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Über Freiwilligkeit und äußere Zwänge

Liebe Leser:innen,

Journalismus ist keine Goldgrube. Klar, ein paar Kolleg*innen können sehr, sehr gut davon leben, andere gerade so – aber viele auch gar nicht. Der Deutsche Journalistenverband spricht in seiner neuen Journal-Ausgabe von einer mies bezahlten Berufung. 

Man kann nicht oft und offen genug darüber sprechen, dass der journalistische Alltag für viele unter uns von Unsicherheit und Geldsorgen geprägt ist. Ich kenne viele Kolleg*innen, die mit dem Gedanken spielen, sich außerhalb des Journalismus eine Nebentätigkeit zu suchen. Ich kenne auch Kolleg*innen, die darüber die Nase rümpfen.

Ich bin kein Fan davon, den Journo-Struggle zu glorifizieren. Existenzsorgen sind nicht romantisch. Chronischer Stress ist nicht bewundernswert.  Ich frage mich oft genug: Journalismus, in this economy?!  

Wenn du zu den Menschen gehörst, die mehr finanzielle Sicherheit brauchen, um kreativ und neugierig zu bleiben: Go for it. Ich finde eh, dass man die besten Geschichten dort findet, wo echte Begegnung stattfindet und nicht bloß nach Protagonist*innen gesucht wird.

Deshalb wünsche ich viel Spaß mit der heutigen Lektüre und Mut, abseits der üblichen Wege zu schlendern.

Ihre 

Marie Valitutto 


Nach 20 Jahren Schizophrenie: Versehentlich geheilt

Jahrelang leidet Mary unter Wahnvorstellungen, in den Haaren ihrer eigenen Töchter sucht sie nach Mikrofonen. Durch eine Immunbehandlung verschwinden die Symptome. Psychiater rätseln und ihre Tochter gibt nicht auf, bis sie eine Erklärung findet.  

Rachel Aviv · Reportagen (€) · 30 Minuten (Opens in a new window)

Schweiß, Dreck und Drill: Die Freiwilligen von Kyjiw

Omas stricken Tarnnetze, ältere Herren schießen Drohnen ab, während gerade frisch Volljährige für den Ernstfall trainieren. In der Ukraine kämpft eine “Armee der Freiwilligen”. Aber ist freiwillig das richtige Wort? 

Dennis Frasch und Bartosz Ludwinski (Fotos) · Republik · 13 Minuten (Opens in a new window)

Der Alm-Terrorist von Klingenthal: Bald Millionär?

Damit keine Autos an seinem Haus vorbeifahren, verbarrikadiert er sie. Jetzt will er mehrere Millionen von der Stadt oder droht an, weiter zu bestimmen, wer (nicht) vorbeikommt.

Manuela Müller · Freie Presse (€) · 13 Minuten (Opens in a new window)

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Satz der Woche

“Ein armes Land, ein spendierfreudiger Tech-Millionär, eine glückliche Bevölkerung. Das erscheint alles zu schön, um wahr zu sein.”

Niklas Franzen in seinem Text “Das Wunder von Gorongosa und der Fluch des Geldes” im Republik Magazin (Opens in a new window)

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