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    <title>WOMEN &amp; ARTS | VON MIRIAM SCHAAN</title>
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    <description>Hier dreht sich alles um Kunst und Kreativität. Was passiert wirklich hinter den Kulissen kreativer Arbeit?</description>
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      <title><![CDATA[Back to work: Neuer Schreibworkshop!]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Abend für dich zum Schreiben und Reflektieren...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Back to Work!</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Den roten Fleck auf meinem Oberschenkel habe ich in der letzten Ferienwoche entdeckt. Dort hatte sich zwei Wochen zuvor eine Zecke festgebissen und mir offensichtlich ein Geschenk dagelassen: Borreliose. Einen Monat später, mit unzähligen Litern Antibiotika intus, die sich mit den Probiotika in meinem Darm ein illustres Battle geben, bin ich langsam wieder auf der Höhe. Etwas später als versprochen.</p><p>Faul war ich trotzdem nicht, denn es gab Arbeit zu tun. Arbeit am Buch, natürlich. Aber davon – und von meiner <em>meravigliosen</em> (das Wort sollte es geben!) Schreibwoche in Verona – erzähle ich das nächste Mal.</p><p>Es gab Arbeit bei <em>Inner Writing</em> – dem Schreibunternehmen, das ich mit meiner Kollegin Britta Bettendorf aufbaue. Britta ist Psychologin und Therapeutin; und für <em>Inner Writing</em> schmeißen wir unsere Expertise zusammen.</p><p><a href="https://innerwritinglab.substack.com/">Wenn du unseren Inner Writing Newsletter noch nicht abonniert hast, solltest du das unbedingt tun.</a></p><p><em>Inner Writing</em> verbindet psychologisches Know How mit Schreibübungen, die zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Wir teilen jede Woche einen psychologischen Impuls und geben eine passende Schreibübung dazu, die du für dich zu Haue machen kannst.</p><p><a href="https://innerwritinglab.substack.com/">Wenn du dir darunter nichts vorstellen kannst, schau doch hier mal rein, was wir bis jetzt schon so geschrieben haben.</a></p><p>Und nun gehen wir den nächsten Schritt:</p><p><strong>Am 7. Oktober 2026 geben wir unseren ersten Schreibworkshop.</strong></p><p><strong>18.30 - 20.00 Uhr via Zoom. </strong></p><p>Unser Konzept ist ganz neu – und ich würde mich freuen, wenn du dazu kommst, um uns kennenzulernen!</p><p>👉 <a href="https://www.miriamschaan.de/landingpage/workshop-bindungsmuster">Hier kannst du dich anmelden.</a></p><p>Das Thema des Abends:</p><h2>Bindungsmuster erkennen, aufbrechen und neu gestalten</h2><p>Bindungsmuster sind ein großes Thema. Denn was in frühester Kindheit angelegt wurde, prägt unser Verhalten in allen Beziehungen bis ins Erwachsenenalter hinein. So stark diese Muster in uns wirken – sie sind veränderbar.</p><p>In unserem Workshop wollen wir uns auf die Spuren der eigenen Bindungsmuster begeben. Wir wollen verstehen, wie diese in uns wirken – und erkunden, wie wir sie aufbrechen und neu gestalten können.</p><h3>Was dich erwartet:</h3><ul><li><p>ein interaktiver Workshop (wir sprechen miteinander und schreiben gemeinsam)</p></li><li><p>psychologisches Hintergrundwissen zum Thema Bindungsmuster</p></li><li><p>Schreibübungen zum Reflektieren</p></li><li><p>offener Austausch in der Gruppe</p></li></ul><p><strong>Tag: Mi, 7.10.26</strong></p><p><strong>Zeit: 18.30 - 20.00 Uhr</strong></p><p><strong>Ort: Online (Zoom)</strong></p><p><strong>Kosten</strong>: Wir bieten diesen Workshop einmalig <strong>kostenfrei</strong> an – als Möglichkeit für dich, unsere Arbeit unverbindlich kennenzulernen.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/landingpage/workshop-bindungsmuster">Hier kostenfrei anmelden</a></p><p>Britta und ich bieten den Workshop gemeinsam an. Wir werden einen Mix aus psychologischem Input (von Britta), Schreibübungen, die das Gehörte vertiefen (von mir), und offenem Austausch haben (mit dir!). Selbstverständlich wird auch Platz für all deine Fragen sein.</p><p>Ich bin so gespannt darauf, unser neues Format in die Praxis zu bringen – und freue mich, wenn du dabei bist!</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>✍️ Wer hier schreibt</h3><p>👩🏻‍🦱 Hi, ich bin <strong>Miriam. Autorin</strong>, studierte <strong>Literaturwissenschaftlerin</strong> und zertifizierte <strong>Schreibpädagogin</strong>. Im <strong>women &amp; arts Newsletter</strong> teile ich persönliche Essays und Einblicke in meine Arbeit als Autorin.</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">✏️ Du wünschst dir </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Unterstützung</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> für dein Schreiben?</mark> Im <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><strong>1:1 Schreibcoaching</strong></a> bekommt dein Schreiben endlich Rückenwind. <mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Ich begleite dich </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">3 Monate</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> lang</mark> mit meinem Know-How, detailliertem Textfeedback und gezielten Übungen, die dich voranbringen. 👉 <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Sieh dir hier mein Angebot an!</mark></strong></a></p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>💕 Du liest women &amp; arts gerne?</strong></h3><p>Dann unterstütze mein Schreiben mit einer<mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about?utm_source=steady_discover"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">bezahlten Mitgliedschaft</mark></a> und tritt der <strong>women &amp; arts Community</strong> bei. Du erhältst dafür</p><ul><li><p>Zugang zu <strong>Kurzgeschichten und Gedichten</strong>, die ich nicht öffentlich teile</p></li><li><p>Einblicke in meine<strong> Arbeit hinter den Kulissen</strong>: Statusberichte, Werkstattnotizen, unfertige Zwischengedanken</p></li><li><p>kostenlose <strong>Teilnahme an Onlinetreffen</strong>: Lesungen, Buchvorstellungen, kreative Austauschabende – was uns alles einfällt.</p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h4><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 29 Sep 2026 07:06:53 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Lösung in der Lücke]]></title>
      <description><![CDATA[Kunst und Mutterschaft – eine Unmöglichkeit. Wirklich?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Als ich mich Anfang 2024 so langsam in Richtung Schreiben bewegte, suchte ich nach Wegen und Vorbildern, wie ich Kunst und Mutterschaft übereinbringend könnte. Ich las viel feministische Lektüre in der Zeit, sah Dokus; und war deprimiert. Die erfolgreichen, emanzipierten Frauen schienen alle kinderlos zu sein. Oder sie hatten ihren großen Durchbruch <em>vor</em> den Kindern gehabt.</p><p>Ich war zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich in einem schlechten Zustand. Mein jüngstes Kind war 5 Jahre alt, die anderen beiden 7 und 9. Ich war die Vormittage allein zu Hause, meistens, wenn alles klappte und niemand krank wurde; was nur leider sehr selten der Fall war.</p><p>So wichtig mir meine feministische Lektüren in dieser Zeit waren (<em>sehr</em> wichtig, denn sie halfen mir zu verstehen, dass meine Lage tatsächlich schwierig und ich nicht einfach nur eine jämmerliche Versagerin war, was ich hartnäckig glaubte und bis heute zuweilen, manchmal, seltener immer noch glaube); so sehr mich diese Schilderungen trösteten, so sehr bedrückten sich mich auch. Mein Schicksal schien unausweichlich.</p><p>Ich war unüberlegterweise Mutter geworden, und in einer patriarchalen Welt, so die Diagnose, hatte ich als solche keine Chance. Vor allem nicht als Künstlerin.</p><p>Die Liste der Gründe dafür war lang und gespickt mit sperrigen Vokabeln, die mit Gender-Pay oder Gender-Care anfingen und Lücken aufzeigten. Versorgungslücken, Förderungslücken. Ich würde eine Gesundheitslücke hinzufügen.</p><p>Als ich mich näher mit der Kunst- und Literaturszene auseinandersetzte, wurde es nicht besser. Ich fand heraus, dass der gesamte Betrieb einfach nicht damit rechnete, dass jemand, der Kinder hatte, ernsthaft Kunst betreiben könnte. Der Großteil der Stipendien erwies sich als für Eltern ungeeignet. Sie sahen monatelange Aufenthalte in fancy <em>residencies</em> im Ausland vor; ohne Kinder, versteht sich.</p><p>Ich las von einem Fall, in dem aufmüpfige schreibende Eltern, die ein Aufenthaltsstipendium eingeworben hatten, bei ihrem Stipendiengeber anfragten, ob sie ihre Kinder zur <em>residency</em> mitbringen könnten. Die Antwort war eindeutig: Nein, das ginge nicht. Denn die anderen Künstler würden sich konzentrieren müssen.</p><blockquote><p>“And sorry to tell you that we do not accept little kids as it really troubles other writers who need to concentrate.”</p></blockquote><p><em>Other writers who need to concentrate.</em></p><p>Das warf natürlich die Frage auf, ob sich kunstschaffende Mütter (und Väter) nicht konzentrieren müssten. Oder ob es gänzlich unmöglich war, Konzentration und Kinderbetreuung zusammenzudenken.</p><p>Aus dieser Episode entstand im Nachgang die Initiative <em>other writers</em>, auch <em>Netzwerk Schreiben &amp; Care</em> genannt, ein Zusammenschluss von schreibenden Menschen mit Care-Verantwortung, die sich für mehr Inklusion im Literaturbetrieb einsetzen. <a href="https://other-writers.de/">Wenn dich das interessiert, schau hier mal rein.</a></p><p></p><p>Von diesen Erfahrungen zu lesen, hat einerseits gutgetan. <em>(Wie schön, ich bin nicht allein benachteiligt. Ironie aus.)</em> Und mich andererseits gelähmt. Denn eine Diagnose ist noch lange kein Ausweg.</p><p>Es gibt eine weitverbreitete Art von Aktivismus, die meisterhaft darin ist, das Problem zu beschreiben. Wenn es um Lösungen geht, wird auf das System verwiesen. Das <em>System</em> müsse sich ändern.</p><p>Ja, absolut. Das wäre wünschenswert. Und ich bin froh, dass es Aktivistinnen gibt, die sich dieser Aufgabe widmen. Aber Aktivistin ist ein Fulltime-Job. Und ich hatte ja nicht einmal fünf Minuten pro Tag für mein Schreiben. Wenn ich anfinge, zuerst das <em>System</em> ändern zu wollen, um <em>danach</em> endlich schreiben zu können, würde ich niemals schreiben.</p><p>Was mich in dieser Zeit also gerettet hat, waren nicht die Diagnosen. Sondern Ideen, die mir halfen, mir selbst zu helfen.</p><p>Ich stieß bei meinen einsamen Streifzügen am Rechner auf eine Initiative der Künstlerin Lenka Clayton, die mich faszinierte: Sie verbreitete die Idee eines selbstgebastelten Stipendiums, <em>an artist residency in motherhood, </em>wie sie es nannte. Der Kerngedanke war die Erlaubnis an sich selbst, mit den eigenen Begrenzungen kreativ umzugehen und sie als <em>Material</em> zu begreifen, nicht als Hindernis.</p><figure><a href="https://www.artistresidencyinmotherhood.com/kit"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8a5a3417-ad5c-4e46-aff0-d73581161ed7/uploads/images/jwjbk6szue/Bild_26.07.26_um_19.55.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>&quot;The artist&#39;s statement&quot; von Lenka Clayton.</figcaption></figure><p>Für mich war das eine radikale Idee. Anstatt zu versuchen zu arbeiten als hätte ich keine Kinder, als wäre ich gesund, gab sie mir die Erlaubnis, diese Begrenzungen kreativ zu nutzen.</p><p>Mein Leben ist kein Hindernis. Mein Leben ist Material.</p><p>Auf ihrer Website stellte Lenka Clayton Tools zur Verfügung, die dabei helfen sollten, eine eigene <em>residency</em> zu planen. Zuhause oder außerhalb, mit den Kindern oder ohne, drei Tage lang, zwei Wochen oder zwei Monate – wie es die eigenen Ressourcen eben zuließen. <a href="https://www.artistresidencyinmotherhood.com/">Hier geht es zur Initiative.</a></p><p>Ich habe damals keine selbstgemachte künstlerische Auszeit genommen, so weit war ich noch nicht, aber die Lektion ist mir geblieben. Mein Blick hatte sich verändert. Mein Leben war nicht falsch und unpassend. Mein Leben war genau richtig. Und wenn ich Kunst schaffen wollte, dann würde ich das tun. Egal wie.</p><p></p><p>Ich fahre im August für eine Woche nach Verona. Allein.</p><p>2,5 Jahre nach meiner Entdeckung der a<em>rtist residency in motherhood </em>bin ich so weit; der Same ist aufgegangen.</p><p>Ich werde eine Woche in Verona verbringen und schreiben. An meinem Roman, der meine geballte Aufmerksamkeit verdient.</p><p>Ich habe keine Ahnung, was mich erwartet. Es ist über 13 Jahre her, dass ich mich dem Schreiben mit voller Konzentration widmen konnte.</p><p>Ich habe mich stark verändert seitdem. Mein Körper hat sich verändert. Mein Gehirn. Mein Denken. Mein Schreiben. Meine Konzentrationsfähigkeit. Das macht mir Angst.</p><p>Und doch habe ich in den letzten Jahren eine so enge Beziehung zum Schreiben gewonnen, die ich vorher nicht hatte. Das Schreiben hat mich transformiert; und dadurch hat sich mein Schreiben transformiert.</p><p>Ich habe Vertrauen in den Prozess.</p><p>Ich freue mich wie Bolle.</p><p></p><p>Wenn dich deine Kunst ruft, dann tu die Ausreden beiseite. Gerade wenn sie wahr sind. Suche Lösungen. Finde Lücken. Erwarte und erstrebe alles für deine Kunst. Sei genügsam und pragmatisch in der Umsetzung. Nimm, was du kriegen kannst. Finde deine Ressourcen und benutze sie schamlos. Bitte um Hilfe und nimm diese an. Ein schlechtes Gewissen kannst du dir nicht leisten. Ehre jeden kleinen Schritt. Führe Buch über deine Errungenschaften. Blicke stolz zurück und mit Zuversicht nach vorne. Genieße jede Minute, die du mit deiner Kunst verbringst. Hab Geduld. Unendlich viel Geduld. Bleib dran.</p><p></p><p>Schreib dir dein eigenes Manifest und hänge es an deinen Schreibtisch.</p><p>Ich verabschiede mich mit dieser Mail in die Sommerpause. Der August ist meinem Buch gewidmet; und Zeit mit den Kindern.</p><p>Wenn du Begleitung bei deiner eigenen <em>artist in residency </em>wünschst, sprich mich gerne an.</p><p>Ich begleite dich als Mentorin bei allen Belangen rund um deinen kreativen Prozess; in einem Sprint über zwei Wochen, einem Marathon über drei Monate – oder über die Dauer, die für dich am besten ist. <a href="mailto:mail@miriamschaan.de">Schreib mir einfach und wir reden darüber.</a></p><p>Wir sehen, hören, lesen uns im September wieder.</p><p>Einen wunderbaren Sommer und alles Liebe wünscht dir</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>✍️ Wer hier schreibt</h3><p>👩🏻‍🦱 Hi, ich bin <strong>Miriam. Autorin</strong>, studierte <strong>Literaturwissenschaftlerin</strong> und zertifizierte <strong>Schreibpädagogin</strong>. Im <strong>women &amp; arts Newsletter</strong> teile ich persönliche Essays und Einblicke in meine Arbeit als Autorin.</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">✏️ Du wünschst dir </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Unterstützung</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> für dein Schreiben?</mark> Im <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><strong>1:1 Schreibcoaching</strong></a> bekommt dein Schreiben endlich Rückenwind. <mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Ich begleite dich </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">3 Monate</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> lang</mark> mit meinem Know-How, detailliertem Textfeedback und gezielten Übungen, die dich voranbringen. 👉 <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Sieh dir hier mein Angebot an!</mark></strong></a></p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>💕 Du liest women &amp; arts gerne?</strong></h3><p>Dann unterstütze mein Schreiben mit einer<mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about?utm_source=steady_discover"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">bezahlten Mitgliedschaft</mark></a> und tritt der <strong>women &amp; arts Community</strong> bei. Du erhältst dafür</p><ul><li><p>Zugang zu <strong>Kurzgeschichten und Gedichten</strong>, die ich nicht öffentlich teile</p></li><li><p>Einblicke in meine<strong> Arbeit hinter den Kulissen</strong>: Statusberichte, Werkstattnotizen, unfertige Zwischengedanken</p></li><li><p>kostenlose <strong>Teilnahme an Onlinetreffen</strong>: Lesungen, Buchvorstellungen, kreative Austauschabende – was uns alles einfällt.</p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h4><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 28 Jul 2026 08:19:34 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wir schreiben!]]></title>
      <description><![CDATA[Der Sammelband mit 27 Beiträgen. Über das Schreiben und was es uns bedeutet.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><h2>Der Sammelband mit 27 Beiträgen. Über das Schreiben und was es uns bedeutet.</h2><p>Als ich aus einer spontanen Eingebung heraus den Schreibaufruf “Über mein Schreiben” gestartet habe, habe ich nicht damit gerechnet, wieviel Resonanz er erzeugen würde.</p><p>Der Schreibaufruf wurde nicht nur auf Substack zigfach gerestackt und weitergeleitet; auch auf LinkedIn machte er die Runde, wurde geteilt, gelikt und kommentiert; mich erreichten vom ersten Tag an E-Mails mit Beiträgen – aber auch mit Rückmeldungen von Menschen, die mir einfach sagen wollten, wie toll sie die Aktion fanden.</p><p>Den ursprünglichen Schreibaufruf findest du hier.</p><p>Offensichtlich hat dieser Aufruf einen Nerv getroffen.</p><p>Nicht darauf zu warten, von anderen “entdeckt” zu werden, sondern sich selbst die Erlaubnis zu geben, sich mit dem eigenen Schreiben zu zeigen – das ist ein befreiender Schritt in Richtung Selbstermächtigung.</p><p>Aus den eingegangenen Beiträgen habe ich nun unseren inoffiziellen Sammelband zusammengestellt – mit dem Titel: <em>Wir schreiben!</em></p><h3>Vorwort</h3><p>Frühe Liebe oder späte Erkenntnis – die Wege zum Schreiben sind vielfältig. So vielfältig wie die Texte, die auf den Schreibaufruf “Über mein Schreiben” im Juni 2026 entstanden sind.</p><p>27 Texte haben sich eingefunden. 27 Texte, die vom Schreiben erzählen und von so viel mehr. Von Einsamkeit, turbulenten Lebensphasen, kleinen Freuden, Fluchtphantasien und unerwarteten Wendungen im Leben.</p><p>Wenn ich ein Fazit unter all diese unterschiedlichen Beiträge setzen sollte, dann dies: Schreiben und leben gehören zusammen. Sie sind verwoben, miteinander verknüpft. Manchmal – oft – in Widerstreit miteinander, aber doch unlösbar verbunden.</p><p>Mich hat beim Lesen der Beiträge sehr berührt, wie wesentlich das Schreiben für uns alle ist. Und wieviel Mut es gleichzeitig braucht, sich dem zu stellen. Weil Schreiben aufwühlt. Weil es Dinge zu Tage fördert, die wir sonst nicht sehen würden. Weil es tagtäglich gegen Selbstzweifel und äußere Hürden ankämpfen muss.</p><p>In den Beiträgen dieses Sammelbands geht es nicht darum, was jeder Einzelne mit seinem Schreiben erreicht hat. Wieviel Aufmerksamkeit und Applaus jeder bereits geerntet hat. Dennoch spricht aus vielen Texten der Wunsch danach, gelesen, gesehen, wahrgenommen zu werden. Dabei geht es nicht um Erfolg, sondern um Verbindung. Wer schreibt, öffnet sich. Und wer sich öffnet, hofft auf eine wohlwollende Antwort.</p><p>Ich hoffe, dass die folgenden Beiträge eine solche Antwort finden.</p><p>Die Beiträge sind chronologisch sortiert – in der Reihenfolge, wie sie bei mir eingegangen sind. Ich habe mir erlaubt, meinen eigenen ganz unten anzufügen.</p><p>Im Juli 2026, die Herausgeberin</p><p><em>Miriam Schaan</em></p><hr aria-hidden="true"/><p>Eine kleine Bitte noch: Wenn du dich durch diese digitale Sammlung liest – mit viel Muße und Genuss, so hoffe ich –, dann hinterlasse gerne Spuren deines Lesens: ein Herz, einen freundlichen Kommentar. Die Autor:innen werden es dir danken.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>27 Beiträge zum Thema “Über mein Schreiben”</h3><p></p><p>1️⃣ Schreibanlässe lauern überall, stupsen wie freundliche Hummeln oder drängeln wie ungeduldige Kunden in der Kassenschlange. Targya Cursorherz geht der Frage nach, wann sie eigentlich schreibt und warum die Antwort komplizierter ist, als sie scheint.</p><p><a href="https://targya.substack.com/p/vielleicht-komme-ich-morgen-zum-schreiben?r=5m6ugg&amp;utm_campaign=post-expanded-share&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Targya Cursorherz: Vielleicht komme ich morgen zum Schreiben</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣ In diesem Text nimmt Birgitt euch mit auf ihre Schreibreise. Wellensittichdetektive und heldenhafte Deutschlehrer, Batman gegen Boygroup und schließlich eigene Geschichten und der große Wunsch: Gefunden werden, Gelesen werden. Die Menschen durch Texte berühren.</p><p><a href="https://substack.com/home/post/p-202079106">Birgitt H: Der Weg meiner Worte</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>3️⃣ Mash reflektiert über das Schreiben, kreative Prozesse, Ringen mit Worten und Blockaden.</p><p><a href="https://qimash.substack.com/p/gedankengang-und-ubergang">Mash: Gedankengang und Übergang</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>4️⃣ Swantje Frank zeigt, was passiert, bevor überhaupt ein Stift das Papier berührt. Und welche Arbeit hinter jedem Wort steckt.</p><p><a href="https://worteausdemwaeschekorb.substack.com/p/wenn-der-film-schon-lauft-bevor-der?r=5y4o7l&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Swantje Frank: Wenn der Film schon läuft bevor der Stift da ist</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>5️⃣ Anna Olsen schreibt über die Stimmen in unserem Kopf – beispielsweise über Herrn Zensor, der sich zuverlässig meldet, sobald die ersten Worte auf dem Blatt stehen.</p><p><a href="https://annafreiraum.substack.com/p/lieber-herr-zensor-halt-die-klappe?r=7szy5t&amp;utm_campaign=post-expanded-share&amp;utm_medium=post%20viewer&amp;triedRedirect=true">Anna Olsen: Lieber Herr Zensor, halt die Klappe!</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>6️⃣ Cora Albrecht schreibt darüber, wie sien Schreiben immer mehr an Herzblut verlor und dennoch unverzichtbar blieb.</p><p><a href="https://metallstiftwunden.com/2026/06/22/schreiben-fuer-geld-und-schreiben-gegen-den-wahnsinn/">Cora Albrecht: Schreiben für Geld und schreiben gegen den Wahnsinn</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>7️⃣ Carolin wollte sich schon immer mit anderen verbunden fühlen. Durch das Schreiben hat sie ihren Weg gefunden, sich gesehen und vielleicht auch verstanden zu fühlen.</p><p><a href="https://oheasemymind.wordpress.com/2026/06/25/was-ich-werden-will-und-was-ich-bin/">Carolin: Was ich werden will (und was ich bin)</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>8️⃣ Emma Bloom schreibt, was andere lieber umgehen – Gedanken, die viele fühlen, aber kaum jemand ausspricht. Direkt aus dem echten Leben, ohne abstrakte Theorien. Mit Herz und Klarheit verbindet sie Tiefe mit überraschender Leichtigkeit.</p><p><a href="https://dremmabloom.substack.com/p/warum-ich-schreibe?r=6npg2o&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Emma Bloom: Warum ich schreibe</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>9️⃣ Wenn ich erzähle, dass ich schreibe, bekomme ich ein Lächeln. Sage ich, warum, wird es still. Ein Text über Flucht, über Figuren die ihre Freiheiten haben und über das alltägliche Duell Schreiben vs. verfügbare Zeit.</p><p><a href="https://thinkandmean.substack.com/p/wenn-man-buchstaben-atmet?r=4c1xcm&amp;utm_campaign=post-expanded-share&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Stabenwelt: Wenn man Buchstaben atmet</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣0️⃣ Rebi konnte lesen bevor er schreiben konnte, und protokollieren bevor er erzählen durfte. Dieser Text ist die ehrliche Bestandsaufnahme dazwischen.</p><p><a href="https://rebiblog.substack.com/p/ueber-mein-schreiben?r=7xg64n&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Rebi: Das Schreiben kam zuletzt</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣1️⃣ Noa Leven schreibt darüber, wie sie nach Jahren analytischen Schreibens eine andere Sprache wiederfand: eine, die nicht ordnet, sondern zuhört.</p><p><a href="https://noaleven.substack.com/p/die-andere-sprache?r=7zah51&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Noa Leven: Die andere Sprache</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣2️⃣ Manche Menschen werden vom Wecker geweckt. Brigitte Bauch gelegentlich von einem Satz. In ihrem Beitrag erzählt sie, wie das Schreiben erst nach einem langen Berufsleben zu ihrer Leidenschaft wurde. Und warum manche Gedanken einfach nicht bis zum Frühstück warten wollen.