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Lost Generation, Slacker, Loser, Creeps - oder die verborgene Kraft hinter dem Rechtsruck?

Die Erfahrungen der "Generation X"(1965-1980) als die Geschichte unserer Gegenwart, Teil 3

Dieser dritte Teil meiner Artikelreihe rund um die Generation X behandelt die Popper, Staatskritik in den 80er Jahren wie auch die Fragen nach Migration und Ethnien

POPPER

Über Popper als ein die Generation X prägendes Phänomen weiß Wikipedia Folgendes zu berichten:

“Die Jugendbewegung breitete sich 1979, von Hamburger Gymnasien ausgehend, während der ersten Hälfte der 1980er Jahre aus. Die meist aus der Mittel- bis Oberschicht stammenden Anhänger gaben sich bewusst konformistisch und unpolitisch. Sie zelebrierten demonstrativ den Konsum, aus Überdruss an und aus Protest gegen die vorangegangenen und vorhandenen konsumkritischen Jugendkulturen (Rebellion gegen die Rebellion).” (Abre numa nova janela)

Popper zelebrierten ihre Antithese zu Konsumkritik mit “Eleganz von Fiorucci, Seidenscheitel im Haar - ich nehm nur das Teuerste, die Kohle ist doch da”. So heißt es im Text zu “Dekadenz” der Band Nuala. Markenbewusstsein erschien ihnen als sehr wichtig bei der Wahl ihrer Kaschmirschals, der Polo-Shirts und was sie sonst noch so alles trugen - Hauptsache, es war teuer.

Manchen galt Christian Krachts”Faserland”, das mich nie interessierte, als Selbstportrait eines Poppers. Florian Illies, um den es diesem Abschnitt meiner Artikelserie sowieso auch geht, feierte “Faserland” in “Generation Golf” mit den Worten:

“Die Ernsthaftigkeit, mit der Kracht Markenprodukte einführte und als Fundamente des Lebens Anfang der neunziger Jahre vor Augen führte, wirkte befreiend.”

(Florian Illies, Generation Golf, S. 111)

Für Illies fühlte sich so etwas bekanntlich befreiender an als der Mauerfall. Die Hauptfigur in dem Roman Christian Krachts besuchte, wie soll es anders sein, das exklusive Internat Salem am Bodensee. Der Züricher Tagesanzeiger kommentierte:

“Da schreibt ein widerlich arroganter Schnösel, der sein ‚Zeitgeist-Dandytum” schon für Literatur hält und seine banalen Reisenotizen für erbarmungslos scharfe Beobachtungen”. (Martin Halter in Tagesanzeiger, 29.4. 1995)

Durch Mailand liefen in den frühen 80ern so genannte Paninari , von den Pet Shop Boys besungen: “Paninaro, Paninaro, oh, oh, oh, Armani, Armani, ah-ah-Armani, Versace, Cinque (Abre numa nova janela)”.

Auch sie Oberschichtskinder und Privatschüler. Von ein paar Rechtsaußen unter ihnen abgesehen galten sie als hedonistisch und unpolitisch - wobei letzteres de facto meinte: Affirmation einer Gesellschaft, in der sie als Kinder reicher Eltern oben mitspielen durften. Analogien zu den Poppern in Deutschlands zeigten sich auch bei den “Minets” in Frankreich. Auch sie betonten ihr Markenbewusstsein (Lacoste, Chevignon, Façonnable) und grenzten sich gegen Punks, Rocker und was sonst noch durch die Straßen lief, ab. Ähnlich wie die deutschen Popper trugen sie Polohemden (Lacoste war wie gesagt das Statussymbol), Loafer oder Mokassins, Chinos und Pullover über die Schultern gelegt. In England gab es sie seit bereits seit den 50er Jahren. Da nannten man sie “Preppies”, und es waren schlicht die Kids von teuren privaten High Schools, Preparatory Schools - diese beeinflussten die deutschen Popper nachhaltig. Als ihr Äquivalent in Frankreich galten mit dem Begriff BCBG (Bon Chic, Bon Genre) identifizierte Boomer.

“Der Popper hat das Haar kurz, hinten in Stufen geschnitten, damit die Fönwelle vorn gut zur Geltung kommt,”

- so lauteten die Styling-Tipps in der BRAVO.

