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    <title>Stefan Schulz</title>
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    <description>Ich schreibe Texte, nehme Podcasts auf und mache Videos. Als Mitglied erhältst du vollständigen und werbefreien Zugang zu allem.</description>
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      <title>Stefan Schulz</title>
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      <title><![CDATA[Die nächste Druckerpresse]]></title>
      <description><![CDATA[Was ist Claude Code und was die Gutenberg Parenthese? Wer die beiden Fragen nicht beantworten kann, verliert gerade seinen Verstand. Es begab sich zu einer Zeit, da…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Was ist Claude Code und was die Gutenberg Parenthese? Wer die beiden Fragen nicht beantworten kann, verliert gerade seinen Verstand.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7c9a42e8-9e3c-42bf-a379-f65c6dc51a3b/uploads/images/sucs5rp3kr/friiyo_Oil_painting_by_Max_Liebermann_German_Impressionism_styl_5878ccad-4a92-4ee4-ac34-70bae4db8995.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es begab sich zu einer Zeit, da Schreiben stellvertretendes Gotteswerk war. Von besonderen Menschen an besonderen Orten, die sich der Aufgabe stellten, der alles bestimmenden Natur neue Artefakte der Kultur gegenüberzustellen. Ora et labora. Man ging zur Lese – man holte die Früchte vom Feld und die Erkenntnisse aus dem Text.</p><p>Mönche saßen in ihren Schreibstuben und kopierten Zeile für Zeile, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe. Jede Federführung ein kleines Kunstwerk. Darüber wachten die Bibliothekare, die die Schreibaufgaben verteilten und die Resultate bewerteten. Ein falscher Federzug und das Tagewerk war dahin.</p><p>Wer heute seine Einkaufszettel noch mit Zettel und Stift verfasst, macht sich keine Vorstellungen, wie die alten Mönche darüber geurteilt hätten. Schreiben, ohne Latein zu studieren. Zu einem Stift greifen, ohne die Feder zu feiern und achtlos Papier nehmen, statt erstmal das Pergament zu begutachten. Blasphemie!</p><p>Dann kam die Druckerpresse und Geschichte wurde – buchstäblich – neu geschrieben.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2026/01/15/die-naechste-druckerpresse/">lesen &amp; hören</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/7c9a42e8-9e3c-42bf-a379-f65c6dc51a3b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 12:17:24 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Bürgermeister kann weder zaubern noch flüchten]]></title>
      <description><![CDATA[Es ist erschreckend, wie wenig wir von unserer politischen Lebenswelt wissen und verstehen. Wir müssen uns um unsere Kommunalpolitik mehr sorgen. Auszüge aus meinem…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a4ef98e5-60b5-468d-a411-5f96ea3d45b6/uploads/images/5uicm6h5yn/friiyo_A_somber_oil_painting_in_the_distinct_impressionistic_st_b3d6b14e-3f7a-4a10-b20e-576eaef69825.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Es ist erschreckend, wie wenig wir von unserer politischen Lebenswelt wissen und verstehen. Wir müssen uns um unsere Kommunalpolitik mehr sorgen. Auszüge aus meinem Gespräch mit Erlangens OB Florian Janik.</strong></p><p>Ich habe gestern Nürnberg und Erlangen besucht, um mir zum einen den architektonischen Irrsinn des Nationalsozialismus anzuschauen und mit dem Oberbürgermeister von Erlangen, Florian Janik, über das Klein-Klein unserer familien- und kommunalpolitischen Lebenswelt zu sprechen. Sogar in einer superreichen Stadt wie Erlangen möchten die Lokalpolitiker inzwischen lieber auf all das Budget verzichten, wenn sie nur echte Politik machen dürften. Wir reden über die Trägheit des Städtetags, den man auch in ein politisches Spektakel verwandeln könnte. Und warum überlassen wir die elementare Nachbarschaftshilfe immer noch Uber und Airbnb? In Erlangen gibt es immerhin Gegenangebote beim geselligen Essen: Mehr Suppkultur wagen!</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/a4ef98e5-60b5-468d-a411-5f96ea3d45b6">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 10 Jan 2026 12:37:23 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gaudís Lichtspielhaus]]></title>
      <description><![CDATA[So wenig katholischer Kitsch ist selten. In Barcelona gibt’s so viel Sonne, dass man aus ihr eine Kirche bauen kann. Geht man durch Barcelona, fällt diese besondere…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>So wenig katholischer Kitsch ist selten. In Barcelona gibt’s so viel Sonne, dass man aus ihr eine Kirche bauen kann.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/325e113c-ce54-4aa6-8d73-0556f6efcb39/uploads/images/u2qxzaq7a2/IMG_4473.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Geht man durch Barcelona, fällt diese besondere Architektur der Häuserblocks auf. Das Eixample-Viertel ist, im Vergleich zu dem mediterranen Gewusel dieser Klimazone andernorts, klar strukturiert. Überquert man zweimal eine Straße, weiß man, was die nächsten Kilometer zu erwarten ist. Häuser und Straßen, ab und zu ein Baum. Jede Straßenkreuzung ist eine kleine Sensation. Mal sieht es aus wie Athen, mal wie Wien. Mit den schönsten Wohnungen wohl immer ganz oben.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/11/23/gaudis-lichtspielhaus/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/325e113c-ce54-4aa6-8d73-0556f6efcb39">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 23 Nov 2025 00:21:17 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hasskriminalität und Geld, Geld, Geld]]></title>
      <description><![CDATA[Die Polizei lud zum Gespräch über Hasskriminalität. Die Tagung war sehr gut, aber die Literaturgrundlage stimmte nicht. Zwei Empfehlungen. Wer hat wozu und wieso…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Polizei lud zum Gespräch über Hasskriminalität. Die Tagung war sehr gut, aber die Literaturgrundlage stimmte nicht. Zwei Empfehlungen.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/77e5dc0a-5535-42ca-b9cf-ff93f311017c/uploads/images/pyxytsapce/28690_1_megalopolis-1366x550-06.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wer hat wozu und wieso überhaupt Hass? Mit dem Lieblingsthema vieler Politiker beschäftigen sich Gott sei Dank auch Leute, die etwas näher dran sind und die einen Unterschied machen können – Polizisten zum Beispiel. Marvin Gamisch arbeitet bei der Polizei in Frankfurt, um seinen Kollegen Orientierung bei Hass und Hetze zu bieten.</p><p>Da Sonntagsreden dabei kaum aushelfen, bedient er sich in der Forschung bei Gordon Allports Definition von Vorurteilen und den Arbeiten von Andreas Zick und Beate Küpper, die in Bielefeld zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit forschen. Die Mitte-Studie der Ebert-Stiftung nennt er. Wilhelm Heitmeyers Zwiebelmodell, das die Eskalation von alltäglichen Vorurteilen zu Kriminalität und Terrorismus beschreibt.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/11/13/hasskriminalitat-und-superreichtum/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/77e5dc0a-5535-42ca-b9cf-ff93f311017c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 13 Nov 2025 13:50:54 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Was steht in Ijoma Mangolds Zeitung?]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Podcast der „Die sogenannte Gegenwart“ heißt, fragt nach Wahrheit und nimmt nur Kronzeugen ernst, die längst tot sind. Zur journalistischen Angst vor Wirklichkeit.