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Hallo!

Für den ORF geht eine sehr turbulente Arbeitswoche zu Ende. Umso erfrischender war das gestrige Interview mit der gestern eingesetzten interimistischen Generaldirektorin Ingrid Thurnher in der hauseigenen ZIB2 (Abre numa nova janela). Sie spricht ehrlich und klar über ihre neue Position und die weitere Vorgehensweise nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Ex-Generaldirektor Roland Weißmann. Jedenfalls eine Empfehlung. 

Damit und mit unserem österreichischen Fundstück finden vorerst auch die ORF-Festspiele in diesem Newsletter ein Ende. Wir hoffen, dass unsere tägliche Berichterstattung hier deinen Alltag bereichert. Teile uns gern via E-Mail oder in einer Antwort auf diesen Newsletter mit, wie du unser Angebot findest und was wir noch besser machen können.

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Außerdem geht es heute um die Gletscherschmelze, den Asbest-Skandal im Burgenland und große Fluchtbewegungen im Nahen Osten. 

Österreichs Gletscher schmelzen immer weiter

Die jährliche Gletschermessung des Österreichischen Alpenvereins zeigt einmal mehr: Österreichs Gletscher schmelzen immer weiter ab, teilweise zerfallen sie regelrecht strukturell. 98 Prozent der beobachteten 96 Gletscher haben sich in der letzten Saison zurückgezogen. Es war eines der zehn ungünstigsten Jahre für die österreichischen Gletscher. Die Vizepräsidentin des Alpenvereins Nicole Slupetzky findet in der heutigen Pressekonferenz drastische Worte: Sie spricht von einer „Endlosschleife des Schmelzens“ und einem „Todeskampf, in dem sich Alpen und Gletscher befinden“.

Die Klimakrise sei im Alpenraum direkt spürbar, heißt es weiter. Die beiden Wissenschaftler der Universität Graz, Gerhard Lieb und Andreas Kellerer-Pirklbauer, die auch den ehrenamtlichen Gletscher-Messdienst des Alpenvereins leiten, erklären, dass vor allem das Verschwinden der Schneedecke über den Sommer den Gletschern stark zusetzt. Je wärmer es ist und je weniger Niederschlag es gibt, desto stärker schmelzen die Gletscher.

Asbest-Skandal im Burgenland spitzt sich weiter zu

Bereits im Jänner hat die Umwelt-NGO Greenpeace aufgedeckt, dass an einigen öffentlichen Orten im Südburgenland eine hohe Asbestbelastung im Straßenbelag und Streusplitt vorliegt. Zuvor hatte das Land Burgenland drei Steinbrüche in der Gegend wegen zu hoher Asbestbelastung behördlich sperren lassen. 

Das Land hat auf die Greenpeace-Recherchen hin eigene Untersuchungen eingeleitet und eine Taskforce eingesetzt. Nun zeigen neue Proben von Greenpeace „zweifelsfrei eine Asbestbelastung der Luft“. Außerdem deutet die Probenauswertung auch auf eine Absetzung des Asbests in der Natur und auf Pflanzen hin. Auch das Land hatte zuletzt Luftmessungen durchgeführt, wie der ORF (Abre numa nova janela) berichtet. Dabei wurde an einzelnen Standorten eine gewisse Asbestbelastung festgestellt, jedoch immer unterhalb des Richtwerts von 1.000 Fasern pro Kubikmeter. Deshalb bestehe keine akute Gefahr, wie die vom Land eingesetzte Taskforce bereits im Februar betonte.

Asbest ist eine sehr gefährliche, natürlich vorkommende Faser, die lange Zeit, nachdem man sie eingeatmet hat, zu einer Krebserkrankung führen kann. Aus diesem Grund ist Asbest als Baustoff schon länger verboten.

Krieg im Nahen Osten vertreibt Millionen

Mit dem Krieg der USA und Israels im Nahen Osten werden zunehmend Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Im Libanon sind Hunderttausende auf der Flucht; insgesamt hat das Land etwa 5,5 Millionen Einwohner*innen. Bunker oder Schutzräume, in denen sich Menschen in Sicherheit bringen könnten, gibt es dort kaum, berichtet die Zeit (Abre numa nova janela) in einer ausführlichen Reportage. Innerhalb des Irans sind nach UN-Angaben bis zu 3,2 Millionen Menschen geflüchtet (Abre numa nova janela); insgesamt leben rund 90 Millionen Menschen in dem Land.

Je länger der Krieg andauert, desto dringender wird der Bedarf an humanitärer Hilfe. Besonders hart trifft es Flüchtlinge und die Ärmsten, wie die Deutsche Welle (Abre numa nova janela) berichtet. Im Iran leben offiziell rund 1,65 Millionen Flüchtlinge (etwa aus Afghanistan) und andere Menschen, die internationalen Schutz brauchen. Weil aber nicht alle registriert sind, dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Kinder sind in solchen Situationen besonderen Risiken ausgesetzt. UNICEF warnt, dass der Krieg die Lieferketten stark beeinträchtigt und damit die Versorgung besonders verletzlicher Gruppen erschwert. Gleichzeitig wächst im Iran die Sorge vor neuer Gewalt des autoritären Regimes gegen die Bevölkerung, schreibt die taz (Abre numa nova janela). Der Staatsapparat ist nicht zusammengebrochen, und von außen wird zu Protesten aufgerufen. Vor allem jüngere Menschen scheinen bereit, dem zu folgen. Der iranische Polizeichef erklärte, wer auf die Straße gehe, werde als Feind behandelt. (Luzia Geier)

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Das Sexismusproblem im ORF

Wer auf Bluesky unterwegs ist, ist sicher schon über den aktuellen Falter-Newsletter von Barbara Toth gestolpert. Die Medienjournalistin beschreibt darin ausführlich, wie sexistische Strukturen im ORF Machtmissbrauch begünstigen und warum es Betroffenen deshalb oft schwer fällt, Vorwürfe überhaupt zu melden.  

https://www.falter.at/maily/20260312/warum-der-orf-ein-sexismusproblem-hat (Abre numa nova janela)

Das 25-Schichten-Gratin: Mach die Kartoffel zum Star

Mit frischem Thymian aromatisierte Kaffeesahne hilft dir dabei.

https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/4828-das-25-schichten-gratin-mach-die-kartoffel-zum-star (Abre numa nova janela)

Auf dieser Plattform wirst du selbst zur KI

Die Idee ist so simpel wie genial. Anstatt den aberhundertsten KI-Bot zu programmieren, dreht der Entwickler Mihir Maroju mit seinem Projekt „your ai slop bores me“ den Spieß um. Dabei kann man als Mensch in die Rolle einer KI schlüpfen und auf Anfragen und Prompts anderer User*innen antworten. Dabei trifft man auf durchaus kuriose Anfragen, die man in nur 70 Sekunden Zeit beantworten muss. 

https://youraislopbores.me/ (Abre numa nova janela)

Empfiehlt das Spiel mal selbst auszuprobieren: 


Emil

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