle als CEO von Turning Point USA. Der ultrarechte Aktivist galt als einer der Architekten der jungen MAGA-Bewegung und baute mit TPUSA jene Nachwuchsstrukturen auf, die den Trumpismus unter Gen-Z-Konservativen kulturell verankert haben. Dass Proclaim365 nach dem Attentat einen Popularitätsschub erlebt, liegt neben dem politischen Märtyrerkult um Charlie Kirk wohl auch am religiös-politischen Klima: Nach Kirks Ermordung meldeten US-Händler im September einen ungewöhnlichen Anstieg der Verkäufe religiöser Produkte, darunter laut „Wall Street Journal“ ein Plus von 36 Prozent bei Bibelverkäufen gegenüber dem Vorjahr. 

Die Marke der öffentlich trauernden Witwe profitiert sichtbar davon: Seit September ist der Bestand laut Website leergefegt.

Lies den ganzen Text von Missy-Redakteur*in Lara Hansen auf Missy Online. (Abre numa nova janela)

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