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    <title>Vom Versuch, gesehen zu werden</title>
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    <description>Worte, um den diffusen Gefühlen, vagen Ahnungen und kryptischen Gedankenbildern, die uns alle bewegen, eine Form zu geben</description>
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      <title>Vom Versuch, gesehen zu werden</title>
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      <title><![CDATA[Trauma?! Ich hab doch kein Trauma!]]></title>
      <description><![CDATA[Hallo zusammen, ein Weilchen ist mein letzter Beitrag jetzt schon her, weil Insta sich gerade entscheidet, Videos zu pushen und ich nicht gleichzeitig noch Texte…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen,</p><p></p><p>ein Weilchen ist mein letzter Beitrag jetzt schon her, weil Insta sich gerade entscheidet, Videos zu pushen und ich nicht gleichzeitig noch Texte geschrieben habe.</p><p>Ich würde jetzt einfach mal versuchen, die Videos auch bei YouTube hochzuladen, da das hier bei Steady nicht geht, und euch dann hier den Link zu geben und dann ggf. noch ein bisschen Bonus-Content-Text hier über Steady anzubieten.</p><p>Spiegelt mir gerne mal zurück, ob das so für euch auch was wäre, oder ob hier nur Text funktioniert.</p><p>Danke euch!</p><a href="https://youtube.com/shorts/re2ru1SVrjY">https://youtube.com/shorts/re2ru1SVrjY</a><p>Wenn wir an Trauma denken, dann denken wir oft an katastrophale, weltverändernde Ereignisse.<br/><br/>Krieg, massive Gewalterfahrungen körperlich, emotional oder s*xuell oder Naturkatastrophen.<br/><br/>Heute wird das Wort zwar oft auch leichtfertig als „Das hat mich total traumatisiert!“ verwendet, aber nicht jedes Trauma muss ein sogenanntes Schocktrauma sein.<br/><br/>Das hier soll auf keinen Fall die Intensität und Probleme einer PTBS schmälern!<br/><br/>Aber auch viele Dinge, gerade aus unserer Kindheit, die wir als „gar nicht so schlimm“ wahrgenommen haben, können unsere Entwicklung stören. Uns traumatisieren.<br/><br/>Und dann sitzen wir da, haben offensichtliche Schwierigkeiten mit dem Leben, und finden aber keinen Grund, denn „da war ja gar nichts SOOOO schlimmes“<br/><br/>Aber auch emotionale und physische Vernachlässigung, massiver Streit, psychische Erkrankungen und Drogenkonsum der Eltern können uns traumatisieren, weil sie unsere Entwicklung beeinträchtigen<br/><br/>Ich habe durch die Therapie so viel darüber gelernt, wie damals scheinbar „normale“ Ereignisse mich bis heute massiv beeinflussen.<br/><br/>Und es geht hier nicht um Schuldzuweisungen an Eltern oder Umfeld. Es geht darum, das eigene Leid als real zu akzeptieren und Ereignisse, die uns traumatisiert haben, anzugucken und einzugestehen „Ja, das hat mir geschadet und die Konsequenzen arbeite ich jetzt auf“<br/><br/>Hattet ihr schon Momente, in denen ihr auf Ereignisse in eurer Vergangenheit geguckt habt und dachtet „Ups… das hat offenbar mehr in mir kaputtgemacht, als ich dachte“?</p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 17 May 2026 08:33:21 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ich will nicht alleine sein…]]></title>
      <description><![CDATA[Was ist das für ein Leben? Immer wenn man denkt, man hätte jetzt ein Bild von sich selbst, kommt etwas Neues Viele von euch kennen bestimmt Persönlichkeitsanteile Das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/518fdb7f-9233-4a30-8462-2d4ff592f03a/uploads/images/hca67hwsnb/Foto_-_Kopie.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Was ist das für ein Leben?</p><p>Immer wenn man denkt,</p><p>man hätte jetzt ein Bild von sich selbst,</p><p>kommt etwas Neues</p><p> </p><p>Viele von euch kennen bestimmt Persönlichkeitsanteile</p><p>Das begeisterte Kind,</p><p>der strenge Kritiker,</p><p>der vernünftige Erwachsene</p><p> </p><p>Unterschiedliche Anteile und Stimmen sind normal</p><p>Und ich dachte, das wäre bei mir auch so</p><p>Doch seit ein paar Jahren merke ich, das ist es nicht</p><p> </p><p>Es ist nicht wie bei einer DIS</p><p>Meine Stimmen und Anteile sind nicht komplett abgespalten</p><p>Jeder Teil kriegt mit, was der andere tut</p><p>Sie sind auch nicht grundverschieden</p><p>Aber es ist wohl auch nicht „normal“</p><p> </p><p>Ich bin der begeisterte Entertainer</p><p>der unsichere People Pleaser</p><p>der emotionslose Analytiker</p><p>der übersensible Poet</p><p>Doch je mehr Druck ich habe,</p><p>desto mehr verdrängen sich die Anteile gegenseitig</p><p> </p><p>Die Facetten können nicht im gleichen Raum sein</p><p>Wenn der Analytiker da ist,</p><p>hat Verletzbarkeit keinen Raum</p><p>Wenn der sensible Poet da ist,</p><p>dann ist Distanz kaum möglich</p><p> </p><p>Sie können sich gegenseitig nicht aushalten</p><p>Nicht miteinander reden</p><p>Wenn einer führt</p><p>Sind alle anderen hinter Panzerglas</p><p> </p><p>Das nennt sich „sekundäre strukturelle Dissoziation“</p><p>Und ist ein Teil der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS)</p><p> </p><p>Jetzt habe ich die letzten Jahre</p><p>Intensiv damit verbracht</p><p>Integration zu lernen</p><p> </p><p>Ich verarbeite meine Anteile</p><p>Gerade in einer Geschichte als unterschiedliche Götter</p><p>Und habe gerade erkannt,</p><p>dass all diese Götter,</p><p>Gesichter eines einzigen Gottes sind</p><p> </p><p>Dadurch ist mir bewusstgeworden</p><p>Dass auch alle meine Anteile</p><p>Teile eines einzigen Jan sind</p><p>Und wisst ihr, was das in mir ausgelöst hat?</p><p> </p><p>Einsamkeit</p><p> </p><p>Ich möchte nicht nur einer sein</p><p>Ich habe diese Teile von mir geschaffen</p><p>Weil sie eine Funktion hatten</p><p>Aber sie leisten sich auch gegenseitig Gesellschaft</p><p>früher war ich oft der Einzige</p><p>Der mir in harten Zeiten Gesellschaft geleistet hat</p><p> </p><p>Vielleicht habe ich mich aufgespalten,</p><p>um nicht allein mit mir zu sein</p><p>Und ein kleiner zynischer Blasphemiker sagt</p><p>Vielleicht ist das auch der Grund</p><p>Warum Gott das getan hat</p><p>Und deswegen sind wir hier</p><p> <br/>Kommt euch irgendwas davon bekannt vor?</p><p>Merkt ihr selbst, mehr Trennung in euch, als bei anderen?<br/></p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 07:14:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Depression FREIGESCHALTET?!]]></title>
      <description><![CDATA[Als ich die Diagnose „Depression“ bekam, dachte ich zuerst, das kann nicht sein, Depressive Menschen sind die ganze Zeit traurig, kriegen nichts hin und liegen immer…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c6844330-d690-4a00-8655-736bbf345280/uploads/images/6kjqf3kjc2/photo_2026-04-01_08-29-02.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Als ich die Diagnose „Depression“ bekam, dachte ich zuerst,</p><p>das kann nicht sein,</p><p>Depressive Menschen sind die ganze Zeit traurig,</p><p>kriegen nichts hin und liegen immer lethargisch im Bett.</p><p> </p><p>Ich war das Gegenteil.</p><p>Immer voller Energie,</p><p>70-80 Stunden Leistung pro Woche</p><p>und die meiste Zeit gut drauf.</p><p> </p><p>Ich dachte Burnout, ja</p><p>unterdrückte Aggression</p><p>Stress</p><p> </p><p>Dann hieß es aber: Depression.</p><p>Und konnte damit nichts anfangen.</p><p>Ich wusste nicht, dass Depression sich verstecken kann.</p><p>Dass es nicht bedeuten muss, dass man NICHTS tut.</p><p>Sondern gerade, dass man EXTRA VIEL tut</p><p>Weg vom Schmerz ist auch ein Weg</p><p> </p><p>Ich habe damals zu meinem Therapeuten gesagt</p><p>„Ich kann mich nicht fühlen, weil ich so viel arbeite“</p><p>Daraufhin sagte er</p><p>„Nein sie arbeiten so viel, damit sie sich nicht fühlen müssen“</p><p> </p><p>Jahrelang musste ich lernen, wie man RICHTIG fühlt</p><p>Das war viel schwerer als gedacht</p><p>Mein Gehirn hat den Funktionsmodus als ultimativen Schutz</p><p>Bloß nicht hingucken, das wäre nicht auszuhalten</p><p>Dissoziation</p><p> </p><p>Irgendwann fiel der Schleier</p><p>Hinter der Dissoziation war genau das,</p><p>was ich befürchtet hatte</p><p>Zu viel Wut</p><p>Zu viel Trauer</p><p>Zu viel Angst</p><p> </p><p>Sobald ich mich fühlen konnte,</p><p>sprang die Sicherung raus</p><p>Es hat Jahre gedauert, bevor mein System meine Emotionen überhaupt halten konnte</p><p> </p><p>DANN kam die Depression</p><p> </p><p>Als das Funktionieren, Ablenken und Abstumpfen leiser wurde,</p><p>War überhaupt der Raum dafür da, depressiv zu sein</p><p> </p><p>Jetzt habe ich klassische depressive Episoden</p><p>Trauer, Niedergeschlagenheit, Lethargie,</p><p>Dumpfheit,</p><p>Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit</p><p> </p><p>Dass das FORTSCHRITT sein soll,</p><p>ist schwer zu begreifen</p><p>Denn erst danach merkte ich,</p><p>das davor war kein Leben</p><p>Ich war eine Maschine</p><p>Leer, Stumpf, Flach</p><p> </p><p>Und das Schlimmste?</p><p>Ich hab’s nicht gemerkt</p><p>Ein Leben nach Routinen und Mustern</p><p>Nur funktionieren und leisten und schaffen</p><p>Immer Müssen, nie Sein</p><p>Das Gehirn sagt „Du bist toll, weil du so viel kannst“</p><p>Aber du lebst keinen einzigen Tag wirklich</p><p>Und du merkst es nicht</p><p> </p><p>Und manchmal gucke ich auf Menschen</p><p>Bei denen andere sagen</p><p>„Boah, der ist so ein Macher!“</p><p>Und denke</p><p>„Oder schwer depressiv und merkt’s nicht“</p><p> </p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 06:58:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Stimme in meinem Kopf hat mich verarscht!]]></title>
