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    <title>zarte Horizontale </title>
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    <description>Schreiben zwischen Formgrenzen //
Texte über das Schreiben //
Schreiben im Dialog // 
Online zwischen MUC und BER</description>
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      <title>zarte Horizontale </title>
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      <title><![CDATA[Neues aus der zarten Horizontale - Volume 5]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Unterstützer:innen der zarten Horizontalen, das Jahr neigt sich dem Ende zu, und zwischen all den Jahresrückblicken – von Spotify bis hin zu den besten Büchern des…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Neues aus der zarten Horizontale – Volume 5</h1>
<p>Liebe Unterstützer:innen der zarten Horizontalen,</p>
<p>das Jahr neigt sich dem Ende zu, und zwischen all den Jahresrückblicken – von Spotify bis hin zu den besten Büchern des Jahres – möchten auch wir euch noch einen kleinen Jahresendgruß senden, bevor auch wir ein wenig in dieser Zwischenzeit, den Tage zwischen den Jahren, abtauchen. </p>
<h3><em>1. Geburtstag im Literaturhaus </em></h3>
<p>Vom 29. auf den 30. November haben wir im Literaturhaus München in unseren ersten Geburtstag reingefeiert. Es hätte kein schönerer Abend und Anlass sein können: Im Rahmen des Münchner Literaturfests und der von Benedikt Feiten gestalteten &quot;Münchner Schiene&quot; kam an diesem Abend die freie Literaturszene Münchens zusammen, um sich darüber auszutauschen, wo in München Literatur stattfindet und wie man überhaupt Autor:in wird. Daneben konnten sich verschiedene Publikationsmedien und Veranstaltungsreihen vorstellen und Schreibperformances geben. Unsere Redaktion hat sich durch das literaturwissenschaftliche Studium in München kennengelernt, teils im Literaturhaus München gearbeitet, und so war es besonders schön, dort anlässlich unseres ersten Geburtstags vielen vertrauten, aber auch vielen neuen Gesichtern zu begegnen, von unserem Magazin zu erzählen und eine Schreibübung anzubieten  [von der es online bald mehr zu lesen geben wird]. </p>
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<p></p>
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<p></p>
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<h3><em>2. Neues Design</em></h3>
<p>Habt ihr in letzter Zeit mal wieder einen Blick auf unsere Homepage geworfen? Falls nicht, empfehlen wir euch, das nachzuholen. Denn pünktlich zu unserem zweiten Lebensjahr sind wir im neuen Gewand erschienenen: mit einem überarbeiteten Homepage-Design. Wir sind auf eure Rückmeldungen gespannt und möchten in diesem Zuge alle Steady-Abonnent:innen daran erinnern, uns – falls noch nicht geschehen – eine postalische Adresse zukommen zu lassen, denn je nach Unterstützungspaket gibt es dann Merch, Merch, Merch!</p>
<p></p>
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<h3><em>3. zarte Laute</em></h3>
<p>Schon zur Gründung unseres Magazins gab es die Idee, unsere Texte irgendwann einmal um das gesprochene Wort zu erweitern. Jetzt ist es so weit: Im Dezember ist unsere Gesprächsreihe„zarte Laute“ live gegangen, und das mit einer programmatischen ersten Folge, die uns sehr am Herzen liegt:</p>
<p>Mareice Kaiser (Autorin / <em>Wie viel</em>, rowohlt) und Dagmara Budak (Co-Autorin <em>Zwei Frauen ihrer Klasse</em>) sprechen darin mit unseren beiden Redakteur:innen Katharina Walser und Lukas Kessler über Texte zwischen journalistischer Recherche und autobiografischer Erzählung, ein Schreiben über Klassismus und über dialogisches Schreiben.</p>
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<p>Wer noch nicht reingehört hat - sowohl auf unserer Website als auch auf Spotify könnt ihr die Podcastfolge streamen: </p>
