
„Warum ist das eigentlich so?“
Wenn Kinder diese Frage stellen, nehmen wir sie oft nicht ernst.
Wenn Erwachsene sie stellen, beginnt manchmal Veränderung.
Wann hast Du dir das letzte Mal diese Frage gestellt?
Genau dieser Frage gehe ich in meinem zweiten Buch „Raus aus der AUTOkratie – rein in die Mobilität von morgen! (Opens in a new window)“ nach – mit einem Fokus auf Adultismus in der Mobilitäts- und Stadtplanung. Denn die meisten öffentlichen Räume wurden nicht für Kinder gemacht, sondern für Autos – und für Erwachsene, die sich an eine vermeintliche „Normalität“ gewöhnt haben.
Kinder sind nicht nur Mitfahrer*innen – sie sind Expert*innen ihres Alltags.
Trotzdem werden sie in Planungsprozessen, Beteiligungsformaten und Mobilitätskonzepten nahezu unsichtbar gemacht.
Um dieser Realität nicht nur analytisch zu begegnen, sondern auch spielerisch Lösungen aufzuzeigen, habe ich gerade mein erstes Kindersachbuch veröffentlicht: „Komm mit in die Welt von morgen!“ (Opens in a new window) – ein Ausblick auf eine kindgerechte, gerechtere und klimafreundliche Mobilität.
Und genau hier setzt unser Better-Mobility-Workshop für Kinder- und Familienmobilität (Opens in a new window) an, den Claudia Falkinger (Opens in a new window), Tanja Punz-Wagner (Opens in a new window), Lina Mosshammer (Opens in a new window) und ich entwickelt haben:
Wir zeigen, wie Kinderfreundlichkeit kein „Nice to have“, sondern ein strategischer Hebel für sichere, inklusive und zukunftsfähige Räume ist – und wie man das konkret umsetzt.
Was erwartet euch?
Theoretischer Einstieg – mit aktueller Forschung & Studien
Inspiration & Lesung – mit mir und meinem Kinderbuch
Best Practices aus Europa – aus Städten, Regionen & Start-ups
Co-Creation-Methoden – für Kommunen, Unternehmen und Stadtgestalter*innen
Wenn du in deiner Stadt, deiner Organisation oder deinem Unternehmen echte Veränderung willst:
Lasst uns gemeinsam neu denken – für Kinder, für Familien, für alle.
Hier gibt es den Onepager zum Workshop.
Workshop Kinder- und Familienmobilität herunterladen (Opens in a new window)
Interesse am Workshop oder an einer Kooperation?
Hier Termin zum Austausch buchen! (Opens in a new window)
(Opens in a new window)Meine neue Podcastfolge:
Wie Worte verschleiern, wer wirklich Verantwortung trägt
Acht Menschen sterben – jeden Tag – im deutschen Straßenverkehr.
Und was lesen wir dazu in den Medien?
„Lkw übersah Radfahrerin.“
Solche Formulierungen sind keine Nebensache. Sie sind Teil eines sprachlichen Rahmens, der strukturelle Gewalt normalisiert. Der Verantwortung verschiebt – weg von (politischer) Steuerung, hin zum Zufall, Schicksal oder gar dem „Fehlverhalten Einzelner“.
2780 Menschen sind im vergangenen Jahr im Straßenverkehr in Deutschland "ums Leben gekommen" – so hat es das Statistische Bundesamt Ende Februar 2025 mitgeteilt. Ähnlich distanziert berichteten die Medien über die Zahl von Verkehrstoten. Wenn ein Mensch im Verkehr stirbt, dann beschreibt man das üblicherweise so: Er erlag seinen Verletzungen, sie zog sich tödliche Verletzungen zu.
Eine kritische Auseinandersetzung liefert der Leitfaden "Unfallsprache – Sprachunfall" (Opens in a new window). Fachleute aus Linguistik und Sozialwissenschaften des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS), des Centre for Development and Environment der Universität Bern und des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Wien sowie Expert*innen von Polizei, Mobilitätsplanung und Medien haben zahlreiche Unfallberichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert.