      <description><![CDATA[Die Wahrheit über den inneren Kritiker Ihr kennt bestimmt die Stimme in euch, die sagt: „Das hat nicht gereicht“ „Das musst du besser können“ Oder sogar „Du bist nicht…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Die Wahrheit über den inneren Kritiker</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/029c00b4-1602-4a69-b396-ccda7cf87419/uploads/images/ehm3t3lwmm/photo_2026-03-16_07-39-44.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Ihr kennt bestimmt die Stimme in euch, die sagt:</p><p>„Das hat nicht gereicht“</p><p>„Das musst du besser können“</p><p>Oder sogar</p><p>„Du bist nicht genug!“</p><p> </p><p>Diese Stimme hat viele Namen</p><p>Am häufigsten heißt sie der Innere Kritiker</p><p>Manchmal der innere Wächter</p><p>Nach Freud ist es das Über-Ich</p><p> </p><p>In gesundem Maße ist das die Stimme,</p><p>die uns motiviert, weiterzumachen</p><p>nicht stehenzubleiben</p><p>Uns zu entwickeln</p><p>Also erstmal was Gutes</p><p> </p><p>Aber bei vielen von uns ist das Ding komplett am Durchdrehen</p><p>Schreit uns die ganze Zeit nur an,</p><p>dass wir besser sein sollten,</p><p>nicht so faul,</p><p>nicht so laut,</p><p>nicht so dumm,</p><p>nicht so langweilig</p><p> </p><p>Doch jetzt ist mir etwas Neues aufgefallen…</p><p> </p><p>Hat euer innerer Kritiker ein Gesicht?</p><p>Eine Form? Eine Erscheinung?</p><p>Mein innerer Kritiker war lange eine idealisierte Form von mir selbst</p><p>Ein SUPER-Jan</p><p>Ein unnachgiebiger Drill-Sergeant,</p><p>der nur Interesse hat,</p><p>das Maximum aus meinem Potenzial herauszuholen</p><p> </p><p>Er ist streng und gnadenlos</p><p>Häufig unfair und vor allem beleidigend und grausam</p><p>ABER er ist kompetent!</p><p>Er WEISS wie man mich zum Erfolg führt</p><p>Nur eben um jeden Preis</p><p> </p><p>Und jetzt habe ich gemerkt</p><p>Selbst das ist Bullshit</p><p>Ich wusste zwar, dass der innere Kritiker die Stimme der Eltern verinnerlicht,</p><p>aber es war trotzdem immer ICH, der nur ihre Sätze wiederholt hat</p><p> </p><p>Doch jetzt hatte ich in den letzten Tagen einen Erkenntnisdurchbruch</p><p>Ich schreibe gerade an der Überarbeitung von „Im Fluss der Zeit“ und erstelle hierfür mein Pantheon</p><p>Und in Verbindung mit meiner Trauma-Arbeit habe ich jetzt nach dem Schema „Internal Family Systems“ mal versucht, meinen verschiedenen Rollen die Götter meines Pantheons zuzuordnen</p><p>Und dabei ist eine Position freigeblieben: Der innere Kritiker</p><p>Wer von meinen Göttern entspricht denn am ehesten meinem inneren Kritiker?</p><p>Und dabei habe ich gemerkt, ich habe zwölf Götter</p><p>Manche mag ich mehr</p><p>Manche mag ich weniger</p><p>Aber einen habe ich fast komplett ignoriert</p><p> </p><p>Ga’ung</p><p>Die Richterin</p><p>Das Urteil</p><p>Ga’ung ist angelehnt an Kreia aus Knights of the Old Republic</p><p>Sie hat nur das Beste für den Spieler im Sinn</p><p>Aber sie ist streng und gnadenlos und tut alles, um das Potenzial herauszukitzeln</p><p>Und dann ist mir aufgefallen, wie viele Parallelen sie mit meinen Eltern hat</p><p> </p><p>Und auf einmal habe ich mir vorgestellt,</p><p>mein innerer Kritiker hat tatsächlich die Gestalt meiner Eltern</p><p>Und dabei sind mir zwei Dinge erschreckend bewusst geworden</p><p> </p><p>Erstens, ja, sie wollen eigentlich nur das Beste für mich</p><p>Sie tun es aus Liebe</p><p>ABER zweitens</p><p>Sie haben keine Ahnung, was das Beste für mich ist</p><p> </p><p>Ich hatte lange diese Vorstellung,</p><p>Nicht auf den inneren Kritiker zu hören, ist zwar Selbstfürsorge,</p><p>aber dabei verrate ich auch mein Potenzial</p><p>Und das hat es so schwer gemacht</p><p>Jetzt merke ich, dass diese Stimme eventuell nicht mal weiß, wie man sein Potenzial entfaltet</p><p> </p><p>Würde ich der Stimme folgen, wäre ich zwar kaputt</p><p>Aber ich wäre zumindest erfolgreich</p><p>Und jetzt merke ich… vermutlich nicht mal das</p><p> </p><p>Und jetzt muss ich mich fragen</p><p>Wie ich damit umgehe,</p><p>dass ich mich 30 Jahre für einen inneren Chef kaputtgearbeitet habe</p><p>Der dann am Ende aber die Firma in die Insolvenz bringt…</p><p>So dass der ganze Einsatz für die Firma</p><p>Schlimmstenfalls am Ende nicht nur selbstzerstörerisch war</p><p>Sondern umsonst…</p><p> </p><p> </p><p>Wie immer in meinen Beiträgen fokussiere ich auch hier einen ganz bestimmten Aspekt,</p><p>nämlich das Thema, dass der innere Kritiker es vielleicht gar nicht besser weiß.</p><p>Dass es keine höhere Instanz ist, die alles verstanden hat</p><p>und einfach nur streng und grausam ist.</p><p>Sondern dass auch der Kritiker eine Vorstellung von der Welt haben kann,</p><p>die falsch ist.</p><p> </p><p>Natürlich hat mich mein Kritiker sehr weit gebracht.</p><p>Ich hatte sehr viel Erfolg damit.</p><p>Aber ich hatte auch sehr viel Misserfolg.</p><p> </p><p>Zu versuchen, immer der Beste zu sein,</p><p>immer Leistung zu bringen,</p><p>hat mich auch an vielen Stellen unbeliebt gemacht,</p><p>meine Authentizität gekostet</p><p>und mir so Türen verschlossen,</p><p>die „weniger erfolgreichen“ Menschen offen gestanden hätten.</p><p> </p><p>Für mich war diese Erkenntnis jetzt extrem wichtig,</p><p>weil es leichter ist,</p><p>der inneren Stimme zu sagen</p><p>„Ich mach das jetzt trotzdem anders“,</p><p>wenn man dabei sagen kann,</p><p>„vielleicht weißt du nämlich gar nicht, was ich eigentlich brauche.“</p><p> </p><p>Danke für eure Aufmerksamkeit</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 07:52:05 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[War denn alles gelogen?]]></title>
      <description><![CDATA[Schau nicht hinter den Vorhang! (+Bonuscontent unten) Habt ihr auch manchmal das Gefühl, ihr schaut auf die Welt und nichts ist so, wie euch beigebracht wurde? Dass ihr…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Schau nicht hinter den Vorhang! (+Bonuscontent unten)</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0c012fc2-179c-4531-8a56-d0def6b45dba/uploads/images/vf7ewvk5sq/photo_2026-03-11_07-37-01.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Habt ihr auch manchmal das Gefühl,</p><p>ihr schaut auf die Welt</p><p>und nichts ist so, wie euch beigebracht wurde?</p><p>Dass ihr jahrelang eine Illusion geglaubt habt,</p><p>die langsam zerbröckelt?</p><p> </p><p>30 Jahre lang konnte ich durch diese Welt gehen</p><p>In der Überzeugung, die Dinge sind so, wie sie mir erzählt wurden</p><p>Spätestens seit der Therapie,</p><p>seit ich mehr</p><p>reflektiere, nachdenke, durchdenke,</p><p>über mich,</p><p>meine Wahrnehmung,</p><p>Menschen</p><p>und die Welt</p><p>frage ich mich</p><p>Was davon jemals echt war</p><p> </p><p>Ich dachte</p><p>Erwachsene sind emotional reife und reflektierte Wesen</p><p>Der Mensch muss in erster Linie produktiv sein</p><p>Kreativität ist nice to have, aber weniger wichtig als Intellekt</p><p>Solange du stehen kannst, kannst du auch arbeiten</p><p>Dein Wert wird an deiner Nützlichkeit für andere gemessen</p><p>Disziplin und Ordnung sind die höchsten Tugenden</p><p>Kinder müssen fleißig sein und sich zusammenreißen</p><p>Wir sind die Guten, die anderen sind die Bösen</p><p>Nichts geht ohne Wachstum</p><p>Es gibt eine Norm und alles, was davon abweicht, ist nicht gut</p><p> </p><p>Und nicht nur, dass keiner dieser Sätze für mich noch wahr ist</p><p>Die meisten dieser Dinge sind unfassbar schädlich</p><p>Für mich</p><p>Für Kinder</p><p>Für die Welt</p><p> </p><p>Alter macht nicht automatisch erwachsen</p><p>Emotionale Reife ist aktive Mitarbeit, manche Menschen werden NIE erwachsen</p><p>Auch psychische Probleme sind real</p><p>Jeder Mensch ist wertvoll, auch wenn er/sie nichts leistet</p><p>Kinder dürfen auch glücklich sein, nicht immer nur nützlich</p><p>Auch Chaos hat seinen Wert, man muss sich nicht immer zusammenreißen</p><p>Disziplin ist oft nur pathologische Unterdrückung von Bedürfnissen</p><p>Es gibt kein schwarz-weiß, fast alles ist grau</p><p>Kreativität gibt Sinn und hat damit genauso so viel Berechtigung wie Logik und Intellekt</p><p>Es gibt kein unendliches Wachstum</p><p>Soziale Gerechtigkeit und Profit sind nicht gleichzeitig maximierbar</p><p>Sinn muss nicht immer ein Ziel sein, es ist nicht immer MÜSSEN, oft reicht SEIN</p><p> </p><p>Was weiß ich noch alles, was gar nicht stimmt?