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Verurteilt, Verwanzt, Verschwunden

Liebe Leser:innen,

spüren Sie die feinen Unterschiede? Ich bin neu bei Reportagen.fm und nur echt ungern der Überbringer schlechter Nachrichten, aber: Der Sommer endet. Das Licht ist jetzt honigfarben, die Schatten werden länger, die ersten Blätter welken.

Ich schreibe Ihnen das, weil mich diese Tage an meine Jugend erinnern. An die letzten Wochen der Sommerferien – später der vorlesungsfreien Zeit – wenn man ein bisschen verwandelt in Schule oder Uni zurückkam. Reifer vielleicht, aufgeräumter, jedenfalls irgendwie erwachsener.

In diese Mischung aus Wehmut und Aufbruch fällt am 12. August der Internationale Tag der Jugend.

Und dieses Jahr hat mich das kurz mitgenommen.

Denn ich habe zu diesem Anlass gelesen, dass fast die Hälfte (!) aller jungen Menschen in Deutschland einsam ist. Sie haben vielleicht niemanden, mit dem sie ihre Verwandlung teilen können, keine Person, mit der sie den Sommer auf Roadtrips oder in verwanzten Hostelbetten verbringen.

Warum nur?

Aufschlussreiches über die Generationen, die einmal meine Rente bezahlen soll, lese ich selten. Die Evolution von Gen Y zu Gen Alpha, die Veränderungen ihrer Wünsche, Bedürfnisse und politischen Standpunkte, war rasant – in Redaktionen wird das selten ernst genommen. Vielleicht auch wegen des Altersunterschiedes. Und Gen Beta klopft bereits an.

Ich wünschte mir mehr Reportagen und kluge Gedanken über die Anliegen junger Menschen, zu denen ich mich mit 36 ganz nebenbei noch zu zählen versuche. Schön, dass es Texte wie den von Nele Sophie Karsten im SZ-Magazin gibt.

Ihr
Torben Becker

Diese Jugendlichen richten über Gleichaltrige

Bei minderjährigen Straftätern können Schülergerichte entscheiden, was etwa auf Diebstahl, Beleidigung oder Schwarzfahren folgt. Dabei lernen beide Seiten Verantwortung.

Nele Sophie Karsten (Text) Felix Alder (Fotos) · SZ-Magazin (€) · 15 Minuten (Opens in a new window)

Achtung: Bettwanzen!

Bettwanzen in Marseille: Blue kämpft monatelang gegen die Plage, verliert Möbel, Schlaf und Nerven – und entdeckt, dass das eigentliche Problem weit tiefer im Viertel verwurzelt ist.

Clara Hellner (Text) Claudia Blum (Illustration) · Reportagen (€) · 30 Minuten (Opens in a new window)

Verschwunden im zehnten Stock

Auf den Fluren eines New Yorker Gerichts lauern Beamte der Trump-Regierung Einwanderern auf. Ihr Auftrag: abschieben, egal wie.

Xifan Yang · ZEIT (€) · 16 Minuten (Opens in a new window)

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Satz der Woche

Ich kann so viele Sachen nicht mehr, die ich einmal konnte und über die ich mich freute, zum Beispiel Vögeln.”

Sascha Lehnartz · Dummy · 10 Minuten (Opens in a new window)

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