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    <title>Schmerzenssache – ein Podcast über chronische Schmerzen</title>
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    <description>Podcast+Newsletter aus dem Leben eines chronischen Schmerzpatienten – keine Ratschläge, keine Antworten, dafür alle Höhen und Tiefen.</description>
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      <title>Schmerzenssache – ein Podcast über chronische Schmerzen</title>
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      <title><![CDATA[Mit mir wird noch zu rechnen sein!]]></title>
      <description><![CDATA[Wahrscheinlich habt ihr es im Lauf der letzten Monate längst bemerkt: Die Zuzahlungen für Medikamente sind enorm angestiegen. Ich, der ich mehrfach im Monat bei der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wahrscheinlich habt ihr es im Lauf der letzten Monate längst bemerkt: Die Zuzahlungen für Medikamente sind enorm angestiegen. Ich, der ich mehrfach im Monat bei der Apotheke „einkaufe“, habe dort früher oft nur 5,– oder 10,– Euro zugezahlt, bei manchen Medikamenten (etwa bei Triptanen) auch mal gar nichts. Und obwohl sich mein Medikamentenplan schon seit längerer Zeit nicht mehr verändert hat, stehen mittlerweile oft 25,– Euro und mehr auf meinem Apotheken-Bon.</p><blockquote><p>Danke Merk… äh, Merz!</p></blockquote><p>Ich sehe ja ein, dass in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten alle ihren Beitrag leisten müssen – aber die veränderten Zuzahlungsbedingungen (wie auch die meisten anderen Details der jüngsten GKV-Beitragsstabilisierungs-Reform) treffen dich nun mal um so stärker, je öfter du zum Arzt oder zur Apotheke musst.</p><p>Seufz.</p><p>Dabei ist mein Jahr als Selbstständiger zwar schön … aber auch schön ruhig. Also ruhiger, als ich mir das Anfang 2026 erhofft hatte. Klar, die Weltwirtschaft geht den Bach runter und KI macht alles noch viel schlimmer. Und wir diskutieren hierzulande über Tankrabatte und streuen munter Sand ins Getriebe der Energiewende, statt mal wirklich für die Zukunft vorzubauen.</p><p>Aber ich will mich ja gar nicht beschweren (nur ein bisschen auskotzen vielleicht) – vielmehr will ich mir die Frage stellen:</p><blockquote><p>Wie kann ich als Chronie meine Medikamentenausgaben begrenzen?</p></blockquote><p>Das sagt das Gesetz zum Thema Zuzahlungen bei gesetzlich Versicherten:</p><ul><li><p>§ Alle, die älter sind als 18 Jahre, müssen sich an den Kosten für ihre Gesundheit beteiligen.</p></li><li><p>§ Es gibt einen Höchstsatz, damit einzelne nicht über Gebühr belastet werden.</p></li><li><p>§ Der Höchstsatz wird errechnet aus dem Bruttofamilieneinkommen ALLER im Haushalt lebender Personen (auch dem der Minderjährigen).</p></li><li><p>§ Nach Abzug von Freibeträgen (9.766,– Euro pro Kind, 7.119,– für einen Ehepartner) liegt der Satz bei:</p><ul><li><p>2 % des Familienbruttoeinkommens</p></li><li><p>beziehungsweise bei:</p></li><li><p>1 % des Familienbruttoeinkommens, sofern du eine chronische Krankheit hast.</p></li></ul></li><li><p>§ Daraus errechnet sich die persönliche Belastungsgrenze – über die hinaus gesetzlich Versicherte von weiteren Zuzahlungen befreit werden können.</p></li><li><p>§ Etwaige Zuzahlungsbefreiungen gelten immer nur für ein Kalenderjahr.</p></li></ul><p></p><p><strong>Demnach ist das die Berechnungs-Formel für Chronies, die in einer Familie leben:</strong></p><p><code>0,01 * ((HAUPTEINKOMMEN + ZWEITEINKOMMEN + KINDEREINKOMMEN) - (EHEPARTNER-FREIBETRAG + ANZAHL_KINDER * KINDER-FREIBETRAG))</code></p><p>Alles, was über dem errechneten Betrag liegt, kann von der Krankenkasse zurückgefordert werden.</p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fmedia3.giphy.com%2Fmedia%2Fv1.Y2lkPTc5MGI3NjExb2xlc2g0YXE3ZHR0Nm1sa3g5aDRoazd1aTdzcm42dW55Yml5eWpndSZlcD12MV9pbnRlcm5hbF9naWZfYnlfaWQmY3Q9Zw%2F3tEFVAbfzzcwo%2Fgiphy.gif?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=a17741d032c8b2d64c5fd1229b8b54ce" alt=""/><hr/><p>Beispielrechnung</p><p>Ich mach mal hier drei beispielhafte Rechnungen, vielleicht helfen die ja jemandem:</p><p></p><h3><strong>Single-Haushalt, gutes Einkommen, keine Kinder</strong></h3><p>Bei einem Einkommen von <strong>EUR 78.000,–</strong> ohne weitere Zutaten oder Abzüge ergibt sich eine Belastungsgrenze von (2 %) <strong>EUR 1.560,–</strong> beziehungsweise (1 %) <strong>EUR 780,–</strong>.</p><p></p><h3><strong>Ehepaar in Rente, Kinder bereits ausgezogen</strong></h3><p>Die addierte Rente der beiden Eheleute von <strong>EUR 30.000,–</strong> reduziert sich um den Ehepartner-Freibetrag von <strong>EUR 7.166,–</strong> auf <strong>EUR 22.834,–</strong>. Daraus errechnet sich die Belastungsgrenze (2 %) EUR <strong>456,68</strong> beziehungsweise (1 %) <strong>EUR 228,34</strong>.</p><p></p><h3><strong>verheiratete Mitvierziger, jeweils in Teilzeit, zwei Kinder (eines davon mit eigenem Einkommen)</strong></h3><p>Vom Jahreseinkommen des hauptverdienenden Partners von <strong>EUR 45.000,–</strong> und <strong>EUR 36.000,–</strong> des Zweitverdienenden sowie einem Einkommen von <strong>EUR 4.000,–</strong> eines 16-jährigen Kindes im Haushalt werden insgesamt EUR <strong>26.651,00</strong> an Freibeträgen abgezogen. Vom Rest errechnen wir die Belastungsgrenze von (2%) <strong>EUR 1.170,98</strong> beziehungsweise (1 %) <strong>EUR 585,49</strong>.