“Popper trafen sich in schicken Cafés, fuhren Vespa oder Cabrios und gaben das Geld ihrer Eltern aus - voller Verachtung gegenüber jenen, bei denen es nur für eine Cola reichte. Anstatt ihre Lehrer mit Sitzstreiks und Flugblättern zu belästigen, richteten sie Grüße von ihren einflussreichen Vätern aus. “

Ein Zitat aus Fred Grimms “Wir wollen eine andere Welt. Jugend in Deutschland von 1900 bis 2010”

Was Florian Illies in “Generation Golf” beschreibt, ist die Mittelklasse-Variante der Popper auf dem Lande. Die richtigen derer mit Eltern, die ein Haus auf Sylt besaßen und an der Alster, in den Walddörfern oder an der Elbchaussee wohnten, fuhren wenn, dann einen Golf Cabrio. Illies projizierte diese Attitude auf eine ganze Generation und glänzte dabei mit Sätzen wie dem folgenden:

„Ideal ist es, wenn man sich während des Schwitzens nicht nur in mehreren Spiegeln beobachten, sondern gleichzeitig noch auf frei hängenden Monitoren die neuesten Aktienkurse auf n-tv sowie die Videoclips auf VIVA verfolgen kann. Das kommt schon relativ nahe heran an die Glücksvorstellung unserer Generation“

(alle Zitate aus “Generation Golf” stammen von hier (Abre numa nova janela))

Der Klappentext verkündete:

“Die achtziger Jahre waren das langweiligste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Nicole sang von ein bißchen Frieden, Helmut Kohl nahm ein bißchen ab und wieder ein bißchen zu. Kaffee hieß plötzlich Cappuccino und Raider Twix. Aber sonst änderte sich nix. Noch ahnte man nicht, dass man einer Generation angehörte, für die sich leider das ganze Leben, selbst an Montagen, anfühlte wie die träge Bewegungslosigkeit eines Sonntagnachmittags.”

Das mag für satte Popper und solche, die es werden wollten, in der oberhessischen Kleinstadt Schlitz der Fall gewesen sein, wenn man als “Sohn eines Biologen und seiner Frau” aufwuchs. Diese Ignoranz zur Generationserfahrung aufzublasen, die es sich auch noch provinziell in Deutschland gemütlich macht, deutsche Autos fährt, in der die DDR gar nicht auftaucht und die tatsächliche Angst vor dem Atomkrieg weg gewitzelt wird - das ist allerdings auch typisch für viele aus der Generation X. Nicht wenige dieser Jahrgänge hüllten sich in den Kokon ihrer Selbstbezüglichkeit und interessierten sich nicht mehr groß für die Erfahrungen andere Menschen.

“Kindheit. Schulzeit. Playmobil. Generation ohne Generationenkonflikt. Gute Söhne, gute Töchter. Der Golf. Sport. Körperkult. Fit for fun. Eitelkeit. Ichliebe. Vorabendserien. Ewige gute Laune. Weiterfahren, egal wohin. Zeigen, was man hat. Markenkult. Das Ende der Bescheidenheit. Glaube. Liebe. Hoffnung.”

So die Kapitelüberschriften, garniert mit Sätzen aus Golf-Werbekampagnen wie; “Zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung? Hätte ich auch gerne.” Witzig.

Das Buch grenzt sich gegen die ewig moralisierenden, politisierenden 68er ab. In der Welt laufe es letztlich immer so wie beim “Lösen” des Zauberwürfels:

„Es braucht zwar seine Zeit, aber wenn man sich ordentlich bemüht, ist am Ende wieder alles so, wie es sich gehört: Blau bei Blau, Rot bei Rot, und die Welt ist wieder ein Stück übersichtlicher geworden.“

Man kann das auch alles als selbstironisch und selbstkritisch lesen, wenn diagnostiziert wird, dass die “Generation Golf” eher eine Meinung dazu habe, ob man Socken in Sandalen als zum Kosovo-Einsatz. Klar.

Das Feindbild: die moralisierenden und politisierenden Linken. Das prägte Illies und wirkt heute bei Ulf Poschardt oder auch Peter Thiel nach, der Politik prinzipiell furchtbar findet, weil sie nur Zwietracht säen würde. Die Attacke auf “Hypermoral”, ein Ausdruck des ehemaligen Nationalsozialisten Arnold Gehlen aus den 70er Jahren, der bei X vor ein paar Jahren aufgegriffen wurde, feiert auch in rechten Attacken und Löschaktionen von Förderungen im Falle der DEI-Programme gegen Diskriminierung, durch die Teams von Elon Musk abgewickelt, ein Revival. Dort nennt man es den Kampf gegen “Social Justice Warriors”.

Letztlich ist das Verbannen von queeren Büchern aus Bibliotheken, Verboten, über strukturellen Rassismus zu sprechen und Anweisungen, das Wort “Gender” zu tilgen, zugleich etwas, das implizit linken und liberale Kritiken an “Identitätspolitik” folgt, wie sie von Susan Neiman oder Yascha Mounk auflagenstark unters Volk gebracht wurden. All diese Identitäten haben in Politik ja nix zu suchen, und wehe dem, der sie zum Ausdruck bringt. Die Trump-Regierung setzt in ihrem Vernichtunsgwerk auf nackte Gewalt statt auf Moral und findet das sogar lustig in all den Filmchen und Memen, den Inszenierungen von jungen Frauen im engen T-Shirt vor Käfigen voller internierter BPoC. Das habt ihr nun von eurer “Identitätspolitik”.

