
Howdy, y’all!
Wo waren wir vor ein paar Stunden stehengeblieben? Ach ja: Cloudflare-CEO Mathew Prince.
Cloudflare überwacht auch die Sicherheitslage im Web. Und dazu machte Prince drei erstaunliche Aussagen:
Als der Ukraine-Krieg begann erwarteten viele, dass es russische Cyberangriffe geben würde – doch da war kaum was. Prince sagte, er schiebe das auf die Verletzlichkeit der russischen IT-Security. Die sei nämlich in erheblichem Ausmaß angreifbar, weshalb er vermutet, die Russen hätten sich zurückgehalten, um nicht selbst ins Visier zu geraten.
Am 28 Februar bombardierten die USA den Iran. Am Tag vorher hätten sich die Hackerangriffe aus dem Iran versiebenfacht. Sein Verdacht: Die USA warnten den Iran vor.
Nicht sicher ist sich Prince, ob der Iran selbst seinen Bürgern das Internet abgeschaltet hat. Er schloss nicht aus, dass die Downtime durch israelische und amerikanische Hackerangriffe verursacht wurden. Denn ohne Internet fällt es dem Iran schwerer, seine Truppen und Raketen zu steuern.
Olympiastadion ohne Stadion
Für einen Tag starteten die Serien-Gründer Flora Geske und Till Kästner ein Munich Haus – mein Wohngemeinschaft-Kollege war als Münchener natürlich dort. Das berichtet er:
Bundesliga-Fieber im Munich Haus, einer charmanten Alternative zum doch eher klassischen German-Haus der SXSW. Bei Weißwurst, Brezn und Hefeweizen fieberten knapp hundert Bayern-Fans am frühen Samstag-Vormittag dem Bundesliga-Duell zwischen dem FC Bayern und Bayer 04 Leverkusen entgegen.
Die Amerika-Marketing-Chefin sowie Bernie, das lebensgroße Maskottchen der Bayern waren da. Das Spiel selbst, ach ja, man würde es in München wohl mit “mehr Dusel als Verstand” bezeichnen: zwei rote Karten für die Münchner, zwei aberkannte Tore für Leverkusen – am Ende ein glückliches 1:1 für die

“Eine klassische Austin-Erzählung”
Bei der SXSW 2019 war unsere Airbnb-WG Teil eines magischen Dinners. Das Eden East war eine Farm am Rand der Stadt, in der Sonya Coté ein wunderbares, saisonales und lokales Menü servierte.
Damals interviewte ich sie für unseren Podcast Völlerei & Leberschmerz. Sie sagte mir, dass irgendwann Farm und Restaurant von Hochhäusern umgeben sein würden – eine Art gallisches Restaurant.

Dan kam alles anders….
Sonya, Du hast das Restaurant aufgegeben. Was ist passiert?
Die Geschichte seitdem ist eine klassische Austin-Erzählung. Ursprünglich habe ich das Eden East Restaurant im Jahr 2013 als „Al-Fresco“-Farm-Dinner-Erlebnis auf der Springdale Farm in East Austin eröffnet. Im Jahr 2017 wurde das Grundstück an ein Entwicklungsunternehmen namens StoryBuilt verkauft, da sich die Stadt um uns herum rasant zu verändern begann. Wir konnten die Farm noch einige Jahre unter dem Namen Eden East Farm weiterführen, aber es war klar, dass das Land auf eine großflächige Bebauung zusteuerte.
Was dann passierte, war unerwartet. StoryBuilt ging in Konkurs und das Projekt kam zum Stillstand. Heute liegt das Land brach – ein riesiges Loch in der Erde, umgeben von Eigentumswohnungen und Baustellen, während die 100 Jahre alte Farm, die dort einst existierte, ausgelöscht wurde. Es ist ein seltsames Symbol für Austins Wachstumsgeschichte: Ackerland, das durch eine Bebauung ersetzt wurde, die nie wirklich zustande kam. (Falls Sie mal in der Stadt sind, schauen Sie es sich ruhig mal an.)
Im Jahr 2020 entschieden wir uns, nach Osten, nach Bastrop umzuziehen, etwa 30 Meilen außerhalb von Austin. Dort gab es noch Platz, um Lebensmittel anzubauen und etwas Dauerhafteres aufzubauen. Heute leite ich das Store House Market & Eatery, (Opens in a new window)ein Farm-to-Table-Restaurant in einem historischen Gebäude an der Main Street, zusammen mit der Eden East Farm (Opens in a new window), die nun gleich die Straße runter liegt und das Restaurant mit frischen Erzeugnissen versorgt. Zudem befinde ich mich derzeit in Mietverhandlungen für einen neuen Standort, um das ursprüngliche Eden-East-Konzept zurück nach Austin zu bringen.

Wie hat sich die Gastronomie in Austin verändert?
Austin selbst hat sich enorm verändert, seit wir das letzte Mal gesprochen haben. Die Stadt ist sehr schnell gewachsen – mehr Tech-Unternehmen, mehr Hochhäuser und viel mehr Menschen. Die Gastroszene ist immer noch unglaublich kreativ, aber sie ist auch teurer und wettbewerbsintensiver geworden. Gleichzeitig gibt es ein wachsendes Interesse an bewusster Herkunft der Produkte und an Köchen, die tiefgründigere Geschichten darüber erzählen, woher ihre Zutaten stammen.
Für die Leserinnen und Leser, die nach Austin kommen: Hast Du Restaurant-Tipps?
Aber natürlich:
Nixta Taqueria
Birdie's
Intero
Dai Due
Und falls jemand bereit ist, sich ein wenig aus der Stadt herauszuwagen: Bastrop hat sich ebenfalls zu einem großartigen kleinstädtischen Ziel für Foodies entwickelt.
Unser Interview von 2019 kannst Du hier hören:
https://open.spotify.com/episode/0Nq9Urmdwg4PtefYh35CAF?si=0TS2YywpSQuLOz5sQb-EwA (Opens in a new window)Morning Sunshine: Ananas, Orange, Banane, Mango, Goji und Bienenpollen aus der Gegend – danke für den Drink!
Und damit
Later, y’all!