</p><hr/><p>Beispielrechnung</p><p></p><p>Wer jetzt aber denkt, man könne sich das Geld einfach wieder auszahlen lassen, irrt – natürlich gibt es weitere Hürden: Als Chronie musst du nämlich erst noch beweisen, dass du wirklich chronisch krank bist. Das bist du nämlich nur, wenn du ✅ ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurdest, und außerdem eine dieser drei Bedingungen erfüllst:</p><ul><li><p>✅ Du benötigst kontinuierliche medizinische Versorgung (etwa durch Medikamente), die sicherstellt, dass dein Zustand sich nicht verschlechtert.</p></li><li><p>✅ Du hast einen Pflegegrad von 3, 4 oder 5.</p></li><li><p>✅ Du hast einen festgestellten Grad der Behinderung von mindestens 60.</p></li></ul><p>Das musst du dir als Chronie von deinem Arzt bestätigen lassen und damit sowie mit allen Quittungen und Belegen aus dem betreffenden Jahr einen Antrag bei der Krankenkasse stellen. Und falls du das alles auch schon vorhersehen kannst – etwa, weil dein Einkommen und deine Gesundheitsausgaben relativ stabil sind –, dann kannst du den Antrag auch vorsorglich stellen und dich für das kommende Jahr dann befreien lassen. Da sag nochmal einer, unser Gesundheitssystem wäre nicht vielseitig und flexibel!</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit">PROFI-TIPP</mark></strong>: Deine Apotheke kann dir am Jahresende eine Aufstellung deiner Zuzahlungen anfertigen – du musst also <strong><em>NICHT</em></strong> übers Jahr die Belege sammeln, zumal du der Krankenkasse ohnehin einen Zettel vorlegen musst, der neben deinen Ausgaben auch deinen Namen enthält. Ein Kassenbon reicht hier also nicht.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Sorry, wenn es heute etwas sehr mathematisch und ausführlich geworden ist. Aber ich will dir ja im Wundschreiben einen ehrlichen Einblick in mein Leben geben – und in dem freue ich mich gerade wie ein veganes Schnitzel, dass ich aus einer Rechnung, die ich eh schon lange vor mir herschiebe, nun auch gleich noch Content machen konnte.</p><p>Jetzt muss ich aber mal Belege suchen gehen. Wünsch mir Glück!</p><hr aria-hidden="true"/><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!</p><p><br/>Dein Jürgen</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 25 Sep 2026 13:26:45 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Sommerpause ist vorbei – und für den Winterschlaf ist es noch zu…]]></title>
      <description><![CDATA[So, meine lieben Chronies. Nächste Woche gibt es wieder eine Podcast-Episode – und das dann auch wieder regelmäßig. Es war die vergangenen Wochen recht ruhig hier, weil…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Die Sommerpause ist vorbei – und für den Winterschlaf ist es noch zu früh … </h1><p>So, meine lieben Chronies.</p><p>Nächste Woche gibt es wieder eine Podcast-Episode – und das dann auch wieder regelmäßig. Es war die vergangenen Wochen recht ruhig hier, weil es bei mir gerade nicht sehr ruhig war: Der Erstentwurf meines Buches nähert sich dem Ende (der Titel steht jetzt auch fest, ist aber noch geheim!), ich war erst in Leverkusen und dann in Wien, habe eine Reha beantragt, habe eine Reha genehmigt bekommen und auch sonst einige Dinge geplant, angeleiert und eingetütet.</p><p>Außerdem habe ich endlich mein Schmerz-Kartenset soweit fertiggestellt, dass ich mich wohl genug damit fühle, es in meinen Podcast-Shop zu stellen. Ich würde es auch gerne meinen <a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/">Unterstützerinnen und Unterstützern bei Steady</a> zuschicken – immerhin sind einige davon schon seit Monaten dabei und haben noch keinerlei Belohnung dafür erhalten. Seht also bitte zu, dass ihr bei Steady eure Adressdaten hinterlegt habt … ich werde euch aber auch beizeiten nochmal dran erinnern.</p><p>Alle Anderen gelangen über einen Klick auf das Bild in meinen Shop:</p><a href="https://podmerch.de/shop/schmerzenssache/wer-nicht-fragt-bleibt-stumm-kartenset-fuer-chronisch-schmerzleidende-schmerzenssache/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a650da5c-6d86-4be1-841d-903f69701b70/uploads/images/bur35vjyye/image.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Schmerzkartenset bei Podmerch.de"/></a><p>Was die anstehende Reha angeht, bin ich eher pessimistisch. Ich freu mich trotzdem drauf, weil es mich hoffentlich einen Schritt näher an die Erwerbsminderungsrente bringt – und ich in vier Wochen Auszeit vermutlich nebenher auch mein Buch zu Ende bringe. Hoffentlich vergisst mich der Hund in dieser Zeit nicht …</p><p>Es bleibt spannend.</p><hr aria-hidden="true"/><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!</p><p><br/>Dein Jürgen</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 11 Sep 2026 17:49:31 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Die Angst vor der Ruhe]]></title>