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Podcast der „Die sogenannte Gegenwart“ heißt, fragt nach Wahrheit und nimmt nur Kronzeugen ernst, die längst tot sind. Zur journalistischen Angst vor Wirklichkeit.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4771274b-ccf5-4067-ab08-68001fc6dc1c/uploads/images/vsqfasvjq6/friiyo_Eine_junge_Frau_sitzt_in_einem_Kaffee_und_liest_eine_gro_3f9bf8f7-980c-48be-b9a3-f97cbdf0bd75.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wozu eigentlich Podcasts, wenn man das schöne Medium doch nur wie Papier benutzt, statt sich die Hände schmutzig zu machen? Als Fan des neuen Radios höre ich fast alles, heute also wieder „Die sogenannte Gegenwart“ der ZEIT. Dieser Podcast hat gute Momente, weil er manchmal eine weibliche Stimme hat. Wenn Nina Pauer mal nicht dran ist, merkt man es gleich. Ijoma Mangold und Lars Weisbrod haben heute die Frage <a href="https://www.zeit.de/kultur/2025-11/fake-news-wahrheit-medien-nachrichtenpodcast">„Was ist Wahrheit</a>?“ diskutiert. Man könnte meinen, wenn Journalisten von der Wahrheit sprechen, könnten sie über was Inhaltliches reden, vielleicht ja sogar über ein Thema. Denkste.</p><p>Ich fasse den heutigen Podcast kurz zusammen: Donald Trump lügt, er hat es immer getan, aber wir resignieren zunehmend darüber. Kellyanne Conway sprach damals von „alternative facts“. Sahra Wagenknecht wird immer besonders harten Faktenchecks unterzogen. Thomas de Maizière hat seinerzeit Aussagen über Flüchtlinge gemacht, die unscharf waren. Friedrich Merz sprach vom Stadtbild. Keiner weiß, was er sagen wollte. Cem Özdemir stimmt ihm aber zu. Colin Powell hat damals über Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen gelogen. Greta kommt noch vor. Der Papst. Auch der aktivistische Satz, dass sich Wahrheiten der Klimaforschung keinem Mehrheitsvotum beugen.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/11/10/was-steht-in-ijoma-mangolds-zeitung/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/4771274b-ccf5-4067-ab08-68001fc6dc1c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 10 Nov 2025 22:33:41 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Meine Stadt soll endlich schön werden]]></title>
      <description><![CDATA[Wo sonst als im Feuilleton sollte der Stadtbild-Diskurs stattfinden? Eine Aufforderung. Frankfurt ist für vielerlei berühmt und sichtbar. Wenn in China ein Sack Reis…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Wo sonst als im Feuilleton sollte der Stadtbild-Diskurs stattfinden? Eine Aufforderung.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3559b807-571e-4efd-ae89-52bd6aaf334c/uploads/images/el7a7pbqic/HipstamaticPhoto-782672279.338978.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Frankfurt ist für vielerlei berühmt und sichtbar. Wenn in China ein Sack Reis umfällt wird das vom Frankfurter Börsenparkett vermeldet. Fürs Fernsehen ist die Frage nach dem Stadtbild dann leicht: Skyline. Noch einladender für die Journalisten ist, irgendwas zur EZB zu sagen, das geht gar nicht ohne flankierendes Panorama. Nur wenns zur Sache geht, wird es brenzlig. Wenn einmal im Jahr die Kameramänner auf Motorrädern den Ironman begleiten, sieht man es aus nächster Nähe. Das aufwendig ausgebaute Mainufer, wo der Marathon stattfindet, ist recht schäbig. Und das ist das eigentliche Frankfurt. Geht man ein paar Schritte in die Stadt, wird es nicht besser.</p><p>Wir Frankfurter folgen alle <a href="https://www.instagram.com/frankfurt.trash/">Frankfurt.trash auf Instagram</a>, um uns über die Neuigkeiten in der Stadt zu informieren. (Stimmt nicht ganz, wir hören alle <a href="https://damalsinfrankfurt.podigee.io/">„Damals in Frankfurt“</a> als Flucht vor den Neuigkeiten.) Warum verlottert das alles so? Frankfurt ist doch eine der reichsten Kommunen Europas. Bürgermeisterwahlkämpfe drehen sich hier um die Frage, was man mit einem Gewerbesteuerüberschuss von 500 Millionen Euro anfängt. (Stimmt auch nicht ganz. Die Leute wollen nur hören, dass sie mit ihrem Auto überall parken dürfen.)</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/10/28/meine-stadt-soll-noch-schoner-werden/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/3559b807-571e-4efd-ae89-52bd6aaf334c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 18:38:10 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Legitimation durch Losverfahren]]></title>
      <description><![CDATA[Gerechtigkeit ist nicht nur Gefühlssache. Wenn sich die CDU so für sie ins Zeug wirft, sollte man die Chance nutzen. Zeit für eine grundlegende Idee. Es ist ein seltener…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerechtigkeit ist nicht nur Gefühlssache. Wenn sich die CDU so für sie ins Zeug wirft, sollte man die Chance nutzen. Zeit für eine grundlegende Idee.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/35143586-d9c4-4305-976f-947d47351707/uploads/images/dh4cr7hnqg/friiyo_Ein_Schiedsrichter_steht_vor_einer_Schulklasse_und_zeigt_21776a3a-06fe-4d5e-aaf6-1bf0e858c65a.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist ein seltener Moment, in dem ich Anhänger einer Idee des politischen Berlins bin. Noch seltener ist, dass ich mir eine radikale Ausweitung der vorgeschlagenen Idee wünsche. Eigentlich ist es nie so, dass ich führenden Politikern der CDU, zudem derzeit in Regierungsverantwortung, umfänglich Recht gebe. Aber dieser Tage geschah es. Man muss nur das anlassgebende Thema etwas dimmen.</p><p>Aber da setzen wir kurz an: Verteilen wir doch nicht die einen Lebenschancen so, die anderen so, sondern denken wir grundsätzlich neu – und einfacher: Wer darf wo arbeiten, wo wohnen, wo lernen und Spaß haben? Aktuell preisen wir hier immer viel zu viel Vergangenheit und anderes Nebensächliches ein. Je nach sozioökonomischem Status unterscheidet sich die Lebenserwartung von Männern um bis zu elf Jahre. Bei den Frauen, die sich mit etwas mehr Vernunft gegen widrige Umstände stemmen, sind es auch noch acht Jahre. Lange Rente bekommt nur, wer vorher schon viel Geld hat.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/10/26/legitimation-durch-losverfahren/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/35143586-d9c4-4305-976f-947d47351707">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 14:57:56 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Kinderwüste Thüringen]]></title>
      <description><![CDATA[Ich war am 21. Oktober in Jena um auf Einladung von Annett Hähnel für die Friedrich-Naumann-Stiftung über die Kinderwüste zu sprechen. Auf der einen Seite mein…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d2f61a97-7094-4539-9d66-0ad4c4cb1178/uploads/images/n2vd5sovh3/IMG_2081.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Ich war am 21. Oktober in Jena um auf Einladung von Annett Hähnel für die Friedrich-Naumann-Stiftung über die Kinderwüste zu sprechen. Auf der einen Seite mein Buchtitel, auf der anderen Seite erschütternde Realität in Thüringen. Ich trage die aktuellen Zahlen zu Beginn unseres Gesprächs vor und münze dann meine zentralen Anliegen im Buch auf sie.</em></p><p><strong>Annett Hähnel:</strong> Herzlich willkommen, Stefan Schulz. Nach Ihrem letzten Buch „Die Altenrepublik“ legen Sie mit „Kinderwüste“ sozusagen die Kehrseite der Medaille vor. Sie sind Jahrgang 1983, Jenenser, Soziologe, wurden von Frank Schirrmacher zur FAZ geholt und sind heute vor allem als prägender Kopf der deutschen Podcast-Landschaft bekannt, etwa mit „Die Neuen Zwanziger“. Jetzt also die „Kinderwüste“. Sie sagten mal, bei Schirrmacher gelernt zu haben: Unter Weltuntergang macht man kein Thema. Ist die Kinderwüste ein Weltuntergangsthema?</p><p><strong>Stefan:</strong> Das war natürlich ein kleiner Scherz. Aber Schirrmacher hat oft suggeriert, morgen ginge die Welt unter. Mir ging es bei ihm aber immer um die Machtfragen: Wer dominiert, wer kann handeln? Bezogen auf unser Thema heute: Ich bin selbst Vater von drei Kindern und zum Glück in einer Lebensphase, in der Fragen nach Berufseinstieg oder Wohnungssuche hinter mir liegen. Viel wichtiger sind doch die, die keine Kinder haben – vielleicht viele hier im Publikum. Ich habe mir auf der Fahrt hierher aktuelle Zahlen für Thüringen angeschaut und bin, ehrlich gesagt, erschüttert.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/10/22/kinderwueste-thueringen/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/d2f61a97-7094-4539-9d66-0ad4c4cb1178">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 13:33:18 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der Hegemon als Hirngespinst]]></title>
