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    <title>Wir werden in Gärten leben</title>
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    <description>Ich schreibe hier über Gärten, manchmal konkret, manchmal poetisch manchmal abstrakter. </description>
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      <title>Wir werden in Gärten leben</title>
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      <title><![CDATA[Blassrosa]]></title>
      <description><![CDATA[Heute ist noch einmal ein warmer, sonniger Tag angesagt. Die Gärtner räumen die Kübelpflanzen in die Orangerie. Sie sind schon früh bei der Arbeit. Mich beschleicht ein…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist noch einmal ein warmer, sonniger Tag angesagt. Die Gärtnerinnen räumen die großen Kübelpflanzen in die Orangerie. Sie sind schon früh bei der Arbeit. Mich beschleicht ein Abschiedsschmerz. Nur kurz. Dann fällt mir ein doppelter Farbklang auf meinem Schreibtischchen auf und ich kann diesen Post beginnen: die Herbstfarben der Traubenkirschen hier im Wald, das Buch von Clement, das ich für diesen Blog eingepackt habe und auch das Wiepersdorf-Gedicht von Sarah Kirsch. Ach und der Jogger, den ich auf dem Waldweg traf, trug auch ein passendes Shirt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a05b20e8-cfa4-4956-86c0-9969646d0c10/uploads/images/6m3wwy4qcj/tempImagemZBQ1j.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich finde es hier nicht melancholisch, eher utopisch, freundlich, versorgend, still und konzentriert. Die alten Möbel sind unbequemer als neue, sie sind aber im Gebrauch.</p><p>Der Teich hatte gestern einen dystopischen Ausdruck. Er hat so wenig Wasser wie seit Jahren nicht, sagte mir der Haustechniker. Gestern zog mich etwas näher zu ihm hin, als ich mich nicht entscheiden konnte, welchen Weg durch den Wald ich nehmen wollte.</p><p>Die Oberfläche hat eine geschlossene Decke von diesen kleinen Schwimmpflanzen, Entenflott sagten wir zu Hause dazu. Die Fläche war in einer <a href="https://www.instagram.com/p/DehUcwZI873/">Schlangenlinie</a> in der Mitte gerissen und in diesem Riss, der freies Wasser zeigt, kamen unaufhörlich Blasen zum Vorschein. Das Gas, das unter Fäulniss entweicht wurde gespenstisch, schön sichtbar. Ihr könnt es auf meiner Instagram-Seite sehen, ich habe es oben unter Schlangenlinie verlinkt. Es hat so viel mehr Aufrufe, als meine sonstigen Posts.</p><p>Eine Utopie grundiert sich auch durch die schwarz gemalte Umgebung, ein Gedanke dem ich gestern noch einmal von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JcH3jB-37Nc">Alexander Thumfart</a> hörte, dessen Vortrag mich zu diesem Essay inspirierte und es immer wieder tut. Auch dieser Vortrag ist unter seinem Namen verlinkt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a05b20e8-cfa4-4956-86c0-9969646d0c10/uploads/images/dgxlbnzldk/tempImageJfT12l.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Garten ist hier, wie auch bei Clement (bei Clement sogar planetar gedacht) groß, größer gefasst. Der Park (neobarock) geht in den Wald über und am Waldrand blüht ein Feld mit blauen Blumen (Phacelia und Lein) als Gründung. Hier ist vielleicht auch ein mythologischer Ort.</p><p>Hier ist der einzige Ort an dem wir jeweils sind.</p><p>Im Wald habe ich Esskastanienbäume (Klimabäume) gefunden, eine Walnuss auf dem Dorfanger für eine Tinte. Gestern noch eine Mispel voller Früchte, die auf den ersten Frost warten, sie wogt über einen Gartenzaun. Der Geschmack dieser Früchte ist noch frisch in meiner Vorstellung. Mein Gaumen, meine Zunge erinnert sich. Einiges in mir sträubt sich gegen das Pelzige.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a05b20e8-cfa4-4956-86c0-9969646d0c10/uploads/images/geahmvvv5g/tempImageWVMAl7.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a05b20e8-cfa4-4956-86c0-9969646d0c10/uploads/images/e7mryhcbuc/tempImage02VIlP.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 16 Oct 2026 08:58:23 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wiepersdorf]]></title>
      <description><![CDATA[Nach einem für mich turbulenten September, sitze ich jetzt in einer so sehr unterstützenden Arbeitsumgebung und gehe gleich diesen Post an, den ich vorher immer wieder…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem für mich turbulenten September, sitze ich jetzt in einer so sehr unterstützenden Arbeitsumgebung und gehe gleich diesen Post an, den ich vorher immer wieder verschieben musste. Ich lese Sarah Kirsch und bewundere ihre auch botanischen und sonstigen “Genauigkeiten” in den Texten, die so oft Tendenz haben sofort in Poesie umzuschlagen.</p><p><a href="https://www.planetlyrik.de/sarah-kirsch-wiepersdorf/2014/06/">sarah kirsch wiepersdorf</a>. </p><p>Wir tranken gestern Wein auf der Terrasse, wie die Dichter in ihrem Erinnerungsgedicht an Wiepersdorf  in “Reisezehrung 7”. Es fühlte sich sehr unwirklich an, abends das bisher ungelesene Buch aufzuschlagen und gleich diese Stelle zu finden. </p><p><a href="https://lyrikzeitung.com/2025/04/16/die-schatten-der-freunde/">Sarah Kirsch Reisezehrung 7</a></p><p>Der gepflegte Barock-Garten blühte gestern noch sommerlich. Die Broderien waren noch in ihren Farben.  Die großen Top-Pflanzen waren noch nicht in die Orangerie umgezogen; große blühende Hibisken, Datura, Banane, Orangenbäume mit vielen Früchten standen noch bei den mythologischen Figuren.  Der Gärtner mähte die Wegränder und ein selbstfahrender Mäher tauchte heute morgen mit roten Augen aus dem Dunst auf. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/65f40c4b-6d86-49dc-a4ae-43427ff145ca/uploads/images/l22zyopm5h/tempImageHTD5P0.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Heute herrscht ein matteres, dunstiges Wetter, das sich nicht zu einem wirklichen Regen entschließen kann. </p><p></p><p>Ich bin und bewege mich in einem utopischen Ort. Die Mühe und Aufmerksamkeit, die einem musealen Ort zu Teil wird, hier, umschließt mich. Ich schaue aus meinem Fenster auf das kleine, proportionale Parterre, etwas schräg, aber vom Salon nebenan könnte ich die zentrale Perspektive einnehmen, und vielleicht schließt mir auch jemand die Tür zum Balkon auf, dann stünde ich dort.</p><p>Die Idee zu einem Post-Thema, das die Utopie eines Museums für mich aufmacht, war das Heimatmuseum in Klockenhagen, es sammelt Mecklenburger Häuser und Gegenstände, die außer Gebrauch geraten sind. Aber mit meinem Blick auf einen plastikfreien Garten verwandelte sich der Ort in etwas Zukünftiges. </p><p>Vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Leserinnen dieses Blogs!  Und vielen Dank an das Land Mecklenburg-Vorpommern, dafür, dass ich eine Weile hier sein darf. Es ist utopisch. </p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 10:56:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Diasporen]]></title>
      <description><![CDATA[Seit ein paar Wochen reifen Früchte und Samen aus. Ab und an sammle ich etwas davon für das nächste Jahr. Gartenzukunft und subversives Geschenk. Reiseform der Pflanzen.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Wochen reifen Früchte und Samen aus. Ab und an sammle ich etwas davon für das nächste Jahr: Gartenzukunft und subversives Geschenk. Die Reiseform der Pflanzen. Das markiert für mich andere Zeitläufte. Das Zeitempfinden verändert sich für mich, wenn ich ein par Tage nur draußen bin und dort arbeite. Besucher entspannen sich und bemerken die nachlassenden Belastungen, den veränderten Atem, die Fülle jetzt und das nachlassende Wachstum. Die Neugierde auf das nächste Jahr kommt auf. Ich denke über den Baum nach, den ich in jedem Fall pflanzen werde, im Herbst.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f7fd7eaa-4b3b-4749-98b3-593d255f898d/uploads/images/d3wo4jmrkc/tempImage9mN4O6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Mohn</figcaption></figure><p>Ja es war auch in Stralsund heiß, und die Pflanzen haben gelitten. Die Bäume haben durchsichtigere Kronen, die ersten Blätter lösen sich. Die durstige Hortensie ist schon im letzten Jahr gestorben, weiter gibt noch niemand auf. Ich gieße kaum und der lehmige Boden war stark durchgetrocknet.</p><p>Ich lese für diesen Artikel noch einmal Gilles Clément. <em>Gärten. Landschaft und das Genie der Natur</em>. Dort schaut er auf das Samenkorn und sagt: Es hält die Zeit an und löscht sie aus. Die Pflanzen lassen sich nicht drängen, sie nehmen sich ihre Zeit.</p><p>Das Nichts des Wartens im Samen kann lang sein. Irgendwann entschliesst sich ein Korn vom Stechapfel zu keimen. Dann ist er da und zeigt sich und seine windmühlenweißen Blüten, weil ich einen mir unbekannten Keimling stehen lasse.