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Liebe Leserinnen und Leser,
Ich mache mir immer wieder Gedanken, was ich jungen Menschen im Journalismus raten würde. Im Game bin ich ja schon lange genug.
Ich habe bei schlimmen Lokalzeitungen gearbeitet und ganz tollen. Ich habe Produktbeschreibungen für Stahlmöbel geschrieben und Witze für Burger King, alles nach Feierabend, weil die 200 Euro für ein Praktikum nicht zum Leben reichten. Ich war frei unterwegs und festangestellt. Ich habe ein Volontariat und eine Journalistenschule absolviert. Ich habe Clickbait-Texte geschrieben, über Möpse, die vom Amt gepfändet und auf Kleinanzeigen verkauft wurden. Sie werden mich an mein Lebensende verfolgen. Seit 2,5 Jahren bin ich jetzt bei der ZEIT.
Trotz alledem fällt es mir schwer, konkrete Learnings daraus zu ziehen, vieles ist natürlich Glück. Hier eine kleine Liste:
Wer das liefert, was vereinbart ist (und dann auch noch pünktlich), ist schon top of the pack.
Kaum irgendwo kann man so kreativ sein, wie im Lokaljournalismus.
Seid euch nicht zu schade für Protokolle. Redaktionen wollen euch so kennenlernen.
Das wichtigste zum Schluss. Lasst euch nicht verarschen!
Und weil wir bei Reportagen.fm (Opens in a new window) wissen, wie wichtig solche Tipps sind, wollen wir diese Liste bald fortführen. In diesem Newsletter erfahrt ihr dann, wie man im Journalismus Fuß fasst und gleichzeitig gute Arbeit macht. Wie man Reportagen schreibt, die gelesen werden und wie man an Informationen kommt, die sonst niemand hat. Und wie man dafür sorgt, dass man euch nicht verarscht.
Euer,
Martin Hogger


Das dänische Verbrechen
Hedvig Frederiksen ist vierzehn, als sie aus einem Zimmer kommt und sich an nichts mehr erinnert. Was ihr angetan wurde, erfährt sie erst 50 Jahre später.
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Die Rausschmeißer
In Spanien fehlt bezahlbarer Wohnraum, also besetzen Menschen Häuser. Eigentümer engagieren dann Firmen wie die von Ángela Mendoza. In Militärkluft rückt sie mit ihren Männern aus.
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Das Geschäft mit den indischen Studis
Durch die Städte fahren fast ausschließlich indische Lieferdienstfahrer. Auch Ritik und Shivam gehören dazu. Dabei kamen sie nach Deutschland für eine große Zukunft. Wie konnte es dazu kommen?
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Satz der Woche
„So ist das jetzt in Gaza: Verhungern oder erschossen werden.“
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#10 Wie erzählt man Geschichte, Uwe Wittstock? (Opens in a new window)
Frankreich 1940: Die Wehrmacht besetzt den Norden des Landes. Unzählige deutsche Schriftsteller und Intellektuelle versuchen über Marseille vor den Nazis zu fliehen. Der Autor Uwe Wittstock hat die dramatische Flucht rekonstruiert und nah an der Realität der Exilanten aufgeschrieben. Wittstock hat Jahrzehnte als Literaturkritiker gearbeitet und schreibt heute Bücher über Geschichte. In dieser Folge spricht Moderator Tom Gath mit ihm darüber, was Reportern von dem Genre der Narrative History lernen können. Wie erzählt man Geschichte lebhaft, ohne dabei gewesen zu sein? Wie geht man mit Lücken um, wenn man mit Protagonisten nicht mehr sprechen kann?

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