      <description><![CDATA[Politik machen heißt viel reden. Aber für wen und über was? Anmerkungen zum Fantasy-Fetisch in aktuellen Debatten. Inhalte sind beliebig. Wer heute in Diskussionen das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Politik machen heißt viel reden. Aber für wen und über was? Anmerkungen zum Fantasy-Fetisch in aktuellen Debatten.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c7419f3d-a25d-4438-b1ab-4f6ecfbfa49c/uploads/images/7bsqvhbdqy/friiyo_Diverse_crowd_walking_through_vibrant_colored_fog_on_cit_28a15db6-bf4c-4019-955d-c897ddfd61da.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Inhalte sind beliebig. Wer heute in Diskussionen das Wort ergreift, hat es mit einem unsichtbaren neuen Freund oder Gegner zu tun – dem Hegemon. Den Bedeutungsgehalt des Wortes können wir von der Hegemonie – Vorherrschaft, Überlegenheit und Vormachtstellung – ableiten. Aber wir müssen ihn unscharf lassen, wie die anderen häufigen Begriffe. Die „Staatsräson“, „die Menschen“ oder „die Zukunft“; „Gerechtigkeit“, „Freiheit“, „Solidarität“, „Gemeinwohl“, „Sicherheit“, „Nachhaltigkeit“, „Fleiß“, „Vertrauen“, „Zusammenhalt“. Je nach Kalenderwoche „Stadtbild“, „Totalverweigerer“, „Reform“.</p><p>Niemand kann sagen, wovon da eigentlich geredet wird. Warum wird aber so viel diskutiert? Weil es um viel geht. Auf die Einsicht, dass sich das Gegenüber – und man sich selbst – nicht mehr mit Argumenten überzeugen lasse, folgte nicht das Ende der Diskussionen, sondern ein neuer Beginn. Nun sucht man den Hegemon. Wer ist das? Es ist der Mann, der bei Abendveranstaltungen in Reihe 5 sitzt, die Omi die sonntags ARD-Presseclub schaut, der Teenager, der seinen ersten Politikpodcast abonniert. Also wer genau? Der Hegemon ist der jedermann. Gerade nicht zu wissen, wer er genau ist, ist seine entscheidende Eigenschaft. Vom Hegemon ist nur bekannt: Es gibt ihn. Er macht bei Wahlen den Unterschied. Er ist der große Bestimmer. Er verteilt Rechtfertigungspflichten. Er redet aber nie mit, er wird nur adressiert. Er ist der Schweigsame in Elisabeth Noelle-Neumanns Schweigespirale, der gesunde Menschenverstand, auf den man sich beruft. Er ist der, an den man ständig erinnert.</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/10/21/der-hegemon-als-hirngespinst/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/c7419f3d-a25d-4438-b1ab-4f6ecfbfa49c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 13:51:56 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Schrumpfen und Verkümmern]]></title>
      <description><![CDATA[Kinder, so hören wir, werden „weder frei noch gleich geboren“ – sondern in Familien. Eltern brächten nicht nur gehörige Portionen Essen in diese jungen Leben, sie…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Das neue Zauberwort heißt &quot;Kohäsion&quot;. Nationalkonservative verkaufen uns mit ihm brutale Degrowth-Phantansien. Analyse einer politischen Selbstzerstörung.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9accf4a7-0d2d-4ad3-a302-57c599c2fefb/uploads/images/7qhws3wmub/usha.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Kinder, so hören wir, werden „weder frei noch gleich geboren“ – sondern in Familien. Eltern brächten nicht nur gehörige Portionen Essen in diese jungen Leben, sie überhäuften ihren Nachwuchs auch mit allerlei Ideen. Diese Prägung von der einen Seite vergelten die Kinder dankbar mit unhintergehbarer Loyalität. Das, sagt Yoram Hazony bei Ezra Klein, sei der „fundamentale menschliche Baustein“, auf dem alles stehe. Nun könnte man von der Zivilisation an sich, der Geschichte oder dem Schicksal sprechen. Doch Hazony geht es natürlich primär um „die Nation“.</p><p>Der Hinweis, dass spätestens ab Geburt, eigentlich schon zur Zeugung, wenn nicht schon beim Dating, die Kultur die Natur in den Schatten stelle, ist weder neu noch aufregend. Doch heute, da der Nachwuchs bis zur Midlife-Crisis und Menopause von der Mietbürgschaft der Eltern abhängt, es also kaum noch zu jugendkulturellen Abnabelungen kommt, weil einfach zu viel Schicksalsvergemeinschaftung gefordert wird, fallen solche Sätze leicht: „Mein Argument ist, dass Kinder aufwachsen, indem sie den Dingen Ehre erweisen, die ihre Eltern ehren.“</p><p><a href="https://stefanschulz.com/2025/08/02/schrumpfen-und-verkuemmern/">weiterlesen</a></p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/9accf4a7-0d2d-4ad3-a302-57c599c2fefb">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 02 Aug 2025 13:57:12 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Markus Lanz‘ Perspektive]]></title>
      <description><![CDATA[Im ersten Sommerspecial von „Lanz & Precht“ stecken zwei schöne Pointen. Eine ganz am Ende, eine gleich zu Beginn. Richard David Precht ließ sich viel Zeit, wohl um…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/02d36fb8-4d5f-4f91-8b3c-2e577fba836e/uploads/images/ppu7io33j4/friiyo_in_einer_postapokalyptischen_Welt_rumt_jemand_Mll_auf._D_6b25c95f-5560-4505-9c44-3b5e6a74415e.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Im ersten <a href="https://www.youtube.com/watch?v=giBuEC0pF00">Sommerspecial von „Lanz &amp; Precht“</a> stecken zwei schöne Pointen. Eine ganz am Ende, eine gleich zu Beginn. Richard David Precht ließ sich viel Zeit, wohl um Schwung zu holen. Lanz fragte, als die Stundenmarke gerade überschritten war: „Darf ich nochmal fragen, Richard, du gehst davon aus, dass wir als Menschheit bald verschwinden werden, als Spezies?“ Precht dann:</p><blockquote><p><em>„Ja, also was heißt bald? Also ich bin ja kein Prophet, der jetzt sagt, die Apokalypse kommt in 70 oder 100 Jahren. Schon klar. Ja, also irgendwann im Laufe des nächsten Jahrhunderts. Also im Laufe des 22. Jahrhunderts.“</em></p></blockquote><p>Damit war einiges nicht so Vorteilhaftes über die Menschheit an sich gesagt. Precht hatte damit aber auch konkret und scharf über Markus Lanz geurteilt. Denn dieser verwandte die Stunde bis dahin mit dem sorgfältigen Aufbau einer Persona, die in Boomer-Manier an dem Sinnspruch herumwerkelt, dass es ja schon immer gut gegangen sei.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/02d36fb8-4d5f-4f91-8b3c-2e577fba836e">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 25 Jul 2025 13:33:34 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Fokus und Führung]]></title>