</p><p>Die Quitte und die Bitterorange fruchten in diesem Jahr, ich schüttele immer noch den Kopf, dass sie aus einem von mir gesammelten Samenkorn gewachsen sein sollen. Sämlinge vom Pfirsich tragen auch, so reich dass sich ihre dünnen Äste biegen, obwohl ich schon so viel von ihrem Behang entfernt habe. Sie wissen also was zu tun ist. Ich bin nur dabei und berichte.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f7fd7eaa-4b3b-4749-98b3-593d255f898d/uploads/images/rlji4j27rb/tempImageSgtDO3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Rucola</figcaption></figure><p>Das war der Anlass meine nebenbei Samen-Sammlung zu schütten und ein Foto von ihnen zu machen. Die Schüttung, ich weiß nicht ob das ein Fachbegriff ist, dient mir für viele Gartendinge, sie ergibt ein Streumuster, das ich nicht arrangieren könnte. So wie es fällt ist es dann und ich freue mich daran und eine Geste von mir wischt es auch wieder fort oder sammelt die Früchte wieder ein.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f7fd7eaa-4b3b-4749-98b3-593d255f898d/uploads/images/yo5vmdloqi/tempImagePcJuyY.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Dicke Bohnen</figcaption></figure><p>“ Wir könne sicher sein, dass wir aus Samen angemessene Landschaften schaffen, das sie wissen, was wir nicht wissen: den richtigen Augenblick zu wählen, die richtige Zeit. “ G. Clement</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f7fd7eaa-4b3b-4749-98b3-593d255f898d/uploads/images/v5qgkne6rn/tempImageMowVrF.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Kornrade</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f7fd7eaa-4b3b-4749-98b3-593d255f898d/uploads/images/cq5oislblo/tempImageLktusf.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Akelei</figcaption></figure>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Tue, 11 Aug 2026 10:47:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Hütte]]></title>
      <description><![CDATA[Gestern habe ich begonnen Gaston Bachelard zu lesen, seine “Poetik des Raumes”. Er spricht so wertschätzend von der Poesie als Träumerei, die aus dem Alltagsgebrauch die…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich begonnen Gaston Bachelard zu lesen, seine “Poetik des Raumes”. Er spricht so wertschätzend von der Poesie als Träumerei, die aus dem Alltagsgebrauch die Sprache entführt und ihr und uns damit Lebendigkeit bringt. Und in diesem Buch entzündet sich die Poesie, die Träumerei nicht an zeitlichen Erinnerungen, sondern an räumlichen, vor allem an das Elternhaus, das unsere ersten Gewohnheiten im umbauten Raum geformt hat. Diese räumliche Struktur birgt unsere Erinnerungen wie in einem Gedächtnispalast, einer Mnemotechnik.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d5678914-227f-41b5-8c3e-3ab9ec57d3fe/uploads/images/67f2p74kt7/DSCN6271.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Neben dieser Struktur stellt er die Hütte als Schlupfwinkel der Intimität aus. Dieses Bild der Hütte ist uns als Gravur eingeschrieben, als Legende, Eremitenklause, sagt Bachelard. Sie befriedet unsere einfachsten Bedürfnisse. In der Traumvariante steht sie natürlich allein im Wald, oder am Meer und kann unter Cabin Porn in allen Sehnsuchtsvarianten besichtigt werden.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d5678914-227f-41b5-8c3e-3ab9ec57d3fe/uploads/images/dio4ddhzuy/DSCN6261.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Stralsund hat unzählige Hütten in seinen Kleingartenanlagen. Die meisten sind eigenwillig schön und unterscheiden sich schon stark in unmittelbarer Nachbarschaft. Sie sind kein Sehnsuchtsziel, sie stehen zu dicht aneinander, die enge Nachbarschaft ruiniert die Idylle. Und doch auf den Fotos ist es manchmal nicht zu bemerken.</p><p>Es benutzt auch niemand das Wort Hütte für die 24 Quadratmeterbauwerke in den Kleingartenanlagen, bei mir ist es immer präsent, alle sagen Laube. Gartenlaube so wie die Zeitschrift. Lauben sind für mich wie das Wort schon sagt, rauscht mit Blättern bedeckte Unterkünfte. Ich erinnere eine einfache Rosenlaube mit einer Gartenbank darin bei meinen Großeltern. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d5678914-227f-41b5-8c3e-3ab9ec57d3fe/uploads/images/5krrd7teo3/IMG_9362.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Was mir beim Durchblättern meiner Fotos von meiner Hütte aufgefallen ist, die diese starke Dialektik, Spannung zwischen aus der Ferne auf den Ort sehen und aus dem Ort, der Hütte hinaussehen. Diese Sichten gleichen bei mit immer mehr einer halb erahnten Inszenierung von Verwunschenheit, einem Traumgeschehen, das nur die Kamera so wahrnehmen kann und das mich oft beim Anschauen erstaunt, auch weil die Ebenen sich ineinander stapeln. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d5678914-227f-41b5-8c3e-3ab9ec57d3fe/uploads/images/votd5ywbdn/IMG_9361.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich würde Euch gern dem ganzen Abschnitt von Barchelard vorlesen, so nah und fremd und weit ist er. Hier nur ein Satz: “Die Hütte, das Licht, das am fernen Horizont wacht, verkörpert die Intimitätsverdichtung der Zuflucht in ihrer einfachsten Form.”</p><p>Ich bemerke immer mehr, das ich auch in der essayistischen Prosa bei den Andeutungen und Aufmachungen der Sprache, oder der Gedanken bleibe. Ich erfreue mich daran, wie dieses Schreiben bei mir wächst. </p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Tue, 21 Jul 2026 11:58:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Pflanze unmögliche Gärten]]></title>
      <description><![CDATA[Ich war ein paar Tage fort von meinem eigenen Garten. Die erste Hitzewelle erlebte ich in Brandenburg an der Havel. Der Fluß war noch kühl von der vorhergehenden Kälte.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich war ein paar Tage fort von meinem eigenen Garten. Die erste Hitzewelle erlebte ich in Brandenburg an der Havel. Der Fluß war noch kühl von der vorhergehenden Kälte. Das kurz geschorene Gras war dabei zu verdorren. Grünäugige Bremsen waren am Fluß auf der Jagd nach uns, das Schilf war schon über die Halme vom letzten Jahr gewachsen. Das Dorf sammelte sich an der Badestelle. Der Nebenarm der Havel war hier flach und voller Sandbänke. Ein kleiner Wald aus geköpften alten Weiden war in der Nähe. Die Abende sind lang und hell. Nach einem Gang über die Wiesen kamen wir in das abgelegene Dorf zurück. Es fühlte sich sicher und geschützt an, der menschliche Siedlungsbereich rund um die Kirche. Wie, als wenn jemand deinen Ring zum Schutz um den Ort gelegt hätte. Mittags klappern die Störche. Die Jungen schauen schon aus dem Nest. Vogel- und Sternenbetrachter campen auf dem Sportplatz.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0bc6010d-d8c3-47ac-9364-b893b2f50d81/uploads/images/y5ky2bz5co/IMG_9166.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das Zelt der Autorin</figcaption></figure><p>Dieser Textanfang liegt jetzt schon eine Weile auf meinem Schreibtisch. Wie komme ich jetzt weiter zu der seltsamen Überschrift? Sie ist aus dem Konvolut von die Kreativität aktivierenden Sprüchen, die häufig Beuys zugeschrieben werden. Aber aus “How to be an artist” von SARK, ist. Mein Interesse mäandert von seiner Stadtverwaldung von Kassel zu dem Wort Frieden, der territorialen Seite von Frieden, zum Beispiel als ein mit Gerten umfriedeter Ort, dessen Ruhe unter Androhung des Todes nicht gestört werden darf. Gartenfrieden und Gerten. </p><p>Es ist diese Zeichnung im unstrukturierten Raum, die Schutz sagt und Verbote ausspricht. Ich erinnerte mich an die Stadtgrenze in Rom, das Pomerium, das die Krieger und Kriegsgötter nicht übertreten durften.</p><p>Ich spürte diese Art von Grenze beim wieder Eintreten in das Dorf Gülpe. Weit draußen am Fluß in der Dämmerung gab es seltsame Schatten unter der Eiche, eine tote Ente lag bei der Badestelle, nah bei dem Ort Hünemörderhof. Die Mücken brausten auf. </p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0bc6010d-d8c3-47ac-9364-b893b2f50d81/uploads/images/csgs6ctcs6/IMG_9166.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 11:10:58 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Minimalinvasiv]]></title>