</p><p>Was von diesen Sachen ist auch nicht richtig?</p><p>Ein wichtiges Learning aus den letzten Jahren ist für mich</p><p>Immer bereit zu sein zu erkennen</p><p>Dass nichts so ist</p><p>Wie ich geglaubt habe</p><p> </p><p>Welche Wahrheiten habt ihr endlich aufgegeben?</p><p></p><h3>Zusatzcontent für Steady</h3><p></p><p>In den letzten Tagen habe ich unfassbar viele Überzeugungen wieder verwerfen müssen</p><p>Einerseits bringt mich der Alltag gerade mehr an meine Grenzen</p><p>Mein Nervensystem wird immer offener</p><p>Einige meiner Regulationsstrategien sind weggebrochen</p><p>Und ich war Montag zum ersten Mal in meinem Leben an dem Punkt,</p><p>dass ich nicht einfach durchdrücken konnte</p><p>Ich stand im Unterricht und die Depression hat mich einfach so stark beeinflusst,</p><p>dass es meine Unterrichtsqualität beeinflusst hat</p><p>Ich konnte nicht der Mensch sein, der ich wollte</p><p>Ich war zu gereizt, zu sensibel,</p><p>ungeduldig, unempathisch, ungerecht</p><p>Bisher war es so, solange ich stehen konnte, konnte ich auch arbeiten</p><p>Inzwischen merke ich, ich kann nicht mehr einfach dissoziieren</p><p>Es kann mir psychisch so schlecht gehen, dass ich nicht arbeiten kann</p><p> </p><p>Dann hatte ich eine Konfrontation mit einer Schülerin,</p><p>die sehr schlechte Impulskontrolle hat</p><p>Schon seit zwei Jahren versuche ich mit allen Mitteln,</p><p>mehr Ruhe in diesen Kurs zu kriegen</p><p>Nur um immer mehr festzustellen… wozu eigentlich?</p><p>Ja, es darf nicht so laut werden, dass andere nicht lernen können,</p><p>aber ich habe inzwischen so oft die Feststellung gemacht,</p><p>dass meine unruhigsten Klassen gleichzeitig die sind,</p><p>die die tollsten Ideen haben, die lebhaftesten Diskussionen</p><p>Und damit ironischerweise mehr Produktivität</p><p>Die Schülerin konnte sich nach Ermahnung extrem zusammenreißen</p><p>Aber es ist genau das</p><p>Reißen</p><p>Spannung</p><p>So wie ich erzogen wurde</p><p>Alles unterdrücken</p><p>Und dann?</p><p>Geht irgendwas kaputt</p><p>Will ich dafür verantwortlich sein?</p><p>Für eine Illusion von Produktivität und Disziplin?</p><p> </p><p>Das Gleiche bei meiner Tochter</p><p>Sie ist oft zerstreuter, weniger organisiert, chaotischer, unzuverlässiger, hat Schwierigkeiten mit Verantwortung, wenn ich sie mit anderen Kindern vergleiche</p><p>Da ist schon der erste Fehler: Vergleichen</p><p>Aber sie muss doch ein produktives Mitglied der Gesellschaft werden, sonst hat sie nachher Probleme!</p><p>Ist das so?</p><p>Haben wir schon mal ausprobiert, was passiert,</p><p>wenn wir uns mehr darauf konzentrieren, dass ein Kind zufrieden ist und sich frei entfalten kann, als wenn wir es in eine Form prügeln?</p><p>Nicht Laissez-faire</p><p>Fürsorgliches Begleiten</p><p>Natürlich mit Grenzen und Orientierung</p><p>Aber mehr wie ein Gärtner, der stutzen und jäten muss, um das Wachstum zu ermöglichen</p><p>Nicht wie ein Offizier mit Zucht, Ordnung und Gehorsam</p><p></p><p></p><p> </p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 07:32:47 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Es tut weh, vergessen zu werden]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe inzwischen einige Etappen in meinem Leben durchlaufen Wohnorte, Berufe, Hobbies Und manchmal fühlt es sich an, wie in einem Videospiel Man betritt eine neue…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f3544d17-ca65-4262-aae0-57f8db122ea2/uploads/images/gxiqudurup/photo_2026-03-06_09-44-28.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich habe inzwischen einige Etappen in meinem Leben durchlaufen</p><p>Wohnorte, Berufe, Hobbies</p><p>Und manchmal fühlt es sich an, wie in einem Videospiel</p><p>Man betritt eine neue Stadt,</p><p>erledigt Aufgaben und erlebt Abenteuer</p><p>und dann zieht man weiter</p><p>während die Bewohner aber schon lange vor einem dort</p><p>ihr Leben gelebt haben</p><p>Und es lange tun, nachdem man schon weg ist</p><p> </p><p>Ich habe studiert, meinen Abschluss gemacht</p><p>Habe zehn Jahre dort gearbeitet, gelehrt, gelebt</p><p>Und dann habe ich die Uni verlassen</p><p> </p><p>Bin an die Schule gegangen</p><p>Habe mich dort eingelebt, meine Beziehungen aufgebaut</p><p>Und bin weitergezogen</p><p> </p><p>Wir mussten in meiner Kindheit sehr oft umziehen</p><p>Ich hatte nie eine Heimat,</p><p>es ging immer woanders hin</p><p> </p><p>Jetzt sehe ich wie Menschen feiern,</p><p>dass sie 50 Jahre in einem Beruf waren</p><p>50 Jahre in einem Ort gelebt haben</p><p>50 Jahre in einem Sportverein waren</p><p>Und ich frage mich, ob ich jemals lange genug an einem Ort sein werde,</p><p>Um das auch zu erleben</p><p> </p><p>Aber was am meisten weh tut, ist das Vergessen</p><p>Jedes Mal sagen die Menschen</p><p>„Lass uns in Kontakt bleiben“</p><p>Und jedes Mal weiß ich,</p><p>das wird nicht passieren</p><p> </p><p>Ich halte oft noch lange daran fest</p><p>Versuche mich zu melden, Kontakt zu halten,</p><p>hinterherzulaufen und mich an etwas zu klammern,</p><p>was nicht mehr sein soll</p><p>Menschen, mit denen man ein Jahrzehnt verbracht hat</p><p>Intensiv in Beziehung war</p><p>Und auf einmal entgleiten sie einem</p><p>Und irgendwann lasse auch ich los</p><p>Irgendwann muss ich erkennen,</p><p>wenn ich gehe, verblasse ich aus ihren Leben</p><p>Messenger erhalten die Illusion,</p><p>dass man in Verbindung bleibt</p><p>Die letzte Nachricht in vielen Chatfenstern:</p><p>Ich meld‘ mich später bei dir</p><p>And they never did</p><p> </p><p>Diese Woche hat jemand,</p><p>der mal eine große Rolle in meinem Leben gespielt hat</p><p>einen der wichtigsten Schritte in seinem Leben getan</p><p>Und ich wusste nicht mal davon</p><p>Da wusste ich, auch dieses Kapitel ist vorbei</p><p> </p><p>Und ich sitze hier und es tut weh zu sehen,</p><p>wie leicht man vergessen wird</p><p>Die frühkindliche Angst,</p><p>wenn ich nicht mehr laut bin und Aufmerksamkeit erzeuge,</p><p>dann verschwinde ich</p><p> </p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 09:00:04 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Über Fehler und Selbstreflexion]]></title>
      <description><![CDATA[Dieser Beitrag (im Bild) war ein Fehler Was mich daran am meisten nervt, ist, dass ich so lange gebraucht habe, ihn zu bemerken Und dann auch nur mit Hilfe. Seit 8…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/24c86623-9530-4371-9dda-c38e4c71231a/uploads/images/zornjsltks/Unbenannt_-_Kopie.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Dieser Beitrag (im Bild) war ein Fehler</p><p>Was mich daran am meisten nervt, ist,</p><p>dass ich so lange gebraucht habe, ihn zu bemerken</p><p>Und dann auch nur mit Hilfe.