
Einst gelangte man über die markant blaue Cremonbrücke (Opens in a new window) von der City in die Deichstraße. Von 1982 bis 2021 ermöglichte dieses charaktervolle Bauwerk ein stilvolles Überqueren der sechsspurigen Willy-Brandt-Straße, dann wurde sie – wie so vieles in Hamburg – trotz kreativer Proteste abgerissen.
Auch dadurch ist der Weg in die Deichstraße alles andere als schön, doch wenn man ein Stück weit in die 300 Meter lange Straße eintritt, offenbart sich schnell eine andere Welt: Kopfsteinpflaster, schiefe miteinander kuschelnde Bürgerhäuser, eine fast dörfliche Atmosphäre. Und ganz am Ende fällt der Blick plötzlich auf eine strahlende Elbphilharmonie, die hier wie ein Gebäude aus der Zukunft wirkt.
War die Deichstraße vor einigen Jahren vor allem ein Anziehungspunkt für Touristen, lockt das neue und vielfältige kulinarische Angebot zunehmend auch Hamburgerinnen und Hamburger an. Exemplarisch dafür steht das Restaurant “The Lisbeth”. 2021 vom Koch André Stolle unter dem Namen “Cantine Papa Lisbeth” eröffnet, um der Sterneküche zu entfliehen und trotzdem anspruchsvolle Gerichte anzubieten, kam es, wie es kommen musste: das Restaurant des St. Pauli-Fans erhielt wieder einen Michelin-Stern – nun gibt es hier höchsten Genuss, aber ohne Schnickschnack.

Doch es lässt sich in einer der ältesten Straßen Hamburgs auch günstig gut essen: in der Crêperie “Ti Breizh”. Neben den Crêpes gehören die etwas herberen Galettes zu den Spezialitäten der überaus sympathischen Crew des bretonischen Restaurants mit angeschlossener Boutique. Nach diesem Kurzurlaub in Frankreich empfiehlt sich eine kleine Zeitreise in das nostalgische Ambiente im nahegelegenen “Café am Fleet”.

Auch für den gepflegten Durst gibt es in der Deichstraße besondere Angebote. Ebenfalls im Jahr 2021 eröffnete die Bar “Whiskyplaza”, alleine die Whiskyauswahl umfasst mehr als eintausend Sorten. Schräg gegenüber lockt “The Bohemian” mit ambitionierten, kunstvoll servierten Cocktails. Auch hier erfolgte der Start mitten in der Corona-Pandemie – in den Räumlichkeiten, in denen sich zuvor der wunderbare Pub “Barley & Malt” (Opens in a new window) befunden hatte.
Übrigens: auch der Besuch dieser Straßenviertel in Hamburg lohnt sich:
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