      <description><![CDATA[Andreas gab mir letztens die Aufsatzsammlung von Lucius Burckhardt in die Hand: Der kleinstmögliche Eingriff. Durch eine neue Sprache wird unser Blick verändert, unsere…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Andreas gab mir letztens die Aufsatzsammlung von Lucius Burckhardt in die Hand: “Der kleinstmögliche Eingriff.” Durch eine veränderte Sprache wird unser Blick verrückt, unsere Wertschätzung und unser ästhetisches Vokabular. Ein Wegweiser, ein Schild ändert, wie ich auf das Schaue, was ich sehe.</p><p>Mein Garten trägt eine Plakette von Wir-werden-in-Gärten-leben, nein noch nicht, sondern von dem Förderprogramm: Natur-im-Garten. Emaille, ein großes Schild neben der Wildrose und angehängt an dem total verrosteten Stück Gartenzaun am Eingang, für das ich bis jetzt noch kein Stück gefunden habe, welches es ersetzen könnte.</p><p>Mit dem Schild habe ich den Gartennachbarn und Besuchern einen Deutungsvorschlag gegeben für mein erratisches Herumtasten in realen Gartendingen und Skepsis erzeugt und Abstand und Widerstand. Das Schild hat mich hier an den Rand gedrängt.</p><p>Wertschätzung bekomme ich nicht durch ein Schild, sondern darüber, dass ich jedes Jahr wiederkomme und weiterarbeite und ab und an die Hecke schere.</p><p>Es waren vier für mich unnötige alte Betonplatten im Rasen. Ich nannte sie Dürers Rasenstück invers. Ich habe nach einem Bild von der Arbeit, der Benennung gesucht, aber nicht gefunden. Nur ein ähnliches, Schneeglöckchen, Akelei, Primel und Krokus invers.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/812b65c9-cf43-46f6-8be7-a0d8a6607adb/uploads/images/kjmba23dve/DSCN0505.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Versiegelung hat sich als Wort abgenutzt, wir können es kaum noch wahrnehmen. Die Folgen in den Städten dagegen heute besonders. Alles geht langsam, ob der großen Hitze. Die Plastersteine entfernen wir aber im Frühling und da pflanzen wir auch den nächsten Baum. </p><p>Da war eine für mich zu hohe Fahnenstange im Nachbargarten. ich setzte eine kleinere Stange in meinen Garten, die die große optisch bricht. Die Arbeit heißt: Das Ende der Fahnenstange.</p><p>Es wird ständig an neuen Labeln gearbeitet, auch um unsere Wahrnehmung zu betrügen. Das ist seit langem keine neue Handhabe mehr. Wir können aber immer mehr und mehr Dinge und Zusammenhänge beschreiben und erweitern ständig unser Vokabular.</p><p>Katharina war neulich kurz in meinem Garten und kam auf Blicke, die Monet oder sie selbst malen würde. Weitere Schilder wird es bei mir nicht geben, aber wer weiß.</p><p>Poesie benennt neu und ist minimalinvasiv.</p><p>Hier ist ein kurzer Abschnitt der Bennungen aus einem größeren Text, geschrieben auf einem Künstlerinnen Plain air in Qualitz.</p><p><em>Ich benenne die herumstehenden Skulpturen zum Spaß: Lunge und Herz von einem gestrandeten Reh, Beuys Fliegenfanganlage, die geschmolzene Skyline von Qualitz, der in die Erde gefahrene Flugzeugflügel. Der Wind schlägt den Guss aus Aluminium an. Und ruft wen? Die Sonnen zurück, heute ist der dreizehnte August.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/812b65c9-cf43-46f6-8be7-a0d8a6607adb/uploads/images/r5mcz5ah7t/IMG_9252.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Morgen kommen Gäste. Ich freue mich sehr!</p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:03:50 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Besen]]></title>
      <description><![CDATA[In der letzten Woche habe ich gegrübelt, worüber ich als nächstes schreiben könnte. Ich nahm das Buch “Im Besengebiet. Handbesen aus aller Welt” mit in den Garten. Das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Woche habe ich gegrübelt, worüber ich als nächstes schreiben könnte. Ich nahm das Buch “Im Besengebiet. Handbesen aus aller Welt” mit in den Garten. Das ist eine Sammlung einer in der Schweiz fast untergegangenen häuslichen Handwerkskultur einfache Handbesen aus Riedgras (Molinia) herzustellen, um die mit Holz befeuerten Öfen zu putzen. Ausgehend von einigen Funden sahen sich die Herausgeberinnen in der ganzen Welt um nach Besen und versammeln sie. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a38c42-b257-47bb-9787-bfe87a44d21b/uploads/images/f33djb2mhn/tempImageDVi6FM.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Besenversuch aus Besenginster"/><p>Ich versuchte den Besenanleitungen aus dem Buch zu folgen mit dem lang gewordenen Gras von meiner kleinen Wiese.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a38c42-b257-47bb-9787-bfe87a44d21b/uploads/images/cia63ito2n/tempImage0CHjLe.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Meine ersten Versuche sehen kläglich aus. Noch natürlich. Wenn ich mir versuche etwas mit einem Buch oder Video beizubringen, beschleicht mich oft Hilflosigkeit mit ein wenig Wut gemischt, ich würde lieber von einer anwesenden Person lernen und deren Geschichte hören und dabei den neuen Handgriffen folgen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a38c42-b257-47bb-9787-bfe87a44d21b/uploads/images/h724josay7/tempImageaeY8gy.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich möchte mich bei meinen Leserinnen bedanken für die vielen Kommentare, Rückmeldungen. Sie machen mir so viel Mut und Freude. Und bei meinen Förderinnen! Ich kann jeden Monat durch Euch ein so tolles Buch kaufen. So vielen Dank!</p><p>Ich freue mich auf den Workshop am 28.6. 2026 mit Euch in meinem Garten. Die Gruppe ist jetzt schon vollständig nur durch den Blog und mündliche Werbung! Das ist ein weiteres großes Geschenk.</p><a href="https://www.instagram.com/p/DJv1iXiNnjO/">https://www.instagram.com/p/DJv1iXiNnjO/</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a38c42-b257-47bb-9787-bfe87a44d21b/uploads/images/qzpp3tcb3l/tempImageQYBYwY.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a38c42-b257-47bb-9787-bfe87a44d21b/uploads/images/ldo5u5l7d2/tempImageiLCJgZ.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8a38c42-b257-47bb-9787-bfe87a44d21b/uploads/images/tn72vqazdz/IMG_9130.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:26:19 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wege]]></title>
      <description><![CDATA[Letzte Woche habe ich meine naturhandwerklichen Fähigkeiten weiter voran gebracht mit einem Kurs bei Gundel Liebmann. Sie hat uns beim Fitzen beigebracht, angefangen mit…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche habe ich meine naturhandwerklichen Fähigkeiten weiter voran gebracht mit einem Kurs bei Gundel Liebmann. Sie hat uns beim Fitzen beigebracht, angefangen mit der Linie, zu Fläche und dann zur Form. Es gibt keine Linie draußen. Wenn ich ein Haar zwischen den Fingern aufspanne oder einen gedrillten Faden zwischen zwei Bäumen spanne, beginne ich sie zu denken als ein Objekt einer Vorstellungswelt, die sich Geometrie nennt und diese Linien beginnen sie dann einzuschreiben in das Draußen, weil sie Kontrolle, Aufmerksamkeit, irgendetwas versprechen. Beet-Reihen, die Wege verlassen ihren gebogenen Verlauf den Pfade immer haben. Bei Autobahnen müssen die Schwünge wieder hinzugefügt werden, damit wir nicht ermüden. Sie werden sicher auch von der Corioliskraft abgelenkt, wie die Mäander der Flüsse, die ja auch den Hang gerade herunter fließen könnten, außer sie stürzen über eine Klippe.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fe54504a-4b11-4341-9eb7-e58a0ed14987/uploads/images/mgbtcb2zvb/DSCN4350.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Mich rühren mich diese gewundenen Wege, diese sinnlosen Abkürzungen über eine Ecke. Ich versuche meine eigenen Wege im Garten in feste gewundene oder ungerade Wege zu überführen. Sie werden dadurch länger, und ich muß auch mehr Kanten abstechen, als bei einer geraden Wegführung für die ich vielleicht auch einen Kantenstein einsetzen würde. Aber die Rührung durch diesen Schwung, der in eine gestaltete Landschaft käme wäre nicht da. Es geht eigentlich immer um Lebendigkeit und sie zum Ausdruck zu bringen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fe54504a-4b11-4341-9eb7-e58a0ed14987/uploads/images/ocagbssici/tempImageCelzzT.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die leere Fläche des unbedeckten Bodens ist auch so eine Vorstellung. Sie gibt es nicht. Aber der Eifer der Vorstellung versucht sie herzustellen. Ich freue mich gerade über den Pflanzenreichtum der sich außer dem gesäten in meinen Beeten zeigt: Tomaten, Pflücksalat, Kosmeen, Ringelblume, Mangold.</p><p></p><p>Liebe Leserinnen ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende mit viel Muße für verschlungene Pfade.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fe54504a-4b11-4341-9eb7-e58a0ed14987/uploads/images/pez4txqkf2/tempImageFttIDR.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Sat, 30 May 2026 08:43:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unterkomplex]]></title>