</p><p> </p><p>Seit 8 Jahren arbeite ich wirklich extrem daran,</p><p>meine Selbstreflexion zu verbessern</p><p>Und die schwierigste Erkenntnis ist,</p><p>dass das ein Prozess ist,</p><p>der niemals aufhört</p><p>Ich entdecke immer wieder Seiten an mir,</p><p>die ich nicht kannte</p><p>Trigger, auf die ich vorher nicht reagiert habe</p><p>Oder die mir zumindest nicht bewusst waren</p><p>Und Situationen, in denen ich einfach brutal unreflektiert bin, aus welchen Gründen auch immer</p><p> </p><p>Ich habe vorletzten Sonntag meinen Post zum Thema „Herz vs. Verstand gemacht“</p><p>Als ich gerade ein Bild für das Thema machen wollte,</p><p>habe ich gedacht, nehme ich doch einfach eins aus dem Urlaub</p><p>Ein Bild, auf dem ich auf einem Kamel reite</p><p>Und ich habe mir nichts dabei gedacht</p><p> </p><p>Bis eine Schülerin Tage später zu mir sagte:</p><p>Das ist Tierquälerei</p><p> </p><p>WICHTIG: Es geht mir in diesem Beitrag NICHT um Diskussion, ob Kamelreiten als Touristenattraktion Tierquälerei ist</p><p> </p><p>Es geht mir darum, dass ICH ihr eigentlich zustimme</p><p>Und dass ich ihr auch VORHER schon zugestimmt hätte</p><p>Aber ich habe weder in dem Moment, als ich das Foto gemacht habe, nachgedacht</p><p>NOCH in dem Moment, als ich das Bild gepostet habe</p><p> </p><p>Meine Freundin und ich waren vor zwei Wochen in Ägypten</p><p>Der Urlaub war… suboptimal</p><p>Entspannung war keine Option</p><p>Es war laut, touristisch, hektisch, sozial anstrengend</p><p>Also haben wir beschlossen, damit wir irgendwas mitnehmen, machen wir ein paar Erlebnisse</p><p>Katamaran fahren und Schnorcheln</p><p>Und eine Wüstentour</p><p>Kamelreiten war dabei nicht vorgesehen und ich hatte vorher schon gesagt, das interessiert mich eigentlich nicht</p><p>Aber schon zu der Zeit nicht aus moralischen Gründen</p><p>Ich habe nicht mal an sowas gedacht</p><p>Ich wollte das einfach nicht</p><p> </p><p>Und dann waren wir in der Wüste</p><p>Mitten in diesem „Beduinen Dorf“</p><p>Und unser Führer fragte, ob wir auf einem Kamel reiten wollen</p><p>Und wir haben beide ohne nachzudenken ja gesagt</p><p> </p><p>Was ging in diesem Moment in mir vor?</p><p>Habe ich abgewogen, ob ich da ein moralisches Problem sehe?</p><p>Kein Stück</p><p>In erster Linie war ich extrem gestresst und dysreguliert</p><p>Mir ist in der Wüste erschreckend der Kontrollverlust bewusst geworden</p><p>Wenn die uns alleine in der Wüste zurücklassen wollten, käme ich hier nie wieder weg</p><p>Ich war dysreguliert, die soziale Situation hat mich überfordert</p><p>Und dann wollte ich nicht unhöflich sein</p><p> </p><p>Jetzt im Nachhinein habe ich sogar gemerkt,</p><p>als ich dieses Tier angeguckt habe</p><p>und den kleinen Hut auf dem Kopf,</p><p>den sie ihm sogar aufgesetzt haben</p><p>Da hat irgendwas in mir kurz Widerstand geleistet…</p><p>Und dann bin ich komplett dissoziiert</p><p>Ich bin dann aufgestiegen,</p><p>habe gegrinst und gelacht</p><p>Fotos gemacht</p><p>Und das Foto hochgeladen,</p><p>als ich wieder zuhause war</p><p> </p><p>Und ich habe mir bis zu dem Zeitpunkt,</p><p>Als die Schülerin gesagt hat,</p><p>dass das für sie nicht okay wäre,</p><p>nicht EINEN Gedanken darüber gemacht,</p><p>ob das für mich eigentlich okay war</p><p> </p><p>Kognitive Dissonanz ist eine extrem starke Kraft</p><p>Und es ist so gruselig, wie wenig ich teilweise noch dagegen tun kann</p><p>Es geht wie gesagt nicht darum, ob es moralisch ist oder nicht,</p><p>ich habe dazu meine Meinung,</p><p>aber da kann jeder zu seinem eigenen Urteil kommen</p><p>Es geht mir hier nichts ums Belehren</p><p>Es geht darum, dass ich mich für einen reflektierten und zum Teil moralischen Menschen halte</p><p>Dass ich bei bewusstem Nachdenken anders entschieden hätte</p><p>Und in dem Teil quasi komplett einen Blackout hatte</p><p>Und das macht mir immer noch Sorgen</p><p> </p><p>Kennt ihr solche Situationen?</p><p>Wo ihr im Nachhinein denkt… Was ist denn da in mich gefahren??</p><p> </p><p>Die große Ironie ist, dass der Beitrag inhaltlich sogar genau zu dem Thema war!</p><p>Reflexion und Emotionsregulation…</p><p> </p><p>Umso gruseliger…</p><p> </p><p>Danke für eure Aufmerksamkeit!</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:03:38 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Die Reise kann weitergehen]]></title>
      <description><![CDATA[Heute mal etwas völlig anderes. Hierzu gibt es keinen Insta-Post. Dieser Text ist nur für hier, nur für euch. Nicht geplant, nicht groß überarbeitet, eine…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Heute mal etwas völlig anderes. </p><p>Hierzu gibt es keinen Insta-Post. Dieser Text ist nur für hier, nur für euch.</p><p>Nicht geplant, nicht groß überarbeitet, eine Momentaufnahme.</p><p>Ich weiß nicht, was ich damit will, aber ich habe das Gefühl, er gehört genau hierher.</p><p>Da es hierzu keinen Insta Post gibt, vielleicht eine Gelegenheit für euch, falls ihr etwas dazu sagen möchtest, mal die Kommentarfunktion auf Steady auszuprobieren.</p><p>Oder es einfach wirken zu lassen.</p><p>Danke für eure Aufmerksamkeit &lt;3</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><h5>Die Reise kann weitergehen</h5><p><br/>Hier saß ich also, auf dem Boden meines Trainingsraums, immer noch in Sportkleidung in dem gescheiterten Versuch, mich irgendwie auf Gedanken zu bringen, die den Tag in eine positive Richtung drücken, und weinte. Das Hörbuch pausiert, angeblich um meine Trainingszeiten aufzuschreiben, doch tatsächlich, um mir selbst zumindest ein bisschen Raum zu geben.</p><p></p><p>Ich weiß nicht genau, warum ich das tue. Selbstgeißelung sagen die einen. „Jan hat eine Gym-Bro-Attitude zu Mental Health“, hat mein bester Freund einst gesagt. „Never let me go“, von Kazuo Ishiguro. Das furchtbarste Buch, das jemals geschrieben wurde. Jeder sollte es gelesen haben.</p><p><br/></p><p>Während mir die Tränen herunterlaufen und ich dem unkontrollierten Schluchzen einfach freien Lauf lasse, versuche ich zu verstehen, was das alles soll. Was meine ich mit „das alles“? Na, das alles. Ich nehme mein Handy und schreibe an besagten besten Freund die Nachricht: „Weird to belief, that his entire existence revoles around learning pain and love.“ Ohne das Komma. Man will ja im Messenger nicht zu kleinlich wirken. Außerdem muss ich dafür die Tastatur umschalten- ich lenke ab. Vermutlich um den Gefühlen zu entgehen.</p><p><br/></p><p>Was ich sagen wollte: Ich gucke auf mein Leben und bei all den Dingen, die ich gelernt, getan und erreicht habe, fühlt es sich so an, als ob all das nur auf eine Sache ausgerichtet ist: Zu lernen, mit Schmerz umzugehen. Habe ich die schmerzhafteste Existenz, die ein Mensch haben kann? Auf gar keinen Fall. Weder objektiv noch subjektiv. Ich lebe ein Leben, in dem das Ausmaß an Leid, das ich trage, gerade so groß ist, dass es mich nicht ganz zerstört. Kein Stück mehr. Aber auch kein Stück weniger.</p><p><br/></p><p>Man kann Schmerz und Leid in der Panikzone erfahren. Aber man kann es dort nicht lernen. Lernen geschieht weder in der Panik-Zone noch in der Komfort Zone. Lernen geschieht in der Growth Zone. Der Zone der Herausforderung und des Wachstums. Gerade genug, um zu fordern. Nicht zu viel, um zu überfordern.</p><p><br/></p><p>Doch jetzt frage ich mich, ob es wirklich das Leben ist, dass die Überforderung zurückhält oder ein Teil von mir. Mein Gehirn, das mich brav davor beschützt, so viel Leid wahrzunehmen, wie da ist, ich aber nicht aushalten könnte. Um zu lernen. Um zu wachsen. Um zu erfahren, was Leid ist, ohne daran zugrunde zu gehen.</p><p><br/></p><p>Und ich fühle, dass das ein Sinn ist. Vielleicht mein Sinn. Zu lernen, das Leid zu tragen. Um zu sehen, was ich absurd immer wieder erfahren muss, dass in dem Leid so viel Liebe liegt. Dass es alles nicht so unendlich weh tun würde, wenn nicht so viel so unendlich schön wäre. Und dass es nicht so schmerzen könnte, wenn etwas geht, wenn es vorher nicht so wertvoll gewesen wäre.</p><p><br/></p><p>Und immer wieder dieser Satz, den ich noch nicht so richtig verstehe. Leiden lernen heißt lieben lernen. Nur wer sich für die volle Breitseite des unvermeidlichen Verlusts öffnet, kann die Liebe ganz erfahren. Liebe für eine:n Partner:in, eine Mutter, ein Kind, einen Freund… letztlich die Welt.</p><p><br/></p><p>Ich kann mich dem Leid der Welt nicht verschließen und die Welt lieben. Und in dem Moment schaue ich auf und sehe einen Stein. Ich habe schon Hundertmal in den letzten Wochen auf diese Stelle geguckt. Nicht willkürlich, sondern um genau ihn zu suchen. Und jetzt liegt er da, fast verspottend, als hätte er da schon immer gelegen und ich hätte nur nicht richtig hingeguckt.</p><p><br/></p><p>Doch auch gleichzeitig mit den Worten „Ich hab mich versteckt, bis du bereit warst, mich wiederzufinden.“ Der Kroatien-Urlaub ist ein gutes halbes Jahr her und als ich dort oben auf den Felsen saß, an jenem Punkt, an dem ich die Wanderung nicht fortsetzen konnte, weil die Kraft meiner Freundin erschöpft war und ich hätte alleine weitergehen müssen, habe ich einen Deal mit dem imaginären Affengott gemacht, der mich aus dem Felsen betrachtet hat.