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    <title>Trainieren. Lachen. Wachsen. </title>
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    <description>Geschichten, Impulse und Projekte über Sport, Menschen und Entwicklung.</description>
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      <title><![CDATA[Talent früh erkennen? Vielleicht stellen wir die falsche Frage.]]></title>
      <description><![CDATA[Wer wird später Weltklasse? Was 25 Jahre Forschung über Talent, Training und gute Entwicklung zeigen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Was 25 Jahre Forschung über Talententwicklung zeigen – und warum einige Ergebnisse von Prof. Dr. Arne Güllich ziemlich grundsätzliche Fragen für Trainer, Eltern, Vereine und Fördersysteme aufwerfen.</em></p><p>Wer weiß schon, was aus einem Kind wird?</p><p>Mit dieser Frage endete vor einigen Wochen unsere Geschichte über Rico Bogen, Bianca Bogen und Caroline Pohle. Drei Kinder aus dem Leipziger Schwimmsport, drei unterschiedliche Wege – und später drei Athletinnen und Athleten in der internationalen Spitze des Triathlons.</p><p>Das Interessante daran war nicht, im Rückblick nach Anzeichen dafür zu suchen, dass man ihre späteren Karrieren eigentlich schon hätte erkennen müssen. Im Gegenteil.</p><p><strong>Man konnte es nicht wissen.</strong></p><p>Genau an diesem Punkt wollten wir weiterdenken. Denn die Frage reicht weit über drei einzelne Sportbiografien hinaus: Wie gut können wir eigentlich erkennen, welches Kind später einmal im Spitzensport erfolgreich sein wird? Was sagt früher Erfolg tatsächlich über spätere Leistung aus? Und was bedeutet das für die Art, wie wir junge Sportlerinnen und Sportler trainieren, auswählen und fördern?</p><p>Damit landen wir ziemlich unmittelbar bei der Forschung von Prof. Dr. Arne Güllich.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5204a7c3-ea06-4b43-977f-a1819f1ccd34/uploads/images/spc4kusto5/TLW_FINAL_01_Talent_frueh_erkennen.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="TLW-Grafik zur Talententwicklung nach Forschung von Prof. Dr. Arne Güllich."/><figcaption>Talent früh erkennen? Vielleicht stellen wir die falsche Frage. Ein Blick auf die Forschung von Prof. Dr. Arne Güllich zur Talententwicklung, ausgehend von Episode 11 des Deutsche-Sporteltern-Podcasts.</figcaption></figure><h2>Was wissen wir eigentlich über Talent?</h2><p>Prof. Dr. Arne Güllich beschäftigt sich gemeinsam mit einem internationalen und interdisziplinären Forschungsteam seit rund 25 Jahren mit Talent- und Leistungsentwicklung. In Episode 11 des Podcasts <a href="https://www.deutschesporteltern.de/"><em>Deutsche Sporteltern</em></a> spricht er mit Achim Frommann darüber, was wir inzwischen über die Entwicklungswege erfolgreicher Spitzensportler wissen – und einige Ergebnisse stellen ziemlich verbreitete Vorstellungen über Talententwicklung infrage.</p><p>Wer im Nachwuchs ganz vorne ist, besitzt die besten Aussichten auf spätere Weltklasse. Wer besonders talentiert ist, sollte möglichst früh erkannt und gefördert werden. Und wer früh viel in seiner Hauptsportart trainiert, verschafft sich einen Vorsprung für später.</p><p>Das klingt zunächst durchaus plausibel.</p><p>Nur: So einfach scheint Entwicklung nicht zu funktionieren.</p><a href="https://youtu.be/b3l2iO04hTo?si=L1Py9ryxkklR-JmC">https://youtu.be/b3l2iO04hTo?si=L1Py9ryxkklR-JmC</a><p>Wer die Zeit hat: Das gesamte Gespräch lohnt sich. Episode 11 des Podcasts <em>Deutsche Sporteltern</em> mit Prof. Dr. Arne Güllich gibt es auch bei <a href="https://open.spotify.com/episode/7g0xcHy8DDMBMvMUX7Kt5U?si=BZz61LlORp2QjkUCoRd3MA">Spotify</a>.</p><a href="https://open.spotify.com/episode/7g0xcHy8DDMBMvMUX7Kt5U?si=CgQATJkHQeaW9To3kZcSGQ">https://open.spotify.com/episode/7g0xcHy8DDMBMvMUX7Kt5U?si=CgQATJkHQeaW9To3kZcSGQ</a><p>Eine Zahl aus dem Gespräch bleibt besonders hängen: <strong>ungefähr zehn Prozent</strong>.</p><p>So groß ist nach den von Güllich dargestellten Untersuchungen die Überlappung zwischen der Population erfolgreicher Juniorinnen und Junioren und der Population erfolgreicher Erwachsener.</p><p>Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass pauschal nur zehn Prozent aller geförderten Talente später erfolgreich werden. Güllich erklärt im Gespräch ziemlich genau, wie diese Zahl zustande kommt: Man betrachtet einerseits, wie viele erfolgreiche Junioren später ein vergleichbares internationales Leistungsniveau als Erwachsene erreichen, und andererseits, wie viele erfolgreiche Erwachsene bereits als Junioren auf diesem Niveau vertreten waren. Kombiniert man beide Perspektiven, ergibt sich eine Überlappung von ungefähr zehn Prozent. Die beiden Gruppen bestehen also zu einem sehr großen Teil aus unterschiedlichen Menschen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5204a7c3-ea06-4b43-977f-a1819f1ccd34/uploads/images/3hmu3stz5k/TLW_FINAL_02_10_Prozent_Ueberschneidung.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Nur rund 10 % Überschneidung zwischen erfolgreichen Junior:innen und Erwachsenen."/><figcaption>Erfolgreiche Junior:innen und erfolgreiche Erwachsene überlappen sich in den von Prof. Dr. Arne Güllich dargestellten Untersuchungen nur zu ungefähr zehn Prozent. Früher Erfolg ist damit keine verlässliche Prognose für spätere Weltklasse.</figcaption></figure><p>Dazu passt ein zweites Ergebnis. Güllich formuliert es im Podcast so:</p><blockquote><p><strong>„Die Faktoren, die den kurzfristigen Juniorenerfolg bestimmen und die Faktoren, die den langfristigen Seniorenerfolg bestimmen, sind unterschiedlich und teilweise sogar gegensätzlich.“</strong></p></blockquote><p>Früher Einstieg in die Hauptsportart, frühe Wettkämpfe, frühes intensiviertes sportartspezifisches Training, wenig Erfahrung in anderen Sportarten und die frühe Aufnahme in Talentförderprogramme hängen demnach eher mit frühem Juniorenerfolg zusammen.</p><p>Bei langfristigem Weltklasseerfolg zeigt sich in den Untersuchungen tendenziell das umgekehrte Muster.</p><p>Auch die Leistungskurven sind interessant. Viele spätere Weltklasseathletinnen und -athleten waren als Jugendliche keineswegs schlecht. Sie waren häufig bereits überdurchschnittlich gut. Die meisten gehörten aber nicht zur absoluten Juniorenspitze. Güllich beschreibt, dass spätere Weltklasseathleten ihre später lediglich national erfolgreichen Konkurrenten häufig erst in der späteren Adoleszenz überholten – ungefähr zwischen 16 und 21 Jahren.</p><p>Gerade in Sportarten wie dem Schwimmen ist das ein bemerkenswerter Gedanke. Leistungen lassen sich schon bei sehr jungen Sportlerinnen und Sportlern scheinbar objektiv vergleichen: Zeiten, Platzierungen, Punkte, Normen, Bestenlisten.</p><p><strong>Eine unserer Schwierigkeiten besteht darin, Messbarkeit mit Vorhersagbarkeit zu verwechseln.</strong></p><p>Wir können ziemlich genau feststellen, wie schnell ein zwölfjähriges Kind heute 100 Meter schwimmt. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass wir ebenso genau wissen, wie gut dieser Mensch mit 22 sein wird.</p><p>Noch überraschender wird es beim Training.</p><p>Die späteren Weltklasseathletinnen und -athleten hatten in den von Güllich dargestellten Untersuchungen bis zum Alter von 22 Jahren rund <strong>20 Prozen</strong>t weniger Training in ihrer Hauptsportart angesammelt als ihre Konkurrentinnen und Konkurrenten, die später nationale Klasse erreichten. Gleichzeitig hatten sie häufiger Erfahrungen in anderen Sportarten gesammelt; im Gespräch spricht Güllich im Mittel von zwei weiteren Sportarten.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5204a7c3-ea06-4b43-977f-a1819f1ccd34/uploads/images/baql6w27si/TLW_FINAL_03_20_Prozent_weniger_Training.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Spätere Weltklasse hatte bis 22 rund 20 % weniger Hauptsporttraining."/><figcaption>Spätere Weltklasseathlet:innen hatten bis zum Alter von 22 Jahren rund 20 Prozent weniger Training in ihrer Hauptsportart angesammelt als später national erfolgreiche Athlet:innen und häufiger Erfahrungen in weiteren Sportarten. Ein beobachtetes Entwicklungsmuster – keine Trainingsanweisung.</figcaption></figure><p>Daraus sollte man allerdings nicht die nächste einfache Formel machen.</p><p><strong>Weniger Training macht nicht automatisch erfolgreicher.</strong></p><p>Güllich beschreibt ein statistisches Entwicklungsmuster, keine Trainingsanweisung. Die interessantere Frage lautet deshalb: Welche Art von Training braucht ein junger Mensch – zu welchem Zeitpunkt und für welches Entwicklungsziel?</p><p>Andere Sportarten sind nicht zwangsläufig verlorene Trainingszeit. Und weniger spezifisches Training in jungen Jahren bedeutet nicht zwangsläufig weniger langfristiges Potenzial.</p><h2>Fördern heißt auch auswählen</h2><p>Leistungssport kommt ohne Auswahl nicht aus. Trainingsgruppen haben begrenzte Plätze, Fördermittel sind begrenzt, Kader und Mannschaften müssen nominiert werden. Nicht jeder kann jederzeit überall gefördert werden.</p><p>Die entscheidende Frage ist deshalb weniger, ob wir auswählen, sondern was wir glauben, mit einer solchen Auswahl bereits über die Zukunft eines jungen Menschen zu wissen.</p><p>Auch dazu nennt Güllich eine bemerkenswerte Zahl.</p><p>Über alle untersuchten olympischen Sportarten hinweg liegt die jährliche Auffrischungsquote in Talentförderprogrammen bei <strong>36,3 Prozent</strong>. Nach zwei Jahren ist damit mehr als die Hälfte einer Förderpopulation ausgetauscht. Junge Menschen, die zunächst als besonders förderungswürdig eingeschätzt wurden, verlassen das System. Andere kommen später hinzu.