
Liebe Leser:innen,
Ich bin sehr happy heute, denn es ist Tag des Bürohundes. Ein guter Grund, auf einen der wichtigsten Jobs im Journalismus hinzuweisen: den Redaktionshund. Studien zeigen, dass er bei der Arbeit nachhaltig Stress reduzieren kann. Regelmäßige Streicheleinheiten sollen das Cortisol-Level deutlich senken. Und wer, wenn nicht wir Journos, braucht das?
Falls ihr in eurer Redaktion keinen Hund habt, dann kommt hier eine Liste von Argumenten, die auch die furchtbarsten Chef:innen überzeugen sollten:
Weniger Krankentage: Redaktionshunde senken Stress und fördern Gesundheit.
Produktivität & Teamkultur: Hunde verbessern das Arbeitsklima und fördern die Kommunikation.
Attraktivität als Arbeitgeber: Redaktionshunde stehen für eine moderne Unternehmenskultur und ziehen Bewerber:innen an.
(Und natürlich solltet ihr vorher im Team fragen, ob es nicht doch eine Hundeallergie oder -phobie gibt.)
Unser Redaktionshund des Monats Juni ist: BOWIE 🐶
Und so beschreibt ihn seine Redaktion:
“Bowie ist ein Parson Russell Terrier, der bald sechs Jahre alt wird, und gehört der Cousine von Rixa Fürsen, Head of Podcast bei POLITICO Deutschland. Von Zeit zu Zeit passt Rixa auf Bowie auf, wenn ihre Cousine in der Stadt Termine hat. Dann bringt sie ihn mit ins Büro.
Im Axel-Springer-Verlag, zu dem POLITICO gehört, gibt es einen „Chief of Dog“, bei dem man jeden Hund anmelden muss. Das macht Rixa natürlich – und fragt auch in der Redaktion, ob sie Bowie mitbringen darf. Aber wer sagt schon Nein zu einem Hundeblick wie diesem?
Bowie ist ein stiller Kollege, meist unauffällig und entspannt. Er schläft gern und viel – am liebsten unter Schreibtischen, während andere arbeiten – und liebt es, baden zu gehen, gern auch mal in der Spree, direkt im Regierungsviertel. Dort musste Rixa ihn auch schon einmal eigenhändig aus dem Wasser fischen.”
Wenn ihr auch euren Redaktionshund hier vorstellen wollt, dann könnt ihr uns einfach schreiben! Wir freuen uns wirklich sehr über alle Einsendungen.
Und hier kommen noch drei sehr beeindruckende Reportagen, die uns diese Woche aufgefallen sind.
Ich wünsche eine gute Lektüre,
Henrik Schütz


„Ich schenke dir hiermit mindestens einen Lastwagen voller Liebe“
38 Jahre lang waren Michael und Marie unzertrennlich – bis Marie starb. In einer Wohnung im Berliner Wedding denkt Michael heute mindestens 100 Mal am Tag an seine große Liebe.
Robert Ide · Tagesspiegel (€) · 15 Minuten (Opens in a new window)

Refugees Welcome
Ausgerechnet bei der AfD suchen diese Menschen, die selbst eine Einwanderungsgeschichte haben, Schutz vor Rassismus. “Mit Migrationshintergrund für Deutschland”, so nennt sich der AfD-nahe Verein, der diesen Menschen Raum gibt, sich zu organisieren. Aber ist das alles nur Taktik? Ein Feigenblatt? Oder steckt mehr dahinter?
Oliver Gehrs (Text), Miriam Stanke (Bilder) · DUMMY · 15 Minuten (Opens in a new window)

Die starken Frauen von Schwyz
Immer mehr Frauen heben Gewichte. In Schwyz wurde deshalb sogar ein eigener Verein gegründet. Remo Geisser war dort und offensichtlich beeindruckt von den Muskeln.
Remo Geisser (Text), Julia Ishac (Bilder)· NZZ (€) · 5 Minuten (Opens in a new window)

Satz der Woche
“Vergewaltigungsopfer zu sein, ist ein anstrengender, langweiliger, unbezahlter Job.”
Sophie Emilia in “Die Arbeit des Opfers” · DATUM (€) · 10 Minuten (Opens in a new window)
#10 Wie erzählst du Geschichten aus Gaza, Thore Schröder? (Opens in a new window)
Gaza gilt laut der UN als aktuell ‘hungrigster Ort der Welt’. Seit Beginn des Krieges dürfen keine ausländischen Journalist*innen einreisen und ‘on the ground’ berichten. SPIEGEL-Korrespondent Thore Schröder arbeitet deshalb mit der palästinensischen Autorin Ghada Alkurd zusammen, die von Gaza aus recherchiert. Im Juni 2024 veröffentlichten die beiden eine Recherche zu Foltervorwürfen von Gefangenen in den Händen des israelischen Militärs. In dieser Folge spricht Joana Rettig mit Thore darüber, wie die Zusammenarbeit mit der Kollegin Ghada Alkurd aus Gaza abläuft und wie es ihr geht. Wie kann er sicherstellen, dass seine Geschichten wahr sind, auch wenn er nicht vor Ort sein kann? Wie geht er damit um, dass sich die humanitäre Lage immer weiter verschlechtert? Und wie spricht man mit Folteropfern?

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