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    <title>Wiebke Wimmer | Bücher jenseits des Mainstreams</title>
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    <description>Literaturempfehlungen im  monatlichen Newsletter 💌</description>
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      <title>Wiebke Wimmer | Bücher jenseits des Mainstreams</title>
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      <title><![CDATA[Der geniale Musen-Manifestations-Quatsch]]></title>
      <description><![CDATA[... oder das beknackteste Konzept der Kulturgeschichte]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e2b9fa07-60b4-4cc2-af7f-de0dc7d07099/uploads/images/bmhshbvxq3/IMG_20260929_095437_017.webp?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Wiebke?</em></p><p>Ja, Schreibtisch?</p><p><em>Ich bin jetzt ein Genie.</em></p><p>Genie in was?</p><p><em>In alles.</em></p><p>Mit welcher Qualifikation?</p><p><em>Keiner. Ich manifestiere, dann definiere ich.</em></p><p>Das ist ja ein toller Trick.</p><p><em>Danke. Würdest du mich zur Verstärkung der Manifestation bitte mit Whiskey einreiben?</em></p><p>Vergiss es. Den hab ich zur Veröffentlichung meines <a href="https://www.epubli.com/shop/rock-your-beast-9783565267606">zweiten Romans</a> geschenkt bekommen.</p><p><em>Ach. Dann hast DU die ganzen Spiegel-Bestseller-Aufkleber auf die Flasche gepappt?</em></p><p>Ja.</p><p><em>Damit wolltest du wohl deinen Erfolg als geniale Schriftstellerin manifestieren, hm? Und, hat’s geklappt?</em></p><p>Kein Stück. <a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/posts/70b2856e-04f2-45f2-a67d-300932880407">Weißt du doch.</a></p><p><em>Wenn du schon kein Genie bist, willst du dann meine Muse sein?</em></p><p>Jetzt reicht’s aber! Dieser ganze Genie-Musen-Quatsch ist eins der kaputtesten Konzepte der Kulturgeschichte! Überall nur Selbsterhöhung und Ausbeutung! Und geh mir weg mit dem Manifestationskram!</p><p><em>Aua. Nicht mit der Faust auf die Platte.</em></p><p>Oh. Tut mir leid.</p><p><em>Dann sind wir also nicht Genie und Muse?</em></p><p>Nein.</p><p><em>Auch gut. Klingt nämlich anstrengend.</em></p><p>Ist es. Für alle Beteiligten. Und wenn wir schon etwas manifestieren, dann doch bitte kreative Gleichberechtigung.</p><p><em>Bin dabei, Wiebke.</em></p><p>Schön, Schreibtisch.</p><p></p><h2>3 Bücher</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e2b9fa07-60b4-4cc2-af7f-de0dc7d07099/uploads/images/ji2hkz7yue/Bucher_im_September.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong><mark style="background-color: rgb(242, 221, 236); color: inherit;">Elisa von Hof: Unsichtbare Musen. Frauen, die unsere Welt veränderten. Klett Cotta, 400 Seiten, September 2026.</mark></strong></p><p>In Elisa von Hofs Buch geht es um die Frauen, die unter dem Label “Muse” große Kunst ermöglicht haben. Viele mit dem Namen eines männlichen Künstlers verknüpfte Meisterwerke würde es ohne diese Frauen nämlich nicht geben. Sie investierten Care-Arbeit, Inspiration und nicht selten ihr körperliches und seelisches Wohlergehen in den künstlerischen Prozess eines Mannes. Dabei blieben sie oft unsichtbar, während die Welt das vermeintliche Genie feierte.</p><p>Von Hof führt uns auf 400 Seiten quer durch die Jahrhunderte. Sie begleitet uns durch eine Kulturindustrie, zu der Frauen lange keinen Zugang hatten. Viele “Musen” waren selbst Künstlerinnen, und die Mitarbeit an der Kunst ihres Mannes war oft die einzige Möglichkeit, sich selbst schöpferisch zu betätigen. Ihre Arbeit wurde meistens weder bezahlt noch anerkannt. Im schlimmsten Fall wurde die Muse vom Künstler entwertet, verleugnet oder missbraucht.</p><p>Elisa von Hof benennt Picasso, Hitchcock, Lennon und viele andere als das, was sie waren: große Künstler und Musenausbeuter. Das eine soll nicht geschmälert, das andere nicht bagatellisiert werden. Es geht vielmehr darum, die beteiligten Frauen mit ins Bild zu holen. Damit das Verständnis von kreativem Schaffen sich weitet, der Machtbereich des Genies sich verkleinert und Platz für neue Formen von Kunst und Zusammenarbeit entsteht.</p><p></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(230, 243, 251); color: inherit;">Elisabeth Gilbert: Big Magic. Creative Living Beyond Fear. Riverhead Books, 288 Seiten, September 2015.</mark></strong></p><p><em>Big Magic? </em>Klingt wie ein Ratgeber aus der Manifestationshölle.</p><p>Ist es aber nicht.</p><p>Elizabeth Gilbert <em>(Eat, Pray, Love)</em> hat ein kluges Buch über das erfüllte kreative Leben und das Vertrauen in die eigene Inspiration geschrieben. Die ist nicht nur einigen Auserwählten vorbehalten, sondern uns allen. Keine Musenküsse notwendig, Kreativität ist immer da, wie ein freundlicher Dämon. Gilbert räumt außerdem auf mit dem Mythos des Genies, das nur aus Leid (dem eigenen und dem der anderen) Großes schaffen kann. Schade, dass Picasso, Hitchcock und Lennon das nicht mehr lesen können.</p><p></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Halldór Armand: Important Trash. Islands schmutziges Geheimnis. HarperCollins, 256 Seiten, September 2026.</mark></strong></p><blockquote><p>“Warum hast du eine Nase im Gefrierschrank, Gómur?”</p><p></p><p>“So ist das, wenn man die Arbeit mit nach Hause nehmen muss.”</p></blockquote><p>Important Trash ist alles Mögliche. Überzeichnete Gesellschaftssatire, Liebeserklärung an die Menschen in Reykjavik, Protokoll der isländischen Wirtschaftskrise 2008, scharfsichtige Abrechnung mit der Wegwerfgesellschaft. Nur eins nicht, nämlich das, was draufsteht: ein Thriller.</p><p>Wobei die Handlung natürlich ins Genre passt.</p><p>Müllmann Gómur findet eine abgetrennte menschliche Nase im Abfall. Die Mitarbeitenden der Polizei sind viel zu beschäftigt mit ihren eigenen Katastrophen rund um die Finanzkrise, also geht Gómur selbst auf Ermittlungstour. Dabei trifft er auf jede Menge schräge Gestalten und ein paar ungaubliche Zufälle.</p><p>Halldór Armands Debütroman ist voller liebenswerter Charaktere und derber Situationskomik. Neben der Nasenhandlung gibt es noch die B-Story um Gómurs Cousin Geir, einem gescheiterten Schriftsteller. Geir ist der Inbegriff des sich an seinem Leid berauschenden narzisstischen Künstlers. Dafür kriegt er vom Autor ordentlich sein Fett weg - und legt am Ende von allen Figuren die größte Entwicklung hin.</p><p>Eine Empfehlung für alle, die schrägen Humor und Thriller ohne Thrill mögen.</p><p></p><h2>2 Songs</h2><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=N3UHf-NmD98">Lizzie McAlpine feat. Finneas: Hate To Be Lame</a>. Selbst auf den Augäpfeln krieg ich davon Gänsehaut.</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ZaXRZ0FgnE">Getdown Services: Eat Quiche, Sleep, Repeat.</a> Feiner britischer Indiefunkpop mit stattlichen Schnauzbärten.</p><p></p><h2>1 neues Format</h2><p>So viele tolle Neuerscheinungen sind für Oktober angekündigt, die werde ich im nächsten Newsletter gar nicht alle unterbringen. Wie wäre es also mit einem zusätzlichen Buchdate zur Monatsmitte?</p><p><a href="https://youtube.com/live/VvbDB4Kk3vw">Am 18.10. um 19 Uhr stelle ich dir DIE NEUEN vor, meine Bücher des Monats.</a></p><p>Zwei bis drei Neuveröffentlichungen, maximal 30 Minuten. Du bekommst ein bisschen was vorgelesen und ich beantworte Fragen im Chat.</p><p>Klingt cool? <a href="https://youtube.com/live/VvbDB4Kk3vw?feature=share">Sei dabei!</a></p><p>Deine Wiebke</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter 💌]]></category>