      <description><![CDATA[In meinem letzten Text hatte ich versucht über die Komplexität der Arbeiten im Garten (in meinem Garten) nachzudenken. Der Ton einer latenten Überforderung war dabei.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>In meinem letzten Text hatte ich versucht über die Komplexität der Arbeiten im Garten (in meinem Garten) nachzudenken. Der Ton einer latenten Überforderung war dabei. Und es schlich sich bei mir die Vermutung ein, Text (mein Text) könnte zu unterkomplex sein, um es fühlbar zu machen. Zu erzählend, zu linear.</p><p></p><p>Jedes Frühjahr ist anders. Manche Pflanzen haben sich zu einer neuen Stärke und Präsenz entwickelt, nach dem sie ein paar Jahre eher unscheinbar waren oder die Schnecken sie zurückgedrängt hatten (das große Immergrün, der Beinwell). Manche Bäume blühen und fruchten zum ersten mal, die Bitterorange, die Pfirsiche von denen ich lange dachte, es wären Aprikosen. Die Feigen setzen die ersten Früchte vor den Blättern an.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9c157eb8-b452-44c5-bad9-1c1951863adc/uploads/images/6toiflajwa/tempImageuUllin.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Viele blaue Blumen machen den Mai aus: Immergrün, Flieder, Vergissmeinnicht, Hasenglöckchen, Akelei, Bergflocken-Blumen, Beinwell, die ersten Rosen öffnen sich, Stanwell perpetual und ihr wilder Vorfahre die Rosa pimpinellifolia mit ihren dann später schwarzen Früchten.</p><p></p><p>Welche Entscheidungen treffe ich, welche der Garten. Es geht um dieses begehbare Bild, das ich versuche herzustellen? Es zu sehen, es zu erfassen. Die Kletterhortensie wächst optisch von meinem Schreibplatz aus, über die neue Fahne, des neuen Nachbarn, die mir bei Ostwind zu stark in mein Bild weht?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9c157eb8-b452-44c5-bad9-1c1951863adc/uploads/images/m75jmzsptt/tempImagejQJwv4.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die geborgte Landschaft der anderen Gärten. Wir muten uns gegenseitig zu, das wird mir in diesem Jahr besonders deutlich, weil meine Vorstellungen kollidieren mit denen der jungen Nachbarn. Schwünge und Staffelungen, verwitternden Zäune und seltene gerade Linien stoßen an aufgeräumte Beete und klare Zäune und Grenzen.</p><p></p><p>Der Kuckuck ruft auch in diesem Jahr. Die Welt, unsere Welt dröhnt und vibriert unter Motoren (Hacken, Motorräder, Flugzeuge, Rasenmäher, Sägen). Es schüttelt mich. Der Milan kreist über mir, schreit seinen Ton, der für mich heiser klingt. Die Zauneidechse gibt sich kurz zu erkennen, obwohl es noch so kalt ist. Der Gimpel meldet sich auch.</p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9c157eb8-b452-44c5-bad9-1c1951863adc/uploads/images/dqsgumdqs2/tempImageBs92N9.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9c157eb8-b452-44c5-bad9-1c1951863adc/uploads/images/fpverubcdn/tempImagelOabu2.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9c157eb8-b452-44c5-bad9-1c1951863adc/uploads/images/zf6xwpqayb/tempImagezIYKE4.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 22 May 2026 09:51:54 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Komplex]]></title>
      <description><![CDATA[Manchmal möchte ich die Arbeitsgänge im Garten dokumentieren, um ein wenig mehr Ahnung davon zu bekommen, wie komplex es eigentlich ist und was ich dort versuche zu tun.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Manchmal möchte ich die Arbeitsgänge im Garten dokumentieren, um ein wenig mehr Ahnung davon zu bekommen, wie komplex es eigentlich ist und was ich dort versuche zu tun.</p><p></p><p>Mir ist nicht ganz klar, wie ich das machen könnte, ohne den Prozess zu verfälschen, aber wahrscheinlich geht es nie ohne diese Veränderung, wenn ich so den Blick richten würde, um jeden Schritt zu beschreiben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3bb97c8f-a461-4e59-8e56-19e2a84a8c24/uploads/images/eblo6ipdat/IMG_1084.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die meisten Nachbargärten sind klar aufgeräumt, die Kartoffeln sind schon in der Erde und die großen Beete mit einer Maschine bearbeitet, gefräst.</p><p></p><p>Ich fühle mich in diesem Jahr weit zurück mit meiner Arbeit. Die alten Stängel sind noch nicht abgeräumt, das Gras erobert die Beete, die nicht genug gemulcht waren. Die Rose im Apfelbaum greift mit gierigen langen Ranken nach den Nachbarbäumen. Überall muss gestrichen werden von der Hütte bis zu den Gartentischen.</p><p></p><p>Ich arbeite in Inseln, die erst langsam zusammenwachsen. Zunächst ist es kaum von außen zu sehen, nicht mal zu erahnen, dass ich ein ganzes Bild vor Augen habe.</p><p></p><p>Die Inseln haben den Sinn mich nicht mit einer einzelnen Aufgabe zu überfordern, aber auch den Lebewesen des Gartens genug Zeit und Raum für einen Umzug zu geben. Ich denke an die Eidechsen, die unsere Gärten bewohnen, sie werden zu früh geweckt, wenn jeder Haufen sofort umgedreht wird. Die Hirschkäfer und Junikäfer. Die Hummelköniginnen suchen verzweifelt nach Unterschlupf.</p><p></p><p>Ich freue mich über die Beete, die keine besondere Zuwendung mehr brauchen, weil sie fest, dicht an dicht eingewachsen sind und ich jäte nur die Strauch und Baumkeimlinge heraus.</p><p></p><p>Die Osterglockenwiese steht und nickt unter der blühenden riesigen Süßkirsche.</p><p></p><p>Die Primelpolster bauschen sich gerade mit ihren Blüten auf, sie sind das ganze Jahr fast nicht zu sehen.</p><p></p><p>Ich arbeite also an meinen vielen Inselbaustellen, sähe und pflanze die Gartenpflanzen, die sich von selbst versamt haben und jetzt stattliche Jungpflanzen auf den Beeten sind um. Fülle.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3bb97c8f-a461-4e59-8e56-19e2a84a8c24/uploads/images/7ltlafy356/IMG_1087_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3bb97c8f-a461-4e59-8e56-19e2a84a8c24/uploads/images/k3bpbeg36c/IMG_1083.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 10:11:49 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[weiter schmecken, weiter denken, forschen]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe aus Versehen einige der ersten sehr kleinen Rhabarberblätter ausgehackt. Ich putzte sie, so klein waren sie und haben diese roten Füße. Ich versuchte sie in…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich habe aus Versehen einige der ersten sehr kleinen Rhabarberblätter ausgehackt. Ich putzte sie, so klein waren sie und haben diese roten Füße. Ich versuchte sie in Butter zu sautieren, sie zerfielen schnell und machten einen Rhabarber-Butter-Brei. Auf einem gerösteten Brot wurde er meine Entdeckung des Morgens.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1e0d7886-a548-4dbd-8e00-33aec7746b38/uploads/images/4du2h7bzov/IMG_8448.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Edward Lee betreibt ein Non Profit Restaurant in Washington. Shia. Plastikfrei. Sie haben ein plastikfreie Küche gebaut und sie dokumentieren ihre Erfahrungen und Ergebnisse für alle zugänglich. Letztens las ich mich durch ihre Erfahrungen. Manche Dinge sind plastikfrei nicht möglich und werden durch andere Techniken ersetzt. Mir sind diese Plastikflaschen mit denen die die Saucen auf die Teller getupft werden, in Erinnerung, die sind so nicht zu ersetzen. Es gibt dann diese Tupfen nicht mehr, sondern nur diese zerstrichenen Kleckse, die jetzt auch üblicher sind.</p><p>Was mich besonders berührt hat, sie stellen auch Verbrauchsdinge in der Küche selber her. Gießen die Kerzen aus Bienenwachs und schöpfen das Papier für die Karten und Untersetzter aus gesammeltem Papier.</p><p></p><p>Bienenwachskerzen sind kostspielig und seit diesem Winter gieße ich sie auch selbst. Manchmal nehme ich die trockenen Stängel vom Staudenknöterich als Gussform. Sie wird nach dem Aushärten zerstört. Aber sie sind eine freie Gabe am Rande eines Spazierganges. Und vielleicht stimmt es uns auch milder gegenüber der Pflanze, die als invasiv und problematisch geframt wird. Die Sprossen können jetzt gerade geerntet werden.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1e0d7886-a548-4dbd-8e00-33aec7746b38/uploads/images/ifdpu3hqpz/IMG_8368.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Bienenwachskerzen in der Staudenknöterichgussform</figcaption></figure><p>Letzte Woche habe ich ein Baumwolltuch in das flüssige Wachs getaucht, um Gefäße damit abdecken zu können.</p><p>Die Verwandlung der Oberfläche in eine wasserfeste und biegsame Struktur hat mich drei Tage lang beglückt, ich hätte am liebsten viele Dinge in das Wachs getaucht.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1e0d7886-a548-4dbd-8e00-33aec7746b38/uploads/images/6inb2ksqes/IMG_8484.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Bienenwachstuch mit Seegrasschnur</figcaption></figure><p>Das sind kleine mich beglückende Handlungen und Begegnungen mit einem Material, die mir normalerweise von einer Industrie abgenommen werden. Für mich sind das kleine anarchistische Inseln der Selbstwirksamkeit in meinem Alltag.</p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:47:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Tasting Menu]]></title>