</p><p><a href="https://brigittebauch1.substack.com/p/wenn-das-schreiben-fruher-aufsteht?r=8m7piw&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Brigitte Bauch: Wenn das Schreiben früher aufsteht als ich</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣3️⃣ Zwischen getackerten Kinderbüchern, erfundenen Halbgeschwistern und einem bis heute uneingelösten Buchversprechen erzählt Beke von der Lust am Ausdenken - und davon, was ein Buchstabe einer Zahl voraushat.</p><p><a href="https://thetellorytotellastory.substack.com/p/8-gegen-b">Beke: 8 gegen B</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣4️⃣ Mario Achilles schreibt darüber, wie er einen Reiseblog starten wollte – und stattdessen herausfand, dass seine kleinen Fluchten auch anderen eine kurze Auszeit schenken.</p><p><a href="https://unterkiefern.substack.com/p/ferien-im-kopf-ohne-gepack?r=85so7f">Mario Achilles: Ferien im Kopf. Ohne Gepäck.</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣5️⃣ Sascha Büttner schreibt darüber, wie man morgens um sechs in einer Stadt sitzt, die kein Feuilleton kennt, an einer Maschine, auf die niemand wartet — und warum gerade das ein Grund ist, nicht aufzuhören.</p><p><a href="https://lfdiarynewsletter.substack.com/p/kein-anruf-also-schreibe-ich-weiter?r=1g841q&amp;utm_medium=ios&amp;triedRedirect=true">Sascha Büttner: kein anruf, also schreibe ich weiter</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣6️⃣ Christina Jessel schreibt darüber, wie das Schreiben ihr ständiger Begleiter ist und es ihn in der Einsamkeit geholfen hat. Vor allem aber schreibt sie darüber, warum ihre Geschichten so selten ein Ende haben.</p><p><a href="https://www.linkedin.com/pulse/warum-schreibe-ich-eigentlich-immer-und-%C3%BCberall-christina-jessel-rzh6e/">Christina Jessel: Warum schreibe ich eigentlich immer und überall?!?</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣7️⃣ Wenn sie nicht schreibt, fehlen Lisa Schubeius die Worte. Hier erzählt sie von achtundzwanzig Schreibjahren zwischen Stolz und Scham und wie sie ihre Beziehung zum Schreiben versucht zu heilen.</p><p><a href="https://lisaschubeius.substack.com/p/mir-fehlen-die-worte?r=53mt0h&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Lisa Schubeius: Mir fehlen die Worte</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣8️⃣ <a href="https://louisalight1.substack.com/p/write-light-free?r=3464y3&amp;utm_campaign=post&amp;utm_medium=web&amp;triedRedirect=true">Louisa Light: Write-light-free</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>1️⃣9️⃣ Dr. Tanja Bernsau schreibt darüber, warum sie trotz allem nie aufgehört hat zu schreiben — und was ein Bild eines Scheunentors, ein Goldfisch im Meer und ein Krimiworkshop damit zu tun haben.</p><p><a href="https://tanjabernsau.substack.com/p/ich-kann-nicht-mehr-nicht-schreiben?triedRedirect=true">Dr. Tanja Bernsau: Ich kann nicht mehr “Nicht-Schreiben”</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣0️⃣ Was bleibt vom eigenen Schreiben, wenn man zum Schreibprofi für andere wird? Sarah von Nahmen schreibt in “Gewuchert aus Mauerritzen” darüber, wie sich die eigenen Worte nach Jahren ihren Weg zurück ans Licht bahnen.</p><p><a href="https://studiowildeworte.substack.com/p/gewuchert-aus-mauerritzen">Sarah von Nahmen: Gewuchert aus Mauerritzen</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣1️⃣ Was hat Schreiben mit dem Lesen bis tief in die Nacht zu tun? Sarah<em> </em>Bux erzählt von ihrem Romanprojekt zwischen Vollzeitjob, Doomscrolling und<em> </em>Saug-Wisch-Roboter.</p><p><a href="https://sarahbux.substack.com/p/nur-noch-ein-kapitel">Sarah Bux: Nur noch ein Kapitel</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣2️⃣ Simon M. Jahr erklärt seine Schreibwelt, während die Welt das deutsche Sechzehntelfinale schaut.</p><p><a href="https://jimahorns.substack.com/p/wie-ich-versucht-habe-in-30-minuten">Simon M. Jahr: Wie ich versucht habe in 30 Minuten zu erklären, warum ich schreibe, bevor das Deutschlandspiel begann...</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣3️⃣ Elfshine Lara hat unter dem Apfelbaum ihr Paradies gefunden und läßt sich von dort nicht mehr vertreiben.</p><p><a href="https://tagtraumtagebuch.substack.com/p/uber-mein-schreiben?r=8nr08b">Elfshine Lara: Das Leben als Entwurf</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣4️⃣ Warum die Leidenschaft von Designerin Miriam Lochner das Schreiben ist – und was Leidenschaft am Ende ausmacht.</p><p><a href="https://miriamlochner.substack.com/p/kurz-vorm-knallen-warum-ich-schreibe">Miriam Lochner: Kurz vorm Knallen! Warum ich schreibe</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣5️⃣ Manchmal ist Schreiben von Anfang an magisch und kompliziert zugleich. Inge Anders erzählt, warum.</p><p><a href="https://www.vergilbte-seiten.de/geheimnis-des-schreibens/">Inge Anders: Geheimnis des Schreibens</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣6️⃣ Als Arbeiterkind ohne Vorbilder war &quot;Autorin werden&quot; keine Option für mich – bis das Leben mir Geschichten aufzwang, die erzählt werden wollen. Über späte Anfänge und den Mut zum Schreiben.</p><p><a href="https://schreibkunstliebe.substack.com/p/wer-schreibt-bleibt-wie-ich-vom-tagebuchschreibe?r=49782j">Babette F.: Wer schreibt, bleibt – Wie ich vom Tagebuchschreiben zur Autorin wurde</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>2️⃣7️⃣ Auch eine frühe Liebe muss wachsen. Miriam Schaan erzählt von ihrem Schreiben mit metaphorischen Sonnenblumen, Sätzen, die wie Süßigkeiten schmecken, einem Tonband, dem es die Sprache verschlug und einer Cannabis-Anfrage, die alles veränderte.</p><p><a href="https://creativelessons.substack.com/p/der-lange-weg-zuruck-nach-vorn">Miriam Schaan: Der lange Weg zurück nach vorn</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>🌿 Das war’s fürs Erste!</h3><p>Aber das war sicher nicht das letzte Mal. Dieser Aufruf ist auf so viel Resonanz gestoßen und hat mir selbst so viel Freude bereitet, dass es in Zukunft sicher noch ähnliche Aktionen geben wird.</p><p>Ein riesengroßes Dankeschön an alle fürs Mitmachen! Fürs Teilen, Weitersagen, Lesen, Liken, Kommentieren – und vor allem: fürs Schreiben! Eure vielfältigen Beiträge haben diesen Sammelband erst möglich gemacht.</p><p>DANKE.</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>✍️ Wer hier schreibt</h3><p>👩🏻‍🦱 Hi, ich bin <strong>Miriam. Autorin</strong>, studierte <strong>Literaturwissenschaftlerin</strong> und zertifizierte <strong>Schreibpädagogin</strong>. Im <strong>women &amp; arts Newsletter</strong> teile ich persönliche Essays und Einblicke in meine Arbeit als Autorin.</p><ul><li><p>In der <a href="https://sesmails.steadyhq.com/CL0/https:%2F%2Fwww.miriamschaan.de%2Fschreibcoaching-und-kurse%2Ftextsprechstunde%2F/1/0107019f178ae8cc-361604dc-35ce-4836-9cb2-a1523a3db3cc-000000/fzQIPWegGGsXScqC9u7rO_gceNZQ_jlwTVYiVibTt-E=258"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Textsprechstunde</mark></a> erhältst du von mir <strong>persönliches Feedback</strong> auf einen ausgewählten Text. Gemeinsam nehmen wir uns Zeit für dich, deinen Text und alles, was dich rund ums Schreiben bewegt.</p></li><li><p>Im <a href="https://sesmails.steadyhq.com/CL0/https:%2F%2Fwww.miriamschaan.de%2F1-1-schreibcoaching%2F/1/0107019f178ae8cc-361604dc-35ce-4836-9cb2-a1523a3db3cc-000000/L25WfhsjKOGOpiyUPNw--SqttevBRZByIiRqf2IWa2M=258"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">1:1 Schreibcoaching</mark></a> begleite ich dich und deine Texte <strong>3 Monate lang</strong> intensiv. Wir treffen uns in <strong>regelmäßigen Online-Calls</strong>, du schickst mir deine Texte und erhältst detailliertes <strong>Feedback</strong>. Dazu gibt es gezielte <strong>Schreibübungen</strong> für dich und unbegrenzten <strong>E-Mail-Support</strong> für all deine Fragen, die zwischen unseren Treffen auftauchen.</p></li></ul><p>✏️ <a href="https://sesmails.steadyhq.com/CL0/https:%2F%2Fwww.miriamschaan.de%2Fschreibcoaching-und-kurse%2F/1/0107019f178ae8cc-361604dc-35ce-4836-9cb2-a1523a3db3cc-000000/hlqgKDWAsL8fYzIbpV6fcGAgohk0ztwyXbecC3oBUCw=258">Sieh dir hier meine Angebote an.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>💕 Du liest women &amp; arts gerne?</strong></h3><p>Dann unterstütze mein Schreiben mit einer<mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about?utm_source=steady_discover"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">bezahlten Mitgliedschaft</mark></a> und tritt der <strong>women &amp; arts Community</strong> bei. Du erhältst dafür</p><ul><li><p>Zugang zu <strong>Kurzgeschichten und Gedichten</strong>, die ich nicht öffentlich teile</p></li><li><p>Einblicke in meine<strong> Arbeit hinter den Kulissen</strong>: Statusberichte, Werkstattnotizen, unfertige Zwischengedanken</p></li><li><p>kostenlose <strong>Teilnahme an Onlinetreffen</strong>: Lesungen, Buchvorstellungen, kreative Austauschabende – was uns alles einfällt.</p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h4><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 07:52:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Über mein Schreiben]]></title>
      <description><![CDATA[Mit metaphorischen Sonnenblumen, Sätzen, die wie Süßigkeiten schmecken, einem Tonband, dem es die Sprache verschlug und einer Cannabis-Anfrage, die alles veränderte.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><h2>Der lange Weg zurück nach vorn.</h2><h3>Mit metaphorischen Sonnenblumen, Sätzen, die wie Süßigkeiten schmecken, einem Tonband, dem es die Sprache verschlug und einer Cannabis-Anfrage, die alles veränderte.</h3><p><strong><br/></strong><em>Dieser Beitrag ist Teil des Sammelband-Schreibaufrufs “Über mein Schreiben” der vom 13. bis 30. Juni 2026 lief.</em><a href="https://creativelessons.substack.com/p/aufruf-fur-beitrage-uber-mein-schreiben"><em> Zum ursprünglichen Schreibaufruf geht es hier entlang.</em></a></p><p><em>Den Artikel mit allen gesammelten Beiträgen versende ich Anfang Juli.</em></p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fsubstackcdn.com%2Fimage%2Ffetch%2F%24s_%21Nqv5%21%2Cw_1456%2Cc_limit%2Cf_auto%2Cq_auto%3Agood%2Cfl_progressive%3Asteep%2Fhttps%253A%252F%252Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%252Fpublic%252Fimages%252Fc0342747-6ba0-4f73-9f7d-21b39b77ee9c_6000x4000.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=d8a77509e738f2d98d12081298ef78e7" alt="Miriam sitzt auf dem Sofa und blickt nach oben."/><p>Meinen ersten Roman schrieb ich mit 14.</p><p>Ich hatte noch keinen eigenen Laptop und schrieb an dem großen Tower-PC, der auf einem wackeligen roten Wägelchen in einer Ecke des Wohnzimmers stand. Es störte mich nicht oder nur kaum, wenn zwischen meinen Beinen meine kleinen Geschwister herumturnten. Mein Kopf verschwand beim Schreiben vollständig im klobigen Bildschirm, mein Herz pochte im Rhythmus des blinken Cursors; meine Beine brauchte ich dafür nicht, die konnten meine Geschwister ruhig haben.</p><p>Zu der Geschichte inspiriert hatte mich meine erste große Liebe. Ein Italiener aus Umbrien, aus dem Dorf meiner Mutter, den ich nach den Sommerferien meinen ersten festen Freund nennen durfte. Eine Fernbeziehung, nun ja. Aber wir schrieben uns Briefe, eine ganze Weile lang. Und was für welche.</p><p>Ich hatte die Handlung für meinen Roman im Voraus akribisch geplant. Es gab ein schönes Mädchen, einen unangenehmen älteren Herrn mit unlauteren Heiratsplänen, einen gutaussehenden jungen Italiener, eine Flucht, einen großen, dunklen Wald.</p><p>Im ursprünglichen Handlungsverlauf gab es außerdem eine Räuberbande und eine Entführung. Diese schaffte es allerdings nicht ins Buch – ich kürzte die Handlung beim Schreiben dramatisch ab, um endlich fertig zu werden.</p><p>Dann ging ich mit meiner Word-Datei auf einem Stick zum Copyshop und ließ drei Exemplare drucken und binden.</p><p>Auf den Titel war ich besonders stolz, denn er enthielt eine Metapher: Sonnenblumen.</p><p>Meine Protagonisten ließen in dunklen Zeiten die Köpfe hängen, doch als am Ende die Sonne schien, blühten sie auf.</p><p>Es war ein fein ausgeklügeltes Leitmotiv und ich gab die Geschichte meinen Eltern zu lesen. Sonst fiel mir niemand ein, den die Geschichte hätte interessieren können. Meine Altersgenossen hatten mit 14 ganz andere Dinge im Kopf.</p><p>Ich stellte meinen Roman, der stolze 80 Seiten zählte, zu meinen Bücherschätzen ins Regal, wo er sich definitiv in guter Gesellschaft befand.</p><p>Und blieb dann trotz des Zuspruchs meiner Eltern mit einem Gefühl der Leere zurück.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Meinen zweiten Roman schrieb ich mit 16.</p><p>200 Seiten, psychologisch weit ausgeklügelter. Die Hauptperson: ein 40-jähriger Deutscher, der täglich zwischen Wohnung, Tiefgarage und Büro pendelt, ohne einmal mit der Außenwelt in Berührung zu kommen. Und der sich dann überraschend auf die Beziehung mit einer überforderten Witwe und Mutter von drei Kindern einlässt.</p><p>Auch dieses Buch fand seinen Weg in den Copyshop und in die Hände meiner Eltern. Außerdem gab ich es meinem Deutschlehrer, der große Stücke auf mich hielt. Ich bat ihn, es zu lesen und mir Feedback zu geben.</p><p>Er nahm sich eine Woche Zeit und gab mir dann einen Brief mit, in dem er sich mit freundlichen Worten einer Bewertung enthielt. Ich solle auf jeden Fall weitermachen, schrieb er.</p><p>Ich konnte sein Bemühen, mich nicht zu kränken, aus den Zeilen überdeutlich heraushören. Und doch war es für mich eine niederschmetternde Kritik. <em>Hätte es ihm gefallen, hätte er es gesagt.</em></p><p>Ich gab das Buch noch einigen wenigen ausgewählten Freunden. Ich erntete Zuspruch. Und fühlte mich trotzdem leer.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ich schrieb lange Zeit nicht mehr.</p><p>Dafür las ich, und kaute gelungene Sätze wie Süßigkeiten.</p><p>Mich faszinierten die Dialoge bei Dostojewski. Ich verschlang “Der Idiot” und “Die Brüder Karamasow”. Dann “Stiller” von Max Frisch. “Siddharta”, “Narziss und Goldmund”, “Das Glasperlenspiel” von Hermann Hesse – alles, was bei meinen Eltern im Bücherregal stand. Ich verstand diese Bücher nicht. Aber das brauchte ich auch nicht. Ich schmeckte ihre Sprache, ihren Klang.</p><p>Zu diesem Zeitpunkt war ich überzeugt, dass Bücher nichts zu sagen haben müssen, solange sie so klingen.</p><p>Ich studierte Literaturwissenschaft.</p><p>Wenn ich auf dem Weg zur Uni oben im Doppeldecker saß, knapp unter den Baumwipfeln blühender Kastanienbäume, und die Straße weit unter mir vorbeiziehen sah, lief in mir ein Tonband aus Beobachtungen und Sätzen, einer schöner als der andere. Es blieben Sätze.</p><p>Am Institut meines Fachbereichs sagte die Sekretärin mit ihrem hinreißenden französischen Akzent, dass sie Prousts Sprache förmlich schmecken könne. Sie genieße jeden einzelnen Satz, lasse ihn sich auf der Zunge zergehen.</p><p>Da wusste ich, dass ich am richtigen Ort bin.</p><p>Doch ich schrieb nicht.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ich schrieb nicht, als ich meinen Mann kennenlernte. Als wir eine Familie gründeten. Als die Kinder kamen. Als ich das Studium abschloss.</p><p>Ich schrieb nicht, denn mein Alltag war keine endlose Weite aus Zeit mehr, wie es in meiner Jugend gewesen war.</p><p>Ich schrieb nicht, weil die Schwangerschaften, Infekte und all das, was es im Leben mit Kindern jeden Tag zu bedenken gab, einen Schleier aus dichtem Nebel durch mein Gehirn gezogen hatten; undurchdringlich für meine Fantasie.</p><p>Ich schrieb nicht, weil ich ahnte, dass mein Schreiben meinen gestiegenen Ansprüchen nicht gerecht werden würde.</p><p>Manchmal saß ich auf dem Fußboden im Kinderzimmer, in einem trüben Teich voller Spielzeug, ein Baby auf dem Schoß, ein Kleinkind direkt neben mir, ein weiteres eine Armlänge von mir entfernt, schloss die Augen und horchte. Es war nicht so, dass ich mein inneres Tonband durch das Kindergeplapper nicht hätte hören können. Doch es lief nicht mehr.</p><p>In mir war es still.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Und dann erreichte mich die Cannabis-Anfrage.</p><p>Nie, niemals hätte die Gourmet-Literatin mit dem ausgehungerten Gaumen, die seit Jahren nichts gelesen hatte als die unzähligen Bachelor- und Masterarbeiten ihres gesamten Freundeskreises, es für möglich gehalten, dass sie ausgerechnet etwas so Profanes zurück zum Schreiben bringen würde: Marketing.</p><p>Doch genau so war es.</p><p>Eine Firma, die CBD-Gras verkaufte, brauchte jemanden für ihre Website-Texte und ihre Social-Media-Accounts. Die perfekte Kandidatin: Eine junge Mutter, die nach einem kurzen Ausflug in StudiVZ Jahre zuvor beschlossen hatte, dass Social Media nichts für sie war.</p><p>Offensichtlich waren wir beide verzweifelt.</p><p>Ich arbeitete an unserem Esstisch, das Macbook umringt von Büchern mit großformatig abgebildeten Hanfblättern darauf – Bücher, die ich nach Feierabend verkehrtherum ins Regal stellte, mit der offenen Seite nach vorne, damit die Titel unsere Gäste nicht verwirrten.</p><p>Vor meinen Kindern konnte ich sie nicht verstecken. <em>Mama, schreibst du wieder über Cannabis?</em> Das neue Wort war erstaunlich schnell in ihren aktiven Wortschatz eingegangen.</p><p>Ich schrieb Rezepte für CBD-Kuchen und CBD-Kekse und CBD-Öl und CBD-Butter und CBD-Kaffee. Ich erklärte, wie man CBD-Gras auf einem Ofenblech decarboxyliert, Hanfpflanzen auf dem Balkon anbaut und welches Hydroponik-Pflanzsystem sich dafür am besten eignete.</p><p>Es war nicht ganz meine Welt. Aber ich <em>schrieb</em>. Endlich wieder.</p><p>Und als dann diverse Kriege, Wirtschaftskrisen und Künstliche Intelligenzen anrollten und ich meinen Job verlor, hatte sich in meinem Hirn bereits die verrostete Kruste in großen Brocken zu lösen begonnen.</p><p>Ich hatte etwas verloren.</p><p>Meinen Dünkel.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Im Marketing lernte ich, dass die wirkungsvollsten Texte einfach sind.</p><p>Wenn ich jetzt schrieb, zaghaft, für mich und eine Handvoll Abonnenten in meinem ersten eigenen kleinen Newsletter, strebte ich nicht nach komplizierter Raffinesse. Sondern nach Selbstausdruck, in einfacher Form, gut verständlich für meine Leser.</p><p>Ich entschlackte meine Sätze. Ich gewöhnte mich ans Redigieren. Ans Löschen, Umstellen und Rausschmeißen.</p><p>Ich schrieb über Bücher. Gab Empfehlungen, teilte meine Gedanken zu Kreativität und Kunst. Ich versuchte mich als Journalistin, schrieb ein paar Artikel für ein Onlineportal. Und fing an, die Geschichten zu entdecken, die sich in den Ritzen des Alltags versteckten, überall, direkt vor meinen Augen. Sie waren wie reife Früchte, die überall wuchsen. An der Bushaltestelle, in der U-Bahn, in der Schlange an der Supermarktkasse. Ich fing an, sie einzusammeln.</p><p>Und dann irgendwann, an einem Tag, der so gewöhnlich war wie ein Tag nur sein konnte, ein Tag, an den ich mich nicht erinnere, den ich mir nicht im Kalender anmalte und über den ich nicht in meinem Tagebuch schrieb – an irgendeinem solchen Tag kam in mir wieder etwas in Gang. Das Tonband im Inneren, es lief wieder.</p><p>Es war das Tonband von früher, doch die Sätze, die ich es sagen hörte, waren aus einem anderen Material gewebt. Sie bestanden nicht mehr nur aus Klang, sie waren gesättigt mit Wirklichkeit.</p><p>Meine erste Kurzgeschichte entstand: <a href="https://www.dropbox.com/scl/fi/ojji592uwhbvsibu4y7fg/Kurzgeschichte-Pizzone-Miriam-Schaan.pdf?rlkey=reu482s0hi76vnf6cgo6vtz3x&amp;st=doxkhzfn&amp;dl=0">In Pizzone darf man nicht hupen</a>. Eine Erzählung über weibliche Wut, geschöpft aus der Tiefe meiner eigenen Erfahrungen.</p><p>Dann die zweite. <a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae">Vergänglicher Ruhm</a>. Über die Träume einer jungen Frau, die mit ihrem religiösen Umfeld kollidieren.</p><p>Ich schickte sie hinaus in die Welt. Und dieses Mal blieb ich nicht allein zurück. Es gab ein Echo, das mich fand. Ein Echo aus vielen unterschiedlichen Stimmen.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Schreiben ist wie in der Mitte auf einer Wippe stehen. An ihren beiden Enden sitzen Kreativität und Handwerk. Meine Aufgabe ist es, die Wippe in Bewegung zu halten.</p><p>Kreativität nach oben: das Schreiben sich frei und ungezügelt entwickeln lassen. Keine Ansprüche. Spielen, probieren, erkunden. Herumblödeln, rumkaspern, übertreiben. Kühn behaupten. Dick auftragen.</p><p>Handwerk nach oben: Struktur lernen, Plot planen, Figuren analysieren. Lesen, lesen, lesen und verstehen, wie die Vorbilder es machen. Feedback einholen, überarbeiten, verfeinern, umstellen. Redigieren, löschen, streichen. Sentimentalitäten beiseiteschieben, Tränen laufenlassen und wegwischen. Üben.</p><p>Dazwischen, als treibende Kraft, ich, mit allem was ich bin, kann, weiß, erlebe, möchte.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Meine Sprache soll fließen wie Wasser. Mühelos, wie ein Bach dahinplätschert.</p><p>Damit sie das kann, arbeite ich an meinem Handwerk, Tag für Tag.</p><p>Denn ich möchte so gut werden wie Joan Didion. Mindestens. <a href="https://creativelessons.substack.com/p/the-next-joan-didion">Darüber habe ich ja bereits geschrieben.</a></p><p></p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>✍️ Wer hier schreibt</h3><p>👩🏻‍🦱 Hi, ich bin <strong>Miriam Schaan. Autorin</strong>, studierte <strong>Literaturwissenschaftlerin</strong> und zertifizierte <strong>Schreibpädagogin</strong>. Im <strong>women &amp; arts Newsletter</strong> teile ich persönliche Essays und Einblicke in meine Arbeit als Autorin.</p><p>Du wünschst dir <strong>Unterstützung</strong> für dein Schreiben?</p><ul><li><p>In der <a href="https://www.miriamschaan.de/schreibcoaching-und-kurse/textsprechstunde/"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Textsprechstunde</mark></a> erhältst du von mir <strong>persönliches Feedback</strong> auf einen ausgewählten Text. Ich nehme mir Zeit für dich, deinen Text und alles, was dich rund ums Schreiben bewegt.</p></li><li><p>Im <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">1:1 Schreibcoaching</mark></a> begleite ich dich und deine Texte <strong>3 Monate lang</strong> intensiv. Wir treffen uns in <strong>regelmäßigen Online-Calls</strong>, du schickst mir deine Texte und erhältst detailliertes <strong>Feedback</strong>. Dazu gibt es gezielte <strong>Schreibübungen</strong> für dich und unbegrenzten <strong>E-Mail-Support</strong> für all deine Fragen, die zwischen unseren Treffen auftauchen.</p></li></ul><p>✏️ <a href="https://www.miriamschaan.de/schreibcoaching-und-kurse/">Sieh dir hier meine Angebote an.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>💕 Du liest women &amp; arts gerne?</strong></h3><p>Dann unterstütze mein Schreiben mit einer<mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about?utm_source=steady_discover"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">bezahlten Mitgliedschaft</mark></a> und tritt der <strong>women &amp; arts Community</strong> bei. Du erhältst dafür</p><ul><li><p>Zugang zu <strong>Kurzgeschichten und Gedichten</strong>, die ich nicht öffentlich teile</p></li><li><p>Einblicke in meine<strong> Arbeit hinter den Kulissen</strong>: Statusberichte, Werkstattnotizen, unfertige Zwischengedanken</p></li><li><p>kostenlose <strong>Teilnahme an Onlinetreffen</strong>: Lesungen, Buchvorstellungen, kreative Austauschabende – was uns alles einfällt.</p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h4><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 08:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[🚨 Aufruf für Beiträge: "Über mein Schreiben"]]></title>