</p><p>Güllich führt das nicht darauf zurück, dass in diesen Systemen grundsätzlich schlecht gearbeitet würde. Im Gegenteil: Er spricht ausdrücklich über hoch qualifizierte Expertinnen und Experten. Das grundsätzliche Problem liegt für ihn an anderer Stelle – in der weitgehenden Unvorhersagbarkeit individueller Leistungsentwicklung.</p><p>Deshalb lohnt es sich, deutlicher zwischen zwei Aussagen zu unterscheiden:</p><p><strong>Dieses Kind erfüllt heute unsere Förderkriterien.</strong></p><p>Und:</p><p><strong>Wir wissen, welches langfristige Potenzial dieses Kind besitzt.</strong></p><p>Das Erste müssen Fördersysteme entscheiden können. Beim Zweiten mahnt die Forschung zu erheblich mehr Vorsicht.</p><p>Damit kommt allerdings noch eine andere Seite der Talentförderung ins Spiel: Was passiert eigentlich mit jungen Menschen, wenn ein Förderweg endet?</p><p>Güllich verweist im Podcast auf eine englische Untersuchung mit deselektierten Nachwuchsfußballern. Bei <strong>55 Prozent </strong>wurden dort klinisch relevante Stress- und Depressionssymptome festgestellt. Er weist zugleich ausdrücklich darauf hin, dass andere Untersuchungen diesen hohen Wert nicht repliziert haben; dort erinnert er Größenordnungen von ungefähr <strong>30 bis 35 Prozent</strong>.</p><p>Auch daraus sollte keine pauschale Schlagzeile über Nachwuchsleistungssport werden.</p><p>Förderung kann jungen Menschen großartige Erfahrungen ermöglichen: Freundschaften, Reisen, sportliche Entwicklung, Selbstvertrauen, besondere Erlebnisse und Chancen, die weit über eine Ergebnisliste hinausgehen.</p><p>Aber intensive Förderung hat auch einen Preis. Zeit, Wege, Belastungen, weniger Zeit für Freunde und Familie, möglicherweise Konflikte zwischen Schule und Sport. Güllich spricht in diesem Zusammenhang von Opportunitätskosten – also auch vom Wert dessen, was ein junger Mensch in dieser Zeit nicht tun kann.</p><p>Und deshalb endet Verantwortung vielleicht nicht automatisch in dem Moment, in dem Förderung endet.</p><h2>Kindeswohl oder Spitzenleistung?</h2><p>An diesem Punkt berührt das Gespräch eine der grundsätzlichen Fragen des Nachwuchsleistungssports.</p><p>Wenn über Nachwuchsleistungssport diskutiert wird, entsteht schnell ein vermeintlicher Gegensatz. Auf der einen Seite Leistung, Anspruch, Training und der Weg zur Weltklasse. Auf der anderen Seite Freude, Kindeswohl, Persönlichkeitsentwicklung und Schutz.</p><p>Als müsste man sich irgendwann entscheiden.</p><p>Gegen Ende des Podcasts sprechen Achim Frommann und Arne Güllich über Kinderschutz und darüber, dass dieser nicht nur in Konzepten und auf dem Papier existieren darf. Güllich wird an dieser Stelle bemerkenswert deutlich:</p><blockquote><p><strong>„Der derzeitige Stand der Forschung legt ja nahe, dass Kinder möglichst gut zu beschützen und außergewöhnliche Leistungen zu entwickeln ein und dasselbe ist.“</strong></p></blockquote><p>Anschließend verweist er auf die Forschungsrichtung <strong>Positive Youth Development</strong>. Dort geht es unter anderem um sichere und freudvolle Sporterfahrungen, Persönlichkeitsentwicklung, Verantwortungsbewusstsein, soziale Fähigkeiten, emotionale Intelligenz und Selbstbestimmung.</p><p>Güllich berichtet, diese Erkenntnisse mit den empirisch beobachteten Entwicklungsmustern besonders erfolgreicher Athletinnen und Athleten verglichen zu haben.</p><p>Sein Fazit ist bemerkenswert kurz:</p><blockquote><p><strong>„Das deckt sich.“</strong></p></blockquote><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5204a7c3-ea06-4b43-977f-a1819f1ccd34/uploads/images/jscszeklae/TLW_FINAL_04_Kindeswohl_und_Spitzenleistung.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Kindeswohl und langfristige Spitzenleistung werden als miteinander vereinbar dargestellt."/><figcaption>Kindeswohl oder Spitzenleistung? Prof. Dr. Arne Güllich verweist auf Forschung zu Positive Youth Development: Schutz, Freude, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung stehen langfristiger Leistungsentwicklung nicht entgegen – sie können Teil derselben Entwicklung sein.</figcaption></figure><p>Freude, Beziehungen, Sicherheit, Persönlichkeitsentwicklung und Leistung müssen wir also möglicherweise gar nicht gegeneinander verteidigen. Richtig verstanden, können sie Teile derselben Entwicklungsaufgabe sein.</p><p>Vielleicht sind sie – richtig verstanden – Teile derselben Entwicklungsaufgabe.</p><p>Das ist keine Absage an Leistung. Kinder dürfen gewinnen wollen. Sie dürfen schneller werden wollen. Sie dürfen von Olympia träumen. Trainerinnen und Trainer dürfen sie fordern.</p><p>Vielleicht besteht die eigentliche Kunst gerade darin, <strong>hohe sportliche Ansprüche und offene menschliche Entwicklung gleichzeitig auszuhalten.</strong></p><p>Dazu passt eine weitere Formulierung Güllichs, die aus unserer Sicht weit über die konkrete Frage nach Talentförderprogrammen hinausweist:</p><blockquote><p><strong>„So spät wie möglich, aber so früh wie nötig.“</strong></p></blockquote><p>Güllich beschreibt Beispiele, in denen Nachwuchsleistungszentren junge Talente bewusst zunächst in ihrem Heimatverein und ihrem gewohnten Umfeld belassen. Verein, Fördersystem, Eltern und Athlet beobachten die Entwicklung gemeinsam. Der nächste Schritt erfolgt nicht möglichst früh, sondern dann, wenn er tatsächlich notwendig wird.</p><p>Das passt zu einem weiteren Muster aus seinen Untersuchungen. Güllich spricht bei späterer Weltklasse von einem <strong>ressourcenschonenden und kostendämpfenden Investitionsmuster</strong> im Kindes- und Jugendalter: weniger frühes sportartspezifisches Training, Erfahrungen in anderen Sportarten, eine spätere Aufnahme in intensive Fördersysteme und länger die Möglichkeit, im vertrauten sozialen Umfeld zu bleiben.</p><p>Nicht möglichst wenig Förderung.</p><p>Nicht möglichst spät fördern.</p><p>Sondern:</p><p><strong>so spät wie möglich – und so früh wie nötig.</strong></p><h2><strong>Strukturen verändern dauert. Kultur können wir heute verändern.</strong></h2><p>Fördersysteme lassen sich nicht über Nacht umbauen. Finanzierung, Kaderstrukturen, Verbandsordnungen, Sportschulen oder Stützpunktsysteme sind komplex.</p><p>Aber wir müssen auf die nächste große Strukturreform nicht warten, um etwas zu verändern.</p><p>Denn ein erheblicher Teil dessen, was junge Menschen im Sport erleben, entsteht jeden Tag dort, wo Menschen handeln: im Training, im Gespräch nach einer schlechten Leistung, bei einer Nominierung und bei einer Nichtnominierung, im Umgang mit Eltern, bei Verletzungen, beim Wechsel einer Trainingsgruppe – und auch dann, wenn ein Förderweg endet.</p><p>Damit wird Talententwicklung auch zu einer Frage von <strong>Sportkultur</strong>.</p><p>Welche Haltung haben wir gegenüber jungen Sportlerinnen und Sportlern? Sehen wir einen Zwölfjährigen als gegenwärtiges Ergebnis – oder als Menschen in Entwicklung? Wie viel Abweichung von unserem erwarteten Entwicklungsweg halten wir aus? Wie sprechen wir über jemanden, der gerade nicht schnell genug ist? Und verstehen Trainerinnen und Trainer ihre Aufgabe ausschließlich darin, Leistung zu produzieren – oder auch darin, Entwicklung zu ermöglichen?</p><p><strong>Vielleicht beginnt die wichtigste Reform deshalb nicht mit einer neuen Struktur, sondern mit einem anderen Verständnis von Entwicklung.</strong></p><p>Für mich steckt dahinter eine Frage, die mich schon seit Jahren begleitet:</p><blockquote><p><strong>„Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Kinder für die Struktur da sind – aber die Struktur nicht für die Kinder.“</strong><br/><strong>— Arne Frank</strong></p></blockquote><p>Das war keine wissenschaftliche These. Es war ein Bauchgefühl.</p><p>Nach den Geschichten von Rico, Bianca und Caroline – und nach der Beschäftigung mit den Forschungsergebnissen von Arne Güllich – erscheint mir die dahinterliegende Frage heute umso interessanter.</p><p>Nicht: Wie schaffen wir einen Sport ohne Auswahl, Niederlagen oder Enttäuschungen?</p><p>Sondern:</p><p><strong>Wie schaffen wir eine Sportkultur, die Leistung ernst nimmt, ohne Entwicklung vorschnell festzuschreiben?</strong></p><p>Eine Kultur, die fordert, ohne Menschen auf ihre aktuelle Leistung zu reduzieren. Die Wege öffnet, statt zu früh festzulegen, wohin jemand gehört. Die das Kindeswohl nicht als Bremse für Leistung versteht, sondern als Grundlage guter Entwicklung. Und die auch dann noch Entwicklung sieht, wenn eine Tabelle, eine Norm oder eine Kaderentscheidung gerade etwas anderes sagt.</p><p><strong>Wie kann eine solche Sportkultur aussehen?</strong></p><p>Das wollen wir auf <em>Trainieren. Lachen. Wachsen.</em> weiterdenken.</p><p>Nicht mit dem Anspruch, bereits alle Antworten zu kennen. Sondern gemeinsam mit Menschen aus Sport, Wissenschaft, Pädagogik, Vereinen und Familien – und immer wieder anhand ganz konkreter Geschichten.</p><p><strong>Du möchtest diese Gedanken weiterverfolgen?</strong><br/>Neue Geschichten, Forschung und Perspektiven rund um Sport, Menschen und Entwicklung gibt es regelmäßig bei <em>Trainieren. Lachen. Wachsen.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Die wichtigsten Gedanken aus diesem Beitrag haben wir außerdem grafisch plakativ in einem Instagram-Karussell zusammengefasst.</p><p><a href="https://www.instagram.com/p/DeE7CKxiNcV/?utm_source=ig_web_copy_link&amp;stkn=NTc4MTIwNjQ2YQ==">Instagram Beitrag</a></p><p><strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong><br/><em>SPORT. MENSCHEN. ENTWICKLUNG.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/posts">Alle Posts anzeigen</a></p><hr aria-hidden="true"/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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      <pubDate>Sun, 04 Oct 2026 12:06:48 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Bleib dabei. Verpasse nichts.]]></title>