<a href="https://open.spotify.com/show/6cJzBAu2ic4pu0pWp7S0ac">https://open.spotify.com/show/6cJzBAu2ic4pu0pWp7S0ac</a>
<p>Parallel könnt ihr euch bereits auf das neue Jahr freuen, in dem wir viele spannende Autor:innen, Journalist:innen und Verleger:innen zu Gast haben, die mit uns diskutieren, wie zeitgemäßes Schreiben und Verlegen stattfinden kann und was dafür alles nötig ist - von Raum über Zeit bis zum Geld. </p>
<h3><em>4. Treffen im Zwischenraum</em></h3>
<p>Wenn wir das Jahr Revue passieren lassen, denken wir vor allem an die schönen Begegnungen mit unseren Autor:innen. Wir sind ein digitales Medium, und das heißt, dass diese Begegnungen in den unterschiedlichsten Formen stattfinden können und sollen: im dialogischen Schreiben, in künstlerischen Dialogen von Text und Bild, in Mail-Korrespondenz, Lektoratsschleifen und Zoom-Meetings. Trotz unseres Ausgabeformats war uns die reale, physische Begegnung aber von Anfang an sehr wichtig, um unseren ‚Zwischenraum‘ erweitern zu können und auch jenseits digitaler Co-Autor:innenschaft ein literarisches Netzwerk wachsen zu lassen. Dass wir in diesem Jahr unsere Lesereihe „Treffen im Zwischenraum“, gefördert vom Deutschen Literaturfonds, starten konnten, erfüllt uns deshalb mit Freude und auch ein wenig Stolz. Und zum Jahresende haben wir gute Nachrichten: Es geht weiter! Nach München und Berlin werden wir im kommenden Jahr eine weitere Veranstaltung und Lesung in einer deutschsprachigen Metropole organisieren und freuen uns bereits sehr. Bleibt also gespannt…wir halten euch selbstverständlich hier und auf Instagram auf dem Laufenden!</p>
<h3><em>5. Neue Texte</em></h3>
<p>In den letzten vier Wochen sind – uns wird bei dieser Dichte selbst schwindelig – tatsächlich sechs neue Texte und Autor:innen bei uns erschienen, die wir euch hier kurz anteasern möchten:</p>
<ul>
  <li><p> In <strong>„dekompostiert euch. prozess eins“</strong> treten <em>Mae Schwinghammer</em> und <em>Kathrin Bach</em> in einen Dialog zwischen Worten und Grafik. Während Maes Text eine Dekomposition aus spätmodernem Alltag und politischen Diskursen poetisiert, stellt Kathrin in ihren Collagen ebenfalls Prozesse der Zer-Teilung aus.</p></li>
  <li><p>In der Erzählung <strong>„Liebe Mama“</strong> erkundet <em>Maria Babusch</em> zwei Formen des Dazwischenseins: „Eine trans Klasse und ein trans Geschlecht.“</p></li>
  <li><p>In dem zweiteiligen Beitrag <strong>„Schreibwerkzeuge &amp; Brief an Isaak“</strong> rechnet <em>Isaak Kudaschov</em> einerseits mit Privilegien ab und traumwandelt andererseits zu einer vergangenen Version seines Ichs.</p></li>
  <li><p>In der Erzählung <strong>„goodbye to the good times”</strong> von <em>Helene Slancar</em> weiß die Protagonistin bereits zu Beginn, dass etwas zu Ende geht. In diesem Raum zwischen Erwartung und Ereignis, zwischen Möglichkeit und Ungewissheit entfaltet sich eine literarische und zugleich dialogische Geschichte über Liebe und Tod, und über Godard.</p></li>
  <li><p>In ihren <strong>„Einsamkeitsanzeigen“</strong> veröffentlicht <em>Maja Goertz</em> auf den ersten Blick etwas, das wir alle kennen – Kontaktannoncen in der Tageszeitung. Nach und nach entspinnt sie aus dieser Form heraus jedoch eine andere Bewegung: nicht die des Suchens und Findens, sonders des Verlierens.</p></li>
  <li><p>In der lyrisch-experimentellen Erzählung <strong>„Am Saum“</strong> schreibt<em> Frieda Paris</em> von der Un-Übersetzbarkeit zwischen Umwelt und Text , zwischen Inspiration und Verschriftlichung, von dem Zurückkommen und der Wiederholung des bereits Gedachtem und Vermisstem. Motivische Ankerpunkte ihres Textes werden in den Bildern von Katrina L. Pennington inszeniert und bringen so eine dialogische Poetik zwischen Text und Illustration zum Ausdruck.</p></li>