      <description><![CDATA[Wir brauchen neue Grundbegriffe. Ohne sie dominieren ihre Schattenseiten: In der Politik die Floskel, in den Medien der Firlefanz. Die Kirche hat uns zuletzt…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir brauchen neue Grundbegriffe. Ohne sie dominieren ihre Schattenseiten: In der Politik die Floskel, in den Medien der Firlefanz.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f011e7a-6c05-41ec-b61d-37b9b6cc93bd/uploads/images/jvb2hihdir/friiyo_A_stylized_comic-inspired_Y-shaped_bridge_at_a_decision__9c2956bb-350f-43b5-ae70-4fe91ba2d6dd.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Kirche hat uns zuletzt eindrucksvoll gezeigt, wie es geht. Nicht nur, weil alles rund um die Papst-Wahl herrlich aussah, der Klamotte und Architektur sei Dank, sondern auch, weil es gelang: Bedarf erkennen, Verfahren einhalten, Erfolg verkünden, Arbeit beginnen.</p><p>In der Bundespolitik dagegen Chaos und Stress. Die Regierung zerbrach, die geplanten Abläufe in der Zeit-, Sach-, und Sozialdimension wurden hinfällig. Fast hätten wir Wahlkampf in der Weihnachtspause gehabt. Ausgerechnet der Spätzünder Friedrich Merz, der drei Anläufe für den Chefposten in seinem eigenen Haus brauchte, hatte es plötzlich eilig. Als alles geregelt schien, wurde es besonders hektisch. Ich bleibe bei meiner Vermutung: Ohne ChatGPT hätten sie im Bundestag zu lange gebraucht, um den zweiten Kanzlerwahlgang noch am selben Tag zu wagen. Der Hühnerhaufen ließ sich nur von einer nüchternen Maschine zähmen.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/1f011e7a-6c05-41ec-b61d-37b9b6cc93bd">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 18 May 2025 15:40:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Demokratie lässt sich nicht demokratisieren]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn nur alle mitmachen, wird es für alle besser. Diese bestechende Logik scheint nicht aufzugehen. Ihre Entgrenzung hat das Vorzeichen der Demokratie verkehrt. Ich…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn nur alle mitmachen, wird es für alle besser. Diese bestechende Logik scheint nicht aufzugehen. Ihre Entgrenzung hat das Vorzeichen der Demokratie verkehrt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cfd86bfa-b5d1-4f06-ac6c-12d0916ca86d/uploads/images/tyzirnl3g6/friiyo_In_der_Agora_des_antiken_Athens_findet_eine_politische_S_d1e45ed2-426d-4324-8d9a-4bcfc4d1ff4b.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich finde den Text nicht mehr, es ist auch schon mehr als zehn Jahre her, aber Dietmar Dath sprach beim Blick auf die „sozialen“ Medien mal beiläufig vom „Partizipationstheater“, um festzustellen: Die Zugangsregeln zum Parlament bleiben unberührt davon, was draußen in der Gesellschaft – bei den von Politikern mit Sagen umwobenen <em>Menschen</em> – passiert. Man fühlt sich den Protagonisten zwar ganz nah, aber man bleibt doch auf Distanz.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/cfd86bfa-b5d1-4f06-ac6c-12d0916ca86d">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 13 May 2025 21:06:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer wählt für uns, was wir lesen?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich lese aus dem ersten Kapitel von "Redaktionsschluss". Den Namen des Chefredakteurs der Zeitung für "eine Milliarde Menschen" kennt niemand. Medienpreise bekommt er…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich lese aus dem ersten Kapitel von &quot;Redaktionsschluss&quot;. Den Namen des Chefredakteurs der Zeitung für &quot;eine Milliarde Menschen&quot; kennt niemand. Medienpreise bekommt er erst recht nicht.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e51cf333-b2ed-4b3b-88e7-c8460d454dbb/uploads/images/4wk2xzel66/Unbenannt-1.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Journalismus heruntergebrochen, was ist das eigentlich? Eine Zeitung oder nur noch der einzelne Text? Eine Nachrichtensendung oder nur noch die einzelne Meinung? Für uns Leser und Zuschauer ist die Sache klar: Wir sehen Clips und lesen Texte. Redaktionen stellen aber Sendungen und Zeitungen her. Wechselt man von einem Metier zum anderen, kann fast alles verloren gehen: Wer legt die Linie eines Blattes fest, wenn es keine mehr gibt? Wer entscheidet über die Relevanz einer Meldung, wenn sie nicht mehr im Konzept einer Sendung verortet wird?</p><p>Wir steigen heute in das erste Kapitel von &quot;Redaktionsschluss&quot; ein und verabschieden die Chefredakteure und Herausgeber. Zumindest die alten. Und wir begrüßen die neuen. Greg Mara zum Beispiel. Der führte vor zehn Jahren bei Facebook die Newsfeed-Geschäfte, als sein Chef Mark Zuckerberg seine Belegschaft dazu aufrief, für eine Milliarde Menschen die &quot;perfekte Tageszeitung&quot; zu orchestrieren.</p><p>Audio hier, Video auf der <a href="https://stefanschulz.com/2025/05/12/wer-waehlt-fuer-uns-was-wir-lesen/">Webseite</a>.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/e51cf333-b2ed-4b3b-88e7-c8460d454dbb">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 12 May 2025 10:45:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was, wenn die Politiker nicht schuld sind?]]></title>
      <description><![CDATA[Vor zehn Jahren, als Brexit und Trump noch bevorstanden, schrieb ich ein Buch über den Medienwandel. Jetzt lese und kommentiere ich es.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/aaaf08fc-6ff8-4dc6-9321-d68dd51cb271/uploads/images/lab7aa3zek/03019025_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wollen wir uns über die Welt, in der wir leben, informieren, blicken wir auf Bildschirme und sehen Politiker. Sie unterschreiben Koalitionsverträge, treffen Entscheidungen über Zölle und halten Reden – aktuell zumindest. Vor zehn Jahren haben sie über Griechenland debattiert, Flüchtlingsrouten geöffnet und geschlossen und für den Brexit (oder Remain) geworben. Themen ändern sich, die Probleme aber bleiben.</p><p>Von ihnen handelt „Redaktionsschluss“, mein Buch von damals, als Brexit und Trump noch ausstanden, sich die neuen Dramen aber bereits andeuteten. Was wäre, wenn es stimmt, dass die Medien die Nachrichten viel mehr gestalten als noch so dumme oder kluge, fleißige oder faule Politiker? Ich habe es damals analysiert und analysiere es heute im Lichte der Ereignisse noch einmal. Ich lese und kommentiere in den nächsten Wochen etappenweise „Redaktionsschluss“.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/aaaf08fc-6ff8-4dc6-9321-d68dd51cb271">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 14 Apr 2025 13:17:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer sollte Adolescence jetzt sehen?]]></title>
      <description><![CDATA[Dass ausgedachte Wirklichkeiten wahrhaftiger sein können als unser alltägliches Gerede über die Welt, in der wir leben, ist nicht neu. Aber was wir jetzt zu sehen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dass ausgedachte Wirklichkeiten wahrhaftiger sein können als unser alltägliches Gerede über die Welt, in der wir leben, ist nicht neu. Aber was wir jetzt zu sehen bekamen, ist so real, dass es sich nicht fassen lässt. Was nun daraus lernen und wie damit umgehen?</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/56828354-6fac-484f-8383-0636c16fead4/uploads/images/5ritvgsvkr/adolescence.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wir haben im Februar, bei den <a href="https://stefanschulz.com/2025/02/20/was-sind-kosmopolitische-gefuehle/">kosmopolitischen Gefühlen</a>, über das Wort Approximationshoffnung gescherzt. Ich hatte eine <a href="https://stefanschulz.com/2025/02/20/was-sind-kosmopolitische-gefuehle/#de98abb0-7525-4f01-840c-6f94cf409d9c">Fußnote</a> nachgereicht. Jetzt ist die Zeit, es genauer zu erläutern. Die Approximation ist die Annäherung. Man kann aber nicht einfach von Annäherung schreiben. Annäherung, woran? Wir wären zu schnell bei Wünschen. Aber auch das geht schon wieder zu schnell, weshalb man nun <em>an passender Stelle</em> vom Desiderat sprechen sollte. Man wünscht sich etwas, weil offensichtlich etwas fehlt. So hangelt man sich durch das Angebot der Grundbegriffe und bleibt im Ungefähren – wir nehmen die Approximation und meinen damit nicht den Wunsch endlich ein fehlendes Ding zu kriegen, sondern wir meinen eher die Hoffnung auf einen Zustand. Der Rest bleibt unklar, viele Wege führen nach Rom.