In Deutschland erwies sich Harald Schmidt als Wegbereiter solcher Attitude, zum Glück ohne exekutive Befugnisse oder Forderungen, die darauf zielten. Solche Maßnahmen wären ihm auch fremd geblieben, vermute ich. Sie gründen jedoch in “Humor”, ähnlich dem seinen, sehr viele Überdrehungen weiter gedreht.

Über den äußerte Illies:

„(...) er hat uns beigebracht, was Humor sein kann, was Humor ist, und daß man über alle lachen kann, wenn man nur den richtigen Anzug anhat. Daß er diesen Humor geprägt hat, ist schon unendlich viel, also das darf man nicht unterschätzen. Wir sind aufgewachsen in einer Humorwüste in Deutschland. Und die Not an der Humorfront hat er dann wirklich behoben. Und das ist ja das Tolle, daß er den Humor befreit hat aus der Ecke, in der er stand, also aus dem Kabarett, aus dem politischen Kabarett, daß alles nur lustig ist, wenn es ein bißchen linksliberal ist, also das ist auch sein Verdienst, daß er ihn befreit hat aus der Gleichsetzung von moralinsauren Politik-Kabarett-Lustigkeit und er auch Witze machen kann über Polen, ohne daß man gleich an den Polenfeldzug von 1939 denken muß. (Abre numa nova janela)

Nicht zufällig zitiert Illies trotz dieses “Vatermordes”, also dem an Dieter Hildebrandt, die Zeitschrift TEMPO: “Alle Leute, die panisch darauf bedacht sind, bloß nicht zu werden wie ihre Eltern, machen in der Regel komplette Idioten aus sich.” (Quelle der Zitate aus “Generation Golf”: siehe oben).

Die TEMPO trat Mitte der 80er zunächst durchaus mit progressivem politischem Anspruch an und versuchte, in den Zeiten von David Lynch, Calvin-Klein-Werbung und Filmen wie “DIVA” so etwas wie Style, Schärfe und Subjektivität und Berichte zu Themen zu bringen, die in der Frankfurter Rundschau noch nach eng bedruckter Bleiwüste und Didaktik rochen.

Im Laufe der 90er jedoch etablierte sich Ironie als Allzweckwaffe gegen alles und jedes, was keine reichen Eltern hatte, gepaart mit einem ausgeprägten Nihilismus, der nichts mehr außerhalb der jeweils eigenen lebensweltlichen Bezüge als überhaupt relevant betrachtete. Es sei denn, man konnte darüber Witze reißen wie über Polen in der Harald Schmidt-Show - während zugleich in ewigem Gelächter alles zu Tode trivialisiert wurde.

In Pop 2000 sind die Popper in Folge 7 ab ca. 18.40 zu sehen und zu hören (Abre numa nova janela). Auch die Berichterstattung über Auseinandersetzungen zwischen Punks und Poppern, die bundesweit für Aufregung sorgten, können dort genossen werden. Es gab sie nicht nur in Berlin, wie in Pop 2000 zitiert , sondern auch in Hamburg.

Auch Ulf Poschardt (Jahrgang 1957) steht wie erwähnt in der Schuld der Popper-Attitude - jener Generation X, die Florian Illies in “Generation Golf” literarisch autorisierte: die der affirmativen Selbstbezüglichkeit. Er wuchs hinein in diese Zeit, da Ironie als Allzweckmittel galt - zunächst jedoch noch den Popjournalismus der SPEX beeinflusst durch wie auch die House- und Techno-Kultur in seiner bis heute lesenswerten Dissertation “DJ Culture”. Anschließend probierte er sich als Erbverwalter der TEMPO und leitete das SZ-Magazin und der Veröffentlichung von von “Gonzo-Journalismus”, also einer Mischung aus fiktionalen und journalistischen Formen. Als die Erfindungsfreude seines Autoren Tom Kummer aufflog, flog auch er (Abre numa nova janela) . So richtig etwas Eigenes brachte er m.E. nie zustande, die “Generation X” lebt oft ganz postmodern vom Zitat. Das gelingt nicht jedem, Versatzstücke so zu arrangieren, dass sie neue Welten, Ansätze oder gar Gedanken hervorbringen.

Stattdessen übte sich solche wie er in einen typischen Springer-Nihilismus als Haltung, die sich daraus ergibt, zu wissen, dass man in einem gewaltigen Machtzentrum gelandet ist, das selten wirklich meint, was es proklamiert, meiner Ansicht nach. Das mündet in Zynismus; den interessiert nichts mehr außerhalb der eigenen Lebenswelt, es sei denn, sich destruktiv zu gerieren. Weil es ja auch schön ist, so viel Geld zu verdienen - garniert mit Geschwindigkeitsrausch, Popper-Markenbewusstsein und dem Reflex, jede Kritik daran als moralisierend und Einschränkung individueller Freiheit abzutun.