      <description><![CDATA[Geschichten, Impulse und Projekte über Sport, Menschen und Entwicklung – direkt in dein Postfach. Kostenlos abonnieren und selbst entscheiden, was du lesen möchtest.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Verpasse nichts von Trainieren. Lachen. Wachsen.</h1><h2>Was dich erwartet</h2><p><strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong> erzählt von Menschen und ihren Wegen im Sport – und davon, was Menschen brauchen, um sich entwickeln zu können.</p><p>Es geht um Kinder und Jugendliche, Athletinnen und Athleten, Trainer, Eltern, Ehrenamtliche und Vereine. Um Talent und Training, Freude und Leistung, Freundschaften und Gemeinschaft, Erfolge und Niederlagen. Aber auch um Umwege, Zweifel, zweite Chancen und die Frage, warum Entwicklung nur selten geradlinig verläuft.</p><p><strong>Wir erzählen von Menschen und ihren Wegen im Sport.</strong> In persönlichen Geschichten, Reportagen, Interviews und Beobachtungen. Wir wollen genau hinschauen, Menschen zu Wort kommen lassen und unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven miteinander verbinden.</p><p>Gleichzeitig greifen wir <strong>Erkenntnisse aus Sportwissenschaft und Praxis</strong> auf, stellen Fragen und geben Impulse: Was unterstützt langfristige Entwicklung? Welche Rolle spielen Trainer, Eltern und das Umfeld? Was können Vereine und Strukturen besser machen? Und wie kann eine Sportkultur aussehen, in der nicht die Menschen für die Strukturen da sind, sondern die Strukturen für die Menschen?</p><p>Dabei geht es um Nachwuchs- und Leistungssport ebenso wie um Breitensport, Vereinsleben und Gemeinschaft.</p><p>Und wir wollen nicht nur beobachten und erzählen. Unter <strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong> werden eigene Projekte entstehen, die Menschen zusammenbringen und unsere Themen erlebbar machen.</p><p>Nicht jede Geschichte handelt von Weltklasse.</p><p>Aber jede handelt auf ihre Weise von <strong>Entwicklung</strong>.</p><h2>Bleib dabei – kostenlos</h2><p>Wenn du keine neuen Geschichten, Interviews, Impulse und Projekte von <strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong> verpassen möchtest, abonniere uns kostenlos.</p><p>Neue Beiträge kommen direkt in dein Postfach. So entscheidest du selbst, was du lesen möchtest – und nicht irgendein Social-Media-Algorithmus, ob und wann du davon erfährst.</p><p><strong>Kostenlos abonnieren. Mitlesen. Mitdenken. Weiterdenken.</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 01:46:02 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[IRONMAN 70.3 Leipzig: Wer weiß schon, was aus einem Kind wird?]]></title>
      <description><![CDATA[Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen: Drei Kinder. Drei Wege. Eine Startlinie. Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen gehören heute zur internationalen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/o6cby6yyiw/Collage70.3_Leipzig.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico Bogen, Bianca Bogen und Caroline Pohle heute als Profi-Triathleten und darunter als Kinder im Schwimmsport."/><figcaption>„Wer weiß schon, was aus einem Kind wird? Rico Bogen, Bianca Bogen und Caroline Pohle – vom Leipziger Schwimmsport auf ganz unterschiedlichen Wegen in die internationale Triathlon-Spitze.“</figcaption></figure><h3>Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen: Drei Kinder. Drei Wege. Eine Startlinie.</h3><p><strong>Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen gehören heute zur internationalen Spitze des Triathlons. Ihre sportlichen Wege begannen als Kinder im Leipziger Schwimmsport – und verliefen danach alles andere als gerade. Am Sonntag treffen sie beim IRONMAN 70.3 Leipzig in ihrer Heimatstadt aufeinander. Ihre Geschichten erzählen von Talent und Training, Freude und Freundschaft, Förderung und Deselektion, Familie und Eigenverantwortung – und davon, wie wenig wir manchmal darüber wissen, wohin sich ein junger Mensch entwickeln wird.</strong></p><p>Wenn am Sonntag der IRONMAN 70.3 Leipzig durch die Stadt führt, werden die Menschen an den Wettkampfstrecken und vor den Bildschirmen vor allem eines sehen: außergewöhnliche Athletinnen und Athleten.</p><p>Sie werden <strong>Rico Bogen</strong> sehen, der 2023 mit gerade einmal 22 Jahren IRONMAN-70.3-Weltmeister wurde und inzwischen zur internationalen Spitze seines Sports gehört.</p><p>Sie werden <strong>Caroline Pohle</strong> sehen, IRONMAN-70.3-Europameisterin von 2024, Siegerin von The Championship 2026 und inzwischen nach ihrem Debüt bei der Challenge Roth auch auf der Langdistanz angekommen.</p><p>Und sie werden <strong>Bianca Bogen</strong> sehen, die nach der Geburt ihrer beiden Kinder in den internationalen Spitzensport zurückgekehrt ist, in der T100-Serie auf höchstem Niveau startet und als amtierende IRONMAN-70.3-Europameisterin in ihrer Heimatstadt antritt.</p><p>Drei Leipziger Profis. Drei außergewöhnliche sportliche Karrieren.</p><p>Vielleicht lohnt es sich an diesem Wochenende aber, noch etwas anderes zu sehen.</p><p><strong>Die Menschen hinter diesen Leistungen.</strong></p><p>Denn lange bevor Startnummern, Sponsorenlogos, Wattwerte und internationale Titel zu ihrem Leben gehörten, waren Caroline, Rico und Bianca Kinder.</p><p>Kinder, die schwimmen lernten. Die Freunde beim Training trafen. Die von ihren Eltern gebracht und wieder abgeholt wurden. Die von Trainerinnen und Trainern gefordert und begleitet wurden.</p><p>Kinder, die gewannen und verloren.</p><p>Kinder, die manchmal zweifelten.</p><p>Und Kinder, bei denen niemand wissen konnte, wohin dieser Weg einmal führen würde.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Ein Junge, der manchmal weinte</h2><p>Auf einem der alten Fotos sitzt Rico gemeinsam mit seiner Schwester Bianca in der Schwimmhalle. Gelbe T-Shirts, Schwimmsachen, Handtücher und Taschen. Eine Szene, wie sie sich wahrscheinlich jedes Wochenende tausendfach in deutschen Schwimmhallen abspielt.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/zco3ub6j5w/Lowenpokal_2007.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico und Bianca Bogen beim Leutzscher Löwen Pokal 2007 in der Schwimmhalle, beide in den typischen gelben T-Shirts des SSV Leutzsch."/><figcaption>Rico und Bianca Bogen beim Leutzscher Löwen Pokal 2007 – gemeinsam in der Schwimmhalle und in den gelben Vereins-Shirts des SSV Leutzsch.</figcaption></figure><p>Auf einem anderen Bild lehnt ein kleiner Junge mit Schwimmbrille an der roten Leine im Becken und schaut in die Kamera.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/k5ajopq53a/Rico.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico Bogen als Junge im Schwimmbecken, lächelnd an der roten Bahnleine mit der Schwimmbrille auf der Stirn."/><figcaption>Rico Bogen als Nachwuchsschwimmer beim SSV Leutzsch. Ein Junge, der gern schwamm – und trotzdem manchmal Nähe und Sicherheit brauchte. Viele Jahre später wird er Triathlon-Weltmeister.</figcaption></figure><p>Heute wissen wir: Dieser Junge wird einmal Weltmeister.</p><p>Damals wusste das niemand.</p><p>Und Ricos eigene Erinnerungen an diese Zeit machen seine Geschichte noch interessanter. Denn er beschreibt keinen kleinen Hochleistungssportler, der schon als Grundschüler unbeirrbar einem großen Ziel entgegenstrebte.</p><p>Er erinnert sich auch an einen Jungen, der in der Schwimmhalle manchmal weinte. Der lieber bei seiner Schwester oder seinen Eltern sein wollte. Der Nähe und Sicherheit brauchte.</p><p>Man könnte ein solches Kind betrachten und vorschnell urteilen: <strong>zu weich. Nicht selbstständig genug. Nicht gemacht für Leistungssport.</strong></p><p>Heute wissen wir, wie falsch ein solches Urteil gewesen wäre.</p><p>Nicht, weil aus jedem weinenden Kind irgendwann ein Weltmeister wird.</p><p>Sondern weil ein Verhalten mit acht oder zehn Jahren erstaunlich wenig darüber aussagen muss, welche Persönlichkeit, Leistungsbereitschaft und Widerstandsfähigkeit ein Mensch Jahre später entwickelt.</p><p><strong>Kinder sind keine unfertigen Erwachsenen. Und Momentaufnahmen sind keine Prognosen.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Bevor es um Kader ging, ging es um Bewegung</h2><p>Rico und Bianca wuchsen in einer sportbegeisterten Familie auf. Wenn ihre Eltern an Laufveranstaltungen und Triathlons teilnahmen, waren die Kinder dabei. Bald wollten sie selbst mitmachen.</p><p>Alte Bilder zeigen sie beim Laufen, beim Schwimmen und bei ersten Triathlons. Bianca auf einem Fahrrad, das mit den heutigen Hightech-Rennmaschinen der Profis wenig gemeinsam hat. Rico im Wettkampf. Beide immer wieder im Wasser.</p><p>Auch Rico beschreibt rückblickend etwas, das sich durch seine Geschichte zieht: Freude an Bewegung, Trainingsfleiß und die Lust daran, sich anzustrengen und besser zu werden.</p><p>Er war dabei keineswegs immer derjenige, der allen davonschwamm. In seiner Erinnerung gibt es auch Phasen, in denen er im Schwimmen eher hinterherschwamm.</p><p>Vielleicht ist gerade das interessant.