Ihr Befund: Verkehrsunfälle werden meist als schicksalhafte Ereignisse beschrieben. Und fast immer erscheinen sie als isolierte Einzelereignisse.
In der neuen Podcastfolge von She Drives Mobility
spreche ich mit den am Leitfaden Beteiligten darüber:
Warum wir endlich Klartext reden müssen.
Warum „Verkehrsunfall“ oft eine Verharmlosung ist.
Und warum Sprache nicht nur beschreibt – sondern gestaltet.
🎧 Zur Podcastfolge: katja-diehl.de/podcast (Opens in a new window)
📖 Zum RIFS-Blogbeitrag: rifs-potsdam.de/blog/sprachliche-stolperfallen (Opens in a new window)

Am Samstag war ich in Hamburg
bei der Eröffnung des neuen Concept Stores von YOONIT Bikes und habe aus meinem Kinderbuch „Komm mit in die Welt von morgen!“ (Opens in a new window) vor lauter neugierigen, offenen und begeisterungsfähigen kleinen Menschen im Alter von zwei bis acht Jahren vorlesen dürfen (Opens in a new window).
Mein Fazit?
Kinder verstehen meine Utopie.
Sie spüren intuitiv, was besser werden könnte – für sie, für uns, für alle.
Jetzt sind wir dran, sie Realität werden zu lassen.
Leider gestaltet es sich im Vergleich zu meinen Büchern für Erwachsene als schwierig, eine Lesereise durch Kitas und Schulen, Bibliotheken und Gemeindezentren zu organisieren. Vielleicht bist du in einer Organisation, einem Verband, der hier Interesse hätte? Dann melde dich gern! (Opens in a new window)

„Ich persönlich halte von pauschalen Vorgaben für eine autofreie Innenstadt nichts. Es gibt bessere Methoden, zum Beispiel, einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr zu schaffen.“ - Bundesverkehrsminister Schnieder
Am 25. Juni hat das Berliner Verfassungsgericht sein Urteil zum Gesetzentwurf des Verkehrsentscheid Berlin (Opens in a new window) verkündet. Der Volksentscheid für eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings ist zulässig (!!!).
Zu diesem wurde unser Bundesverkehrsminister befragt und er äußerte sich mit einem sehr ehrlichen Zitat nicht nur zu dieser Gerichtsentscheidung, sondern machte auch deutlich:
Die aktuelle Situation bleibt unverändert bestehen.

Das Interview führte Ralf Waldhart. (Opens in a new window)
Die deutsche Mobilitätsexpertin Katja Diehl macht sich für eine gerechte Mobilität stark, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt. Im Gespräch mit MOMENT.at (Opens in a new window) erzählt sie, wieso eine Verkehrswende ohne Verbote nicht gelingen kann, welche Rolle das Auto in Zukunft noch spielt und was der Film Fight Club damit zu tun hat.
MOMENT.at (Opens in a new window): Geht es nach Altbundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) bist du hier in Österreich zu Besuch im “Autoland schlechthin” (Opens in a new window). Ist es etwas Positives, in einem Autoland zu leben?
https://katja-diehl.de/zu-gast-bei-moment-es-ist-keine-freiheit-wenn-man-auf-fuehrerschein-und-auto-angewiesen-ist/?utm_source=steady&utm_medium=newsletter&utm_campaign=support&utm_content=article (Opens in a new window)Hier findet ihr das in diesem Rahmen gemachte Videointerview mit mir - ich bin immer wieder froh, wenn ich mal mehr Raum für meine Gedanken erhalte!
https://katja-diehl.de/videointerview-beim-moment-magazin-wenn-du-ein-auto-brauchst-ist-das-keine-freiheit/?utm_source=steady&utm_medium=newsletter&utm_campaign=support&utm_content=article (Opens in a new window)
Tausendfach widerlegt, aber wieder an höchster Stelle im Bundestag: „Aber China…!!11“…
Es ist ein Klassiker. Und doch immer wieder neu. Wer in Deutschland die Verantwortung für den Klimaschutz an andere Länder abgibt, hat entweder
– das Prinzip der globalen Gerechtigkeit
oder
– die wirtschaftliche Realität noch nicht verstanden –
oder
– beides.