Was bei Illies vielleicht noch als Zeitdiagnose gemeint war, wurde in solchen prototypischen Biografien zum Programm und wandelte das Ironische in offene Aggression, die vom westdeutschen Boulevard ebenso gelernt hat wie von den Trivialisierungen des Privatfernsehens. Das, was als Ironie und Spiel mit den Formen begann, schlägt bei manchen Vertretern der Generation X in permanente Attacke um, die als der Wille zur Vernichtung ganzer “linksgrüner Milieus”, in den USA: “lunatic Left”, “Liberals”, vermutlich nicht überinterpretiert ist. Das ist das Erbe der Popper. Hypothese.

Popper bildeten somit eine Art jugendkultureller Anti-Avantgarde des Kohlismus und feierten das, was in Ländern mit teuren Privatschulen und hohen Universitätsgebühren wie in Großbritannien und den USA eh schon die Sozialstruktur prägte, in einem deutschen Äquivalent unter anderen Rahmenbedingungen. Immer dabei: die Verachtung des “Pöbels”, der “Proleten”.

Der Look der Popper als solcher präsentierte sich international oft auch konträr; die “Champagner-Sozialisten” Dr. Robert von den Blow Monkeys und Paul Weller zu Style Council-Zeiten zitierten ihn zeitweise, ABC oder Spandau Ballet konnten auch als Popper gelesen werden. Und das, ohne wie die deutschen Popper in Protz und Pose durch die Hamburger Milchstraße zu fahren. Dezidiert stylish, nie dirty und ebenso das Gegenteil aller Hippie-Kulturen wie die Punks auch, dürfte die Hymne vieler später Markus’ “Gib Gas, ich will Spaß!” gewesen sein - aus Anpassung an eine Art Trotz gegen den Einfluss der GRÜNEN auf die Bundespolitik wurde.

STAATSKRITIK

Auch Staatskritik ging damals in den frühen 80er, als die Generation X geprägt wurde, keineswegs nur von Thatcher und Reagan aus. Hannover - in einer Trabantenstadt dazu wuchs ich auf, in Langenhagen - bildete auf seltsame Art Zentrum derer in gleich zwei Fällen; damals noch aus dissidenten Subkulturen heraus formuliert. Zum einen planten die hannöverschen Stadtoberen eine Punker-Kartei, die polizeiliche Erfassung derer mit Iro und Sicherheitsnadeln oft gar nicht in der Wange, sondern irgendwo anders. Die Proteste dagegen mündeten in die ersten Chaos-Tage 1983, bei denen es auch nach anfänglichen Verbrüderungen zur Auseinandersetzung mit Nazi-Skinheads kam. Von denen gab es, auch aufgrund der rund um Hannover stationierter britischen Soldaten, die den Trend nach Deutschland brachten, recht viele. Und sie wurden immer mehr und brandgefährlich. Auch das eine Generation X-Erfahrung.

Die Chaos-Tage sorgten bundesweit für Aufsehen und wurden in den 90er recycelt. Das Anarchie-”A” im Kreis konnte man ebenso auf diversen Jacken und Schultaschen oder mit “Edding” an Schulwände geschrieben sehen. Der Widerstand gegen die Volkszählung als einem gegen den Überwachungsstaat formierte sich in den frühen 80ern intensiv und verhinderte sie.

Auch der wohl bekannteste Hacker jener Jahre, Karl Koch, agierte in Hannover. Die Kontakte zum KGB wie auch sein bis heute Verschwörungstheorien anheizender Selbstmord bei Gifhorn fiktionalisierte der (sehr gute) Film “23 - Nichts ist, wie es scheint” mit August Diehl 1998. Koch selbst ließ sich von “Illuminatus” von Robert Shea Robert Wilson inspirieren und tauchte immer tiefer in Fantasien von der Weltherrschaft der Illuminaten ein. Sein Pseudonym “Hagbard Celine” entstammt auch diesem Werk - eine Figur in diesem ohne Drogen kaum konsumierbaren Dreiteiler; eine Art Widerstandikone, deren Denken so weit weg von Ayn Rand oder Robert Nozick, Vordenker der Libertären, nicht situiert ist. Er schippert mit einem goldenen U-Boot durch die Weltmeere und vertritt den “Discordianismus”, eine Religionsparodie, die Chaos über die Ordnung stellt und einen libertären Anarchismus proklamiert.

Viele der Motive, die eigentlich einem Strang der US-Hippie-Gegenkultur entstammten, kippten später nach hart nach rechts, oft über die eher an Computern orientierte Generation X - Karl Koch war Jahrgang 1965. Ich hätte ihm in Hannover durchaus über den Weg laufen können; das geschah aber nicht.

Mittlerweile tendieren eher Linksliberale dazu, sich staatstragend als Bewahrer der Demokratie zu begreifen. In der Generation X war es auch bei irgendwielinken Kräften eher ungewöhnlich.