      <description><![CDATA[Schreib einen Text über dein Schreiben – und werde Teil unseres inoffiziellen Schreib-Sammelbandes. Nur bis zum 30.6.26❗️]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p><em>Du kannst bis zum 30.6.26 am Schreibaufruf “Über mein Schreiben” teilnehmen. Alle Infos dazu findest du weiter unten.</em></p><h2>Mein Schreibtisch, aber keine Aussicht</h2><p>Ich weiß nicht mehr, wer mir “Schreibtisch mit Aussicht” empfohlen hat. Das schmale Bändchen, das Beiträge von 24 Autorinnen versammelt, die über ihr Schreiben schreiben. Darüber, wie sie das mit dem Schreiben im Alltag machen. Wie sie auf Ideen kommen. Was es ihnen bedeutet. Und welche Probleme es ihnen einhandelt.</p><p>Ich weiß aber noch genau, was ich beim ersten Lesen fühlte – weil es das ist, was ich immer noch fühle, auch heute noch, wenn ich zum x-ten Mal durch die Einträge blättere.</p><p>Neid.</p><p>Handfester, bodenloser Neid.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/200349d6-c26c-4a8f-9358-7f90816a71b7/uploads/images/x5lp3iyq7m/IMG_1814.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Daher habe ich die Idee: “Schreibtisch mit Aussicht” ist ein Lesegenuss. Doch jetzt ist es Zeit für einen eigenen inoffiziellen Sammelband – für alle, die sonst nie gefragt werden.</figcaption></figure><p>Von 24 Frauen zu lesen, die alltäglich schreiben und zu deren Alltag es gehört, veröffentlicht und gehört werden, das trifft etwas in mir. Einen schmerzhaften, wunden Punkt.</p><p>Ja, auch ich schreibe täglich. Und ich kenne so viele der alltäglichen Fallstricke, von denen die Schriftstellerinnen erzählen.</p><p>Wenn Anne Tyler aufzählt, wie sich die Osterferien der Kinder, ein Besuch beim Tierarzt, die Notwendigkeit das Bad zu putzen und der Besuch des Reparaturdienstes der Spülmaschine sich zwischen sie und die Arbeit an ihrem Roman schieben.</p><p>Wenn Katharina Hagena schildert, wie sie mit den Füßen im Planschbecken vor ihrem Haus stand, das Baby auf dem Arm, und heulte, weil drinnen ihr Mann Besuch von einer Lektorin hatte. Er – und nicht sie.</p><p>Wenn Leïla Slimani darüber schreibt, dass ihr erster Roman, der nie veröffentlicht wurde, so schlecht war, dass sie sich heute dafür schämt. Und sie sich dann an die Arbeit machte und einen besseren schrieb.</p><p>Dann ist das einerseits tröstlich. Sehr tröstlich.</p><p>Diese Frauen sind Menschen. Sie sind Partnerinnen, Freundinnen, Mütter vielleicht. Niemand von ihnen kann zaubern. Sie alle setzen sich Tag für Tag hin und machen ihre Arbeit.</p><p>Aber.</p><p>(Und das ist ein Aber, das mein Neid ausspricht.)</p><p>Aber: Diese Frauen wurden gefragt, ob sie einen Text für einen Sammelband über das Schreiben beitragen wollen. Diese Frauen werden veröffentlicht. Die Welt interessiert sich für sie.</p><p>Ja, sie schreiben wie ich. Aber niemand interessiert sich dafür, wie mein Schreibtisch aussieht.</p><figure><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fsubstackcdn.com%2Fimage%2Ffetch%2F%24s_%21NU10%21%2Cw_1456%2Cc_limit%2Cf_auto%2Cq_auto%3Agood%2Cfl_progressive%3Asteep%2Fhttps%253A%252F%252Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%252Fpublic%252Fimages%252F59f30be5-5d30-42bb-a68e-70a8098153be_2314x2314.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=0545d2d97b7f6b9d51253d1520bd9988" alt="Selfie. Miriam schaut in die Kamera und hält ihre Finger wie ein L geformt über ihrer Stirn."/><figcaption>Dieses Bild habe ich gepostet, als ich mit meiner Kurzgeschichte bei einem Stipendium abgelehnt wurde. Die Geschichte danach auf eigene Faust in meinem Newsletter zu veröffentlichen, war befreiend.</figcaption></figure><h3>Den Neid umdrehen: in Tatkraft</h3><p>Es ist Neid, kein schönes Gefühl. Die Zeiten allerdings, in denen ich mich für meinen Neid schämte, sind vorbei. Ich habe angefangen, ihn als Kompass zu betrachten. Mein Neid ist keine Aussage darüber, ob ich jemandem seinen Erfolg gönne.</p><p>Mein Neid ist allerdings eine Aussage darüber, was ich mir für mich wünsche und nicht habe.</p><p><em>Ich wünsche mir, mit meinem Schreiben wahrgenommen zu werden.</em></p><p><em>Ich wünsche mir, dass das, was ich mit meinem Schreiben erlebe, bei anderen Menschen auf Interesse stößt.</em></p><p>Nicht jeden Wunsch können wir uns einfach erfüllen. Ich kann mir keine Veröffentlichung herbeiwünschen und den deutschen Feuilleton zwingen, mich zu beachten.</p><p>(Und auch dieser Satz hat ein Aber. Ein Aber mit echten Muskeln.)</p><p>ABER: Ich kann mich heute bereits auf den Weg machen und mir Teile dieser Wünsche selbst erfüllen.</p><p>Will heißen: Ich muss nicht darauf warten, dass mir der Wind, ein gnädiges Schicksal oder eine gute Fee das in den Schoß legt, was ich mir wünsche. Ich kann heute selbst auf meine Wünsche zugehen, mit nicht zu bescheidenen und umso entschlosseneren Schritten.</p><h2>🚨 Dein Beitrag zu unserem eigenen Sammelband</h2><p>Und so ist die folgende Idee entstanden:</p><p>Wenn mich niemand fragt, ob ich einen Beitrag “Über mein Schreiben” zu einem Sammelband beitragen möchte, dann mache ich das eben selbst.</p><p>Und ich lade dich ein, das ebenfalls zu tun.</p><h3>Die Aufgabe für unseren Schreib-Sammelband</h3><p>Die Aufgabe lautet: Schreibe einen Beitrag zum Thema “Über mein Schreiben”.</p><p>An folgenden Fragen kannst du dich dabei orientieren (musst du aber nicht):</p><ul><li><p>Warum schreibst du?</p></li><li><p>Wie schreibst du?</p></li><li><p>Wie sieht das Schreiben in deinem Alltag aus?</p></li><li><p>Was ist dir beim Schreiben wichtig?</p></li><li><p>Wie bist du zum Schreiben gekommen?</p></li><li><p>Wer oder was inspiriert dein Schreiben?</p></li><li><p>Auf welche Schwierigkeiten stößt du beim Schreiben?</p></li><li><p>Was bringt dich zum Schreiben?</p></li><li><p>…</p></li></ul><p>Vielleicht pickst du dir, damit der Beitrag nicht zu lang wird, drei Fragen heraus. Oder du schreibst, wie dir der Schnabel gewachsen ist. Ganz wie du willst.</p><h3>So kannst du teilnehmen</h3><p>Prinzipiell kann jede und jeder mitmachen: Du schreibst und hast Lust, etwas darüber zu schreiben? Dann ist dein Beitrag herzlich willkommen! Egal, wo du mit deinem Schreiben aktuell stehst: Ob du bereits veröffentlicht hast oder nicht. Ob du bereits berühmt oder noch blutiger Anfänger bist. Alle Erfahrungen sind willkommen.</p><p><strong>Du kannst mit deinem Beitrag bis zum 30.6.2026 teilnehmen.</strong></p><p>Und so läuft das ab:</p><ul><li><p>Schreibe deinen <strong>Beitrag zum Thema “Über mein Schreiben”</strong> und veröffentliche ihn auf deinem Blog / Newsletter / auf deiner Substack-Seite.</p></li><li><p>Gib deinem Beitrag eine interessante <strong>Überschrift</strong> und schreibe einen kurzen(!) <strong>Teasertext</strong> dazu, etwa 1-2 Sätze. Verwende in diesem Teasertext auch deinen Namen/Künstlernamen und schreibe in der 3.Person. Etwa so: XY schreibt darüber, ob… (gerne etwas kreativer natürlich!).</p></li><li><p><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit">Schicke mir den </mark><strong><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit">Link zu deinem Beitrag und den Teasertext bis zum 30.6.2026 per Mail</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit"> an mich</mark>: <a href="mailto:mail@miriamschaan.de">mail@miriamschaan.de</a> (Ich werde nur Beiträge bzw. Links beachten, die mich per Mail erreichen – alles andere ist mir zu unübersichtlich.)</p></li><li><p>Jetzt heißt es: abwarten. In den ersten Julitagen bastle ich aus den eingereichten Links und Teasertexten einen neuen Artikel, der alle Beiträge übersichtlich versammelt – <strong>unseren selbstgebauten Schreib-Sammelband</strong>. Diesen Artikel verschicke ich über meinen Newsletter.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/newsletter/sign_up">Noch nicht dabei? 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Je mehr mitmachen, desto bunter und vielfältiger wird das Ergebnis!</p><p>Ich setze mich nun gleich an meinen eigenen Beitrag… und du solltest das auch tun 😜</p><p>Wir lesen uns!</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>✍️ Wer hier schreibt</h2><p>👩🏻‍🦱 Hi, ich bin <strong>Miriam. Autorin</strong>, studierte <strong>Literaturwissenschaftlerin</strong> und zertifizierte <strong>Schreibpädagogin</strong>. Im <strong>women &amp; arts Newsletter</strong> teile ich persönliche Essays und Einblicke in meine Arbeit als Autorin.</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">✏️ Du wünschst dir </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Unterstützung</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> für dein Schreiben?</mark> Im <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><strong>1:1 Schreibcoaching</strong></a> bekommt dein Schreiben endlich Rückenwind. <mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Ich begleite dich </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">3 Monate</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> lang</mark> mit meinem Know-How, detailliertem Textfeedback und gezielten Übungen, die dich voranbringen. 👉 <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Sieh dir hier mein Angebot an!</mark></strong></a></p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>💕 Du liest women &amp; arts gerne?</strong></h3><p>Dann unterstütze mein Schreiben mit einer<mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about?utm_source=steady_discover"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">bezahlten Mitgliedschaft</mark></a> und tritt der <strong>women &amp; arts Community</strong> bei. Du erhältst dafür</p><ul><li><p>Zugang zu <strong>Kurzgeschichten und Gedichten</strong>, die ich nicht öffentlich teile</p></li><li><p>Einblicke in meine<strong> Arbeit hinter den Kulissen</strong>: Statusberichte, Werkstattnotizen, unfertige Zwischengedanken</p></li><li><p>kostenlose <strong>Teilnahme an Onlinetreffen</strong>: Lesungen, Buchvorstellungen, kreative Austauschabende – was uns alles einfällt.</p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h4><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[The next Joan Didion]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe ein neues Ziel. Ein bescheidenes, wie du es von mir kennst 😜]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Ich möchte Joan Didion sein.</p><p>Nein, präziser: Ich möchte das für den deutschsprachigen Raum werden, was Joan Didion für die USA war.</p><p>Du kennst mich unbescheiden. (Falls noch nicht: JETZT kennst du mich so.)</p><p>Für diejenigen unter euch, die Joan Didion nicht kennen: Joan Didion ist eine der berühmtesten Essayistinnen der USA.</p><p>Sie ist inzwischen gestorben, aber berühmt ist sie noch immer.</p><p>Schriftstellerin, Essayistin, Drehbuchautorin, Journalistin. Am Ende ihres Lebens weit über die USA hinaus bekannt. Und weit über den englischsprachigen Raum.</p><p>Ich war in den letzten Wochen wieder viel krank. Ich habe eine chronische Stoffwechselstörung, habe ich das je erzählt? Ich weiß es selbst noch nicht so lang. Diese Stoffwechselstörung bewirkt vor allem, dass ich sehr anfällig für Infekte bin. Und wenn mich einer erst erwischt hat, dann dauert es Wochen bis Monate, bis ich wieder auf den Beinen bin.</p><p>Ich habe gerade wieder eine solche Phase hinter mir. Und ich weiß noch nicht genau, ob sie wirklich vorbei ist.</p><p>In diesen Phasen, von denen ich in den vergangenen zwölf Jahren mehr als genug hatte, verbringe ich überdurchschnittlich viel Zeit im Bett. Wo ich mich zu Tode langweile.</p><p>(<em>Honestly</em>, ich kann die beigefarbenen Vorhänge in meinem Schlafzimmer nicht mehr sehen. Und die schwarzen kleinen Flecken darauf, die der Fensterrahmen auf ihnen hinterlassen hat und die einfach kein Muster ergeben wollen. Farbkontraste sind wichtig, gerade wenn man krank ist. Aber sie müssen vor allem ästhetisch sein. Innenarchitektonischer Einschub Ende.)</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/28b3242f-9978-4992-a990-adc9a38a39fa/uploads/images/jzfaxhgt3d/IMG_1810.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Cover des Essaybandes &quot;Was ich meine&quot; von Joan Didion"/><figcaption>Wie eine Schachtel Pralinen: Jeden Morgen gönne ich mir eine. Also... einen. Einen Essay von Joan Didion. Nährender als jedes Frühstück.</figcaption></figure><p>Denn das ist der Punkt: Während der Körper zu schwach ist, um auf den Beinen zu bleiben, bleibt mein Kopf so willensstark wie eh und je. Das Gehirn ist benebelt, aber die Lust am Schaffen und Tun ist ungebremst.</p><p>In diesen Phasen also schaue ich Dokumentationen, wenn Lesen nicht geht. Meisten auf arte. Dieses Mal war es die Netflix-Doku <em>Die Mitte wird nicht halten</em>.</p><p>Eine Doku über Joan Didion.</p><p>Ich bin Joan Didion schon einmal begegnet, aber ich habe es vergessen.</p><p>Bzw. ich habe es nicht vergessen; ich habe es nur nicht einordnen können.</p><p>Kennst du das, wenn du mit Inhalten in Berührung kommst, diese aber zu isoliert für sich stehen und du mit ihnen darum nichts anfangen kannst? Und erst dann, wenn du sie in einen Kontext einbetten kannst, bekommen sie einen Sinn?</p><p>Ich bin mit Joan Didion in Berührung gekommen, als ich <em>Schreibtisch mit Aussicht. Schriftstellerinnen über ihr Schreiben</em> las. In diesem Sammelband ist ein Essay von Joan Didion abgedruckt, der Essay <em>Why I Write</em>. Ich habe den Essay gelesen, so wie ich alle Essays in dem Band gelesen habe. Aufmerksam, neugierig, genussvoll. Aber ich habe nicht verstanden, wer Joan Didion eigentlich war (auch wenn mir der Name schon geläufig war).</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/28b3242f-9978-4992-a990-adc9a38a39fa/uploads/images/kshd25k3iy/IMG_1815.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Aufgeschlagene Seiten, Blick ins Buch: Man sieht die Überschrift des Essays &quot;Why I Write&quot; von Joan Didion."/><figcaption>Schreiben bedeutet Ich sagen. Noch so ein Gedanke, über den ich einen ganzen Essay schreiben könnte. Mach ich auch. Bald, bestimmt.</figcaption></figure><p>Jetzt, nach der Doku, habe ich den Essay erneut gelesen; und mit ganz anderen Augen.</p><p>Es ist, als würde man eine Person, mit der man vorher nur E-Mail-Kontakt hatte, plötzlich persönlich treffen. Live, <em>in echt</em> und in Farbe.</p><p>Die geschriebenen Wörter bekommen einen anderen Ton, weil ich aus ihnen plötzlich die Stimmlage der Autorin hören kann. Das Wissen über ihre Herkunft, Zeiten und Orte, an denen sie sich aufhielt.</p><p>All das schärft meinen Blick für den vor mir liegenden Text. Es ist plötzlich nicht mehr <em>irgendein</em> Text, losgelöst vom Äther. Sondern ein Text, der in einem Kontext steht, eingebettet in eine Zeit, Orte und eine Biographie.</p><p>(Im Literaturwissenschaftsstudium haben wir viel über den <em>Tod des Autors</em> gesprochen. Darüber, dass Texte losgelöst von ihren Verfassern zu betrachten seien. Nur der Text sei der Text. Das ist natürlich eine mögliche Lesart, die den Vorteil hat, dass man mit ihr der Versuchung entgeht, so absurde Sätze zu schreiben wie “Der Autor wollte damit sagen…” – unsägliche Sätze, die wir in der Schule fleißig lernten und die unsere Uni-Dozenten uns über mehrere Semester gewaltsam austreiben mussten, wofür ich heute dankbar bin.</p><p>Aber inzwischen sehe ich diese Tod-des-Autors-Haltung eher als intellektuelle Spielerei. Es ist schick, Kunst als etwas an sich Geschlossenes und Vollkommenes zu sehen; und sicher kann man aus einem Text auch wahnsinnig viel ziehen, wenn man ihn isoliert betrachtet. Doch am Ende macht es doch einen gewaltigen Unterschied, ob man weiß, dass ein Text im Russland des Großen Terrors 1937 geschrieben wurde; oder unter der Herrschaft Napoleons oder von einer jungen Frau aus Kalifornien in den 1960er Jahren.)</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Which leads me back to Joan Didion.</em></p><blockquote><p>Denn ich schreibe lediglich, um herauszufinden, was ich denke, was ich anschaue, was ich sehe und was es bedeutet. Was ich will und wovor ich mich fürchte.</p></blockquote><p>Schreibt Joan Didion in <em>Why I Write</em>.</p><p>Und weiter heißt es:</p><blockquote><p>Warum kamen mir die Ölraffinerien an der Carquinez Strait im Sommer 1956 so unheimlich vor? Warum brennen in meinem Kopf seit zwanzig Jahren die Nachtlichter des Bevatron? <strong>Was passiert auf den Bildern in meinem Kopf?</strong></p></blockquote><p>Im Schreiben von Joan Didion geht es um Bilder. Um Bilder, die Fragen auslösen. Fragen, die drängen.</p><p>Ein Bild kann eine Beobachtung sein. Ein Gefühl, das sich einstellt. Eine Aussicht. Eine Konstellation. Eine Situation.</p><p>Nur eines ist ein Bild nicht: abstrakt.</p><p>Ein Bild ist kein Gedankenkonstrukt. Keine intellektuelle Annäherung an einen theoretischen Begriff.</p><p>Ein Bild hat immer mit der Persönlichkeit des Betrachters zu tun, dessen Sichtweise das Bild unweigerlich prägt; genau wie der Winkel, in dem eine Kamera eingestellt ist, maßgeblich darüber entscheidet, wie das Foto am Ende wirkt.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/28b3242f-9978-4992-a990-adc9a38a39fa/uploads/images/yx2o6f6b65/IMG_1814.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Vorne auf dem Tisch liegt das Buch &quot;Schreibtisch mit Aussicht&quot;. Von dort aus blickt man über den gesamten Tisch. Weiter hinten, verschwommen, steht der Laptop und ein Krug mit Wasser."/><figcaption>Der Blickwinkel ist entscheidend. Oder sollte ich sagen: die Aussicht?</figcaption></figure><p>Joan Didion verstand sich als Beobachterin von Bildern, deren Aufgabe es war, diese in Sprache zu übersetzen. So präzise wie möglich.</p><blockquote><p>Grammatik ist ein Klavier, das ich nach Gehör spiele, weil ich in der Schule offenbar gefehlt habe, als die Regeln erklärt wurden. Alles, was ich über Grammatik weiß, ist, dass sie unendliche Macht besitzt. <strong>Die Struktur eines Satzes zu verschieben heißt, die Bedeutung zu verschieben, so kategorisch und radikal, wie die Kameraposition die Bedeutung des fotografierten Objekts verändert.</strong> Mit Kamerawinkeln kennt sich heute jeder aus, aber mit Sätzen nur wenige. Es kommt auf die Anordnung der Wörter an, und die richtige Anordnung gibt das Bild vor, das man im Kopf hat. <strong>Das Bild diktiert die Anordnung.</strong></p><p></p><p>(Hervorhebung von mir)</p></blockquote><p>Wenn ich davon spreche, Joan Didion sein oder werden zu wollen, dann ist es neben ihrer offensichtlichen Berühmtheit genau das, was ich möchte: diesen bildlichen Zugang zu Sprache zu bekommen wie sie ihn hatte.</p><p>Das heißt: In Bildern zu erzählen, nicht in Abstraktionen.</p><p>Von Erfahrungen auszugehen, nicht von Gedankenkonstrukten.</p><p>Das ist es, wohin ich mein Schreiben entwickeln will.</p><hr aria-hidden="true"/><p>In der Netflix-Doku ist Joan Didion bereits als sehr alte Frau zu sehen. Wenn sie spricht, fuchteln ihre Hände unkontrolliert in der Luft herum; ich schätze: Parkinson.</p><p>Sie spricht über ihre Texte, ihr Schreiben. Über ihren Mann, ihre Tochter. Und wie sie beide im Verlauf eines Jahres verlor. Und wie sie darüber schrieb.</p><p>Und da verstand ich etwas: Joan Didion zu sein, bewahrt einen nicht davor, ein echtes Leben leben zu müssen. Ein Leben mit Trauer und Verlust, Krankheit und Leid. Ein Leben, das sich jeden Tag im Alltag entfaltet, so wie es Annie Dillard schreibt: <em>Wie du deinen Tag verbringst, ist, wie du dein Leben verbringst.</em></p><p>Mit Krankheit kenne ich mich aus, Tod und Trauer haben mich bislang nur berührt, nicht umgehauen. Doch ich weiß, dass sie auf mich warten, unweigerlich. Ob ich nun Joan Didion werde oder nicht.</p><p>Und das ist genau der Punkt: Sie warten auch dann auf mich, wenn ich <em>nicht</em> Joan Didion werde.</p><p>Sie warten auch dann auf mich, wenn ich <em>nicht</em> das tue, was ich liebe.</p><p>Also verbringe ich meinen Tag, mein Leben doch lieber mit dem, was ich liebe: mit Schreiben. So genial wie Joan Didion. So erfolgreich, klar – <em>mindestens</em>. Aber als ich selbst.</p><p>Dieser <em>Essay</em> ist nicht der erste Schritt dorthin, aber ein wichtiger weiterer. Mehr wird folgen, wie du es von mir kennst. Ich freu mich drauf! Du dich auch?</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Nachweise</h3><ul><li><p>zur Netflix-Doku: <a href="https://www.netflix.com/de/title/80117454">Joan Didion. Die Mitte wird nicht halten</a>.</p></li><li><p>zum Essayband: <a href="https://www.ullstein.de/werke/was-ich-meine/hardcover/9783550201813">Was ich meine</a> von Joan Didion</p></li><li><p>zum Sammelband: <a href="https://www.keinundaber.ch/buecher/schreibtisch-mit-aussicht/">Schreibtisch mit Aussicht</a>, herausgegeben von Ilka Piepgras</p></li><li><p>die markierten Zitate von Joan Didion stammen alle aus dem angegebenen Sammelband</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h3>Du liest diesen Newsletter gerne und möchtest meine Arbeit unterstützen?</h3><p>Schau mir beim Joan-Didion-Werden über die Schulter! Und unterstütze mein Schreiben mit einer bezahlten Mitgliedschaft.</p><p>Dafür erhältst du Zugang zum &quot;diary of a writing woman&quot;: Hier teile ich mit dir Einblicke in meine Arbeit hinter den Kulissen. Das können Werkstattnotizen, Textentwürfe, kleine Gedichte und Zwischengedanken sein.</p><p>Und du erhältst je nach Paket kostenlosen Zugang zu Veranstaltungen, die ich anbiete: Das können lockere Austauschabende, Offene-Werkstatt-Gespräche, Lesungen oder Buchvorstellungen sein – alles, was uns verbindet und uns ins Gespräch bringt.</p><p>Ich freue mich, wenn du dazukommst!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wenn dein Umfeld skeptisch schweigt]]></title>
      <description><![CDATA[Über die Einsamkeit, einen neuen Weg zu gehen + ein wirksames Mittel dagegen]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Nicht-mehr-allein-sein beginnt mit Sichtbarkeit</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Letzte Woche lag ich krank im Bett und verbrachte außergewöhnlich viel Zeit auf <em>Substack</em>. Dort begegnete mir folgendes Zitat:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/893a543f-4898-4ca9-b291-2166011fd92d/uploads/images/g3hxy4ldsp/IMG_1695.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich habe keine Ahnung, aus welchem Text dieser Auszug stammt, noch wer ihn ursprünglich geschrieben hat. Aber ich musste augenblicklich innehalten.</p><p>Für mich geht es hier im Kern um Sichtbarkeit: Um die Möglichkeit, sich so zu zeigen und auszudrücken, wie man wirklich ist. Es geht um ehrlichen Austausch, um die Möglichkeit, über innerste Wahrheiten zu sprechen – und darum, dass man Menschen braucht, die damit umgehen können. Menschen, die zuhören, statt das Thema zu wechseln. Die nachfragen, statt zu verurteilen. Menschen, die Neugier zeigen statt Ablehnung. Menschen, die sich ebenfalls öffnen.</p><p>Das ist nicht nur im privaten Bereich wichtig. Sondern gerade dann, wenn wir etwas wagen, was andere normalerweise nicht tun: Wenn wir anfangen, unserer Kreativität zu folgen; wenn wir dieser verrückten Job-Idee nachgehen, einfach weil sie uns begeistert, wenn wir ein aufregendes neues Hobby verfolgen, wenn wir eine neue Facette in uns auftun, die uns sonst keiner zugetraut hätte.</p><p>Kurz: Wenn wir dem, was in uns ist, wirklich folgen.</p><p>Seinem Inneren zu folgen und es nach außen sichtbar zu machen, kann ein sehr schmerzhafter, einsamer Prozess sein. Weil das Umfeld uns für unser altes Ich kennt – egal wie angepasst und weit entfernt von unserem wahren Ich dieses offizielle Außen-Ich auch war.</p><p>Diesem alten Umfeld das vermeintlich neue Ich zu erklären (das ja eigentlich schon immer da, nur überdeckt war), ist ermüdend – vor allem, wenn diese Menschen dich ihre Skepsis über deinen neuen Weg spüren lassen. <em>Das kann nicht dein Ernst sein. Das ist sicher nur eine Phase. Irgendwann kriegst du dich wieder ein.</em></p><h2>Für alle, die sich nicht wieder einkriegen wollen:</h2><p>Darum ist mir hier der Community-Gedanke so wichtig: Ich möchte einen Ort schaffen, an dem du weißt, dass du nicht allein unterwegs bist.</p><p>Wenn du dich entschieden hast, deinen eigenen Weg zu gehen, dann weißt du, welche Schwierigkeiten damit verbunden sind. Du kennst die Selbstzweifel und die alten Stimmen in deinem Kopf, die dich zurück ins angepasste, unsichtbare Ich drängen wollen. Weil das für dein Umfeld viel bequemer war.</p><p>Doch es gibt ein wirksames Gegenmittel: andere Menschen, die dich wirklich unterstützen. Andere Menschen, die den gleichen Weg gehen wie du – auf ihre individuelle Weise.</p><p>Und wenn du Lust hast, solche Menschen zu treffen, dann teile ich hier meinen letzter Aufruf für unseren</p><h2>Austauschabend für Kreative – und alle, die es gerne wären 😊</h2><p>Lisa Kohl und ich richten einen besonderen Abend für die kreativen Köpfe unter euch aus:</p><p><strong>Am Donnerstag, den 30.4. um 19.15 Uhr</strong> wollen wir mit euch über kreatives Schaffen, Sichtbarkeit und finanzielles Auskommen sprechen.</p><p><strong>Bis Donnerstag um 10 Uhr nehme ich noch Anmeldungen entgegen, danach ist Schluss: da verschicke ich dann die Links.</strong></p><p>Es geht uns dabei um einen offenen, ehrlichen Austausch. Wie findet man als Kreative das eigene Publikum? Welche Möglichkeiten haben wir, uns sichtbar zu machen?</p><p>Wir wollen insbesondere auch über Mitgliedschaftsmodelle wie Patreon oder Steady sprechen und über Wege, sich auch abseits der ausgetretenen Pfade (Verlage etc.) mit seinem Schreiben (oder Malen, Singen, Tanzen, <em>whatever</em>) zu zeigen.</p><p>Denn eines ist sicher: Wir wollen unsere Kreativität nicht davon abhängig machen, ob uns Verlage wählen oder nicht. Wir wollen unsere Bücher nicht in den Schubladen verschimmeln lassen, nur weil sie als nicht verkaufbar gelten.</p><p>Was wir stattdessen wollen: Uns miteinander verbinden, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam nach Wegen suchen, uns mit unserer Kunst in die Welt zu bringen.</p><p>Neugierig und in irgendeiner Weise kreativ unterwegs? (Oder noch nicht wirklich unterwegs, aber mit einem starken Wunsch dazu? Auch gut!) Komm dazu!</p><p>Der Abend ist kostenlos. Anmeldung einfach per Mail an mich, dann setze ich dich auf die Liste. Den Link zum Abend verschicke ich dann kurz vorher per Mail.</p><p><strong>Bis Donnerstag um 10 Uhr nehme ich noch Anmeldungen entgegen, danach verschicke ich die Links.</strong></p><p><strong>Tag: 30.4.26 (Do)</strong></p><p><strong>Uhrzeit: 19.15 Uhr</strong></p><p><strong>Ort: online</strong></p><p><a href="mailto:mail@miriamschaan.de">Ich bin dabei!</a></p><p>Ich wünsche dir nichts mehr als dass du Menschen findest, die deinen Weg wirklich unterstützen. Wenn wir nicht mehr allein unterwegs sind, wird alles leichter. So viel leichter.</p><p>Sehen wir uns?</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/893a543f-4898-4ca9-b291-2166011fd92d/teaser_image/1777298732?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 28 Apr 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sichtbarkeit ist scary]]></title>