</ul>
<p></p>
<p>Alle Texte findet ihr hier: </p>
<a href="https://zartehorizontale.art/texte">https://zartehorizontale.art/texte</a>
<h3>See you in 2023…</h3>
<p>Auch zwischen den Jahren wird, thematisch passend zur Zwischenzeit, ein neuer Text bei uns erscheinen - also ist euer Lesestoff gesichert. Jetzt wünschen wir euch aber erst einmal schöne und erholsame Tage und einen möglichst sanften Übergang in das neue Jahr. Wir freuen uns, euch 2023 wieder zu lesen und danken euch wie immer herzlich, dass ihr unseren Zwischenraum möglich macht!</p>
<p>Herzlich<br/>eure zH Redaktion</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 30 Dec 2022 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neues aus der zarten Horizontale – Volume 4]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Lesende, unsere November-Newsletterausgabe hat sich dieses Mal an das Ende des Monats geschlichen, scheint die Zeit zum Jahresende doch immer besonders schnell zu…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Lesende,</p>
<p>unsere November-Newsletterausgabe hat sich dieses Mal an das Ende des Monats geschlichen, scheint die Zeit zum Jahresende doch immer besonders schnell zu vergehen. Und zugleich ist in den letzten Wochen viel in der zarten Horizontale geschehen, weshalb es in diesem <em>N</em>ovember-<em>N</em>ewsletter gleich drei weitere <em>Ns</em> zu verkünden gibt: <em>Neue Texte</em>, <em>neuer Podcast </em>&amp;<em> neues Design</em>.</p>
<h2><em><strong>Neue Texte</strong></em></h2>
<p>Wir haben gelesen, diskutiert, noch einmal gelesen und schließlich ausgewählt: Dabei herausgekommen sind viele tolle neue Gastautor:innen und Texte für unsere Winter Ausgabe, die wir in den kommenden 3 Monaten wöchentlich in unserem Magazin veröffentlichen werden. Von Beiträgen zu unseren drei Schreibprojekten, autofiktionalen Texten, Gedichten, Essays und Kurzgeschichten, Dialoge mit Künstler:innen, ebenso wie kreative Zwischenformen, ist auch diese Publikaktionsphase wieder alles mit dabei. Und auch ein paar bereits bekannte Gastautor:innen von der zarten Horizontale kehren zurück.</p>
<p>Die ersten beiden neuen Texte, könnt ihr bereits online lesen:</p>
<p><strong>“Nationalsozialistischer Untergrund 2.0” von Barış Yüksel</strong> ist ein Gedicht, das die Wiederholung sowie die wiederholte Nicht-Aufarbeitung rassistischer Verbrechen verhandelt, von unbeantworteten Hilferufen erzählt und von Märchen – zum einen als Gegenentwurf zu den bekannten Grimmschen Übertragungen und zum anderen im Hinblick auf die formelhaften und fantasievollen Narrative, mit denen in Deutschland wiederholt auf rassistische Verbrechen reagiert wird. In seinem Text schreibt Barış von den – und für diejenigen, die nicht (mehr) schreiben (können) und damit über Themen, zu denen er neben seinem Schreiben auch beruflich arbeitet: Barış ist Soziologe und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang vor allem mit Rassismus und postmigrantischer Erinnerungskultur. Darüber hinaus engagiert er sich mit dem Verein KUlturS e.V. in Würzburg für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen, die von Rassismus betroffen sind. <em><strong>“Nationalsozialistischer Untergrund 2.0” ist ein berührender wie brisanter Text, dessen Lektüre wir euch sehr ans Herz legen – hier geht es zum Text:</strong></em><a href="https://zartehorizontale.art/nsu2-0"> zartehorizontale.art/nsu2-0</a></p>
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<p></p>