      <description><![CDATA[Mein lieber Chronie. Du kennst das vielleicht: Wenn es ruhig wird, kommen die Gedanken. Lange war das etwas, vor dem ich mich gefürchtet habe. Wenn außen Ruhe einkehrte,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Mein lieber Chronie.</p><p>Du kennst das vielleicht: <strong>Wenn es ruhig wird, kommen die Gedanken.</strong></p><p>Lange war das etwas, vor dem ich mich gefürchtet habe. Wenn außen Ruhe einkehrte, ratterten innen meine Zahnräder los – und produzierten schnell und heftig Sorgen, Zukunftsängste, dunkle Befürchtungen und negative Erwartungen.</p><p>Deshalb ballerte ich mir meinen Tag voll mir Unternehmungen und Erlebnissen, füllte die Ritzen dazwischen mit Musik, Podcasts, Smartphone, Videospielen, Serien, ganz egal, was – Hauptsache der Kopf war beschäftigt.</p><p>Neulich ist mir aufgefallen, dass ich Ruhe im Kopf wieder aushalten kann. Also habe ich genauer hingehört. Viele Inhalte für das Buch, das ich gerade schreibe, entstehen in meinem Kopf, sobald es außen ruhig wird und ich im Inneren die Gedanken einfach fließen lasse. Ohne sie krampfhaft übertönen zu wollen.</p><p>Wie ich genau hierhin gekommen bin, weiß ich noch nicht. Das ist alles noch recht frisch. Vermutlich hat es damit zu tun, dass ich angefangen habe, meine Ängste zuzulassen, sie zu durchleuchten, sie dann zu zerlegen und Stück für Stück zu entkräften. Ich denke, darüber werde ich dann auch ein Kapitel schreiben. </p><p>Bevor ich euch ins Wochenende entlasse, will ich euch noch zwei Ankündigungen dalassen. Nicht, weil ich mich unbedingt zu Dingen verpflichten will, die dann Stress in mir auslösen – aber ich kenne mich gut genug, um zu wissen: Ohne Verpflichtungen kriege ich zu wenig gebacken. </p><p>Darum hier zwei Versprechen:</p><ol><li><p>Für alle, die mich hier mit regelmäßigen Zahlungen unterstützen, gibt es bald eine kleine Überraschung. Dafür brauche ich aber eure Adressen. Schickt sie mir gerne an <a href="mailto:juergen@schmerz.fm">juergen@schmerz.fm</a> – ich schreibe euch dazu wahrscheinlich aber auch nochmal gesondert an. Meine Deadline dafür ist Ende August, wer also gerne noch in den Kreis der Unterstützerinnen und Unterstützer aufgenommen werden möchte, hat noch die Chance. 😅</p></li><li><p>Der Podcast kommt bald wieder aus der Sommerpause – so gegen Mitte September. Vorher fahren wir noch in den Kurzurlaub nach Wien, danach werde ich die nächste Staffel einläuten. Wieder mit neuen Ideen, und dann auch mit weiteren Infos zum Buchprojekt, das langsam wirklich Gestalt annimmt. Ich freue mich!</p></li></ol><hr aria-hidden="true"/><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!</p><p><br/>Dein Jürgen</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 13:01:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über Gemeinschaft, Löffel und das Unausweichliche]]></title>
      <description><![CDATA[Es soll ja Menschen geben, die wunderbar mit sich alleine zurechtkommen. Die nennt man Soziopathen. Für alle Anderen gilt: Menschliche Nähe ist nicht nur ein…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es soll ja Menschen geben, die wunderbar mit sich alleine zurechtkommen. Die nennt man Soziopathen. Für alle Anderen gilt: Menschliche Nähe ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern der Nummer-1-Grund, warum es vielen Menschen auf der Welt gut oder schlecht geht. Ob dich jemand auf ein Podest stellt oder dich in die Pfütze schubst, macht einen immensen Unterschied für dein Wohlbefinden – aber auch für dein Schmerzempfinden.</p><p>Ja, wirklich!</p><p>In sogenannten <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9381977/">Cyberball-Experiment</a> haben Wissenschaftler schon vor 20 Jahren herausgefunden, dass soziale Ausgrenzung und Schmerzempfinden dieselben Hirnareale beansprucht und dieselben Leiterbahnen verwendet.</p><p>Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Schmerztabletten auch gegen Einsamkeit und Herzschmerz helfen können. Aber das ist freilich keine Lösung. Zumindest keine gute.</p><p>Viel besser wäre: rausgehen und Verbindungen aufbauen.</p><p>Ich weiß, wie schwer das manchmal fällt. Früher war ich jedes Wochenende unterwegs – meistens sogar zweimal. Ich war auf jeder Party, habe nie ein Getränk ausgeschlagen, und war oft unter den letzten, die gegangen sind. Heute bricht mir schon der Schweiß aus, wenn ich für 30 Minuten jemanden zu einem schnellen Kaffee treffen soll.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8ab07ee5-73e3-4b87-af52-8178611225d5/uploads/images/gjlph6mndg/IMG_20150208_0008_preview.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Aus der Kategorie: Würde ich so wahrscheinlich heute nicht mehr machen „Jürgen nimmt auf Abi-Fahrt an einer Mr.-Wahl teil“</figcaption></figure><p>Heute bin ich nicht mehr 18, sondern 45 und fühle mich in Gruppen und auf Veranstaltungen häufig fehl am Platz. Verloren. Ich stehe am Rand und beobachte lieber, als dass ich einen mir fremden Menschen einfach anspreche und Smalltalk vom Zaun breche.</p><p>Lange dachte ich immer, der Schmerz hat mich so werden lassen. Mittlerweile habe ich aber gelernt, dass ich einfach vom Extrovertierten zum <a href="https://www.onmeda.de/krankheiten/galerie-otrovertiert-id219205/">Otrovertierten</a> geworden bin: zu jemandem, der zwar in Gruppen gut funktioniert, der soziale Verbindungen braucht und sucht, der auch Smalltalk beherrscht – für den das aber auch wahnsinnig anstrengend ist. Und, tatsächlich, seit ich einen Namen dafür habe, komme ich besser damit zurecht. Es beruhigt mich zu wissen: Ich bin damit nicht allein. </p><p>Trotzdem kommt da dann auch noch die Krankheit ins Spiel: Manchmal reichen einfach meine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6ffel-Theorie">Löffel</a> nicht mehr für lange Abende mit vielen Menschen. Oder überhaupt für Menschen. Oder Abende.