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/56828354-6fac-484f-8383-0636c16fead4">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 02 Apr 2025 20:41:15 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Elmar Theveßen verläuft sich im Escape Room]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Gespräch mit Ulf Röller über Opportunismus! Aber wer ist Ulf Röller und was ist Opportunismus? Michel Friedman hatte diese Woche wieder einen Termin in der Oper, um…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1b18b243-86f3-4859-b71c-7e6281fdcbe6/uploads/images/x6gyhqiati/IMG_1066.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ein Gespräch mit Ulf Röller über Opportunismus! Aber wer ist Ulf Röller und was ist Opportunismus? Michel Friedman hatte diese Woche wieder einen Termin in der Oper, um mit einem Gast über einen Grundbegriff zu sprechen. Diesmal der angesprochene Opportunismus mit dem uns unbekannten Ulf Röller. Nur wer einen Fernseher hat, kann ihn kennen, als Reporter des ZDF. Ulf Röller lebte in den vergangenen Jahren in Washington D.C., als dort Donald Trump regierte, und in Peking, als dort Xi Jinping (und das Coronavirus) regierte. </p><p>Derzeit berichtet er aus Brüssel, wer dort regiert, ist ja immer schwer zu sagen und von immer anderen Sachen abhängig. Abwechselnd tun sich die EU-Kommissionspräsidentin, Viktor Orban, oder der deutsche Bundeskanzler im Wettstreit mit dem französischen Präsidenten und heute sogar manchmal wieder der britische Premier, schwer damit, in eine gemeinsame Richtung zu führen. Das zu erklären ist schwer. Dafür braucht man Journalisten und ein gutes Ordnungsprinzip, also beispielsweise einen geeigneten Grundbegriff – wie Opportunismus.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/1b18b243-86f3-4859-b71c-7e6281fdcbe6">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 26 Mar 2025 17:17:26 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Demokratie und Drama, Republik und Rausch]]></title>
      <description><![CDATA[Die Demokratie ist eine Erfindung des antiken Athen. Ja, aber wo und von wem genau? Eine Stätte sticht auf der Suche besonders hervor, gekennzeichnet von Besäufnis und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Demokratie ist eine Erfindung des antiken Athen. Ja, aber wo und von wem genau? Eine Stätte sticht auf der Suche besonders hervor, gekennzeichnet von Besäufnis und Pimmelvergleich.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ea4bc3ab-1240-4dc3-b99b-0ed4ca8ad6b4/uploads/images/wkteu2zt6w/Modell.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich bin für ein paar Tage in Griechenland und blicke von meiner Terrasse auf etwas, das in erster Linie ein Naturschauspiel ist. Mitten im heutigen Athen steht ein Felsblock, der jeden Tag die ersten und letzten Sonnenstrahlen einfängt und nachts so hell beleuchtet wird wie ein Flughafen. Allerdings nur, damit es schön aussieht. Nachts darf man nur unten um den Berg herum spazieren gehen und das fühlt sich an, als wollte man den Göttern oben ihre Ruhe gönnen.</p><p>Im Akropolis-Museum sind sie im Keller aufgereiht, wie Superhelden: mit Namen und wofür sie stehen. Die Chefin der Runde, Ἀθηνᾶ, überstrahlte damals die Stadt. Auf dem Hügel der heiligen Stätten war sie die Heiligste. Neun Meter soll die Statue von Athena Promachus hoch gewesen sein, um schon von der See aus sichtbar zu sein. Besucht man die Gegend heute, geht man durch beeindruckende Tore und Tempel, von Athena gibt es aber leider nur noch den Sockel. Im Parthenon (dem Säulen-Tempel den wir üblicherweise als <em>die Akropolis</em> bezeichnen) soll sie sogar zwölf Meter hoch aus Gold und Elfenbein gestanden haben. Davon ist derzeit gar nichts zu sehen, das ist einfach zu alte Geschichte.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/ea4bc3ab-1240-4dc3-b99b-0ed4ca8ad6b4">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 13 Mar 2025 16:44:38 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[„The Circle“ in Hamburg]]></title>
      <description><![CDATA[Vor mehr als zehn Jahren erschien ein Buch, das mit jedem Tag aktueller wird. In Hamburg ist es derzeit auf der Bühne zu sehen. Selbst wenn man kein Theaterfan ist,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Vor mehr als zehn Jahren erschien ein Buch, das mit jedem Tag aktueller wird. In Hamburg ist es derzeit auf der Bühne zu sehen. Selbst wenn man kein Theaterfan ist, sollte man es zumindest gelesen haben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6bdd84e9-80f4-4f64-84d8-cf90507ccf3e/uploads/images/3b522zuqpj/Der_Circle_(c)_G2_Baraniak_10.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich habe es schon einige Male gesagt, ich gehe nicht gerne ins Theater. In der Kulisse ist meist zu wenig los und zur Intensivierung des Erlebnisses bleibt meist nur das emotionale Schauspiel. Das fand ich schon zu Schulzeiten schwierig, weil irgendwie übergriffig. Heute war ich aber mal wieder, ich wollte wissen, wie es um die Schöne Neue Welt steht.</p><p>Am 8. Oktober 2013 erschien ein Buch, das seinerzeit über sie aufklärte. Damals war die gute alte Zeit. Es war gerade Buchmesse in Frankfurt. Ich war im Feuilleton der F.A.Z. Die Zeitung hat noch ihre tägliche Buchmessenzeitung herausgegeben. Wir schwirrten durch die Stadt, weil die Messe auch in den Restaurants stattfand. Neuseeland hatte, wie jedes gute Gastland, Kochbücher mitgebracht. In all dem Trubel erschien Dave Eggers „THE CIRCLE“ in Amerika.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/6bdd84e9-80f4-4f64-84d8-cf90507ccf3e">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 07 Mar 2025 23:02:46 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Atomwaffentests im Terminkalender]]></title>
      <description><![CDATA[Donald Trump will alles durch Gespräche klären – wie ein Fürst in der „Guten Gesellschaft“. Doch so lässt sich keine Sicherheitspolitik machen. Europas Alternative zum…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Donald Trump will alles durch Gespräche klären – wie ein Fürst in der „Guten Gesellschaft“. Doch so lässt sich keine Sicherheitspolitik machen. Europas Alternative zum Reden ist das Planen – und zwar im größtmöglichen Maßstab. Wir brauchen neue Atomwaffen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0b81e13a-f260-4904-b576-1255c7e58385/uploads/images/ekgb5q3zwe/Firefly_Ein_lebendiger_riesiger_Baum_dessen_Baumkrone_wie_eine_Gehirn-Wolke_aussieht._Der_Baum_steht.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Inhaltlich lässt sich die heutige Situation im amerikanischen Oval Office schnell beschreiben: Trump hat die richtigen Vorhaltungen zu Krieg und Frieden dem falschen Gesprächspartner gemacht. Hätte da Putin statt Selenskyj gesessen, wäre es immer noch merkwürdig, aber leichter verdaulich gewesen.</p><p>Nun war es aber Wolodymyr Selenskyjs Termin bei Donald Trump, der ihm wohl durch Nachdruck von Emmanuel Macron vermittelt wurde. Macron ist, ohne Frage, ein Europäer. Ein Stück weit saß also vorhin Europa mit bei Trump – wie auch schon bei Keir Starmer, der als Nicht‑EU‑Mitglied, aber neuerdings Teilnehmer von EU‑Gipfeln, ebenfalls Europa mit nach Washington brachte.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/0b81e13a-f260-4904-b576-1255c7e58385">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 28 Feb 2025 22:09:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was sind kosmopolitische Gefühle?]]></title>