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      <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 14:16:08 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[12 Bücher mit Musik von laut bis leise]]></title>
      <description><![CDATA[Leseempfehlungen von Heavy Metal bis Klassik.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>The book of love has music in in it.</em> Peter Gabriel</p><p>Von Metal bis Klassik, vom lautesten Leseerlebnis zum leisesten: Ein Dutzend Bücher mit Musik, Musik, Musik.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/nhyqe7yhz6/Nico_Rose_Hard_Heavy_and_Happy.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Nico Rose Hard, Heavy und Happy."/><h2>Nico Rose: Hard, Heavy &amp; Happy. Heavy Metal und die Kunst des guten Lebens</h2><p>Die lautestmögliche der Buchempfehlungen.</p><p>Metal macht glücklich. Nicht alle, aber den Metalhead an sich. Und davon gibt es viele, <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171214/umfrage/interesse-an-hardrock-und-heavy-metal/">allein in Deutschland rund sieben Millionen.</a> </p><p>Nico Rose, Wirtschaftspsychologe und Autor, ist einer von ihnen. Sein Buch <em>Hard, Heavy &amp; Happy</em> ist eine unterhaltsame wissenschaftliche Abhandlung über Metal, Heavyness und psychische Gesundheit. Dazu gehören: eine selbst durchgeführte Studie an 6000 Metalheads. Interviews mit Schwermetall-Profis. Und ein Anhang, der so imposant ist wie der Stimmumfang von Rob Halford, Sänger der Band Judas Priest.</p><p>Ich habe beim Lesen gelernt, dass Metal wütende Musik für fröhliche Menschen ist. Dass psychische Gesundheit nicht automatisch die Abwesenheit von psychischer Krankheit bedeutet. Und dass Metal für Fans nicht nur <em>nice to mosh to</em> ist, sondern eine Lebenseinstellung. Manchmal sogar ein Lebensretter. <a href="https://www.penguin.de/buecher/nico-rose-hard-heavy-happy/paperback/9783453218291"><em>(Heyne Verlag, 2022, 368 Seiten, 18 €)</em></a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>💌 Lesen, lauschen, lieben. Literaturempfehlungen jenseits des Mainstreams. Immer am letzten Tag des Monats per Mail. </em><a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/newsletter/sign_up"><em>Jetzt kostenlos abonnieren</em></a><em> 💌</em></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/tys6bl2mls/Kill_Your_Beast_Schlagzeugroman_Wiebke_Wimmer.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Wiebke Wimmer Kill Your Beast Ein Schlagzeugroman"/><h2>Wiebke Wimmer: Kill Your Beast</h2><p>Mein Debütroman<em> Kill Your Beast</em> handelt von der sechzehnjährigen Mona, die den Rhythmus im Blut hat. Kein Wunder. Ihre Mutter war die berühmteste Rock-Drummerin aller Zeiten. Und die ist an einer Überdosis Heroin gestorben, als Mona noch ein Baby war. Das Kind wächst behütet und fern jeglicher Rockmusik beim Vater in Nordfriesland auf. Als Mona entdeckt, dass sie das Trommeltalent ihrer Mutter geerbt hat, tut sie alles, um es zu unterdrücken. Sie will auf keinen Fall so werden wie sie. Aber wie das so ist, wenn man etwas verdrängen will, was zu einem gehört – es kommt immer wieder hoch ...</p><p>Ein Buch über Musik und über das Erwachsenwerden. Ohne Herzschmerz und Klischees, dafür mit Rock made in Norddeutschland. Mit einem gesellschaftlich relevanten Thema: Frauen in der Musikszene. <a href="https://www.rollingstone.de/die-100-besten-schlagzeuger-aller-zeiten-die-komplette-liste-3061101/">Auf der Liste der 100 besten Drummer aller Zeiten stehen gerade mal 5 Frauen. </a>Ich wünsche mir, dass sich viel mehr Mädchen und Frauen ans Drumset setzen und laut sind. Vielleicht kann ich als Autorin etwas dazu beitragen. <a href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1068320177"><em>(Independently Published, 2023, 376 Seiten, 16 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/7kmrwiqbeu/Rock_In_Peace_Tamara_Leonhard.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Tamara Leonhard Rock in Peace"/><h2>Tamara Leonhard: Rock In Peace</h2><p>Eine dieser Buchempfehlungen, die sowohl laut als auch leise sind. Denn musikalisch dreht sich in diesem Roman alles um Punk, doch im Vordergrund steht das Thema Trauer.</p><p>Simon, Frontmann der Punkrockband EXIT SixTwenty, verliert seinen besten Freund und Bandkollegen Erik bei einem Autounfall, was ihm komplett den Boden unter den Füßen wegreißt. Zum Schock über den Tod seines Weggefährten kommen furchtbare Schuldgefühle, den Simon fühlt sich verantwortlich für den Unfall. Weder die Schwester seines verstorbenen Freundes noch die anderen Bandmitglieder können ihn aus seiner Verzweiflung holen.</p><p>Tamara Leonhard beschreibt sehr einfühlsam die kreisenden, immer dunkler werdenden Gedanken der Hoffnungslosigkeit und schließlich den langen Weg zurück ins Leben. <a href="https://tamaraleonhard.de/portfolio/rock-in-peace"><em>(Independently Published, 2025, 532 Seiten, 18,50 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/bklni6qzgp/Taylor_Jenkins_Reid_Daisy_Jones_and_the_Six.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Taylor Jenkins Reid Daisy Jones &amp; The Six"/><h2>Taylor Jenkins Reid: Daisy Jones And The Six</h2><p>Taylor Jenkins Reid hat diesen Musikroman in Form eines Interviews geschrieben, in dem die Mitglieder und Wegbegleiter der legendären Rockband <em>Daisy Jones And The Six</em> vierzig Jahre nach der Trennung über die Gründe sprechen. </p><p>Interview? Das klingt trocken und sperrig. Aber ich war beim Lesen sofort mittendrin im Sex and Drugs and Rock’n’Roll-gesättigten Kalifornien der 60er und 70er Jahre. Und ich habe der Autorin von Anfang an geglaubt, dass es diese Band wirklich gibt.</p><p>Was ich an diesem Buch am meisten liebe: Es geht wirklich um Musik. Songwriting, Proben, Studioproduktion und Auftritte werden nicht nur angedeutet. Wir werden so realistisch mit in den Entstehungsprozess der Musik genommen, dass ich beim Lesen immer wieder den Impuls hatte, die Songs beim Streamingdienst meiner Wahl zu suchen. Inzwischen gibt es die Band <em>Daisy Jones And The Six</em> wirklich, dank der gleichnamigen Miniserie, die 2023 auf erschienen ist.<a href="https://www.ullstein.de/werke/daisy-jones-and-the-six/taschenbuch/9783548065991"> <em>(Ullstein Taschenbuch, 2022, 368 Seiten, 12,99 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/zfend7a37p/Isabella_Caldart_Nirvana_100_Seiten.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Isabella Caldart Nirvana"/><h2>Isabella Caldart: Nirvana. 100 Seiten</h2><p>Wo warst du, als Kurt Cobain starb?