</p><p><br/></p><p>Ich lasse einen Cent da und nehme mir ein Stück Holz und einen Stein mit. Und wir tauschen zurück, wenn ich meine Reise dort nächstes Jahr fortsetze. Das Holz ist zurückgekommen und jetzt auch der Stein. Die Reise kann weitergehen.</p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 12:17:39 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Herz vs Verstand? Was hältst du fest?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe mit einem meiner Schüler eine ewig wiederkehrende Diskussion Er sagt, das Problem in unserer Welt ist, dass mehr Wert auf Gefühle als auf Logik gelegt wird Ich…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/975da752-8140-40b7-bd69-71702802d3e9/uploads/images/nifgbgnmno/photo_2026-02-12_19-28-00.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich habe mit einem meiner Schüler</p><p>eine ewig wiederkehrende Diskussion</p><p></p><p>Er sagt, das Problem in unserer Welt ist,</p><p>dass mehr Wert auf Gefühle als auf Logik gelegt wird</p><p>Ich hingegen sage,</p><p></p><p>dass Gefühle in unserer Welt </p><p>immer noch viel zu kurz kommen</p><p></p><p>Ich dachte immer, </p><p>wir vertreten gegensätzliche Standpunkte</p><p>Heute wird mir klar, vielleicht ist das gar nicht so</p><p></p><p>Kurzer Nebenplot</p><p>Bis etwa zu meinem 25. Lebensjahr war ich der Ansicht</p><p>Logik ist das einzig Wahre</p><p>Gefühle sind etwas für Weicheier und müssen um jeden Preis kontrolliert werden</p><p></p><p>War ich zu der Zeit rational und logisch?</p><p>Absolut nicht!</p><p>Aber ich dachte es</p><p>Wie viele</p><p>Das Problem unserer Zeit ist meines Erachtens,</p><p>dass wir Logik und Rationalität predigen,</p><p>während unser Verhalten durchsetzt ist von emotionaler Dysregulation</p><p>Angst, Wut, Ekel, Scham</p><p>Jeder Versuch, Emotionen zu verdrängen, um rational zu erscheinen</p><p>macht uns unbewusst noch irrationaler</p><p></p><p>Wenn wir unser Herz unter den Bodendielen verstecken</p><p>Schlägt es nur noch wilder</p><p>Und bringt uns um den Verstand</p><p></p><p>Wenn ich sage, unsere Welt hat nicht genug Gefühl</p><p>Geht es nicht darum, Emotionen den Vorrang über Logik zu geben</p><p>Sondern unsere Gefühle zuzulassen</p><p>Zu erlauben, was gefühlt werden will</p><p>Es zu regulieren, zu beruhigen</p><p>Und DANN eine Entscheidung zu treffen</p><p>Mit Herz und Verstand im Einklang</p><p></p><p>Wer sein Herz ignoriert</p><p>Kann nicht bei klarem Verstand sein</p><p></p><p>ABER es geht AUCH um mehr Herz bei unseren Entscheidungen</p><p>Viele der vermeintlich rationalen politischen Entscheidungen</p><p>Erfolgen aus einem Herzen,</p><p>das zu kalt ist,</p><p>sich zu fragen,</p><p>wie wir uns fühlen würden, wenn wir die Betroffenen wären</p><p>Empathie braucht Perspektivwechsel</p><p></p><p>Wenn Effizienz jegliche Menschlichkeit verdrängt</p><p>dann sind wir bereits die KI</p><p></p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️</p><p></p><p>Wie sieht es mit eurer Emotionsregulation aus? </p><p></p><p>Wie oft denkt ihr im Nachhinein… Shit, das hätte ich mal besser nicht gesagt, weil es schon wieder einfach so rausgeplatzt ist?</p><p></p><p>Im Bild zu sehen: Ein Jan, der sich gleich auf einem Kamel abpackt, wenn er nicht gehalten worden wäre!</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 15 Feb 2026 09:23:33 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Social Media als Selbsthilfegruppe?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich hatte überlegt, ob ich diesen Instagram Post auch hier über Steady teilen soll. Vor allem, weil er jetzt auch noch außerplanmäßig nicht am Sonntag kommt. Ich wollte…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte überlegt, ob ich diesen Instagram Post auch hier über Steady teilen soll. Vor allem, weil er jetzt auch noch außerplanmäßig nicht am Sonntag kommt. Ich wollte ja einen regelmäßigen Newsletter und euch auch nicht überfrachten. Andererseits ist das, was mich auf Instagram stört ja genau dieses planen und takten statt das impulsive aus dem Gefühl heraus. Zudem ist der Newsletter gedacht, meine Gedanken mit euch hier zu teilen, damit sie auf Instagram nicht verlorengehen. Deswegen sollten diese Worte euch auch gerade hier erreichen.</p><p></p><p>Lasst es mich gerne wissen, wenn ihr von diesem Newsletter mehr Struktur erwartet, vor allem eine Regelmäßigkeit oder ob das für euch voll okay ist, wenn mal zwei in einer Woche kommen und mal keiner. Falls ihr mögt.</p><p><br/>Hier jetzt mein heutiger Beitrag zu Social Media als Marketing für Autor:innen und seine unerwarteten Nebeneffekte:</p><p>###</p><p>Zuerst einmal möchte ich mich tausendfach bei allen von euch bedanken, die auf meinen letzten Beitrag reagiert haben</p><p>Es bedeutet mir so unendlich viel, diese Unterstützung zu fühlen, wenn ich strauchle</p><p>Ja, in dem Beitrag hat sich ganz viel akuter Frust entladen</p><p>Der Release und der Newsletter waren enttäuschend</p><p>Aber nur für das Ego, das einfach immer mehr wollte</p><p>Nicht für den Künstler in mir</p><p>Und es war wie ein Befreiungsschlag</p><p>Als hätte ich hingeworfen</p><p>Aber nicht Instagram als Ganzes</p><p>Sondern den Wunsch, damit Erfolg zu haben</p><p>Zumindest vorübergehend</p><p></p><p>Das hat mir die Möglichkeit gegeben</p><p>Wieder zu sehen, was dann bleibt</p><p>So viel Zuspruch, so viel Wärme, so viel Fürsorge</p><p>So viel Inspiration, so viel künstlerische Energie</p><p></p><p>Im Austausch mit @stories_of_yv habe ich gemerkt, was viele von uns wissen:</p><p>Instagram fühlt sich sinnlos an,</p><p>wenn ich es als Marketing-Plattform betrachte</p><p>Aber was, wenn ich das nicht mehr tue?</p><p>Denn in dem Gespräch ist mir klargeworden, was Instagram wirklich für viele von uns ist:</p><p>Eine Selbsthilfegruppe für Autor:innen</p><p>Schriftstellerei war für die meisten schon immer wenig lukrativ</p><p>Aber früher war es vor allem auch eins:</p><p></p><p>Einsam</p><p></p><p>Als ich 2010 mein Debüt veröffentlicht habe, </p><p>gab es keine Buchbubble, </p><p>ich konnte mich nicht austauschen</p><p>Weder beim Schreiben</p><p>Noch beim Veröffentlichen</p><p>Ich kannte ein paar Autor:innen, </p><p>aber jeder hat so sein Ding gemacht</p><p></p><p>Was die Buchbubble für mich leistet, ist, </p><p>mit dem einsamen Schaffen des Schreibens nicht mehr alleine zu sein</p><p>Vielleicht verkaufen die meisten von uns durch die Bubble kein einziges Buch mehr</p><p>Aber jetzt haben wir eine Gemeinschaft, mit der wir diese Erfahrung zusammen halten können</p><p>Das Frustrierende am Veröffentlichen, </p><p>aber auch das Wunderschöne am Schreiben</p><p>Und wenn wir das in den Fokus rücken</p><p>Dann fühlt sich das vielleicht nicht mehr ganz so ätzend an, wie es das oft tut</p><p></p><p>Einige von euch sehen das schon so,</p><p>für mich muss immer wieder eine Erinnerung her</p><p>Vielleicht für ein paar von euch auch</p><p>Hier ist sie</p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit 🥰</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:44:57 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Heiße Dusche gegen Insta-Wahnsinn?]]></title>
      <description><![CDATA[Dieser Text ist nicht für euch, weil ihr die seid, die mir noch die Motivation geben, weiterzuschreiben Aber ich möchte ihn trotzdem mit euch teilen Ich stehe gerade…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Text ist nicht für euch, weil ihr die seid, die mir noch die Motivation geben, weiterzuschreiben</p><p>Aber ich möchte ihn trotzdem mit euch teilen</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/291ca318-8bcd-4d5b-aaad-806860002889/uploads/images/c3p2g7os5a/photo_2026-02-07_11-04-54.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Ich stehe gerade kurz davor,</p><p>Social Media hinzuwerfen</p><p>Ich hasse es, SoMed Rants zu schreiben,</p><p>weil die immer unrealistisch viel Attention kriegen</p><p>und mich noch mehr in diese Downward Spiral ziehen,</p><p>aber ich muss dem jetzt Luft machen</p><p>Vielleicht am Ende doch wieder nur für die Illusion von Aufmerksamkeit</p><p><br/></p><p>Heiße Dusche ist eine meiner ultimativen Regulationsstrategien</p><p>Und ich brauchte gerade wieder eine,</p><p>unter anderem weil SoMed mich zermürbt hat</p><p><br/></p><p>Da schreibe ich nur noch einmal pro Woche</p><p>Und trotzdem ist mir das zu viel</p><p>Denn immer schreit die Stimme egal wie authentisch der Impuls:</p><p>&quot;Wie maximiere ich die Reichweite!