</p><figure><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6ffel-Theorie"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8ab07ee5-73e3-4b87-af52-8178611225d5/uploads/images/iutweo2drx/Soup_Spoon.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Der Löffel ist zum Symbol geworden für chronischen Erkrankungen, Schmerzen oder Behinderungen.</figcaption></figure><p>Zum Glück wird mein Dickkopf nur noch von meiner Neugier übertrumpft – sodass ich nicht immer auf meinen Körper höre, wenn mein Hirn sich etwas anderes einbildet. Ich gehe trotzdem raus, ich suche trotzdem Anschluss, und manchmal schaffe ich es sogar, dabei Fremde anzusprechen und neue Bekanntschaften zu knöpfen. Und hinterher liege ich meistens in meinem Bett und schlafe ein mit dem Gedanken: „Ach, zum Glück habe ich mich dazu durchgerungen!“</p><p>Ich werde dir sicher nicht sagen, wie du mit deiner Krankheit umgehen sollst, aber für mich ist <em>Anschluss</em> ein wesentlicher Pfeiler für meine mentale Gesundheit.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Noch ein kleiner Werbeblock, wo wir schon beim Thema Gemeinschaft sind: Heike Norda vom <a href="https://www.uvsd-schmerzlos.de/">UVSD schmerzLOS e. V.</a> hat mich gebeten, hier noch auf eine Vereinsveranstaltung aufmerksam zu machen – die gegen eine kleine Gebühr von 10,– Euro auch für Nicht-Mitglieder offensteht. Das Thema ist nicht ganz trivial und ich maße mir nicht an, dazu etwas Schlaues aufschreiben zu können – deshalb kopiere ich einfach die entsprechende Passage aus dem schmerzLOS-Newsletter:</p><p><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">»Am </mark><strong><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">Dienstag, 8.9.26, 18 Uhr</mark></strong><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">, bieten wir einen </mark><strong><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">Online-Vortrag exklusiv und kostenfrei für unsere Mitglieder</mark></strong><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit"> an. Frau Prof. Claudia Bozzaro, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Universität Münster referiert zum Thema </mark><strong><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">„Assistierter Suizid – Aktuelle Entwicklungen“.</mark></strong><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit"> Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich. Näheres erfahren Sie in den nächsten Tagen auf </mark><a href="https://www.uvsd-schmerzlos.de/aktuelles/"><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">unserer Website unter „News“</mark></a><mark style="background-color: rgb(236, 236, 236); color: inherit">.«</mark></p><hr aria-hidden="true"/><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!</p><p><br/>Dein Jürgen</p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 11:38:01 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Wo sind meiner Gamer?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich muss hier mal eine Lanze für Videospiele brechen. Gerade für Schmerzkranke sind Spiele – ebenso wie Filme, Bücher, Serien und Musik – manchmal überlebensnotwendiger…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss hier mal eine Lanze für Videospiele brechen. Gerade für Schmerzkranke sind Spiele – ebenso wie Filme, Bücher, Serien und Musik – manchmal überlebensnotwendiger Eskapismus. Realitätsflucht. Eine kurze Reise in Welten, die nicht geprägt sind von Arztterminen, Medikamentenplänen und diffusen Zukunftsängsten.</p><p>Spiele können aber weit mehr; und das auch nicht erst seit gestern. Hast du beispielsweise gewusst, dass mit <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Captain_Novolin"><strong>Captain Novolin</strong></a> schon vor mehr als 30 Jahren ein (Serious) Health Game erschienen ist? Der Protagonist ist eine Art Superheld, der mit Diabetes Typ 1 ausgestattet gegen Außerirdische wie <em>Larry Licorice</em> und den <em>Cereal Killer</em> kämpft. Das Spiel war damals schon angelegt, um eine junge Zielgruppe an das Thema Diabetes und Ernährung heranzuführen. Zwar wurde <strong>Captain Novolin</strong> von der Fachpresse als eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten abgestraft (neben <strong>E. T.</strong>, <strong>Battlefield 2142</strong> und <strong>Cyberpunk 2077</strong>), aber die 10.000 an Krankenhäuser und Betroffene verschenkten Exemplare machten es doch irgendwie zur Erfolgsgeschichte. Vielleicht ist es aber auch nur ein Beispiel für das mittlerweile vergessene Genre <em>Werbespiele</em> – denn die Finanzierung erfolgte unter anderem durch den Medikamentenhersteller Novo Nordisk.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/646ae135-91ef-4281-a428-815c62b93496/uploads/images/swwemcydoy/Captain_Novolin_gameplay.