Die Rede von den „Grenzkosten“ als Argument, den Klimaschutz auf globaler Ebene zu verschieben, ein populärer Trugschluss.

Mein Pitch: Was bedeutet eigentlich Verkehrswende? Deine Ergänzungen!?
https://katja-diehl.de/mein-pitch-was-bedeutet-eigentlich-verkehrswende-deine-ergaenzungen/?utm_source=steady&utm_medium=newsletter&utm_campaign=support&utm_content=article (Opens in a new window)Und damit zu den Links der Woche!
Driver blind spots are getting bigger. Blame new car design
Motorists in newer vehicles can see less and less of what’s in front of them.
https://www.fastcompany.com/91363061/driver-blind-spots-are-getting-bigger-blame-new-car-design (Opens in a new window)Brisantes Energiewendemonitoring: Deutsche Umwelthilfe deckt mit vertraulichem Auftragsdokument geplante Klimaschutz- und Innovationsblockade von Katherina Reiche auf.
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/brisantes-energiewendemonitoring-deutsche-umwelthilfe-deckt-mit-vertraulichem-auftragsdokument-gepl/ (Opens in a new window)E-Auto laden und Geld verdienen: Ein Video von 3sat. Ich wünschte, dass es sich endlich auch finanziell massiv durch staatliches Geld lohnen würde, ohne Auto zu leben :)
https://www.zdf.de/play/reportagen/nano-doku-energie-fuer-umme-100/250706-e-auto-laden-fuer-umme-nano-doku-100 (Opens in a new window)54-mal zum Mond und zurück: Die swa Augsburg feiern. Flexibel, frei und flott durch die Stadt: Die swa ermöglichen verschiedene Wege, um ans Ziel zu kommen. Bereits seit zehn Jahren gibt es das swa-Carsharing, seit fünf Jahren den Ridesharing-Dienst swaxi.
https://www.hallo-augsburg.de/stadtwerke-augsburg-54-mal-zum-mond-und-zurueck-die-swa-feiern-zwei-grosse-jubilaeen_hOVU (Opens in a new window)Ziel des Projektes „Die Stadt der Viertelstunde“ war es, die vorhandenen Konzeptionen in Literatur und Praxis aufzuarbeiten und eine umfassende empirische Annäherung an die Stadt der Viertelstunde aus zwei eng miteinander verbundenen Perspektiven bereitzustellen, um daraus im Anschluss Handlungsempfehlungen abzuleiten. Zur Studie:
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bbsr-online/2025/bbsr-online-027-2025-dl.pdf;jsessionid=2813E2D2C4B7A32CB8CF6C0BC04CE4AA.live11294?__blob=publicationFile&v=3 (Opens in a new window)Weniger Parkplätze vor der Tür gut für den Umsatz
Der Wegfall von Parkplätzen am Straßenrand direkt vor der Ladentür schadet nicht automatisch dem Geschäft - oft sogar im Gegenteil. Das hat die RWTH Aachen herausgefunden.
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/aachen-parkplaetze-innenstadt-studie-102.html (Opens in a new window)Und ein Downer zum Schluss: Schaut euch bitte mal die Besetzung des Expert*innengremiums im Bundesverkehrsministerium an :( Wieder ohne Zivilgesellschaft, NGOs und Verbände.
Ach komm, wir enden positiv :)
In Utrecht, 60% of journeys are made by bike, 12% by foot and only 5% by car. This isn't because Utrecht never was a car city; it’s only recently a part of an innercity highway was removed. It's due to political choices to prioritize cycling and walking, and investments that support those choices.
Bleibt gesund und zuversichtlich!
Eure
Katja