“</p><p><br/></p><p>Und dann stehe ich unter heißem Wasser und merke</p><p>Wie Geltungsdrang und Erfolgssucht weggespült werden</p><p>Und will das alles nicht mehr</p><p><br/></p><p>„Ja, aber Marketing für deine Bücher!“</p><p>Was hat’s denn gebracht?</p><p>20 Exemplare, 15 an Familie und Schüler:innen</p><p>Ich liebe die fünf von euch, die mich nur nur durch Insta kennen</p><p>Aber dafür dieser Stress?</p><p><br/></p><p>„Ja, aber deine Texte erreichen und berühren Menschen“</p><p>Ja? Wen?</p><p>Der Support hier in der Bubble ist unglaublich toll</p><p>Aber ganz oft sehr flach</p><p>Und das ist kein Vorwurf,</p><p>sondern eine Realität, unter der wir alle leiden</p><p>Ich bin ja nicht anders</p><p>Ich unterstütze hier super gerne und von Herzen</p><p>Und da hört’s auf</p><p><br/></p><p>Denn dann will ich meine Texte teilen</p><p>Nicht mal kommerziell</p><p>ein gratis Newsletter, um zu gucken, für wen es wirklich wichtig ist</p><p>Und da habe ich vier Leute</p><p>Auch hier wieder, meine absoluten Herzensmenschen</p><p>Aber dafür den Insta-Stress?</p><p>Um nach 2 Jahren und 500+ Posts</p><p>nur 4 Leute tiefer für meine Themen zu begeistern?</p><p><br/></p><p>Dann haben wir hier eine große Bubble,</p><p>die sich gegenseitig unterstützt,</p><p>nur um sich gegenseitig zu unterstützen</p><p>Was natürlich in sich auch ein Mehrwert ist</p><p>Support, Zusammenhalt</p><p><br/></p><p>Aber auch so viel Stress,</p><p>falsche Hoffnungen,</p><p>Dopamin-Fallen,</p><p>Illusionen…</p><p>Fallende Reichweite ohne Grund, Menschen verschwinden...</p><p><br/></p><p>Ihr gebt mir sehr viel,</p><p>aber SoMed nimmt auch so viel</p><p><br/></p><p>Ich weiß gar nicht, wo ich damit hin will</p><p>Ich poste das auch einfach jetzt und dann fahre ich in die Wüste</p><p>F’ck it</p><p><br/></p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit</p><p>Wirklich</p><p>Es fällt mir nur schwer,</p><p>zu akzeptieren,</p><p>dass oft nur genau das bleibt</p><p>Ein bisschen Aufmerksamkeit...</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 07 Feb 2026 10:07:10 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich brauch’ Stress, sonst schaff ich nichts!]]></title>
      <description><![CDATA[Ich hatte letzte Woche ein Erlebnis, das ich so noch nicht kannte Ich saß bei der Arbeit, relativ knappe Deadlines Und hab plötzlich gemerkt: Das ist mir alles total…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f1bb420-08a8-4c95-8e7c-df37c36eda91/uploads/images/pqlvbnkskt/photo_2026-02-01_19-59-10.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Ich hatte letzte Woche ein Erlebnis, das ich so noch nicht kannte</p><p>Ich saß bei der Arbeit, relativ knappe Deadlines</p><p>Und hab plötzlich gemerkt:</p><p>Das ist mir alles total egal</p><p>Keine bloße Gleichgültigkeit</p><p>Sondern, als wäre die Stimme, die konstant schreit:</p><p>„DAS IST ALLES WAHNSINNIG WICHTIG!“</p><p>nicht mehr da</p><p> </p><p>Ich habe ja einen extrem starken Funktionsmodus</p><p>Wenn Zeit und Leistung drängen</p><p>geht mein Gehirn auf Overdrive und ballert durch</p><p>Starker Output, aber auch ein unfassbarer Stress</p><p> </p><p>Letzten Montag hat mein Gehirn gesagt:</p><p>Mach‘ ich nicht</p><p> </p><p>Das war erstmal sehr angenehm</p><p>Ich war nicht getrieben,</p><p>nicht gestresst,</p><p>nicht panisch</p><p> </p><p>Und dann kam aber sofort der alte Teil und hat gesagt:</p><p>Dann bin ich nutzlos</p><p>Ich bringe nur gute Leistung,</p><p>wenn ich mich selbst konstant unter Druck setze</p><p> </p><p>Und dann hab ich allerdings gemerkt:</p><p>Das stimmt gar nicht</p><p>Ich habe nicht weniger gemacht</p><p>Und auch nicht schlechter</p><p>Ich hab gut und zügig gearbeitet</p><p>Der einzige Unterschied war:</p><p>Ich hab mich dabei nicht die ganze Zeit fertiggemacht</p><p> </p><p>Ja, der Funktionsmodus ist nützlich</p><p>Gerade wenn extreme Belastung da ist, dann ist es gut, einen Modus zu haben, der einen da durchpowert</p><p>Aber für den Alltag ist das absoluter Overkill</p><p>In jeder lauwarmen Situation in den Überlebensmodus zu gehen, ist nicht nur unangebracht, es ist auch gar nicht nützlich</p><p>Du musst deine Exceltabelle nicht mit der Ferocity ausfüllen, mit der man einen Tiger erlegt</p><p> </p><p>Und auf einmal fühle ich mich,</p><p>als wäre ich gar nicht mehr Teil dieser Welt</p><p>als würde ich ein Spiel nicht mehr mitspielen</p><p>von dem mir gesagt wurde, ich MUSS aber</p><p>Es fühlt sich an, wie aufwachen, wenn ich merke</p><p>Wow, ich muss mich gar nicht scheiße fühlen</p><p>Um zu überleben</p><p> </p><p>Gar nicht so einfach, in einer Welt, in der Produktivität das Maß eines Menschen ist</p><p> </p><p>Und es geht auch immer wieder weg</p><p>Old Habits die hard</p><p>But they will die</p><p> </p><p>Und ja, ich bin gerade zurück im Urlaub</p><p>So viel vom Winter, wie ich kann</p><p> </p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️</p><p>Bleibt geschmeidig</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 08:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Heilung ist scheiße… Was einem keiner über Therapie sagt]]></title>
      <description><![CDATA[Zuerst möchte ich mich bei jedem von euch bedanken, der diesen Text hier liest. Ich habe diesen Text für Instagram gekürzt und dann geht einfach sehr viel verloren,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bad80b94-af8e-483c-9e94-f72d2ba82775/uploads/images/66aaehuxzv/photo_2026-01-24_19-55-19.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Zuerst möchte ich mich bei jedem von euch bedanken, der diesen Text hier liest. Ich habe diesen Text für Instagram gekürzt und dann geht einfach sehr viel verloren, deswegen bin ich froh, ihn euch hier ungekürzt mitgeben zu können.</p><p></p><p>###</p><p>Wir sind sehr schnell dabei, Menschen mit psychischen Problemen eine Therapie zu empfehlen</p><p>Und das ist auch grundsätzlich gut so!</p><p>Natürlich gibt es auch schlechte Therapeuten</p><p>und unpassende Therapieformen</p><p>Aber ich bin der Meinung, JEDER Mensch profitiert von einer GUTEN Therapie</p><p> </p><p>Nicht nur, wenn gar nichts mehr geht.</p><p>Wir alle haben Muster, Biases und Erwartungen</p><p>Die unsere Lebensqualität oder die unserer Mitmenschen beeinträchtigen</p><p>Also ja, GUTE Therapie macht das Leben BESER</p><p> </p><p>(Wenn ihr mit Therapie struggelt, nicht weiterlesen)</p><p> </p><p>Was einem aber keiner oder kaum einer sagt ist:</p><p>Therapie macht das Leben LANGFRISTIG besser</p><p>KURZFRISTIG kann es das Leben aber oft erstmal</p><p>SEHR VIEL SCHLECHTER machen</p><p>Nicht immer</p><p>Nicht für jeden</p><p>Aber möglich</p><p> </p><p>Ich habe bis ungefähr 31 recht gut funktioniert</p><p>Karriere, Hobbys, Freunde, Beziehung</p><p>Im Nachhinein kann ich sehen, was alles nicht funktioniert hat</p><p>Aber währenddessen dachte ich, alles ist okay</p><p>Dann kam der Zusammenbruch</p><p>Ende der Karriere</p><p>Ende der Ehe</p><p>Freunde verloren</p><p>Und Therapie</p><p> </p><p>Auf einmal habe ich gemerkt:</p><p>Ich habe 30 Jahre meines Lebens nur funktioniert</p><p>weil ich Dutzende Strategien hatte, um die Realität nicht ertragen zu müssen</p><p>Maskieren</p><p>Dissoziieren</p><p>Verdrängen</p><p>Betäuben</p><p> </p><p>Seit der Therapie lege ich diese Strategien ab</p><p>Jeden Monat, jedes Jahr bröckelt mehr davon</p><p>Und mit jeder Strategie, die verschwindet</p><p>Trifft mich die geballte Macht der verdrängten Wirklichkeit</p><p> </p><p>Auf einmal fühle ich die Belastung meines Lebens</p><p>Arbeit, Beziehung, Erziehung</p><p>Gefühle in unglaublicher Intensität</p><p>Ich kann nicht mehr verdrängen, ausblenden, betäuben</p><p>Aber ich kann auch oft noch nicht regulieren</p><p>Mein Gehirn sagt „Hier, das hast du die ganze Zeit verdrängt“</p><p>Und ich weiß noch nicht, was ich damit machen soll</p><p> </p><p>Dazu kommt, dass ich nicht nur die Last der Gegenwart trage,</p><p>Sondern auch der Vergangenheit</p><p>Jahrzehnte unterdrückter Schmerz, Stress, Leid, Trauer, Wut, Angst</p><p>Alles kommt dazu,</p><p>noch oben drauf</p><p>Während das Nervensystem doch den Alltag schon nicht schafft</p><p> </p><p>Und jedes Mal, wenn ein Level geschafft ist</p><p>Eine Welle überwunden</p><p>Eine Herausforderung geschafft</p><p>Und die Kapazität, zu ertragen, sich erweitert hat</p><p>Dann wird die nächste Stufe freigeschaltet</p><p> </p><p>Je mehr ich heile</p><p>Je mehr ich aushalte</p><p>Desto sensibler werde ich</p><p>Desto mehr kommt</p><p> </p><p>Seit 8 Jahren entwickle ich mich</p><p>jedes Jahr</p><p>Jeden Monat</p><p>Mitunter jeden Tag weiter</p><p>Und mit jedem Tag kann ich mehr</p><p>Verantwortung tragen</p><p>Gefühle regulieren</p><p>Emotionen verstehen</p><p> </p><p>Die schönen Dinge werden immer schöner</p><p>Der Alltag immer bedeutungsvoller</p><p>Aber die Herausforderungen auch immer schwerer</p><p>Die Last an dunklen Tagen umso größer</p><p> </p><p>Zu erkennen, wo die eigenen Grenzen liegen</p><p>Führt eben oft zu der Erkenntnis</p><p>Dass sie nicht so weit oben sind, wie wir immer dachten</p><p> </p><p>Ist es den Preis wert?