Heute feiern wir Lichtmess.
Die Tage sind spürbar länger geworden.
Ein feiner Wandel liegt in der Luft – noch winterlich, und doch bereits vom Neubeginn berührt.
Der Februar ist eine Schwellenzeit:
zwischen Rückzug und Aufbruch,
zwischen Winterruhe und innerer Ausrichtung,
zwischen dem ausklingenden Schlangenjahr und dem Feuerpferd, das am 17. Februar seine kraftvolle Präsenz entfaltet.

✧ TCM-Impuls: Wärmendes Senfmehl-Fußbad zur Stärkung der Abwehr
Ein einfaches, wirkungsvolles Ritual für diese Übergangszeit:
Du brauchst:
eine Schüssel mit warmem Wasser
1–2 Esslöffel Senfmehl
Anwendung:
Lege deine Füße für ca. 10 Minuten ins Fußbad.
Es darf deutlich warm werden – ein Ziehen oder leichtes Brennen ist erwünscht, aber nicht schmerzhaft.
Danach Füße gut abtrocknen, warme Socken anziehen und nachruhen.
Wirkung (TCM):
stärkt die Abwehrkräfte
vertreibt Kälte
unterstützt Lunge & Niere
bringt Energie sanft in Bewegung
Dieses Fußbad eignet sich besonders gut abends bei Kerzenschein – als bewusster Abschluss des Tages und des Winters.
✧ Lichtmess-Ritual: Das Ende des Winters würdigen
Zünde heute bewusst Kerzen, Lichter oder kleine Lampions an.
Vielleicht magst du ein Fensterlicht entzünden – als Zeichen: Das Licht kehrt zurück.
Frage dich dabei:
Was hat mich durch diesen Winter getragen?
Was darf nun gehen?
Welche innere Flamme möchte genährt werden?
Du kannst einen Zettel beschriften mit dem, was du verabschieden möchtest –
und ihn achtsam verbrennen oder symbolisch dem Licht übergeben.
✧ Meditation & Visionsarbeit: Die Zeit vor dem Feuerpferd nutzen
Bis zum 17. Februar schenkt uns die Zeit noch einmal Raum für innere Visionsarbeit.
Das chinesische Neujahrsfest fällt dieses Jahr mit Fasching zusammen –
eine Zeit der Masken, der Verwandlung, der Häutung.
Im Geist des Schlangenjahres frage dich:
Welche alte Haut darf ich nun abstreifen?
Was lasse ich los, damit ich die Kraft des Pferdes ganz empfangen kann?
Das Pferd steht für:
Freiheit. Bewegung. Lebenslust. Weite.
Eine Freiheit, die aus dem Herzen kommt –
verbunden mit Liebe und einem großen, offenen Herzen.
Stelle dir vor, wie du innerlich freier wirst.
Wie sich dein Brustraum weitet.
Wie dein inneres Ja kraftvoller wird.
✧ Haiku – Spuren im Schnee
Leise Schritte zieh’n
Spuren im weißen Schweigen –
der Weg kennt mein Herz.
Vielleicht magst du in diesen Tagen bewusst Spuren im Schnee verfolgen –
oder sinnbildlich deine eigenen inneren Spuren betrachten:
Was hat dich hierher geführt?
✧ Kunsttherapeutische Inspiration: Spuren & Häutung
Nimm Papier, Farben oder Stifte.
Zeichne Linien, Wege, Spuren
Arbeite mit Schichten
Erlaube dir, etwas zu übermalen, abzulösen oder freizulegen
Nicht das Ergebnis zählt, sondern der Prozess des Abstreifens & Neu-Werdens.
✧ Achtsamkeit im Alltag: Die Vögel als Boten der Lebensfreude
Vielleicht hast du es schon gehört:
Die Vögel beginnen wieder zu singen – oft unermüdlich, klar und voller Lebensfreude.
Wenn du ihr Zwitschern hörst:
halte inne
atme
lasse dein Herz in diesen Klängen baden
Diese kleinen Wesen erinnern uns daran,
dass Freude leise beginnt – und ansteckend ist.
Möge dieser Februar dich sanft begleiten
zwischen Abschied und Aufbruch,
zwischen Licht und innerer Weite.
Mit herzlichen Grüßen
deine Heike
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