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Lasst uns Dinge hinterfragen!

Hallo!

Ich weiß nicht, wie es um eure Altersvorsorge bestellt ist. Woher auch, wir kennen uns vermutlich gar nicht und selbst wenn, hätte ich euch wahrscheinlich nicht gefragt. Meine kann ich gern offenlegen: Naja, es geht so. 

Als freier Journalist bleibt am Ende des Monats selten viel übrig, was ich in ETFs, Sparkonten oder Lego-Baukästen investieren könnte. Ich werde so bald nicht in Rente gehen, das verspreche ich euch. Freut euch also auf weitere drei, vier Jahrzehnte voller fantastischer Texte von Robert Hofmann.

Nun ist die Rente ohnehin ein Auslaufmodell. Seit Anfang des Jahres können Angestellte bis zu 2000 Euro steuerfrei hinzuverdienen. “Aktivrente” nennt die Koalition das, was eigentlich das Ende des Ruhestands bedeutet. Und in diesem Zusammenhang verzweifelte ich kürzlich ein wenig über unsere Branche.

Bei Freischreiber, dem Berufsverband freier Journalist:innen, kommt nämlich immer wieder die Frage auf, ob der Verband sich nicht dafür einsetzen möge, dass die Regel auch für Selbstständige gilt. Das macht mich sauer.

Statt zu betteln, dass wir von der Zerstörung des Sozialstaats profitieren, sollten wir doch dagegen kämpfen, dass der Sozialstaat zerstört wird. Wir sind Journalist:innen. Es ist unsere Aufgabe, Narrative zu hinterfragen und Missstände anzuprangern. Aber wenn es um ein paar Hundert Euro im Alter geht, verlieren wir diese Haltung offenbar.

Lasst uns bitte kritisch bleiben. 

Allerbeste Grüße,
Robert Hofmann

Gott zieht aus

Mitten im hippen Prenzlauer Berg weicht eine katholische Gemeinde der Zukunft. In die alten Kirchen- und Klostergebäude zieht bald eine moderne Mode-Hochschule. Die Hinterbliebenen gehen nicht ohne Angst.

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"Auflösen tun wir uns doch alle irgendwann"

Leichen, die in Laugen zersetzt werden? In Baden-Württemberg testet eine geschäftstüchtige Bestatterfamilie neue Bestattungsmethoden. Und berührt damit die alten Fragen der Menschheit.

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Putins langer Schatten

Der Feind meines Feindes könnte mein Freund sein. Aber für Geflüchtete aus Russland wird Deutschland immer ungemütlicher. Georgi Avaliani sagt, er sei desertiert. Nur traut der deutsche Staat ihm nicht. 

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Absatz der Woche

“Nowak sah die Revolte auch nicht kommen. »Die Welt war in Ordnung bei uns in Schwandorf, wir hatten ein Haus gebaut, ich habe im Kirchenchor gesungen, abends Fernsehen geschaut und die Schnitzel meiner Frau gegessen.« Um Nowaks Harmlosigkeit als junger Mann weiter zu illustrieren: Briefmarkensammler war er auch noch.”

Roman Deininger in seinem Text »Gasgranaten flogen aus Hubschraubern auf ganz normale Leute« (Opens in a new window) im SZ Magazin

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