      <description><![CDATA[Warum es so schwer ist, sich wirklich zu zeigen – und es sich trotzdem lohnt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Sichtbarkeit ist scary – und schön</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Sichtbarkeit ist scary.</p><p>Wer sich mit seinem Gesicht, seiner Stimme, seiner Geschichte nach draußen wagt, macht sich angreifbar, verletzlich.</p><p>Das ist für Menschen, die das nie gemacht haben, schwer verständlich. Es ist leicht, vom heimischen Sessel aus die Menschen da draußen zu beurteilen. Aber wer versucht, auf Instagram sein erstes Reel zu drehen, versteht sofort, was das wirklich bedeutet: sich zu zeigen.</p><h2>Öffentlich sprechen – mit und ohne Skript</h2><p>Umso krasser ist die Angelegenheit, wenn wir in unserem eigenen Namen sprechen. Wenn hinter dir keine Institution steht, keine Firma, keine Gruppe von Menschen mit einem beeindruckenden Namen.</p><p>Ich habe in meiner Kirchenzeit oft vorne gestanden, am Pult. Habe Vorträge gehalten, von meinen Erfahrungen erzählt. Ich tat das mit nur wenig Herzklopfen, ich habe mich in dieser Position wohlgefühlt.</p><p>Ich habe die Bühne schon damals geliebt.</p><p>(Und deshalb hat mich der Satz “Die, die wollen, wollen wir nicht”, der im Zentrum meiner Kurzgeschichte <a href="https://sesmails.steadyhq.com/CL0/https:%2F%2Fsteady.page%2Fde%2Fwomenandarts%2Fposts%2F2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae/2/0107019d2fe9d3d9-1559c191-3e59-4f96-b893-a1a4eacbcac8-000000/v7Zu0i0OeuNOdK73trFIXSlNCpAAqugyNIoiVDD_nTs=252"><em>Vergänglicher Ruhm</em></a> steht, umso härter getroffen.)</p><p>Ich schätze die Erfahrungen, die ich auf dieser Bühne sammeln konnte. Seit ich 14 war, stand ich regelmäßig – etwa alle zwei Wochen – vor Publikum und habe gesprochen, frei, mit eigenen Worten.</p><p>Was ich dabei alles gelernt habe, wird mir erst heute so richtig klar.</p><p>Doch auch, wenn ich in diesen Jahren gelernt habe, frei und spontan zu sprechen, gab es hinter mir immer ein größeres Skript, in das sich meine Rede einfügte. Es ging nicht um das, was ich wirklich dachte, fühlte, erkannte, wahrnahm. Sondern darum, eine vorgefertigte Wahrheit zu verkünden: <em>Gottes Wort</em>, wie es genannt wurde.</p><p>Das gab mir beim Sprechen Ruhe und Sicherheit. Ich wusste um das Skript, ich wusste um die Inhalte, ich wusste um die richtige Art und Weise.</p><p>Ich trat ans Pult und tat unvermeidlich das Richtige.</p><p>[<em>dramatische Pause</em>]</p><p>Bis ich mir anmaßte, in meinem eigenen Namen zu sprechen.</p><p>Über das, was <em>ich</em> denke, sehe, fühle.</p><h3>Das Gewicht von Eigenverantwortung</h3><p>Seit ich begonnen habe, über meine Erfahrungen zu sprechen, ist mir der Boden unter den Füßen weggebrochen. Die gute sichere Wahrheit, an die ich mich mein Leben lang gehalten habe, gab es nicht mehr.</p><p>Ich gebe zu, dass ich sie ab und an vermisse.</p><p>Das Gefängnis, das ich für diese Wahrheit akzeptieren musste, vermisse ich allerdings nicht.</p><p>Jeden Schritt, den ich gehe, muss ich nun selbst verantworten. Es gibt kein Skript, keine Institution, kein Anspruch auf ein höheres Wesen, das meine Sichtweise approbiert. Es gibt nur mich, meine Sicht, meine Erfahrung und all das, was ich durch Austausch mit anderen aufsauge.</p><p><em>Das</em> macht Sichtbarkeit so scary.</p><p>Es ist das volle Gewicht der Verantwortung für jedes einzelne öffentlich gesprochene Wort.</p><h3>Und jetzt kommt’s:</h3><p>Trotz dieses Gewichts habe ich entschieden, diese Verantwortung leicht zu nehmen.</p><p>Ihr glaubt nicht, wieviel <em>Scheiß</em> mir in den vergangenen Jahren erzählt worden ist. Mit Rückendeckung einer mächtigen Institution, die jahrtausendelang Zeit hatte, ihre Inhalte auf solide Füße zu stellen. Hat sie aber nicht. (Liegt vielleicht daran, dass Frauen an diesen Inhalten nicht mitarbeiten durften? Kleiner Seitenhieb –)</p><p>Ich spüre also das Gewicht der Verantwortung auf meinen Schultern – aber ich lasse mich davon nicht erdrücken.</p><p>Ich spreche in meinen Texten wahrheitsgemäß von meinen Erfahrungen, meinen Eindrücken, meinen Gedanken. Einige werden sich über die Zeit verändern, andere nicht.</p><p>Ich stelle keine Doktrin für jahrtausendewährende Gültigkeit auf, bemühe nicht die Entstehung des Abendlands oder die mütterliche Ursuppe, um meine Position zu rechtfertigen.</p><p>Ich spreche. PUNKT.</p><p>Von dem Punkt aus, an dem ich gerade stehe.</p><p>(Scheint für manche schlimm genug zu sein.)</p><p>Wo wir gerade davon reden – es gibt Neuigkeiten:</p><h3>Ich habe öffentlich gesprochen!</h3><p>Sichtbarkeit ist scary – aber sie macht auch Spaß und ist unglaublich empowernd. Im letzten Newsletter habe ich diesen Schritt mit einem Foto angeteasert – nun ist es offiziell:</p><p><strong>⭐️ Ich kann stolz verkünden, dass ich meinen ersten Gastauftritt in einem Podcast absolviert habe. 🤩</strong></p><p><em>Wie kann sie nur?</em> ist der Podcast von Eva Loschky – ein Talk mit Frauen, die ihre Stimme erheben und gehört werden.</p><a href="https://open.spotify.com/episode/6yto9cMF2dJPTy6SPEZqs6"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d119ab8-9e47-466f-833a-5a68c2935b34/uploads/images/gpwjccfkzd/Bild_14.04.26_um_09.45.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Podcast-Visual von Wie kann sie nur?, dem Podcast von Eva Loschky."/></a><p>So ein gesprochenes Interview war nochmal eine ganz andere Hausnummer als meine Newsletter-Texte hier. In einem geschriebenen Text kann ich an meinen Worten feilen, bis es passt. Ein Interview ist mehr eine Performance: Du sagst etwas, und so, wie du es sagst, wird es festgehalten. Kein Zurückspulen, nochmal anhören, verändern, verbessern.</p><p>Mir hat das Gespräch großen Spaß gemacht – und doch blieb ich am Ende mit dem mulmigen Gefühl zurück: <em>Gott, was hast du da wohl alles gesagt?!</em> Inzwischen bin ich ganz beruhigt: Ich stehe hinter meinen Worten – und ich freue mich, wenn du für dich etwas daraus ziehen kannst.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d119ab8-9e47-466f-833a-5a68c2935b34/uploads/images/zv7qmh3y7u/Bild_14.04.26_um_10.43.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot von der Podcast-Aufnahme: Die Gesichter von Eva Loschky und Miriam Schaan im Gespräch"/><p>Für mich war es ein würdiger Einstand – und ein sehr schönes, offenes Gespräch. Ich erzähle von meiner Geschichte, wie ich meinen Weg aus den religiösen Zwängen fand, das Schreiben neu für mich entdeckte und was das alles mit dem Mut zu tun hat, der eigenen Stimme zu folgen. Höre dir die Folge gerne an!</p><p><a href="https://open.spotify.com/episode/6yto9cMF2dJPTy6SPEZqs6">Hier geht’s zur Folge auf Spotify.</a></p><p><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/87-ihr-schweigen-brechen-und-sich-aus-missbrauch-befreien/id1622043193?i=1000758743172">Und hier bei Apple Podcasts.</a></p><p>Danke an dich, liebe Eva, für die Einladung!</p><p>Und danke an alle, die meine Sichtbarkeit so wohlwollend begleiten. Ohne Rückendeckung würde das alles gar nicht gehen.</p><p>Und wenn du selbst Inhalte, Gedanke, Erfahrungen hast, die in Form von Texten raus in die Welt möchten und du dir dafür Rückenwind, Unterstützung und konkretes Knowhow wünschst, <a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/">dann sieh dir hier mein Schreibcoaching-Angebot an</a>. Ich würde mich irre freuen, dir dabei zu helfen, den Gedankenwust zu sortieren und deine ganz eigene Stimme in deine Texte zu bringen.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/1-1-schreibcoaching/">Wenn du auf ein Zeichen gewartet hast, um damit anzufangen: Hier ist es! ✍️💪</a></p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Austauschabend für Kreative – und alle, die es gerne wären 😊</h2><p>Gentle reminder: Lisa Kohl und ich richten einen besonderen Abend für die kreativen Köpfe unter euch aus:</p><p><strong>Am Donnerstag, den 30.4. um 19.15 Uhr</strong> wollen wir mit euch über kreatives Schaffen, Sichtbarkeit und finanzielles Auskommen sprechen.</p><p>Es geht uns dabei um einen offenen, ehrlichen Austausch. Wie findet man als Kreative das eigene Publikum? Welche Möglichkeiten haben wir, uns sichtbar zu machen?</p><p>Wir wollen insbesondere auch über Mitgliedschaftsmodelle wie Patreon oder Steady sprechen und über Wege, sich auch abseits der ausgetretenen Pfade (Verlage etc.) mit seinem Schreiben (oder Malen, Singen, Tanzen, <em>whatever</em>) zu zeigen.</p><p>Denn eines ist sicher: Wir wollen unsere Kreativität nicht davon abhängig machen, ob uns Verlage wählen oder nicht. Wir wollen unsere Bücher nicht in den Schubladen verschimmeln lassen, nur weil sie als nicht verkaufbar gelten.</p><p>Was wir stattdessen wollen: Uns miteinander verbinden, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam nach Wegen suchen, uns mit unserer Kunst in die Welt zu bringen.</p><p>Neugierig und in irgendeiner Weise kreativ unterwegs? (Oder noch nicht wirklich unterwegs, aber mit einem starken Wunsch dazu? Auch gut!) Komm dazu!</p><p>Der Abend ist kostenlos. Anmeldung einfach per Mail an mich, dann setze ich dich auf die Liste. Den Link zum Abend verschicke ich dann kurz vorher per Mail.</p><p><strong>Tag: 30.4.26 (Do)</strong></p><p><strong>Uhrzeit: 19.15 Uhr</strong></p><p><strong>Ort: online</strong></p><p><a href="mailto:mail@miriamschaan.de">Ich bin dabei!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Vielleicht interessiert dich auch…</h3><p>In meiner Erzählung <em>Vergänglicher Ruhm</em> verarbeite ich meine Vergangenheit in einer streng religiösen Glaubensgemeinschaft.</p><p><em>Wir befinden uns in einer eiskalten Kirche, an einem Sonntagabend kurz vor dem Advent. Kati, ein vierzehnjähriges Mädchen, hört mit ihrer Familie den alljährlichen Adventsvortrag, den sie aus unzähligen Jahren auswendig kennt. Doch dieses Jahr hinterlassen die Worte, die sie hört, tiefe Spuren…</em></p><p><a href="https://sesmails.steadyhq.com/CL0/https:%2F%2Fsteady.page%2Fde%2Fwomenandarts%2Fposts%2F2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae/2/0107019d2fe9d3d9-1559c191-3e59-4f96-b893-a1a4eacbcac8-000000/v7Zu0i0OeuNOdK73trFIXSlNCpAAqugyNIoiVDD_nTs=252">Zur Geschichte geht es hier entlang.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:52:15 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Frühling. Und Dankbarkeit.]]></title>
      <description><![CDATA[Heute einfach mal nur gute Nachrichten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Frühling</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Ihr Lieben,</p><p>diese Woche habe ich einen sehr emotionalen Text für euch geschrieben – und dann entschieden, ihn nicht abzuschicken. Ich gönne mir (und euch!) eine Pause.</p><p>Ostern steht vor der Tür. Die Kinder haben Ferien. Wir alle sollten etwas durchatmen.</p><p>Ich suche noch nach dem richtigen Maß, die Thematik meiner <a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae">religiösen Vergangenheit</a> hier in den Newsletter einzuflechten. Mich bewegt das Thema sehr, weil es eben meine persönliche Geschichte ist. Jeden Tag habe ich auf die ein oder andere Weise damit zu tun.</p><p>Gleichzeitig will ich nicht, dass dieses Thema hier alles überstrahlt. Denn ich bin gar kein dauerwütender Brüllaffe. Aber ich greife in wütenden Momenten gerne zum Stift – und das schlägt sich in meinem Schreiben nieder.</p><p>Darum teile ich heute einen Moment des Friedens mit euch: Das Fenster neben meinem Schreibtisch steht offen, von draußen dringen Kinderstimmen herein, und kalte klare Frühlingsluft.</p><p>Ich denke an die vergangenen Jahre. Daran, wie ich mitten in Corona als Texterin gestartet bin. Wie ich meine ersten Marketingtexte verfasst habe – Blogartikel darüber, wie man Cannabis in Kekse und Kuchen backt.</p><p>Ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke.</p><p>Ich war damals denkbar weit von heute entfernt. Und doch waren diese ersten Texte der Beginn meiner Selbstständigkeit.</p><p>Ich muss daran denken, wie ich mit dem Gedanken spielte, einen Verlag zu gründen – und dann einen Buchladen. Ich las Broschüren, informierte mich und ließ mich beraten.</p><p>Ich suchte meinen Weg.</p><p>Ich muss daran denken, wie ich es im Journalismus versuchte. Wie ich von heute auf morgen beschloss, Journalistin zu werden. Und wie ich dermaßen hart auf die Schnauze fiel. (Wirklich. Der Journalismus ist das härteste Pflaster von allen.)</p><p>Ich muss daran denken, wie ich auf der re:publica an dem Tisch stand, an dem gut zwanzig Journalist:innen saßen und an ihren Texten feilten. Wie ich allen Mut zusammennahm, mich räusperte und laut in die Runde fragte, ob jemand Lust auf ein Coffee Date und etwas netzwerken hatte. Wie alle zwanzig mich anglotzten und einfach stehenließen.</p><p>Wie ich am selben Tag dann meine Kinder von der Schule abholte und sie mit aufs Messegelände brachte, und wir uns gemeinsam mit einem humanoiden Pflegeroboter unterhielten, der seltsam einfühlsam Augenkontakt hielt.</p><p>Ich habe mich in diesen Jahren gefühlt wie ein Noob. Eine Versagerin. Immer und immer wieder. Abgelehnt. Ignoriert. Allein mit meinem Wunsch, etwas von mir in die Welt zu bringen.</p><p>Und doch bin ich dankbar für den Weg. Dankbar mir selbst gegenüber, dass ich nicht aufgegeben habe. Dass ich nicht aufgehört habe, an Türen zu klopfen und E-Mails zu schreiben. Selbstständige Frauen zu treffen, mich mit ihnen auszutauschen.</p><p>Heute, an diesem kühlen Frühlingstag kann ich dieses Gefühl zulassen. Dass es ein guter Weg war.</p><p>Und auch wenn ich längst noch nicht da bin, wo ich einmal hinwill (Gute Frage: wo will ich denn eigentlich hin?), habe ich doch bereits viele gute Dinge am Start:</p><ul><li><p>die Zusammenarbeit von Britta Bettendorf und mir, der Start von Inner Writing (Leute – <a href="https://www.miriamschaan.de/inner-writing-neu/">abonniert unseren Newsletter</a>, die nächsten Ausgaben werden der HAMMER! Britta übertrifft sich gerade selbst mit ihrem Schreibflow.)</p></li><li><p>die Arbeit an meinem Roman (es geht voran!)</p></li><li><p>der Abschluss meiner Schreibpädagogik-Ausbildung (yey!)</p></li><li><p>diesen Newsletter (wir werden immer mehr, willkommen ihr alle!)</p></li></ul><p>Dazu habe ich mittlerweile Frauen gefunden, die so gerne und so gut wie ich schreiben (und das muss man erstmal schaffen 😜), wir lesen unsere Texte gegenseitig und helfen uns mit Feedback. Wahnsinn.</p><p>Die Zeit der Einsamkeit, so scheint’s, ist für mich vorbei. Meine Arbeit ist in der Welt.</p><p>Und heute habe ich auch noch das hier gemacht:</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a2dd5bef-8466-472e-9b75-cefec85714e8/uploads/images/ygyhg6dphu/IMG_1375.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Laptop steht auf dem Tisch, darüber hängt ein Profi-Mikrofon."/><figcaption>Was hier wohl entstanden ist? Tja, das verrate ich erst demnächst...</figcaption></figure><p>Ihr seht: Viel los. Viel Gutes. Und ihr seid ein Teil davon.</p><p>Danke, dass ihr dabei seid!</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Was steht an? Termine dies-das…</h3><p>Zusammen mit der wunderbaren Lisa Kohl, die ich im Rahmen der Schreibpädagogik-Ausbildung kennengelernt habe, entstand die Idee, einen Abend für die kreativen Köpfe unter euch auszurichten:</p><p><strong>Am Donnerstag, den 30.4. um 19.15 Uhr</strong> wollen wir mit euch über kreatives Schaffen, Sichtbarkeit und finanzielles Auskommen sprechen.</p><p>Es geht uns dabei um einen offenen, ehrlichen Austausch. Wie findet man als Kreative das eigene Publikum? Welche Möglichkeiten haben wir, uns sichtbar zu machen?</p><p>Wir wollen insbesondere auch über Mitgliedschaftsmodelle wie Patreon oder Steady sprechen und über Wege, sich auch abseits der ausgetretenen Pfade (Verlage etc.) mit seinem Schreiben (oder Malen, Singen, Tanzen, <em>whatever</em>) zu zeigen.</p><p>Denn eines ist sicher: Wir wollen unsere Kreativität nicht davon abhängig machen, ob uns Verlage wählen oder nicht. Wir wollen unsere Bücher nicht in den Schubladen verschimmeln lassen, nur weil sie als nicht verkaufbar gelten.</p><p>Was wir stattdessen wollen: Uns miteinander verbinden, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam nach Wegen suchen, uns mit unserer Kunst in die Welt zu bringen.</p><p>Neugierig und in irgendeiner Weise kreativ unterwegs? Komm dazu!</p><p>Der Abend ist kostenlos. Anmeldung einfach per Mail an mich, dann setze ich dich auf die Liste. Den Link zum Abend verschicke ich dann kurz vorher per Mail.</p><p><strong>Tag: 30.4.26 (Do)</strong></p><p><strong>Uhrzeit: 19.15 Uhr</strong></p><p><strong>Ort: online</strong></p><p><a href="mailto:mail@miriamschaan">Ich bin dabei!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Vielleicht interessiert dich auch…</h3><p>In meiner Erzählung <em>Vergänglicher Ruhm</em> verarbeite ich meine Vergangenheit in einer streng religiösen Glaubensgemeinschaft.</p><p><em>Wir befinden uns in einer eiskalten Kirche, an einem Sonntagabend kurz vor dem Advent. Kati, ein vierzehnjähriges Mädchen, hört mit ihrer Familie den alljährlichen Adventsvortrag, den sie aus unzähligen Jahren auswendig kennt. Doch dieses Jahr hinterlassen die Worte, die sie hört, tiefe Spuren…</em></p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae">Zur Geschichte geht es hier entlang.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Dir gefällt meine Arbeit, mein Schreiben und du möchtest mich unterstützen?</h3><p>Eine Mitgliedschaft ist ein wunderbarer Weg, mir den Rücken zu stärken. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die bereits dabei sind. In letzter Zeit sind einige dazugekommen: Schön, dass ihr dabei seid! Ihr zeigt mir, dass mein Schreiben auf Resonanz stößt.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Wenn du dazukommen möchtest, schließe hier deine Mitgliedschaft ab.</a></p><p>Als Dankeschön erhältst du Zugang zu allen Texten, die hinter der Paywall liegen. Ein großes Danke vorab!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 15:29:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schreiben hilft 💪]]></title>
      <description><![CDATA[So findest du deine eigene Schreib- und Reflexionspraxis – auch wenn du gar nicht gut schreiben kannst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><h2>Wie du deine eigene Schreib- und Reflexionspraxis findest, auch wenn du gar nicht gut schreiben kannst…</h2><p>Im letzten Newsletter habe ich davon erzählt, dass ich in einem missbräuchlichen religiösen Umfeld aufgewachsen bin und wie ich mich daraus gelöst habe.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae">Wenn du die Folge verpasst hast, kannst du sie hier nachlesen.</a></p><p>Sich aus diesem Umfeld zu befreien, war keine leichte Aufgabe. Es war ein jahrelanger Prozess des beständigen Haderns, Zweifelns und Fragens; ein Prozess voller Rückschläge, der trotz aller Unsicherheiten und Umwege in die Freiheit führte.</p><p>Heute führe ich mit meinem Mann und unseren Kindern ein freies, selbstbestimmtes Leben – was man nicht zuletzt daran sieht, dass ich diesen Newsletter schreibe.</p><p>Ein ganz wichtiger Teil meines Prozesses des Freischaufelns und Hinterfragens war dabei das Schreiben – und zwar das persönliche, reflektierende Schreiben in meinem Tagebuch.</p><p>Wenn ich in meinem Tagebuch zurückblicke, sind die dunkelsten Zeiten diejenigen gewesen, in denen ich nicht geschrieben habe. Das waren Zeiten, in denen ich am tiefsten in der mir aufgezwungenen missbräuchlich-religiösen Tinte steckte, am weitesten von mir selbst entfernt, von meiner eigenen Wahrnehmung, von meiner eigenen Intuition war.</p><p>Ich habe das damals nicht so wahrgenommen. Aber als ich anfing, wieder Tagebuch zu führen, da war das der erste Akt der Rebellion und der erste Schritt zurück zu mir.</p><h3>Was macht das Schreiben zu so einem mächtigen Werkzeug?</h3><p>Das – persönliche und reflektierende – Schreiben ist so überaus mächtig, weil es uns hilft, die eigenen Gedanken, Gefühle und Ahnungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Es stärkt die Verbindung zu uns selbst, mit jedem Wort, das wir niederschreiben.</p><p>Wenn wir über unsere eigenen Empfindungen schreiben, ist das alles andere als quengelig und rührselig – auch wenn es manchmal so aussieht. Schreiben ist ein starkes Werkzeug der Selbstvergewisserung.</p><p>Ich schreibe, also fühle ich.</p><p>Ich schreibe, also denke ich.</p><p>Ich schreibe, also erkenne ich.</p><p>Und wenn ich erkenne, dann kann ich handeln. Verändern. Gestalten.</p><p>Beim Lesen alter Tagebucheinträge bin ich immer wieder erstaunt, wie früh ich ungute Strukturen schon intuitiv erkannt habe, ohne dass ich damals schon die Fähigkeit gehabt habe, mich daraus zu befreien. Im Schreiben fing der Widerstand an.</p><p>Wer schreibt, wird zum Akteur.</p><p>Wer schreibt, übernimmt Verantwortung. Für sich selbst.</p><p>Wer schreibt, kann Narrative verändern. Zu seinen Gunsten.</p><p>Für mich ist das Schreiben eine Muttersprache. Eine Heimat, zu der ich immer zurückkehren kann, die mich aufnimmt und umsorgt.</p><p>Doch dieses Werkzeug steht allen offen – egal wie vermeintlich begabt oder unbegabt. Denn beim reflektierenden Schreiben geht es nicht um Schönheit und sprachliche Ausdruckskraft. Auf deinen privaten Seiten musst du niemanden beeindrucken, denn hier schreibst du nur für dich.</p><h3>Eine feste Schreibroutine – für dich</h3><p>Vielleicht geht es dir so, dass du bereits spürst, dass dir eine regelmäßige Schreib- und Reflexionspraxis im Alltag ebenfalls helfen könnte. Doch du weißt nicht, wie du das angehen sollst. Oder du fängst immer wieder an, aber hältst es dann nicht durch.</p><p>Das ist vollkommen verständlich, denn neue Routinen brauchen ihre Zeit, bis sie sich fest etabliert haben.</p><p>Darum habe ich mit meiner Kollegin, Diplom-Psychologin und Therapeutin Britta Bettendorf, ein neues Projekt gestartet – den <a href="https://steady.page/inner-writing/newsletter/sign_up"><strong>Inner Writing Newsletter</strong></a><strong>. </strong>Ein Newletter, der dir dabei hilft, das reflektierende Schreiben als feste Routine in deinen Alltag einzubauen – so einfach und niedrigschwellig wie möglich.</p><p>Dazu bekommst du von uns jedes Wochenende eine Mail mit einem konkreten Schreibimpuls. Das kann eine einfache Frage, ein Reflexionsanstoß oder eine etwas komplexere Denkaufgabe sein. Deine Schreibzeit: nie mehr als 20 Minuten.</p><p>Du kannst selbst entscheiden, wann du die Schreibaufgabe machen möchtest. Kurz vor dem Schlafengehen, direkt nach dem Aufstehen, in der Mittagspause, direkt nach dem Feierabend. Egal wann – du öffnest die Mail, stellst den Timer auf 20 Minuten und schreibst. Privat, nur für dich.</p><p>Und weil ich weiß, wie sehr man sich beim Schreiben in seinen eigenen Gedanken verheddern kann und dass es durchaus sein kann, dass wir beim Schreiben nur unsere eigenen destruktiven Gedankenmuster wiederkäuen, gibt es von Britta und mir noch einen Service oben drauf:</p><p>Zusätzlich zum Schreibimpuls wird es in jeder Mail einen fachlichen Input von Britta aus dem Bereich der Psychologie und Neurowissenschaft geben – inhaltlich passend zum Schreibimpuls. Mit wissenschaftlich fundiertem Wissen darüber, wie unsere Gehirne funktionieren, wie uns Bindungsmuster beeinflussen, wie Gefühle entstehen und wie wir lernen, sie zu deuten.</p><p>Damit bekommst du nicht nur konkrete Schreibimpulse an die Hand, sondern auch das nötige Wissen für echte Selbsterkenntnis. Und das Beste daran: Dieses Angebot ist für dich absolut kostenlos.</p><p><a href="https://steady.page/inner-writing/newsletter/sign_up">Melde dich jetzt kostenfrei für den Inner Writing Newsletter an. (Abmeldung jederzeit möglich.)</a></p><p><strong>Wenn du dich selbst besser verstehen möchtest, vor offenen Fragen und großen Entscheidungen stehst; wenn in dir eine leise Stimme drängt, du aber noch nicht weißt, wohin; wenn du merkst, dass Veränderungen anstehen, dir aber noch der Mut fehlt; wenn du einfach neugierig bist und entdecken willst, wohin diese Reise führt – dann ist der Inner Writing Newsletter genau für dich.</strong></p><p><a href="https://steady.page/inner-writing/newsletter/sign_up">Ich melde mich an!</a></p><p>Mir hat das Schreiben den Weg in ein neues Leben geebnet; das psychologische Wissen dazu hat mich befähigt, zu erkennen, was mir schadete und welche neue Möglichkeiten auf mich warteten.</p><p>Ich wünsche mir für dich, wo immer du gerade auf deinem Weg stehst, dass auch du das Schreiben als Werkzeug für dich entdeckst – zusammen mit dem Wissen, das du brauchst, um gut für dich zu sorgen.</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h2><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ein altes Thema in neuen Worten]]></title>