</p><p>Denn sein Selbstverständnis als Sportler scheint nicht ausschließlich daraus entstanden zu sein, der Schnellste zu sein.</p><p><strong>Training selbst hatte einen Wert. Entwicklung hatte einen Wert. Bewegung hatte einen Wert.</strong></p><p>Irgendwann wurden Radfahren und Laufen mindestens genauso spannend wie die nächste Bahn im Schwimmbecken.</p><p>Rico beschreibt diesen Übergang als bewusste Entscheidung. Und auch Bianca spielte dabei eine Rolle: Nachdem sie beim Leipziger Triathlon am Kulkwitzer See erfolgreich gewesen war, rückte der Triathlon für die Geschwister immer stärker in den Mittelpunkt.</p><p>Noch war das keine Geschichte vom späteren Weltmeister.</p><p>Es war erst einmal die Geschichte zweier Kinder, die gerne Sport machten.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Kienbaum, Tretroller und Mini-Playback-Shows</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/ezgt6guntc/Bianca_swim_2014.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Bianca Bogen beim Rückenschwimmen im Jahr 2014, mit pinker Badekappe und Schwimmbrille im Wettkampfbecken."/><figcaption>Bianca Bogen beim Rückenschwimmen 2014. Die Bilder aus den Trainingslagern in Kienbaum, von Tretrollerfahrten und Mini-Playback-Shows fehlen – die Erinnerungen daran sind geblieben.</figcaption></figure><p>Wenn Bianca heute über ihre Kindheit im Sport spricht, erinnert sie sich nicht zuerst an Normzeiten oder Kader.</p><p>Sie erinnert sich an Menschen.</p><p>An <strong>Michaela „Michi“ Siebert</strong>, die beim SSV Leutzsch seit mehr als 25 Jahren mit viel Herzblut Kinder auf ihrem Weg in den Vereins- und Wettkampfsport begleitet.</p><p>Sie erinnert sich an Trainingslager in Kienbaum.</p><p>An die Tretroller, mit denen Generationen von Leutzscher Kindern zwischen Unterkunft, Essen und Training über das Gelände gefahren sind. An gemeinsame Rituale. An Mini-Playback-Shows zum Abschluss der Trainingslager.</p><p>Natürlich wurde dort trainiert.</p><p>Natürlich entstand Leistungsorientierung.</p><p>Natürlich wollten die Kinder schneller werden, Wettkämpfe gewinnen und sich entwickeln.</p><p>Aber gleichzeitig gab es Freunde, Quatsch, gemeinsame Erlebnisse und das Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein.</p><p><strong>Leistung und Freude mussten keine Gegensätze sein. Sie konnten miteinander wachsen.</strong></p><p>Und genau diese Erinnerung findet sich, völlig unabhängig davon, auch bei Caroline Pohle wieder.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>„Ich bin zum Training gegangen, weil meine Freunde dort waren“</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/e3cqnzu3jw/Caro_Vereinsmeisterschaften.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Caroline Pohle als Kind bei den Vereinsmeisterschaften des SSV Leutzsch, während Eva Herbst ihr bei der Siegerehrung eine Urkunde überreicht."/><figcaption>Caroline Pohle bei den Vereinsmeisterschaften des SSV Leutzsch mit Eva Herbst. Caro erinnert sich bis heute an „Frau Herbst“ als einen Menschen, der sie aufnahm, immer an sie glaubte und ihr Freiheiten ließ – für sie „eine gute Seele und ein guter Mensch“, die auch in schweren Momenten für sie da war.</figcaption></figure><p>Wenn Caroline heute über ihre Kindheit beim SSV Leutzsch spricht, beginnt auch sie nicht mit Bestzeiten.</p><p>Sie beginnt mit Freude.</p><p>Mit Bewegung.</p><p>Und mit Freunden.</p><p>Sie habe das Training nie als Last empfunden, erzählt sie. Als Kind habe sie ohnehin einen großen Bewegungsdrang gehabt. Vor allem aber sei sie gerne zum Training gekommen, <strong>„weil da halt meine Freunde waren“</strong>.</p><p>Sie beschreibt den Verein als eine große Familie. Nach Wettkämpfen oder Vereinsfesten wurde gemeinsam hinter der Leutzscher Schwimmhalle gegrillt. Man fuhr zusammen zu Wettkämpfen, teilte Erlebnisse – und Freundschaften aus dieser Zeit bestehen bis heute.</p><p>Was Bianca über Kienbaum, Roller und Mini-Playback-Shows erzählt und was Caroline über Grillabende, Trainingsgruppen und Wettkampffahrten erinnert, klingt erstaunlich ähnlich.</p><p>Natürlich ging es um Leistung.</p><p>Aber offenbar ging es nie <strong>nur</strong> um Leistung.</p><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>„Wir waren Konkurrenten – und trotzdem beste Freunde“</h2><p>Caro findet dafür heute als Lehrerin Worte, die vielleicht besser erklären, was damals passiert ist, als jede Ergebnisliste.</p><p>Ihr Anspruch im Sportunterricht sei nicht, aus jedem Kind einen Olympiasieger zu machen. Sie wolle Kinder vielmehr dazu befähigen, sich <strong>ein Leben lang gerne zu bewegen</strong>.</p><p>Sport könne Menschen zusammenbringen.</p><p>Kinder könnten miteinander um die Wette laufen und trotzdem Freunde sein.</p><p>Und genau so erinnert sie ihre eigene Kindheit im Verein.</p><p>Sie waren Konkurrenten, wenn sie dieselben Strecken schwammen.</p><p>Und gleichzeitig beste Freunde.</p><p>Sie freuten sich über die Erfolge der anderen. Sie litten mit, wenn etwas nicht funktionierte. Sie feuerten sich gegenseitig an.</p><p>Es gab Niederlagen. Schlechte Rennen. Enttäuschungen.</p><p>Und es gab gemeinschaftlichen Unsinn, Ärger mit Trainern, Liegestütze und Kollektivstrafen. Die Gruppe hielt zusammen.</p><p>Caro nennt diese Zeit rückblickend eine <strong>„soziale Schule“</strong>.</p><p>Sie habe gelernt, nach Niederlagen wieder aufzustehen. Sich neu zu orientieren. An sich zu glauben. Demjenigen zu gratulieren, der an diesem Tag besser war. Respekt vor anderen zu haben und füreinander einzustehen.</p><p>Und sie zieht daraus einen bemerkenswert einfachen Schluss:</p><p><strong>Diese Erfahrungen hätten sie zu besseren Menschen gemacht.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Ein Verein ist mehr als der Name hinter einer Bestzeit</h2><p>Die Geschichte führt noch weiter zurück.</p><p><strong>Eva Herbst</strong> gehörte zu den Menschen, die den SSV Leutzsch aufgebaut und geprägt haben. Ihre Tochter Sabine Herbst, heute <strong>Sabine Krauss</strong>, wurde Trainerin und Wegbegleiterin weiterer Generationen.</p><p>Menschen wie <strong>Michaela Siebert</strong> begleiten Kinder über Jahrzehnte.</p><p>Bianca erinnert sich zudem daran, ihren Schwimmlernkurs bei <strong>Thomas Krauss</strong> gemacht zu haben.</p><p>Mit Sabines Sohn <strong>Ramon Klenz</strong>, dem ehemaligen deutschen Rekordhalter im Schwimmen, ist längst die nächste Generation wieder Teil dieser Geschichte – heute selbst als Trainer beim SSV Leutzsch.</p><p>Und auch Bianca hat den Kontakt zu Leutzsch nie verloren. Sie trainiert bis heute immer wieder beim SSV – auch in dieser Woche, wenige Tage vor ihrem Start beim IRONMAN 70.3 Leipzig.</p><p>So entsteht etwas, das sich nur schwer in Ergebnislisten messen lässt.</p><p>Menschen bringen Kindern das Schwimmen bei. Kinder werden Jugendliche. Einige hören irgendwann auf. Andere wechseln die Sportart. Manche bleiben dem Sport verbunden. Einige werden später selbst Trainer.</p><p>Und einige wenige werden Weltklasseathleten.</p><p>Als sie Kinder waren, wusste niemand, wer einmal zu welcher Gruppe gehören würde.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Eine kleine Karte an einer Pinnwand</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/yfd5lcez55/Caro_DJM_Siegerehrung.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Caroline Pohle bei der Siegerehrung der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2008, bei denen sie deutsche Vizemeisterin im Brustschwimmen wurde."/><figcaption>Caroline Pohle bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2008: Als deutsche Vizemeisterin im Brustschwimmen gehört sie schon früh zu den erfolgreichen Nachwuchsschwimmerinnen ihres Jahrgangs. Ein Bild aus jener Phase, in der ihr Weg von der Sportschule hinein in die Förderstrukturen des Leistungssports auf Landes- und Bundesebene führte.</figcaption></figure><p>Für Caroline bekommt diese Geschichte später noch einmal eine besondere Bedeutung.</p><p>hr Weg im Schwimmen führte von der Sichtung über die Sportschule hinein in die Förderstrukturen des Leistungssports auf Landes- und Bundesebene.</p><p>Von der fünften bis zur zwölften Klasse war ihr Alltag durchgetaktet.</p><p>Morgens gegen sechs Uhr aus dem Haus. Frühtraining. Schule. Athletik. Wieder Training. Gegen 19 Uhr nach Hause. Dann Hausaufgaben.</p><p>Rückblickend spricht sie selbst von einem Pensum, das teilweise fast einer <strong>50-Stunden-Woche</strong> entsprochen habe.</p><p>Und trotzdem sagt sie:</p><blockquote><p>„Wir haben es immer mit Freude gemacht.“</p></blockquote><p>Irgendwann wurde es schwieriger.</p><p>Körperliche Probleme kamen früh. Vorzeichen eines Bandscheibenproblems brachten ihre sportliche Laufbahn schon einmal in Gefahr. Sie bat darum, noch Zeit zu bekommen, arbeitete sich über Rehatraining zurück.</p><p>Später stagnierte die Leistung. Das Abitur rückte näher. Andere Dinge wurden wichtig. Konflikte mit dem Trainer kamen hinzu. Sie begann, das System zu hinterfragen.</p><p>Und die Freude wurde weniger.</p><p>Am Ende ging ihre Geschichte am Schwimmstützpunkt nicht weiter.</p><p>Aber Caro wollte noch einmal Deutsche Meisterschaften schwimmen.</p><p>Und dann war da wieder ein Mensch.</p><p><strong>Sabine Krauss</strong> nahm sie noch einmal auf und machte sie gezielt für diese Meisterschaften fit.</p><p>Sie schrieb Caroline eine kleine Karte:</p><blockquote><p><strong>„Wir wünschen dir ganz viel Erfolg.“</strong></p></blockquote><p>Diese Karte hängt bis heute an Caros Pinnwand.