      <description><![CDATA[So viele Erklärungen, Experten und Einschätzungen. Dabei geht's doch um Trump und Terrorismus. Alte Literatur lehrt uns: Gefühle sind das Maß der Dinge. Wir sollten…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>So viele Erklärungen, Experten und Einschätzungen. Dabei geht&#39;s doch um Trump und Terrorismus. Alte Literatur lehrt uns: Gefühle sind das Maß der Dinge. Wir sollten wagen, uns darauf einzulassen und zwar ausgerechnet beim Nachrichtenkonsum.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4314292b-8243-4c36-a8f9-38a55b995e5f/uploads/images/fos7s5wkqx/Firefly_eine_Comigfigur_schaut_Nachrichten_und_ist_betrubt._Das_Bild_ist_bunt._Im_Hintergrund_leucht.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Im Podcast habe ich für kürzere Videos die Rubrik „Fernsehmomente“. Hier geht es um einen. Er ist zugleich wahnsinnig real und wahnwitzig artifiziell. Er zeigt ein Korrespondentengespräch, ein Format, das meistens aus Verlegenheit gewählt wird. Das Offensichtlichste soll gesagt werden; der Moderator im Studio könnte es einfach sagen. Monologe taugen aber nur zur Ankündigung, als Anbahnungen. Die Berichterstattung braucht aufwendigere Formate, mindestens ein Gespräch zu zweit. Wie hier:</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/4314292b-8243-4c36-a8f9-38a55b995e5f">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 20 Feb 2025 06:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das neue Amerika]]></title>
      <description><![CDATA[Amerikas Vizepräsident belehrt die Europäer über ihre inneren Feinde. Es ist gut, dass er sich Gedanken macht. Doch das „agierende Europa“, schrieb Peter Sloterdijk, sei…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Amerikas Vizepräsident belehrt die Europäer über ihre inneren Feinde. Es ist gut, dass er sich Gedanken macht. Doch das „agierende Europa“, schrieb Peter Sloterdijk, sei Amerikas Ostküste. Eine komische Idee, doch dieses Wochenende zeigt: Der Philosoph hat recht!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4066b632-9c8f-4db9-9211-c4bff0e8280c/uploads/images/aruhyjgg47/friiyo_Ein_venezianischer_Ball_in_einem_prunkvollen_Palast_wo_d_8bbc5408-d2c8-43f3-be90-b7c8dc5b93d1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Der Ton ändert sich, was überfällig war. Die Neuen sind erstmals in Europa, sie reden, und die Zuhörer sind schockiert. Bei der Zeit ist zu lesen, worüber Vizepräsident Vance heute in München sprach: „Die größte Gefahr für Europa, behauptet Vance in seiner Rede, sei nicht Russland, nicht China. Sondern die ‚Gefahr von innen‘. Dann zeichnet er ein Bild von Europa, in dem die Meinungsfreiheit ausgehöhlt ist, ein Europa, in dem Wahlen willkürlich annulliert werden und der Wählerwille missachtet.“ Wir merken uns mal, wie er von Europa redet.</p><p>Bei The Atlantic hat Anne Applebaum heute schon zu neuen Worten gemahnt. Es gebe Grundbegriffe für das, was Trump und Musk derzeit tun, schreibt sie in der Überschrift. Und dann heißt es in ihrer Unterzeile: „Wie der Regime-Change in Amerika abläuft.“ Das ist nicht schlecht. So könnte die skandalöse Verleihung des Friedenspreises vergangenen Herbst noch ihr Gutes haben: Anne Applebaum? War das nicht die, der wir zuhören sollen? Heute ja.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/4066b632-9c8f-4db9-9211-c4bff0e8280c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 15 Feb 2025 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wo verankern wir die „Realität“?]]></title>
      <description><![CDATA[Niemand liest mehr Zeitung, wir hören politische Podcasts. Aber was wird dort besprochen? Wir sollen das Grundgesetz originalistisch auslegen, mit dem Kanzler Geburtstag…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Niemand liest mehr Zeitung, wir hören politische Podcasts. Aber was wird dort besprochen? Wir sollen das Grundgesetz originalistisch auslegen, mit dem Kanzler Geburtstag feiern und „Theorien“ der praktischen Radikalität folgen. Das geht nicht auf.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d919765-dc8e-4215-839b-a7bc01f8fdd1/uploads/images/rn2ludsasq/profwissen.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Auf der Suche nach Orientierung werden jetzt Haken geschlagen. Normale Menschen nehmen zwar auch morgen denselben Bus wie gestern, kaufen weiterhin dasselbe Brot und sie hören dieselben Podcasts. In denen allerdings regiert nun das Chaos, was sich darin zeigt, wie angestrengt geruhsam die Erforschung von Realität und Richtung verläuft. Journalisten, die nicht mehr weiterwissen, könnten das stattdessen auch ehrlich sagen.</p><p>Paul Ronzheimer betitelte seinen Podcast heute Morgen Scholz’ „Hofnarr“-Ausraster: Paul stand daneben. Hofnarr, Ausraster, Paul? Nennen wir ihn Paul. Er war auf der Geburtstagsfeier eines Industriellen, mit anwesendem Kanzler und weiteren Wahlkämpfern. Worte sind gefallen, Skandale werden konstruiert, aber erst Tage später. Ausgerechnet Ronzheimer fragt in seinem Podcast.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/8d919765-dc8e-4215-839b-a7bc01f8fdd1">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 16:51:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Smalltalk mit Milliardären]]></title>
      <description><![CDATA[Milliardäre können gar nicht anders: Jeden Tag werden sie mindestens 100.000 Euro reicher. Können sie uns nicht einfach vor allem Unheil retten? Nein. Es ist das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Milliardäre können gar nicht anders: Jeden Tag werden sie mindestens 100.000 Euro reicher. Können sie uns nicht einfach vor allem Unheil retten? Nein. Es ist das Gespräch nicht wert. Drei Vorschläge gegen die Verlegenheit beim Smalltalk mit den Crazy Rich.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/58aa2686-5e2e-46c9-8856-faac196b5aab/uploads/images/qmcnmiq3wo/friiyo_Ein_moderner_superreicher_lterer_Mann_in_einem_luxurisen_c0b771ef-33ba-4543-8a3b-78846c8ea4a0.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Gehen wir von einem einfachen Milliardär aus, einem einzelnen Menschen mit einer einzelnen Milliarde Euro. Er legt sein Geld sehr vorsichtig und zurückhaltend, absolut krisensicher mit stabiler Rendite an. In dieser Preisklasse sind das 7 Prozent, also 70 Millionen Euro Ertrag im Jahr. Damit kann er immer planen. Im Alltag, nach Abzug aller Kosten für den gierigen Staat, das fleißige Family-Office, die Piloten, Köche und Kapitäne, bleiben ihm netto 100.000 Euro Geldzufluss am Tag.</p><p>Dieses Geld prägt Persönlichkeiten, nicht nur die des Milliardärs, sondern die aller, die mit ihm zu tun haben. Das Geld lässt kein Gespräch und kein Gemüt unberührt. Julia Friedrichs hat darüber in ihrem Buch CRAZY RICH geschrieben. Die Textstelle ist kurz und aussagekräftig. Sie schildert es stellvertretend für jeden.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/58aa2686-5e2e-46c9-8856-faac196b5aab">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 09 Feb 2025 15:39:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Trumps unerhörte Kriegsführung]]></title>