<p>Der zweite Text unserer neuen Publikationsphase kommt von Fiona Grau – mit dem wunderbaren Titel <strong>“Wie ich auszog, Pflanzen zu sammeln und Wörter fand”</strong>. Darin unternimmt die Autorin nicht nur einen Ausflug ins Grüne, sondern auch in die Tiefen ihrer Notizbücher. In einer Kombination aus Lyrik, Essay und Gebrauchsanweisung erkundet Fiona auf feinsinnige Weise das Zusammenspiel ihrer Arbeit auf dem Feld und an ihren Texten. Der Text ist Teil unseres Schreibprojekts “Hinter den Kulissen” und gibt in diesem Sinne programmatisch Einblicke hinter den Prozess des Schreibens. Fiona studierte Philosophie, Literatur und Politik und hat sich nach einigen Jahren als politische Referentin im Europäischen Parlament mittlerweile beruflich neu orientiert und ein eigenes Gärtnereiprojekt in Brüssel gegründet<em><strong>. Ihren Text findet ihr hier: </strong></em><a href="https://zartehorizontale.art/vom-sammeln">zartehorizontale.art/vom-sammeln</a></p>
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<p></p>
<h2><em><strong>zarte Laute</strong></em></h2>
<p>Ja, wir starten einen Podcast! Schon bei unserer Gründung vor fast einem Jahr gab es die Idee, zusätzlich zu unseren Texten auch “zarte Laute” mit Autor:innen in unser Magazin zu integrieren. Und nun ist es soweit!</p>
<p>In den einzelnen Podcastfolgen diskutieren wir jeweils mit Autor:innen und Akteur:innen der gegenwärtigen Literaturszene über folgende Fragen:</p>
<p>Welche Schreibräume stehen uns zur Verfügung? Was kann ein Schreiben zwischen literarischen und journalistischen Formgrenzen leisten? Was passiert hinter einem fertigen Text? Wie sieht dialogisches Schreiben im digitalen Raum aus? Und wie steht es eigentlich um die Finanzierbarkeit von unabhängigem Schreiben?</p>
<p>Wir freuen uns, dem dialogischen Schreiben nun auch im mündlichen Dialog nachgehen zu können und hoffen, dass ihr in Zukunft nicht nur unsere Leser:innen bleibt, sondern auch unsere Hörer:innen werdet. Die erste Episode unserer neuen Gesprächsreihe wird schon bald auf unserer Website und auf den üblichen Audio-Kanälen zu hören sein. Mehr Infos folgen in unserem nächsten Newsletter!</p>
<p></p>
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<p></p>
<h2><em><strong>Neues Design zum Einjährigen</strong></em></h2>
<p>Diese Woche wird die zarte Horizontale ein Jahr alt! Das macht uns froh, dankbar und stolz. So viel Zartes &amp; Horizontales ist im letzten Jahr geschehen - von wunderbaren Texten, Begegnungen, schriftlichen und mündlichen Gesprächen, Zusammenarbeiten, dem Auftakt unserer Lesereihe “Treffen im Zwischenraum”....</p>
<p>Dazwischen ist ein Raum entstanden und gewachsen, und zwar genau der Raum, den wir mit der zarten Horizontale ermöglichen wollten: eine Plattform für Nachwuchsautor:innen, für dialogisches Schreiben und Texte jenseits formaler und inhaltlicher Grenzen. Und pünktlich zu unserem Geburtstag erscheinen wir in neuem Look: unsere Homepage könnt ihr ab heute in neuem Design navigieren! </p>
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<p>Und natürlich feiern wir unseren Geburtstag und all unsere News auch richtig, am liebsten mit euch gemeinsam: Heute – Dienstag, den 29.11. werden wir im Literaturhaus München zu finden sein, wo wir gemeinsam mit anderen literarischen Zeitschriften uns, unser Magazin und unsere Veranstaltungsreihe ausstellen und vorstellen dürfen. Die Münchner Schiene im Rahmen des Literaturfests München bietet eine großartige Gelegenheit für Autor:innen und alle Literatur- und Schreibbegeisterte, sich zu vernetzten und ins Gespräch zu kommen. Wer von euch an diesem Abend in München also Zeit und Lust hat: Wir freuen uns, wenn ihr vorbeischaut - es wird auch eine Live Schreibperformance geben, an der ihr teilhaben könnt. <em><strong>Hier findet ihr alle weiteren Details: </strong></em></p>
<a href="https://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/ihre-naechsten-anschluesse-sind/">https://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/ihre-naechsten-anschluesse-sind/</a>
<p></p>
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<p></p>
