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Oktober: Loslassen

Im Oktober möchten wir dich einladen, loszulassen. „Loslassen“ – ein Begriff, der in mir oft direkt Angst auslöst und den ich mit Panik verbinde. Ich bin eine Festhalterin: Ich liebe es, Momente mit der Kamera einzufrieren, und schon als junges Mädchen hatte ich den Wunsch, meine Lieblingsmomente in einem Glas festhalten zu können. Dass das nicht möglich ist, habe ich mit 30 langsam verstanden.

In diesem Monat haben wir drei ganz wundervolle Texte zum Thema Loslassen für dich, die wie immer zunächst eine Einladung aussprechen. Wir laden dich ein, dich mit uns in den Kreis zu setzen, gemeinsam einzuatmen – und auf drei wieder auszuatmen: loszulassen.

Sarah Kesthkaran atmet mit uns aus und erzählt ganz intim und echt, wie sie bewusst ihr erstes Huhn aufgeben musste und es zum Schlachter begleitete. Sandra Geissler atmet ebenfalls mit uns aus und berichtet von ihrem kaputten Knie und dem ganz körperlichen Schmerz des Loslassens. Und dann ist da noch Christine Poppe, unsere Coaching-Queen, die sich die Frage gestellt hat: Wie werde ich Trauma los? Und hat das vielleicht etwas mit wieder integrieren, einatmen und wieder zulassen zu tun? Ihr dürft gespannt sein.

Wie immer haben Judith und ich passend zum Thema unsere Lieblinge für euch zusammengestellt und möchten auch den Oktober mit euch genießen – um den vielleicht nicht immer leichten Fragen des Lebens eine schöne Antwort zu geben.

„Das Leben mutet uns das Loslassen zu, beinahe jeden einzelnen Tag, mal mehr, mal weniger schmerzhaft in nahezu allen Bereichen“, schreibt Sandra in ihrem Artikel. Und so wünsche ich uns allen ganz ehrlich und wahrhaftig, dass wir auch ausatmen können. Dass wir uns trauen, diesen tiefen Atemstoß zu nehmen, ihn in die Welt zu entsenden und loszulassen – um Platz für Neues zu schaffen.

Deine Sheila

Vom Mut zum Beenden: Eine Hühnergeschichte

Triggerwarnung: Es geht im Text teilweise um sterbende Tiere.
Autorin: Sarah Keshtkaran
Fotos: Anna Frey Fotografie
Grafik und Empfehlungen: Sheila Serrer

Manchmal muss man einfach loslassen, weil sich etwas von selbst beendet. Und manchmal muss man ganz bewusst dem Schrecken ein Ende bereiten. Weil die Entscheidung, alles beim Alten zu belassen, schlimmer wäre als die Veränderung. 

 

Argomento Herz & Haltung

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