Liebe Politik-Fans
Wer beim Titel dieser Newsletter-Ausgabe an den gleichnamigen Asterix-Band gedacht hat, den müssen wir leider enttäuschen. Es wäre allerdings eine lustige Vorstellung: Das Tiefbauamt lässt einen Graben ausheben und teilt Zürich in zwei Teile: Die eine Hälfte der Stadt will Raphael Golta (SP) als Dorfhäuptling, äh, natürlich Stadtpräsident. Die andere Hälfte möchte Përparim Avdili (FDP). Und entschieden wird nicht an der Urne, sondern mit einer grossen Rauferei.
Aber genug der Witze.
In unserem längsten Text diese Woche, der am Montag erschienen ist, geht es auch nicht um den Graben zwischen Arm und Reich. Aber es handelt sich ebenfalls um einen Graben im übertragenen Sinn. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sanieren nämlich ab Anfang 2026 die Haltestelle Bahnhofquai/Hauptbahnhof. Das dauert ein ganzes Jahr. Die zentralen Tramverbindungen nach Zürich Nord werden dadurch gekappt. Das alles fällt mit dem grössten Fahrplanwechsel in der Geschichte der VBZ zusammen. Am kommenden Sonntag, 14. Dezember, wird der ÖV-Fahrplan auf den Kopf gestellt.
Ausgerechnet die quartierverbindenden Tramlinien 11 und 14 von Zürich Nord in die City werden für ein Jahr gekappt. Wir haben nachgefragt, ob es wirklich keine bessere Lösung gegeben hat. Wer mehr wissen will, klickt hier. (Opens in a new window)
Über ein ganz anderes Thema berichten wir im Artikel vom Mittwoch. Ein neues Angebot des Kantons möchte die politischen Prozesse für Sek-, Gymi- und Berufsschulklassen erlebbar machen. Zürcher Schulen können darum bis zu zwei Mal pro Jahr mit originalgetreuen Unterlagen das Abstimmungs- und Wahlprozedere im Unterricht realistisch üben. Das Angebot nennt sich „Politik im Unterricht: Wir stimmen ab!“. Hintergrund ist ein Postulat von 2022 der Kantonsrätin Janine Vannaz sowie der damaligen Kantonsrätin und heutigen Nationalrätin Yvonne Bürgin (beide Mitte).
Das „Schulblatt Kanton Zürich“ berichtete in seiner jüngsten Ausgabe darüber und wir haben das Thema bei uns aufgegriffen. Dass Jugendliche jetzt in der Schule demokratische Prozesse nicht nur in der Theorie, sondern praktisch erleben können, ist bestimmt eine gute Sache. Hier geht es direkt zum Artikel. (Opens in a new window)
Häusliche Gewalt ist traurige Realität
Heute Freitag ist zudem ein Text erschienen, der nachdenklich stimmt. Fast die Hälfte aller Gewaltstraftaten geschieht zu Hause. Zwar können auch Männer betroffen sein, die Gewalt richtet sich allerdings viel häufiger gegen Frauen. Häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen sind hierzulande ein ernstes Problem. Im Schnitt stirbt gemäss dem Bund alle zwei Wochen eine Frau an den Folgen dieser Form von Gewalt.
Umso wichtiger, dass Betroffene wissen, wo sie sich Hilfe holen können.
Der Kanton möchte die Forensic Nurses bekannter machen. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete Fachkräfte, die kostenlos zu allen Notfallstationen der Spitäler im Kanton ausrücken, um Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt vor Ort zu betreuen. Die Stadt Zürich wiederum unterstützt das Frauenhaus sowie das Mädchenhaus finanziell für gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Aber lest doch einfach selbst. (Opens in a new window)
Wir wünschen eine angeregte Lektüre.
Liebe Grüsse
Lorenz Steinmann und Pascal Turin