      <description><![CDATA[Es ist immer noch kalt, die Kastanienblätter vor meinem Fenster sind schon aus den Knospen entwichen, hängen aber schlaff und müde herab, wie ich gestern nebenbei im…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer noch kalt, die Kastanienblätter vor meinem Fenster sind schon aus den Knospen entwichen, hängen aber schlaff und müde herab, wie ich gestern nebenbei im Fernglas sah, weil ich genauer auf die Tauben sehen wollte.</p><p>Vor zwei Wochen lief ich mit Claudia durch Landow auf Rügen und ich kostete von einigen frischen Dingen: der Giersch auf der Pferdeweide war klein und zart und gab kräftige Aromen ab beim Zerkauen. Die große Birne am Weg, war eindrucksvoll und großartig aufrecht, wir kosteten ihre Knospen: frisch. Claudia erkannte die Birne als Geschmack. Wir waren nicht sicher, ob es der Name, der gefallen war: Birne, oder ihre feine Wahrnehmung war.</p><p>Jedenfalls stellten wir fest, es wäre ein großes Tasting-Menu, durch das wir streifen würde. Ein kleines Glück, das gemeinsam zu erleben und auch ein Wort dafür zu haben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0dd72ad1-5817-4044-8921-883e378e381a/uploads/images/yexnv5ntdp/IMG_8329.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Den Ort, an dem wir sind, schmecken, ihn uns auf der Zunge zergehen zu lassen. Und so wenig von allem zu nehmen, dass genug übrig bleibt; genug Birnen, die in den Graben fallen werden, genug Giersch für die Pferde.</p><p>Etwas vom Straßenverkauf mitnehmen und in die Zukunft oder in die Vergangenheit reisen: der Holunder wird bald blühen, die Quitten werden als letzte im Jahr noch am Baum sein.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0dd72ad1-5817-4044-8921-883e378e381a/uploads/images/fafo4fi3va/PNG-Bild.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Automatenübersetzung von Go in green. Gertrude Stein</figcaption></figure>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 11:15:00 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Negast]]></title>
      <description><![CDATA[Das ist ein älterer Text von mir, den ich gerade noch einmal bearbeitet habe. Und ich freue mich über den Küchendirektor, der durch das Unterholz streift. Es ist gerade…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein älterer Text von mir, den ich gerade noch einmal bearbeitet habe. Und ich freue mich über den Küchendirektor, der durch das Unterholz streift. Es ist gerade Erntezeit für viele frühe Köstlichkeiten. Frohe Ostertage wünsche ich Euch!</p><p><strong> </strong></p><p>Ich werde den Borgwallsee umrunden. In Negast fremd sein. Den Weg nach Pütte finden. Endlich. Ich habe die genaue Karte auf den Knien. Endingen ist gestrichen. Ausgelöscht. Die Topographische Karte 1.25 000, Blatt Richtenberg. Die Flurnamen sind wie versteinert: Wolfsbach, Knirkhorst. Der Mühlengraben klappert. Ich streife durch das dichte Unterholz. Die Pfade schließen sich gerade wieder vor mir. Die Rosen. Zu selten knickt jemand die nachwachsenden Äste am Rand. Der grüne Tunnel über mir ist geschlossen. Ich gehe barfuß, langsam. Meine Füße tasten und schmecken den Weg. Riechen ihn. Den festen Lehm, die Steine, die Maus und Fuchslöcher, den schwingenden Torf und das feuchte Dickicht mit einer Suhle. Hunderte Eschen wachsen hier auf.</p><p>Spenden Sie einen Baum!</p><p>Am Ufer steht eine starke Eiche. Ich begegne niemandem. Schwimme. Taste mich durch den Schlick. Silbern ist es. Silben brechen über mir zusammen, branden in die Windstille am Abend. Ein Lagerplatz für die Nacht. Zwei Hände voll. Brombeeren werden an den Spitzen der Fruchtranken schon reif. August. Sauer. Wie die Fruchtstände des Hirschkolbensumach. Der weiche Bast ist ein zärtliches Gezweig. Geweih. Salzmelde gedeiht auf meiner Zunge. Der Küchendirektor streift durch das Gebüsch, fermentiert seine Funde und serviert das Herz des Waldes fein geschnitten auf einem Moosbett. Wildheit. Wildnis durchdringt meine Küche. Holzkohle glimmt nach in der Dunkelheit. Blinzelt mir zu. Die frischen Nüsse der Jahreszeit knacken. Ein ganz und gar unverkäuflicher Genuss.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d0deed45-6df2-42ca-9a90-35f407c0b1fd/uploads/images/nqoimwxmfl/IMG_4225.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die Autorin am Borgwallsee</figcaption></figure>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 14:08:50 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Weiter kochen]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe nicht viele Dinge bei mir, die aus meinem Elternhaus stammen. Eines ist ein Kochbuch, ein Buch über das Haushalten: Henriette Davidis, Die Hausfrau, Leipzig…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe nicht viele Dinge bei mir, die aus meinem Elternhaus stammen. Eines ist ein Kochbuch, ein Buch über das Haushalten: Henriette Davidis, Die Hausfrau, Leipzig 1907. Neue Ausgaben ihrer Bücher gibt es immer noch. Ich rechne nach, das Buch muss meiner Urgroßmutter gehört haben, meine Großmutter wurde 1908 geboren.</p><p>Ich öffnete es zaghaft, und heraus fielen einige handschriftliche Notizen meiner Mutter, ein Rezept für Pfeffernüsse und eines zum Einlegen von Gurken.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e010a339-0d98-49f0-9fa1-b89eca38a4f4/uploads/images/sstmvrco77/IMG_8295.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Meine Großeltern kauften in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts eine Bauernstelle, eine Aufsiedlung, in einem kleinen ehemaligen Gut in Mecklenburg. Dort wuchs ich auf in einem Drei-Generationen-Haushalt. Es gab einen großen Nutzgarten und viele Verpflichtungen auch für mich als Kind. Eine davon war sehr früh für die Familie zu kochen.</p><p>Wenn ich jetzt daran denke, fühle ich eine große Überforderung, die mich auch heute manchmal besucht, aber auch viel Mut und Abenteuerlust. Einfach etwas zu probieren.</p><p>Die schönsten Gedanken, die ich in letzter Zeit fand; Essen kochen ist doch teilen, ich behalte doch nichts für mich, sagte in etwa Edward Lee in einem Film (Enter the mind of a chef). Und ich weiß nicht mehr genau, ob er auch sagte, es könnte sein. Kochen ist eine vergängliche Kunst. Es bleibt eigentlich nichts übrig. Das ist so tröstlich für mich. Ich leide darunter, dass es so viele Dinge gibt, die nicht von allein wieder vergehen und meist etwas werden, das wir Müll nennen.</p><p>Das Essen versperrt keinen Platz, braucht kein Museum. Es bleibt nur die Erinnerung und die Verbundenheit mit den Menschen mit denen wir zusammen waren.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e010a339-0d98-49f0-9fa1-b89eca38a4f4/uploads/images/wtespm4emz/IMG_8296.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Kardenwurzel und Nekenwurz-Wurzel getrocknet für Tee, das sind die Pflanzen, die jetzt beim Jäten anfallen</figcaption></figure><p>Ich bemerke, meine Texte gerinnen mir immer zu kurz, sie sind wie Gesprächsanfänge. Die Lesung in der vorletzten Woche hat mir das noch einmal gezeigt. Dort birgt sich so viel mehr Leben und Nachdenken, Sensibilität und Wahrnehmung, als ein dürrer Text, oder das schlägt aus einem dürren Text. Ich freue mich schon, Euch/Sie bald einmal wieder einladen zu dürfen. Vielen Dank, an die die dabei waren, es war ein großartiger Abend. </p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 12:47:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Rote Beete]]></title>