MIGRATIONSPOLITIK UND ETHNISCHE KONFLIKTE

In West-Deutschland wurde “Migration” von vielen bis in die SPD hienein als etwas allenfalls Vorübergehendes verstanden - trotzdem die Anwerbung von “Gastarbeitern” in den 60er Jahren ebenso gewollt war wie notwendig. Die CDU unter Helmut Kohl weigerte sich dennoch, Deutschland als offen für Migration zu begreifen - trotzdem von ihm zeitgleich die “europäische Idee” vorangetrieben wurde. Die CDU hielt in dem hier behandelten Zeitraum daran fest, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei. Daran änderte auch die in den 1980er Jahren stark ansteigende Zahl von Asylsuchenden nichts; sie wirkten gegenteilig: Abschotten. Deutschland bleibt arisch! Wie formulierte es noch Florian Illies?

Es gab da einen Helmut Kohl, der alles abhielt, man beschäftigte sich immer mehr mit sich selber. (Abre numa nova janela)

Diese Haltung Kohls war die offizielle Regierungslinie. Als der neu gewählte Kanzler 1982 seine Regierungserklärung abgab, verkündete er das Ziel: „Die Zahl der ausländischen Mitbürger muss vermindert werden.” Dieses Ziel sollte im Verlauf der gesamten 1980er Jahre die deutschen Migrationspolitik prägen. Nachdem der Helmut Kohl in seiner Regierungserklärung vom 18. März 1987 wieder einmal ein neues Ausländergesetz angekündigt hatte und sich die Regierungskoalition 1989 auf einen Entwurf verständigt hatte, trat das neue Gesetz am 1. Januar 1991 in Kraft (Abre numa nova janela).

Es spiegelte eben diese Linie wider - dass Deutschland kein Einwanderungsland sei. Die Regelung sah entsprechend auch keine gesteuerte Zuwanderung vor. Die Frage, ob Deutschland offen für Migration sei, verknüpften die Parteien nach der Wiedervereinigung eng mit der sich aufheizenden Asyldebatte in den frühen 90ern. Im August 1992 erklärte der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Berndt Seite (CDU), in einer Stellungnahme, dass „die Bevölkerung durch den ungebremsten Zustrom von Asylanten überfordert wird”. Also zur Zeit der Pogrome in Lichtenhagen. Sprachbilder von “Strömen”, Fluten usw. anonymisierten und entindividualisierten das Leid der Menschen, die Asyl suchten, ließen Individuen wie eine Naturkatastrophe, ein Unheil erscheinen - zudem nichts in dieser Zeit “ungebremst” geschah.

Das, was heute AfD-Position in Migrationsfragen ist, entspricht also ungefähr jener der CDU unter Helmut Kohl, dem “Kanzler der Einheit”. Er machte damit auch “Neubürgern” aus dem Osten klar, was in der Bundesrepublik als rundum legitime, politische Position galt und wer deutsch war, auch, wer als allenfalls optional und vorübergehend anwesend betrachtet wurde. Das wurde auch der Generation X vermittelt.

Im Grundgesetzt findet sich die Formulierung, dass die Parteien an der Meinungsbildung mitwirken. Das taten und tuen auch die Unionsparteien - keinen “vorgängiger Volkswille” “bildet sich ab”. Viele Menschen orientieren an dem, was führende Politiker proklamieren. Ein Kanzler äußert sich mit einer gewissen Autorität. Menschen folgen zumindest teilweise ihren Situationsdefinitionen und den normativen Kriterien, in deren Rahmen sie formuliert werden. Die Orientierungen von Helmut Kohl zeigten sich in diesem Fall recht unverblümt inmitten des Wartens auf “blühende Landschaften”.

Klar, Merz will deshalb ja auch dorthin zurück - weil er es als “Kern” des Konservatismus der Unionsparteien selbst noch so gelernt hat.

In alledem reproduziert sich jedoch eine Vorstellung von “Nation als Abstammungsgemeinschaft”, die von der AfD derzeit lediglich offener proklamiert wird und letztlich völkischen Vorstellungen aus der Weimarer Republik entspricht. Die in den frühen 90ern auch schon von den Republikanern und der DVU vertreten wurde.

Manche aus der Generation X opponierten, ich zum Beispiel. Andere lernten, dass “deutsch” heißt, deutsche Eltern zu haben. Andere Nationsbegriffe speisen sich aus Vorstellungen, dass so etwas wie “Nation” sich überhaupt erst konstituiert im Prozess freier Wahlen. In Deutschland galt sei dem 19. Jahrhundert die Annahme, dass es eine “Kultur” sei, die allesamt verbinde. Das schien im Reichsgründungsprozess notwendig, weil es nicht stimmte - zwei dominante Konfessionen, unzählige Dialekte, keine Einheit von Sprach- und Ländergrenzen in der Vielstaaterei. Deshalb diskutierten viele vor 1871, ob nicht Österreich dazu gehören solle. Verbindet man das mit Abstammungslinien, dann kommt dabei raus, was jene, die von “autochoner Bevölkerung” daherreden, in SPD, CDU und AfD bis heute proklamieren, während sie Abschiebepläne aushecken. Ein Denken, das nach der Wiedervereinigung auch viele in der Generation X beherrschte - zum Teile sogar jene, die Rassifizierte und Migrantisierte gerne mal paternalisierten und sich schützend vor sie stellten, aber im Alltag nur beim Einkaufen oder in Döner-Buden mit ihnen zu tun hatten.