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Captain Novolins Superkraft: Aliens vermöbeln trotz Diabetes Typ 1</figcaption></figure><p>Vom selben Publisher folgten wenige Jahre später ähnlich geartete Spiele wie <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Packy_and_Marlon"><strong>Packy and Marlon</strong></a> (ebenfalls zum Thema Diabetes) oder <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bronkie_the_Bronchiasaurus"><strong>Bronkie the Bronchiasaurus</strong></a> (zum Thema Asthma).</p><p></p><p><strong>Was das jetzt alles mit Schmerzen zu tun hat? </strong></p><p>Der Gedanke, dass Spiele auch im Kampf gegen chronische Krankheiten helfen könnten, ist seit vielen Jahren Dauerbrenner: Sportspiele sind spätestens seit der Wii ein Ding und auch Gedächtnistrainer, die gegen Alzheimer &amp; Co. erfolgreich eingesetzt werden, gibt es schon einige Jahre. Da ist es doch naheliegend, auch in der Schmerztherapie zum Gamepad zu greifen.</p><p>Finde ich jedenfalls …</p><p>… und am anderen Ende der Welt sieht man das ähnlich: Eine <a href="https://www.scinexx.de/dossierartikel/digitales-aspirin/">neuseeländische Studie hat durch Eiswasserbäder herausgefunden</a>, dass Menschen, während sie spielen, weniger Angst und auch weniger Schmerzen empfinden. Und in Spanien hat die Juegaterapia-Stiftung beobachtet, dass krebskranke Kinder weniger Morphium benötigen an Tagen, an denen sie daddeln durften. Und bei einem Ausflug in die virtuelle <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Nh4K_dZ7LvQ&amp;vl=de-DE"><strong>Snow Word</strong></a> empfinden Brandopfer bei Verbandswechseln bis zu 50 Prozent weniger Schmerzen. Klar, immerhin müssen sie nicht gerade auf ihre offenen Wunden starren, sondern mit digitalen Schneebällen um sich werfen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/646ae135-91ef-4281-a428-815c62b93496/uploads/images/simomx57ty/vr.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Für die spielegestützte Schmerztherapie gibt es nach meinen Recherchen drei Ansätze:</p><ol><li><p><strong>Aufklärung</strong>: Hier gibt es für andere Krankheiten mehr Material; zum Thema Schmerz habe ich aber immerhin <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09581596.2025.2516029">eine vielversprechende Studie aus der Corona-Hochzeit gefunden</a>, in der eine kleine Gruppe von Ü-65-jährigen positive schmerzlindernde Effekte durch Gaming erzielen konnten. Aber es gibt auch analoge Lernspiele für chronisch Schmerzkranke Kinder, etwa <a href="https://www.rheuma-kinderklinik.de/wir-ueber-uns/aktuelles/detail-aktuelles-allg/know-how-the-game-ein-schmerztherapeutisches-spiel">KNOW HOW - THE GAME</a>.</p></li><li><p><strong>Exergaming</strong>: Seit der Wii, und nochmal neu befeuert durch die letzte Generation der VR-Brillen ist die Mischung aus Spiel und Sportübung vor allem bei muskuloskelettalen Erkrankungen ein echter – pun intended – Gamechanger. Auch im Bereich Parkinson laufen hier bereits Studien. Und für Rückenschmerzpatienten gibt das <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24761327/">EU-Forschungsprojekt Playmancer Hoffnung</a>, das spielerisch zu mehr Bewegung motivieren soll, während die Probanten per KI und Kameras in Echtzeit Feedback erhalten.</p></li><li><p><strong>Neuronen-Reprogrammierung</strong>: Das vielleicht spannendste Feld widmet sich der Umprogrammierung von Gehirnverbindungen mit dem Ziel, chronische Schmerzen nachhaltig zu reduzieren. Zum Beispiel mit <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/vr-spiel-fuer-chronisch-kranke-schiessen-auf-den-schmerz-a-0756e76b-f47f-406a-9ddd-62043fb790e0">Reducept</a>, in dem Spieler in VR durch das eigene Nervensystem reisen und Schmerzen mit Laserwaffen bekämpfen. Oder durch <a href="https://schmerz.fm/episode/vr-in-der-therapie-mit-virtueller-realitaet-gegen-chronischen-schmerz-s3e10/cbdc710daddc4704b242a7b7e24c7e3f">ReliefVR</a>, deren Forscher ich schon mal für die Schmerzenssache interviewen durfte.</p></li></ol><p>In meinem früheren Leben als Spiele-Redakteur musste ich mich oft mit Vorurteilen rund um „Killerspiele“ auseinandersetzen – diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Trotzdem sind Spiele für viele nur mehr belangloser Zeitvertreib, digitales Heroin für Kinder oder schlicht Mumpitz, der die Menschen <em>noch</em> mehr Zeit an Bildschirme fesselt.</p><p>Allerhöchste Eisenbahn, dass wir uns von diesem Vorurteil verabschieden. Games sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Glaubst du nicht? Ich habe die Zahlen, das zu beweisen!</p><ul><li><p>2021 erreichte der weltweite Umsatz mit <strong>Spielen</strong> (einschließlich Games für Konsolen, PC, Smartphones und Tablets) rund <strong>180 Milliarden US-Dollar</strong>. <a href="https://newzoo.com/resources/blog/the-games-market-in-2021-the-year-in-numbers-esports-cloud-gaming">Quelle</a>.</p></li><li><p>In der selben Zeit brachte es der <strong>Musikmarkt</strong> (mitsamt Datenträger, Streaming, Lizensierungen, Abos, aber OHNE Konzerte) auf rund <strong>26 Milliarden US-Dollar</strong>. <a href="https://www.heise.de/news/Global-Music-Report-2022-Streaming-Markt-waechst-Tontraeger-werden-staerker-6611101.html">Quelle</a>.