<p>Bis dahin liebste Grüße aus der zarten Horizontalen</p>
<p>eure Redaktion</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 29 Nov 2022 07:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neues aus der zarten Horizontale – Volume 3]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Lesende, mitten aus der Versenkung in die zahlreichen Texte, die uns im Zuge unseres kürzlich abgelaufenen Open Calls für den Herbst/Winter 22 erreicht haben,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1><em>Neues aus der zarten Horizontale – </em></h1>
<h2><em>Volume 3</em></h2>
<p></p>
<p>Liebe Lesende,</p>
<p>mitten aus der Versenkung in die zahlreichen Texte, die uns im Zuge unseres kürzlich abgelaufenen Open Calls für den Herbst/Winter 22 erreicht haben, melden wir uns mit unserem Oktober-Newsletter. Während ein Großteil unserer Redaktion sich gerade hauptberufsbedingt mit Terminplänen, Blasenpflastern, Ibuprofen und Halstabletten für die Frankfurter Buchmesse kommende Woche wappnet, vertiefen wir uns nebenher mit großer Freude in die verschiedenen Essays, Gedichte, Kurzgeschichten, Fragmente, Collagen, Schreibprojekte und Experimente, die uns in den vergangenen Wochen zugesendet wurden und die auf der Suche nach einem (Zwischen-)raum zur Publikation sind. Soviel können wir bereits vorab sagen: die inahltliche wie formale Spannbreite der Texte wird wieder ganz im Sinne des Magazin Konzepts stehen, Formgrenzen zu hinterfragen und engagierten Nachwuchsautor:innen eine möglichst unbegrenzte Bühne zu geben. Ende dieser Woche werden wir die Auswahl für unsere Herbstveröffentlichungen im virtuellen Raum zwischen München und Berlin finalisieren. Und wir freuen uns schon darauf, diese so verschiedenen Texte von Gastautor:innen schon bald Woche für Woche in unserem Magazin und unseren Social Media Accounts vorstellen zu können und auch den ein oder anderen Einblick in die Lektoratsarbeiten zu geben.</p>
<p></p>
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<p></p>
<p>Bis es so weit ist, wollen wir aber gern noch einmal zurückblicken auf die vergangenen Wochen, und euch ein paar Einblicke geben.</p>
<h2><em>Treffen im Zwischenraum II</em></h2>
<p>Vor gut einem Monat, am 10.09. fand <strong>unsere zweite Veranstaltung der Lesereihe “Treffen im Zwischenraum” </strong>gefördert durch das Neustart Kultur Programm des Deutschen Literaturfonds in der <strong>Berliner Lettrétage</strong> statt. Wir sind, Wochen später, immer noch beflügelt von diesem Abend und möchten uns an dieser Stelle vor allem noch einmal ausdrücklich bei der Lettrétage bedanken, der Berliner Ankerinstitution für die freie Literaturszene, die uns in ihr Programm mitaufgenommen, den Raum und die Technik zur Verfügung gestellt und (quasi das Wichtigste) die Bar geschmissen hat. Es ist im Kulturbetrieb eine seltene Angelegenheit, auf zugängliche Räume zu stoßen, deren Türschwellen nicht durch finanzielle oder programmbedingte Barrieren versperrt sind. Die Berliner Lettrétage ist ein wunderbares Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn so ein Raum geschaffen und darüber hinaus auch noch von großartigen Menschen bespielt wird, die einem die Nervosität eben so nehmen, wie die Angst um einen Technik-Ausfall. Es war uns ein Fest, unsere Lesung dort abzuhalten und danach bis in die späten Stunden verweilen zu können, um miteinander ins Gespräch zu kommen, uns über die gelesenen Texte auszutauschen und die Berliner Eröffnungsfeier unseres Magazins angemessen zu feiern. Vielen Dank dafür, und für euer zahlreiches Kommen!</p>