      <description><![CDATA[Der Beutel mit den Beeten lag schon eine ganze Weile in meiner Küchen. Ich wollte sie entsaften, dann reduzieren und mit Butter montieren. Eine Rote-Beete-Sauce. Für…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rote Beete</strong></p><p>Der Beutel mit den Beeten lag schon eine ganze Weile in meiner Küchen. Ich wollte sie entsaften, dann reduzieren und mit Butter montieren. Eine Rote-Beete-Sauce. Für Fisch und oder Kartoffelpüree.</p><p>Was für eine Stimmung muss ich erreichen, um so einen Plan in die Wirklichkeit umzusetzen? Ich denke über ein Menü nach. Ich denke über die Zeit nach, die sich die Gäste dafür nehmen würden. Ich denke über meine Vorbereitungen nach. Was muss ich noch lernen, proben, probieren. Ich male, schreibe die Gänge auf ein großes Stück Papier. Die räumliche Dimension und die Dramaturgie der Abfolge verwirren mich. Das Wetter kann ich nicht vorhersagen. Ich will Zeit mit den Gästen verbringen, schwatzen, schlemmen, staunen.</p><p>So ein Essen ist wie ein Theaterstück, sagt Sandara Knecht.</p><p>Mir geht es darum einfach zu bleiben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7239b712-b7d7-474f-8671-97f87d83a4bf/uploads/images/hv66liyjed/IMG_0535.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das Proben mit den Freundinnen zündet, das Lachen brandet auf, die Müdigkeit verfliegt. Und etwas öffnet sich. Darum geht es mir. Es ist nicht vorhersagbar.</p><p>Was zeigt sich noch im Menü? Im Garten, an meinen Wegen; die ersten Brennesselspitzen, der wilde Lauch steht schon hoch in Stahlbrode.  Der Bärlauch ist noch versteckt. Ich schaue nach den Spitzen des Schachtelhalmes. Berggemüse.</p><p>Und alles was mit diesem Essen entsteht, leuchtet für eine Weile. Taucht sich in Helligkeit.</p><p>Ich entsafte die Beete, die Farbe und der Schaum auf dem Saft werfen mich um, so rot, so stark. Ich bin ehrfürchtig. Der Geschmack ist süß, weich, fast blumig, oft wird er als erdig beschrieben, das finde ich nicht.</p><p>Ich lese Kochbücher, ich spreche mit Freundinnen. Wie hast Du kochen gelernt? Frage ich Gordana. Ich sammle den Feldsalat, der sich wild im Garten verteilt hat und jetzt erntereif ist und den Sauerampfer, der spitzt schon hervor.</p><p>Ich übe den Hering, den die Fischer jetzt hier gefang zu filetieren.</p><p>Ich lerne eine neue Art von Vinaigrette zu machen. In welche Art von Kännchen gehört diese unglaubliche Farbe der Sauce? Ich denke lange nach.</p><p>Ich backe ein Brot dazu mit sehr langer Teig-Führung.</p><p>Lese die Neuigkeiten um das Noma: In Spitzenküchen geht es unfreundlich zu, nein mißbräuchlich: Jawoll Chef! Ich lese im Fermentations-Handbuch und koste täglich den Kombucha aus Hopfentee und Aroniabeeren und Apfelsaft.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7239b712-b7d7-474f-8671-97f87d83a4bf/uploads/images/rcdxtalymd/IMG_0537.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7239b712-b7d7-474f-8671-97f87d83a4bf/uploads/images/43hc4zg2qc/IMG_8278.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Hopfen-, Aronia- Kombucha</figcaption></figure><p></p><p>Diana Henry. Von der Kunst einen Pfirsich zu essen.</p><p>Sandra Knecht. Home is a foreign place</p><p>René Redzepi, David Zilber. Das Noma Handbuch Fermentation</p><p>Joel Robuchon. Die klassische französische Küche</p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 12:38:22 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[fliegen]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Leserinnen, heute habe ich an einem Text gearbeitet für mein nächstes Heft das “fliegen” heißen wird. Es wird nach den beiden jetzt schon entstandenen Heften…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen, heute habe ich an einem Text gearbeitet für mein nächstes Heft das “fliegen” heißen wird. Es wird nach den beiden jetzt schon entstandenen Heften “graben” (2024) “stranden (2025), fliegen (2026) heißen und hoffentlich in diesem Jahr fertig werden. Ramona Seyfarth und Rico haben jeweils den Satz gemacht und die Fotos ausgewählt und bearbeitet und den Druck betreut, das ist ein unglaubliches Geschenk für mich. Gern schicke ich Euch gern die beiden Hefte für eine Spende zu.</p><p>In dem heutigen Text kommen drei Flugsichtungen vor, die ich in meinem Garten gemacht habe, deshalb kann der Text hier gut Platz nehmen und die Nüsse, über die ich eigentlich in dieser Woche schreiben wollte, bleiben zurückgestellt.</p><p>Es gibt auch einen neuen Termin für die Lesung mit mir am Bildschirm: Es ist der 18.3. 2026 um 20 Uhr. Die Einladung dazu schicke ich nächste Woche herum -</p><p></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69f4348e-1015-49ee-84cf-391d67492976/uploads/images/bngxi72svj/tempImagenzy8OY.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Schlehen vor einer Mauer. Ehemaliger Militärflugplatz Pütnitz.</figcaption></figure><p><strong>Fliegen.</strong></p><p>Diese Gegenden, die jetzt überflogen werden. Der Luftraum ist geschlossen. Die Flugzeugsymbole drängen sich dicht an dicht auf den Monitoren. Mein Atemquadrat ist aufgebraucht, ich öffne das Fenster. Der Krieg trainiert diese neuen Gesten. Ich schaue in den Himmel, die Hand schirmt den Blick. Wie weit können sie fliegen.</p><p></p><p>Die Möwen segeln über mich hinweg, scheinbar ins Blaue hinein, aber sie reißen den Himmel auf, er zerreißt. Es gibt diesen Dimensionssprung nach dem einige Ausschau halten. Die Erzählungen altern sehr schnell. Jeden Tag ist eine verbraucht. Ich öffne die Nachrichten. Das Supernaturale erscheint als letzter Ausweg.</p><p></p><p>Die Erklärungen decken nur noch notdürftig die Welt wie eine zerschlissene und aufgebrauchte Decke. Unser Wort, unsere nächste Zeile, gibt einen Klang. Gibt es noch Sirenen, die benutzt werden für einen Test? Eine Drohne fliegt über mich hinweg, sie macht das Geräusch, das mich zuerst an Wespen, die schwärmen denken läßt.</p><p></p><p>Ich verfolge sie und ihre imperiale Geste: Ich sehe dich, ich sehe auf dich hinab! Laufe kreuz und quer durch die Gärten. Sie landet irgendwann. Wir sitzen fest in einer Beschleunigung von dem was ist. Ringen nach Atem, nach Worten schon lange nicht mehr. Wir schreiben die große Erschöpfung aus. Es gibt irgend etwas zu gewinnen.</p><p></p><p>Noch mehr Flugzeugen tauchen auf. Ein Hubschrauber steht stundenlang über den Gärten. Er kann das: Jemand wird gesucht. Jemand ist fort gegangen aus den vereinbarten Regeln und wir alle tragen eine Schuld, die steht jetzt oben über den Gärten und dräut? Dieses Wort ist veraltet und kann so nicht mehr gelesen werden.</p><p></p><p>Zwei tief fliegende Flugzeuge verfolgen sich? Ich kann sie detailreich erkennen, so nah. Sie schlagen einen Haken und kommen zurück. Meine Füße stecken in der Ackerkrume fest. Es ist wichtig die Regionalzeitung zu lesen. Es gibt ein Manöver über der See. Gerade jetzt erst sind die letzten Bombenkrater der Stadt verheilt.</p><p></p><p>Der Schorf ist grün, die Leute sagen dazu: Das ist die Hundewiese.</p><p></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/69f4348e-1015-49ee-84cf-391d67492976/uploads/images/lcxctteyp3/tempImageU6S3c0.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Shelter. Pütnitz. Ehemaliger Militärflugplatz</figcaption></figure>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:42:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Um den Teich gehen und nach den Weiden schauen.]]></title>
      <description><![CDATA[Feuchtigkeit, Nebel hüllte gestern die Stadt Stralsund ein. Ich ging mit Yel. um die beiden Frankenteiche, den großen beim Bahnhof und den kleinen beim Wulflamufer. Ich…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um den Teich gehen und nach den Weiden schauen.</strong></p><p>Feuchtigkeit, Nebel hüllte gestern die Stadt ein. Ich gehe mit Yel um die beiden Frankenteiche, den großen beim Bahnhof und den kleinen beim Wulflamufer. Ich musste jetzt beim Schreiben nachschauen wie sie genau heißen: Groß und Klein. West und Ost. Sie trennt der Weidendamm.</p><p>Ich bin schon so lange in der Stadt. Yel fragte mich danach: Seit 2004 lebe ich hier. Oft gehe ich allein um die Teiche. Gestern unterbrachen die Pflanzen nach denen ich manchmal sehe, unser Menschengespräch, weil ich sie Yel vorstellte.</p><p>Die Weiden am Südufer des großen Frankenteiches würden gefällt werden, laß ich, sie wären zu alt, zu morsch und machten uns zu viel Arbeit. Neue pflegeleichtere Bäume würden gepflanzt werden.</p><p>Die Weide mit der überwallten Baummarke aus dem letzten Text steht nicht mehr. Einige blieben aber als Kopfbaum, beschnitten. Alles war schon verräumt, die Erde noch aufgewühlt, roh. Die glänzend grünen Zweige, mit denen ich gerade noch einen Korb flocht, abgefahren.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/db5a41c2-bda5-4250-b8d7-01c837121fd7/uploads/images/kavt5otgej/IMG_8164.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Tauender Knieperteich</figcaption></figure><p>Es schmerzt uns. Brachte uns ins Sprechen, ins Schreiben.</p><p>Das Eis liegt noch fleckig und tauend auf den Teichen. Der Unrat wird aufgedeckt, kommt hervor als Frühlingsgruß. Wir sammeln etwas davon auf. Anselm Kiefer wirft nie etwas weg.</p><p>Wir schauen nach den Papierbirken, nach der dornenlosen Rose, den tief geschnittenen Weiden, ich sah nach den Rohrkolben und eine Mistel lag abgebrochen herum.</p><p>Ich schreibe weiter auf der Birkenrinde. Sie rauscht unter meinen Händen, knittert, reißt, rollt sich ein mit einem festen Eigensinn.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/db5a41c2-bda5-4250-b8d7-01c837121fd7/uploads/images/s3i7d5fisd/IMG_8167.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Birkenschrift. Schreiben.</figcaption></figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/db5a41c2-bda5-4250-b8d7-01c837121fd7/uploads/images/pqow2d57kn/IMG_8166.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Diese Webprobe ist von einer Rohrkolben-Pflanze vom Teich. Es scheint, ich bin hier angekommen und im Gespräch.</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 15:31:55 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Blau.Blumengespräch]]></title>