</p></li><li><p>Der <strong>Fernseh- und Kinoumsatz</strong> im Jahr 2021 belief sich weltweit knapp auf <strong>100 Milliarden US-Dollar</strong>. <a href="https://www.motionpictures.org/wp-content/uploads/2022/03/MPA-2021-THEME-Report-FINAL.pdf">Quelle</a>.</p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/646ae135-91ef-4281-a428-815c62b93496/uploads/images/7dpm62nqav/image.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Je nach Leseart und deiner Bereitschaft, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, könnte man also behaupten: Spiele setzen mittlerweile mehr Geld um, als Hollywood, Bollywood und der Musikmarkt zusammen. </p><p>Der Vergleich ist nicht ganz fair, weil bei Spielen die Konsolen mit eingerechnet sind, bei Musik die aber Kopfhörer nicht. Immerhin reichen die Zahlen aber allemal für einen generellen „WOW, schau mal, wie GROSS Games mittlerweile sind!“-Beitrag von irgendso einem Dude und seinem Schmerznewsletter ;-)</p><p><strong>Game not Over!</strong></p><hr aria-hidden="true"/><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!<br/>Dein Jürgen</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 14:24:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Freitag, der 13.? Na dann: viel Glück!]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin nicht abergläubisch. Und trotzdem fällt es mir auf, wenn ich in den Kalender schaue, dass heute Freitag, der 13. ist. Statistisch gesehen – und da gibt es…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nicht abergläubisch. Und trotzdem fällt es mir auf, wenn ich in den Kalender schaue, dass heute Freitag, der 13. ist.</p><p>Statistisch gesehen – und da gibt es mittlerweile ausreichend Untersuchungen zu – passieren an einem Tag wie heute nicht mehr oder weniger Missgeschicke, Unfälle, Katastrophen als an jedem anderen Tag:</p><ul><li><p><a href="https://www.statistik-bw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/verkehrsunfaelle-an-einem-freitag-den-13/">Beweisstück A</a></p></li><li><p><a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1571/umfrage/flugzeugabstuerze-nach-laendern-und-regionen-seit-dem-jahr-1945/">Beweisstück B</a></p></li><li><p><a href="https://www.ruv.de/newsroom/pressemitteilungen/2026-02-12-freitag-13">Beweisstück C</a></p></li></ul><p>Und doch spielt ein solches Datum eine Rolle. Weil es etwas an unserer Einstellung verändert. <strong>Die gute Nachricht dabei:</strong> Das funktioniert nicht nur im <em>Negativen</em>, etwa wenn wir uns vor einer Zahl im Kalender fürchten. Sondern auch im <em>Positiven</em>: Wir können uns tatsächlich aktiv dazu entscheiden, mehr Glück im Leben zu haben.</p><blockquote><p>„Aber, Jürgen, ist das nicht nur esoterisches Mumpitz? Von dir hätte ich mehr erwartet!“</p></blockquote><p>Langsam, langsam! Lass mich erklären.</p><p>Damit du Glück – mit „Glück“ im Sinne von „die Wahrscheinlichkeiten verändern sich spürbar zu deinen Gunsten“ – empfindest, müssen drei Dinge zusammenkommen:</p><ol><li><p><strong>dein Glücks-Radar muss auf Empfang stehen</strong></p></li><li><p><strong>du brauchst messbare Kriterien für Glück oder Unglück</strong></p></li><li><p><strong>du musst dich aktiv Situationen aussetzen, die glücklich ausgehen können</strong></p></li></ol><p><strong>Punkt 1</strong> ist einfach und funktioniert an einem Freitag, den 13., ohnehin ganz prima: Halt einfach nur die Augen offen. Nach grünen Wellen. Nach schnelleren Schlangen an der Supermarktkasse. Nach Menschen im Bus, die dir zulächeln. Bäm, dein Glücksradar läuft!</p><p><strong>Punkt 2</strong> ist ähnlich simpel: Statt alles immer einfach hinzunehmen, überlege dir, in welchen Situationen du etwas eher als glücklich oder eher als unglücklich empfindest. Wenn du nicht eine ausgesprochen negative Einstellung zum Leben hast, wäre meine Vermutung: Da kommt über den Tag mehr an Glück zusammen, als du dir im ersten Moment eingestehen würdest. Du kannst auch gerne mal eine Strichliste führen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/26357e94-8fe8-48a9-b59b-0763048e2aa0/uploads/images/n6mym2rbkn/luck.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Nun aber zu meinem <strong>Lieblingspunkt 3</strong>: Glück kann nur haben, wer Risiken eingeht. Pokerspielende kennen den „Coin Flip“ als eine Situation, in der zwei Spielende jeweils eine grobe 50-Prozent-Chance haben, eine Hand zu gewinnen. Meist, nachdem sie alle Chips in die Tischmitte geschoben haben und nicht mehr ihr Verhalten, sondern nur noch die Karten entscheiden, wie es ausgeht. Ausnahmslos jede Spielerin und jeder Spieler wird auf lange Sicht nur die Hälfte aller Coin Flips gewinnen – sonst wäre die Mathematik kaputt. Das Spannende aber: </p><blockquote><p><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit">Wer Coin-Flip-Situationen konsequent meidet, wird </mark><strong><em><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit">niemals</mark></em></strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit"> einen Coin Flip gewinnen.</mark></p></blockquote><p>🤯</p><p><strong>Wir halten also fest:</strong></p><ul><li><p>Um einen Coin Flip zu gewinnen, musst du Poker spielen.</p></li><li><p>Um positive Erfahrung mit Menschen zu machen, musst du Menschen treffen.