</p><p>Jahre später.</p><p>Nach Nationalmannschaft, verpasstem Olympiatraum, Europameistertitel, internationalen Siegen und dem Schritt auf die Langdistanz.</p><p>Während sie davon erzählt, wird ihre Stimme emotional.</p><p>Vielleicht erzählt diese kleine Karte mehr über Nachwuchsleistungssport als manche Kaderstatistik.</p><p>Denn manchmal bleibt nach einer sportlichen Entscheidung etwas viel Wichtigeres zurück:</p><p><strong>ein Mensch, der weiterhin an einen glaubt.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Menschen, die Großes träumen lassen</h2><p>Auch <strong>Eva Herbst</strong> gehört für Caroline zu diesen Menschen.</p><p>„Für mich immer noch Frau Herbst“, sagt sie über die Frau, die sie später aufnahm, an sie glaubte und ihr Freiheiten gab.</p><p>Und dann formuliert Caroline selbst, was für sie heute den Kern der Arbeit mit jungen Menschen ausmacht:</p><p>Man müsse sie entwickeln wollen.</p><p>Sie auf ihrem Weg begleiten.</p><p>Ihnen keine Steine in den Weg legen.</p><p>Und sie dabei unterstützen,</p><p><strong>„Großes zu träumen und Großes machen zu dürfen.“</strong></p><p>Vielleicht ist das eine der schönsten Beschreibungen dessen, was ein Sportverein leisten kann.</p><p>Nicht den Weg eines Kindes vorhersagen.</p><p>Nicht seinen späteren Erfolg garantieren.</p><p>Sondern ihm einen Raum geben, in dem Entwicklung möglich bleibt.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Drei Wege – und mehr als eine geschlossene Tür</h2><p>Die Wege von Rico, Bianca und Caroline verliefen unterschiedlich.</p><p>Rico beschreibt seinen Wechsel vom Schwimmen zum Triathlon als bewusste Entscheidung.</p><p>Bei Bianca und Caroline war der Abschied vom leistungsorientierten Schwimmen dagegen keineswegs einfach der freiwillige Wunsch, etwas anderes zu machen.</p><p>Später treffen sich ihre Geschichten wieder.</p><p>Alle drei schafften es im Triathlon in den leistungsorientierten Nachwuchsbereich und in die Förderstrukturen der Deutschen Triathlon Union.</p><p>Und bei allen drei kam irgendwann ein Punkt, an dem die Bundeskaderförderung nicht weiterging.</p><p>Das Wort dafür klingt nüchtern:</p><p><strong>Deselektion.</strong></p><p>Für die betroffenen jungen Menschen ist sie das selten.</p><p>Denn aus einer notwendigen Förderentscheidung kann schnell eine persönliche Botschaft werden:</p><p><em>Du bist nicht gut genug.</em></p><p><em>Andere haben mehr Potenzial.</em></p><p><em>Für dich reicht es nicht für ganz oben.</em></p><p>Und genau deshalb lohnt sich heute der Blick auf diese drei Lebensläufe.</p><p>Nicht, weil sie beweisen würden, dass jede damalige Entscheidung falsch war.</p><p>Sondern weil wir heute etwas wissen, was damals niemand wissen konnte:</p><p><strong>Ihre Entwicklung war noch lange nicht abgeschlossen.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Fördersysteme müssen entscheiden</h2><p>Leistungssport braucht Auswahl.</p><p>Geld, Trainerkapazitäten, Trainingsplätze und andere Ressourcen sind begrenzt. Verbände und Förderinstitutionen können nicht jeden Athleten unbegrenzt unterstützen.</p><p>Es braucht Entscheidungen.</p><p>Es braucht Kriterien.</p><p>Und es braucht möglichst transparente Kriterien, damit Förderung nicht von Beliebigkeit oder einzelnen persönlichen Einschätzungen abhängt.</p><p>Problematisch wird es an einer anderen Stelle:</p><p><strong>Wenn aus einer notwendigen Förderentscheidung eine vermeintlich endgültige Prognose über einen jungen Menschen wird.</strong></p><p>Ein verlorener Kaderstatus beantwortet zunächst die Frage, wer <strong>zu diesem Zeitpunkt und unter bestimmten Kriterien </strong>gefördert wird.</p><p>Er beantwortet nicht die viel größere Frage:</p><p><strong>Wer kann fünf oder zehn Jahre später zur Weltspitze gehören?</strong></p><a href="https://www.instagram.com/reel/DaahOmWiR4E/?igsi=MWc2azIyZ29vbnVrbQ==">https://www.instagram.com/reel/DaahOmWiR4E/?igsi=MWc2azIyZ29vbnVrbQ==</a><hr aria-hidden="true"/><h2>Der vielleicht schwierigste Übergang kommt nach der Schule</h2><p>Gerade der Übergang vom erfolgreichen Nachwuchsathleten zum erwachsenen Spitzenathleten ist besonders sensibel.</p><p>Solange Jugendliche zur Schule gehen, tragen Familien häufig einen erheblichen Teil des Systems mit.</p><p>Sie organisieren.</p><p>Sie fahren.</p><p>Sie finanzieren.</p><p>Sie ermöglichen.</p><p>Nach der Schule verändert sich die Situation.</p><p>Aus einem sehr guten Nachwuchsathleten soll nun ein international konkurrenzfähiger Erwachsener werden.</p><p>Und dafür braucht er plötzlich eher mehr als weniger Ressourcen: Trainingszeit, Trainer, Trainingslager, Reisen, Wettkämpfe, Material, medizinische Betreuung und Regeneration.</p><p>Gleichzeitig muss dieser junge Mensch irgendwann sein Leben finanzieren.</p><p>Rico beschreibt gerade diesen Übergang als eine besonders schwierige Phase.</p><p>Der Bundeskaderstatus hat dabei ganz praktische Bedeutung. Mit ihm sind Fördermöglichkeiten verbunden; auch der Zugang zu staatlichen Sportförderstrukturen wie <strong>Bundeswehr und Polizei</strong> hängt an entsprechenden Voraussetzungen.</p><p>Fällt eine solche Förderung weg, entsteht eine paradoxe Situation:</p><p><strong>Ausgerechnet in dem Moment, in dem der Schritt in den Spitzensport besonders viele Ressourcen benötigt, muss ein junger Mensch möglicherweise beweisen, dass er es auch ohne einen wesentlichen Teil dieser Ressourcen schaffen kann.</strong></p><p>Rico, Caroline und Bianca hätten an dieser Stelle eine vollkommen nachvollziehbare Entscheidung treffen können.</p><p>Studium.</p><p>Ausbildung.</p><p>Beruf.</p><p>Vielleicht weiterhin Sport – aber nicht mehr mit dem Anspruch, daraus eine professionelle Karriere zu machen.</p><p>Ihre Geschichten wären deshalb nicht gescheitert.</p><p>Sie wären einfach anders weitergegangen.</p><p>Und niemand hätte Jahre später gewusst, welches sportliche Potenzial möglicherweise nicht ausgeschöpft worden wäre.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Studieren. Unterrichten. Kellnern. Trainieren.</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/o2i45ymbua/CaroAbi.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Caroline Pohle am Tag ihrer Abiturfeier gemeinsam mit ihren Eltern, mit Blumen und Abiturzeugnis in der Hand."/><figcaption>Caroline Pohle mit ihren Eltern am Tag ihres Abiturs. Ein Übergang, der auch sportlich entscheidend war: Was nach der Schule kommen würde, war keineswegs vorgezeichnet. Caroline studierte, arbeitete und absolvierte eine Trainerausbildung – und trainierte weiter. Erst Jahre später wurde aus diesem Weg tatsächlich eine Profikarriere.</figcaption></figure><p>Caroline macht sehr konkret, was ein Weg jenseits einer durchgehend abgesicherten Profikarriere bedeuten kann.</p><p>Sie studierte.</p><p>Sie arbeitete in der Schule.</p><p>Sie machte eine Trainerausbildung.</p><p>Sie gab Rehasport.</p><p>Sie gab Schwimmtraining.</p><p>Sie arbeitete an der Kasse.</p><p>Sie kellnerte.</p><p>Und sie trainierte weiter.</p><p>Bis zu ihrem 20. oder sogar 24. Lebensjahr habe sie nie damit gerechnet, irgendwann tatsächlich vom Sport leben und damit ihre Miete bezahlen zu können, erzählt sie.</p><p>Eine Profikarriere war weder von ihren Eltern vorgegeben noch von ihr selbst früh geplant.</p><p>Und vielleicht liegt gerade darin eine ihrer Erklärungen dafür, warum sie mit 30 Jahren immer noch Hochleistungssport betreibt.</p><p>Sie hatte in den vergangenen zehn Jahren <strong>immer noch etwas anderes</strong>.</p><p>Manchmal werde ihr der Sport sogar zu viel, sagt sie. Zu leistungsorientiert. Dann müsse sie herausbrechen. Sie lese nicht ständig Ergebnislisten und interessiere sich für viele andere Dinge im Leben.</p><p>Und sie vermutet selbst:</p><blockquote><p><strong>„Ich glaube, deswegen bin ich auch noch dabei, weil ich einfach noch nicht den Spaß daran verloren habe.“</strong></p></blockquote><p>Das klingt zunächst beinahe paradox.</p><p>Vielleicht war ausgerechnet das Leben <strong>neben</strong> dem Leistungssport eine Voraussetzung dafür, Leistungssport so lange betreiben zu können.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/f7x3ykpbuh/ExamenJuni2025.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Caroline Pohle im Juni 2025 vor dem Landesamt für Schule und Bildung in Leipzig mit ihrer abgegebenen Examensarbeit in der Hand."/><figcaption>Juni 2025: Caroline Pohle nach der Abgabe ihrer Examensarbeit. Parallel zum Leistungssport hat sie studiert und sich zur Lehrerin ausbilden lassen. Eine zweite Welt neben dem Sport – und zugleich eine Grundlage dafür, ihre Erfahrungen mit Bewegung, Leistung und Entwicklung künftig auch auf andere Weise weiterzugeben.</figcaption></figure><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Warum haben gerade sie weitergemacht?</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/epqf74mrae/IMG_2259.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico und Bianca als junge Triathleten nach einem internationalen Nachwuchswettkampf, beide in deutscher Wettkampfkleidung, Bianca mit Medaille."/><figcaption>Rico und Bianca als erfolgreiche Nachwuchstriathleten. Nach ihrer gemeinsamen Kindheit im Schwimmsport führte ihr Weg beide weiter in den leistungsorientierten Triathlon – bis auf die internationale Nachwuchsbühne.</figcaption></figure><p>Vielleicht führt uns das zur interessantesten Frage dieser drei Geschichten.</p><p>Warum haben sie weitergemacht?</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/iwjfizwczh/Caro_TrainingTri.