</p><p>Ich gehöre zur Generation, die diese Frage sofort beantworten kann. Isabella Caldart, Autorin von <em>Nirvana</em> aus der Reclam-Reihe 100 Seiten, ist ein jüngerer Fan. Sie hat die wenigen Jahre, in denen Kurt, Krist und Dave Musikgeschichte geschrieben haben, nicht hautnah miterlebt. Und genau das macht diese Biografie so spannend und so anders als die meisten anderen Werke über die Band. Sehr viele Bücher über Nirvana stammen nämlich von weißen Männern der GenX, und dementsprechend werden dort einige Themen ausgeblendet. Isabella Caldart blendet sie wieder ein. Kurts queere Seite, das politische Engagement der Band gegen Sexismus und Rassismus und die problematische, widersprüchliche Beziehung zwischen Kurt und den Medien. Dabei feiert Caldart nicht automatisch alles, was die Band gemacht hat. Mir hat besonders gefallen, dass Widersprüche stehen bleiben dürfen. </p><p>Eine intensive Biografie ohne pathetische Glorifizierung, dafür mit neuen Perspektiven. Ich geh dann jetzt mal wieder das Unplugged-Album hören. <a href="https://www.reclam.de/produktdetail/nirvana-100-seiten-9783150207116"><em>(Reclam, 2024, 100 Seiten, 12 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/adovd5vcun/Utopia_Avenue_David_Mitchell.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von David Mitchell Utopia Avenue"/><h2>David Mitchell: Utopia Avenue</h2><p><em>Utopia Avenue</em> von David Mitchell ist die Geschichte der gleichnamigen Band, die wir im selben Atemzug mit den Beatles und den Stones nennen würden, wenn es sie denn gegeben hätte. Elf, Dean, Jasper und Griff sind als fiktives Rockquartett im England der späten 1960er angesiedelt und erobern mit zwei Alben die Welt, während der Summer of Love in Gewalt und Gier umschlägt.</p><p>Bunte Details, Zeitsprünge, wechselnde Perspektiven und gewagte Sprachbilder: Ich habe jede Seite genossen. David Mitchell erfüllt meine Erwartungen - aber ganz anders als gedacht: Ein sympathischer Manager! Die Frauen haben die besten Dialogzeilen! Der Schlagzeuger ist keine impulsive Knalltüte! (Der Bassist schon.) </p><p>Mitchell schreibt sich behutsam in die neurodiverse Psyche von Jasper, dem Gitarristen. In das bisexuelle Gefühlschaos von Elf, der Multiinstrumentalistin. In eine Zeit, die von Aufbruch und Widersprüchen geprägt war wie kaum eine andere und in die alles verbindende Macht der Musik. <a href="https://www.rowohlt.de/buch/david-mitchell-utopia-avenue-9783499005541?gad_source=5&amp;gad_campaignid=23604064963&amp;gclid=EAIaIQobChMIla3LvMuIkwMVd5eDBx2ZlwlHEAAYASAAEgI4nfD_BwE"><em>(Rowohlt Taschenbuch, 2024, 752 Seiten, 18 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/wjbsimdrdc/Lily_Brett_Lola_Bensky.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Lily Brett Lola Bensky"/><h2>Lily Brett: Lola Bensky</h2><p>Lola Bensky könnte eine Bridget Jones der 1960er sein. Gleich im ersten Absatz sehen wir ihr dabei zu, wie sie mit einer viel zu engen Netzstrumpfhose auf einem viel zu unbequemen Barhocker sitzt und ihr vermeintliches Übergewicht verflucht, während sie Jimi Hendrix interviewt und mit ihm über Lockenwickler fachsimpelt. Doch Lola ist Tochter von Holocaust-Überlebenden. Als Redakteurin für ein australisches Rockmagazin reist sie durch die Welt. Sie interviewt Mick Jagger, leiht Cher ihre Wimpern, lässt sich von Pete Townshend anschnauzen und stellt Cat Stevens überraschende Fragen.</p><p>So weit ein fluffiges Buch mit Musik, Rockstar-Glamour und Interviews, die wohl wirklich so stattgefunden haben, denn die Autorin Lily Brett war selbst Musikjournalistin. Doch Lola wird immer wieder mitten in ihren Interviews heimgesucht. Von dem, was ihre Eltern im Lager mit ansehen mussten. Ich habe das Buch mehrfach zur Seite gelegt und konnte diese lakonischen Sätze voller Grausamkeit, die mitten im Leichten lagen, kaum aushalten. Doch es ist so wichtig, dass wir uns verstörbar machen. Für das unaussprechliche Grauen, das Autorinnen wie Lily Brett in hinreißend komische und lebenskluge Romane legen <a href="https://www.suhrkamp.de/buch/lily-brett-lola-bensky-t-9783518464700"><em>(Suhrkamp Insel, 2013, 302 Seiten, 10 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/z44g5boqru/Melanie_Raabe_Lady_Gaga_Kiwi_Musikbibliothek.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Melanie Raabe über Lady Gaga, KiWi Musikbibliothek"/><h2>Melanie Raabe über Lady Gaga.  KiWi Musikbibliothek, Band 12</h2><p>„Lady Gaga ist tot“.</p><p>Als Melanie Raabe im Dezember 2019 diese Meldung liest, ist sie erschüttert. Sie trauert wie um eine Freundin, obwohl sie Stefani Joanne Angelina Germanotta alias Lady Gaga nie persönlich begegnet ist.</p><p>Bis Raabe herausfindet, dass es sich bei der Verstorbenen nicht um den Popstar, sondern um Deutschlands schönste Kuh handelt, verbringt sie viel Zeit damit, über ihre Beziehung zu Lady Gaga nachzudenken. Diese beiden Leben könnten nicht unterschiedlicher sein. Stefani wächst als musikalisches Wunderkind in New York auf, Melanie dagegen verbringt eine gänzlich unmusikalische Kindheit in Deutschland. Als Lady Gaga in ihr Leben tritt, wird die leise Melanie zum Hardcore-Fan der lauten Stefani und inhaliert alles, was sie über den Popstar in die Finger kriegt. </p><p>Ihr Buch über Lady Gaga lässt sich schnell weglesen, wirkt aber lange nach. Ich habe jetzt erst so richtig verstanden, was für eine mutige Künstlerin Lady Gaga ist, die bei allem Ruhm auch zu ihrer Fragilität steht und viele Menschen dazu inspiriert hat, an sich selbst zu glauben. <a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/melanie-raabe-melanie-raabe-ueber-lady-gaga-9783462001044"><em>(KiWi-Taschenbuch, 2021, 128 Seiten, 12 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/dbbitugvz7/Sinead_OConnor_Rememberings.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Sinéad O&#39;Connors Autobiografie Rememberings"/><h2>Sinéad O&#39;Connor: Rememberings</h2><p>Die außergewöhnliche Autobiografie einer besonderen Musikerin - ebenso witzig wie tragisch: Mit ihrem Auftritt bei Saturday Night Live sollte Sinéad O’Connor ihr drittes Album promoten. Aber nach dem ersten Song wich sie vom Skript ab. Sie holte ein Bild des Papstes hervor und riss es in Stücke. </p><p>Auf ihr Ansehen und ihren finanziellen Erfolg hatte die Aktion extremen Einfluss. Sie konnte danach nie wieder an ihren früheren Erfolg, der mit <em>Nothing Compares 2 U </em>begann, anknüpfen. Bis zu ihrem frühen Tod blieb sie in der öffentlichen Wahrnehmung die <em>crazy bitch.</em> Ihre musikalischen Leistungen, ihre einzigartige Stimme traten in den Hintergrund. </p><p>Es macht mich traurig, dass Sinéad O’Connor nicht als Königin auf ihrem Thron aus Wut alt werden durfte. Dass die Menschen nicht an diesen Thron getreten sind, um sich lehren zu lassen, wie man das macht. Wütend sein. Und verletzlich. Rest in Rage, Sinéad. <a href="https://www.penguin.co.uk/books/316809/rememberings-by-oconnor-sinead/9781844885428"><em>(englische Ausgabe, Penguin, 2022, 304 Seiten, 12,99 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/js2bk6borw/NIck_Hornby_Juliet_Naked.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Nick Hornby Juliet Naked Roman"/><h2>Nick Hornby: Juliet, Naked</h2><p>„Sie waren von England nach Minneapolis geflogen, um sich ein Klo anzuschauen.“ Der in den 1980ern gefeierte Singer-Songwriter Tucker Crowe hatte auf jenem Klo offenbar ein so einschneidendes Erlebnis, dass er danach nie wieder etwas von sich hören ließ. Sehr zur Enttäuschung seiner Fangemeinde, die nach Tuckers Verschwinden wilde Theorien darüber austauscht, was mit ihrem Idol passiert ist. Allen voran Hardcorefan Duncan. </p><p>In Juliet Naked geht es um Musik, ums Fansein und um <em>wasted time.