<p>Und ein besonderes Dankeschön an unsere Autorin Nina Süßmilch, die ihren sehr persönlichen und politischen Text “Nicht-Mutterschaft. Warum ich kein Kind haben werde” vorgelesen hat, sowie an die Autorinnen Rebekka Bauer und Lucia Graf, die im Anschluss ihre lyrische Schreibperformance “Papers of a Room with a sink” vorgetragen haben. Beide Texte findet ihr auf unserer Homepage <a href="http://www.zartehorizontale.art/">www.zartehorizontale.art</a>. Ebenso wie die zwei Texte, die aus der Redaktion gelesen wurden, “Vulkanina” von Melina Brüggemann und “Zwei Frauen ihrer Klasse”  von Dagmara Budak und Katharina Walser, die wir euch weiter unten im Newsletter noch vorstellen. </p>
<p></p>
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<p>Nina Süßmilch liest <em>(Nicht-) Mutterschaft</em></p>
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<p>Dagmara Budak und Katharina Walser lesen <em>Zwei Frauen ihrer Klasse</em></p>
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<p>Rebekka Bauer und Lucia Graf lesen <em>Papers of a Room with a Sink</em></p>
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<p>Melina Brüggemann liest <em>Vulkanina</em></p>
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<p>zH Redaktion bei der Moderation</p>
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<p>Treffen im Zwischenraum in der Berliner Lettrétage</p>
<p><br/> Wann und wohin es uns mit unseren “Treffen im Zwischenraum”  als Nächstes verschlägt, steht aktuell noch nicht fest, aber wir haben schon viele Ideen und Orte im Kopf und werden euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten, wo wir 2023 zarte Horizontale auf die Bühne holen. </p>
<p></p>
<h2><em>Neue Publikationen</em></h2>
<p>In der Zwischenzeit haben zwei unserer Redaktionsmitglieder Texte veröffentlicht, die beim Treffen im Zwischenraum ebenfalls, zumindest zum Teil, vorgelesen wurden und die wir euch hier kurz vorstellen möchten:<br/><br/><strong>Zwei Frauen ihrer Klasse</strong></p>
<p>Wochen-, wenn nicht monatelang haben Dagmara Budak und Katharina Walser gemeinsam an einem Schreibprojekt gearbeitet. Entstanden ist dabei nicht nur eine neue Schreibfreundschaft, sondern vor allem ein dialogisches Schreibexperiment, ein <em>Antworten, Weiterschreiben, Andoc(k)en</em>, das sich in einem prozessualen Austausch zum Thema Armut, Klasse, Bildung und Klassenwechsel äußert. Abwechselnd stellen die beiden Autorinnen sich dabei nicht nur Fragen und beantworten eben diese, sondern sind auch dazu bereit, im Laufe ihres Schreibprozesses bereits Geschriebenes und Gedachtes zu revidieren, um den linearen Prozess des Schreibens durch die dialogische Perspektive zu durchkreuzen. <em>Zwei Frauen ihrer Klasse</em> ist ein kraftvoller, kluger, wütender Text, der sich in keine Gattung pressen lässt, der genauso journalistisch wie autobiografisch ist und seinen eigenen Entstehungsprozess permanent mitverhandelt. Genau deshalb ist es ein Text, der programmatisch dafür einsteht, was wir mit unserem Magazin erreichen möchten. Es ist ein Text, dessen 40 Seiten man am besten in Episoden liest, um immer wieder neue Gedanken und Perspektiven daraus mitnehmen zu können und den eigenen linearen Denkprozess ins Dialogische überführen zu können. Wir wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre!</p>
<p><em>“Wir haben uns dafür entschieden, dieses Gespräch über Klasse nicht in  einen geplanten Text zu pressen, keine Gliederung zu erstellen, sondern  genau das zu tun, was unsere Chat-Texte auch waren: Ein  Drauflosschreiben, ein gemeinsames Erinnern, ein Offenhalten, dessen, wo  der Text hin möchte. Ein Rantasten, daran, wie wir uns diesem  überwältigend großen Thema über unsere eigenen Erinnerungen und unsere  Lektüren nähern können. [...] Am Ende wird es wohl weder ein rein autobiografisches Projekt, noch zur  Gänze akademisch oder journalistisch, sondern ein Miteinander all dieser  Schreibformen – eine Collage aus Fragen, Antworten, Nachträgen,  Intermissionen und Zitaten.”</em></p>
<p><strong>Vulkanina</strong></p>
