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Umzug, Entzug, Auszug

Liebe Leser:innen,

ich komme gerade frisch aus meinem lang ersehnten Sommerurlaub, der sogar noch schöner war, als erhofft. Die Bücher, die mich in die Sonne begleitet haben, und die nur mit vereintem Körpereinsatz noch in den Koffer passten, habe ich vorher sorgfältig zusammengestellt. Zur Auswahl stand etwas Spannendes, etwas Leichtes, was zum Weinen und eine wahre Geschichte. So war für jeden Moment dieser Reise, die ich weitestgehend offline verbracht habe, das passende Buch dabei. Jetzt stehen die Geschichten mit vom Salzwasser gewellten Seiten wieder im Bücherregal und ich bin in den Alltag (und das Internet) zurückgekehrt.

Falls Sie auch gerade aus einer Realitätspause kommen, weil Sie wie ich Urlaub machen konnten oder dringend Abstand von den Nachrichten brauchten, habe ich Ihnen hier eine Auswahl an Reportagen zusammengestellt, mit denen es leichter fällt, wieder in die Wirklichkeit einzutauchen.

Los geht es dann mit einer schwedischen Kirche, die man nicht im Dorf lassen konnte, und die deshalb mit einer Geschwindigkeit von 0,5 km/h umzieht. Danach besuchen wir das „Hoffnungszentrum“, wie Syriens einzige Entzugsklinik genannt wird. Weiter geht es mit einem Haus ohne Dach und einem Besitzer, der die Mieter:innen zum Auszug zwingen will. Und wenn Sie dann noch etwas weiter runter scrollen, wartet auf einer Gipfelspitze noch etwas Urlaubsfeeling auf Sie.

Ihre
Charlotte Köhler

Eine Stadt zieht um

Weil der Bergbau sie verdrängt, muss die schwedische Stadt Kiruna umziehen. Zumindest ihre Kirche wollten die Menschen aber nicht zurücklassen, also luden sie das 600 Tonnen schwere Gebäude auf Räder.

Von Anne Diekhoff · taz · Lesedauer 13 Min. (Opens in a new window)

Ein Land auf Entzug

Mit der Droge Captagon finanzierte Assad den Krieg gegen sein eigenes Land. Der Diktator ist weg, die Süchtigen bleiben. Ein Besuch in Syriens einziger Entzugsklinik.

Tomas Avenarius · SZ (€) · Lesedauer 11 Min. (Opens in a new window)

Ein Haus ohne Dach

In Berlin-Schöneberg ist ein Mietshaus seit Jahren ohne Dach, Regen und Wetter zerstören es. Die Mieter müssen ihrem Zuhause beim Verkommen zusehen, aufgeben aber wollen sie nicht.

Nick Wilcke · Tagesspiegel · Lesedauer 11 Min. (Opens in a new window)

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Satz der Woche

»Auch die Zugspitze würde sich grundsätzlich für göttliche Offenbarungen eignen – allerdings müsste Moses heute erst einmal eine Dreiviertelstunde in der Schlange zum Gipfelkreuz anstehen.«

Yves Bellinghausen für die ZEIT (€) über Deutschlands höchsten Freizeitpark: die Zugspitze. Lesedauer 18 Minuten. (Opens in a new window)

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