      <description><![CDATA[Meine Vergangenheit in einer streng religiösen Gruppierung und wie ich mich daraus löste...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Eine neue Geschichte, die alte Themen weckt</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Seit ich vor etwa einem Jahr angefangen habe, das mit der Schriftstellerei ernst zu meinen, hat mich mein eigenes Schreiben sehr überrascht. Das, was da aus mir herausfließt, hätte ich weder planen noch voraussehen können.</p><p>Es passiert mir oft, dass ich mich mit einer bestimmten Absicht vor ein leeres Dokument setze – und dann entsteht ein ganz anderer Text als der, den ich beabsichtigt hatte. Ich habe mit der Zeit gelernt, diesem Prozess zu vertrauen.</p><p>So war es auch mit der Entstehung meiner neuesten Kurzgeschichte. Aus einer Laune heraus habe ich im vergangenen Dezember eine Challenge auf Mastodon gestartet: Unter dem Hashtag #30TageKunst habe ich interessierte Leute und mich selbst dazu aufgerufen, 30 Tage lang jeden Tag etwas Kreatives zu machen: schreiben, malen, basteln, fotografieren, singen – egal was. Und darüber täglich auf Mastodon zu berichten.</p><p>Ich hatte dabei kein konkretes Ziel vor Augen – ich wollte einfach nur mit der Community in Kontakt kommen.</p><p>Doch ganz nebenbei ist in diesen 30 Tagen eine neue Kurzgeschichte entstanden. Eine, die mich vor große Herausforderungen gestellt hat.</p><p>Denn die Geschichte, die da so ungeplant entstanden ist, berührt ein sehr persönliches Thema, über das ich noch nie zuvor öffentlich gesprochen/geschrieben habe: mein Aufwachsen in einer streng religiösen Gruppierung.</p><p>Ich habe eine ganze Weile mit mir gerungen, ob ich diese Geschichte und die Thematik dahinter öffentlich machen möchte. Und ja, das möchte ich. Sie gehört zu mir. Und offensichtlich auch zu meinem Schreiben.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae">Wenn du mehr darüber und über die neue Kurzgeschichte erfahren möchtest – dann lies hier weiter.</a></p><p>Schreiben bedeutet, permanent mit einem großen Kochlöffel im Unterbewusstsein herumzurühren.</p><p>🤷‍♀️</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p><em>❤️</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 09:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Darauf habe ich lange gewartet]]></title>
      <description><![CDATA[Endlich kann ich davon erzählen...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Inner Writing – Der neue Schreibkurs</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Leute, darauf habe ich lange gewartet.</p><p>Endlich, endlich ist es so weit! Ich kann euch von meinem neuen Angebot erzählen, das ich zusammen mit meiner Kollegin ausgetüftelt hab.</p><p>Seit Frühling/Sommer des letzten Jahres sitzen Britta und ich nun schon zusammen, tüfteln und basteln, um unsere beiden Professionen zu einer Einheit zu verschmelzen.</p><p>Britta ist Psychologin, und eine ganz großartige dazu. Ich bin – nun ja, ihr wisst schon. Ich hab da was mit dem Schreiben am Laufen.</p><p>Aus den verschiedenen Seiten unserer Berufe haben wir beide den Bedarf wahrgenommen, Menschen einen Raum zu bieten, in dem sie sich in Ruhe mit sich selbst beschäftigen können – in einem sicheren, begleiteten Rahmen.</p><p>Nun haben wir gemeinsam diesen Raum geschaffen.</p><p>Haltet euch fest, ich präsentiere</p><h2>Inner Writing – Der Schreibkurs für innere Klarheit</h2><p>Bei Inner Writing geht es darum, sich über das Schreiben mit sich selbst zu verbinden – um sich besser zu verstehen, das eigene Kopfchaos zu sortieren und neue Klarheit zu finden.</p><p>Unser Schreibkurs läuft über 8 Wochen, in denen wir uns fünfmal in einer festen, überschaubaren Gruppe treffen – ca. alle zwei Wochen. Bei diesen Treffen werden wir gemeinsam bzw. jeder für sich viele Schreibübungen machen, die dir beim Reflektieren und Sortieren helfen. Dazu gibt es Impulse von meiner Kollegin Britta und Raum für offenen Austausch und gemeinsame Reflexion.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/inner-writing/">Wenn dich das interessiert, dann sieh dir hier unser Kurskonzept genauer an.</a></p><p>Ich habe das Schreiben in den letzten Jahres als so wirkungsvolles Mittel entdeckt, sich über den eigenen Weg, die eigenen Gefühle klarzuwerden. Dabei geht es gar nicht darum, ob man selbst eine Begabung zum Schreiben hat. Inner Writing ist freies Schreiben – über alles, was in einem ist.</p><p>Und wenn das, was in uns ist, plötzlich auf dem Blatt erscheint, wird so manches einfach klar.</p><p>Ich wäre meinen Weg als Autorin niemals auf diese Weise gegangen, wenn ich nicht angefangen hätte, Morgenseiten zu schreiben. Wenn ich mir keine regelmäßige Praxis des schriftlichen Reflektieren angeeignet hätte.</p><p>Ich freue mich so, dich in unserem Kurs dabei zu begleiten, dir deine eigene, ganz persönliche Schreibpraxis anzueignen.</p><p>Wir stellen dir Möglichkeiten vor – und du wählst aus, was für dich passt.</p><p>Mein Traum ist, dass unser Kurs für dich ein Startpunkt ist. Ein Startpunkt, an dem du neue Routinen etablierst und dich mit dir selbst verbindest – um dann, wenn du das möchtest, für dich allein weitermachen zu können.</p><p><em>Inner Writing</em> ist genau für dich, wenn du</p><ul><li><p>dich besser verstehen möchtest</p></li><li><p>dein Kopf-Chaos sortieren möchtest</p></li><li><p>dich besser spüren und deiner inneren Stimme Gehör schenken möchtest</p></li><li><p>dich nach innerer Klarheit sehnst</p></li><li><p>merkst, dass Veränderungen anstehen und du dich neu orientieren willst</p></li><li><p>neugierig darauf bist, das Schreiben als vielseitiges Werkzeug zu entdecken</p></li></ul><p><a href="https://www.miriamschaan.de/inner-writing/">Sieh dir hier unser detailliertes Angebot an!</a></p><p>Wie sieht’s aus – sehen wir uns bald? 😊</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/inner-writing/">Jetzt Termine checken!</a></p><p>Alles Liebe</p><p>Miriam</p><p>❤️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 08:20:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Vergänglicher Ruhm]]></title>
      <description><![CDATA[Meine neue Erzählung als Hörgeschichte. Kati hat große Träume, doch sie wächst in einem streng religiösen christlichen Umfeld auf...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bae3ac4f-47e7-420e-819b-07cabb86e82f/uploads/images/h2cvdgrv3o/3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Kurzgeschichte “Vergänglicher Ruhm” ist im Dezember 2025 entstanden. Sie ist die erste Geschichte, in der ich meine Vergangenheit in einer streng religiösen christlichen Gruppierung thematisiere. Die Geschichte an sich ist fiktional, die Charaktere sind ausgedacht. Doch die Geschehnisse basieren auf realen Begebenheiten.</p><p>Bevor du die Geschichte liest, möchte ich dich kurz in den Kontext hineinnehmen.</p><h2>Meine Vergangenheit in einer streng religiösen Gruppierung</h2><p>Ich bin in einem sehr religiösen Umfeld aufgewachsen. Diesen Umstand allein sehe ich noch nicht als problematisch an. Eine lebendige Spiritualität und die Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppe können für einige Menschen sehr bereichernd sein.</p><p>Problematisch wird es dann, wenn in einer religiösen Gruppe mit Zwang und Druck gearbeitet wird und ein sehr enggefasstes Weltbild mit absolutem Wahrheitsanspruch vorherrscht, das streng zwischen “Wir-hier-drinnen” und “Die-da-draußen” unterscheidet – was bei mir der Fall war.</p><p>Als ich im Erwachsenenalter beschloss, mich aus diesem Umfeld zu lösen, das fast mein gesamtes bisheriges Leben bestimmt hatte, begann ein langer, schmerzhafter Prozess der Ablösung, der alles über den Haufen warf, was ich bis dahin für sicher und wahr gehalten hatte. Ich verlor mit einem Schlag meine Lebensmitte, fast alle meine Freunde und sozialen Kontakte.</p><p>Das war eine einschneidende Erfahrung.</p><p>Mit dem Ausstieg aus den religiösen Kreisen, aus denen ich kam, fing außerdem ein tiefer Prozess des Aufarbeitens an. Ein notwendiger, heilsamer und gleichzeitig unheimlich schmerzvoller Prozess des Erkennens und Verstehens.</p><h3>Auf der Suche nach Antworten: Was ist mir da eigentlich passiert?</h3><p>Nach Jahren tiefer Verunsicherung hat mein Leben heute neuen, festen Grund gefunden, auf dem es steht. Vieles habe ich bereits verarbeitet, einiges steht noch an.</p><p>Im Versuch, meine eigene Geschichte zu verstehen, habe ich mich tief in das <em>Rabbit Hole</em> streng religiöser Gemeinschaften christlicher Prägung begeben. Ich habe viel Literatur dazu gelesen und mich mit anderen Betroffenen ausgetauscht. Immer mit der Frage, wie genau diese engen religiösen Gemeinschaften funktionieren, wie dieser ganz eigentümliche Druck in ihnen entsteht, wie dieser die Psyche der Mitglieder formt und ihre Lebensentscheidungen beeinflusst.</p><p>Alles, was ich auf diese Weise erfahren habe, hat mich dazu bewegt, über dieses Thema sprechen.</p><p>Ich tue das nicht, weil ich meine persönliche Geschichte für so unglaublich wichtig halte. Sie ist nur deshalb wichtig, weil viele Menschen Ähnliches erleben.</p><p>Und weil ich weiß, wie schwer es ist, selbst gegenüber Freunden zu vermitteln, was genau einem da passiert ist, will ich mit meinem Schreiben Brücken bauen. Erzählungen können das, was wir mit bloßen Worten nicht erklären können, anderen zugänglich machen. Weil sie nicht erklären, sondern bildlich darstellen. Weil sie Ereignisse fühlbar und damit nachvollziehbar machen.</p><h3>Davon erzählen: Das Schweigen brechen</h3><p>Wer sich entscheidet, aus einem System auszusteigen, das seine gesamte Wirklichkeit geformt hat, der fällt in ein tiefes Loch aus Einsamkeit, Unsicherheit und Schweigen. Die Freiheit, die man sich äußerlich erkämpft hat, fühlt sich im Inneren zunächst wie eine Bedrohung an.</p><p>So war es bei mir. So höre und lese ich es von vielen, die diese Erfahrung gemacht haben.</p><p>Es dauert, bis die innere Freiheit mit der äußeren mitzieht. Bis auch innerlich die jahrelang aufgebauten Mauern aus Angst und Scham zu bröckeln beginnen – und wirklicher Freiraum entsteht.</p><p>Während jeder diesen Weg der inneren Entwicklung für sich selbst gehen muss – niemand kann einem diese Aufgabe abnehmen –, sind Menschen, die einen auf diesem Weg bestärken, von größter Wichtigkeit. Ob das gute Freunde, eine Therapeutin oder Menschen aus Büchern sind.</p><p>Ich sehe es als meine Aufgabe als Autorin an, das Schweigen über dieses Thema zu brechen – und damit auch ein Stück der Einsamkeit und Unsicherheit. Wenn wir erfahren, dass es anderen auch so geht; wenn es plötzlich Worte für vertraute, aber unsagbare Empfindungen gibt – dann gibt es die Möglichkeit zu Austausch und neuer Verbindung.</p><p>Fremde Welten öffnen. Unsagbares, Gefühltes in Worte fassen. Verborgene Unterströmungen sichtbar machen.</p><p>Das Gespräch darüber eröffnen.</p><p>Das ist, was ich möchte.</p><p>Ich sehe meine Kurzgeschichte <em>Vergänglicher Ruhm</em> dabei als Anfangspunkt an. Es ist mein erster Schritt hinein in dieses Thema. Weitere werden folgen.</p><p>Und nun zur Geschichte.</p><h3>Die Kurzgeschichte: Vergänglicher Ruhm</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae/uploads/images/ml5f7bwjuz/Deckblatt_Verganglicher_Ruhm.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Wir befinden uns in einer eiskalten Kirche, an einem Sonntagabend kurz vor dem Advent. Kati, ein vierzehnjähriges Mädchen, hört mit ihrer Familie den alljährlichen Adventsvortrag, den sie aus unzähligen Jahren auswendig kennt. Doch dieses Jahr hinterlassen die Worte, die sie hört, tiefe Spuren…</em></p><p>Die Geschichte liegt hinter der Paywall.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Wenn du sie lesen möchtest, schließe bitte hier eine Mitgliedschaft deiner Wahl ab (du kannst auch nur für einen Monat Mitglied werden).</a></p><p>Bonus:</p><p>Ich habe <em>Vergänglicher Ruhm</em> für euch eingelesen und stelle sie neben dem Text zusätzlich als Audiodatei zum Anhören zur Verfügung.</p><p><a href="https://steady.page/eccd2100-db0a-47b8-b2ca-dbfb42ae074b/posts/2f594a71-a398-441c-9623-4fbba89ce8ae">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[diary of a writing woman]]></category>
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      <pubDate>Mon, 19 Jan 2026 08:46:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Welches Motto hat 2026 für dich?]]></title>
      <description><![CDATA[Das vergangene Jahr war für mich Rückzug und Neuorientierung. 2026 wird...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Welches Motto hat dein Jahr?</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Das neue Jahr ist da, und wir stecken schon mittendrin. 🥳</p><p>Schön, dass du auch in diesem Jahr mit dabei bist!</p><p>Ich habe über die Feiertage viel reflektiert und das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Heute aber will ich mit dir nach vorne schauen.</p><h2>Was hält 2026 für mich bereit?</h2><p>Im letzten Jahr hat sich für mich viel bewegt. Ich habe mich dafür entschieden, Autorin zu sein, und angefangen, mein Schreiben ernstzunehmen. (Ist das wirklich erst ein Jahr her? Fühlt sich schon so vertraut an…)</p><p>Dann habe ich die Ausbildung als Schreibpädagogin gemacht und angefangen, Schreibkurse und -coachings anzubieten – mit sehr viel Freude.</p><p>Und ich habe hinter den Kulissen an neuen Ideen gearbeitet.</p><p>Insofern war 2025 für mich ein Jahr des Rückzugs und Neuaufbaus. </p><p>Und das, was ich da alles vorbereitet habe, will nun hinaus. 2026 wird das Jahr, in dem die aufgetanen Ideen und Möglichkeiten Wirklichkeit werden. </p><p>Was genau ich damit meine, und wie mein Motto für dieses Jahr lautet, verrate ich dir in meinem neuen Blogartikel: </p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/blog/mein-motto-fuer-2026-auf-die-buehne/">Lies hier: Mein Motto für 2026</a></p><h2>Neues im women &amp; arts Newsletter</h2><p>Natürlich wird sich 2026 auch hier im Newsletter wieder vieles bewegen – das kennst du ja schon. Fangen wir also gleich damit an.</p><p>Ich habe das letzte Jahr hier im Newsletter das Versprechen, euch mit interessanten Frauen aus Kunst / Literatur / Philosophie in Verbindung zu bringen, etwas vernachlässigt, wie ich gestehen muss. Das möchte ich dieses Jahr ändern.</p><p>Darum gibt es jetzt eine neue Kategorie:</p><p>In jedem Newsletter wird es ab sofort ein kleines <strong>women &amp; arts Fundstück</strong> geben, in dem ich dir ein Zitat, ein Buch, eine Podcastfolge, <em>was auch immer</em>, von einer tollen, faszinierenden Frau vorstelle.</p><p>Das erste Fundstück findest du weiter unten.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/blog/mein-motto-fuer-2026-auf-die-buehne/">Und nun lies gerne meinen Blogartikel: Mein Motto für 2026</a> – und verrate mir: Was hast du 2026 vor?</p><p>Ich freue mich auf ein volles neues Jahr mit dir!</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>women &amp; arts Fundstück</h3><p>Sicherlich ist denjenigen unter euch, die Popmusik hören, Lady Gagas Album <em>Mayhem</em> nicht entgangen (das ich, nebenbei bemerkt, fantastisch finde).</p><p>(Und ja, ich sehe keinen Widerspruch darin, Cardinal Black <em>und</em> Lady Gaga zu hören. Ich picke mir aus <em>allen</em> Genres gerne die Rosinen heraus.)</p><p>Jedenfalls habe ich kurz vor Silvester <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kzJkVSnZEGk&amp;list=RDkzJkVSnZEGk&amp;start_radio=1">diese Version von Abracadabra auf YouTube</a> entdeckt – so mächtig, zärtlich, kraftvoll, verwunschen.</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=kzJkVSnZEGk&amp;list=RDkzJkVSnZEGk&amp;start_radio=1">Unbedingt anhören – und schmelzen.</a></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Wer hier schreibt</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/vcbikra4m6/LOGO_Neu_Entwurf-18.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hi, ich bin Miriam.</p><p>Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Schreibmentorin. Das bedeutet: Ich schreibe und bringe andere zum Schreiben.</p><p>Ich verfasse Kurzgeschichten und Essays und arbeite derzeit an meinem Romandebüt. In diesem Newsletter nehme ich dich mit auf meine kreative Schreibreise, teile meine Ups and Downs und möchte dir damit zeigen, dass Kunst und kreative Arbeit vor allem eines ist: ein Prozess, dem es zu vertrauen gilt.</p><p>Dieses Vertrauen kann man lernen. Darum gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung in Schreibkursen und Workshops weiter, die dir dabei helfen, das zum Ausdruck zu bringen, was in dir schlummert. Denn alles, was du zum Kreativsein brauchst, trägst du bereits in dir.</p><p>Wenn du dir eine intensivere Betreuung für dich und deine Texte wünschst, ist ein 1:1 Schreibcoaching vielleicht das Richtige für dich.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Sieh dir dazu hier mein Angebot an.</a></p><p>Ich freue mich sehr, dass du auf dieser Reise dabei bist!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Du liest diesen Newsletter gerne und möchtest meine Arbeit unterstützen?</h3><p>Dann werde mit deinem Abo Mitglied des women &amp; arts Café!</p><p>Im Rahmen des Café finden regelmäßig Veranstaltungen statt. 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      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Fri, 09 Jan 2026 14:53:11 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schreib dich ins neue Jahr]]></title>
      <description><![CDATA[Das Alte abschließen, das Neue begrüßen. Diese Schreibrituale bringen dich gut ins neue Jahr.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Da sind wir nun.</p><p><em>Zwischen den Jahren.</em></p><p>Die Feiertage liegen hinter uns. Die Weihnachtsaufregung hat sich gelegt. Nun befinden wir uns in diesem von mir überaus geschätzten Zwischenraum; in diesen Tagen, die so treffend <em>zwischen den Jahren</em> heißen.</p><p>Für mich ist das die ideale Zeit, sich Ruhe zu gönnen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, bevor wir das neue begrüßen.</p><p>Ich mache das schon seit vielen Jahren. Und jedes Mal bin ich überrascht, was sich auftut, wenn ich mir das vergangene Jahr genauer ansehe. Viele Male war ich einfach froh: Uff, das alles liegt Gottseidank hinter mir! Dann wieder war ich überrascht: So viel Schönes habe ich erlebt?!</p><p>Die Rückschau hilft dabei, etwas abzuschließen und sich auf das Neue einzustellen. Auch wenn Neujahr nur ein Datum ist – wir sind durch und durch narrative Wesen. Es hilft uns, dieses Narrativ immer wieder zu gestalten. Indem wir uns damit befassen.</p><p>Vielleicht helfen dir die folgenden Übungen und Fragen als Anregungen für deine Jahresreflexion. <a href="mailto:mail@miriamschaan.de">Lass es mich wissen!</a></p><h2>Schritt 1: <strong>Tagebuch/Kalender/Foto-Jahresrückschau</strong></h2><p>Es ist erstaunlich, wie viel wir mit der Zeit vergessen. Umso besser, dass wir einen zuverlässigen Datenfußabdruck haben.</p><p>Nimm dir einen Abend/Nachmittag mal richtig Zeit. Mach es dir auf dem Sofa gemütlich, lege die Beine hoch – und fange an zu scrollen.</p><ul><li><p>Sieh dir deine Fotos aus dem letzten Jahr an: Was hast du alles erlebt?</p></li><li><p>Nimm deinen Kalender zur Hand: Welche Termine hast du dir eingetragen? (Sehr gute Ergänzung zu den Fotos, denn hier finden sich auch viele unangenehme Verpflichtungen wie Arztbesuche, die es nicht auf Fotos schaffen.)</p></li><li><p>Falls du ein Tagebuch führst – blättere zurück und lies deine Einträg: Was hast du notiert? Worüber warst du wütend? Was hat dich gefreut?</p></li></ul><h2>Schritt 2: Schreib darüber!</h2><p>Sicherlich hat dir die Rückschau die ein oder andere Erkenntnis beschert. Damit dir diese nicht gleich wieder entwischt, schreib darüber! Ich mache das in meinem Tagebuch, denn so kann ich sicher sein, dass ich den Eintrag im nächsten Jahr auch noch finde.</p><p>(Ich liebe es, nachdem ich den Eintrag fürs aktuelle Jahr geschrieben habe, den für das vorherige durchzulesen – erstaunlich, was sich da immer alles verändert! Meine ganz persönliche Lieblingstradition.)</p><p>Schreib darüber: Was ist alles passiert? Was hat sich getan? Was hat sich verändert?</p><p>Wenn es dir schwerfällt, einfach draufloszuschreiben – vielleicht können die folgenden Fragen dir ein wenig Starthilfe leisten. Greif dir eine heraus – und schreib einfach los.</p><ol><li><p>Was hat mich in diesem Jahr berührt?</p></li><li><p>Was war in diesem Jahr schwierig, aber gut?</p></li><li><p>Was habe ich mir gewünscht, aber nicht bekommen?</p></li><li><p>Wovon wurde ich positiv überrascht?</p></li><li><p>Welche neue Seite habe ich an mir entdeckt?</p></li><li><p>Was habe ich gelernt, was ich vor einem Jahr noch nicht wusste?</p></li><li><p>Was habe ich in diesem Jahr losgelassen?</p></li><li><p>Was hat in diesem Jahr zu mir gefunden?</p></li><li><p>Was möchte ich im alten Jahr zurücklassen?</p></li><li><p>Was möchte ich ins neue mitnehmen?</p></li></ol><h2>Schritt 3: Brief ans neue Jahr</h2><p>Ehrlich gesagt, finde ich Schritt 1 und 2 schon erschöpfend genug. Schließlich krauchen zwischen den Jahren auch noch drei Kinder um mich herum, die unentwegt bespaßt werden wollen. Was ich in dieser Zeit auch gerne tue.</p><p>ABER falls du noch Zeit und Lust übrig hast – dann habe ich hier noch eine weitere Idee für dich:</p><p>Schreibe einen Brief an das neue Jahr. Schreib auf, was du dir wünschst, vielleicht auch, was du einforderst. Beschwere dich über uneingelöste Versprechen der vergangenen Jahre und poche auf deren Einhaltung. Sei frech, aufmüpfig, übermütig. Was wünschst du dir? Was möchtest du stärken? Und womit ist nun endgültig Schluss? Limitiere dich nicht – hier auf dem Papier ist alles erlaubt.</p><p>⭐️</p><p>Und damit auch schon genug von mir für heute.</p><p>Lass mich wissen, ob diese Anregungen dir geholfen haben – oder du ganz andere Rituale für dich gefunden hast. Ich freue mich immer, von dir zu hören. (Du kannst einfach auf diese Mail antworten)</p><p>Komm gut ins neue Jahr; wir sehen uns drüben––</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Neujahrsüberraschung für Steady-Mitglieder</h3><p>Im neuen Jahr wird es für alle, die <em>women &amp; arts</em> mit einer bezahlten Mitgliedschaft unterstützen, eine besondere Überraschung geben.</p><p>Wenn du auch dabei sein möchtest, ist das eine gute Gelegenheit: Schließe hier eine Mitgliedschaft deiner Wahl ab – und komm einfach dazu. Ich freue mich sehr auf dich!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Sun, 28 Dec 2025 17:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das Genie in dir]]></title>