<p>In ihrem persönlichen und selbstironischen Erinnerungsbericht <em>Vulkanina </em>begibt sich unsere Redakteurin Melina Brüggemann auf eine familiäre Spurensuche und schreibt ausgehend von einem Vulkanbesuch über das alleinige Reisen und über explosive Frauen. Zwischen Familienfotos, die es nie gegeben hat, Suchmaschinenergebnissen, die eine innere Hitze zum brodeln bringen, und eigenen Erlebnissen rund um einen aktiven Vulkan entsteht nach und nach durch die verschiedenen Zeiten hindurch ein Bild, zwischen Erinnerung und Imagination: von drei Generationen von Frauen und einem Vulkan.</p>
<p><em>“Ich komme aus einer Familie starker Frauen, aber ich bin die erste von ihnen, die auch das Zugeben und das Anerkennen von Schwäche als eine Stärke versteht. Wenn Stärke nur um ihrer selbst willen zutage tritt, dann verhärtet sie sich schnell, so wie die flüssige Lava, die zu Stein wird. Das denke ich, während ich von Catania aus auf den dampfenden Berg schaue und an das nichtexistierende Foto meiner Großmutter und Mutter zusammen auf dem Ätna denke, der eigentlich der Vesuv ist.”</em></p>
<p></p>
<h2><em>Ausblick in den Herbst</em></h2>
<p>In wenigen Wochen wird es auf unserer Homepage wieder wöchentlich neue Texte zu entdecken geben. Von der Redaktion, von Gastautor:innen, freie Einsendungen und Beiträge zu unseren Schreibprojekten. Darüber hinaus startet diesen Herbst etwas ganz Neues: <strong>zarte Horizontale bekommt einen Podcast</strong>!</p>
<p>Unter dem Titel <em><strong>zarte Laute</strong></em> starten wir ab November Gesprächsreihen zu den Themen: &quot;Schreiben zwischen Formgrenzen&quot;, &quot;Schreiben im Dialog&quot;, &quot;Schreiben &amp; Geld&quot;, &quot;Schreibräume suchen&quot; und &quot;Schreiben hinter den Kulissen&quot;. Eingeladen werden sowohl etablierte Autor:innen, Redaktionsmitglieder anderer Literatur-Magazine als auch unsere Gastautor:innen. In diesem Sinne: stay tuned. </p>
<p><strong>Außerdem könnt ihr uns am </strong><a href="https://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/"><strong>29.11. im Münchner Literaturhaus</strong></a><strong> treffen</strong>. Im Rahmen des Münchner Literaturfests stellen wir dort unser Magazin im Rahmen eines Zeitschriften Basars und einer Ausstellung vor. Danke an dieser Stelle bereits an Bene Feiten und die <em>Münchner Schiene</em> für die Einladung!</p>
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<p>So viel zum Oktober – Danke für euer Mitlesen, Mithören und vor allem: eure Unterstützung, ohne die unser Magazin nicht wachsen könnte. Und wie immer gilt: Wir freuen uns darauf, von euch zu hören und zu sehen – egal auf welchem Weg freuen wir uns über euer Feedback und das Netzwerken. </p>
<p>Herzliche Grüße aus Berlin und München,</p>
<p>eure zH Redaktion</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 17 Oct 2022 15:46:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Magazin als Zwischenraum]]></title>
      <description><![CDATA[Am Anfang unserer Überlegungen war da der Eindruck von einem fehlenden Raum. Es gibt fest abgesteckte Räume für…]]></description>
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<h2>zur Idee</h2>
<p><em>Schreiben zwischen Formen und Grenzen</em></p>