      <description><![CDATA[Das erste, was in Kriegen stirbt, ist bekanntlich die Wahrheit. Gespräche über Kriege fallen dadurch schwer. Wer über sie redet, führt sie immer auch ein bisschen. Nicht…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ce43f4f5-6f50-4058-aeb6-6fb38e44c4c1/uploads/images/c2usb4iofi/CleanShot_2025-02-07_at_14.59.32_2x.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das erste, was in Kriegen stirbt, ist bekanntlich die Wahrheit. Gespräche über Kriege fallen dadurch schwer. Wer über sie redet, führt sie immer auch ein bisschen. Nicht einmal der Spruch &quot;Don&#39;t mention the war&quot;, ursprünglich aus einer britischen Comedy-Serie mit dem Episodentitel &quot;The Germans&quot;, diente als Schlussstrich. War ja eh anders gemeint. &quot;In der Küche keine Politik&quot; ist auch nur als Kampfansage zu verstehen. Die einfachste Definition von Krieg ist daher: Krieg ist, was wir nicht wollen, nicht mal darüber reden.</p><p>Krieg ist damit schlicht das Gegenteil von Frieden und Wahrheit, aber dadurch: totale Wirklichkeit. Wenn Krieg ist, ist Krieg, ob man (darüber reden) will oder nicht. Worauf man sich noch gemeinsam verständigen kann, ist, wann sie begannen: 1. September 1939, 28. Juli 1914, 12. April 1861, Prager Fenstersturz, Helenas Entführung. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schweinekonflikt">Schweinekrieg</a>zwischen Amerika und Großbritannien begann am 15. Juni 1859, als ein Bauer auf San Juan ein Schwein erschoss.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/ce43f4f5-6f50-4058-aeb6-6fb38e44c4c1">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 07 Feb 2025 14:13:37 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Michel Friedmans leblose Philosophie]]></title>
      <description><![CDATA[Anne Brorhilker wollte als Staatsanwältin die Cum-Ex-Milliarden zurückholen. Dann wechselte sie die Seite. Wer ihren Talks im Chaos-Umfeld zuhörte, kennt das Ausmaß der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Anne Brorhilker wollte als Staatsanwältin die Cum-Ex-Milliarden zurückholen. Dann wechselte sie die Seite. Wer ihren Talks im Chaos-Umfeld zuhörte, kennt das Ausmaß der Misere. Michel Friedman wollte im Gespräch mit ihr nichts davon wissen. Kann man über Macht reden, aber vom Geld schweigen?</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ed6a6c9c-8f41-4393-bcb0-84c89ad83d68/uploads/images/cym33z23j2/tempImageJjy3XO.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich habe Michel Friedman geliebt. Als er sein <a href="https://literaturhaus-frankfurt.de/programm/termine/frankfurt-premiere-michel-friedman-fremd-2022-10-12/">Buch „Fremd“ im Literaturhaus Frankfurt</a> vorstellte, las Peter Schröder Auszüge. Das war so bewegend, dass wir im nächsten Frühling ins Schauspiel Frankfurt gingen, nur um <a href="https://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/a-z/macbeth/">Peter Schröder als König</a> zu sehen. FREMD habe ich <a href="https://steadyhq.com/de/neuezwanziger/posts/2f7d7b15-6688-40a5-863d-2f4efe826c7c">im Neue Zwanziger Salon besprochen</a>, bei Jung &amp; Naiv empfohlen und als eines der wenigen Bücher gedruckt zu Hause.</p><p>Sein Gespräch mit Mithu Sanyal im Jüdischen Museum war ein Highlight. Es ging um Liebe und nach etwa einer Stunde auch um Politik. Ihr fiel es leicht, anzumerken, dass mehr Liebe auch in der Politik, wo sie als Gegengewicht gebraucht würde, etwas Gutes sei. Die Leute stimmten zu. Doch Friedman widersprach: „Sie macht mir genauso Angst, weil ich von dir gelernt habe, vor einer Stunde ungefähr, dass Hass und Liebe eine gewisse Synonymisierung des Affektes und des Unkontrollierten sind. Die Antwort in der Politik ist nicht Gleichgültigkeit, aber Liebe, die enttäuscht wird im Politischen, ist katastrophal für eine Gesellschaft.“</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/ed6a6c9c-8f41-4393-bcb0-84c89ad83d68">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 13:25:40 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Friedrich Merz’ drittes Scheitern]]></title>
      <description><![CDATA[Friedrich Merz galt als rhetorisches Talent mit wirtschaftspolitischer Kompetenz. Beides ist gefragt, beides war er nicht. Nun scheitert er auch als „AfD-Halbierer“. Nur…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Friedrich Merz galt als rhetorisches Talent mit wirtschaftspolitischer Kompetenz. Beides ist gefragt, beides war er nicht. Nun scheitert er auch als „AfD-Halbierer“. Nur als Wahlkämpfer taugt er noch, allerdings nicht mehr in seiner Sache. Der nächste Kanzler ist schon gescheitert.</em></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e8d75fb-9b02-4fb8-acb2-04de2cc34c88/uploads/images/hefwwwdb52/merz.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Schönes Merz-Bild von der Tagesschau</figcaption></figure><p>Fragt man das Publikum, gibt es zwei Antworten. Ja, möglichst viel Wandel, aber bitte ohne Überraschungen. Wahlkämpfen heißt, beides zumindest anzubieten. Regieren heißt, beides tatsächlich zu liefern. Schwule Hochzeiten, Atomausstieg, Ende der Wehrpflicht – aber ohne dass es jemand merkt. Es gelang ja mal, bis der Streit begann, ob eine nicht geschlossene Grenze auch eine geöffnete ist und ob Viren auch dann töten, wenn man sie gar nicht sieht. Sie war Kanzlerin, aber sie konnte nicht zaubern.</p><p>Die <a href="https://www.ostsee-zeitung.de/mecklenburg-vorpommern/angela-merkel-stellt-in-stralsund-ihre-biografie-vor-die-lesung-im-video-QOUHA6WLFBBFZPV4IQEGQCKNTE.html">Ostseezeitung hat dieses Bild</a> von Angela Merkel bei der ersten öffentlichen Lesung ihrer Memoiren in Stralsund gezeigt. Sieht man ihr Buch im Laden stehen, denkt man: Puh dick, zum Glück muss ich es nicht lesen, ich kenne sie. Ihr ist geglückt, wonach Martin Walser zuletzt strebte. Angela Merkel wurde zum Buch. Ganz ruhig erklärt sie, wie man vom Trabi in den Regierungsflieger wechselt, ohne dass es zu Turbulenzen im Nahverkehr kommt. Merkel-Biograph Ralph Bollmann war daraufhin »<a href="https://www.n-tv.de/politik/Autobiografie-Merkels-erscheint-Biograf-sieht-kaum-Neues-article25386661.html">leise enttäuscht</a>«. »<a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/merkel-buchvorstellung-100.html">Sensationen finden sich in ihrem Buch keine</a>«, schreibt Sabine Henkel für die ARD.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/0e8d75fb-9b02-4fb8-acb2-04de2cc34c88">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 27 Jan 2025 16:36:31 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bloombergs große Podcast-Analyse]]></title>
      <description><![CDATA[Der Sieg von Donald Trump war auch ein Sieg der Podcasts. Nun hat Bloomberg tausende Stunden Material untersucht und stellt fest: Einen so rapiden Strukturwandel der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Sieg von Donald Trump war auch ein Sieg der Podcasts. Nun hat Bloomberg tausende Stunden Material untersucht und stellt fest: Einen so rapiden Strukturwandel der Öffentlichkeit hat es nie zuvor gegeben. Das war’s mit dem Journalismus! Den alten Medien bleibt nur ein Ausweg.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2f16222b-79e7-41a3-93cd-ddcee122236d/uploads/images/hoziq77mpx/L1020217.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die große Auswertung ist da! Bei Bloomberg saßen sie zu siebt daran, die Nachrichtendiät der Wähler vor der Wahl zu studieren. Das bedeutete insbesondere: Relive Youtube. 2000 Videos, 1300 Stunden. Youtube, schreiben die Autoren, ist inzwischen der reichweitenstärkste Podcast-Player, mit mehr Publikum als Spotify oder Apple. Das allein ist schon bemerkenswert.</p><p>Laut des Pew Research Centers nutzen mehr als 90 Prozent der Erwachsenen Youtube. Drei Viertel aller Teenager schauen täglich dort vorbei. In den vergangenen zwei Jahren, schreiben sie bei Bloomberg, haben sich Youtuber und Podcaster als „der neue Mainstream“ etabliert.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/2f16222b-79e7-41a3-93cd-ddcee122236d">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 23 Jan 2025 20:37:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Stargate: Trumps KI-Plan(wirtschaft)]]></title>