Höcke, Weidel, Spahn und Dobrindt wuchsen in einem geteilten Deutschland auf, in dem die rassistischen und migrationsfeindlichen Ressentiments keine Ausnahme-, sondern der Normalzustand waren. In dem man eher die in Lichtenhagen Bedrohten und beinahe Abgefackelten auswies, als die Täter zu sanktionieren - und auf die Art auch noch Wahlen gewinnen konnte. Super, ein politisches Erfolgsrezept!

Als historisch prägend erwies sich die Annahme Weißer, in a priori gegebene Privilegien hinein geboren zu werden - ein Phänomen, das von der politischen Rechten anschließend wegdiskutiert wurde, “wie jetzt, Privileg?”, und von manchen Linken auch. Sie wuchsen mit der Erfahrung auf, dass BPoC mit einer gewissen Selbstverständlichkeit als die Deklassierten zu betrachten seien, die andere Auswege suchten und suchen mussten, als dieses Weiße nötig hatten.

Dass Migrantisierte zudem als ein oft auf Stadtviertel bezogenes Gewaltpotenzial behauptet und in Medien gezeichnet, mit Kriminalität in Verbindung gebracht wurden, Rütli Schule, Neukölln, dürfte für viele Weiße in der Generation X alltägliche Lektüre und Smalltalk gewesen sein.

Deniz Utlu beschreibt beschreibt, stark verdichtet in einer kurzen Anekdote, die Erfahrungen mit der Wiedervereinigung vieler Deutschtürken in Kreuzberg in seinem Roman “Die Ungehalteten” so:

Mein Vater und Onkel Cemal und viele andere hatten gefeiert und gejubelt beim Mauerfall und die Neuen mit offenen Armen empfangen. Von älteren (Abre numa nova janela)

Brüdern von Freunden wusste ich, dass sie damals mit nichts als der Faust in den Taschen am Kottbusser Tor und am Mehringdamm gestanden und die (Abre numa nova janela)

Ostler beobachtet hatten, die grußlos an ihnen vorbei zu den Bänken gingen, um ihr Begrüßungsgeld abzuholen. (Abre numa nova janela)

Andere Migrantisierte erlebten es folgendermaßen:

“Im Supermarkt stand hinter mir ein älterer Mann und sagte ganz laut: “Schon wieder solche Kanaken, man kann nirgends mehr hingehen, ohne auf die zu stoßen”. Ich habe mich ganz interessiert umgeguckt, welche Ausländer er meint. Doch ich sah keine. Da merkte ich, dass er mich meinte.”

Elena, 23, geboren in Madrid, lebte seit dem 1. Lebensjahr in Deutschland - Zitat aus den 80er Jahren

Oder auch:

“Fast jeden Tag steht auf der Tafel “Türken raus”.”

Elif, 15, einzige “Ausländerin” (türkische Eltern) einer 9. Klasse in Hof - Elfi wurde in der Bundesrepublik geboren - Zitat aus den 80er Jahren

Quelle, auch des vorherigen Zitates: Fred Grimm (2010), Wir wollten eine andere Welt - Jugend in Deutschland 1900 - 2010, S. 391

Advanced Chemistry rappten:

“Politiker und Medien berichten ob früh oder spät (Abre numa nova janela)

Von einer überschrittenen Aufnahmekapazität (Abre numa nova janela)

Es wird einem erklärt, der Kopf wird einem verdreht (Abre numa nova janela)

Dass man durch Ausländer in eine Bedrohung gerät.” (Abre numa nova janela)

Ich weiß das Alter der Mitglieder von Advanced Chemistry nicht - aber vermutlich waren sie Angehörige der Generation X.

Eltern und Kinder dieser Jahrgänge, die nicht zu dieser “Bedrohung” zählten, waren sich oft einig: plötzlich überall Ausländer. Ich erinnere mich an ein Essen ausgerechnet in einem griechischen Restaurant - auch das typisch für die Generation X in West-Deutschland, nicht nur bei McDonalds, sondern auch beim Italiener, Chinesen oder Griechen Gyros, Pasta oder Peking Ente zu verspeisen - mit Parteifreunden meines Vaters zu Beginn der 80er Jahre: man könne ja nicht mal mehr abends U-Bahn fahren. Nur noch “Ausländer darin”. Vielleicht ja auch ein Grund für den Auto-Fetisch: in öffentlichen Verkehrsmitteln erlebte man den sozialen Wandel direkter. Mein Vater opponierte, zum Glück - sein Parteifreund, ein Offizier, ließ seinen Ressentiments freien Lauf.