      <description><![CDATA[... brauchst du nicht. Was du stattdessen brauchst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Letztes Wochenende war ich in Weimar. Mit meinem Patenkind, das mittlerweile doch eher eine Patenerwachsene ist. Wir sind durch die Altstadt geschlendert, haben uns den erstaunlich öden Weihnachtsmarkt angesehen (genau die gleichen Buden mit Rostbratwürsten, Glühwein und &quot;I mog di”-Herzen wie überall) und in erstaunlich schönen kleinen Läden Kunsthandwerk gekauft.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdbd5079-00b6-4075-8ac0-93537f6dba60/uploads/images/wtnx23o2ya/IMG_1089.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Straßenzug der Weimarer Altstadt. Schöne alte Häuser in bunten Farben. Darüber klarer hellblauer Winterhimmel."/><figcaption>Straßenzug in der Weimarer Altstadt.  Schöne alte Häuser in bunten Farben. Unbedingt die kleinen Läden in den Nebenstraßen besuchen!</figcaption></figure><h3>Ach, Goethe…</h3><p>Natürlich haben wir als kultivierte Vielleserinnen in Weimar auch die Häuser von Goethe und Schiller besucht, die in prominenten Lagen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt in der Weimarer Innenstadt thronen. (Es versteht sich von selbst, dass das Haus von Goethe ungleich pompöser als das von Schiller ist.)</p><p>Auch wenn mir Goethe nicht sonderlich sympathisch ist, muss ich gestehen, dass er durchaus Stil hatte. Die Wandfarben in seinem Haus… ein Traum. Und Schillers kreative Dachgeschosswohnung mit einem “Empfangszimmer”, einem “Philosophierzimmer” und einem “Schreibzimmer” und einer extra Schlafnische… nun, einen gewissen Neid konnte ich mir nicht verkneifen. Fakt ist: Sowohl Goethe als auch Schiller wussten offenbar, wie man sich das Dichten und Schreiben so angenehm wie möglich macht – und wie wichtig dabei der Austausch mit anderen ist.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdbd5079-00b6-4075-8ac0-93537f6dba60/uploads/images/p4r46wrk3d/IMG_1079.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Außenansicht eines gelbgestrichenen dreistöckigen Hauses."/><figcaption>Haus von Goethe in Weimar in repräsentativer Lage. Standesgemäß die beste Adresse am Platz.</figcaption></figure><h3>Einsame Genies?</h3><p>Als meine Begleitung und ich nach dem Besuch des Goethehauses noch kurz durch die anschließende Ausstellung zu Goethes Leben und Schaffen liefen, stießen wir auf die Abteilung “Genie”. Um Goethes Geniebegriff ging es da. Ein Mensch, der wie Prometheus in Goethes Gedicht alle Schöpferkraft aus sich selbst zieht.</p><p>Also, bei mir zieht’s da auch, aber sehr unangenehm.</p><p>Irgendetwas in mir bäumt sich dagegen auf. Gegen das Wort Genie an sich. Gegen den Kult, die die Verehrung von Genies mit sich bringt. Gegen das, was das ganze Geniegehabe mit uns macht.</p><p>Ich will gar nicht sagen, dass Goethe nicht Grandioses geleistet hat. Zweifellos.</p><p>Doch die Betonung des Genies eines Menschen bringt etwas Fatales mit sich. Wir werfen auf solche genialen Menschen all unsere kreativen Erwartungen, heben sie auf einen Sockel und stehen selbst umso kleiner davor.</p><p><em>Man muss schon ein Genie sein, um… </em>denken wir. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen darauf verzichten, kreativ zu werden, weil sie sich für nicht befugt halten. <em>Ich bin eben kein Genie</em>, denken sie sich. <em>Ich bin kein Goethe, kein Schiller, ich werde nie etwas wie den Faust schreiben…</em></p><p>Ja, <em>zum Glück nicht</em> – denn den Faust gibt es schon.</p><p>Jahrelang warten wir auf die kreative Inspiration, die urplötzlich aus uns selbst heraus über uns kommt und uns zu großen Taten veranlasst. Oder auch nicht.</p><p>Dabei vergessen wir: Goethe hatte Lehrer. Freunde, Förderer. Er hatte Schiller. Und Schiller ihn. Viele ihrer Werke sind aus fruchtbarem Austausch hervorgegangen. Aus Gesprächen, Diskussionen, Lektüren.</p><p><em>Niemand</em> erschafft etwas Großes ganz aus sich selbst heraus.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdbd5079-00b6-4075-8ac0-93537f6dba60/uploads/images/ldwiyytfft/IMG_1084.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Rückseite von Schillers Haus. Gelb gestrichen, davor ein kleiner Innenhof."/><figcaption>Rückseite von Schillers Haus. Das Dachgeschoss stand allein ihm und seinem Schreiben zur Verfügung. Gemütlich!</figcaption></figure><h3>Ein neuer Begriff</h3><p>Ich bin vor einiger Zeit auf den englischen Begriff des <em>scenius</em> gestoßen, der als Gegenbegriff des <em>genius</em> benutzt wird.</p><p>Hinter dem Begriff des <em>scenius</em> steckt eine sehr demokratische Einsicht. Ein Mensch macht sich nicht allein. Große Künstler haben von anderen Künstlern gelernt, große Meisterinnen hatten Förderer, große Philosophinnen haben viel gelesen.</p><p>Es gibt ohne Zweifel Menschen mit herausragenden Begabungen. Aber niemand entwickelt diese ohne fremdes Zutun. Begabung ohne Nährboden ist eine kümmerliche Pflanze, die bald auf dem Kompost landet.</p><p>Und das ist eine gute Nachricht.</p><p>Du musst nicht auf Inspiration, Auserwählung, außergewöhnliches Talent warten.</p><p>Tu stattdessen deine Arbeit und umgib dich mit Menschen, die dich voranbringen. Menschen, von denen du etwas lernen kannst. Menschen, die dich bestärken. Menschen, die mit dir gemeinsam etwas auf die Beine stellen.</p><p>Du darfst aufatmen: <em>No need to be a genius – just be a scenius.</em></p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>⭐️ Ein großes Dankeschön ⭐️</h3><p>Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich danke dir, dass du so treu mitgelesen hast! Ich schreibe diesen Newsletter unheimlich gerne und freue mich, dass er von vielen so gut aufgenommen wird. Danke!</p><p>Ein ganz besonders Dankeschön geht an dieser Stelle an meine lieben <em>Steadys</em> raus, die mich mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen und diesen Newsletter überhaupt möglich machen. DANKE euch, es ist wunderbar, dass ihr dabei seid!</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdbd5079-00b6-4075-8ac0-93537f6dba60/uploads/images/kijaq66lom/IMG_1103.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Kerzenständer aus Keramik. Beste Handwerkskunst aus Weimar. Seit ich den habe, kann ich nicht mehr ohne schreiben...</figcaption></figure><p><strong>Falls du noch nicht dabei bist: </strong>Mache dir und mir ein schönes Weihnachtsgeschenk und stoße zu unserer schönen bunten Truppe dazu. Eine bezahlte Mitgliedschaft kostet nur wenige Euro im Monat, doch in der Summe haben sie einen großen Effekt.</p><p>Mit deiner Unterstützung kannst du dich zwischen verschiedenen Optionen entscheiden. Ob du nur still mitlesen oder gerne kostenfreie Veranstaltungen besuchen möchtest – das entscheidest alleine du.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Sieh dir hier die verschiedenen Mitgliedschaftspakete an.</a></p><p>In jedem Fall wird es im nächsten Jahr für Unterstützer wieder schöne Veranstaltungen geben – und eine ganz besondere Weihnachts- bzw. Neujahrsüberraschung, an der ich schon fieberhaft arbeite…</p><p>Wenn du hier gerne mitliest, dann nimm dir doch kurz die Zeit und melde dich an – es dauert gar nicht lange. Deine Unterstützung bedeutet mir unglaublich viel. Ein großes Dankeschön vorab!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Na klar, ich bin dabei!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Wer hier schreibt</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/vcbikra4m6/LOGO_Neu_Entwurf-18.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hi, ich bin Miriam.</p><p>Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Schreibmentorin. Das bedeutet: Ich schreibe und bringe andere zum Schreiben.</p><p>Ich verfasse Kurzgeschichten und Essays und arbeite derzeit an meinem Romandebüt. In diesem Newsletter nehme ich dich mit auf meine kreative Schreibreise, teile meine Ups and Downs und möchte dir damit zeigen, dass Kunst und kreative Arbeit vor allem eines ist: ein Prozess, dem es zu vertrauen gilt.</p><p>Dieses Vertrauen kann man lernen. Darum gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung in Schreibkursen und Workshops weiter, die dir dabei helfen, das zum Ausdruck zu bringen, was in dir schlummert. Denn alles, was du zum Kreativsein brauchst, trägst du bereits in dir.</p><p>Wenn du dir eine intensivere Betreuung für dich und deine Texte wünschst, ist ein 1:1 Schreibcoaching vielleicht das Richtige für dich.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Sieh dir dazu hier mein Angebot an.</a></p><p>Ich freue mich sehr, dass du auf dieser Reise dabei bist!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer braucht noch Kunst?!]]></title>
      <description><![CDATA[Die Welt brennt. Ich schlage vor, dass wir etwas Wichtiges machen. Kunst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wer braucht noch Kunst?</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Am Dienstag war ich mit einem Freund (Grüße!) und Daniel auf einem Konzert. Eine kleine, feine Location mit familiärem Ambiente, mitten in Kreuzberg. Wir kamen spät, der Raum vor der Bühne war bereits voll mit Menschen.</p><p>Ich bin 1,54 m groß bzw. klein, was bedeutet, dass es für mich sehr ungünstig ist, hinten zu stehen. Ich sehe nichts, und die Menschen vor mir drücken mir ihre Rücken ins Gesicht. Nicht so nice.</p><p>Als wir unsere Mäntel an der Garderobe abgaben, bemerkten wir, dass man auch direkt <em>neben</em> der Bühne stehen konnte. Dort war noch alles frei. Und so kam es, dass wir in der ersten Reihe direkt an der Bühne standen – seitlich eben.</p><p>Die Band trat auf, und wir versanken in der Musik.</p><p>Von meinem Platz an der Seite konnte ich direkt in die Gesichter des restlichen Publikums sehen, das vorne an der Bühne stand. Was sah ich? Entspannung, Begeisterung, Rührung, Ekstase, Freude, Respekt, Gelöstheit.</p><p>Ich frage mich, wann wir im Alltag diese Mischung an Gefühlen erleben.</p><h2>Wozu brauchen wir Kunst in schwierigen Zeiten?</h2><p>Im letzten Newsletter ging es ungewohnt finster zu. Ich habe über die neuen KI-Entwicklungen und die Ausbreitung des Überwachungskapitalismus geschrieben und darüber, was das für uns alle und für Künstler im Speziellen bedeutet.</p><p>Die Kurzform: eher nichts Gutes.</p><p>Die Langform: <a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/95589b07-a912-4652-b721-6ab7a0bebb4c">kannst du hier nachlesen – “Big Tech und der große Sumpf”.</a></p><p>Wenn wir uns die Weltlage so ansehen, die Krisen und Konflikte, alles, was mit dem Klima zu tun hat, was politisch gerade so los ist etc., dann liegt der Schluss nahe, dass es gerade nicht die Zeit für Kunst ist. Wir betrachten Kunst als Deko. Nett, aber nicht notwendig. Sie kann unser Leben aufhübschen, ein bisschen heller machen wie eine Lichterkette. Sie riecht gut und ist schön anzusehen. Wir fühlen uns bei ihr wohl. Aber in Zeiten wie <em>diesen</em> ist sie fatale Weltflucht, eine Ablenkung, die uns von den wirklich wichtigen Dingen, die gerade zu tun wären, fernhält.</p><p>Ehrlich gesagt, finde ich <em>diese</em> Einstellung fatal.</p><p>(Ich ertappe mich selber oft genug dabei.)</p><p>Natürlich können wir uns mit Kunst berieseln. Tagelang Netflix-bingen, um zu vergessen, was da draußen los ist. Viel Geld in ein Gemälde stecken, um unseren gesellschaftlichen Status aufzubessern oder das Ambiente unseres Wohnzimmers zu optimieren. Im Supermarkt fröhliche Musik laufen lassen, um Kunden in Kauflaune zu bringen.</p><p>Ja, das sind vielleicht nicht die besten Arten, sich mit Kunst zu beschäftigen.</p><p>Aber ich meine etwas anderes.</p><h2>Gerade in Zeiten, in denen um uns herum der Sturm tobt, gibt Kunst uns ein Zuhause.</h2><p>Kunst ist nicht die Lichterkette am Gartenzaun. Sie ist das Lagerfeuer, an dem wir uns wärmen und als Menschen zusammenkommen.</p><p>Wir leben in fordernden Zeiten, in vielerlei Hinsicht. Und wir neigen dazu, dabei zu vergessen, was wirklich zählt. Wir vergessen unsere Menschlichkeit.</p><p>Wir schielen auf Produktivität, auf unser Vorankommen, auf unseren gesellschaftlichen Status. Wir suchen Ablenkung und Betäubung. Wir fühlen uns überrannt, werden von Ängsten überschwemmt. Wir investieren viel, um diese Gefühle nicht wirklich wahrzunehmen. Wir suchen nach Orientierung und haben dann wieder keine Zeit dafür. Wir hetzen von Termin zu Termin. Und dann, in ruhigen Momenten, steigt die Einsamkeit auf, die wir mit digitalem Input bekämpfen. Wir schimpfen auf die Regierung und die Afd und vergessen unserer Freundin zu erzählen, dass wir gerade eine schwere Zeit durchmachen. Wir finden keine Zeit, unsere 90-jährige Oma anzurufen.</p><p>Und dann gehen wir ins Konzert und hören dieses eine Lied.</p><p>Sitzen mit dem Buch auf dem Sofa und lesen diesen einen Satz.</p><p>Sehen an der Wand im U-Bahntunnel diesen einen Schriftzug.</p><p>Und plötzlich wird etwas ganz ruhig in uns. Oder ganz aufgewühlt. Emotionen steigen auf. Du verstehst etwas, tief in dir drinnen. Du fühlst dich verstanden. In diesem einen Augenblick ist der Zeitstrom für dich unterbrochen. Du bist im Hier und Jetzt, ganz bei dir. Du spürst. Du erahnst. Du erkennst. Und du verstehst, dass du nicht allein bist. Jemand hat dich verstanden. Jemand hat es aufgeschrieben. Jemand hat ein Lied daraus gemacht. Jemand hat es an die Wand gesprayt.</p><p>Es gibt Dinge, die verbinden uns alle. Und Kunst erinnert uns daran.</p><p>Und genau das ist der Grund, warum ich Kunst machen möchte.</p><p>(Der zweite Grund ist, dass ich sonst ersticken würde.)</p><p>Tu dir einen Gefallen, und lass Kunst in dein Leben. Suche sie auf wie eine gute Freundin. Pflege diese Beziehung. Organisiere Dates mit ihr. Und unterstütze die Menschen, die diese Kunst unter schweren Umständen zur Welt gebracht haben. Denn wir brauchen sie.</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Dieser TEDx-Talk hat mich letzte Woche sehr inspiriert</h3><p>Amie McNee, Künstlerin, Autorin und kreative Inspiratorin (schönes Wort) für viele, viele Menschen geht in ihrem TEDx-Talk <em>The case for making art when the world is on fire </em>von einer ähnlichen Frage aus: Sollten wir überhaupt noch Kunst machen, wenn es in der Welt gerade viel drängendere Probleme gibt?</p><p>Schau rein und lass dich inspirieren:</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2XZ9z6OewR0">Amie McNee: The case for making art when the world is on fire. TEDx-Talk auf YouTube</a></p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2XZ9z6OewR0"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b05c321e-fd78-40e9-9c42-6e16f15ccb9c/uploads/images/if4zehebp3/Bild_11.11.25_um_10.43.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Screenshot aus dem TED-Talk von Amie McNee. Sie steht auf der Bühne. Hinter ihr ist eine große Leinwand, auf der folgendes steht: Making art gives you agency in a world where we have little control. Creativity is our power to enact change. Artists bring order to the chaos."/></a><hr aria-hidden="true"/><h3>Und für alle, die neugierig sind, auf was für einem Konzert ich war…</h3><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=cVooxACxC-o&amp;list=RDcVooxACxC-o&amp;start_radio=1">Dieses Video sollte euch einen guten Eindruck verschaffen. 😊</a></p><p>Nimm dir fünf Minuten Zeit, lass alles andere stehen – und genieße.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Du liest diesen Newsletter gerne und möchtest meine Arbeit unterstützen?</h3><p>Dann werde mit deinem Abo Mitglied des women &amp; arts Café!</p><p>Im Rahmen des Café finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Das können lockere Austauschabende, Offene-Werkstatt-Gespräche, Lesungen oder Buchvorstellungen sein – alles, was uns verbindet und uns ins Gespräch bringt.</p><p>Als Mitglied bist du bei den Veranstaltungen kostenlos dabei und erhältst zudem Rabatt auf meine Workshops und Kurse.</p><p>Schließe jetzt eine Mitgliedschaft deiner Wahl ab und verbinde dich mit einer lebendigen Community!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Thu, 27 Nov 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[💌 diary of a writing woman: Nov' 25]]></title>
      <description><![CDATA[Große Pläne, große Emotionen. Also alles normal bei mir.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>💌 diary of a writing woman</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e603c48-20af-4d0a-9b4c-f5f28651a265/uploads/images/wwuznaen6r/3.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ihr Lieben!</p><p><a href="https://steady.page/eccd2100-db0a-47b8-b2ca-dbfb42ae074b/posts/0e603c48-20af-4d0a-9b4c-f5f28651a265">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[diary of a writing woman]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e603c48-20af-4d0a-9b4c-f5f28651a265/teaser_image/1765361284?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Thu, 20 Nov 2025 10:54:51 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Big Tech und der große Sumpf]]></title>
      <description><![CDATA[Wir leben im Überwachungskapitalismus. Was hat das mit Kunst zu tun?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Seit ich meinen letzten Text über KI mit euch geteilt habe, hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Es ist, als wäre mir erst durch das Schreiben dieses Textes bewusst geworden, was da eigentlich gerade passiert. Mit mir, mit uns allen.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/posts/5dbec2cc-7cb9-4f3f-9ef9-ba7b643c5579">Wenn du den Text verpasst hast – hier kannst du ihn nachlesen: KI und ich. Was KI für mich als Schreibende bedeutet.</a></p><p>In meinem letzten Newsletter ging es darum, wie Kreative aller Couleur durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz ausgebeutet wurden. Ihre Werke wurden illegal kopiert und dazu benutzt, um eine neue Technologie zu trainieren, die ihre Arbeit jetzt überflüssig macht (ohne dass auch nur einer von ihnen dafür entlohnt wurde).</p><p>Musik, Bilder, Texte – all das erledigen jetzt Maschinen, viel billiger und effizienter als ein Mensch es je könnte. Auch beim Film verlieren Menschen ihre Jobs: Schauspieler, Kostüm- und Kulissenbildnerinnen, Synchronsprecher. Ihre Arbeit wird Stück für Stück ersetzt, durch Maschinen.</p><p>Das bedeutet, dass es für Kunstschaffende immer schwerer wird, von ihrer Kunst zu leben. Das ohnehin schon raue Pflaster der Kunstszene schlägt uns nicht mehr nur die Knie auf; es wird vielen vermutlich das Genick brechen.</p><p>Das, was da gerade passiert, hat aber nicht nur mit Künstlicher Intelligenz zu tun – und auch nicht nur mit Kunst. Künstliche Intelligenz an sich ist nur eine Technologie, eine neue und mächtige. Was sie so gefährlich macht, ist, dass sie Teil eines größeren Systems ist. Und dieses System betrifft nicht nur die Kunstsphäre oder unsere Arbeitswelt, sondern alle Bereiche unseres Lebens – und sie hat massiven Einfluss darauf, wie unser Leben in Zukunft aussehen wird.</p><h2>Mit der Nase tief im Sumpf des Überwachungskapitalismus</h2><p>Wie immer, wenn mich Fragen nicht loslassen, wende ich mich als erstes an mein Bücherregal. Und siehe da – ich traf eine gute Freundin, die Antwort wusste.</p><p>Shoshana Zuboff nimmt in ihrem stolzen 700-Seiten-Werk “Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus” die gegenwärtige Zeit genau unter die Lupe. Ihre kluge Analyse lässt mich den Atem anhalten, wann immer ich sie lese (ich bin noch längst nicht durch), und dann suche ich hektisch einen Stift, um mir alles zu notieren.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/95589b07-a912-4652-b721-6ab7a0bebb4c/uploads/images/eesshdzmzd/IMG_0986.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Zuboff beschreibt ihr Vorhaben wie folgt:</p><blockquote><p>Es geht um die Verfinsterung des digitalen Traums und dessen rapide Mutation zu einem ganz und gar neuen gefräßigen kommerziell orientierten Projekt, dem ich den Namen Überwachungskapitalismus gegeben habe.</p></blockquote><p>Doch was ist überhaupt neu an dieser Form – und warum ist es nötig, ihn vom Kapitalismus abzugrenzen, den wir bislang kennengelernt haben (und der ja auch genügend Schattenseiten besitzt)?</p><h3>Was ist Überwachungskapitalismus?</h3><p>Überwachungskapitalismus hat etwas mit der digitalen Sphäre zu tun, insofern als die digitalen Technologien seinen Aufstieg erst möglich gemacht haben. Er ist jedoch nicht auf die digitale Sphäre beschränkt, sondern neigt dazu, sich in alle Bereiche unseres Lebens auszudehnen. Warum, das werden wir noch sehen.</p><p>Beim Überwachungskapitalismus wird nicht mit physischen Produkten oder Rohstoffen gehandelt, die in Fabriken hergestellt oder aus der Natur gewonnen werden. Sondern der Rohstoff in dieser Wirtschaftsform sind wir Menschen selbst, genauer gesagt: unser Verhalten.</p><p>Dieses Verhalten wird durch Überwachung in Daten umgewandelt, und mit diesen Daten lassen sich jede Art von Geschäften machen. Das sah eine Weile noch recht harmlos aus.</p><h3>Das Geschäft mit der Werbung</h3><p>Ich habe eine Zeitlang meine Kleidung gerne bei Esprit im Online-Shop gekauft. Durch die digitale Überwachung mithilfe von Cookies wusste daraufhin jede weitere Website, die ich nach einem solchen Kauf besuchte, wo ich vorher gewesen bin und was ich dort getan habe. Das bedeutete, dass mich Esprit-Werbung durch das ganze Internet verfolgte. Egal, ob ich auf der Website einer Zeitung einen Artikel lesen oder mir bei Chefkoch ein neues Rezept besorgen wollte – überall wurden mir dieselben Werbebanner angezeigt.</p><p>Es war nervig, und außerdem <em>hatte</em> ich bereits eingekauft – und keine dieser Anzeigen verleitete mich je dazu, tatsächlich auf sie zu klicken.</p><p>Die Methoden jedoch wurden feiner. Wir wissen, dass in den Sozialen Medien wie Instagram, Facebook, TikTok und so weiter diese Überwachung für Werbezwecke perfektioniert wurde. Diese Apps erfassen nicht einfach nur die Kaufgewohnheiten ihrer User, sondern sie wissen ganz genau, in welcher Stimmung sich der User gerade befindet, welche Videos er in diesem Moment braucht, und welche Werbung ihn dabei am ehesten abholt.</p><p>Doch mittlerweile geht es bei der ganzen Überwachung leider nicht mehr nur um harmlose Werbung, die uns dazu verleiten soll, etwas zu kaufen.</p><h3>Massenmanipulation für Individuen</h3><p>Unter dem Druck, immer schneller zu wachsen und höhere Profite einzufahren, erschlossen sich die großen digitalen Unternehmen einen neuen lukrativen Geschäftszweig. Es war eine Sache, das Verhalten von Usern mit hoher Wahrscheinlichkeit <em>vorhersagen</em> zu können (“in der jetzigen Stimmung wird er sich diese App mit hoher Wahrscheinlichkeit herunterladen…”). Im nächsten Schritt ging es darum, das Verhalten der User proaktiv zu <em>steuern</em>. Also ganz bestimmte Verhaltensweisen aus ihnen herauszukitzeln – bestimmtes Verhalten zu provozieren.</p><p>Das rief ganz neue Kunden auf den Plan.</p><p>Waren es vorher Unternehmen, die einfach etwas verkaufen wollten (die gibt es natürlich immer noch), sind die neuen Kunden von überwachungskapitalistischen Unternehmen von einem ganz anderen Kaliber. Das können Regierungen, Staaten, Geheimdienste, Terroreinheiten, militante Gruppen oder durchgeknallte Milliardäre sein.</p><p>Wer auch immer genug Geld hat, kann heute dafür zahlen, dass das Verhalten der Masse zu einem bestimmten Ziel gelenkt wird. Und das nicht über breitgesteuerte Propaganda, die im Fernsehen oder im Radio läuft und für alle Menschen gleich aussieht. Stattdessen bekommt im Überwachungskapitalismus jedes Individuum eine Spezialbehandlung, die auf dem immensen Berg an Daten fußt, den es über diesen Menschen gibt.</p><p>Wir können hier also von einer beispiellosen massenhaften Manipulation von Individuen sprechen, die unsere persönlichsten und privatesten Gedanken, Emotionen, Wünsche und Sehnsüchte kennt.</p><p>Keiner von uns ist davor sicher. Über jeden von uns gibt es massenhaft Daten, und wir alle haben unsere schwachen Punkte.</p><p>Künstliche Intelligenz macht diese Methode noch effizienter. Weil sie noch effektiver Daten sammelt (wir vertrauen unseren Chatbots noch viel mehr an als unseren Suchmaschinen – eben weil sich die Interaktion mit ihnen so menschlich anfühlt) und weil sie schneller den je massenhaften Content für unzählige Individuen herstellen kann.