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Flimmern, Fliehen, Vermissen

Liebe Leser:innen,

eine Stunde und 22 Minuten flimmert mein Handybildschirm mir heute ins Gesicht. Wie viele Stunden sind es bei Ihnen? Los, ich möchte, dass Sie nachsehen. Einmal in der Woche lobt mich mein Smartphone per Push-Nachricht, dass ich die Bildschirmzeit um 60 Prozent verringert habe, oder es tadelt mich, dass ich doppelt so lange wie üblich am Handy hänge. Jedes Mal wische ich die Benachrichtigung weg. Mir doch egal.

Seit heute denke ich, dass mir das vielleicht gar nicht so egal sein sollte. Helen Bömelburg hat Jugendliche begleitet, die eigentlich den ganzen Tag am Bildschirm verbringen. Statt mit Freund:innen um die Häuser zu ziehen, spielen sie Spiele, von denen ich bisher nicht einmal gehört habe oder verweilen über Stunden auf ihrer “For You”-Page. Das alles für ein wenig Dopamin, weil sie solche Glücksgefühle in der echten Welt nicht zu finden vermuten. Eine Therapie soll sie aber genau dahin zurückführen – mit Wanderungen in der Natur und Schuhen in Dachrinnen.

Ich empfehle Ihnen also nach der Lektüre der Wochenauswahl: Das Handy bitte beiseitelegen, den Kopf aus dem Fenster strecken und lächeln.

Ihre
Julia Reinl

Heute küren wir Rocky zum Redaktionshund des Monats. Rocky ist eine weiße Terrierhündin, vier Jahre alt und hat ein besonders hübsches Gesicht. Eigentlich sieht sie Idefix sehr ähnlich. Rocky hat eine Menge Macken, das liegt vielleicht daran, dass sie Einzelkind war: Sie waren nur zu zweit im Wurf und dann ist ihr Bruder mit drei oder vier Wochen gestorben.

Eine von Rockys Macken ist, dass sie weiße Turnschuhe jagt, besonders wenn sie sich an den Füßen eines Menschen befinden. In meinem Büro im SZ-Turm steht ein sehr niedriges Sofa, und wenn sich jemand darauf setzt, sinkt er oder sie tief ein und schlägt irgendwie automatisch die Beine übereinander, und zwar so, dass ein Fuß sehr weit oben schwebt und wippt. Dann kann Rocky kaum noch an sich halten. Sie zittert am ganzen Leib und versucht wirklich, sich zusammenzureißen, aber manchmal schafft sie es einfach nicht. Dann schießt sie plötzlich los und versucht, den Schuh zu fangen und reinzubeißen, nicht fest, es ist eher ein Zwicken, aber immerhin. Dabei maunzt sie wie eine Katze, mit sehr hoher Stimme.

Sie hat sich damit nicht viele Freunde in der Redaktion gemacht, manche ertragen sie eher sehr elegant, als dass sie sich über ihre Anwesenheit freuen. Und die Leute kommen eher vorsichtig in mein Zimmer und lassen Rocky, wenn sie sich aufs Sofa setzen, nicht aus den Augen. Aber die Beine schlagen sie immer wieder übereinander und lassen einen Fuß wippen, das scheint ein ähnlicher Reflex zu sein wie bei Rocky, die Schuhe zu jagen.

Rocky gehört zur Journalistin Gabriela Herpell, das Foto hat Lara Fritzsche Stellv. Chefredakteurin des SZ-Magazins gemacht. Die Redaktion im Hochhaus besucht Rocky oft und landet zu unserer Freude ab und zu in der einen oder anderen Instagram-Story.

Lea, 12 Jahre, Bildschirmzeit 12 Stunden täglich

Die jüngsten sind 12 Jahre alt, der älteste 18 und sie alle haben ein Problem: Mediensucht. Eine neue Therapie soll Jugendliche aus der digitalen Welt zurückholen. Geht das?

Helen Bömelburg · Stern (€) · 13 Minuten (Opens in a new window)

“Wahnsinn! Schön! Schade!”

Ein Dorf, eine “Sprengwurst” und ein Ehepaar, das ein AKW vermisst – Viktoria Morasch lässt sich die Geschichte des Kernkraftwerks in Grundremmingen erzählen.

Text: Viktoria Morasch, Fotos: Manuel Nieberle · Zeit · 24 Minuten (Opens in a new window)

Krieg und Pizza

In der Ukraine war Svitlana Kaidash das Aushängeschild einer Firma, in Deutschland backt sie Pizza – wie sie nach der Flucht aus dem Krieg zurück in ein selbstbestimmtes Leben will.

Marc Tawadrous · taz · 17 Minuten (Opens in a new window)

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Satz der Woche

“Der Trick ist, nicht allein zu sein.”

Helen Bömelburg · Stern (€) · 13 Minuten (Opens in a new window)

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#17 Kann ein Tumor Protagonist sein, Vivian Pasquet?  (Opens in a new window)

Der Jugendliche Till hat Knochenkrebs. Seine einzige Hoffnung: ein Kindertumorzentrum, an dem Mediziner, Biologinnen und Informatiker versuchen, eine Therapie zu finden. In ihrer Reportage hat Vivian Pasquet versucht, den Tumor zum Protagonisten zu machen. Ob das geht, darüber spricht sie in dieser Folge mit David Fuhrmann und Dune Korth. Welche Tipps hat sie, um komplizierte Zusammenhänge spannend zu erklären? Was macht guten Wissenschaftsjournalismus aus? Und wie gewinnt man das Vertrauen von Wissenschaftlerinnen?

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Topic Wochenauswahlen

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