</em> </p><p>Wegen dieser Verschwendung möchte man die meisten Figuren, die im Buch vorkommen, entweder schütteln oder anschreien oder beides. Doch Nick Hornby schafft es, sie liebenswert zu machen. </p><p>Die Diskografie des fiktiven Singer-Songwriters Tucker Crowe und sein musikalischer Werdegang haben mich so überzeugt, dass ich nach dem Lesen das Gefühl hatte, einen neuen Künstler für mich entdeckt zu haben. <a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/nick-hornby-juliet-naked-9783462042450"><em>(KiWi-Taschenbuch, 2010, 368 Seiten, 10 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/csdvaqhl6o/Erik_Fosnes_Hansen_Choral_am_Ende_der_Reise.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Erik Fosnes Hansen Choral am Ende der Reise Roman"/><h2>Erik Fosnes Hansen: Choral am Ende der Reise</h2><p>&quot;Dann versank das Schiff.&quot; Macht man ja eigentlich nicht, den letzten Satz eines Buchs verraten. In diesem Fall ist es allerdings kein Spoiler. Jeder Mensch kennt das Schicksal der R.M.S. Titanic.</p><p>&quot;Choral am Ende der Reise&quot; von Erik Fosnes Hansen erzählt die Geschichte der sieben Musiker, die am 10. April 1912 an Bord des Luxusliners gehen, um auf der fünftägigen Jungfernfahrt die Passagiere zu unterhalten. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus aller Herren Länder. Und, wie der Autor im Nachwort betont, ein fiktives Orchester. </p><p>Erik Fosnes Hansen zeichnet ihre Biografien nach, voller Hoffnungen und Niederlagen, voller Leidenschaften und Verzweiflung. Und vor allem voller Musik. Die Sprache ist rhythmisch, poetisch, klangvoll. Ein Meisterwerk, das seit 25 Jahren in meinem Bücherregal steht, Umzüge und Lebensphasen still begleitet hat. Ich bin froh, dass ich es jetzt endlich wieder entdeckt habe.<em> </em><a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/erik-fosnes-hansen-choral-am-ende-der-reise-9783462053883"><em>(KiWi-Taschenbuch, 2019, 512 Seiten, 14 €)</em></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/uploads/images/msj3to526q/Johanna_Gerhard_Der_Klang_von_Feuerblau.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Buchcover von Johanna Gerhard Der Klang von Feuerblau Roman Selfpublishing Buchpreis 1. Platz 2022"/><h2>Johanna Gerhard: Der Klang von Feuerblau</h2><p>In diesem leisen Roman steht die junge Kit Camino im Mittelpunkt, deren Leben lange von der Musik geprägt war. Wenn sie Cembalo spielte, nahm sie die Klänge als Farben wahr – eine besondere Gabe, die ihre Verbindung zur Musik noch intensiver machte. Doch seit dem Zerwürfnis mit ihrem Vater meidet Kit das Instrument und alles, was sie an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert. Als ihr Vater unerwartet stirbt, erbt Kit das alte Familienhaus Winters Weiher. Der Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht hat, wird plötzlich zu einem Raum voller Erinnerungen. Je länger sie dort bleibt, desto deutlicher wird: Die Musik, die sie so lange verdrängt hat, lässt sich nicht einfach zum Schweigen bringen.</p><p>Der Roman erzählt einfühlsam von Verlust, Versöhnung und der Frage, ob man sich von seiner eigenen Leidenschaft wirklich lösen kann. Besonders berührend ist dabei die Verbindung zwischen Musik, Erinnerung und Familie. Ein leiser Roman über die Kraft der Vergebung und die Farben der Musik. Mit einer ganz zarten Liebesgeschichte. <a href="https://johannagerhard.de/werke/romane/"><em>(Independently Published, 2021, 230 Seiten, 11,99 €)</em></a></p><p></p><p>Das war mein musikalisches Dutzend. Habe ich noch ein Buch vergessen? Schreib’s mir gern in die Kommentare!</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>💌 Lesen, lauschen, lieben. Literaturempfehlungen jenseits des Mainstreams. Immer am letzten Tag des Monats per Mail. </em><a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/newsletter/sign_up"><em>Jetzt kostenlos abonnieren</em></a><em> 💌</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Wiebkes Leselisten 📚]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/59c87cdf-8f1f-45eb-a2c4-6386bcf85320/teaser_image/1789538602?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 06:36:39 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sensible Dobermänner]]></title>
      <description><![CDATA[Warum ich Instagram noch nicht gelöscht habe]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d3ab2ad-e68b-4ab8-b443-3cbcb1acb5b7/uploads/images/bjjwrwlgzn/Kopie_von_Neurodiverse_Dobermanner.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Dobermann auf einem herbstbelaubten Waldweg. Foto: patstatic, pixabay"/><p><em>Wiebke?</em></p><p>Ja, Schreibtisch?</p><p><em>Wann löschst du endlich Instagram?</em></p><p>(Packt ertappt das Handy weg) Sorry.</p><p><em>Entschuldige dich nicht bei mir, entschuldige dich bei deinem Gehirn. Deine Bildschirmzeit liegt deutlich über der von letzter Woche.</em></p><p>Ach komm, die paar Minuten. Und ich will keinen der Nachrufe auf Dolly Parton verpassen, die ununterbrochen bei Insta gepostet werden.</p><p><em>Aber die machen dich traurig.</em></p><p>Das muss so. Ich gleich das wieder aus.</p><p><em>Wie denn? Mit Sport? Frischer Luft?</em></p><p>Nee. (Greift sich das Handy) Guck mal, hier. Der Account des Dobermanns <a href="https://www.instagram.com/p/DcZOqe3BU1g/">Cowboy,</a> der Angst vor Katzen, Regen und Partydekoration hat. Süß! Oder hier - <a href="https://www.instagram.com/p/Dcpcv1xtG1M/">eine Mutter, die ihre Kinder im Stil einer Türsteherin zu Bett bringt.</a> Und guck, Harry Styles ist gerade auf Tour, schau dir bitte seine Outfits …</p><p><em>(Guckt streng)</em></p><p>Was?</p><p><em>Merkst du selber, oder?</em></p><p>Hmnjah. (Legt das Handy weg) Ich möchte das nicht.</p><p><em>Dann lass es.</em></p><p>Das sagst du so.</p><p><em>Okay. Dann eben anders: Was würde Dolly Parton tun?</em></p><p>Öh.</p><p><em>Na?</em></p><p>Sie würde sich nicht von Social Media ablenken lassen. Statt dessen würde sie einen Song schreiben. Menschen umarmen. Und Bücher lesen.</p><p><em>Siehstewoll.</em></p><p>(Schaltet das Handy aus) Danke, Schreibtisch.</p><p><em>Gern. Du darfst mich Dolly nennen.</em></p><p>Das geht zu weit.</p><p><em>Aber den Versuch war’s wert.</em></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>💌 Lesen, lauschen, lieben. Literaturempfehlungen jenseits des Mainstreams. Immer am letzten Tag des Monats per Mail. </em><a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/newsletter/sign_up"><em>Jetzt kostenlos abonnieren</em></a><em> 💌</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>4 Bücher, neu erschienen und gern gelesen</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d3ab2ad-e68b-4ab8-b443-3cbcb1acb5b7/uploads/images/up6mynlvhu/Bucher_August%281%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die vier Cover der im Folgenden vorgestellten Bücher."/><p><a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/nao-cola-yamazaki-die-schoenheit-der-distanz-9783755812173-t-7873"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Nao-Cola Yamazaki: Die Schönheit der Distanz.</mark></strong></a><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">DuMont Buchverlag, 2026.</mark></p><p>Eine Frau, Anfang 40, hat Krebs im Endstadium. Die Restlebenserwartung beträgt wenige Monate. Ihr Mann besucht sie jeden Tag im Krankenhaus:</p><blockquote><p>„Langsam schiebt er den Rollstuhl den Flur hinunter, die Stange des Infusionsständers umklammert er fest. Wie der Aufzug eines Fürsten, der Tropf das Banner. <em>Eins, zwei. Eins, zwei.