</p><p>Für mich: Ja</p><p>Jeden Tag</p><p>Mehr der Partner zu sein, der ich sein möchte</p><p>Der Vater zu sein, der ich sein möchte</p><p>Der Mensch zu sein, der ich sein möchte</p><p>Ist den Preis mehr als wert</p><p> </p><p>Aber trotzdem hatte ich nicht gedacht</p><p>Dass er so hoch ist</p><p> </p><p>Es ist wohl, wie sie sagen</p><p>Nothing worth having ever comes cheap</p><p> </p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit</p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 25 Jan 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Am meisten fehlt ihr Lachen]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn Depression unsichtbar ist Der Tod meiner Mutter ist eine Wunde, die, obwohl schon fast 10 Jahre her, nur quälend langsam heilt Das liegt vor allem daran, dass ich…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Wenn Depression unsichtbar ist</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e71874c4-0a2f-4a1a-b9e6-f4402dfe6459/uploads/images/lzcmrhar7p/photo_2026-01-17_20-05-58.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Der Tod meiner Mutter ist eine Wunde,</p><p>die, obwohl schon fast 10 Jahre her, nur quälend langsam heilt</p><p>Das liegt vor allem daran, dass ich so lange von mir selbst und meinen Gefühlen abgeschnitten war</p><p>und erst jetzt anfange, diese Trauer so richtig aufzuarbeiten</p><p> </p><p>Wohin es mich in letzter Zeit gedanklich oft zieht, ist ihre Beerdigung</p><p>Ich bin kein großer Freund der Kirche als Institution</p><p>Aber ich bin christlich erzogen worden</p><p>Und ein Teil von mir sehnt sich immer wieder nach</p><p>Zeremonien, Ritualen, Halt, Orientierung und Trost</p><p>Deswegen haben Gottesdienste immer noch einen gewissen Reiz</p><p> </p><p>Die Andacht meiner Mutter fand ich… enttäuschend</p><p>Es hat mir wenig Halt und Trost gegeben</p><p>Wenig Abschluss, Gedenken oder Versöhnung mit dem Abschied</p><p>Vor allem aber, weil es MEINEM Bild von ihr nicht gerecht geworden ist</p><p> </p><p>Darum soll es mir heute gehen</p><p>Ich glaube es ist gut, dass ich keine Mitsprache hatte</p><p>Abgesehen davon, dass ich emotional überhaupt nicht in der Lage gewesen wäre</p><p>Denn wenn ich an meine Mutter denke,</p><p>dann ist der erste Satz, der mir einfällt, der, den sie über ihren eigenen Tod gesagt hat:</p><p> </p><p>„Wenn sie mich später in die Kiste legen,</p><p>müssen sie meine Klappe extra totschlagen“</p><p> </p><p>Meine Mutter war Energie,</p><p>laut und schnell,</p><p>Ein Mensch, der viel geredet hat</p><p>und dem man gerne zugehört hat</p><p>Sie hätte nicht gewollt, dass wir traurig sind</p><p>Sie hätte gewollt, dass wir uns freuen, weil sie da war</p><p>Sie hat Geschichten erzählt,</p><p>hat unterhalten,</p><p>hat Spaß gemacht</p><p>Sie war froh,</p><p>hat gelacht</p><p>Sie hat dafür gesorgt, dass Menschen sich um sie herum wohlfühlen</p><p>Und ihre Sorgen vergessen konnte</p><p> </p><p>Während sie selbst oft an ihren eigenen zerbrochen ist</p><p>Wir stellen uns Depression immer noch als Lethargie, Handlungsunfähigkeit und Niedergeschlagenheit vor</p><p>Dabei ist Depression ganz oft das genaue Gegenteil</p><p>Wir haben als Kinder oft nicht gemerkt</p><p>Welche Schatten sie in sich getragen hat</p><p>Warum das Heitere, Aufgedrehte, Energetische</p><p>Immer wieder von einer unvorstellbaren Schwere durchbrochen wurde, die aus dem Nichts kam</p><p>Und die aber niemand sonst sehen durfte</p><p>Bis zum bitteren Ende waren es nur die Engsten,</p><p>die wussten, was hinter dem Lachen war</p><p>Und oft nicht mal die…</p><p> </p><p>Zugleich ist das etwas, das sie mir vermacht hat</p><p>Unwillentlich</p><p>Zum Guten wie zum Schlechten</p><p>Ich bin stolz darauf, Menschen zum Lachen bringen zu können</p><p>Sie mit meinen Geschichten und Anekdoten zu unterhalten</p><p>Sie mitreißen und begeistern zu können</p><p>Aber ganz oft mache ich das nur, um davon abzulenken, wie es mir wirklich geht</p><p>Denn Gott bewahre, wenn ich irgendjemanden mit mir in die Tiefe ziehe</p><p>Auch ich tue das nicht bewusst</p><p>Ich kann nicht anders</p><p>Wenn es mir schon nicht gut geh</p><p>Dann können sich wenigsten die Menschen in meiner Gegenwart gut fühlen</p><p>„So versuche ich Menschen zu einem Schatz zu führen, den ich nicht für mich selbst besitzen kann“</p><p> </p><p>Und so fehlt mir von einem Menschen</p><p>Der so viel Schmerz und Trauer in sich hatte</p><p>Am Ende am meisten</p><p>Ihr Lachen</p><p> </p><p>###</p><p> </p><p>Als ich das erste Mal wegen meiner Depression krankgeschrieben war</p><p>Haben ganz viele Menschen immer und immer wieder zu mir gesagt</p><p>„Das sieht man dir gar nicht an“</p><p>Richtig</p><p>Und genau das tut nur noch weh</p><p>Das heißt, selbst wenn ich versuche, um Hilfe zu schreien</p><p>Werde ich nicht gehört</p><p>Weil ich so sehr gelernt habe, mir nichts anmerken zu lassen</p><p>Dass ich es nicht mal kann, wenn ich will</p><p> </p><p>Die Depression meiner eigenen Mutter hat dazu einen wichtigen Baustein geliefert</p><p>Nach außen war sie immer heiter, freudig, lebendig</p><p>Dafür brauchte sie hinter verschlossenen Türen oft Hilfe</p><p>Eine Hilfe, die ein Kind in meinem Alter nicht geben konnte</p><p>Und es trotzdem immer versucht hat</p><p>Wenn sie nicht mehr lachen, reden, sich freuen konnte</p><p>Dann musste jemand das für sie tun</p><p>Also habe ich das getan</p><p>Und tue das irgendwie bis heute</p><p> </p><p>Dazu kommt die vollkommene Unberechenbarkeit</p><p>Ich wusste nie, wann ich wieder gebraucht werde</p><p>Also musste ich immer in Bereitschaft sein</p><p>Immer auf Alarm</p><p>Damit ich nicht versagen konnte, wenn ich wieder gebraucht wurde</p><p>Und diesen Alarm lerne ich jetzt erst mit 38 Jahren endlich langsam abzuschalten</p><p>Denn ich merke zu sehr, dass ich nach außen gut gelaunt, unterhaltsam und energetisch bin</p><p>Und dann Zuhause aufgefangen werden muss</p><p>Nicht von meiner Tochter,</p><p>aber von meiner Partnerin,</p><p>die es nicht verdient hat, meine Last so mitzutragen,</p><p>nur weil ich nach außen stark wirken will</p><p> </p><p>Deswegen ist ein großer Teil meiner Heilung</p><p>Die Depression nicht mehr zu verbergen</p><p>Sie zu zeigen</p><p>Sie zu artikulieren</p><p>Und klar zu sagen: ich kann nicht mehr</p><p>Damit ich nicht über meine Kapazitäten performe</p><p>Für das klatschende Publikum</p><p>Während meine Liebsten darunter leiden</p><p> </p><p>Und ich nicht auch auf ein frühes Ende zugehe</p><p>Nach dem die Menschen sagen</p><p>„Aber er war doch immer so fröhlich“</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 18 Jan 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Nur wer schreibt, der bleibt?]]></title>