Die heutigen “Remigrationspläne” von Höcke, Weidel und Co könnten als so etwas wie ein spätes Echo dieser Tiraden gehört werden. Mit solchen Sprüchen wuchsen die Weißen der Generation X auf. Sie hörten sie von ihren Eltern und plapperten sie nach.

Die Migrantisierten und Rassifizierten im Westen erfuhren eine Sozialisation, in der ihnen ein Platz zugewiesen wurde, der nicht denen ihrer Mitschüler entsprach. Im Zuge der Wiedereinigung lernten sie dann, dass Andere automatisch einen Pass bekommen und als - zunächst - dazugehörig betrachtet werden, sie selbst aber nicht.

Auch ethnische Konflikte - oder solche, die aufgrund der geschilderten Asymmetrie der Lebenschancen Weißer und ihrer BPoC-Altersgenossen entstanden - wirkten in die Popkultur hinein. Im April 1981 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Brixton (Südlondon), die als “Race Riots” bekannt wurden. Die Unruhen wurden durch den “Sus Law” (Verdachtsgesetz) ausgelöst, das es der Polizei erlaubte, Menschen willkürlich anzuhalten und zu durchsuchen. Alexander Dobrindt gehört zur “Generation X”, ist Jahrgang 1970, nebenbei erwähnt. Der Text zu den “Guns of Brixton” von The Clash lautet so:

“When they kick at your front doorHow you gonna come?With your hands on your headOr on the trigger of your gun.” (Abre numa nova janela)

Dieser Song gehört gehört für mich zu den prägenden Pop-Erfahrungen, als reinem Hörer. Für andere aus der Generation war das, was besungen wurde, ihre Lebenserfahrung.

Es gab ähnliche Riots wie in Brixton auch schon in den 60er Jahren in den USA, z.B. in Detroit - ihr erneutes Aufflammen in den 80er und 90er Jahren gehört zu den Prägungen der Generation X dazu.

Die L.A.-Riots von 1991 infolge eines kursierenden von Polizeigewalt gegen den Schwarten Rodney King schlugen sich auch im Hip Hop nieder. Gangsta Rap etablierte sich bereits in der zweiten Hälfte der 80er Jahre - vermutlich haben Menschen wie ich darauf gegenteilig reagiert in Relation zu dem, wie sich diese Vorgänge in den in Hirnen von Björn Höcke, Alex Karp oder Alexander Dobrindt speicherte. Natürlich ist Gewalt in jedem Fall zu verurteilen. Sie entsteht aber auch nicht aus dem Nichts. Auch die Pogrome von Lichtenhagen später als weißes, rassistisches Gegenstück belegten vor allem, dass die Antwort auf alles, was von diffus links oder aber BPoC ausging, staatliche Sanktionen und Maßnahmen nach sich zog, im Falle rechter Gewalt aber nicht oder seltener.

Die Erfahrung vieler BPoC der Generation X, die überwältigende Mehrheit derer, die sich von Riots fern hielten, die einfach nur ihrem Job nachgingen und ihr Leben lebten, war: wir sind sowieso die, die als erste ins Visier der Staatsmacht geraten. Man erträgt uns, wenn wir funktionieren, aber sobald jemand ausrastet, der für die so aussieht wie wir, werden wir in Mithaftung genommen. Wir sind es, die von der Polizei gefilzt, gescannt, angehalten werden, selbst wenn wir einfach so durch die Stadt laufen und sind die, die von Polizeigewerkschaften als das Problem markiert werden. Wir haben mehr Schwierigkeiten, eine Wohnung oder einen Job zu finden, aber ihr findet das normal. Wir sind die Machos - wenn ihr euch an Frauen vergeht, sind die selbst schuld.

Ich könnte das jetzt endlos weiter so paraphrasieren, im Geiste Quellen checkend, die ich im Laufe der Jahre gehört und gelesen habe, ohne selbst betroffen zu sein. Oder herum referieren, was ich so alles sonst noch zu und aus postmigrantischen Milieus gelesen habe - es entsteht dann das Problem, dass immer etwas in sich analysiert wird, nicht jedoch als Teil der Gesamtgesellschaft und ihrer Mechanismen. Und es steht mir auch allenfalls so weit zu, wie ich das hier gerade skizziert habe. Es besteht jedoch weiterhin Bedarf, dass diese Geschichten erzählt werden.

Auch die in der Pop-Historie. Zu Beginn meiner TV-Laufbahn landete ich bei BRAVO TV. Man mag das belächeln oder verurteilen - im Vergleich zu anderen medialen Sphären produzierten wir ein ausgesprochen diverses Programm.