</em> Sie erreichen den Tagesraum. Hinter dem großen Fenster breitet sich ein unendlich blauer Himmel aus.“</p></blockquote><p>Nao-Cola Yamazaki schlüpft behutsam in die Haut desjenigen, der Abschied nimmt. Seine Emotionen treten dabei in den Hintergrund. Er beobachtet die Menschen, die seine Frau besuchen und mit denen sie Zukunftspläne schmiedet, obwohl es keine Zukunft für sie gibt. Er reflektiert ein System, in dem Pflege und Beruf kaum zu vereinbaren sind. Er denkt nach über Begriffe wie Restlebenserwartung, über körperliche Nähe und das gleichzeitige Wahren einer achtsamen Distanz.</p><p>Ein zurückhaltendes Buch, das sich trotz des schweren Themas leicht lesen lässt. 160 Seiten ohne Wendungen. Nur das Unabwendbare.</p><p>(Herzlichen Glückwunsch an Birgitt, die dieses Buch bei der <a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/about#js-publication_plans">Verlosung</a> gewonnen hat.)</p><p><a href="https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/frag-nach-susan/978-3-351-03939-4"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Souvankham Thammavongsa: Frag nach Susan.</mark></strong></a><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> </mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Aufbau Verlag, 2026.</mark></p><p>Ich hab mir noch nie Nails machen lassen und strebe das auch nicht an. Trotzdem fühlte ich mich sogleich angesprochen von den bunt lackierten Nägeln, die mir auf dem Cover von „Frag nach Susan“ entgegenglänzten.</p><p>Die Handlung des Romans spielt an einem einzigen Tag in einem Nagelstudio, irgendwo in Nordamerika. Alle Mitarbeiterinnen tragen mittellanges schwarzes Haar, schwarze Kleidung und alle heißen sie Susan, weil die Kundinnen und Kunden die richtigen Namen sowieso nicht aussprechen können.</p><p>Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Inhaberin Ning. Sie taxiert die Kunden und Mitarbeiterinnen voller Misstrauen und lässt niemanden so richtig in ihre Nähe. Sie ist hart geworden, nicht zuletzt in ihrer Zeit als Boxerin.</p><p>Zwei Geheimnisse ziehen sich durch die Seiten: Ein fehlender Finger und ein gewisser Roger.</p><p>“Frag nach Susan” handelt von migrantischer Arbeit im Niedriglohnsektor mit Alltagsrassismus, Sexismus, unterdrückten Wünschen und Existenzängsten. Eine Leseempfehlung für alle, die hinter die Kulissen schauen wollen.</p><p>(Glückwunsch an Petra zum Gewinn dieses Buchs.)</p><p><a href="https://www.suhrkamp.de/buch/stephan-lohse-das-knistern-im-all-t-9783518433096"><strong><mark style="background-color: rgb(230, 243, 251); color: inherit">Stephan Lohse: Das Knistern im All.</mark></strong></a><mark style="background-color: rgb(230, 243, 251); color: inherit"> Suhrkamp, 2026.</mark></p><blockquote><p>„Andere fuhren nach Rom oder Paris. Oder nach Amsterdam. Pöllisch, Englisch und Physik und seit der Achten unser Klassenlehrer, hatte Amsterdam von vornherein ausgeschlossen. Ihm sei es zwar egal, auf welche Weise wir unser Leben vergeigten, er würde es nur vorziehen, dabei nicht zusehen zu müssen.“</p></blockquote><p>Matti ist ein Teenager aus reichem Haus. Auf Klassenfahrt erlebt er in den Amrumer Dünen einen psychischen Zusammenbruch. Während er noch versucht, das Geschehene zu verarbeiten, bilden seine Freunde einen Schutzkreis um ihn.</p><p>Das Knistern im All ist voller Schmerz, Witz und Liebe. Vor allem: ein 167 Seiten langer Liebesbrief an die Freundschaft.</p><p>(Andi, herzlichen Glückwunsch zum Buchgewinn!)</p><p><a href="https://www.rowohlt.de/buch/kirsten-fuchs-sneaker-9783737102469?srsltid=AfmBOooYFBdlX9cPVZan02gEu0kVHKPoi4dqDNMU3HCFwph3Kto9A93D"><strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit">Kirsten Fuchs: Sneaker.</mark></strong></a><strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit"> </mark></strong><mark style="background-color: rgb(247, 227, 225); color: inherit">Rowohlt, 2026.</mark></p><p>Kirsten Fuchs ist noch ein Grund, warum ich nicht von Instagram wegkomme. Sie hat das coolste Autorinnenprofil: eine Mischung aus unterhaltsamen Alltagsbeobachtungen, politischer Haltung und eleganter Eigenwerbung.</p><p>Vor allem schreibt sie richtig gute Bücher. Ihr aktuelles Werk ist Coming-of-Age-Roman, Dystopie und Utopie in einem.</p><p>Darum geht’s:</p><p>Sneaker, 16, wächst in einer Welt auf, in der Mensch und Natur getrennte Wege gehen. Smartwatches und Drohnen überwachen Körperfunktionen und gesellschaftliches Verhalten, handwerkliche Fähigkeiten werden im Simulator erlernt, Tierhaltung ist verboten und gegen Gefühlszustände jeglicher Art gibt es Blocker.</p><p>Doch Sneaker sehnt sich nach Landschaft. Als nach einem Sturm der Kontakt zu den Eltern abbricht, verlässt Sneaker die heimische Siedlung und macht sich auf den Weg.</p><p>Draußen wartet die Absurdität einer apokalyptischen Gesellschaft – und Livt. Die beiden kommen einander näher, und auf einmal ist die Welt voller Gefühle und Gefahren.</p><p>Mich hat dieses Buch sehr bewegt. Vor allem die Szene, in der Sneaker zum ersten Mal einen Hund berührt:</p><blockquote><p>„Am Kopf ist er am weichsten. Das ist so weich, das möchte ich jahrhundertelang berühren. Hund und Hand, das passt so gut zusammen. Dass das nicht als Droge eingestuft war früher. Dass die Menschen nicht alle auf Hund waren früher.“</p></blockquote><p>Dieses Früher ist unser Heute.</p><p>Ein Buch über das Menschsein. Im gut Gemeinten wie im Schlechten.</p><p>Seit der Lektüre gehe ich anders durch die Landschaft. Und auf Hund bin ich sowieso.</p><p></p><h3>3 Versionen von Jolene, die du kennenlernen solltest</h3><p>Dolly Parton war großzügig. <a href="https://www.boersenblatt.net/news/dolly-parton-bleibt-die-book-lady-436439">Sie verschenkte Millionen Bücher an Kinder</a> und spendete einen Großteil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke.</p><p>Auch ihr Songwriting war freigiebig. Es schafft Raum für die unterschiedlichsten Interpretationen. Bestes Beispiel: Jolene. (Bleib dran, auch wenn dir das Lied schon dünnflüssig aus den Ohren sickert.)</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=RmY39X4J4NE">Mandy Smith</a> singt ihre Version mit Resignation und Verzweiflung. Da hatte Jolene offenbar schon Zugriff.</p><p>Das gilt auch für das düstere Cover von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=RWjnC8HSRdU">Lil Nas X</a>, diesmal aus Sicht eines Mannes, der den Geliebten nicht verlieren will.</p><p>Und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JJyOh5r-_uM">The Sensitives</a> machen endlich zornigen Punk daraus.</p><p></p><h3>2 Dinge zum Ausprobieren</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d3ab2ad-e68b-4ab8-b443-3cbcb1acb5b7/uploads/images/sk4lixoqxb/Bib%282%29.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Der Bug eines Kanus auf einem Kanal im Spreewald. Im Wasser spiegeln sich Bäume."/><p><strong>Paddeln im Spreewald,</strong> jenseits der gurkenhuttragenden Touristenströme. Zelten kannst du unter Kiefern, am Strand des Briesensees. Am nächsten Morgen leihst du dir ein Kanu beim netten Herrn Hahn in Alt Zauche und paddelst von da aus durch den Dschungel. Wenn die Massen nahen: umdrehen. Es gibt genug Kanäle, in denen dir stundenlang niemand begegnet.