</p><h3>Eine enorme Bedrohung</h3><p>Es liegt auf der Hand, dass diese Entwicklung unsere Gesellschaften, unsere Demokratien, unser Zusammenleben und damit unseren Alltag enorm bedroht. Schon heute bemerken wir die schädlichen Auswirkungen dieses perfiden Systems, das sich hinter bunten Icons, lustigen Videos und praktischen Haushaltsgeräten verbirgt.</p><p>Wer denkt, dass er sich davon fernhalten kann, indem er auf Social Media verzichtet, der irrt. Das System sitzt längst viel tiefer. Es ist in unsere Nachrichten-Apps integriert, in den Großteil aller Websites, die wir besuchen, in die meisten Tools, die wir online nutzen und in unzählige Produkte, die bei uns zu Hause herumstehen.</p><p>Und selbst wenn wir es als Einzelne schaffen, alle Tools und Apps und Websites und Produkte zu meiden, die überwachungskapitalistisch funktionieren, spüren wir die Auswirkungen dieses Systems dennoch längst in allen Bereichen unseres Lebens. Es beeinflusst unsere Arbeitswelt, unsere Beziehungen, unsere psychische Gesundheit, unser Konsum- und unser Wahlverhalten – unsere gesamte Umwelt. Kurz: Es schafft die Bedingungen, unter denen wir heute leben und arbeiten.</p><p></p><p>So. Das war heftig. Kurz durchschnaufen.</p><p>😤</p><p></p><p>Ich möchte zu dem Thema noch drei Gedanken mit euch teilen – Gedanken, die ich von Shoshana Zuboff habe und die mich sehr beschäftigt haben.</p><h4>Gedanke 1:</h4><p>Die Technologie ist nicht schuld an dieser Misere.</p><p>So, wie die digitale Welt sich uns heute präsentiert, müsste sie nicht aussehen. Es gibt keine Notwendigkeit dafür, dass die Technologie auf diese Weise funktioniert: ausbeuterisch, unsere Daten sammelnd, unsere Privatssphäre ausspionierend, zutiefst manipulierend und unsere Demokratie untergrabend.</p><p>Technologie folgt immer der Logik, die ihr zugrundeliegt. Und wir hätten ihr auch eine menschliche Logik geben können. Haben wir aber nicht. Wir gaben ihr eine ausbeuterische Logik.</p><p>(Autsch.)</p><h4>Gedanke 2:</h4><p>Der Überwachungskapitalismus schleudert uns zurück in feudale Machtverhältnisse.</p><p>Wir sind in unserem Selbstverständnis moderne, gebildete Individuen, die um ihre Würde und ihr Recht auf Selbstbestimmung wissen. Doch wir treffen zunehmend auf Umstände, die uns wieder zu Leibeigenen machen – zu Menschen, deren Arbeit nur dem Profit anderer dient, ihnen selbst kaum genug zum Leben übriglässt und die keinerlei Mitspracherecht in Bezug auf die Umstände haben, in der sie leben.</p><p>(Gruselig.)</p><h4>Gedanke 3:</h4><p>Das ist scheiße.</p><p>(Richtig scheiße.)</p><p>(Ok, <em>der</em> Gedanke kommt von mir.)</p><h3>Was hat das mit <em>women &amp; arts</em> zu tun?</h3><p>Vielleicht kommt dir dieses Thema ziemlich weit weg vor von dem, worüber ich hier sonst so schreibe. Ist es aber nicht. Denn Kunst ist keine frei im All schwebende Blümchenwiese. Sie ist Teil ihrer Zeit, genau wie wir Teil unserer Zeit sind. Und je besser wir diese Zeit verstehen, desto handlungsfähiger werden wir.</p><p>Und darum geht es mir: Ich möchte hier kein Schreckgespenst aufrichten. Sondern ich möchte der Realität mit offenen Augen begegnen. Ja, die Realität sieht an vielen Stellen gruselig aus. Ja, auch auf mich wirkt sie zuweilen als viel zu groß und komplex und einschüchternd. Ja, das ist alles ganz schön viel.</p><p>Und gleichzeitig tun sich, wenn wir genau hinsehen, neue Spielräume auf. Möglichkeiten, die wir nur erkennen, wenn wir uns trauen, wirklich hinzusehen.</p><p>Ich sehe große Möglichkeiten.</p><p>Ich sehe, dass Kunst gerade wichtiger wird denn je.</p><p>Was ich genau damit meine, darüber sprechen wir das nächste Mal. (Für heute ist der Text echt lang genug.)</p><p>Ich sage nur so viel:</p><p>Alles wird gut. Weil wir es gut machen werden.</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wenn du das Thema vertiefen möchtest,</h3><p>lege ich dir “Das Zeitaltes des Überwachungskapitalismus” von Shoshana Zuboff ans Herz. Eine so kluge, tiefe und dabei so menschliche und warmherzige Analyse, dass es eine wahre Freude ist, sie zu lesen. Auch wenn das Thema starker Tobak ist.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/95589b07-a912-4652-b721-6ab7a0bebb4c/uploads/images/3lcfghlcnt/IMG_0985.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><a href="https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/wirtschaft/das_zeitalter_des_ueberwachungskapitalismus-15097.html?srsltid=AfmBOoqWipXdaru5WfdD15pXJDPFZ_nJ9dGBfYvpSVaQbHsZVRB14y4W">Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. 2018 auf Deutsch erschienen im Campus Verlag. 727 Seiten.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wenn du lieber eine Doku siehst,</h3><p>dann sieh dir in der arte-Mediathek die frei erhältliche Dokumentation “Der digitale Tsunami” an. Auch hier bekommst du einen guten Einblick, in das, was im Digitalen gerade passiert – und was das für Auswirkungen auf uns alle hat. Ernst, aber nicht hoffnungslos. Sollte man mindestens zu zweit schauen – denn danach hast du Redebedarf, garantiert.</p><p><a href="https://www.arte.tv/de/videos/114598-000-A/der-digitale-tsunami/">arte-Doku: Der digitale Tsunami. 84 Minuten. Verfügbar bis zum 18.01.26.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Gemerkt?</h3><p>Dieser Newsletter erschien Donnerstag um 18 Uhr, statt Dienstag um 10 Uhr. Ich experimentiere noch mit dem optimalen Zeitpunkt. Was sagst du dazu? Wann würdest du in Zukunft gerne von mir lesen?</p><p>Schreib mir an <a href="mailto:mail@miriamschaan.de">mail@miriamschaan.de</a> oder antworte einfach auf diese Mail.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Du liest diesen Newsletter gerne und möchtest meine Arbeit unterstützen?</h3><p>Dann werde mit deinem Abo Mitglied des women &amp; arts Café!</p><p>Im Rahmen des Café finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Das können lockere Austauschabende, Offene-Werkstatt-Gespräche, Lesungen oder Buchvorstellungen sein – alles, was uns verbindet und uns ins Gespräch bringt.</p><p>Als Mitglied bist du bei den Veranstaltungen kostenlos dabei und erhältst zudem Rabatt auf meine Workshops und Kurse.</p><p>Schließe jetzt eine Mitgliedschaft deiner Wahl ab und verbinde dich mit einer lebendigen Community!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Thu, 13 Nov 2025 17:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[KI und ICH]]></title>
      <description><![CDATA[Was KI für mich als Schreibende bedeutet. Außerplanmäßiger Newsletter über ein außerplanmäßiges Thema.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Als ich im Mai 2021 anfing, als Texterin im Marketing zu arbeiten, hätte ich nie gedacht, dass bereits 18 Monate später ein technologischer Sprung die Grundlage meiner Selbstständigkeit zerstören sollte. Ich hatte gerade erst angefangen, als freie Texterin Fuß zu fassen, da bröckelte bereits die Zahlungsbereitschaft meiner Kunden. Texte konnte man nun einfach mit einem Klick erwerben. Warum sollte man mir dafür noch teure Arbeitsstunden bezahlen?</p><p>Ich habe nicht sofort verstanden, wie tiefgreifend diese Veränderung war. Wenn es einen Hype gibt, bin ich eher skeptisch. Wenn alle sich auf eine Technologie stürzen, trete ich einen Schritt zurück. Ich versuche, das Gesamtbild zu verstehen, bevor ich mich selbst darin verstricke.</p><p>Als Texterin stand ich vor der Wahl: Mich zur KI-Marketing-Expertin weiterentwickeln – oder aussteigen. Ich stieg aus. Weil ich mir nicht vorstellen konnte, nur noch eine Maschine zu bedienen, statt selbst zu schreiben.</p><p>Ich denke heute, so ähnlich muss es sich für all die Gewerke angefühlt haben, als die Industrialisierung mit ihren Fabriken und Fließbändern einsetzte. Für die Weber, die ihre Lebensgrundlage verloren und nun in Fabriken Knöpfe drückten. Knöpfe von Maschinen, die Stoffe nicht unbedingt besser, aber schneller und billiger webten.</p><p>Was wir gerade erleben, ist eine neue Art der Industrialisierung. Genauso tiefgreifend und irreversibel. Und dieses Mal hat es mein Gewerk getroffen – und das von vielen Menschen, die jegliche Art von Kopfarbeit leisten.</p><p>Ich muss gestehen, dass ich darauf nicht vorbereitet war. Ich bin studiert, ich bin intelligent. Ich war mir sicher, dass ich beruflich niemals in einer Fabrik würde stehen müssen. Nun, ich muss nicht in die Fabrik, aber die Fabrik ist in meinem Mac. Wenn ich mit Texten Geld verdienen will, kann ich das tun. Ich muss nur anfangen, die KI zu bedienen. Mich ans Fließband zu stellen und Knöpfe zu drücken.</p><p>Das ist schmerzhaft, aber noch viel schmerzhafter ist etwas anderes:</p><p>Die technologischen Errungenschaften der KI fußen auf Reichtümern, die ihr nicht gehören. Ausnahmslos alle KI-Modelle wurden mit den kreativen Erzeugnissen von Menschen gefüttert, die dafür nicht entlohnt wurden. Es gab eine Zeit, da führte Meta Gespräche mit Verlagen, um eine mögliche Lizenzierung von Büchern zum Training der KI zu prüfen.</p><p>Daraus ist offensichtlich nichts geworden. Und doch wurden all die Bücher zum Training der KI verwendet. Illegal. Unlizenziert.</p><p>Dass die KI heute so treffend formulieren kann, liegt daran, dass sie mit den Werken unzähliger Kreativer gespeist wurde. Unzähliger Autorinnen und Autoren, die noch jedes Wort per Hand aufs Papier setzten oder Buchstabe für Buchstabe in den Rechner tippten.</p><p>Und nun verlieren all diese Menschen ihre Jobs. Die Gewinne, die die KI-Modelle erwirtschaften, fließen vollständig in die Taschen anderer. Kreative sehen davon keinen Cent, im Gegenteil. Sie geraten mit ihrer Kreativität weiter unter Druck. Und das ist auch der Ort, an dem ich stehe.</p><p>Ich frage mich heute: Gibt es eine Zukunft für Menschen wie mich? Eine Zukunft für Menschen, die schreiben, für Menschen, die malen, zeichnen? Doch Kreativität ist so viel mehr als schreiben, malen, zeichnen. Es geht gar nicht um die Wörter, den Text, das Bild, das entsteht. Kreativität ist eine menschliche Fähigkeit, eine Kraft, eine Energiequelle, die vieles hervorbringt. Für mich ist sie wie die Luft zum Atmen.</p><p>Und ich muss auch während der Arbeit atmen.</p><p>Ich kann mir eine Arbeit, bei der ich nicht kreativ sein darf, nicht vorstellen.</p><p>Ich möchte sie mir nicht vorstellen.</p><p>Ich möchte mir Kreativität nicht <em>leisten</em> wie eine Luxushandtasche.</p><p>Meine Kreativität <em>ist</em> Arbeit. Erfüllende Arbeit.</p><p>Und die Ergebnisse dieser Arbeit sind ebenfalls wertvoll. Für mich, für andere.</p><p>Und in diesen Worten deutet sich mir eine Erkenntnis an: Mir geht es in der Kunst, im Schreiben um Verbindung. Nicht um den Text, das Buch. Sondern um echte Erfahrungen. Um Austausch. Um Begegnung. Als Menschen.</p><p>Ich glaube, die gegenwärtige Zeit ist eine Chance, uns das wieder bewusst zu machen. Worum es eigentlich geht. Wollen wir wirklich einfach Texte und Bilder produzieren – oder wollen wir uns <em>begegnen</em>?</p><p>Ich möchte Begegnung. Ich möchte Echtheit. Ich möchte Verbundenheit.</p><p>Darum wirst du in diesem Newsletter auch immer nur meine echte Stimme hören. Meine Gedanken, meine Worte.</p><p>Eine KI kann das nicht wiedergeben. Was ich fühle, was ich denke, was ich erlebe.</p><p>Aber ich kann das. Und ich erzähle dir davon, weil ich dich daran erinnern möchte, dass es – egal wie <em>hightech</em> die Welt um uns herum erscheint – in uns immer noch etwas Menschliches gibt. Einen Kern, der unantastbar ist und den wir alle teilen. Eine Tiefe jenseits aller Technologie. Das kann uns niemand nehmen.</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Unterstütze meine Arbeit!</h3><p>Spricht dich meine Arbeit an? Dann freue ich mich über deine Unterstützung! Mit dem Abschluss eines Abos deiner Wahl sorgst du dafür, dass ich hier weiterhin schreiben kann.</p><p>Als Dankeschön erhalten Mitglieder kostenlosen Zugang zu allen Veranstaltungen des women &amp; arts Café – das können Austauschabende, Buchvorstellungen oder Lesungen sein. Egal, welches Abo du wählst – der Zugang ist für alle gleich.</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Sieh dir hier die verschiedenen Pakete an.</a></p><p>Ein dickes Dankeschön vorab!!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 10:27:11 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Nachts im Atelier]]></title>
      <description><![CDATA[Was passiert, wenn Künstlerinnen gemeinsam unterwegs sind.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Als ich den hellen Raum betrete, ist es draußen schon dunkel. Es sind gar nicht so viele Menschen wie ich dachte. Etwas schüchtern folge ich meiner Begleiterin, die mich hergeschleppt hat. Ich kenne mich mit Kunst nicht aus, denke ich.</p><p>Wenn ich im Museum vor Gemälden stehe, liegt etwas zwischen mir und dem Bild. Etwas, das meine Wahrnehmung trübt. Es ist meine Unwissenheit, denke ich, doch dann merke ich dass es eigentlich nur der <em>Gedanke</em> an meine Unwissenheit ist, der mich blockiert.</p><p>Aber wir sind heute nicht in einem Museum. Wir sind in einem Atelier. In der Kölner Südstadt haben an diesem Wochenende viele Ateliers ihre Türen geöffnet. Und weil ich dieses Wochenende in Köln bin und die Freundin, die ich besuche, kunstverrückt ist und ich kunst<em>neugierig</em>, stehen wir schließlich im Hauptraum des <em>Atelier V11</em>, das 15 Künstlerinnen und ihre Kunst beherbergt.</p><p>Der Raum ist eher schmal und erstreckt sich schier unendlich in das Gebäude hinein, ich kann die hintere Wand von der Tür aus nicht sehen. Links und rechts an den Seiten ist der Raum in Parzellen unterteilt, in denen die Künstlerinnen ihre Werkstätten eingerichtet haben. Schränke, Regale, Tische und Vorhänge fungieren als Raumteiler.</p><p>Ich wandere mit der Freundin von Parzelle zu Parzelle. Die ersten Minuten tappe ich ihr linkisch hinterher, dann packen mich die Bilder und ich verliere meine Scheu. Jede Werkstatt ist eine eigene Welt und ich tauche vollständig ein.</p><p>Die Künstlerin<em> </em>exxrags macht ihre Bilder aus gebrauchten Stoffen, die sie als Collagen zusammennäht und über einen Rahmen spannt. Ich bleibe vor dem größten ihrer Bilder stehen und lasse die leuchtenden Farben auf mich wirken. Dann wende ich den Blick nach rechts auf die Seite und sehe dort übereinandergestapelte Plastikkisten stehen, in denen die Künstlerin ihre Stoffe aufbewahrt. Direkt daneben ihr Tisch, auf dem eine Nähmaschine steht.</p><p>In der nächsten Parzelle hat Marleen Maxeiner nicht nur großformatige Bilder an den Wänden, sondern auch den Boden bemalt. <em>Wo entdeckst du Kunst?</em>, fragt der Schriftzug zu meinen Füßen. Links in der Ecke steht ihr Werktisch, darauf mehrere Dosen mit Pinseln und ein riesiger Spachtel, gut 30 Zentimeter breit.</p><p>Ich gucke und staune. Es übt eine besondere Faszination auf mich aus, dass ich hier nicht nur die fertigen Werke bewundern , sondern die Bilder am Ort und im Kontext ihres Entstehens erleben kann.</p><p>Wir gehen weiter und stehen schließlich vor Bildern aus der Wolkenserie von You-Jin Chang. Ich versinke augenblicklich. Das Bild mit den roten Wolken nimmt mich in seinen Bann. Ich spüre einen unwiderstehlichen Sog und vergesse alles.</p><p>Ich vergesse, wer ich bin und was mich hierher geführt hat. Ich vergesse meine Begleitung. Vergesse, welchen Tag wir haben und wann mein Zug morgen geht. Vergesse alles, was wichtig und unwichtig ist.</p><p>Vor diesem Bild bin ich einfach nur da.</p><p>Als ich mich schließlich doch losreiße, hat mein Herz einen Entschluss gefasst, einen Entschluss, den ich in den letzten Jahren schon oft gefasst habe und den ich immer wieder erneuere. Dass ich Kunst in meinem Leben haben will. Dass Kunst ein zentraler Bestandteil meines Lebens sein soll.</p><p>Wir gehen weiter und sprechen mit Maike Würker, die uns mit leuchtenden Augen erklärt, wie das Bild mit den fließenden Farben entstanden ist. Dass es ihr darum gehe, es buchstäblich fließen zu lassen, nicht nachzudenken. Den Prozess nicht kontrollieren zu wollen. Sie arbeitet mit viel Wasser und verlässt das Atelier, wenn die Farben noch nass sind. Es sei jedes Mal eine Überraschung, wie das Bild am Ende aussieht. Sie zeigt auf Details, die zufällig entstanden sind, und sie lächelt und strahlt, und ich sage ihr, dass ich genau weiß, was sie meint.</p><p>Denn ich weiß genau, was sie meint. Dass es nichts Schöneres gibt als sich von der eigenen Kunst überraschen zu lassen.</p><p>Wir holen uns einen Sekt und lassen die Bilder von Julia Pleiter auf uns wirken. Sie zeigt uns ihre Lieblingsfarbe, welchen Song sie beim Malen hörte und welche Stimmung welches Bild inspirierte. Der Abend plätschert dahin und dann ist es auf einmal spät und wir brechen auf, und unter meinem Arm klemmt ein sorgfältig in Luftpolsterfolie eingeschlagener Bilderrahmen mit einem Bild von You-Jin Chang, das mich unbedingt begleiten wollte. (Nicht das große rote Wolkenbild, eine kleinere Schwester.)</p><p>Am nächsten Tag nehme ich all diese Eindrücke mit in den Zug nach Berlin, und statt meine Reisetasche zu beschweren, machen sie sie leichter. Ich sitze am Fenster und lasse die Landschaft an mir vorbeiziehen, mein Atem wird ruhiger und mein Brustkorb weitet sich.</p><p>Ich habe Künstlerinnen getroffen. Es gibt sie wirklich. Ich bin nicht allein. Wir sind gemeinsam auf dem Weg. Kommst du auch mit?</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>🙌 Wir machen uns gegenseitig groß</h2><p>Was mich an diesem Abend im Atelier V11 besonders fasziniert hat, war, wie sehr die Künstlerinnen sich untereinander unterstützt haben. Der Erfolg der einen ist der Erfolg von allen. Gemeinsam sind wir groß und bringen uns voran. Darum mache ich an dieser Stelle einen großen Shoutout für die Künstlerinnen des Atelier V11. Schau dir ihre Kunst an, stöbere in den Werken, kaufe ein Bild, schreib ihnen ein gutes Wort.</p><p>Hier geht’s also zu den Webauftritten der Künstlerinnen (in der Reihenfolge, wie sie im Text vorkommen):</p><p>Atelier V11 auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/atelier_v11/">@atelier_v11</a></p><p>exxrags – <a href="https://www.exxrags.de/">Website</a> und Instagram: <a href="https://www.instagram.com/exxrags_artist/">@exxrags_artist</a></p><p>Marleen Maxeiner auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/marleenmaxeiner_art/?hl=de">@marleenmaxeiner_art</a></p><p>You-Jin Chang – <a href="https://changy.art/">Website</a> und Instagram: <a href="https://www.instagram.com/changy.art/">@changy.art</a></p><p>Maike Würger auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/maikemaltdalena/">@maikemaltdalena</a></p><p>Julia Pleiter – <a href="https://juliapleiter.de/">Website</a> und Instagram: <a href="https://www.instagram.com/julia.pleiter.art/">@julia.pleiter.art</a></p><p><em>Fußnote: Ihr wisst, dass ich ungern auf Instagram verlinke, aber heute will ich da mal eine Ausnahme machen.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h2>⭐️ In eigener Sache: Die neue Textsprechstunde</h2><p>Du hast einen Text geschrieben und bist dir damit unsicher. Du wünschst dir professionelles Feedback und Hilfe an bestimmten Stellen, an denen du nicht weiterkommst. Du willst einfach mal hören, ob du auf dem richtigen Weg bist. Du wünschst dir konkrete Tipps, um deinen Stil zu verbessern.</p><p>Für all das ist die neue Textsprechstunde da.</p><p>Du schickst mir vorab deinen Text und wir treffen uns zu einem 90-minütigen Videocall, um all deine Fragen zu besprechen. Mein ehrliches und immer konstruktives Feedback, das dich ermutigt und voranbringt, inklusive.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Sieh dir hier das Angebot an</a> – und schreib mir bei Interesse. Dann treffen wir uns auf ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir alles Weitere klären.</p><p>Du musst das nicht alleine schaffen! Ich bin gerne an deiner Seite.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>💁‍♀️ Wer hier schreibt</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/vcbikra4m6/LOGO_Neu_Entwurf-18.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hi, ich bin Miriam.</p><p>Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Schreibmentorin. Ich schreibe und bringe andere zum Schreiben.</p><p>Ich verfasse Kurzgeschichten und Essays und arbeite derzeit an meinem Romandebüt. In diesem Newsletter nehme ich dich mit auf meine kreative Schreibreise, teile meine Ups and Downs und möchte dir damit zeigen, dass Kunst und kreative Arbeit vor allem eines ist: ein Prozess, dem es zu vertrauen gilt.</p><p>Dieses Vertrauen kann man lernen. Darum gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung in Schreibkursen und Workshops weiter, die dir dabei helfen, das zum Ausdruck zu bringen, was in dir schlummert. Denn alles, was du zum Kreativsein brauchst, trägst du bereits in dir.</p><p>Ich freue mich sehr, dass du auf dieser Reise dabei bist!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>🙋‍♀️ Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Meine Begrenzungen sind Teil meiner Kunst]]></title>
      <description><![CDATA[Zurück aus der Sommerpause. Wie mich ein Satz zum Nachdenken brachte.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Gestern Abend sitze ich schon etwas schummrig auf meinem Bett. Ich bin allein, Daniel ist beim Fußball, die Kinder schon im Bett (hallo Schulanfang!). Aus reiner Langeweile greife ich nach dem Bücherstapel, der links neben mir im Regal liegt, und ziehe wahllos ein Buch heraus. Es ist mein Kreativtagebuch, in dem ich Entdeckungen, Ideen und Gedanken notiere, die etwas mit meiner Kreativität zu tun haben. Ich blättere ein wenig darin herum, lese hier und da einen Eintrag. Und dann lese ich diesen Satz.</p><p><em>Meine Begrenzungen sind Teil meiner Kunst.</em></p><p>Ganz einsam steht er so in seiner Zeile. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen solchen Satz geschrieben zu haben. Und doch steht er da und es ist zweifellos meine Handschrift.</p><p><em>Meine Begrenzungen sind Teil meiner Kunst.</em></p><p>Im ersten Moment sträubt sich in mir etwas. Ich hasse meine Begrenzungen, um es ganz klar auszudrücken. Als die Kinder noch ganz klein waren, habe ich unsäglich darunter gelitten, dass ich keine Zeit für meine Kreativität fand. Nun, wo sie schon etwas größer sind (Grundschulalter alle drei, immerhin) und mein Alltag neue Freiräume aufweist, kämpfe ich mit meiner Gesundheit.</p><p>Ich arbeite an meinem Roman, doch in meinem Kopf befindet sich Nebel, seit Jahren, und egal was ich mit meinen Ärztinnen versuche, wir bekommen ihn einfach nicht vertrieben. (Ich bleibe dran.) Das bedeutet für mich: Ich arbeite gerade als Vollzeitautorin, kann mich beim Schreiben aber nur eine halbe Stunde bis Stunde am Stück konzentrieren, wenn überhaupt. An vielen Tagen gar nicht. Was mich einfach wahnsinnig macht. Und ich raufe mir regelmäßig die schönen Locken: Wie soll das gehen? Wie soll ich auf diese Weise jemals etwas von Wert erschaffen? (Und, nebenbei, <em>wie lange </em>soll das bitteschön dauern?)</p><p>Und dann merke ich, wie dieser Satz sich ins Tröstliche wendet.</p><p><em>Meine Begrenzungen sind Teil meiner Kunst.</em></p><p>Das ist keine Kapitulation. Es ist eine Aufforderung. Mach weiter. Lass dich nicht aufhalten. Warte nicht auf die perfekten Umstände. Und: Egal was dich gerade quält, lass es in deine Arbeit einfließen. Lass dich treiben. Kämpfe nicht dagegen an.</p><p>Ich werde diesen Satz heute mit in den Tag nehmen. Ihn in meinem benebelten Kopf hin- und herschieben und darauf lauschen, was er für Assoziationen hervorbringt. Was will mir dieser Satz für mein Romanprojekt sagen? Gibt es eine Form, die ich wählen könnte, die besser zu meiner Verfassung passt? Sollte ich kürzere Kapitel schreiben, weil ich lange gerade nicht überblicken kann? Gibt es eine sprachliche Form, die meine Begrenzung in etwas Neues, Kreatives, Poetisches verwandelt? Auf welche Weise kann ich meine Begrenzungen als Ressource sehen und aus ihnen Kraft schöpfen?</p><p>Je öfter ich den Satz in diesen Newsletter schreibe, desto klarer wird mir, dass er ein kraftvolles Mantra ist.</p><p><em>Meine Begrenzungen sind Teil meiner Kunst.</em></p><p>Arbeite mit dem, was du hast. Das macht Kunst, Kreativität aus.</p><p>Und damit melde ich mich zurück aus der Sommerpause. Schön, dass du wieder dabei bist!</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bd53c1c7-e947-45fb-ae6f-7b44b58660f0/uploads/images/bwfmgknb4q/IMG_0581.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Miriam legt auf dem Beifahrersitz während der Fahrt die Beine hoch, auf ihrem Schoß liegt ein Block, sie hält einen Stift in der Hand."/><figcaption>Noch ein schönes Mantra: Ich kann immer und überall schreiben.