      <description><![CDATA[Geschichten zu erzählen, kann Spaß machen und Sinn stiften, aber wusstet ihr, dass es einem auch förmlich das Leben retten kann?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>“Ich kann ohne das Schreiben nicht leben!”</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/486c7efc-6151-4458-8a95-ae07b54937d1/uploads/images/stryfii3of/photo_2026-01-09_22-13-03.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p> Das ist ein Satz, den man von vielen Schreibenden hört</p><p>Häufig mit einem Augenzwinkern</p><p>Aber was, wenn da mehr dran ist, als wir dachten?</p><p> </p><p>Dass das Schreiben (bzw. erzählen) kulturell zum Menschen gehört, das wisst ihr vermutlich schon.</p><p>Es gibt sogar den Begriff:</p><p>Homo Narrans, der erzählende Mensch</p><p>Dahinter steckt die Idee,</p><p>dass das Erzählen den Menschen erst zum Menschen macht</p><p> </p><p>Aber wusstet ihr,</p><p>dass das Erzählen auch für das Individuum immens wichtig ist? Psychologisch?</p><p> </p><p>Vielleicht wisst ihr auch schon:</p><p>Teile des Gehirns sind narrativ/episodisch strukturiert</p><p>Unsere Erinnerungen sind im Wesentlichen</p><p>kleine Geschichten</p><p>Dazu gehören auch unsere autobiographischen Erinnerungen</p><p>Wir haben quasi buchstäblich eine Lebensgeschichte</p><p>Woher wir kommen</p><p>Wer wir sind</p><p>Wie wir dazu geworden sind</p><p> </p><p>Mein Learning der Woche war</p><p>dass diese Geschichte ein wichtiger Teil</p><p>der sogenannten Selbstkohärenz ist</p><p>Wir empfinden unsere Existenz als sinnhaft,</p><p>wenn wir daraus eine Geschichte machen können</p><p> </p><p>Für manche Menschen ist das einfacher</p><p>wenn das Leben geordnet und strukturiert ist</p><p>Für andere, deren Leben oft Chaos war,</p><p>ist es deutlich schwieriger</p><p>in den zum Teil lebensfeindlichen Umständen</p><p>einen Sinn zu finden</p><p> </p><p>Also muss man kreativ werden,</p><p>um aus den versprengten</p><p>Katastrophen,</p><p>Herausforderungen,</p><p>Handlungsfragmenten</p><p>und Figuren</p><p>eine sinnige Lebensgeschichte zu machen</p><p> </p><p>Zu erzählen</p><p>Sinn im Chaos zu finden</p><p>hat uns also mal „das Leben gerettet“</p><p> </p><p>Es gibt den Spruch:</p><p>Wer schreibt, der bleibt</p><p>Viele von uns sind geblieben,</p><p>weil wir uns unseren Sinn gerettet haben</p><p>Und jetzt nutzen wir diesen Survival-Skill</p><p>finden Sinn „in all the strange places“</p><p>und machen daraus Geschichten zum Lesen</p><p> </p><h2>Fortsetzung für meine Waldgeister</h2><p> </p><p>Das Erzählen hat uns aber nicht nur unser „Leben gerettet“</p><p>unseren Sinn erschaffen</p><p>und unsere Identität geformt</p><p>Und es ist jetzt auch nicht nur ein nettes Gimmick,</p><p>das wir nutzen können,</p><p>um andere Menschen mit unseren Geschichten zu begeistern</p><p>Es ist immer noch ein wichtiger Stützpfeiler unserer Identität</p><p> </p><p>Sinn im Leben zu haben, ist das, was uns am Leben hält</p><p>Diesen Sinn ziehen wir einerseits aus unseren Beziehungen (Relationaler Sinn)</p><p>und auch aus unserem Verhältnis zu unserem eigenen Körper (somatischer Sinn, oh boi, dazu kommen noch Beiträge!)</p><p>aber eben auch aus dem narrativen Sinn</p><p> </p><p>Wenn ein gut behütetes Leben auf einmal in die Scheiße geht</p><p>und die Fähigkeit, einen narrativen Sinn zu finden,</p><p>nicht gegeben ist, dann kann das zu einer tiefen Krise führen</p><p>Wenn man aber schon sehr gut darin ist,</p><p>selbst in den abgefucktesten Situationen irgendwo noch einen Nutzen zu finden</p><p>- und wenn der noch so bescheuert ist -</p><p>macht einen das resilienter gegen Katastrophen</p><p> </p><p>Also die Feder,</p><p>die mächtiger als das Schwert ist,</p><p>wissen wir immer noch zu führen,</p><p>um unser Leben zu verteidigen,</p><p>wenn es drauf ankommt</p><p> </p><p>ABER, und das war für mich diese Woche ganz wichtig,</p><p>das Ganze kann auch einen Nachteil haben</p><p>Nämlich dann, wenn der narrative Sinn unsere primäre Sinnquelle ist</p><p>Den narrativen Sinn als EINE Quelle nutzen zu können,</p><p>bedeutet, wir können Sinn finden, wenn alles andere versagt</p><p>Wenn der narrative Sinn aber unsere EINZIGE Quelle ist,</p><p>weil wir keinen Sinn in unseren Beziehungen finden</p><p>und auch keinen Sinn aus unserer körperlichen Selbstwahrnehmung ziehen,</p><p>dann MÜSSEN wir einen Sinn finden</p><p> </p><p>Die Folge daraus kann krampfhaftes Grübeln und Overthinking sein</p><p>im steten Versuch, immer doch irgendwie Bedeutung zu finden</p><p>Es entwickelt sich der Leitsatz „Wenn es nicht TIEF ist, dann hat es keinen Wert“</p><p>Das Leben ist aber oft nicht tief</p><p>Das Leben ist oft banal, trivial und flach</p><p>Und wenn uns das keinen Sinn geben kann</p><p>dann brauchen wir permanent Action</p><p>Und wie sollen wir so aus dem ganzen Drama rauskommen?</p><p> </p><p>Wie gesagt, das ist für mich gerade ein wichtiges Learning</p><p>Ich hab jetzt ne Woche lange versucht, somatischen Sinn in forcierter Langeweile zu finden</p><p>Damit nicht immer das ganze Leben eine tiefgründige Heldenreise sein muss</p><p> </p><p>Die Lektion ist:</p><p>Erzählen ist geil</p><p>Erzählen KÖNNEN ist wichtig</p><p>Erzählen MÜSSEN kann gefährlich sein</p><p> </p><p>Vergesst nicht auf Steady zu kommentieren, denn ich möchte unbedingt wissen, wie das für euch ist.</p><p>War euch das bewusst?</p><p>Wie sieht es mit euren Sinnquellen aus?</p><p>Seid ihr auch etwas zu abhängig vom narrativen Sinn?</p><p> </p><p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 11 Jan 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Herzlich willkommen, ihr Waldgeister]]></title>
      <description><![CDATA[Mit diesem Beitrag möchte ich euch ans Feuer bitten, Erwartungen klären und einen Rahmen für mein Projekt für euch spannen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst einmal möchte ich mich von Herzen dafür bedanken, dass ihr mich hier auf diesem Weg begleitet.</p><p>Wie die meisten von euch wissen,</p><p>teile ich seit etwa zwei Jahren</p><p>Gedanken, Gefühle, Erkenntnisse und Herausforderungen</p><p>über Leben, Heilung, Schmerz und Freude</p><p>in kurzen Texten auf Instagram.</p><p> </p><p>Jeder Beitrag dort ist aber auch immer</p><p>mit etwas Bauchweh verbunden</p><p>und vor allem der Frage:</p><p>Erreichen meine Worte die Menschen,</p><p>für die sie gedacht sind?</p><p>Oft sehen Menschen meine Texte,</p><p>die gar nichts damit anfangen können</p><p>Und Menschen, die sie sehen möchten,</p><p>sehen sie oft monatelang gar nicht mehr.</p><p> </p><p>Deswegen gibt es jetzt diesen Blog/Newsletter</p><p>in dem ich meine Texte mit euch direkt teilen möchte.</p><p> </p><p>Für diejenigen von euch</p><p>Die sich neben den allgemeinen Lebensthemen</p><p>Auch ein bisschen für das fantastisch-literarische interessieren</p><p>Möchte ich diesen Blog/Newsletter</p><p>Unten mit einem kleinen poetischen Rahmen verzieren</p><p> </p><p>Ich freue mich auf das Teilen mit euch</p><p>Und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit &lt;3</p><p> </p><p>[Auf meiner Steady Seite könnt ihr Beiträge auch kommentieren, wozu ich euch herzlichst einlade]</p><p> </p><p>***</p><p> </p><p>Du bist ein Naturgeist</p><p>ein Bewohner des großen Waldes.</p><p>Du hast deinen Platz hier</p><p>Deine Aufgabe</p><p>Deinen Sinn</p><p>Bist ein Teil des Ganzen</p><p> </p><p>Das ist leicht zu sehen,</p><p>wenn die Sonne scheint</p><p>Und das Licht durch das Geäst fällt</p><p> </p><p>Doch manchmal kommt die Dunkelheit</p><p>Schatten verhüllen alles, was ist</p><p>Und nicht einmal das Mondlicht erreicht den Grund</p><p> </p><p>Am Anfang erinnerst du dich noch</p><p>Wo alles war</p><p>An die anderen</p><p>An deine Aufgabe hier</p><p>Deinen Sinn</p><p> </p><p>Doch je länger der Schatten verweilt,</p><p>Desto mehr verschluckt er nicht nur den Wald,</p><p>Sondern auch die Erinnerung</p><p>Die Bedeutung</p><p>Die Verbindung</p><p>Bis du umherirrst in einer Finsternis</p><p>Ohne Orientierung</p><p>Ohne Struktur</p><p>Ohne Ziel</p><p> </p><p>Alle anderen auch nur Schemen</p><p>Irrend durch die Dunkelheit</p><p>Jeder für sich</p><p>So nah und doch so fern</p><p> </p><p>Dann jedoch</p><p>inmitten der Finsternis</p><p>erblickst du ein Leuchten</p><p> </p><p>Du näherst dich dem seltsamen Schein</p><p>Und entdeckst</p><p>Auf einer Lichtung</p><p>Ein Feuer</p><p> </p><p>Hell leuchtet es</p><p>Erfüllt von Magie</p><p>Bis tief in die Schatten</p><p> </p><p>Drumherum</p><p>Eine Versammlung von Waldgeistern</p><p>So wie du</p><p> </p><p>Ein weiterer huscht noch an dir vorbei</p><p>Während du skeptisch wartest</p><p>Und nimmt auf einem der Baumstämme platz</p><p> </p><p>Zögerlich näherst auch du dich</p><p>Es gibt noch viele freie Plätze</p><p>Ein moosbewachsener Stein zieht dich an</p><p>Und du lässt dich darauf nieder</p><p> </p><p>Im Kreis der Geister erinnerst du dich an das Gefühl</p><p>Als noch Licht war</p><p>Als noch alle zusammen waren</p><p>Teil des Waldes</p><p>Nicht herumirrend und allein</p><p> </p><p>Dann verstummt das Tuscheln,</p><p>das vorher noch das Knistern des Feuers begleitet hat</p><p>Und du siehst</p><p>Wie einer der Geister näher an das Feuer gleitet</p><p>Ein Waldgeist wie du</p><p>Doch er trägt einen Funken des Feuers in sich</p><p>Feuerwächter nennt man solche</p><p> </p><p>Die Geister verstummen</p><p>Bis nur noch Wind und Feuer die Nacht erfüllen</p><p> </p><p>Dann hebt der Feuerwächter seine Stimme</p><p>Und beginnt zu erzählen…</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 06 Jan 2026 07:39:40 +0000</pubDate>
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