</p><p>Und vergiss nicht, im Gasthaus Wotschofska die Gurkensuppe zu probieren.</p><p>Da nich für!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d3ab2ad-e68b-4ab8-b443-3cbcb1acb5b7/uploads/images/3lwpka634f/Bib%281%29.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Der Blick aus einem Fenster in der Kieler Landesbibliothek auf die Förde mit alten Büchern im Vordergrund."/><p><strong>Schreiben in der Kieler Landesbibliothek.</strong> Mein hiesiges Büromöbel macht gerade ein Nickerchen. Also kann ich ungestört mit dir darüber sprechen, wie unglaublich toll es war, einen Arbeitstag im Kulturspeicher zu verbringen.</p><p>Der Blick auf die Förde. Die Ruhe. Die deckenhohen Buchregale. Und kein Gemecker, kein Geschmolle, keine bohrenden Fragen nach Bildschirmzeit.</p><p>Ich liebe meinen Schreibtisch, aber da geh ich bald wieder hin.</p><p><em>Ich liebe dich auch, Wiebke. Wo gehst du bald wieder hin?</em></p><p>Ach, nirgends. Schlaf weiter, Schreibtisch.</p><p></p><h3>1 gute Frage,</h3><p>die du dir immer dann stellen kannst, wenn du dich mal wieder fremdgesteuert, engherzig und kleinkariert fühlst:</p><p>Was würde Dolly Parton tun?</p><p>Damit könnte es besser werden.</p><p></p><p>Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast. Wenn du mich unterstützen willst, dann empfiehl diesen Newsletter weiter:</p><p><a href="mailto:?subject=Ein%20Newsletter%20f%C3%BCr%20dich&amp;body=Hey%2C%20ich%20m%C3%B6chte%20dir%20den%20Newsletter%20der%20Autorin%20Wiebke%20Wimmer%20empfehlen.%20An%20jedem%20letzten%20Tag%20des%20Monats%20gibt%20sie%20Musikempfehlungen%2C%20Buchtipps%2C%20Impulse%20f%C3%BCr%20ein%20kreatives%20Leben.%20Hier%20kannst%20du%20dich%20kostenlos%20anmelden%3A%20tinyurl.com%2Fwiebkewimmer%0D%0A%0D%0ALiebe%20Gr%C3%BC%C3%9Fe!">Newsletter weiterleiten</a></p><p>Bis Ende September!</p><p>Deine Wiebke</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter 💌]]></category>
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      <pubDate>Mon, 31 Aug 2026 17:15:51 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Viel zu gute Bücher im August 2026]]></title>
      <description><![CDATA[Drei Neuerscheinungen]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe im August 2026 drei hervorragende Bücher gelesen:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/drip_campaign_email/f54bf2b1-c5e5-4ccc-b827-0127e0a8b4c1/uploads/images/hseiacqfnf/Buchgewinne_August_26.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/nao-cola-yamazaki-die-schoenheit-der-distanz-9783755812173-t-7873"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Nao-Cola Yamazaki: Die Schönheit der Distanz.</mark></strong></a><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">DuMont Buchverlag, 2026.</mark></p><p>Eine Frau, Anfang 40, hat Krebs im Endstadium. Die Restlebenserwartung beträgt wenige Monate. Ihr Mann besucht sie jeden Tag im Krankenhaus:</p><blockquote><p>„Langsam schiebt er den Rollstuhl den Flur hinunter, die Stange des Infusionsständers umklammert er fest. Wie der Aufzug eines Fürsten, der Tropf das Banner. <em>Eins, zwei. Eins, zwei.</em> Sie erreichen den Tagesraum. Hinter dem großen Fenster breitet sich ein unendlich blauer Himmel aus.“</p></blockquote><p>Nao-Cola Yamazaki schlüpft behutsam in die Haut desjenigen, der Abschied nimmt. Seine Emotionen treten dabei in den Hintergrund. Er beobachtet die Menschen, die seine Frau besuchen und mit denen sie Zukunftspläne schmiedet, obwohl es keine Zukunft für sie gibt. Er reflektiert ein System, in dem Pflege und Beruf kaum zu vereinbaren sind. Er denkt nach über Begriffe wie Restlebenserwartung, über körperliche Nähe und das gleichzeitige Wahren einer achtsamen Distanz.</p><p>Ein zurückhaltendes Buch, das sich trotz des schweren Themas leicht lesen lässt. 160 Seiten ohne Wendungen. Nur das Unabwendbare.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>💌 Lesen, lauschen, lieben. Literaturempfehlungen jenseits des Mainstreams. Immer am letzten Tag des Monats per Mail. </em><a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/newsletter/sign_up"><em>Jetzt kostenlos abonnieren</em></a><em> 💌</em></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/frag-nach-susan/978-3-351-03939-4"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Souvankham Thammavongsa: Frag nach Susan.</mark></strong></a><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> </mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Aufbau Verlag, 2026.</mark></p><p>Ich hab mir noch nie Nails machen lassen und strebe das auch nicht an. Trotzdem fühlte ich mich sogleich angesprochen von den bunt lackierten Nägeln, die mir auf dem Cover von „Frag nach Susan“ entgegenglänzten.</p><p>Die Handlung des Romans spielt an einem einzigen Tag in einem Nagelstudio, irgendwo in Nordamerika. Alle Mitarbeiterinnen tragen mittellanges schwarzes Haar, schwarze Kleidung und alle heißen sie Susan, weil die Kundinnen und Kunden die richtigen Namen sowieso nicht aussprechen können.</p><p>Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Inhaberin Ning. Sie taxiert die Kunden und Mitarbeiterinnen voller Misstrauen und lässt niemanden so richtig in ihre Nähe. Sie ist hart geworden, nicht zuletzt in ihrer Zeit als Boxerin.</p><p>Zwei Geheimnisse ziehen sich durch die Seiten: Ein fehlender Finger und ein gewisser Roger.</p><p>“Frag nach Susan” handelt von migrantischer Arbeit im Niedriglohnsektor mit Alltagsrassismus, Sexismus, unterdrückten Wünschen und Existenzängsten. Eine Leseempfehlung für alle, die hinter die Kulissen schauen wollen.</p><p>(Glückwunsch an Petra zum Gewinn dieses Buchs.)</p><p><a href="https://www.suhrkamp.de/buch/stephan-lohse-das-knistern-im-all-t-9783518433096"><strong><mark style="background-color: rgb(230, 243, 251); color: inherit">Stephan Lohse: Das Knistern im All.</mark></strong></a><mark style="background-color: rgb(230, 243, 251); color: inherit"> Suhrkamp, 2026.</mark></p><blockquote><p>„Andere fuhren nach Rom oder Paris. Oder nach Amsterdam. Pöllisch, Englisch und Physik und seit der Achten unser Klassenlehrer, hatte Amsterdam von vornherein ausgeschlossen. Ihm sei es zwar egal, auf welche Weise wir unser Leben vergeigten, er würde es nur vorziehen, dabei nicht zusehen zu müssen.“</p></blockquote><p>Matti ist ein Teenager aus reichem Haus. Auf Klassenfahrt erlebt er in den Amrumer Dünen einen psychischen Zusammenbruch. Während er noch versucht, das Geschehene zu verarbeiten, bilden seine Freunde einen Schutzkreis um ihn.</p><p>Das Knistern im All ist voller Schmerz, Witz und Liebe. Vor allem: ein 167 Seiten langer Liebesbrief an die Freundschaft.</p><p>Viel Spaß beim Lesen!</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Wiebkes Leselisten 📚]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/drip_campaign_email/f54bf2b1-c5e5-4ccc-b827-0127e0a8b4c1/uploads/images/hseiacqfnf/Buchgewinne_August_26.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 17 Aug 2026 10:29:18 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der Scheiß ist kaputt]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Perspektivwechsel]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/54270807-9b87-4d59-9573-78b59dc3ddcb/uploads/images/tdblrr6xa3/Aber_es_liegt_nicht_an_dir%282%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Wiebke?