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Caroline Pohle als junge Triathletin während eines Laufabschnitts in der frühen Phase ihrer Triathlon-Karriere."/><figcaption>Caroline Pohle in der Anfangsphase ihrer Triathlon-Karriere. Auch für sie wurde der Wechsel der Sportart zum Beginn eines neuen Weges – eines Weges, der sie viele Jahre später bis in die internationale Spitze des Triathlons führen sollte.</figcaption></figure><p>Wir können aus drei Biografien keine allgemeingültige Antwort ableiten.</p><p>Aber wir können etwas beobachten.</p><p>Bei allen dreien hatte Sport offenbar schon lange vor Kadernormen, Profiverträgen und Preisgeldern einen eigenen Wert.</p><p><strong>Bewegung machte Freude.</strong></p><p>Training konnte Freude machen.</p><p>Gemeinschaft spielte eine Rolle.</p><p>Sich anzustrengen konnte befriedigend sein.</p><p>Besser zu werden war interessant.</p><p>Und auch der Vergleich mit anderen gehörte dazu.</p><p>Kinder müssen das eigentlich gar nicht lernen.</p><p>Sie laufen um die Wette. Sie spielen Fußball, Tischtennis oder Fangen. Sie wollen ein Tor schießen und freuen sich, wenn sie gewinnen.</p><p>Und fünf Minuten später beginnt das nächste Spiel.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/53y3hddeeg/IMG_2260.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico und Bianca Bogen als Kinder bei einem gemeinsamen Laufwettkampf in gelben Vereinsshirts, während sie mit weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Strecke laufen."/><figcaption>Rico und Bianca als Kinder bei einem Laufwettkampf. Sich messen, anstrengen, gewinnen wollen – auch das gehörte früh zum Sport. Entscheidend ist nicht, ob Kinder in Wettbewerben antreten. Entscheidend ist, ob ein Ergebnis einfach ein Ergebnis bleiben darf – und nicht zum Urteil über den Menschen wird.</figcaption></figure><p><strong>Der Wettbewerb gehört zum Spiel. Aber das Ergebnis ist nicht das Urteil über den Menschen.</strong></p><p>Vielleicht liegt genau hier eine weitere Gemeinsamkeit dieser drei ungewöhnlichen Wege.</p><p>Nicht darin, dass sie als Kinder immer gewonnen hätten.</p><p>Nicht darin, dass ihre Entwicklung geradlinig verlief.</p><p>Sondern darin, dass Sport für sie offenbar mehr bedeutete als die nächste Kadernorm.</p><p>Rico erzählt davon, im Schwimmen zeitweise eher hinterhergeschwommen zu sein. Gleichzeitig beschreibt er Trainingsfleiß, Einsatz und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten als etwas, das ihn auszeichnete.</p><p>In Biancas Erinnerungen begegnen uns Trainingslager, Freunde, Familie und die Freude am gemeinsamen Sport.</p><p>Und Caroline sagt heute über sich:</p><blockquote><p><strong>„Ich habe das Gefühl, dass Bewegung und Sport meine Identität ist.“</strong></p></blockquote><p>Vielleicht war genau das später eine Ressource, als äußere Bestätigung wegfiel.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Erst Schwimmen. Dann Olympia. Dann noch einmal neu.</h2><p>Auch Carolines Weg in den Triathlon war keineswegs als Profikarriere geplant.</p><p>Als ihre Freude am Schwimmen geringer wurde, probierte sie Triathlon aus.</p><p>Drei Sportarten statt einer.</p><p>Noch mehr Möglichkeiten, ihrem Bewegungsdrang nachzugeben.</p><p>Es gefiel ihr.</p><p>Sie machte ihr Abitur, begann zu studieren und betrieb daneben Triathlon.</p><p>Dann wurde sie besser.</p><p>Und besser.</p><p>Irgendwann konnte sie an der nationalen Spitze mithalten.</p><p>Mit <strong>Oskar</strong> kam ein junger Trainer hinzu, von dem sie heute zwei Dinge hervorhebt:</p><p>Er glaubte an sie.</p><p>Und er verstand sie <strong>als Menschen</strong>.</p><p>Gemeinsam schafften sie den nächsten Schritt.</p><p>Caro kam in die Nationalmannschaft.</p><p>Und plötzlich tauchte ein Traum wieder auf, den sie eigentlich schon beiseitegelegt hatte:</p><p><strong>Olympia.</strong></p><p>Dann kam Corona.</p><p>Körperliche Probleme.</p><p>Probleme mit der Schilddrüse und dem Hormonhaushalt.</p><p>Eine Herzmuskelentzündung.</p><p>Der Olympiatraum erfüllte sich nicht.</p><p>Wieder hätte eine Geschichte enden können.</p><p>Tat sie aber nicht.</p><p>Heute sagt Caroline sogar, dass darin rückblickend vielleicht etwas Gutes lag.</p><p>Denn inzwischen habe sie ihre große sportliche Liebe auf der Mittel- und Langdistanz gefunden.</p><p>Und wenn sie erklären soll, warum sie trotz all dieser Brüche nie grundsätzlich am Weitermachen gezweifelt hat, fällt ein bemerkenswertes Wort:</p><blockquote><p><strong>„Ich habe so ein Urvertrauen irgendwie.“</strong></p></blockquote><p>Und dann fügt sie hinzu:</p><blockquote><p><strong>„Und das wurde, glaube ich, sehr früh gelegt.“</strong></p></blockquote><hr aria-hidden="true"/><h2>Vielleicht beginnt Resilienz viel früher</h2><p>Man könnte diese drei Lebensläufe rückblickend leicht als Geschichten außergewöhnlich widerstandsfähiger Spitzensportler erzählen.</p><p>Aber vielleicht beginnt diese Widerstandsfähigkeit nicht erst dort, wo ein Kaderplatz verloren geht.</p><p>Vielleicht entsteht ein Teil davon viel früher.</p><p>In einer Schwimmhalle.</p><p>Bei Freunden.</p><p>Bei Eltern, die da sind.</p><p>Bei Trainern, die einem etwas zutrauen.</p><p>In der Erfahrung, dass eine Niederlage wehtun darf und morgen trotzdem wieder Training ist.</p><p>In dem Gefühl, dass der eigene Wert nicht davon abhängt, ob man heute Erster oder Fünfter geworden ist.</p><p>Und vielleicht auch in der Erfahrung:</p><p><strong>Ich darf scheitern – und trotzdem weiter dazugehören.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Wenn der Kader zum Sinn des Sports wird</h2><p>Eine verpasste Norm darf wehtun.</p><p>Eine Nichtnominierung darf enttäuschen.</p><p>Eine Niederlage darf ärgern.</p><p>Leistungssport ohne den Wunsch, besser zu werden und sich mit anderen zu messen, wäre ein Widerspruch in sich.</p><p>Schwierig wird es dort, wo sich über Jahre eine andere Gleichung entwickelt:</p><p><strong>Sport = Kaderstatus = Anerkennung = persönlicher Wert.</strong></p><p>Dann kann eine Deselektion weit mehr zerstören als eine Fördermöglichkeit.</p><p>Plötzlich stellt sich die Frage:</p><p><em>Wenn dieses Ziel weg ist – warum mache ich das alles eigentlich noch?</em></p><p>Gerade in der Jugend, wenn Trainingsumfänge wachsen, Freizeit knapper wird und andere Lebenswelten attraktiver werden, kann diese Frage entscheidend sein.</p><p>Vielleicht besteht deshalb eine der großen Aufgaben im Nachwuchsleistungssport darin, beides gleichzeitig zu schaffen:</p><p><strong>Leistung ernst nehmen – und den eigenen Grund für den Sport erhalten.</strong></p><p>Junge Menschen dürfen gewinnen wollen.</p><p>Sie dürfen von Olympia träumen.</p><p>Sie dürfen Kadernormen jagen.</p><p>Aber vielleicht sollten sie dabei nie vollständig vergessen, warum sie ursprünglich ins Wasser gesprungen, aufs Fahrrad gestiegen oder losgelaufen sind.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Eltern, die ermöglichen – ohne den Platz im Ziel vorzugeben</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/u3kl2mqews/Lipsiade_mit_Eltern.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Siegerehrung der Lipsiade im Triathlon mit mehreren Kindern auf dem Podest. Im Hintergrund steht Kathrin Bogen, die Mutter von Rico und Bianca, im weißen T-Shirt am Beckenrand."/><figcaption>Lipsiade im Triathlon: Während die Kinder bei der Siegerehrung im Mittelpunkt stehen, ist Kathrin Bogen, die Mutter von Rico und Bianca, im weißen T-Shirt im Hintergrund zu sehen. Hinter der Kamera stand vermutlich Vater Gregor. Ein fast beiläufiges Bild für das, was sich durch die Geschichten zieht: Eltern, die begleiten, organisieren und Sport möglich machen – ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen.</figcaption></figure><p>Auch hier taucht in den Geschichten eine Gemeinsamkeit auf.</p><p>Familien, die Sport möglich machten.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/njjbjygbur/15-09-Ri_Gre-Wechel-Beucha-Fam-TRIA.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Gregor Bogen auf dem Mountainbike neben seinem laufenden Sohn Rico beim Familientriathlon in Beucha 2015. Bianca absolvierte den Schwimmabschnitt der gemeinsamen Familienstaffel."/><figcaption>Familientriathlon in Beucha 2015: Bianca schwimmt, Vater Gregor fährt Rad, Rico läuft. Drei Familienmitglieder, drei Disziplinen, eine Staffel. Sport wird hier nicht nur ermöglicht, sondern gemeinsam erlebt.</figcaption></figure><p>Caroline erzählt von einem Vater, der zeitweise zwei Jobs hatte, und einer Mutter, die im Krankenhaus im Schichtdienst arbeitete.</p><p>Trotzdem fuhren die Eltern zu Wettkämpfen, brachten sie zu Trainingslagern, kochten, organisierten und unterstützten.</p><p>Bedingungslos, sagt Caro.</p><p>Aber ohne die Botschaft:</p><p><strong>Du musst.</strong></p><p>Sport hatte in ihrer Familie Tradition. Ihr Vater und ihr Großvater waren selbst im Leistungssport aktiv. Natürlich freuten sich ihre Eltern darüber, dass auch Caroline diese Begeisterung entwickelte.</p><p>Aber der Platz auf der Ergebnisliste entschied nicht über ihre Unterstützung.</p><p>Über ihre Mutter sagt Caroline sinngemäß: Ihr sei vollkommen egal, welchen Platz ihre Tochter belegt.</p><p>Sie wolle, dass Caro gesund ins Ziel kommt.</p><p>Und dass sie lacht.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Roth: Fünfte – und alle sind stolz</h2><p>Wie wichtig dieser Unterschied sein kann, erlebt Caroline noch heute.</p><p>Bei ihrer Langdistanzpremiere in Roth wurde sie Fünfte.