
Liebe Sinnfragen-Leserinnen und Leser,
seit fast vier Jahre greift Russland nun schon die Ukraine an und kein Frieden ist in Sicht – hat Feindschaft das letzte Wort? Darüber, ob Brücken auch über so blutige Schlachtfelder hinweg möglich sind, habe ich in meinem neuen Sinnfragen-Podcast mit Christian Behr gesprochen. Der Dresdner Superintendent will es auf jeden Fall versuchen. Mit seinem Dresdner Kirchenbezirk hält er auch in Kriegszeiten Kontakt zu Partnern in der lutherischen Kirche Russlands. Meistens via Internet, per Zoom – anders geht es gerade nicht.
„Wenn ich an Russland denke, versuche ich zu überlegen: Da sind viele auch meine Freunde“, sagt Christian Behr. Menschen, die wie er für den Frieden beten – auch wenn das in Putins Regime nicht ungefährlich ist. Die wollen die Dresdner mit ihren Kontakten stärken. So wie ihre Partner in der Ukraine, die Opfer des russischen Angriffskrieges. Feindesliebe im Ernstfall.
Ein Gespräch über die Grenzen der Versöhnung, warum Beistehen besser sein kann als kluge Ratschläge, über Gott im Nebel des Krieges – und eine Hoffnung: „Was ist, wenn hoffentlich morgen oder in zwei Monaten der Krieg zu Ende ist? Wie kann man dann miteinander ins Gespräch kommen?“
Außerdem empfehle ich Ihnen, falls Sie ihn noch nicht gehört haben, meinen Sinnfragen-Podcast mit Landesbischof Tobias Bilz zur Zukunft von Kirche und Glauben.
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Ihr Andreas Roth