      <description><![CDATA[Vor ein paar Tagen fand ich beim Aufräumen einen frühlingshaften Text für Euch. Bei all dem Schnee, ist noch gar nicht an im Garten blühende Hyazinthen zu denken, aber…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Blau. Blumengespräch</h1><p>Vor ein paar Tagen fand ich beim Aufräumen einen frühlingshaften Text für Euch. Bei all dem Schnee, ist noch gar nicht an im Garten blühende Hyazinthen zu denken, aber ich habe Fotos aus den vergangenen Jahren als Beleg.</p><p></p><p>Der Feldsalat blüht blauäugig neben dem Männertreu und einem einzelnen Vergissmeinnicht. Hell und mit verwaschen grauen Augen bildet er Säume beim Spargel. Kleine Biedermeiersträuße zeigen sich unter der Gartenlupe. Und die Verzweigung/ Verzweiflung der Stängel...Dafür gibt es ein Wort: dichasial. Es überträgt sich sehr leicht auf mich das Wort. Ich zähle bis fünf: (Blütenblätter) Valerianella locusta reiht sich ein mit den Schnittlauchknospen.</p><p>Neulich roch ich kurz Baldrian beim Waschen des Salats. Die Hyazinthen werden immer schütterer von Jahr zu Jahr, verlassen ihre Prachtrüschigkeit ihre mangelnde Standfestigkeit. Sie bohren sich noch zwischen den verfilzten Stauden hindurch. Da. Ich grabe an einer Stelle das wuchernde Reitgras auf. Störrische starre Kriechwurzeln schieben sich durch die Border. Das Grenzbeet zum Nachbarn. Sie wirken wie Drahtgeflechte auf denen noch die Halme des letzten Jahres stehen.</p><p>Dann folgen die Hasenglöckchen. Blue bells. Sie wittern die laue Luft, breiten sich freundlich aus, laufen wandern springen herum. Gestern das asch-blaue Veilchen, ich zog es aus der Erde beim</p><p>Teich. Steckte es in die herumliegende Zigarettenschachtel, dann in meine Hosentasche. So reisen sie. Die Veilchen.</p><p>Bei den stark beschnitten Weiden sah ich eine Baummarke, die kurz davor war in einer Überwallung zu verschwinden. Was für ein Wort.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4a5b18af-fad9-4a86-aebf-fcbd91930fba/uploads/images/bk7yxfbxdi/DSCN5019_2.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Kleine beige Spinnen verstecken sich an mir. Sie weben an einer neuen Haut. Das Blau an meinem geprellten Auge breitet sich aus, wogt, durchbricht die ausgedachte Grenze. Heute Abend ruft mich die Unfallverursacherin an. Waren Sie schon beim Arzt?</p><p>Ein zwei Mohnsämlinge reden mit der Akelei und den Kornblumen. Ein Flirren. Ein Schmerzmittel Blumensprache. Eine Taube zerflattert den letzten Satz: Wir verrätseln die Schrift in Deinem Gehör. Die Unkrautflur verwandelt sich in ein Gebeet.</p><p>Clematis alpina Sonntag. Ich sitze geduldig bei ihr, sie wächst bei der verwitternden Hütte. Sie schwebt in federleichten Finsternissen. Bewegliche Kelchblätter tentakeln. Pinzetten fassen das Objekt und wir betrachten das was übrig bleibt: die Schönheit?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4a5b18af-fad9-4a86-aebf-fcbd91930fba/uploads/images/fjth43452u/DSCN5022_2.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4a5b18af-fad9-4a86-aebf-fcbd91930fba/uploads/images/ztsq5tklcb/DSCN5019_2.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 12:54:53 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Regen]]></title>
      <description><![CDATA[Die Aufnahme mit dem Augustregen fand ich gestern hinter der Düne liegend auf dem Handy. Sie ist für mich über die zwei Minuten nicht langweilig.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Regen/Gedser</h1><p><a href="https://steady.page/0a21b93c-31cf-4ba3-a2cc-53a04f8ebcb0/posts/58286e39-01a7-4723-8a4e-6ec609b3f9d0">Auf Steady anhören</a></p><p>Die Aufnahme mit dem Augustregen fand ich gestern hinter der Düne liegend auf dem Handy. Sie ist für mich über die zwei Minuten nicht langweilig.</p><p>Die Düne in der ich lag, liegt bei Gedser auf Falster/Dänemark. ich bin wieder in Stralsund und habe das grüne Sukultur-Heft in der Hand mit dem diese Folge von Blogs begann. Der eine Monat im Oktober 2025 in dem kleinen Art-Residency-Haus inmitten einer Agrarsteppe und nah am Meer, hat einiges für mich klarer werden lassen: Meine Erzählweise von einem Ort ist inzwischen stark verbunden mit den Erkundungen der Materialien, die ich vor- finde. Das besondere dort war die Armut und Aufgeräumtheit der Landschaft auf den ersten Blick. Aber ein ganzer Monat erlaubt lange Spaziergänge am Nachmittag und den zweiten und dritten Blick.</p><p>Seegras wird an einigen Tagen ans Ufer der dänischen Ostsee-Außenküste gespült, es liegt dann frisch und grün in sanften Schwüngen am Meer. Ich habe es getrocknet und dann wieder etwas befeuchtet und zu Schnüren verdrillt, dann in ersten Probestücken verstrickt oder geloopt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/58286e39-01a7-4723-8a4e-6ec609b3f9d0/uploads/images/6xyrpymp2j/IMG_7421.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/58286e39-01a7-4723-8a4e-6ec609b3f9d0/uploads/images/frg5w362ss/IMG_7067.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Heute nahm ich dieses Stück wieder in die Hand, es glänzt ein wenig, ist stabil und hat diese wunderbaren Farbtöne von Erdfarben zu Grün bewahrt.</p><p>Seegras ist schwer entflammbar, ein gutes Dämm-Material und es gab/gibt Häuser in Dänemark, die mit Seegras gedeckt sind.</p><p>Außer dieser direkten Arbeit mit den Materialien aus der Umgebung und den Texten kam und kommt ein Treffen mit der lokalen Community dazu, in denen ich meine Erkundungen handwerklich weitergebe. Hier kam so wunderbar das Sprechen über das was uns gemeinsam umgibt in den Fluß. Das war ein wirklich beglückendes Erleben.</p><p>Vielen Dank an die Beginen Rostock und Brigitta Gudrun Nöh die diesen Aufenthalt für möglich gemacht haben!</p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/58286e39-01a7-4723-8a4e-6ec609b3f9d0/uploads/images/vl42eiluw2/IMG_7418.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 04 Dec 2025 10:00:31 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Nachbars Garten]]></title>
      <description><![CDATA[Der Apfelbaum im Nachbargarten ist letztens auseinander gebrochen. Ich sehe es erst jetzt nach dem Sturm. Der Garten hat keinen Pächter, keine Pächterin. Der Stamm ist…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der Apfelbaum im Nachbargarten ist letztens auseinander gebrochen. Ich sehe es erst jetzt nach dem Sturm. Der Garten hat keinen Pächter, keine Pächterin. Der Stamm ist innen hohl, gefüllt mit Mulm und einem verlassenen Vogelnest. Er hängt übervoll mit Früchten, seinen Letzten in diesem Apfelbaumleben. Wir werden ihn im Winter herunter nehmen, absägen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/77640c93-4a3a-4f10-a9b8-ebc21a90a928/uploads/images/5i4umutooh/tempImagesRlGfw.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Manchmal betrete ich den ungenutzten Garten, pflücke eine Hand voll Brombeeren oder grabe eine Brombeerranke aus. Jetzt ist der Boden feucht und der Spaten kann eindringen. Unsere Gärten liegen auf einer Lehmkuppe und es ist mühsam den Boden mit viel Kompost so aufzulockern, das er auch bei Trockenheit zu bearbeiten bleibt.</p><p></p><p>Wenn ich den Lehm aus der tieferen Schicht brenne, färbt er sich rot. Rosen gedeihen, wenn sie sich eingewurzelt haben.</p><p></p><p>Ein Hummelvolk wohnt bei mir auf der Terrasse. Sie teilen sich mit mir den Sonnenplatz. Sie verschwinden meinst aufgeregt hinter der Couch. Ich schaue nicht nach. Manchmal nerven wir uns, meist geht es ganz gut aus.</p><p></p><p>Ich schreibe diese Zeilen in der Gartenhütte, ein heftiger Regen hat mich aus dem Garten vertrieben. Und ich schreibe endlich weiter: Wir werden in Gärten leben! Was hält mich zurück? Weiter zuschreiben? Ich kann es immer noch nicht fassen. Eine Beschämung? Ein Kitschverdacht? Was für eine Furcht?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/77640c93-4a3a-4f10-a9b8-ebc21a90a928/uploads/images/nxvwevklt2/tempImagefAn2Cl.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Der Regenschauer dröhnt auf das Dach. &quot;Der Garten als gesellschaftspolitische Utopie&quot; ein Aufsatz von Alexander Thumfart hat mich hier her gebracht, an diesen Punkt des Nachdenkens. Utopien haben keine Konjunktur.</p><p></p><p>Das Erzählen ist abstrakt, das Material, ich möchte es in den Händen halten, das Geräusch des Regens beim Schreiben hören. Euch hören lassen. Diese Umfänglichkeit der Welt nicht außer acht lassen. Meine Worte fühlen sich abgenutzt an.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/77640c93-4a3a-4f10-a9b8-ebc21a90a928/uploads/images/s4my64rwgz/tempImagetlk6pT.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Sep 2025 10:03:16 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Im Wald]]></title>