</p></li><li><p>Um Glück zu empfinden, musst du in Kauf nehmen, auch mal Pech zu haben</p></li></ul><p>Du kannst dir Glück auch wie einen Regenschauer vorstellen: Wer nicht rausgeht oder sich unter den Schirm stellt, kriegt davon nicht viel ab. Wenn du aber mit Anlauf in die Pfützen springst und dich mit ausgebreiteten Armen in den Garten legst, hast du nicht nur eine Menge Spaß, sondern bist am Ende auch patschglücklich.</p><p>Ein Begriff, der mir dazu erst vor wenigen Jahren zum ersten Mal begegnet ist:</p><blockquote><p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Serendipit%C3%A4t">Serendipität</a> ist Glück, das einem widerfährt, obwohl man nicht aktiv danach gesucht hat. Der Begriff beschreibt weniger den Zufall selbst, als viel mehr den Vorgang, dass uns etwas widerfährt und wir die Situation später als glückliche Fügung wahrnehmen und einordnen. Zum Beispiel, wenn du eine Zufallsbekanntschaft machst, aus der eine Freundschaft oder eine Partnerschaft entsteht. Manche sprechen hierbei auch von „aktivem Glück“.</p></blockquote><p>Glück ist beeinflussbar.<br/>Nicht durch den Kalender.<br/>Nicht durch Voodoo.<br/>Sondern allein durch deine Einstellung.</p><hr aria-hidden="true"/><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!<br/>Dein Jürgen</p><p></p><p>PS: Schick diese Ausgabe des Wundschreibens gerne an jemanden weiter, der sich heute vielleicht davor fürchtet, schlechte Erfahrungen zu machen!</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 13 Mar 2026 08:52:49 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Griechische Pein?!]]></title>
      <description><![CDATA[Okay, ich gebe zu: Die Betreffzeile ist etwas bemüht – aber der Texter in mir kann einfach nicht anders. Schnallt euch an und reist mit mir ins alte Griechenland, um…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Okay, ich gebe zu: Die Betreffzeile ist etwas bemüht – aber der Texter in mir kann einfach nicht anders. <strong>Schnallt euch an und reist mit mir ins alte Griechenland, </strong>um herauszufinden,<strong> was alte Philosophen und die größten Denker der Menschheitsgeschichte zum Thema Schmerz </strong>zu sagen hatten<strong>!</strong></p><p>Es gibt auch einen Anlass: Jan, den ihr vielleicht noch aus <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OaQSh5en3D4">Episode S4E3 über Nahtoderfahrungen</a> kennt, hat mich in <a href="http://www.pudel-kern.com/">Der Pudel und der Kern</a> eingeladen – dem praktischen Philosophie-Podcast, den er zusammen mit Dr. Albert Kitzler betreibt. Und da haben wir über die Philosophie von Schmerzen gesprochen:</p><figure><a href="https://pudelkern.podigee.io/193-schmerz"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/88358060-ea70-4495-b56a-a904991ba411/uploads/images/4cplvgzkxn/Bildschirmfoto_2026-02-27_um_09.01.08.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ich war bei &quot;Der Pudel und der Kern&quot; im Interview"/></a><figcaption>Ich war bei &quot;Der Pudel und der Kern&quot; im Interview</figcaption></figure><a href="http://www.pudel-kern.com/">http://www.pudel-kern.com/</a><p></p><p>In dem Gespräch habe ich unter anderem gelernt, dass Epikur trotz größter Schmerzen auf dem Sterbebett glückliche Dankbarkeit empfunden hat. Und dass viele Historiker der Meinung sind, die alten Denker hätten Glück und ein erfülltes Leben über innere Zufriedenheit statt körperliche Unversehrtheit definiert.</p><p>Und ich habe noch etwas gelernt: Philosophie mag abschreckend wirken, weil viele philosophische Lehrbücher abschreckend wirken. Das haben moderne Denker wie Albert und Jan längst erkannt – und es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mittels <strong>praktischer Philosophie</strong> sanft und modern an diese schweren, alten Ideen heranzuführen. <strong>Philosophie to go</strong>, könnte man sagen … und mit „man“ meine ich „Jan“, denn das ist auch der Untertitel seines Podcasts.</p><p>Um ganz ehrlich zu sein: So abgehoben ist das mit der Philosophie gar nicht. Was wir beispielsweise als Achtsamkeit kennen, hat auch Sokrates schon vor mehr als Zweitausend Jahren für sich entdeckt und formuliert. Oder Seneca. Oder Marc Aurel. </p><p>Auch fernöstliche Trends wie Yoga haben deutliche Parallelen zu den Lehren der Stoiker.<strong> „Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits unseres Einflussvermögens liegen.“ </strong>Das ist ein Zitat von Epiktet, könnte so aber auch in einem Yoga-Lehrbuch stehen, finde ich.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Wie ist das bei dir? Was ist deine Philosophie im Umgang mit Schmerzen? </p><figure><a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/about"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d72a4fb-d12f-4b40-80f0-a83d118d9f61/uploads/images/okjhergmkh/Wundschreiben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="wundschreiben logo"/></a><figcaption>wundschreiben logo</figcaption></figure><p>Schmerzliche Grüße und bis zum nächsten <strong>Wundschreiben</strong> in zwei Wochen!<br/>Dein Jürgen</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
      <link>https://steady.page/654275bd-a335-44bc-8374-1a30dd11d4a9/posts/88358060-ea70-4495-b56a-a904991ba411</link>