</em></p><p>Ja, Schreibtisch?</p><p><em>Was machst du da?</em></p><p>Ich baue einen Schrank zusammen. Hab ich günstig bei eBay geschossen, so wie dich damals.</p><p><em>Hallo? Das überhöre ich. Klappt’s denn mit dem Schrank?</em></p><p>Nein.</p><p><em>Da ist ein Scharnier rausgebrochen.</em></p><p>Sehe ich auch.</p><p><em>Und warum bist du so gut gelaunt? Als du das letzte Mal was von eBay zusammengebaut hast, war das wie der Showdown eines dystopischen Horrorfilms, inklusive verbaler Selbstzerstückelung. Danach warst du stundenlang nicht ansprechbar.</em></p><p>Ich habe dazugelernt.</p><p><em>Was denn?</em></p><p>“Der Scheiß ist kaputt.”</p><p><em>Wie bitte?</em></p><p>Statt mir selbst lautstark die Schuld zu geben, wenn etwas nicht funktioniert, gehe ich von Materialversagen aus.</p><p><em>Aber was ist verkehrt daran, den Fehler erst mal bei sich zu suchen?</em></p><p>Das hutzelige Gefühl der Unzulänglichkeit ist verkehrt daran. Das bleibt ja nicht im abgebrochenen Scharnier stecken, sondern kriecht von da aus in alle Lebensbereiche.</p><p><em>Du willst mir also erzählen, dass die Verantwortung für ein situatives Unvermögen grundsätzlich im Außen zu suchen ist, damit es einem besser geht?</em></p><p>Nein. Nicht grundsätzlich. Aber wer zur übertriebenen Selbstbezichtigung neigt, kann “Der Scheiß ist kaputt” ja mal ausprobieren. Alternativ gibt es noch eine andere Methode, die erkläre ich ganz am Ende.</p><p><em>Okay. Wer hat dir das mit dem kaputten Scheiß beigebracht?</em></p><p><a href="https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/Platt-Poetry-Slam-Achim-Kussmann-siegt-auf-Luettenheid-,poetryslam1228.html">Mein Mann.</a></p><p><em>Cooler Typ, dein Mann.</em></p><p>Allerdings.</p><p><em>Was machst du jetzt mit dem Schrank?</em></p><p>Ich lade den kaputten Scheiß ins Auto und fahre zum Wertstoffhof.</p><p><em>Wenn es doch immer so einfach wäre.</em></p><hr aria-hidden="true"/><p><mark style="background-color: rgb(242, 221, 236); color: inherit">Lesen, lauschen, lieben. Immer am letzten Tag des Monats. Literaturempfehlungen und Musiktipps jenseits des Mainstreams. .</mark><a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/newsletter/sign_up"><mark style="background-color: rgb(242, 221, 236); color: inherit">Jetzt kostenlos abonnieren!</mark></a></p><hr aria-hidden="true"/><h5>4 Songs</h5><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=qUPpBjVtr-Y">#zweiraumsilke: der hier ist zum aufstehen</a>. “Du sitzt alleine auf der Couch, ich hol dich da wieder raus”. Danke für den Tipp, liebe Lena!</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=h_I5wFylSPs">Ebbb: Come Alive.</a> Tanzen, wenn du eigentlich schon zu müde zum Tanzen bist.</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=QYcLk3yhvSY">Allison Russell &amp; David Gilfillian: Love is a Golden Lion.</a> Oh wow. Wie herzöffnend können drei Minuten sein?</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ry4Ba7y2F2g">Hanna Fearns: Sugar.</a> Tief und traurig und wunderschön.</p><p></p><h5>3 Bücher</h5><p><a href="https://www.penguin.de/buecher/johanna-hedman-das-trio/ebook/9783641286248">Johanna Hedman: Das Trio.</a> Ein sommerhelles Buch über drei Freunde in ihren Zwanzigern, die die Sehnsucht nach Nähe verhandeln und denen die Sprachlosigkeit im Weg steht.</p><blockquote><p>“Entschuldige”, sagte ich. Ich sagte es langsam und betonte jeden Buchstaben, als riskierte ich, das Wort sonst zu verlieren, so ungeübt war ich darin, es auszusprechen.</p></blockquote><p>Ein Buch mit schönem Cover, das ich am Tjele Langsø (DK) nachstellte:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/54270807-9b87-4d59-9573-78b59dc3ddcb/uploads/images/jzg75kuuec/Trio%281%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/mariana-leky-kummer-aller-art-9783832182168-t-5615">Mariana Leky: Kummer aller Art.</a> Da ich über die Gnade der literarischen Vergesslichkeit verfüge, kann ich solche Perlen ein zweites Mal lesen und mich immer wieder über die warmherzigen Kolumnen freuen.</p><p><a href="https://www.rowohlt.de/buch/rocko-schamoni-dorfpunks-9783499241161?srsltid=AfmBOooSXW-eHN7kWMSh-EIHrfyre-MJ75KbhLCiY6Cv5MSFtAJLdvLk">Rocko Schamoni: Dorfpunks.</a> Bier, Testosteron und die ranzige Perspektivlosigkeit einer 1970er-Jugend in Schleswig-Holstein. Einziger Lichtblick: Musik machen.</p><blockquote><p>Es begann ein derbes Geschrubbe ohne Rhythmus und Harmonien. Auf jeden Fall zeichnete es sich durch seinen enormen Beknacktheitsgrad aus. Nach zwei Stunden Nervkrach hatten wir genug. Zum Glück probten wir nie wieder, aber wir erzählten noch wochenlang herum, wir wären jetzt ‘ne Band.</p></blockquote><p>Ich mag die rockoschamoneske Mischung aus Witz und Trübnis sehr. Die muss ich aber verdauen, bevor ich mir das nächste Buch von ihm vornehme.</p><p></p><h5>2 empfehlenswerte Dinge</h5><p>Einen öffentlichen Bücherschrank betreuen! (Ich nehme diese Aufgabe sehr ernst, wie du <a href="https://www.instagram.com/p/DaceGZDOO69/">hier</a> siehst.)</p><p>Trdelník essen! Das sind Baumkuchenstriezel, die man in Prag wohl an jeder Ecke bekommt. Ich war aber gar nicht in Prag, sondern in Flensburg, im <a href="https://www.google.com/maps/place/Caf%C3%A9+Stop+Trdlo+Baumstriezel/@54.7908732,9.4315862,18.38z/data=!4m15!1m8!3m7!1s0x47b342bd1a1ab9e9:0x5bcf632c834e4467!2sFlensburg!3b1!8m2!3d54.7937431!4d9.4469964!16zL20vMG00a24!3m5!1s0x47b34300011aaf85:0xc06aaaa6e7667254!8m2!3d54.7907505!4d9.4319559!16s%2Fg%2F11z10h23s4?authuser=0&amp;entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDcyOC4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D">Café Stop Trdlo</a>. Hier gibt’s süße und herzhafte Striezel, außerdem Freitags und Sonntags ab 15 Uhr Open Stage mit Klavierbegleitung. Die Inhaber hatten einfach Bock auf die Kombination Gebäck &amp; Musik. Großartig. Flensburg sowieso.</p><p></p><h5>1 Sache, die du ausprobieren kannst, wenn der Scheiß mal wieder kaputt ist</h5><p>Aufstehen, übertrieben die Arme ausbreiten, die Hände bedeutungsschwanger zusammenführen und dabei donnernd “Ich schließe das Portal der Unzulänglichkeit!” deklamieren. Gegebenenfalls wiederholen. Sag Bescheid, wenn’s geklappt hat. (Wenn nicht, dann auch.)</p><p></p><p>Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast. Wenn du diesen Newsletter magst, dann leite ihn weiter an eine Person, die du auch magst:</p><p><a href="mailto:?subject=Ein%20Newsletter%20f%C3%BCr%20dich&amp;body=Hey%2C%20ich%20m%C3%B6chte%20dir%20den%20Newsletter%20der%20Autorin%20Wiebke%20Wimmer%20empfehlen.%20An%20jedem%20letzten%20Tag%20des%20Monats%20gibt%20sie%20Musikempfehlungen%2C%20Buchtipps%2C%20Impulse%20f%C3%BCr%20ein%20kreatives%20Leben.%20Hier%20kannst%20du%20dich%20kostenlos%20anmelden%3A%20tinyurl.com%2Fwiebkewimmer%0D%0A%0D%0ALiebe%20Gr%C3%BC%C3%9Fe!">Newsletter weiterleiten</a></p><p>Bis Ende August!</p><p>Deine Wiebke</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter 💌]]></category>
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      <pubDate>Fri, 31 Jul 2026 15:41:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kann man davon leben?]]></title>