      <description><![CDATA[Gestern war ich mit Freundinnen im Wald, im Forst, heute morgen habe ich noch eine Zecke entdeckt. Sie geben noch keine Ruhe, obwohl es kalt geworden ist. Die frischen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich mit Freundinnen im Wald, im Forst, heute morgen habe ich noch eine Zecke entdeckt. Sie geben noch keine Ruhe, obwohl es kalt geworden ist. Die frischen Keimlinge, die dicht an dicht gedrängten zwei- dreijährigen Fichten und Kiefern rühren mich sehr. Das sind die Kindergärten, dicht an dicht stehen sie und tuscheln miteinander.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a7f35986-24cd-496c-bb52-3afb80641ced/uploads/images/gigz3yukse/IMG_2581.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Mein Garten wird ein Wald. Die selbst gepflanzten Bäume werden groß, die Alten stehen immer noch wacker da, ab und an verdorrt einmal ein Ast, sie tragen mehr als ich nutzen und verschenken kann. Ich gebe auf und die Fülle fällt herunter.</p><p>Im Frühling suche ich den Garten nach Baum- und Strauchkeimlingen ab, damit sie nicht zufällig zu groß werden. Die Furcht ist: Ich könnte sie nicht mehr allein roden und verpflanzen. Nach den Brombeeren halte ich auch Ausschau, ihre Keimlinge sehen sehr nett aus, aber nach einem halben Jahr haben sie eine Undurchdringlichkeit hergestellt, die an meinen Kleidern reißt und den Zugang zu ganzen Abschnitten im Garten versperrt.</p><p>Der Eichenkeimling, würde mich bald überragen, die keimende Walnuss ergäbe auch einen riesigen Baum. Wir könnten im Sommer in ihrem Schatten sitzen und die frischen Nüsse trockneten gerade für den Winter.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a7f35986-24cd-496c-bb52-3afb80641ced/uploads/images/dxpxzm4hrv/IMG_3493.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Furcht und Ehrfurcht liegen da nah beieinander. Ich grabe den Eichensämling vorsichtig aus, er hat sich schon tief in der Erde verankert. Ich beschädige ihn beim Ausgraben, pflanze ihn in einen Topf und setze ihn zu den anderen Bäumen in eine schattige Ecke. Vergesse ihn. Schaue viel später einmal, wie es ihm geht und den Andern.</p><p>Vielleicht kann ich der nächsten Besucherin eine Eiche mitgeben oder einen Ausläufer der Quitte oder eine Haselnuss.</p><p>Es entstehen irgendwo Mikrowälder, Nanowälder aus den geretteten Sämlingen. Sie stehen dort dicht an dicht, tuscheln. Tun was sie tun. Und wir finden das nützlich.</p><p>Bis dahin mähe ich ein letztes Mal in diesem Jahr den Rasen, harke das Laub auf die Beete, jäte Brombeeren aus und ziehe am Reitgras, das die Stauden bedrängt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a7f35986-24cd-496c-bb52-3afb80641ced/uploads/images/z6w5ftao65/IMG_4429.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Mon, 04 Nov 2024 10:04:21 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Fit-Flasche]]></title>
      <description><![CDATA[Durch das Frühjahrstor zu gehen war in diesem Jahr gar nicht so leicht für mich. Das Versprechen hier regelmäßig zu schreiben blockierte meinen Schreib- und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8c6b56e7-8be7-46ed-b82c-9a2c607b9281/uploads/images/jx3gn2cekl/IMG_0657.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Durch das Frühjahrstor zu gehen war in diesem Jahr gar nicht so leicht für mich. Das Versprechen hier regelmäßig zu schreiben blockierte meinen Schreib- und Arbeitsfluss. </p><p>Oft ist es so, dass ich von einem Gang in die Gegend beladen wiederkomme, mit Fotos, Texten, einem Gedicht, Material für einen Korb und sehr selten auch mit lebenden Pflanzen. </p><p>Ich versuch hier der Poetik, die Ursula K. Le Guin im:  <em>Am Anfang war der Beutel. </em>skizziert, zu folgen.  Das Buch sehe ich plötzlich oft bei Freundinnen, Kollegen… Es entstehen Beutel, deren Inhalte anderen Dramaturgien folgen als die Geschichte, die sich aus der überlieferten Speerspitze ergibt. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8c6b56e7-8be7-46ed-b82c-9a2c607b9281/uploads/images/3vjjdaqe6r/IMG_2904_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich ging vom Ufer in Stahlbrode weg auf einen kleinen Hügel zu, dicht mit Brennesseln bestanden, die aber noch kaum zu sehen waren. In dem lockeren Humus wuchsen schnell die Schneeglöckchen. Die Sonne wärmte schon an  den windstillen Stellen. Am Ufer blies ein schrecklicher Ostwind. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8c6b56e7-8be7-46ed-b82c-9a2c607b9281/uploads/images/m5pxkfwzx3/IMG_2965.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wildschweine hatte diesen Ort auch schon durchsucht und Bündel von Schneeglöckchen ausgegraben. Ich nahm einige mit für meinen Garten, setzte mich und zog an einigen Dingen, die aus der Erde ragten. Archäologie. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8c6b56e7-8be7-46ed-b82c-9a2c607b9281/uploads/images/msdmmkuyvz/IMG_2962.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Es war eine alte Haus-Müllkippe. Sie begegnen mir im Winter immer mal wieder in Außenlagen. Im Sommer sind sie überwuchtert von Nesseln. Die Häuser sind längst abgetragen, aber die Flaschensammlungen bleiben lange erhalten. </p><p>Ich zog die Fit-Flasche aus dem Boden. Die gerade geleerten und gestapelten Eis-Becher. Schicht um Schicht und von den Wildschweinen jetzt durcheinander gebracht. Top Fit, erinnerte ich nicht als Slogan, sah es aber gestern als Graffito an einer Hauswand. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8c6b56e7-8be7-46ed-b82c-9a2c607b9281/uploads/images/gvxhlqafz4/IMG_2971.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Etymologie des Wortes Flasche brachte mich zu dem Wort flechten, die Flasche als etwas kostbares zerbrechliches, das zu ihrem Schutz umflochten war. </p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Tue, 30 Apr 2024 07:11:20 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sturm.]]></title>
      <description><![CDATA[Januar Sich einfach in den Sturm fallen lassen mit der Angst, ob der Pflaumenbaum neben der Hütte bricht von all dem Rütteln, ob ich werde einschlafen können, ob die…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Januar</p><p>Sich einfach in den Sturm fallen lassen mit der Angst, ob der Pflaumenbaum neben der Hütte bricht von all dem Rütteln, ob ich werde einschlafen können, ob die dünne Hütte stand hält heute Nacht.</p><p>Ich bin immer wieder wach, lausche, bin geängstigt, es stört mich heute Nacht nicht, weil ich auf ein Abenteuer, eine kleine Unregelmäßigkeit vom Alltag aus bin, auf einen Beginn.</p><p>Der Sturm hat den Himmel gefegt, Sonne am Morgen und eine kleine Beruhigung. Der Wind trocknet die viele Feuchtigkeit des Winters</p><p>Für mich fängt heute ein neues Jahr an, auch ein Jahr mit Nachrichten aus dem Garten. Garten ist hier der Garten so groß und utopisch oder dystopisch gemeint. Auch mein Garten. Auch alle mich umgebenden Gärten. Heute Morgen wünscht mir mein Nachbar ein frohes neues Jahr und schaut ob es Sturmschäden gibt.</p><p>Einmal flog ein großes Trampolin in meinen Apfelbaum und hing dort in der Luft, das sah ich aber erst nach seinem Flug, gestern fiel nur die Schubkarre um.</p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/79287a58-d8da-4142-82e5-32162c2d1ae0/uploads/images/l2w466fc67/IMG_1326.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><em>Gilles Clément. Gärten des Widerstands. Sukultur 2022</em></p><p></p><p>Dieses schmale Heft verschenke ich gerade so oft es geht an befreundetet Gärtnerinnen.</p><p>Er schlägt den Begriff des Gartens, des planetarischen Gartens als sehr großen und umfassenden und freundlichen Begriff für die Welt vor. Ich beginne mich sofort heimisch zu fühlen. Der Garten des Widerstands ist bei ihm ein Ort, der aus den Verhältnissen des Marktes herausgenommen ist und an dem sorgsam mit dem Gemeingut umgegangen wird. An diesen Orten kommt es zu einer neuen Gewichtung zwischen Austausch und Selbstversorgung. Sie sind Plattformen, Splitter.</p><p>Seit dem letzten Jahr trägt der Ort, den ich seit 2012 versuche zu pflegen auch vermehrt künstlerische Begegnungen und Zusammenarbeiten. Er bietet Platz für gemeinsame Arbeit, gemeinsames Essen unter den alten Apfelbäumen</p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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      <pubDate>Fri, 15 Mar 2024 20:32:59 +0000</pubDate>
    </item>
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