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      <pubDate>Fri, 27 Feb 2026 17:34:53 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Werde kostenlos Abonnentin oder Abonnent!]]></title>
      <description><![CDATA[Erhalte neue Inhalte von mir direkt in dein Postfach. So haben es nicht mehr die Social-Media-Algorithmen in der Hand, ob und wann du von mir hörst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Das erwartet dich, wenn du die Schmerzenssache hier abonnierst und unterstützt.</h1><p>Ich bin Jürgen. Werbetexter. Podcaster. Creator. Und: chronischer Schmerzpatient seit mehr als 20 Jahren.</p><p>Schmerzen gehören für die allermeisten Menschen zum Leben – sie sind quasi unausweichlich. Alles, was wir daraus machen (oder mit uns machen lassen), liegt in unseren Händen:</p><ul><li><p>ob wir unter den Schmerzen leiden oder sie als Antrieb nutzen</p></li><li><p>ob wir unter ihnen zusammenbrechen oder sie uns stärker machen</p></li><li><p>ob wir ihnen unter Tränen entgegenbrüllen oder trotzig ins Gesicht lachen</p></li></ul><p>Ich habe täglich Schmerzen; trotz Sport, Physio- und Psychotherapien. Trotz Bandscheiben-Prothesen, Hypnose, verödeten Nerven und Facettenspritzen. Trotz Opiaten, Cannabis und anderen Mittelchen. Trotz Sauna, Wärmekissen und Stachelmatte. Aber:</p><blockquote><p>Vor einer Weile habe ich beschlossen, nicht mehr länger unter meinen Schmerzen zu leiden.</p></blockquote><p>Ob du das auch kannst oder nicht, weiß ich nicht. Ich werde dir dazu sicher keine Strategien, Ratschläge oder einen Trainingsplan mit „10 ganz einfachen Übungen und du hast nie wieder Rückenschmerzen!“ an die Backe labern. Ich will dir hier nur aus meinem Leben erzählen. Wie im zugehörigen Podcast halt auch. Was du dann draus machst, liegt bei dir.</p><p><a href="https://schmerz.fm/">Schmerzenssache-Podcast</a></p><h2>Für wen ist das überhaupt interessant?</h2><p>Natürlich mache ich das hier stark für mich. Als eine Art Gesprächstherapie. Aber ich habe in ~7 Jahren podcasten zu diesem Thema gelernt, dass durchaus auch Andere von meinen Gedanken und Worten profitieren:</p><ul><li><p>Schmerzleidende, die sich alleine und unverstanden fühlen – ganz egal, ob du mit chronischen Rückenschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen oder Fibromyalgie kämpfst, mit Rheuma, Arthritis oder Migräne, Endometriose, Long-Covid oder Trigeminus, eingewachsenen Zehennägeln, Zahnschmerzen oder sonst irgendwas. Alle sind willkommen – selbst die vollkommen Gesunden!</p></li><li><p>Angehörige von Schmerzleidenden, die nicht zu 100 Prozent verstehen, wie es in ihren Liebsten aussieht</p></li><li><p>Pflegekräfte, die auch nicht immer ganz nachvollziehen können, warum sich Patientinnen und Patienten manchmal vielleicht irrational verhalten</p></li><li><p>alle, die die mehr als 12 Millionen Menschen in Deutschland mit chronischen Schmerzen als Problem sehen – aber nicht, weil sie Schmerzen leiden, sondern weil die Gesellschaft nicht darüber spricht</p></li></ul><h2>Was dich konkret hier erwartet:</h2><p>Ende 2025 stand ich vor der Wahl: weitermachen wie bisher und eine drohende Langzeitkrankschreibung riskieren. Oder: radikaler Veränderung.</p><p>Du ahnst vielleicht, wozu ich mich entschieden habe: Aktuell stecke ich mitten in den Vorbereitungen meiner Selbstständigkeit. Als Werbetexter, Podcaster, Sprecher. Aber ich will einen Teil meines Lebensunterhalts auch als Creator bestreiten. Mir einmal mehr beweisen, dass meine Schmerzen mein Leben beinträchtigen, aber auch bereichern. Und ich bin extrem dankbar für jede und jeden, die mich auf diesem Weg begleiten und unterstützen will (ob finanziell, mit guten Worten, Weiterempfehlungen oder auch ganz heimlich still und leise – ist alles absolut fein!).</p><p>Eines ist mir wichtig: <strong>Das Kernangebot der Schmerzenssache soll weiterhin und für immer kostenlos bleiben!</strong> Niemand, und erst recht niemand in einer gesundheitlichen Krisensituation, muss bezahlen dafür, dass er oder sie ein paar aufmunternde Worte von mir hört. Aber es wird ein <strong>Angebot auch für diejenigen geben, die es sich leisten können</strong>, für gut Inhalte zu bezahlen. An den Einzelheiten dazu arbeite ich noch – ihr werdet es bald auf diesem Kanal erfahren.</p><p>Was ich auf jeden Fall biete:</p><ul><li><p>regelmäßige Podcast-Episoden</p></li><li><p>Merch und Boni für Unterstützende (ich arbeite aktuell an Aufklebern, Postkarten, Fragekarten und einem Abreißkalender …)</p></li><li><p>einen Newsletter – <a href="https://steady.page/de/schmerzenssache/newsletter/sign_up">das Wundschreiben</a></p></li><li><p>ab und an ein Blog-Post hier und auf meiner Webseite mit Blicken hinter die Kulissen</p></li></ul><p>Mindestens zweimal im Monat habt ihr dann die Chance, von mir zu hören und zu lesen.</p><h2>Wann es losgeht:</h2><p>Januar 2026! <strong>#staytuned</strong></p><p></p><p>Schmerzliche Grüße – und ich hoffe, wir lesen und hören uns bald.</p><p>Es grüßt:<br/>Der Jürgen</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Keine Ratschläge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 08:46:53 +0000</pubDate>
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