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Frau zu sein

Liebe Leserinnen und Leser,

die vergangenen sieben Tage waren mal wieder eine mittelmäßige Zeit, um eine Frau zu sein. „Bist du auch so angewidert und genervt“, whatsappte meine älteste Freundin. Ich war vom Frust so gelähmt, dass ich mich zwingen musste, zu antworten. Ja. So lange schon, und so sehr, dass es sich sinnlos anfühlt, darüber zu reden. Es sitzt tief, so gehasst zu werden. So, dass du niemals wissen wirst, wer du gewesen wärst ohne diesen Hass, und die Angst, und das Misstrauen.

Umso dankbarer bin ich für meine Kolleginnen, denen es diese Woche nicht die Sprache verschlagen hat. Und ja, auch für einige Männer, die es dieses Mal geschafft haben, Worte zu finden für ihren eigenen Ekel. Was 16-jährige Mädchen heute erzählen, erinnert mich immer noch viel zu stark an die leisen Gespräche, die meine Freundin und ich vor 20 Jahren geführt haben, als Feminismus gerade mal wieder eher peinlich war. Die Dinge ändern sich zu langsam, entwickeln sich zum Teil rückwärts. Aber die Lähmung zu durchbrechen und Worte zu finden, immer und immer wieder: Es gibt keine Alternative.

Herzlich,
Margarethe Gallersdörfer

Du sollst nicht schwanger werden

Elf Prozent der Frauen in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind sterilisiert. Eingewilligt haben sie selten. Hannelore Trtil wäre gern Mutter geworden – und will ihren Verlust verstehen.

Christina Berndt · SZ (€) · 20 Minuten (Opens in a new window)

„Alleine treffe ich keinen Jungen“

Wie ist es, 16 Jahre alt zu sein im Jahr 2026? Ein Treffen mit Juno, Elsa, Lucie und Lilly, die es wissen müssen. Die viel Englisch reden und sich bedrückt fühlen von der Welt. Die Jungs spannend finden und ihnen zutiefst misstrauen.

Viktoria Morasch (Text) und Anna Aicher (Fotos) · Zeit (€) · 20 Minuten (Opens in a new window)

Für diese Frau ist jetzt Schluss

Kelly Laubinger stammt von Holocaustüberlebenden ab und lebte im deutschen Antiziganismus lange wie ein Fisch im Wasser: Sie und ihre Familie kannten nichts Anderes. Dann erlebte die Sintiza eine Bewusstwerdung. Heute schweigt sie nicht mehr.

Noelle Konate (Text) und Vedad Divovic (Fotos) · Dummy · 15 Minuten (Opens in a new window)

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Satz der Woche

„In meiner alten Klasse haben die Jungs alle Mädchen in Kategorien eingeteilt, auf einer Liste. Elsa und ich waren in der Kategorie unrapeable, also so hässlich, dass sie uns nicht mal vergewaltigen würden.“

Lucie, 16 Jahre alt, im Text von Viktoria Morasch · Zeit (€) (Opens in a new window)

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