      <description><![CDATA[Die Broligarchen stehen bereit. Sam Altman leitet Stargate, Trump schreibt Executive Orders zur Energienotversorgung, 10 Datencenter für „AI in America“ sind bereits im…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Broligarchen stehen bereit. Sam Altman leitet Stargate, Trump schreibt Executive Orders zur Energienotversorgung, 10 Datencenter für „AI in America“ sind bereits im Bau. Frank Schirrmacher hatte es schon damals gewusst: Die Neuauflage von „The Art of the Deal“ kommt nicht als Buch.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/daae5635-b79a-4976-a1c6-47ea3a8e39ff/uploads/images/huapamao3h/Altman.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Amtseinführung war wohl etwas irreführend. Sich ins Warme zurückzuziehen, um eine schlaftrunkene Antrittsrede zu halten, galt nur für den Moment. Stilprägend ist, wie es seitdem geschieht. Trump fährt wie erwartet zweigleisig. Es gibt ein politisches Kabinett mit all den Clowns, die irgendwann mal Verteidigung, Gesundheit und Bildung organisieren sollen. Und dann gibt es das zweite, wichtigere Kabinett der Broligarchie, das heute schon seine Arbeit aufgenommen hat.</p><p>Wir haben alle keine Sehgewohnheit für die komfortable Indoor-Amtseinführung eines amerikanischen Präsidenten, aber in der Rotunda des Kapitols sitzen für gewöhnlich nur Politiker. Gäste sitzen oben, zumindest bei Reden zur Lage der Nation oder anderen Anlässen. Nun sah man auch schon deutsche Fernsehprominente im Plenarsaal des Bundestags, wenn sie zur Bundesversammlung geladen wurden. Diese fahren aber am Abend wieder heim.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/daae5635-b79a-4976-a1c6-47ea3a8e39ff">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 21:04:43 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Markus Feldenkirchens Anstand]]></title>
      <description><![CDATA[Olaf Scholz hat seinen Kontrahenten unterstellt, das Volk zu belügen. Was nach einer einfachen Wahrheit klingt, bringt aber nun Journalisten „ins Stolpern“. Schaut man…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Olaf Scholz hat seinen Kontrahenten unterstellt, das Volk zu belügen. Was nach einer einfachen Wahrheit klingt, bringt aber nun Journalisten „ins Stolpern“. Schaut man sich die Aufgabenverteilung im politischen System an, wundert man sich darüber nicht.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/843b60af-e405-4517-8941-e1b14eca1956/uploads/images/ile4i75cvm/feldenkirchen.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist Wahlkampf. In diesem wird naturgemäß politisch kommuniziert. Der Wähler soll erfahren, was im Angebot ist, bevor er – so die soziologisch haltlose Unterstellung – seine inhaltlich geprägte Entscheidung trifft und sich für oder gegen politisches Personal entscheidet. Ist man ein Anhänger der Ideologie des aufgeklärten Wählers, muss man die Lüge naturgemäß skandalisieren. Das politische Publikum soll nicht veralbert werden, weil sonst die falschen Politiker im Parlament landen.</p><p>Markus Feldenkirchen, Spiegel- und Apofika-Journalist, ist ein Anhänger dieses Denkens. Entsprechend griff er den aktuellsten Wahlkampf-Stunt von Olaf Scholz in seinem Podcast auf. Der Kanzler sagte im Gespräch mit der F.A.Z.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/843b60af-e405-4517-8941-e1b14eca1956">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 21 Jan 2025 11:11:08 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Elon Musks Hitlergrüßchen]]></title>
      <description><![CDATA[Das Gespräch von Alice Weidel mit Elon Musk war eigentlich ein Missverständnis. Warum sprach sie so komisch von Hitler? Aus dem unverständlichen Sprechakt hat nun…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Das Gespräch von Alice Weidel mit Elon Musk war eigentlich ein Missverständnis. Warum sprach sie so komisch von Hitler? Aus dem unverständlichen Sprechakt hat nun ausgerechnet Elon Musk eine Lehre gezogen und auf Trumps Partybühne Hitler nachgespielt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8a0829b3-a4a0-4a14-822f-291588b3837e/uploads/images/e2dongvadq/musk.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das Gespräch von Alice Weidel mit Elon Musk war eigentlich ein Missverständnis. Zwar sind gerade alle Politiker etwas durch den Wind, weil mit den Besuchen in Podcasts die erste medienvermittelte politische Kommunikation entdeckt wurde, die noch effektiver Vertrauen und Vertrautheit zwischen Politikerin und Publikum schafft als das Haustürgespräch. Doch dafür sollte solch ein Podcast auch entsprechend ablaufen: kein Geschrei!</p><p>Empathie liegt aber nicht allen. Weidel hat sich wie auf ihrer Parteitagsbühne benommen und sich der Euphorie ergeben. Ihr konnte nur mit der Behauptung aus der Patsche geholfen werden, dass es ja gar nicht um das Gespräch gegangen sei, sondern um die Metadaten der Begegnung und das Ankündigungsspektakel der Tage zuvor. Auch meine amerikanischen Podcasts waren für einen kurzen Moment voll mit „Alice Weidel“.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/8a0829b3-a4a0-4a14-822f-291588b3837e">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 20:38:46 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Elon Musks Gamergate]]></title>
      <description><![CDATA[Elon Musk ist der erfolgreichste Unternehmer unserer Zeit – aber nur gemessen am Vermögen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Elon Musk ist der erfolgreichste Unternehmer unserer Zeit – gemessen am Vermögen. Sich auch als erfolgreicher Gamer feiern zu lassen, misslingt ihm allerdings, denn er bespielt seine Accounts offenbar nicht selbst. Statt dieses „Skandals“ stellt sich vielmehr die Frage, wer eigentlich seine Raketen entwickelt und die Autos baut.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/43ff992b-4325-444e-8e3c-1f160d50eedb/uploads/images/lzehh5gsol/image.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Elon Musk ist der erfolgreichste Unternehmer unserer Zeit. Das ist leicht gesagt, weil der Maßstab berechenbar und unbestechlich ist – Geld. Aber es ist doch zweiseitig bis zweischneidig. Zu 400 Milliarden Dollar kommt man nicht durch Arbeit, sondern nur durch Arbeitsteilung. Das Wortanhängsel hat hier dieselbe Funktion wie im Wort „Beteiligung“, von Seiten des Kapitals betrachtet. Geld ist eine absolute Kategorie. Bei den Anteilen geht’s um Relationen.</p><p>Es gibt einen Quotienten, der es abbildet. Er setzt sich zusammen aus dem Wachstum an Unternehmenswerten und den Anteilen aller, die dieses Wachstum mit vorantreiben. Private Equity-Verträge auf der einen Seite, Arbeitsverträge auf der anderen. Irgendwer muss die Geräte bezahlen und die Dinge erledigen, die als Ideen im Raum stehen.</p><p><a href="https://steady.page/36acfd03-0132-4c45-9090-25ba9dfd899b/posts/43ff992b-4325-444e-8e3c-1f160d50eedb">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 19 Jan 2025 20:18:06 +0000</pubDate>
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