Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Ich starte heute mit einer Mode-Meldung. Frankreich geht schärfer gegen Anbieter von Ultra-Fast-Fashion wie Shein und Temu vor. Künftig soll Werbung für entsprechende Plattformen untersagt werden. Zudem sollen Verbraucher*innen vor dem Kauf über die ökologischen Folgen der Produkte informiert werden.
Mit dem Gesetz will die Regierung die wachsenden Mengen an Textilmüll eindämmen und nachhaltigen Konsum fördern. Das Vorhaben gilt als eine der bislang weitreichendsten Maßnahmen gegen besonders schnell produzierte Billigmode. Wäre was, wenn weitere EU-Staaten dem französischen Beispiel folgen könnten.
In Österreich wurde hingegen gestern das Verbot von Einweg-E-Zigaretten beschlossen. Bevor das Parlament in die Sommerpause geht, legt der Nationalrat ein ungewöhnliches Arbeitstempo vor. Erstmals seit 33 Jahren tagt das Plenum an fünf aufeinanderfolgenden Tagen. Auf der Tagesordnung stehen zahlreiche Gesetzesvorhaben. Ab heute rückt das Doppelbudget für 2027 und 2028 in den Mittelpunkt. Die Budgetdebatte wird den Nationalrat bis Freitag beschäftigen, ehe das umfangreiche Finanzpaket beschlossen werden soll.
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Ansonsten geht es heute um die Wirtschaftskammer, Angriffe auf den Iran und Frau Le Pen.

Trump erklärt Iran-Abkommen für „wohl vorbei“
US-Präsident Donald Trump hat das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran praktisch für gescheitert erklärt. „Für mich ist die Sache erledigt“, sagte er am Mittwoch am Rande des NATO-Gipfels in Ankara. Er wolle nichts mehr mit Teheran zu tun haben, seine Unterhändler könnten die Gespräche jedoch fortsetzen. Auch die Waffenruhe sei aus seiner Sicht beendet.
Zuvor hatten sich beide Seiten erneut militärisch angegriffen. Die USA bombardierten nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran als Reaktion auf Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus. Teheran wiederum meldete Raketen- und Drohnenangriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Beide Konfliktparteien werfen sich einen Bruch der Waffenruhe vor.
Die Eskalation belastet die diplomatischen Bemühungen und ließ den Ölpreis deutlich steigen. Vermittler Katar rief beide Seiten zur Deeskalation auf. NATO-Generalsekretär Mark Rutte verteidigte die US-Angriffe als „absolut notwendig“. (mit Material von Luzia Geier)

Die ÖVP tauscht ihren Generalsekretär aus
ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti zieht sich nach monatelanger parteiinterner Kritik Ende Juli aus der Parteizentrale zurück. Offiziell spricht er von einem persönlichen Entschluss, tatsächlich galt seine Position seit Längerem als angeschlagen. Vorgeworfen wurden ihm fehlende Durchsetzungskraft, taktische Fehler und ein zu konfrontativer Kurs gegenüber der FPÖ.
Sein Nachfolger soll laut Berichten Markus Gstöttner werden – ein langjähriger Vertrauter von Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Der 39-jährige Unternehmensberater arbeitete bei McKinsey, war Berater im Kanzleramt unter Kurz und Schallenberg, später Kabinettschef von Karl Nehammer und zuletzt Sonderbeauftragter von Kanzler Christian Stocker.
Der Wechsel ist mehr als eine Personalie. Stocker holt einen erfahrenen Machtmanager zurück ins Zentrum der Partei – in einer Phase, in der die ÖVP in Umfragen schwächelt und intern um ihren Kurs ringt. Für den Kanzler ist es bereits die zweite wichtige Umbesetzung innerhalb weniger Wochen. Der Austausch zeigt: Hinter den Kulissen läuft der Umbau der Volkspartei längst auf Hochtouren.

Rechnungshof kritisiert Wirtschaftskammer scharf
Der Rechnungshof (RH) übt deutliche Kritik an der Wirtschaftskammerorganisation. In zwei Prüfberichten zu Bundes- und vier Landeskammern bemängelt er intransparente Rücklagen, uneinheitliche Bilanzen sowie mangelnde Transparenz bei Funktionärsbezügen. Geprüft wurde der Zeitraum von 2020 bis 2024, schreibt der ORF. (Abre numa nova janela)
Der RH empfiehlt grundlegende Strukturreformen und einheitliche Rechnungsabschlüsse. Kritisiert werden auch geplante, später ausgesetzte Erhöhungen der Funktionärsbezüge um 21 bis 65 Prozent sowie fehlende Angaben zu deren finanziellen Auswirkungen. Zudem sei oft nicht nachvollziehbar dokumentiert, wer Anspruch auf Entschädigungen habe.
Auch beim Personal sieht der Rechnungshof Defizite. Der Personalaufwand stieg zwischen 2019 und 2024 um 14 Prozent auf 511 Millionen Euro. Ein standardisiertes Personalcontrolling habe gefehlt.
Die WKO verweist auf ihren laufenden Reformprozess. Empfehlungen des Rechnungshofs würden geprüft und bis 2027 gemeinsam mit den Landeskammern umgesetzt.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

„Ich würde aufrechter gehen“
DATUM hat Frauen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten eine einfache Frage gestellt: Was würden Sie tun, wenn es einen Tag lang keine Männer gäbe? Das sind ihre Antworten.
https://datum.at/ich-wuerde-aufrechter-gehen/ (Abre numa nova janela)
Die FIFA ist korrupt – so kann der Fußball sie loswerden
Nach einem Anruf von Donald Trump nahm die FIFA eine Rotsperre zurück – und Millionen Fans fragen: Muss dieser Verband weg? Ich habe drei Experten gefragt, wie eine WM ohne die FIFA aussehen könnte.
https://krautreporter.de/politik-und-macht/6450-die-fifa-ist-korrupt-so-kann-der-fussball-sie-loswerden#lesen (Abre numa nova janela)
Karte zeigt: So abhängig sind Österreichs Gemeinden von amerikanischen IT-Diensten
Gemeinden setzen bei E-Mail-Diensten besonders häufig auf Microsoft. Beim Webhosting ist die Abhängigkeit von internationalen Anbietern hingegen geringer. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Linzer Digitaluniversität IT, die den Einsatz digitaler Infrastruktur in Österreichs Gemeinden untersucht hat.
https://www.derstandard.at/story/3000000330396/karte-zeigt-so-abhaengig-sind-oesterreichs-gemeinden-von-us-it-diensten (Abre numa nova janela)Kauft neuerdings bunte 2nd-Hand Adidas-Hosen: Markus