</p><a href="https://www.instagram.com/reel/DaxjKovN6JP/?igsi=MXVuZ2FkdDJvNjl4bw==">https://www.instagram.com/reel/DaxjKovN6JP/?igsi=MXVuZ2FkdDJvNjl4bw==</a><p>Ein außergewöhnliches Debüt.</p><p>Caro selbst war zunächst vor allem eines:</p><p><strong>stinksauer.</strong></p><p>Sie hatte das Podium verpasst.</p><p>Ihr Umfeld sah etwas anderes.</p><p>Ihr Vater weinte.</p><p>Ihre Mutter konnte zeitweise kaum hinsehen.</p><p>Freunde und Familie waren extra nach Roth gekommen.</p><p>Und sie waren stolz.</p><p>Nicht darauf, dass Caroline Erste, Zweite oder Dritte geworden war.</p><p>Sondern auf sie.</p><p>Auf den Weg.</p><p>Auf das, was sie überwunden hatte.</p><p>Auf den Menschen.</p><p>Caro beschreibt die Erkenntnis daraus sehr deutlich:</p><p>Ob man Erste, Zweite, Dritte, Fünfte oder irgendwann auch einmal Letzte werde, ändere nichts daran, warum die Menschen, die einen wirklich begleiten, da seien.</p><p>Sie unterstützen sie nicht, weil sie zuletzt Rennen gewonnen hat.</p><p>Sondern weil sie ihren Weg kennen.</p><p>Mit Kaderstrukturen.</p><p>Mit dem Herausfallen aus Förderung.</p><p>Mit Niederlagen.</p><p>Mit Krankheiten.</p><p>Mit Verletzungen.</p><p>Und mit dem immer neuen Aufstehen.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Menschen bleiben</h2><p>Bei Bianca beginnt diese Geschichte mit Eltern, Bruder, Trainern und Trainingsgruppen.</p><p>Zu ihrer Schwimmzeit gehörte auch <strong>Georg</strong>. Später begegneten sie sich im Hochschulsport wieder. Heute haben sie gemeinsam zwei Kinder.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/nnkazqezuf/Bianca_und_Georg.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Georg und Bianca beim Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Masters im Schwimmen 2022 in Kassel, beide in gelber Vereinskleidung des SSV Leutzsch."/><figcaption>Georg und Bianca 2022 beim Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Masters im Schwimmen in Kassel – gemeinsam für den SSV Leutzsch am Start. Schon aus ihrer Schwimmzeit kannten sich die beiden, später begegneten sie sich im Hochschulsport wieder und näherten sich erneut an. Aus einer Verbindung, die im Sport begann, wurde schließlich eine gemeinsame Familie mit zwei Kindern.</figcaption></figure><p>Auch Rico lernte seine heutige Frau <strong>Emily</strong> über den Sport kennen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/z4q4yex6c4/HochzeitRicoEmily.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico und Emily bei ihrer Hochzeit im Dezember 2024. Das Brautpaar küsst sich nach der Trauung vor seinen Gästen."/><figcaption>Rico und Emily bei ihrer Hochzeit im Dezember 2024. Kennengelernt haben auch sie sich über den Sport. Aus gemeinsamen sportlichen Wegen wurde eine gemeinsame Lebensgeschichte – ein weiteres Beispiel dafür, wie aus Trainingsgruppen, Wettkämpfen und Begegnungen Beziehungen entstehen können, die weit über den Sport hinausreichen.</figcaption></figure><p>Menschen, die als Kinder und Jugendliche gemeinsam trainieren, begegnen sich Jahre später wieder oder gehen einen Teil ihres Lebens gemeinsam weiter.</p><p>Bei Caroline führt die Linie noch einmal in eine andere Richtung.</p><p>Sie möchte als Lehrerin selbst junge Menschen begleiten.</p><p>Und auch ihre Erfahrungen als Rehasport-Trainerin zeigen, wie sehr sich ihr Verständnis von sportlichem Erfolg inzwischen erweitert hat.</p><p>Wenn ein Rehasportler sie erlebt und anschließend zu ihr sagt, dass er morgen auch einmal laufen gehen wolle, dann sei für sie bereits etwas Entscheidendes erreicht.</p><blockquote><p><strong>„Dann habe ich doch alles erreicht im Leben.“</strong></p></blockquote><p>Dafür müsse sie nicht gewinnen.</p><p>Sport kann Weltmeister hervorbringen.</p><p>Aber vielleicht ist das nicht seine einzige große Leistung.</p><p>Vielleicht kann er Menschen auch einfach dazu bringen, sich morgen wieder zu bewegen.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>„Wir können Sport“</h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/kobl5pmlu6/Collage70.3_Leipzig.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Collage von Rico Bogen, Bianca Bogen und Caroline Pohle als Kinder im Schwimmsport und als erwachsene Triathlon-Profis vor einer Leipziger Kulisse."/><figcaption>Drei Kinder aus dem Leipziger Schwimmsport. Drei unterschiedliche Wege. Und drei Menschen, die weitergemacht haben. Rico Bogen, Bianca Bogen und Caroline Pohle – von ihren Anfängen im Wasser bis in die internationale Spitze des Triathlons.</figcaption></figure><p>Und dann kommt Leipzig.</p><p>Seit Tagen habe sie Gänsehaut, erzählt Caroline.</p><p>Sie ist aufgeregt.</p><p>Natürlich möchte sie vor Familie, Freunden und den Menschen ihrer Heimatstadt ein gutes Rennen machen.</p><p>Und natürlich entsteht daraus auch Druck.</p><p>Dabei weiß sie spätestens seit Roth:</p><p>Die Menschen, die ihr wirklich wichtig sind, werden sie nicht wegen ihrer Platzierung lieben.</p><p>Für Caroline schließt sich mit diesem Rennen trotzdem ein Kreis.</p><p>Leipzig ist eine Stadt mit großer Sporttradition. Und aus ihrer Sicht ist dieses Rennen auch eine Anerkennung dessen, was Athletinnen und Athleten aus dieser Stadt in den vergangenen Jahren geleistet haben.</p><p>Dafür findet sie einen herrlich einfachen Satz:</p><blockquote><p><strong>„Wir können Sport.“</strong></p></blockquote><p>Vielleicht gilt das an diesem Wochenende sogar weit über die drei Profis hinaus.</p><p>Für die Vereine.</p><p>Für Trainerinnen und Trainer.</p><p>Für Eltern.</p><p>Für Ehrenamtliche.</p><p>Für all jene, die Kinder jeden Tag zu Trainingsstätten bringen, Bahnen abtrennen, Trainingspläne schreiben, Wettkämpfe organisieren, Kuchen verkaufen, trösten, anfeuern und manchmal einfach nur da sind.</p><p>Weltklasse beginnt nicht erst dort, wo Weltklasse draufsteht.</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Förderung kann viel ermöglichen – aber nicht den eigenen Grund ersetzen</h2><p>Geld ist wichtig.</p><p>Trainer sind wichtig.</p><p>Trainingsbedingungen sind wichtig.</p><p>Medizinische Betreuung, Trainingslager, Wettkämpfe und professionelle Strukturen sind im Spitzensport unverzichtbar.</p><p>Die Antwort auf die Herausforderungen der Talententwicklung kann deshalb nicht lauten, Fördersysteme abzuschaffen.</p><p>Und wahrscheinlich reicht es ebenso wenig, lediglich mehr Geld in dieselben Strukturen zu geben.</p><p>Die größere Frage lautet:</p><p><strong>Welche Bedingungen ermöglichen langfristige Entwicklung?</strong></p><p>Vielleicht haben Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen auch deshalb weitergemacht.</p><p>Nicht, weil ihnen jemand als Kinder versprochen hätte, dass sie einmal Europa- oder Weltmeister werden würden.</p><p>Nicht, weil jede Kaderentscheidung zu ihren Gunsten ausfiel.</p><p>Und auch nicht, weil ihre Wege immer geradlinig verliefen.</p><p>Vielleicht war etwas viel Einfacheres stark genug:</p><p>die Freude daran, sich zu bewegen.</p><p>Die Erfahrung, durch eigenen Einsatz besser zu werden.</p><p>Menschen, mit denen man diese Erfahrung teilen konnte.</p><p>Und irgendwann die eigene Frage:</p><p><strong>Wie gut kann ich eigentlich werden?</strong></p><p>Förderung kann Entwicklung ermöglichen.</p><p>Aber sie kann etwas Entscheidendes nicht ersetzen:</p><p><strong>den eigenen Grund, morgens wieder zum Training zu gehen.</strong></p><p>Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen haben diesen Grund offenbar nicht verloren.</p><p>Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Aufgaben im Nachwuchsleistungssport:</p><p><strong>junge Menschen leistungsorientiert zu fördern, ohne ihnen unterwegs den Grund zu nehmen, warum sie diesen Sport einmal geliebt haben.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Am Sonntag sehen wir das Ergebnis – die alten Fotos zeigen den Anfang</h2><p>Wenn Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen am Sonntag auf den Strecken des IRONMAN 70.3 Leipzig unterwegs sind, sehen wir außergewöhnliche Athletinnen und Athleten.</p><p>Wir sehen trainierte Körper, professionelle Teams, Hightech-Räder, Sponsoren, Leistungsdiagnostik und jahrelange Erfahrung.</p><p>Wir sehen einen Weltmeister.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/6rzn2avdcd/Rico.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rico Bogen im aktuellen Triathlon-Rennanzug, frontal zur Kamera stehend und mit ausgestrecktem Arm nach vorn zeigend."/><p>Wir sehen Europameisterinnen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/jhopu6jfon/Caroline_Pohle.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Caroline Pohle im aktuellen Triathlon-Rennanzug und mit Kappe, freigestellt vor weißem Hintergrund."/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/qgxtggjll5/Bianca_freigestellt.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Bianca Bogen im aktuellen Triathlon-Rennanzug mit Sportbrille und Stirnband, während sie sich Wasser über den Kopf gießt."/><p>Wir sehen Menschen, die gelernt haben, außergewöhnliche Leistungen manchmal beinahe selbstverständlich aussehen zu lassen.</p><p>Die alten Fotos zeigen etwas anderes.</p><p>Sie zeigen den Anfang.</p><p>Rico als kleinen Jungen an der Schwimmleine.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/we2jbbtsx5/Rico.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Bianca als Mädchen im Schwimmbecken oder auf einem Fahrrad.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/3wb5az7xsw/Bianca_Kinderrrad.