Ich erinnere mich an eine Ausstellung zur Geschichte von BPoC in Pop und Medien im “Jupiter-Gebäude”, dem ehemaligen Karstadt-Sporthaus gegenüber des Hamburger Bahnhofs. Als ich hindurch ging, lagen dort viele Ausgaben der BRAVO, aber keine der taz, der Spex oder der Frankfurter Rundschau.

Man sah Künstler wie Nana aus Steilshoop, geboren 1968 in Ghana, Generation X. Sein Debutalbum landete 1997 auf Platz 4 der deutschen Charts. Oder Karim Maataoui von der Boygruop Touché, Jahrgang 1974. Ihn habe einst für BRAVO TV interviewt. Ich weiß das Geburtsdatum von George Jones, Mr. President, nicht, das war der Act mit “Coco Jambo”. Ich glaube aber nicht, dass er älter war als ich, als ihn für BRAVO TV drehte. Hadaway, Jahrgang 1965, Sänger von “What is love”, lebte seit 1989 in Deutschland. Turbo B., Rapper bei Snap, Jahrgang 1967, war Teil einer Frankfurter Hip Hop-Crew namens “We are the Crown” mit Moses Pelham. Ray Slingard von 2 Unlimited, ”No Limits”, Jahrgang 1971, Niederländer, oder auch die auch dort lebenden Jay Supreme, Jahrgang 1965, und Tania Evans, Jahrgang 1967, von Culture Beat (”Mr. Vain”), sind ebenfalls Angehörige der Generation X.

Sie alle hielten sich lange in den BRAVO Charts, sangen und rappten Hits, die ebenso den Soundtrack einer Generation bildeten wie Grunge. Joko Winterscheidt, einst mein Volontär bei TRACKS und auch gerade noch so Generation X, Jahrgang 1979, hatte “No Limits” von 2 Unlimited in den frühen Nullerjahren als Klingelton seines Handys - Joko, verzeihe mir meine Indiskretion. Während sich die meisten Progressiven im Dünkel kultureller Überlegenheit über Eurodance erhoben, als sie Blumfeld, Radiohead oder Pearl Jam lauschten oder dazu ein wenig Headbanging betrieben haben, schob man BPoC wie immer schon in die “Unterhaltungskunst” ab (so hieß das in der DDR).

Für BRAVO TV interviewte ich auch die Fresh Family aus Düsseldorf (Abre numa nova janela)- ein postmigrantischer Act. Im Gegensatz zu Fanta 4 oder Fettes Brot kennt die Band vermutlich kaum noch jemand. Zum Glück aber Moses Pelham oder Sabrina Setlur schon.

Das sind jetzt alles nur Ausschnitte aus deutschem Charts-Geschehen. Durch diese seltsame Identifikation der Generation X mit Grunge verschwindet die Sichtweise von unzähligen nicht-weißen Künstler*innen aus der großen Generationserzählung. Da kann Kurt Cobain auch nichts dafür.

Aber all die anderen haben es gerade jetzt verdient, dass ihre Geschichte erzählt wird. Nicht von mir, das kann ich hier gar nicht leisten. Dieser Teil blieb meiner Artikelserie bleibt sehr auf Deutschland zentriert, weil alleine schon die Analysen von Stuart Hall bzgl. Großbritannien, zusammengefasst, ein dickes Buch ergäben, die Geschichte der Generation X in Frankreich u.a. im Algerien-Krieg zu fundieren wäre und die US-Historie noch einmal eigene Zugänge erforderte. Das kann ich hier nicht mal eben so nebenbei entfalten, und es steht mir auch nicht zu.

Man kann das Googeln, sich von KI erzählen lassen oder sich die unzähligen Quellen selbst zusammensammeln, eben jene Literatur, die derzeit aus US-Bibliotheken weg zensiert wird.

Die oben erwähnte Ausstellung im “Jupiter” bildete einen guten Anfang. Tyrone Rickets, Jahrgang 1973, dürfte zu den wenigen schwarzen Schauspielern gehören, die es in Deutschland durch all die medialen Filtersysteme hindurch zu einer gewissen Prominenz schafften. Ob man Jasmin Tabatabai denselben Status erlaubt hätte, wenn alle wüssten, dass sie in Teheran geboren wurde?

Abschließend empfehle ich für diesen Teil meiner Artikelserie noch ab Minute 04.44 von “Pop 2000”, Folge 10 - den Lacher von Moses Pelham angesichts von Helmut Kohls Wiedervereinigungsansprache, der in “ja, es wächst zusammen, was zusammengehört” endet ...

https://www.youtube.com/watch?v=Tig7dIsC7XM (Abre numa nova janela)

Im nächsten Teil dieser Artikelreihe geht es um die Digitalisierung und bisher nicht erwähnte Popkultur, so zum Beispiel das Kino der 80er und 90er Jahre.

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