Dieses Foto ist nicht besonders instagrammable, doch es hält eine herrliche Schreiberfahrung in diesem Sommer fest: Ich habe zum ersten Mal im Auto geschrieben, während der Fahrt. Daniel am Steuer, die Kinder auf der Rückbank, fahren wir stundenlang über die Autobahn durch den Regen – und ich schreibe und schreibe in meinen Block. Die vorbeiziehende Landschaft bringt mein Denken in Gang, herrlich.</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><h2>Geschenke!</h2><p>Ich habe für den <em>selfpublisher</em> einen Artikel über meine Erfahrungen auf Mastodon geschrieben.</p><p>Mastodon, das ist diese Twitter/X-Alternative. Was die meisten aber nicht wissen: Hinter Mastodon steckt noch viel mehr – ein nicht-kommerzielles, unabhängiges Social-Media-Universum, das ganz ohne Datenkraken, Tech-Milliardäre und fiese Algorithmen auskommt. Das <em>Fediverse</em>.</p><p>Nie davon gehört? Das geht vielen so – aber es wird höchste Zeit dafür. Wenn ich mir die Weltlage so ansehe und gleichzeitig bedenke, wie sich Instagram &amp; Co. entwickeln, sollten wir alle uns allmählich nach Alternativen umsehen. Denn die gibt es.</p><p>Ich jedenfalls habe damit begonnen, mir auf Mastodon ein zweites Standbein in einer freien Welt aufzubauen. Wer schon da ist und sich mit mir vernetzen will: Du findest mich unter @miriamschaan@cultur.social</p><p>Was es mit Mastodon auf sich hat, was das <em>Fediverse</em> ist und wie das alles überhaupt funktioniert, das erkläre ich in meinem Artikel im <em>selfpublisher</em>.</p><p>Und das Beste für dich: Ich habe vier Exemplare zu verschenken!</p><p>Wenn da in dir was zuckt, du das Thema spannend findest oder du den <em>selfpublisher</em> einfach mal gratis lesen möchtest, <a href="mailto:mail@miriamschaan.de">dann schreib mir einfach</a>. Ich schicke dir das Heft zu. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 😎</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bd53c1c7-e947-45fb-ae6f-7b44b58660f0/uploads/images/7wsvtudews/IMG_0806.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Vier Hefte des selfpublisher liegen auf dem Tisch, daneben ein offenes Exemplar des Heftes, auf dem man den Artikel über Mastodon sehen kann."/><hr aria-hidden="true"/><h2>Wer hier schreibt</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/vcbikra4m6/LOGO_Neu_Entwurf-18.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hi, ich bin Miriam.</p><p>Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Schreibmentorin. Das bedeutet: Ich schreibe und bringe andere zum Schreiben.</p><p>Ich verfasse Kurzgeschichten und Essays und arbeite derzeit an meinem Romandebüt. In diesem Newsletter nehme ich dich mit auf meine kreative Schreibreise, teile meine Ups and Downs und möchte dir damit zeigen, dass Kunst und kreative Arbeit vor allem eines ist: ein Prozess, dem es zu vertrauen gilt.</p><p>Dieses Vertrauen kann man lernen. Darum gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung in Schreibkursen und Workshops weiter, die dir dabei helfen, das zum Ausdruck zu bringen, was in dir schlummert. Denn alles, was du zum Kreativsein brauchst, trägst du bereits in dir.</p><p>Wenn du dir eine intensivere Betreuung für dich und deine Texte wünschst, ist ein 1:1 Schreibcoaching vielleicht das Richtige für dich.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Sieh dir dazu hier mein Angebot an.</a></p><p>Ich freue mich sehr, dass du auf dieser Reise dabei bist!</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Du liest diesen Newsletter gerne und möchtest meine Arbeit unterstützen?</h3><p>Dann werde mit deinem Abo Mitglied des women &amp; arts Café!</p><p>Im Rahmen des Café finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Das können lockere Austauschabende, Offene-Werkstatt-Gespräche, Lesungen oder Buchvorstellungen sein – alles, was uns verbindet und uns ins Gespräch bringt.</p><p>Als Mitglied bist du bei den Veranstaltungen kostenlos dabei und erhältst zudem Rabatt auf meine Workshops und Kurse.</p><p>Schließe jetzt eine Mitgliedschaft deiner Wahl ab und verbinde dich mit einer lebendigen Community!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h3><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 08:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mein unperfekter Sommer 😎]]></title>
      <description><![CDATA[Perfektion ist ja gut und schön, aber meistens hält sie doch nur auf. Wie du ...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mein unperfekter Sommer</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/akinfpmbjb/LOST_IN_CONNECTION-6.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo von women &amp; arts: Dunkellila Schrift auf helllila Grund. Um das Wort &quot;arts&quot; liegt ein orangefarbener Kreis."/><p>Hey,</p><p>ich bin sommerreif. Während gefühlt die ganze Welt schon im Ferienmodus ist, fangen bei uns in Berlin/Brandenburg die Ferien erst diese Woche an. Endlich. Ich freue mich auf die Zeit mit der Familie, auf die Ausflüge, die wir geplant haben. Wir werden dieses Jahr nicht groß verreisen, aber eine Hochzeit in der Schweiz und fünf Tage Bauernhof hier in Brandenburg sind drin. Passt für mich.</p><p>Wie immer nutze ich die Sommerzeit für einen kreativen Rückzug. Der Newsletter pausiert, alle Marketing-Aktivitäten ruhen. Das heißt nicht, dass ich nicht arbeite. Ich werkle über den Sommer gerne vor mich hin, aber eben nur für mich. Nicht auf der Bühne. Ich liebe es, mit Stift und Block in der Hängematte unter blauem Himmel zu liegen und mir neue Dinge auszudenken. Und dir NACH der Pause davon zu erzählen.</p><h2>Die Perfektionsblockade</h2><p>Letzte Woche war ich beim Absolventinnentreff meines Studiengangs (AVL – Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Das hat Tradition: Wir treffen uns jedes Jahr vor dem Sommer und stehen den aktuellen Studentinnen Rede und Antwort zu unserem Berufsbild. (Allen von euch, die sich bei der Gelegenheit zu diesem Newsletter angemeldet haben, ein herzliches Hallo! Schön dass ihr dabei seid!🙋‍♀️)</p><p>Ich liebe diese Gelegenheit und die Gespräche mit den Studentinnen, die sich dabei ergeben. Ein Gespräch hat noch eine Weile in mir nachgehallt. Da ging es um Perfektion. Darum, dass uns Perfektion oft aufhält, Dinge anzugehen, die wir gerne hätten. Weil wir meinen, noch nicht perfekt zu sein, wagen wir uns an gewisse Dinge nicht heran. Einen Text einsenden, eine Bewerbung abschicken, eine Anfrage stellen.</p><p>Mir ist dabei klargeworden: Perfekt sein zu wollen, blockiert. Und macht einsam.</p><p>Versteh mich nicht falsch: Ein echt gutes Ergebnis erzielen zu wollen, sein Bestes zu geben – das ist nicht verkehrt. Doch wir fordern Perfektion schon während des Prozesses von uns. Wir fangen gerade an zu schreiben – und wollen, dass es schon perfekt ist. Wir vergleichen unsere allererste Kurzgeschichte mit dem Lebenswerk einer Virgina Woolf. Und fühlen uns dann als Versagerinnen.</p><p>Diese Herangehensweise aber macht uns nicht besser. Sie sabotiert unser Vorankommen. Sie führt dazu, dass wir gar nicht mehr schreiben. Ich habe darum etwas für mich sehr Ungewöhnliches getan: Ich habe beschlossen, mich nicht mehr zu sabotieren. Und mir Hilfe zu holen – mitten in der Unperfektion.</p><h2>Hilfe holen statt Perfektionswahn</h2><p>Seit ein paar Wochen stecke ich mit meinem Roman fest. Ich habe jede Menge Material gesammelt, sehr viel geschrieben, doch das alles ergibt gerade nur einen riesigen Wust an Szenen, Figuren, Ideen.</p><p>Und dann tat ich das Seltsame: Ich schrieb einer Kollegin, ob sie mir helfen könne. Ob sie bereit wäre, das Material, das ich angehäuft habe, zu sichten. Ob sie mir Feedback geben könne. Ob sie mir helfen könne, die roten Fäden aufzufinden und miteinander zu verknüpfen. Mit dieser wunderbaren Kollegin treffe ich mich heute – und ich bin sehr gespannt, was wir erarbeiten werden.</p><p>Für mich ist das etwas ganz Neues: Etwas herauszugeben, was nicht fertig ist. Noch vor einigen Jahren hätte ich das nicht gemacht. Jemandem mein inneres Chaos zu zeigen. Aber ich <em>bin</em> im Inneren chaotisch. Und es tut gut, das zuzulassen.</p><p>Ich wollte immer perfekt sein. Ich wollte Perfektion abliefern. Doch mein Schreiben hat sich verändert und ich mich auch. Ich vertraue heute dem Prozess mehr und in den Prozess dürfen andere mit hinein. Ich brauche die schützende Fassade aus drei Meter dickem Beton nicht mehr. Ich umgebe mich mit Menschen, die mich unterstützen – und das ist Schutz genug.</p><p>Wenn ich dir also eines raten kann für deine kreativen Ambitionen: Bringe sie zu anderen Menschen – zu Menschen, denen du vertraust. Lass sie Wirklichkeit werden, dadurch dass sie nicht nur bei dir bleiben.</p><p>Dabei solltest du dir natürlich überlegen, <em>wem</em> du dich anvertraust. Nicht alle können mit unfertigen Dingen umgehen, und es gibt Leute, die sowieso alles zerreden. Wenn du dir also Hilfe oder Feedback suchst, dann von Menschen, die wirklich Ahnung haben, denen du vertraust und die wohlwollend sind. Es kann sein, dass du eine Weile suchen musst, um eine solche Person zu finden. Aber es lohnt sich.</p><p>Ich habe irgendwann beschlossen, dass ich es mir nicht schwer machen muss. Ich muss nicht alles in meinem Kopf lösen. Ich kann eine Szene einfach so herunterschreiben, wie ich denke. Und dann eine qualifizierte Person um Feedback bitten. Schreiben darf kollaborativ sein. Kunst darf Zwischenschritte durchlaufen. Perfektion entsteht nicht durch übermäßiges Grübeln. Inspiration wächst durch Input von außen.</p><p>Ich werde das weiter üben.</p><p>Wenn du auch am Üben bist: <a href="mailto:mail@miriamschaan.de">Schreib mir und erzähle mir davon!</a> Ich freue mich immer, von anderen Projekten zu hören.</p><p>Und wenn du mit mir an deiner Seite üben willst: In meinem 1:1 Schreibcoaching-Programm habe ich über den Sommer noch einen Platz frei. Wenn du den Sommer für dein Schreiben nutzen und richtig durchstarten willst – ich bin da. 12 Wochen, 5 Treffen. Nur du, deine Texte und ich.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Alle Details zum Schreibcoaching findest du hier.</a></p><p>Für alle, dich sich noch bis Ende Juli bei mir melden, gilt mein 10% Sommerspecial-Rabatt (auch wenn du erst nach dem Sommer starten willst).</p><p>Und nun: ab in den Sommer!</p><p>Wie immer du es machst – ob du arbeitest, dich kreativ betätigst oder faul in der Hängematte döst: Hab eine gute Zeit. Wir sehen/hören/schreiben uns im September.</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p> ❤️</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Wer hier schreibt</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3aa90636-a4fa-4c5e-91c4-2eb817921010/uploads/images/vcbikra4m6/LOGO_Neu_Entwurf-18.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hi, ich bin Miriam.</p><p>Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Schreibmentorin. Ich schreibe und bringe andere zum Schreiben.</p><p>Ich verfasse Kurzgeschichten und Essays und arbeite derzeit an meinem Romandebüt. In diesem Newsletter nehme ich dich mit auf meine kreative Schreibreise, teile meine Ups and Downs und möchte dir damit zeigen, dass Kunst und kreative Arbeit vor allem eines ist: ein Prozess, dem wir vertrauen dürfen.</p><p>Dieses Vertrauen kann man lernen. Darum gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung in Schreibkursen und Workshops weiter, die dir dabei helfen, das zum Ausdruck zu bringen, was in dir schlummert. Denn alles, was du zum Kreativsein brauchst, trägst du bereits in dir.</p><p>Wenn du dir eine intensive Betreuung für dich und deine Texte wünschst, ist ein 1:1 Schreibcoaching vielleicht das Richtige für dich.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/kurse/">Sieh dir dazu hier mein Angebot an.</a></p><p>Ich freue mich sehr, dass du auf dieser Reise dabei bist!</p><h4>Du liest diesen Newsletter gerne und möchtest noch besser in Verbindung bleiben?</h4><p>Dann werde mit deinem Abo Mitglied des women &amp; arts Café!</p><p>Im Rahmen des Café finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Das können lockere Austauschabende, Offene-Werkstatt-Gespräche, Lesungen oder Buchvorstellungen sein – alles, was uns verbindet und uns ins Gespräch bringt.</p><p>Als Mitglied bist du bei den Veranstaltungen kostenlos dabei und erhältst zudem Rabatt auf meine Workshops und Kurse.</p><p>Schließe jetzt eine Mitgliedschaft deiner Wahl ab und verbinde dich mit einer lebendigen Community!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Das sehe ich mir an!</a></p><h4>Wurde dir dieser Newsletter weitergeleitet?</h4><p>Willkommen! <a href="https://steadyhq.com/de/wortkram/newsletter/sign_up">Dann kannst du dich hier anmelden.</a></p><p>⭐️</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter-Archiv]]></category>
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      <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[In Pizzone darf man nicht hupen]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Mutter, eine Nonne und ein Kind landen auf einem einsamen Spielplatz mitten in der italienischen Provinz. Lies hier meine neue Kurzgeschichte...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Eine Erzählung</em></h2><p></p><p>Was mich wütend machte, war nicht, dass das Kind in das Auto der Nonne gekotzt hatte. Oder dass die Nonne überstürzt an der ausgestorbenen Hauptstraße von Pizzone hatte halten müssen. Dass ich das Kind direkt neben dem heruntergekommenen Kinderspielplatz am Hang des Berges bis auf die Unterhose hatte ausziehen und in meinen Schal hatte wickeln müssen wie in eine römische Toga. Dass die Nonne derweil den Kindersitz, den Autositz, die Fußmatten, die hintere Seitentür und die Rückenlehne des Vordersitzes mit Küchentüchern aus dem Kofferraum hatte abwischen müssen. Dass die Nonne und ich jetzt auf einer morschen Bank auf dem Spielplatz von Pizzone saßen, während das Kind schaukelte. Nein, nichts davon hatte mich wütend gemacht.</p><p>Es war einer dieser Momente gewesen, die man nur mit Kindern erlebt. Warum darf man hier nicht Trompete spielen, hatte das Kind ausgerufen, als wir hinter dem Ortseingang von Pizzone an dem seltsamen Verkehrsschild vorbeirauschten. Der Gegenstand, der auf dem Schild abgebildet war, glich tatsächlich einer Trompete, und die Trompete war durchgestrichen. Ich hatte dem Kind zu erklären versucht, dass das auf dem Schild eine Hupe sei. In Pizzone dürfe man nicht hupen. Doch meine Worte wurden von dem unvermeidlichen Geräusch verdrängt, das ertönt, wenn ein Mensch, und sei er nur fünf Jahre alt, seinen Mageninhalt mit Nachdruck im Inneren eines gelben Cinquecento verteilt. Ja, ich war wütend. Aber nicht deshalb.</p><p>Meine Wut war schon älter, viel älter. Ich wusste nicht mehr, wann sie bei mir eingezogen war und wozu. Sie hatte sich heimlich eingeschlichen und immer mehr Platz für sich beansprucht. Mit ihr war es zu Hause eng geworden: der Mann, die drei Kinder, meine Wut und ich, das waren zu viele Bewohner für eine Berliner Dreizimmerwohnung.</p><p>Doch hier, im hintersten Winkel von Molise, derjenigen Region Italiens, die allein dafür bekannt ist, für nichts bekannt zu sein, hier hatte ich nur eines der Kinder dabei, und Platz war reichlich vorhanden. Im Kloster hatten die Nonnen mir und dem Kind eines ihrer vielen Gästezimmer zur Verfügung gestellt, und meine Wut machte sich seitdem ganz klein. Zu wohltuend, zu sanft war die Gastfreundschaft der Nonnen, zu köstlich schmeckte das Essen, zu friedlich war dieser Ort. Die Thunfischbuletten, die Fleischtomaten, der Büffelmozzarella, die selbstgemachten Gnocchi, das frische Pesto, die Zucchini aus dem Garten, der Rotwein, das Tiramisu. Jede Mahlzeit eine Umarmung.</p><p>Die Nonnen hatten uns schon einmal durchgefüttert, da hatten der Mann, die Kinder und ich in der Nähe Urlaub gemacht und waren alle krank geworden. Fieber, Schüttelfrost, das ganze Programm. Der Mann hatte sich an seine Schwester gewandt, die damals als junge, frische Nonne noch den weißen Schleier trug, und das Kloster hatte uns aufgenommen. Die Nonnen bekochten uns eine Woche lang. Die Kinder erholten sich nach wenigen Tagen, sie durften ihrer Tante bald in der Küche helfen – die beiden Großen, das Kleine war noch in meinem Bauch. Der Mann und ich hatten mit Fieber im Bett gelegen, jeder für sich, und meine Wut, die hatte auch damals schon an meinem Bett gesessen.</p><p>Später, zurück in Berlin, hatte sich meine Wut verzogen. Sie hatte die Freundlichkeit der Nonnen nicht ausgehalten, und ich trug diese Freundlichkeit eine ganze Weile wie einen Talisman mit mir herum, der mich beschützte. Eine Erinnerungsreliquie, die mit der Zeit ihre Aura verlor. Ich holte sie erst wieder hervor, als meine Wut zurückkehrte, wilder und unkontrollierbarer als zuvor.</p><p>Dass ich eine Auszeit bräuchte, warf ich dem Mann nach einer unserer fruchtlosen Diskussionen hin. Dass er das genauso sehe, antwortete er, sein Ton klang eine Spur zu scharf. Ich kaufte Tickets, für mich und das jüngste Kind und schrieb den Nonnen. Ich verabschiedete die beiden Großen, die zur Schule mussten, mit dumpfem Gefühl. In meinem Koffer lag ein extra schwerer Klumpen schlechten Gewissens. Ich bin eine schlech-te Mut-ta-ta-ta-ta, ratterte es in meinem Kopf, als der Zug in Berlin aus dem Bahnhof rollte. Ich war eine schlechte Mutter, als wir in München in den Nachtzug stiegen und als wir am nächsten Morgen in Rom ankamen. Ich war eine schlechte Mutter, als wir im Regionalzug ins italienische Hinterland saßen. Und ich war eine schlechte Mutter, als die Nonne am Bahnsteig das Kind in ihre Arme schloss, sodass es für einen Moment ganz unter ihrem wallenden schwarzen Gewand verschwand.</p><p>Die ersten Tage saß ich untätig im Klostergarten herum, auf einem Gartenstuhl, das Kind spielte mit seinen Pferden am Teich, ein paar Meter von mir entfernt. Ich starrte Stunde um Stunde auf die Berggipfel und beobachtete, wie sie sich im Laufe des Tages mit dem Licht der Sonne veränderten, wie sie manchmal in den Wolken verschwanden. Meine Wut lag neben mir im Gras und döste. Die Nonne schaute regelmäßig vorbei, brachte Cappuccino und Kekse und bot mir das Klosterauto für Ausflüge an. Ich antwortete mit dem immer gleichen Satz: Ich bin gekommen, um nichts zu tun.</p><p>Die Nonne sah sich meine Lethargie ein paar Tage an, dann informierte sie mich nach der <em>siesta</em>, unserer ausgedehnten Mittagspause, darüber, dass wir einen Ausflug machen würden, sie hätte den Nachmittag freibekommen. Wir stiegen in den Cinquecento, die Nonne saß am Steuer, ich auf dem Beifahrersitz, das Kind hinter mir auf der Rückbank. Ich bemerkte zu spät, dass meine Wut im Kofferraum mitfuhr.</p><p>Zunächst lief es gut. Eine ganze Weile fuhren wir im Zickzack durch das Tal, Richtung Berge. Die Straßen wurden kurviger, die Steigung zog an. Wir passierten ein paar Bergdörfer. Nicht mehr lange, sagte die Nonne, das ist das letzte Stück. Die Straße führte jetzt in Serpentinen den Berg hinauf, durch dichten Laubwald, der neben uns steil in die Höhe schoss und auf der anderen Seite schroff abfiel. Zwischen den dichtstehenden, herbstlich gefärbten Bäumen sahen wir riesige weiße Gesteinsbrocken. Wie gedankenlos hingeworfen lagen sie da und reflektierten das schräg einfallende Sonnenlicht. Die Schilder am Rand der brüchigen Straße zählten <em>i tornanti</em>, die Spitzkehren. Wir zählten mit.</p><p>Die Nonne fuhr umsichtig, mit hoher Drehzahl quälte sie den Fiat die Steigung hinauf, das Kind fing an, über Bauchschmerzen zu klagen. Ich wusste, was das heißt. Ich reichte dem Kind einen Gefrierbeutel nach hinten, den ich im Seitenfach meines Rucksacks gefunden hatte, und verrenkte mich vom Beifahrersitz aus, um dem Kind das Knie zu streicheln wie eine gute Mutter. Du machst das gut, dauert nicht mehr lange. Zwanzig Kurven hatten wir hinter uns gebracht, als die Steigung unvermittelt aufhörte. Die Straße führte jetzt gut einen Kilometer flach in den Wald hinein, bis die Bäume zur Seite traten und den Blick freigaben. Da lag sie: eine weite Ebene mit grünen, sanften Hügeln in wer weiß wie vielen Metern Höhe.</p><p>Was für ein Ort, dachte ich.</p><p>Die Straße führte schnurgerade in die Ebene hinein. Im Schritttempo fuhren wir an Kühen mit leuchtend weißem Fell und einer Gruppe muskulöser Pferde vorbei, die nur zwei Meter von uns entfernt friedlich auf der Wiese grasten, ohne Zaun, ohne Gatter, einfach so. Es war empfindlich kühl, als wir ausstiegen, ganz anders als im Tal, in dem an diesem späten Oktobertag noch fünfundzwanzig Grad herrschten. Ich warf meinen Herbstponcho über und wickelte mich fest darin ein, griff nach Schal und Jacke des Kindes, die ich auf Anraten der Nonne eingepackt hatte.</p><p>Ich schloss für einen Moment die Augen.</p><p>Das ist es, dachte ich. Das ist es, wofür ich hergekommen bin. Nur ein Molekül dieser Luft mit nach Berlin nehmen, dachte ich. Sich zwischen diese Kühe und Pferde legen und alles vergessen, dachte ich. Für einen Moment so stark und frei sein wie sie.</p><p>Die Jacke des Kindes landete auf dem Boden, das Kind hatte sie mir aus der Hand gerissen. Ich will diese Jacke nicht anziehen, schrie es und holte nach mir aus. Mir – ist – nicht – kalt.</p><p>Da bot sich meine Wut an. Und ich akzeptierte.</p><p>Mein Schrei war der Schrei eines Raubvogels, der unten im Feld Beute entdeckt und sich im Steilflug auf sie stürzt. Alle Farben verschwammen im Rausch der Geschwindigkeit, alle Details lösten sich in einem einzigen Strom auf, alles ringsum wurde weggeschwemmt, und nur der eine Punkt gewann an Schärfe, das eine Ziel, auf das sich alles konzentrierte. Jede Faser war aufs äußerste gespannt, mein Körper gehorchte einem einzigen Willen.</p><p>Was bist du nur für ein Kind, schrie ich. Du machst mich krank, schrie ich. Ich hab’s so satt, schrie ich, kannst du nicht einmal. Du – machst – mich – kaputt.</p><p>Später standen wir irgendwo auf der Weide. Ich schüttelte den Kopf, als das Kind mir eine abgeknickte Blume reichte, auf ein Pferd deutete. Ich schaute in die andere Richtung, als die Nonne das Kind an der Hand nahm, um die Tiere aus der Nähe zu betrachten. Dann stiegen wir wieder ins Auto, brachten die zwanzig Kurven hinter uns, und dann, mitten in Pizzone, kurz nach dem Trompetenschild, kotzte das Kind plötzlich, aus vollem Hals und ohne Vorwarnung.</p><p>Da saßen wir also, die Nonne und ich. Die morsche Bank unter uns ächzte heiser, wenn eine von uns sich bewegte. Die Schaukel, auf der das Kind saß, schickte uns ein monotones Knietsch Knartsch in Dauerschleife herüber. Erlaubte Geräusche in Pizzone.</p><p>Ich sagte: Hast du jemals bereut, Nonne zu werden. Ich sagte: Ist doch heftig, wenn man jeden Tag funktionieren muss. Ich sagte: Da ist immer diese Struktur, und du musst dich anpassen. Ich sagte: Was machst du, wenn du merkst, dass es nicht passt. Ich sagte: Man denkt, man hat sich das gut überlegt und dann ist es komplett anders. Ich sagte: Ist doch krass, wenn man nicht einfach gehen kann.</p><p>Ich sagte: Dieser Moment, wenn man checkt, dass man nicht zurückkann. Ich sagte: Wenn einem klar wird, dass man alles aufgegeben hat und es nie wieder wie vorher wird. Ich sagte: Dass man abgebogen ist, und es war die falsche Straße. Dass man jetzt in einem Tunnel steckt und dass der Tunnel immer enger wird, und am Ende ist kein Licht. Ich sagte, dass man dann nur noch schreien kann. Dass ich nur noch schreien will.</p><p>Knietsch knartsch, sagte die Schaukel.</p><p>Ich fragte leise: Kennst du das.</p><p>Die Schaukel schwieg. Das Kind stapfte zu uns herüber.</p><p>Ich weiß, du wirst jetzt sauer. Ich hab in den Schal gepinkelt.</p><p>Ich sah in seinem Gesicht, wie es die Wut erwartete. Ich erwartete sie auch. Doch sie kam nicht. In mir war nur Erschöpfung.</p><p>Kennst du das, flüsterte ich.</p><p>Die Nonne schenkte mir einen langen Blick, den ich nicht deuten konnte. Wir erhoben uns, das Kind lief zum Auto vor und schleifte seine Toga über den Boden hinter sich her.</p><p>Ich stand einen Moment unschlüssig. Die Nonne sah mich an, dann griff sie entschlossen nach meiner Hand und zog mich an sich. Der Stoff ihres Habits legte sich um mich, das gefaltete Gewand fächerte sich für mich auf. Ich verschwand in den großen Fledermausärmeln. Ihre Umarmung war fest, der Habit wie eine große warme Decke, für einen Moment löste ich mich darin auf. Jede Frau hat ihre Wut, flüsterte sie. Ich spürte, wie ihre Wut meiner die Hand reichte, wie meine Wut für einen Moment zu ihrer wurde und ihre zu meiner. Wie die Trennung zwischen uns durchlässig wurde, für einen klitzekleinen, winzigen Moment.</p><p>Sie löste die Umarmung, und ich nickte.</p><p>Was machen wir jetzt, wollen wir hupen?, fragte die Nonne, als wir alle im Auto saßen. Ich sah ihre Augen im Rückspiegel blitzen. Ich saß neben meiner Tochter auf dem Rücksitz und hielt ihre kleine, speckige Hand, bis wir im Tal waren.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Autorin</h3><p>Hi, ich bin Miriam Schaan. Literaturwissenschaftlerin, 3-fach-Mama, und angehende Romanautorin. Ich schreibe über Mutterschaft, weibliche Perspektiven und die besondere Verbindung, die entsteht, wenn Frauen einander wirklich begegnen. Und ich setze mich für die Sichtbarkeit von Frauen in Kunst und Literatur ein.</p><h3>Wenn du meiner Arbeit folgen möchtest,</h3><p>lade ich dich herzlich zu meinem Newsletter <strong>women &amp; arts</strong> ein. Dort schreibe ich sehr persönlich über alles, was mich bewegt: über mein Schreiben, über empfehlenswerte Lektüren, über Frauen, die mich inspirieren. Konkret, kreativ, mit Herz. Ich freue mich, wenn du dabei bist!</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/newsletter/sign_up">Zum Newsletter!⭐</a></p><h3>Hat dich diese Geschichte berührt?</h3><p>Dann freue ich mich, wenn du sie weiterempfiehlst! Leite diese Seite an eine Freundin, einen Freund, deine Oma, deinen Onkel, deine Nachbarin weiter! Sie werden sich sicher freuen.</p><p>Herzlichen Dank dafür!</p><p>❤️</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Bitte beachte:</strong> Diese Geschichte ist urheberrechtlich geschützt.</p><p>© 2025, Miriam Schaan. Alle Rechte vorbehalten.</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[diary of a writing woman]]></category>
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      <pubDate>Mon, 12 May 2025 08:15:09 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🤩 Das women & arts Café geht in die erste Runde!]]></title>
      <description><![CDATA[Und du bist herzlich eingeladen!]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Jetzt gibt’s was Neues!</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/29e47240-9452-463d-914d-b0bbf0f9071e/uploads/images/inopoxhdvc/Offene_Werkstatt_BANNER-4.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hey,</p><p>ich habe heute etwas ganz Neues anzukündigen: Das <strong>women &amp; arts Café</strong> erlebt seine<strong> erste Veranstaltung</strong> – und du bist herzlich eingeladen!</p><h2>Worum geht’s?</h2><p><strong>Ich öffne meine Werkstatt für dich</strong>. Das heißt: Ich plaudere einen Abend aus dem Nähkästchen. Woran arbeite ich? Wie gehe ich dabei vor? <strong>Was passiert alles hinter den Kulissen?</strong></p><p>Wir sprechen dabei auch über meine <strong>Kurzgeschichte “</strong><a href="https://www.dropbox.com/scl/fi/74zgx2asw9wgmdtrxtl9s/Kurzgeschichte-Pizzone.pdf?rlkey=srg1oa376gsz3vsdoowwn5yoc&amp;st=ljh1ke3j&amp;dl=0"><strong>In Pizzone darf man nicht hupen</strong></a><strong>”</strong>. Wie ist diese Geschichte entstanden? <strong>Woher kam die Idee? </strong>Und wie vermischt sich darin Wahres und Fiktives? <strong>Das verrate ich dir an diesem Abend.</strong></p><p>Und ich lade dich ein zum Gespräch: <strong>Stelle mir deine Fragen</strong> – alles, was du schon immer übers Schreiben wissen wolltest. Dies ist ein <strong>interaktiver Abend</strong>, keine One Woman Show. <strong>Ich möchte dich kennenlernen</strong>, wissen, wer auf der anderen Seite hinter dem Bildschirm sitzt – und dir die Gelegenheit bieten, mich einmal live zu erleben und <strong>alle deine Fragen loszuwerden</strong>. (Wenn du nichts sagen möchtest, musst du das natürlich nicht.)</p><h2>Wann geht’s los?</h2><p>Der Abend findet am <strong>Donnerstag, den 22. Mai</strong>, um <strong>20 Uhr</strong> statt. Die Veranstaltung läuft online – via Zoom – und dauert etwa 90 Minuten.</p><h2>Kostet das was?</h2><p>Ja. Ein reguläres Ticket für den Abend kostet 16 €.</p><p>Es gibt allerdings eine Ausnahme:</p><p>Für alle, <strong>die mich im women &amp; arts Café unterstützen</strong> – also alle, die auf Steady eine <strong>bezahlte Mitgliedschaft</strong> abgeschlossen haben – ist der <strong>Eintritt frei</strong>. Eure Unterstützung ist so wesentlich für meine Arbeit, dass Abende solcher Art für euch grundsätzlich kostenlos sind.</p><p><strong>Für alle Unentschlossenen heißt das: </strong>Falls du noch nicht dabei bist, ist das die ideale Gelegenheit, jetzt einzusteigen. Egal welche Mitgliedschaft du buchst, welches Paket, welche Laufzeit – wie auch immer du einsteigst:<strong> Wenn du eine Mitgliedschaft abschließt, bist du an diesem Abend kostenlos dabei</strong>.</p><p>Buche dir eine <strong>Mitgliedschaft deiner Wahl</strong> – und hole dir dann dein kostenloses Ticket. Wie klingt das für dich?</p><p><a href="https://steady.page/de/womenandarts/about">Jetzt Mitglied werden ❤️</a></p><h2><em>Muss</em> ich Mitglied werden, um den Abend zu besuchen?</h2><p>Nein, auf keinen Fall! Du bist in jedem Fall herzlich willkommen – ich freue mich über jede und jeden, die und der dabei ist!</p><h2>Wie bekomme ich ein Ticket?</h2><p>Ganz einfach: <a href="https://www.miriamschaan.de/termine/">Du kannst dein Ticket direkt auf meiner Website buchen.</a></p><p><strong>Bitte beachte</strong>: Auch women &amp; arts Mitglieder müssen sich ein Ticket buchen – sonst bekommt ihr den Veranstaltungslink nicht.</p><p><a href="https://www.miriamschaan.de/termine/">Jetzt Ticket buchen 🌟</a></p><p>Gibts’s dazu noch Fragen? Dann immer her damit!</p><p>Ich freue mich riesig! Kommt zahlreich! 🤩</p><p>Alles Liebe</p><p><em>Miriam</em></p><p>❤️</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 29 Apr 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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