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Caro auf dem Startblock, mit Freunden und bei Wettkämpfen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df6d8b69-6ef0-4f62-ae7d-4b0f6040919a/uploads/images/koaazflv6h/Caro_Startblock.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Vielleicht sollten wir an diesem Wochenende beide Bilder nebeneinanderstellen.</p><p>Den Weltmeister – und den Jungen, der manchmal in der Schwimmhalle weinte.</p><p>Die Europameisterin – und das Mädchen, das von <strong>Michaela Siebert</strong> über viele Jahre im Schwimmen begleitet wurde.</p><p>Die Weltklasse-Triathletin – und die junge Schwimmerin, deren erster sportlicher Weg irgendwann nicht mehr weiterging und die noch heute eine kleine Karte ihrer früheren Trainerin an der Pinnwand hängen hat.</p><p>Nicht, um im Nachhinein zu sagen:</p><p><strong>„Man konnte es schon damals sehen.“</strong></p><p>Sondern um etwas anderes zu verstehen:</p><p><strong>Man konnte es nicht wissen.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Vielleicht steht irgendwo das nächste Kind</h2><p>Irgendwo an der Strecke wird am Sonntag vielleicht ein zehnjähriges Mädchen oder ein zehnjähriger Junge stehen.</p><p>Vielleicht aus einem Leipziger Schwimmverein.</p><p>Vielleicht aus einem Fußballverein, einer Laufgruppe oder vom Triathlon.</p><p>Vielleicht sieht dieses Kind Rico, Bianca oder Caroline vorbeikommen und denkt:</p><p><strong>Das möchte ich auch einmal.</strong></p><p>Wir wissen nicht, was daraus wird.</p><p>Vielleicht Olympische Spiele.</p><p>Vielleicht ein Weltmeistertitel.</p><p>Vielleicht lebenslange Freude am Sport.</p><p>Vielleicht Trainerin oder Trainer.</p><p>Vielleicht Lehrerin, Ingenieur, Ärztin, Polizist oder Handwerkerin.</p><p>Vielleicht etwas vollkommen anderes.</p><p>Und vielleicht sollte genau darin eine der wichtigsten Aufgaben des Nachwuchssports liegen:</p><p>Kindern Möglichkeiten zu eröffnen, ohne ihnen zu früh zu erklären, wo ihre Grenzen liegen.</p><p>Sie ernsthaft trainieren zu lassen.</p><p>Sie sich messen zu lassen.</p><p>Sie gewinnen und verlieren zu lassen.</p><p>Aber auch:</p><p><strong>sie lachen zu lassen.</strong></p><p>Und ihnen Zeit zum Wachsen zu geben.</p><p>Wenn wir am Sonntag Rico Bogen, Caroline Pohle und Bianca Bogen beim IRONMAN 70.3 Leipzig sehen, sehen wir Weltklasseathleten.</p><p>Vielleicht sehen wir nach ihren Geschichten aber ein wenig mehr.</p><p><strong>Drei Kinder.<br/>Drei Wege.<br/>Eine Startlinie.</strong></p><p>Und niemand wusste damals, wohin diese Wege einmal führen würden.</p><h3>Wer weiß schon, was aus einem Kind wird?</h3><p>Wir jedenfalls nicht.</p><p><strong>Also geben wir ihm Zeit.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Weitersehen. Weiterhören. Weiterdenken.</h2><p>Wer Caroline Pohle noch persönlicher kennenlernen möchte, dem empfehlen wir das ausführliche <strong>Pushing-Limits-Porträt</strong>, in dem sie offen über ihre Schwimmzeit, ihren Weg in den Triathlon, den verpassten Olympiatraum, Rückschläge, ihr Studium und ihr heutiges Selbstverständnis als Profisportlerin spricht.</p><p><a href="https://youtu.be/qDPjJskdAfE?si=KykVKWdWlAMQb3wr">Portrait von Caro bei Cushing Limits</a></p><p>Und vielleicht kennt ihr selbst Inhalte, die hierhergehören.</p><p>Ein gutes Porträt. Einen Podcast. Eine Reportage. Ein Video. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung oder eine persönliche Geschichte über Entwicklung im Sport, die andere Menschen kennen sollten.</p><p><strong>Schickt sie uns.</strong></p><p>Denn <strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong> soll nicht nur eigene Geschichten erzählen. Wir möchten gute Inhalte auffindbar machen, Menschen und Perspektiven miteinander verbinden und gemeinsam weiterdenken.</p><p>Eine der Fragen, die sich nach diesen drei Lebensläufen geradezu aufdrängt, lautet:</p><p><strong>Wie gut können wir eigentlich vorhersagen, welches Kind später einmal erfolgreich sein wird?</strong></p><p>Damit beschäftigen wir uns als Nächstes ausführlicher – unter anderem mit den Erkenntnissen des Sportwissenschaftlers <strong>Prof. Dr. Arne Güllich</strong> und dem Gespräch im Podcast der <strong>Deutschen Sporteltern</strong> über Talententwicklung, Trainingsumfang, Spezialisierung, Dropout und die Bedingungen langfristiger sportlicher Entwicklung.</p><p>Vielleicht werden wir dabei feststellen, dass vieles von dem, was Rico, Bianca und Caroline erlebt haben, außergewöhnlich ist.</p><p>Und manches erstaunlich typisch.</p><p><strong>Solche Geschichten wollen wir weitererzählen.</strong><br/>Über Sport. Über Menschen. Und darüber, was Entwicklung wirklich möglich macht. Wenn du weiterlesen möchtest, abonniere kostenlos unseren Newsletter.</p><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2></h2>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Porträts ]]></category>
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      <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 01:25:58 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Sport. Menschen. Entwicklung.]]></title>
      <description><![CDATA[Schön, dass du hier bist. Vielleicht bist du Sportler. Vielleicht Trainerin, Mutter, Vater, Ehrenamtlicher oder einfach jemand, der gerne inspirierende Geschichten…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Schön, dass du hier bist.</p><p>Vielleicht bist du Sportlerin oder Sportler. Vielleicht Trainerin, Vater, Mutter, Ehrenamtlicher oder einfach jemand, der sich dafür interessiert, <strong>was Sport mit Menschen macht – und was Menschen brauchen, um sich entwickeln zu können.</strong></p><p>Ganz gleich, was dich hierhergeführt hat: Willkommen bei <strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d32ac50-432e-4e73-b6af-9252d988efaf/uploads/images/7v4uoeuqwu/IMG_1977.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Arne Frank bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris / Quelle: Arne Frank"/><figcaption>Arne Frank bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris / Quelle: Arne Frank</figcaption></figure><h2>Warum gibt es diese Plattform?</h2><p>Sport ist mehr als Zeiten, Tore, Medaillen oder Tabellen.</p><p>Er bringt Menschen zusammen. Er schafft Freundschaften und Gemeinschaft. Er fordert uns heraus, lässt uns gewinnen und verlieren, zweifeln und neu anfangen. Und manchmal verändert er ganze Lebenswege.</p><p>Genau diese Entwicklungen interessieren uns.</p><p><strong>Wir erzählen von Menschen und ihren Wegen im Sport.</strong></p><p>Von Kindern und Jugendlichen ebenso wie von Menschen, die es bis an die Weltspitze geschafft haben. Von Trainerinnen und Trainern, Eltern, Ehrenamtlichen und Vereinen. Von großen Zielen und kleinen Momenten, von geradlinigen Karrieren und Umwegen.</p><p>Und immer wieder von der Frage: <strong>Was lässt Menschen im und durch Sport wachsen?</strong></p><h2>Geschichten erzählen. Fragen stellen. Perspektiven wechseln.</h2><p>Trainieren. Lachen. Wachsen. möchte nicht nur erzählen.</p><p>Wir greifen <strong>Erkenntnisse aus Sportwissenschaft und Praxis</strong> auf, sprechen mit Menschen, die Sport leben, gestalten oder erforschen, stellen Fragen und bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen.</p><p>Wie entsteht langfristige Entwicklung? Was bedeutet Talent? Welche Rolle spielen Freude, Training, Trainer, Eltern und das Umfeld? Was können Vereine und Strukturen besser machen? Und wie gelingt Sport, der Leistung ermöglicht, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren?</p><p>Dabei interessieren uns Nachwuchs- und Leistungssport genauso wie Breitensport, Vereinsleben und Gemeinschaft.</p><h2>Was dich hier erwartet</h2><p><strong>Porträts</strong><br/>Menschen und ihre Wege im Sport – in Porträts, Reportagen, Interviews und Begegnungen.</p><p><strong>Inspiration</strong><br/>Impulse aus Sportwissenschaft und Praxis, neue Perspektiven und Gedanken zum Weiterdenken.</p><p><strong>Projekte</strong><br/>Ideen und Initiativen, mit denen wir nicht nur über Entwicklung sprechen, sondern selbst etwas anstoßen wollen.</p><p><strong>Weltreise</strong><br/>Mit „Einmal um die Welt“ entsteht gerade unser erstes großes eigenes Projekt. Gemeinsam wollen wir rund 40.000 Kilometer erschwimmen – und vor allem die Menschen, Begegnungen und Geschichten dahinter sichtbar machen. Bis zum Start dauert es noch ein wenig. Hier werden wir die Reise von Anfang an begleiten.</p><p><strong>Dabeisein</strong><br/>Mitlesen. Mitdenken. Weiterdenken. Du kannst Trainieren. Lachen. Wachsen. kostenlos abonnieren, deine Perspektive einbringen und unsere nächsten Geschichten und Projekte begleiten.</p><p><a href="https://steady.page/de/trainieren-lachen-wachsen/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><h2>Und das ist erst der Anfang.</h2><p>Trainieren. Lachen. Wachsen. ist bewusst offen gedacht – für unterschiedliche Sportarten, Generationen, Vereine und Perspektiven.</p><p>Diese Plattform soll mit neuen Porträts, Gedanken und Projekten wachsen. Vor allem aber mit Menschen, die genauer hinschauen, Erfahrungen teilen und Sport weiterdenken möchten.</p><p>Wenn du Sport nicht nur als Ergebnis, sondern als Teil menschlicher Entwicklung begreifst, bist du hier richtig.</p><p><strong>Schön, dass du dabei bist.</strong></p><p><strong>Trainieren. Lachen. Wachsen.</strong><br/><em>Sport. Menschen. Entwicklung.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 09:00:15 +0000</pubDate>
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