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“Mein Sohn wirft Dinge und lacht dann”

Bild: Chiara Doveri

Hier auf Steady teile ich anonymisiert einige eurer langen E-Mails und meine ausführlichen, empathischen und recherchierten Antworten. Ich bin kein Coach und keine Psychotherapeutin und würde euch bei entsprechenden Fragen bitten, Fachpersonal zu konsultieren. Wenn es bei euch im Alltag an kleinen Dingen hakt und ihr gern meine Einschätzung hättet, schreibt mir gern an anna [punkt] brachetti [at] posteo [punkt| de.

Liebe Anna,

Mein Sohn (grade 4) zeigt seinen Frust häufig in aggressivem Verhalten oder er wirft Dinge o.ä. Danach lacht oder lächelt er häufig, sagt er fände das "lustig" oder "schön", vereinzelt auch wenn ich ihm sage, dass es mir wehtut, dass er das wollte. Ein paar Beispiele: "Ich wollte dir weh tun”, “ ich wollte das machen”, "geh weg” brüllen. Auch bei der Oma, die sich viel um ihn kümmert. Er schickt uns auch manchmal “einfach so weg”, z.b. wenn er mit den Nachbarn spielt, manchmal vielleicht weil er denkt, wir holen ihn ab, denke ich. Die Nachbarin meinte mal zu mir, sie würde dann ja nicht weg gehen. Ich gehe dann manchmal mit den Worten “Du möchtest grad noch ohne mich spielen? Dann komme ich in 5 Minuten noch mal dazu!”

Mir ist bewusst, dass er nicht im klassischem Sinne provoziert und er mir damit irgendwas sagen will. Es fällt mir zunehmend schwerer, meinem Mann sowieso, in solchen Momenten einfühlend zu reagieren. Oft rennt er dann auch sofort weg und setzt sich untern Tisch. Es scheint mir manchmal so als, sei das Einfühlen zu viel für ihn. Das Lachen scheint für ihn so eine Art Übersprungshandlung zu sein. Einmal hat er mit einem 2 Jahre älterem Mädchen gespielt, die ihn anscheinend etwas gepiesackt hat, er war eigentlich am weinen und dann wieder am lachen, immer so im Wechsel - kennst du das?

Es ist auch sehr schwer mit meinem Sohn später über solche Situationen zu sprechen, er wirkt dann abgelenkt oder will nicht drüber reden. Hier frage ich mich, ob wir ihn manchmal überfordern mit den Gesprächen/Einfühlen. im Moment sagt er ganz oft “ich will das nicht hören!"

Wie können wir uns verhalten? Wie kann ich erkennen, ob er gesprächsbereit ist? Gespräche ermöglichen durch Spiele?

VG, Paula*

Topic Elternschaft

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