Passer au contenu principal

Warum wir im Januar zum Zombie mutieren…

“Sorry, ich weiss nicht, welcher Wochentag heute ist!”

Über die Zeit zwischen den Jahren und die erste Januarwoche

Völlig verrückt, die Zeit zwischen den Jahren! Aber das Schöne ist: Wir sind alle weird! Irgendwie beruhigend, oder?

Ich bin verwirrt. Grundsätzlich in dieser Zeit. Was ist da nur los in der Zeit zwischen den Jahren? Plus die erste Januarwoche. Ich bin in der Regel ein durchgetimetableter Kontrollfreak, der alle Termine im Blick hat. Und das sind einige mit drei Kindern. Ich vergesse selten etwas. (Höchstens neulich als ich unserer Kindergärtnerin Verena das Geld für den Grundschulausflug geben wollte…) Aber in dieser Zeit weiss ich meistens nicht mehr, wo oben und unten ist, welcher Wochentag gerade stattfindet und ob die Geschäfte geöffnet sind. Wann ich aufstehen und wann ich meinen Kopf aufs Kopfkissen legen soll. Was es zum Mittagessen geben soll, wenn das Frühstück um 11.30 beginnt. Ist die nächste Mahlzeit dann nicht besser gleich Abendbrot? Und kann man gleich drei Mal Enten- leftovers essen? Frage für einen Freund.

Die Plätzchen sind gegessen, der Baum steht noch und auf den Strassen liegen schon oder noch die Knallerbsenreste. Was ich allerdings beobachte: Es geht nicht nur mir so. Alle sind leicht benebelt. Was, wenn wir nicht tausend Pläne haben, ja gar nicht so schlimm wäre. Wir fallen einfach mal aus der Zeit und lassen 5 gerade sein. Ich finde ja besonders Eltern mit kleineren Kindern sei das gegönnt! Aber warum fühlen wir uns eigentlich alle, als würden wir auf rohen Eiern gehen?

Fakt ist: Zwischen den Jahren und an Neujahr kippt unser gewohnter Rhythmus oft komplett um: Wir sumpfen die Nacht herum, schlafen dann zu lange in den Tag hinein, essen unregelmässig, gerne zu fettig oder zu süß, sitzen meist mehr oder hängen herum, weil ja nichts anliegt. Unser Körper dosiert also weniger Energie, unser Stresshormon Cortisol und unser Schlafhormon Melatonin geraten logischerweise aus dem Takt. Und so werden wir langsamer und müder. Dann kommt noch die Psychokomponente hinzu: Das Jahr geht zu Ende, wir sind im Übergang, Gedanken kreisen und wir ziehen mindestens passiv Bilanz. Und dann gibt´s ja noch so tolle Neujahrsvorsätze, die uns schon wieder unter Druck setzen. Innere Unruhe steht also quasi vor der Tür auf der Fußmatte.

Hinzu kommt: Gesellschaftlich ist quasi alles auf Pause. Banken, Büros und Geschäfte sind häufig noch geschlossen oder reduziert geöffnet. So richtig geht es erst nach dem 6.1. wieder los. Noch ein Zeitraster, das wegbricht.

Und was heisst das alles? Es ist völlig normal, durcheinander zu sein! Wir sind innerlich quasi im Winterschlaf, das Gehirn könnte sich mal so richtig sortieren, würden wir uns eine Social Media-Pause und etwas Reizurlaub gönnen. Am Besten sollten wir diese Zeit nutzen und nach aller Kraft faulenzen. Nichts tun. Oder gemütlich Pläne schmieden, die uns Spaß machen. Ansonsten einfach zu Hause einwickeln! Die Welt wartet auf uns. Versprochen! Und wenn jemand was von uns will, sagen wir einfach: "Sorry, ich bin zwischen den Jahren, und nein, ich habe keine Ahnung, welcher Wochentag heute ist.”

Sujet MINDSET & PERSPEKTIVE

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de THE FUNCKY CLUB et lancez la conversation.
Adhérer