<p>Am Anfang unserer Überlegungen war da der Eindruck von einem fehlenden Raum. Es gibt fest abgesteckte Räume für Journalismus, für den Verlag von Poesie und Prosa, und für das akademische <em>paper</em> – begrenzte Flächen, sowohl thematisch als auch formal, die reserviert sind für formvollendete und angepasste Publikationen. Allerdings möchten sich viele Texte eben nicht so starr kategorisieren lassen und fallen, spätestens auf der Suche nach einer Veröffentlichung, aus dem Rahmen. Ein Interview mit essayistischer Einleitung, ein Essay, der zur autofiktionalen Erzählung wird, ein wissenschaftlicher Text mit literarischen Zügen, eine kommentierte Fotocollage – solche formalen und medialen Mischformen finden selten bis gar keinen öffentlichen Ort, schlicht weil sie nicht stringent genug die bekannten Formen des Schreibens reproduzieren. Solchen Texten wollen wir eine Plattform geben und ihre Hybridität feiern, statt sie heraus zu glätten. Wir wollen so einen Zwischenraum zur Verfügung stellen und gleichzeitig mit den Schreibenden seine Möglichkeiten erkunden. Denn zwischen Formen und Grenzen zu schreiben bedeutet auch, das prozessuale Moment des Schreibens wahrzunehmen und sichtbarzumachen – ein Schreiben, das zwischen den verschiedenen Möglichkeiten seiner Ausgestaltung oszilliert und gerade in dieser Bewegung seine Form findet.</p>
<p><em>Schreiben im Dialog</em></p>
<p>Was entsteht, wenn Texte nirgends ihren Platz finden, ist erst einmal Verunsicherung. Und doch ist es gerade diese Nicht-Verortbarkeit, die dem Gefühl ähnelt, das nicht selten das Schreiben selbst begleitet, wenn man noch nicht weiß, was am Ende von Umordnungen, Durchstreichungen und Schreibkrisen übrig bleiben wird. Das Geschriebene lebt in seiner Herstellung gerade von Veränderungen und Abwandlungen, von Fehlern und Ungenauigkeiten, und die Ideen hinter den fertigen Texten gehen auf eine lange Reise, durch viele Hände und Köpfe, bevor sie zu Papier gebracht werden. Emails werden ausgetauscht, über Kaffee hinweg diskutiert, Gedanken und Impulse hin- und hergeworfen und „fertig“ ist ein Text zumeist am Abgabetermin nur, weil er fertig sein muss. Deshalb wollen wir die Gespräche, Orte, Hintergrundgeräusche, Abwandlungen und Fehler, die das Schreiben bedingen und begleiten, mit in das Geschriebene einfließen lassen. Um die verschiedenen Versionen und Entwürfe mitzubedenken, die einen finalen Text entstehen lassen. So wollen wir uns gegenseitig am Schreiben teilhaben lassen und durch unsere Schreibprojekte gemeinsam Textsammlungen wachsen lassen. Denn so wie das Schreiben von den Orten geformt wird, an denen wir schreiben, wird es auch von den Begegnungen und Dialogen über das Schreiben getragen und ist so immer schon ein kollaboratives Schreiben, das an Orte und Gedanken Anderer anknüpft.</p>
<p><em>Texte über das Schreiben</em></p>
<p>Einen Verlauf sichtbar zu machen heißt nicht, dass man sich darin verlaufen muss. Vielmehr wollen wir dem beweglichen Moment des Schreibens einen Platz einräumen, um die Unverrückbarkeit, die dem Geschriebenen manchmal anhaftet, in einer gemeinsamen Praxis in Frage zu stellen. Überhörte Gesprächsfetzen, unerhörte Begebenheiten, nachhallende Diskussionen, visuelle Eindrücke von Vorbeigehenden, alltägliche Lebenssituationen und vor allem eigene Reaktionen auf andere Texte sind das, was zum Schreiben inspiriert und den Außenraum in das Schreiben hineinträgt. Mit unserem Magazin sind wir also gewissermaßen auf der Suche, nach Ausblicken danach, wie der fehlende Raum für solche ‘Zwischentexte’ aussehen könnte und welche Wege diese Texte in ihrem Schreibprozess gehen. Denn der etablierte und stark hierarchisierte Weg bis zur Publikation findet zumeist versteckt hinter den Kulissen statt. Es geht uns also um neue Rahmungen des Schreibens und damit auch um ein Neudenken von Kollegialität unter Schreibenden. Indem unser Magazin mit seinen Texten wachsen soll, statt diese künstlich passend zu machen, wollen wir neben einer Plattform für hybride Texte deshalb auch vor allem Schreibenden ohne großes Portfolio eine Veröffentlichungsplattform ermöglichen und gemeinsam fragen, wie Schreibräume fern von etablierten Formaten und Formgrenzen gestaltbar wären.</p>
<p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 08 Feb 2022 19:39:13 +0000</pubDate>
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