      <description><![CDATA[Bücher, Musik und ein kreativer Impuls für den kommenden Monat]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/70b2856e-04f2-45f2-a67d-300932880407/uploads/images/it3gd7ckgp/Kann_man_davon_leben.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Foto: Andrea Piacquadio / Pexel</figcaption></figure><p><em>Wiebke?</em></p><p>Ja, Schreibtisch?</p><p><em>Geht’s dir besser?</em></p><p>Etwas, ja.</p><p><em>Tut mir leid, dass es mit den Buchverkäufen gerade nicht so läuft.</em></p><p>Danke, Schreibtisch. Lieb von dir.</p><p><em>Und wie doof, dass es mit dem Crowdfunding für das Hörbuch nicht geklappt hat.</em></p><p>Nett, dass du mich daran erinnerst.</p><p><em>Ups. Ich Klotz.</em></p><p>Tatsache.</p><p><em>Wo wir gerade so schön unsensibel sind - kannst du eigentlich vom Schreiben leben?</em></p><p>Sagen wir mal so, ich kann mir von den gelesenen eBook-Seiten meiner Romane und vom Autorinnenanteil an den verkauften Taschenbüchern wöchentlich ein halbes Heißgetränk leisten. Darüber gibt’s übrigens einen Song:</p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=PrBdty4TFwk">https://www.youtube.com/watch?v=PrBdty4TFwk</a><p><em>Hörst du jetzt etwa auf mit dem Schreiben?</em></p><p>Nee. Ich versuche im Moment nur nicht, davon leben zu wollen.</p><p><em>Also Timeout.</em></p><p>Eher Funout. Ich schreibe das, was mir Spaß macht. Keine Posts für den Algorithmus, kein suchmaschinenoptimierter Content. Und erst recht keine KI-generierten Texte. Hab ich sowieso nie gemacht.</p><p><em>Klingt vernünftig. Was ist mit der Musikroman-Trilogie?</em></p><p>Daran arbeite ich natürlich weiter. Ich will ja wissen, wie es weitergeht mit <a href="https://www.epubli.com/shop/kill-your-beast-9783757529307">Mona und Ole.</a> Aber ich lass mir Zeit mit dem letzten Teil.</p><p><a href="https://www.spiegel.de/kultur/literatur/game-of-thrones-warum-george-r-r-martin-glaubt-dass-er-nie-sterben-wird-a-465d274d-dd11-42cf-8bdc-978966d92178">Die Fans von George R. R. Martin warten ja auch schon seit 14 Jahren auf sein neues Buch.</a></p><p>Der Vergleich kam jetzt von dir.</p><p><em>Und was ist mit … mit uns?</em></p><p>Ach, Schreibtisch. Auf die Diskussionen mit dir will nicht verzichten. Ebenso wenig wie auf die Musikempfehlungen und Buchtipps.</p><p><em>Awww!</em></p><p>Jepp.</p><p><em>Dann hau mal raus.</em></p><p>Gerne.</p><p><mark style="background-color: rgb(242, 221, 236); color: inherit">Lesen, lauschen, lieben. Immer am letzten Tag des Monats. Literaturempfehlungen und Musiktipps jenseits des Mainstreams. .</mark><a href="https://steady.page/de/kill-your-beast/newsletter/sign_up"><mark style="background-color: rgb(242, 221, 236); color: inherit">Jetzt kostenlos abonnieren!</mark></a></p><h5>4 Songs, die mich im Juni glücklich gemacht haben</h5><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=FDi6C8AeTVI">Jessica Pratt: This Time Around.</a> Tröstend, bezaubernd und schlicht. Wie Sonnenlicht, das durch die Bäume fällt.</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=UtQbbtMDL9o">Aaron Frazer: Bring You A Ring.</a> Smooth, soulig, mit lässigem Querflötensolo.</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=qbJ8mgyo6Ck">The Girl And The Ghost: A Little Longer.</a> Groovy und cool. Klingt wie Sommer in der Großstadt, kurz bevor der Morgen dämmert.</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=dO7zAwhaQbM">Harry Styles &amp; Jules Buckley Orchestra: Bridge Over Troubled Water</a>.<strong> </strong>Klug gecovert, engelsgleich gesungen. Oh, Harry.</p><p></p><h5>3 Menschen, von denen ich was lernen konnte</h5><p>Wenn man vom Schreiben nicht leben kann, muss man sich einen Job suchen. Blöd nur, dass ich meine letzte Bewerbung vor 25 Jahren verfasst habe. Auftritt <a href="https://volkerklaerchen.de/">Volker Klärchen.</a> Sein Onlinekurs <em>Einfach Bewerben</em> ist hervorragend aufgebaut, voll mit Insiderwissen, motivierend und unterhaltsam. Riesenempfehlung.</p><p>Im Juni habe ich mich nebenjobbedingt mit Tee beschäftigt. Ich fand den YouTube-Kanal vom <a href="https://www.youtube.com/@Tee-Kontor-Kiel">Tee Kontor Kiel</a> und zack, landete ich in einem wohlriechenden Rabbit Hole voller Matcha, Sencha und Darjeeling. Olli vom Tee Kontor erklärt und verkostet sehr sympathisch und ohne “wenn du deinen Bancha heißer als 80 Grad aufgießt, wird dich der Teegott in seinem gusseisernen Mörser zerquetschen”.</p><p>Wenn ich nicht gerade Tee trinke oder mich bewerbe, singe ich. Jeden Tag. Singen hilft. Immer. Die besten und unaufgeregtesten Warm-ups für Einsteiger und Fortgeschrittene hat <a href="https://www.youtube.com/@VocalWarmupsWithKathleen">Kathleen Hansen,</a> immer mit Fokus auf einen gesunden Umgang mit der Stimme. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ERSJ8l2FC5A">Money Money Mo, Yo Ho Ho!</a></p><p></p><h5>2 Bücher, die ich jetzt auch endlich mal gelesen habe</h5><p><a href="https://www.rowohlt.de/buch/rutger-bregman-im-grunde-gut-9783499004162?srsltid=AfmBOoqTil9L-n7mdrGrv5D5rKIk7IaCyKoJIJjWjMgMswAN3sT0tJAz">Rutger Bregman: Im Grunde gut.</a> Eine Einladung, die Menschheit aus einer freundlicheren Perspektive zu betrachten. Die Lektüre hat mir gutgetan. Wenn du keine Zeit oder keinen Nerv für das ganze Buch hast, empfehle ich dir den Epilog mit den zehn Lebensregeln.</p><p><a href="https://www.penguin.de/buecher/sa%C5%A1a-stani%C5%A1i%C4%87-moechte-die-witwe-angesprochen-werden-platziert-si/taschenbuch/9783442775415">Saša Stanišić: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne.</a> Geschichten vom Zufall und von ungelebten Möglichkeiten. Oh Gott, kann der schreiben.</p><blockquote><p>“Sag! Was treibt den Künstler?” Das war Mo, auf einmal hinter uns, der Blick entrückt in die Ferne über dem Netto. “Was treibt den Künstler, sein Ideal aus dem Lande der Ideen zu ziehn?” Hä und schön (S. 135)</p></blockquote><p></p><h5>1 Sache, die du im Juli ausprobieren solltest</h5><p>Mach am letzten Tag des Monats doch auch mal so eine 4-3-2-1-Liste. Beobachte dich selbst: Welche Musik entdeckst du neu? Welche Bücher ziehst du aus dem Regal und pustest ihnen den Staub vom Haupt? Welche Menschen inspirieren dich? Was findest du Hä und schön? Du wirst dich wundern, was bei dir kulturell und kreativ alles los ist.</p><p></p><p>Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast. Ich kann vom Schreiben gerade nicht leben, und das ist okay so. Wenn du mich mental unterstützen willst, dann leite diesen Newsletter weiter - an die Person, die einen kreativen Impuls gerade echt gut gebrauchen kann:</p><p><a href="mailto:?subject=Ein%20Newsletter%20f%C3%BCr%20dich&amp;body=Hey%2C%20ich%20m%C3%B6chte%20dir%20den%20Newsletter%20der%20Autorin%20Wiebke%20Wimmer%20empfehlen.%20An%20jedem%20letzten%20Tag%20des%20Monats%20gibt%20sie%20Musikempfehlungen%2C%20Buchtipps%2C%20Impulse%20f%C3%BCr%20ein%20kreatives%20Leben.%20Hier%20kannst%20du%20dich%20kostenlos%20anmelden%3A%20tinyurl.com%2Fwiebkewimmer%0D%0A%0D%0ALiebe%20Gr%C3%BC%C3%9Fe!">Newsletter weiterleiten</a></p><p>Wir sehen uns Ende Juli!</p><p>Bis dahin,</p><p>Deine Wiebke</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter 💌]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/70b2856e-04f2-45f2-a67d-300932880407/teaser_image/1782058944?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 10:20:56 +0000</pubDate>
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